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eAlex79

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#1
Hallo!

Mein lieber Mitbewohner hat heute ALG II beantragt. Nachher war er bei der Krankenkasse.. er war bis zum 21. März in Arbeit und Brot.

Nun wird die Krankenkasse von ihm so 330 € Beiträge für die Zeit zwischen Arbeitsaustritt und ALG II Eintritt berechnen.

Werden in diesem Land nun Menschen bestraft die sich nicht auf staatliche Hilfe verlassen wollen? Die Krankenkasse sagte sie will sich gütlich einigen, aber sie würde es auch bis zur Eidesstattlichen Versicherung durchklagen wenn es sein muss.

Was meint Ihr?

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x Alex.
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druide65

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#2
Deutschland ist ein schönes Land.Zumindestens gibt es schöne Gegenden hier.Und die Flora und Fauna ist auch ganz OK.
Es gibt nur viele merkwürdige Menschen hier...vor allem in Berlin an der Spree.

Aber zum Thema:Wie kommen die 330 € denn jetzt genau zustande?
War da eine Überzahlung das sich etwas überschnitten hat?
 

eAlex79

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#3
Schöne Landschaft, ja, die kann ja auch nichts dafür dass wir Deutschland drauf gebaut haben gelle? :D

Also die kommen so zustande: seit April oder so gibt es den allgemeinen Versicherungszwang bei der Krankenversicherung. Nun ist es aber so dass der Herr seit 1. April bis gestern unversichert war. Somit ist die Krankenkasse laut Gesetz verpflichtet die Beiträge ("Freiwillige Beiträge zur Krankenversicherung" HA HA HA) für diese Zeit zu fordern, da man Zwangsversichert wird ;)

x
x Alex
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druide65

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#4
Ah ja...stimmt genau das hat sich geändert.Zwangsversicherung.
Habe ich mich noch nicht so genau mit befasst.

Aber das die gleich bis EV gehen wollen verstehe ich nicht.Die sollten doch wissen das bei ALG II nichts zu holen ist.

Gab es irgendwelche persönlichen Gespräche um da eine Einigung zu finden?
 

eAlex79

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#5
Nein nein sie wollen sich durchaus einigen. Der Sachbearbeiter findet dass die Bundesregierung auf Bürgerkriegskurs ist. So eine deutliche Meinung habe ich schon lange nicht mehr öffentlich gehört. Aber ich Arbeite ja auch nicht an einer Kasse bei der jetzt ständig Leute auflaufen die mit X-Tausend Euro belastet werden müssen bevor sie wieder Krankenversichert sind. Denn wenn man den Betrag nicht aufbringt IST MAN NICHT AKTIV VERSICHERT, MUSS ABER DENNOCH AUCH ALLE WEITEREN ANFALLENDEN BEITRÄGE BEZAHLEN, BIS IN DIE EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG HINEIN UND DARÜBER HINAUS
 

druide65

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#6
Ich soll für etwas bezahlen wo ich eh keine Leistungen empfange im Ernstfall?

Krankenversicherung ad aburdum.....heftig
 

eAlex79

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#8
Komisch auf der Site sieht alles Bunt und Schön aus :) Als wenn man im Gesundheitswunderland lebt ;) seltsam.....
 

nontestatum

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#9
Leute, die sich nicht krankenversichern, sparen am falschen Ende.

Man muss das mal gesehen haben, wie einer fast abkratzt, weil er zu spät zum Doc geht, weil er nicht krankenversichert war.

Man kann das nicht anders sagen: es ist ein grosser Verdienst der Gesundheitsreform, dass sich eine Menge Leute wieder halbwegs bezahlbar krankenversichern können, die bisher ohne jeglichen Krankenversicherungsschutz dagestanden haben.
 

eAlex79

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#10
Mit der Zwangsversicherung kriegt derjenige welcher Pech hat zulange zu warten oder einfach nicht in der Lage zu sein

a) Selbstzuzahlende Kosten wenn einen Artz braucht da die Krankversicherung ruht obgleich monatlich weiter zu bezahlende Forderung sich summieren

b) kommt es zu einem Schuldtitel auf 30 Jahre.

Wo ist das Sinnvoll?
 

nontestatum

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#11
Komisch auf der Site sieht alles Bunt und Schön aus :) Als wenn man im Gesundheitswunderland lebt ;) seltsam.....
Vielleicht ist nicht alles perfekt - aber Wunder werden in unseren Krankenhäusern auch an den Kassenpatienten vollbracht, zu der Aussage stehe ich.
 

nontestatum

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#12
Mit der Zwangsversicherung kriegt derjenige welcher Pech hat zulange zu warten oder einfach nicht in der Lage zu sein

a) Selbstzuzahlende Kosten wenn einen Artz braucht da die Krankversicherung ruht obgleich monatlich weiter zu bezahlende Forderung sich summieren

b) kommt es zu einem Schuldtitel auf 30 Jahre.

Wo ist das Sinnvoll?
Wer pleite ist, geht zum Sozialamt oder zur ARGE. Oder heiratet. Oder bittet die Verwandtschaft, ihm die KV zu zahlen.

Wer jung ist, sieht vielleicht nicht so sehr die Notwendigkeit einer KV, aber junge Frauen, die schwanger werden, und Ältere, die sehen die enorme Wichtigkeit einer KV schon eher.
 
E

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#13
Hallo!

Mein lieber Mitbewohner hat heute ALG II beantragt. Nachher war er bei der Krankenkasse.. er war bis zum 21. März in Arbeit und Brot.

Nun wird die Krankenkasse von ihm so 330 € Beiträge für die Zeit zwischen Arbeitsaustritt und ALG II Eintritt berechnet.
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Was hat das mit Bestrafen zu tun, wenn dieser Mensch sich nicht gekümmert hat???
Warum hat er sich nicht ab 22. März bei der Arge gemeldet oder wenigstens ab 21. April? 1 Monat ist Nachversicherung.
 

eAlex79

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#14
Alles hat seine Gründe. Und ich kenne User hier die wie bekloppt darum kämpfen versichert zu werden. Also nicht so Pauschal.
 

Silke

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#18
Hallo Nontestatum,

du machst dir das sehr einfach in dem du sagst, wer pleite ist geht zur Arge, leiht sich Geld von der Verwandtschaft oder heiratet!!!

Mein Mann, noch mit mir verheiratet aber getrennt lebend, ist seit 3 Jahren nicht mehr krankenversichert.
Er ist selbständig und lebt gerade so über dem Existenzminimum (also nix Arge), konnte sich die KV einfach nicht mehr leisten und ist damals aus der GKV rausgeflogen.
Es hieß damals, weil er selbständig ist und aus der GKV rausgeflogen ist, kann er nur noch eine PKV abschließen. Und die konnte er sich erst recht nicht leisten.
Leider hat er auch keine so reiche Verwandtschaft die dann die monatlichen Beiträge für ihn übernommen hätte.

Gruß, Silke
 

Debra

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#19
Leute, die sich nicht krankenversichern, sparen am falschen Ende.

Man muss das mal gesehen haben, wie einer fast abkratzt, weil er zu spät zum Doc geht, weil er nicht krankenversichert war.

Man kann das nicht anders sagen: es ist ein grosser Verdienst der Gesundheitsreform, dass sich eine Menge Leute wieder halbwegs bezahlbar krankenversichern können, die bisher ohne jeglichen Krankenversicherungsschutz dagestanden haben.
Aber wieso soll jemand rückwirkend zahlen?
Übrigens sind spanische Krankenversicherungen viel günstiger als deutsche. Bei besseren Leistungen. Und Spanier verdienen sehr wenig.
 
E

ExitUser

Gast
#20
@Alex,

ich meine das wir froh sein sollten über eine gewisse Versorgung.
Wir hatten halt ein sehr hohes Niveau, und was Dir passiert ist,
ist natürlich ein Witz, aber erzähle das mal einem Afrikaner, Asiaten oder Südamerikaner...
Du siehst also - wir haben immer noch ein hohes Niveau.
Wo werden den Gelder wie in DEUTSCHLAND ausbezahlt?

In anderen Ländern gibt es bei 185 Mio. Weltweiten Arbeitslosen,
auch keine Arbeit, aber auch keine Grundsicherung.

Die können nur auf Ihren Tot warten oder Ihn selber herbeiführen.
In manchen Ländern - wären Sie froh!

Also ist Deutschland kein Scheiß Land sondern Deutschland ist WUNDERVOLL!
Ich liebe es in diesem Land zu leben, da WIR alle Möglichkeiten haben!

Wer Sie noch nicht nutzt - hat ja noch Zeit.
Wir sollten diesen Entscheidungsträgern mal Dampf machen,
anstatt...

In diesem Sinn
einen freundlichen Abend.

morph

PS.
Mehr werde ich dazu nicht schreiben!
Heute konnte ich nicht zum Artz gehen, weil ich kein Geld für die Praxis Gebühr habe.
Na ja, der Monat ist ja bald rum...
Ich muss halt meine Tochter ernähren,
da Sie eines von "jedes 4. Kind in NRW in Armut ist"
 

nontestatum

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#21
Hallo Nontestatum,

du machst dir das sehr einfach in dem du sagst, wer pleite ist geht zur Arge, leiht sich Geld von der Verwandtschaft oder heiratet!!!

Mein Mann, noch mit mir verheiratet aber getrennt lebend, ist seit 3 Jahren nicht mehr krankenversichert.
Er ist selbständig und lebt gerade so über dem Existenzminimum (also nix Arge), konnte sich die KV einfach nicht mehr leisten und ist damals aus der GKV rausgeflogen.
Es hieß damals, weil er selbständig ist und aus der GKV rausgeflogen ist, kann er nur noch eine PKV abschließen. Und die konnte er sich erst recht nicht leisten.
Leider hat er auch keine so reiche Verwandtschaft die dann die monatlichen Beiträge für ihn übernommen hätte.

Gruß, Silke
Möglicherweise bietet die Gesundheitsreform die Möglichkeit, wieder bezahlbar versichert zu werden - und zwar in der gesetzlichen KV auch als Selbständiger.

Die Seite der Gesundheitsreform gibt da einen Hinweis:

http://www.die-gesundheitsreform.de..._versicherungsschutz.html?param=sc1524#fas_06

Gibt es Neuregelungen für Selbstständige?

Ja. Für sie gibt es eine gute Nachricht: Selbstständige mit geringem Einkommen zahlen seit dem 1. April 2007 verringerte Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der monatliche Mindestbeitrag wurde schon zum 1. April 2007 von rund 250 auf rund 170 Euro abgesenkt.
In der Tat ist es so, dass Bürger, die sich jetzt wieder versichern , Nachversicherungsbeiträge/ höhere Prämien ab dem 1.4.2007 zahlen müssen.

Daher hat es keinen Zweck, mit der Versicherung zu warten.

Bitte informiert alle Leute/Freunde/Bekannten über die neuen Regelungen.
 

Silke

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#22
Hallo Nontestatum,

vielen Dank für deinen Hinweis!!!

Verstehe aber nicht so ganz;
die KK schreibt, das die Beiträge zum 01.04.07 gesenkt wurden, und du schreibst, das Bürger höhere Beiträge zum 01.04.07 zahlen müssen!??

Und wenn mein Mann sich jetzt bei der KK meldet, müssen die ihn trotz Rauswurf wieder aufnehmen
und muss er dann von April an die rückständigen Prämien auch bezahlen oder erst Prämienzahlung mit Eintrittsbeginn?

Gruß, Silke
 

eAlex79

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#23
Er muss von April an bezahlen, und zwar den Beitrag für "Freiwillig Versichterte". Der ist ziemlich hoch. Weit über 100 € pro Monat.
 

Debra

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#24
@nontestatum

Bedeutet das, wenn man z.B. ab jetzt aus dem ALG II rausgeht - egal jetzt warum - und nicht mehr krankenversichert ist - sagen wir mal, man geht ins Ausland für ein Jahr und ist nicht krankenversichert - und kommt dann zurück nach Deutschland ... dass man die ganzen Beiträge dann nachzahlen muss?
 

Silke

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#25
Hallo eAlex79,

Nontestatum hat ja geschrieben rund 170€.

Nur wenn er von April an bezahlen muss, hätte er dann von der KK nicht einen Aufnahmebescheid, Mitteilung, Beitragshöhe oder so was bekommen müssen?!

Ist er dann auch seit April schon krankenversichert oder darf er nur zahlen?

Gruß, Silke
 

eAlex79

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#26
Also ich weiss dass auch nur durch Zufall weil ja nen Bekannter betroffen ist. Die Krankenversicherungen betreiben die Aufnahme nicht Aktiv. Aber wenn Du DIch bei einer Krankenkasse meldest weil Du versichert werden möchtest, z.B. weil Du arbeiten gehst oder was auch immer (man ist dann ja verpflichtet, kommt man nicht drum rum) dann wird laut der DAK jeder rückwirkend zum 1. April 2007 Zwangsversichert der in dem Zeitraum keine Krankenversicherung nachweisen kann. Das Wort Zwangsversichert hat der Herr der DAK benutzt.

x
x Alex.
x
 

Silke

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#27
@ eAlex79

heißt das, wenn mein Mann sich jetzt nicht schnellstens krankenversichert, hat er keine Chance mehr in eine KK zu kommen, weil er evtl. nicht in der Lage ist die Zwangsversicherungsbeiträge zurück zu zahlen?
 

eAlex79

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#28
So ist es, und das meint der Sachbearbeiter der Kasse auch.. man wäre, so der SB, gesetzlich gezwungen die Beiträge bis in die Eidesstattliche Versicherung hinnein, und darüber hinaus, zu fordern, und wenn man seine Beiträge nicht zahlen kann, werden jeden Monat neue fällig, aber man kann die Versicherung nicht nutzen da sie ruhen muss.
 

Silke

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#29
...da werd ich meinen Mann schnellstens informieren.Er wird 54, da wird er nicht mehr lange ohne KV auskommen.
Am Montag ruf ich mal bei meiner KK an und frage nach (Zwangs)-Beiträgen usw.
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die alte KK ihn wieder aufnehmen muss; hat er gar keine Möglichkeit sich direkt bei einer neuen zu ver-sichern?
 

eAlex79

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#30
Wenn er jetzt unversichert ist kann er sich m.E. versichern wo er will. Vielleicht fragt ihr einfach mal bei einer Reihe nach oder guckt im Internet welche die niedrigsten Beiträge zur "Freiwilligen Versicherung" (ja es heisst halt immernoch so, war früher auch so, nur jetzt net mehr) hat. Der von der DAK sprach von um die 130 €.
 

nontestatum

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#31
heißt das, wenn mein Mann sich jetzt nicht schnellstens krankenversichert, hat er keine Chance mehr in eine KK zu kommen, weil er evtl. nicht in der Lage ist die Zwangsversicherungsbeiträge zurück zu zahlen?Heute 23:14
Nein.

Sinn der Reform war es, ALLEN einen Zugang zum Krankenversicherungsschutz zu ermöglichen.

Und damit das auch wahrgenommen wird, hat man das in eine Versicherungspflicht gepackt.

Die ganze Sache muss natürlich auch irgendwie finanziert werden, also hat man sich dafür entschieden, dass ab 1.4.2007 Versicherungsbeiträge entrichtet werden müssen, auch dann, wenn man der Versicherung später (z.B. aus Unkenntnis des Sachverhaltes) beitritt.

Offensichtlich existieren da zwei Möglichkeiten: entweder Nachentrichtug der Beiträge oder Einstufung in eine höhere Prämienklasse. Wie das nun wirklich funktioniert, müsste man seine Krankenkasse fragen. Richtig interessant wird das ja erst, wenn einer in 12 Monaten kommt und soll dann für ein Jahr nachentrichten.

Gut ist natürlich auch die Frage, was passiert, wenn ich in's Ausland gehe.

Aber das sind Fragen für das geschulte KV-Personal ("Da werden Sie geholfen" :) ).
 

nontestatum

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#32
Wenn er jetzt unversichert ist kann er sich m.E. versichern wo er will.
Das kann er natürlich versuchen.

Aber seine Versicherung, bei der er zuletzt (!) versichert war, die muss ihn aufnehmen.
 

nontestatum

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#33
Er wird 54,
Da wird es aber höchste Eisenbahn. Es gibt nachwievor Altersgrenzen, bei denen man in die gesetzliche KV nicht mehr zurück kann.

Soweit ich weiss, liegt diese Grenze bei 55.

Er sollte also schleunigst in die gesetzliche Kasse zurückkehren.
 

Silke

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#34
@nontestaum

Ich hab mir das angeschaut mit der Neuregelung für Selbständige---
gilt dann für jede Krankenkasse die Beitragshöhe von 170€ ?
 

jockel

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#35
Also ich weiss dass auch nur durch Zufall weil ja nen Bekannter betroffen ist. Die Krankenversicherungen betreiben die Aufnahme nicht Aktiv. Aber wenn Du DIch bei einer Krankenkasse meldest weil Du versichert werden möchtest, z.B. weil Du arbeiten gehst oder was auch immer (man ist dann ja verpflichtet, kommt man nicht drum rum) dann wird laut der DAK jeder rückwirkend zum 1. April 2007 Zwangsversichert der in dem Zeitraum keine Krankenversicherung nachweisen kann. Das Wort Zwangsversichert hat der Herr der DAK benutzt.

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x Alex.
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Sei froh, daß es ab Wirkung der Gesundheitsreform 2007 ab dem 01.07.2007 so ist, daß alle Bürger, die ihren Krankenversicherungsschutz verloren hatten, jetzt wieder als ehemalige Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung dorthin zurückkehren können.

Bis zum 30.06.2007 hatten Sie ihren Krankenversicherungsschutz lebenslang verloren, wenn sie nicht binnen von 3 Monaten nach der Kündigung des Arbeitslosenverhältnisses, nach Rückkehr aus dem Ausland oder nach amtlicher Ablehnung eines Alg-Antrags usw. keiner SV-Pflicht mehr unterlagen. innerhalb der 3-Monatsfrist war man noch einen monat lang nachversichert. Ansonsten kam nach den verstrichenen 3 Monaten das gesamte Kostenrisiko der medizinischen Behandlung, der Medikamente u.a. Kostenpositionen mit voller Wucht im Krankheits- oder Unfallfall auf sie zu.

Fein raus waren und sind Familienangehörige, die familienversichert sind.

Bis dahin kam man in die gesetzliche Krankenversicherung zurück, wenn man mindestens in einen sv-pflichtversicherten Arbeitsverhältnis mindestens 12 Monate ein Arbeitseinkommen bezog, von dem SV-Beiträge abgeführt wurden.

Für Ex-Angehörige der privaten Krankenversicherung wird es auch nach der Gesundheitsreform 2007 weiterhin schwierig bleiben, in ihre Krankenversicherung zurückzukehren, wenn sie einmal den Krankenversicherungsschutz verloren hatten. Für die gilt eine Übergangsfrist wohl bis zum 1.09.2008 oder 2009

Und wer über 55 Jahre alt ist und angehöriger der privaten Krankenversicherung war, sie verloren hat, sieht's noch bescheidener aus.

Man sollte es sich dreimal überlegen in die private Kranken und private Rentenversicherung überzuwechseln. Die gehen über Leichen.
 

eAlex79

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#36
Das man wieder in die gesetzliche kann ist auch Klasse. Aber leider wird es eine RIESIGE Menge leute geben die NIE MEHR in die KV kommen (obgleich angemeldet, Beitragspflichtig, und verschuldet) weil sie es nicht bezahlen können, dass sagt sogar der Mitarbeiter der Krankenkasse!
 

jockel

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#37
Er muss von April an bezahlen, und zwar den Beitrag für "Freiwillig Versichterte". Der ist ziemlich hoch. Weit über 100 € pro Monat.
Es wirkt der § 240 SGB V, wonach lt. Gesetzgeber ein fiktives Bruttomonatseinkommen von 816,67 € unterstellt wird, um davon einen Mindesbeitrag zur KV und PV von 126 € jeden Monat zu verlangen. So auf Nachfrage bei der AOK Sachsen und der unabhängigen Patientenberatung. Ich bin freiwilliges Mitglied der KV und PV, weil ich seit Erschöpfen des Alg-Bezugs am 24.03.2003 wegen Überschreitens der Schonvermögensfreigrenze kein Alg II bewilligt bekomme. Mir werden die 126 € jeden Monat vom Girokonto per Lastschrift abgezogen, wobei ich die Deckung des Girokontos aus meinen Ersparnissen abzusichern habe. Und von Jahr zu Jahr steigen diese Beiträge und eine Arbeitsförderung und -vermittlung wird gleichzeitig von Arbeitsagentur oder ARGE verweigert. Also handelt es sich um systematische Enteignung, Verarmung und Verelendung von Arbeitslosen, die sich nicht im Leistungsbezug befinden und Alg oder eine andere Leistung erhalten.
 

nontestatum

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#38
Ich hab mir das angeschaut mit der Neuregelung für Selbständige---
gilt dann für jede Krankenkasse die Beitragshöhe von 170€ ?
Das ist jetzt nur mal ein Beispiel.

Ich selber bin derzeit freiwillig gesetzlich krankenversichert und zahle 135 € monatlich. Bin aber zur Zeit Privatier und nicht selbständig tätig bei NULL Einkommen.

Bei der Beitragsberechnung spielt es eine Rolle, ob man selbständig ist oder nicht und wieviel Einkommen (Miete, Lohn, Dividende, usw.) man hat.

Ich rate dazu, sich sofort mit der KV in Verbindung zu setzen.

Wenn die Beiträge nicht erbracht werden können, sollte man sich nicht scheuen, ALG II zu beantragen und die Einkünfte aus Selbständigkeit als Nebeneinkommen anzugeben.

Man beachte auch den Beitrag meines Vorredners.
 

jockel

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#39
Das man wieder in die gesetzliche kann ist auch Klasse. Aber leider wird es eine RIESIGE Menge leute geben die NIE MEHR in die KV kommen (obgleich angemeldet, Beitragspflichtig, und verschuldet) weil sie es nicht bezahlen können, dass sagt sogar der Mitarbeiter der Krankenkasse!
Dann muß man eben seinen Hintern zum Sozialamt bewegen und die Grundversorgung beantragen. Dann zahlt die stellvertretend die KV- und PV-Beiträge.
 

eAlex79

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#40
Aber nicht rückwirkend, und die Zwangsversicherung ist Rückwirkend, und es gibt Leute die Verzichten lieber auf das ALG II oder die Sozialhilfe.
 

nontestatum

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#41
Aber nicht rückwirkend, und die Zwangsversicherung ist Rückwirkend, und es gibt Leute die Verzichten lieber auf das ALG II oder die Sozialhilfe.
Das ist jetzt halt ein neues Gesetz und da werden sich die Ecken und Kanten auch noch abschleifen.

Aber da die Krankenversicherung jetzt ja PFLICHT ist und man sich dieser Pflicht nicht entziehen kann, warum sollte man sich da scheuen, eine Unterstützungskasse in Anspruch zu nehmen?
 

eAlex79

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#42
So wie bei Hartz IV? Gott bewahre uns! lol.. lassen wir mal das beste hoffen.
 
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