Deutschland: Reallöhne 2015 - Warten kann sich lohnen

wolliohne

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Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete gestern für das Jahr 2015 von einem Anstieg der durchschnittlichen Reallöhne in Deutschland, in Höhe von +2,5% zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist vor allem dem niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise zu verdanken. Nominal stiegen die Löhne um +2,8% zum Vorjahresquartal. Die offiziellen Verbraucherpreise stiegen 2015 nur um +0,3% zum Vorjahr. Trotz dieses Anstieges 2015 bei den Reallöhnen ist die langfristige Entwicklung beschämend, seit 1995, also in zwei Jahrzehnten stiegen die durchschnittlichen Reallöhne in Deutschland um schlappe +2,2%, armselig und bezeichnend.
Quelle: Querschüsse.de


Jobs unterhalb der Qualifikation erleichtern Arbeitslosen zwar den Zugang zum Arbeitsmarkt. Allerdings erweisen sie sich regelmäßig als berufliche Sackgasse.
Historiker, die Taxi fahren, zugewanderte Ärztinnen mit Minijobs, Facharbeiter in Hilfstätigkeiten: Dass Beschäftigte sich unter ihrem Niveau verdingen, ist keine Seltenheit. Die Nachteile inadäquater Beschäftigung sind hinreichend dokumentiert. Studien hätten gezeigt, dass die Betroffenen mit niedrigeren Löhnen auskommen müssen, sich seltener weiterbilden und weniger zufrieden mit ihrer beruflichen Tätigkeit sind, so Jonas Voßemer und Bettina Schuck von den Universitäten Bamberg und Heidelberg. Ungeklärt sei allerdings, wie sich die Situation für Arbeitslose darstellt: Ist ein unterwertiger Arbeitsplatz in jedem Fall besser als gar keiner? Oder lohnt es sich, auf ein passendes Angebot zu warten? Die Soziologen sind dieser Frage empirisch nachgegangen. Ihre Antwort fällt zweischneidig aus: Einerseits erhöht es die langfristigen Beschäftigungschancen, wenn Arbeitslose einen Job unter ihrer Qualifikation akzeptieren. Andererseits verschlechtern sich die Aussichten auf eine angemessene Stelle.
Quelle: Hans Böckler Stiftung
 

bla47

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Ich hatte persönlich kein Problem damit, einen Job unterhalb der Qualifikation anzunehmen. Schließlich wurde der besser bezahlt als wenn ich Leihotto mit Gesellenbrief gemacht hätte. Leider waren die anderen nur befristet. Jetzt bin ich wieder der händeringend gesuchte Facharbeiter. Händeringend gesucht aber nur zum Blödmannsgehilfen - Tarif der Leihbuden.
Bildung schützt nur vor Armut, wenn das Leben SO NICHT abläuft.
Mit Gesellenbrief hagelt es nur so die VV mit RFB im Briefkasten.....von Leihratten.....leider...
 

iSlave

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Die offiziellen Verbraucherpreise stiegen 2015 nur um +0,3% zum Vorjahr.
Mensch, da hat der Staat aber kräftig schöngerechnet :biggrin:

Einerseits erhöht es die langfristigen Beschäftigungschancen, wenn Arbeitslose einen Job unter ihrer Qualifikation akzeptieren. Andererseits verschlechtern sich die Aussichten auf eine angemessene Stelle.
So siehts aus. Die Personaler meinen man hätte einen passenden Platz in der Wirtschaft gefunden. :icon_evil:
 
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