Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren

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Der Auflehnende

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Eine Forschergruppe um Thomas Piketty – Autor des Bestsellers "Das Kapital im 21. Jahrhundert" – bestätigt im ersten "Weltreport über Ungleichheit", das in Deutschland so viel Ungleichverteilung wie zuletzt 1913 herrscht. Wenn wachsende Ungleichheit nicht entsprechend angegangen wird, führt sie zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophen. Die Forschergruppe unterbreitet Vorschläge, wie sich die Ungleichheit bremsen lässt, bevor sie Verwüstungen anrichtet. Vorgeschlagen wird u.a. eine höhere Besteuerung von Einkommen und Erbschaften der Reichen und Gutverdiener.

Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/einkommensverteilung-deutschland-ist-so-ungleich-wie-vor-jahren-1.3791457
 

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0zymandias

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Zum selben Thema das Nachrichtenmagazin aus der G20-Stadt:
Zu den Gewinnern gehören dabei die Besitzer von Unternehmen, die in Deutschland überdurchschnittlich oft in Familienhand sind. DIW-Forscherin Bartels beobachtete unter anderem eine Korrelation zwischen steigenden Ausfuhren und den Einkommen des obersten Prozents. "Man könnte daraus folgern, dass unser Status als Exportweltmeister vor allem den Topverdienern zugutekommt."
[...]
Einen schwindenden Anteil am wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland hat die untere Hälfte der Einkommensbezieher. Bei ihr kam laut Bartels in den Sechzigerjahren noch immerhin ein Drittel der Gesamteinkommen an. Mittlerweile ist es nur noch knapp ein Sechstel.

1913 gab es einen Kaiser, elektronisches Fernsehen wurde 1931 auf der Funkausstellung in Berlin präsentiert.

Geld hat nicht nur eine eigene Schwerkraft, sondern auch einen recht eigenen Fortschritt.
 

TazD

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Du hast wohl unter dem 1. Link einen Virus verlinkt, vielen Dank :icon_evil:
Nein, da ist kein Virus.
Bevor man hier irgendwelche Vorwürfe los wird, sollte man das erst mal genauer überprüfen und vielleicht nicht parallel auf irgendwelchen einschlägigen Seiten surfen. :biggrin: :wink:
 
E

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Ist doch gut..... Genauso wie vor 100 Jahren.... Das heißt ja auch... Keine Verschlechterung gegenüber dem Mittelalter..... Ironie Off...
 

musiker01

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Nein, da ist kein Virus.
Bevor man hier irgendwelche Vorwürfe los wird, sollte man das erst mal genauer überprüfen und vielleicht nicht parallel auf irgendwelchen einschlägigen Seiten surfen. :biggrin: :wink:

Ich hatte jedenfalls nach Aufruf nachdem ich längst wieder aufs ELO-Forum zurück war, plötzlich einen automatischen Aufruf irgendeiner dubiosen Seite, die ich auch weder beenden noch verlassen konnte.

Und nein, ich habe nicht zeitgleich auf irgendwelchen dubiosen Seiten gesurft.............................
 

Dark Vampire

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Da ist kein Virus, selbst bei meinen Experimentalrechner passiert nix der komplett ungeschützt ist.....
 

0zymandias

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Sooo schlimm ist die Süddeutsche nun auch wieder nicht.

Virus, also wirklich. :icon_hihi:
 

Der Auflehnende

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Ja, HartzIV wirkt...:icon_kotz:
Vielen Dank @SPD
Nicht zu vergessen, die Grünen Emporkömmlinge
Zur damaligen Zeit waren alle im Bundestag vertretenen Parteien (SPD, Grüne, CDU/CSU, FDP) für die Reformen bei Arbeit und Soziales. Insbesondere bei Hartz IV. Eine kritische Auseinandersetzung fand nicht statt. Selbst außerhalb des Bundestages war die Kritik eher verhalten. Bei SPD und Grüne gab es auch Gegner der Reformen, sowie auch bei den Gewerkschaften. Die Gewerkschaften als Mitarchitekten waren im Kern dennoch dafür. Der wirkliche Aufschrei und Protest kam nur von Sozialverbänden und Erwerbsloseninitiativen. In den Medien gab es wenig Kritik. Wenn, dann war sie eher verhalten.

Die Arbeitsmarktreformen der rot grünen Bundesregierung – die aus Sicht von Arbeitnehmern und Erwerbslosen Verschlechterungen sind – waren keine Neuerfindungen. Sie bauten auf dem Lamsdorff-Papier aus dem Jahre 1982 auf. Hinzukamen Verschärfungen, die darüber deutlich hinausgehen.

Christoph Butterwegge, Ein neoliberales Drehbuch für den Sozialabbau:
Texte | Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Du hast wohl unter dem 1. Link einen Virus verlinkt, vielen Dank :icon_evil:
Du kannst URL, sowie Dateien bei virustotal.com prüfen lassen. Bei der URL Prüfung sind die Engines von Google, Opera, sowie von den Antiviren Anbietern Kaspersky, Bitdefender, ESET usw. vertreten.
 

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@Der Auflehnende: Wenn Kohl nicht so reformscheu gewesen wäre, wäre das Lamsdorff-Papier seinerzeit umgesetzt worden. Zwanzig Jahre später hat es rot-grün dann in Form der Agenda 2010 getan. Bis heute bin ich mir ziemlich sicher, dass es eine Arbeitsmarktreform unter einer anderen Regierung ebenfalls gegeben hätte. CDU und FDP gingen die sozialen Einschnitte nicht weit genug und es wäre wahrscheinlich noch schlimmer gekommen als es eh schon ist. Dass Politiker die reinsten Wendehälse sind, zeigt sich sehr schön an unserer Kanzlerin, Pippi Nahles und dem Wackelkopf aus Bayern. Alle drei hielten nichts von der Agenda 2010. Nahles lehnte sie sogar konsequent ab. Heute befürworten alle drei uneingeschränkt die Reform. Welch ein verlogenes und dreckiges Politikerpack!
 
M

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Na wir haben doch derzeit all diese Experten, die uns erklären, daß eine größere Ungleichheit sogar mit einem sozialen Fortschritt gleichzusetzen ist...
 

Der Auflehnende

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... Bis heute bin ich mir ziemlich sicher, dass es eine Arbeitsmarktreform unter einer anderen Regierung ebenfalls gegeben hätte. ...
Das Lamsdorff-Papier war damals eher ein Provokationspapier, um die Koalition mit der SPD unter Herrn Schmidt zu beenden. Teile des Lamsdorff-Papier wurden auch unter der Amtszeit von Helmut Kohl umgesetzt. Unter anderem die Zumutbarkeitskriterien für Erwerbslose (lt. Münder LPK SGB II, zu § 10). Das war natürlich nicht zu vergleichen mit dem, was rot grün dann gemacht hat. Hätte die SPD mit Schröder 2002 nicht knapp gewonnen, dann wären CDU/CSU und FDP an die Macht gekommen. Mit Edmund Stoiber als Kanzler. Die hätten sicherlich auch Reformen im Bereich Arbeit und Soziales durchgeführt. Ein Projekt, wie die Agenda 2010, hätten sie nicht in der Form durchsetzten können. Nach Aussage von Herrn Stoiber in einer Polittalkshow, wären eben diese Akteure der Agenda 2010 entsprechend dagegen vorgegangen. Im diesjährigen Bundestagswahlkampf lobte Frau Merkel die Reformen, die die SPD einst einführte. Die Verschärfungen im SGB II kamen in der großen Koalition (2005 – 2009) mit Franz Münterfering (SPD) als Arbeitsminister. Da waren u.a. Streichung des Regelsatzes bei unter 25-Jährige beim ersten Pflichtverstoß oder Sanktionen, wenn die EGV nicht unterschrieben wurde. Im Mai 2006 erklärte Herr Müntefering seiner Partei und insbesondere dem Kritiker Ottmar Schreiner Hartz IV. „Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.“ Die SPD ist immer an vorderster Stelle, wenn es um Verschlechterungen beim SGB II und Sozialabbau geht.

Die Gewerkschaften sind nichts weiter als die Interessenvertreter der SPD. Die weiter hinter der Agenda 2010 und insbesondere hinter dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) stehen. Daran ändert auch eine Stellungnahme für das BVerfG zum Thema Sanktionen nichts groß. Die kann eher als Betriebsunfall gewertet werden. Die Veröffentlichung wurde wieder zurückgezogen, eben weil man mehrheitlich nicht dazu steht.
 
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Mitglied 61702

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Nur interessehalber, hier scheinen einige höhere Ungleichheit und Neoliberalismus toll zu finden...?
 
Z

ZarMod

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Nur interessehalber, hier scheinen einige höhere Ungleichheit und Neoliberalismus toll zu finden...?
Mißt Du das am Voting Deiner Beiträge, an deren Formulierung man weder Ziel, noch Ironie erkennen kann?
Vielleicht solltest Du die Auslegung Deiner hingeworfenen Sätze ausführlicher kommentieren.
Die lassen sich nämlich in mehrere Richtungen drehen. :icon_wink:
 
M

Mitglied 61702

Gast
Mißt Du das am Voting Deiner Beiträge, an deren Formulierung man weder Ziel, noch Ironie erkennen kann?
Vielleicht solltest Du die Auslegung Deiner hingeworfenen Sätze ausführlicher kommentieren.
Die lassen sich nämlich in mehrere Richtungen drehen. :icon_wink:

Nu, zumindest in meiner bisherigen Ecke Deutschlands ist weder "da geht mir die Hutschnur hoch", noch "Na, wir haben doch derzeit all diese Experten" eine positive Formulierung ::icon_surprised::. Ich versuche mich meist in Zurückhaltung, sonst wirds etwas zu grob :biggrin:
 

Wholesaler

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Leider nicht. Macht aber nix. Hast mir ja ne Alternative genannt.:wink:
 

Hypnose

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Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren:

OHH Nein, nicht noch einmal 2 welt kriege verlieren. dieses mal gehen wir mit der EU unter.....

Wie verteilt mann das geld besser um mehr gleichheit herzustellen?
normalerweise nimmt mann von den großen berg etwas weg und legt auf den kleineren damit die waage wieder stimmt....

Das ist aber ungefähr so schwierig wie den papst kinder zu schenken

Mehr sozialhilfe, vielleicht grundeinkommen...bessere schulen...mit echten lernen statt dummes pauken....steuern für die reichen...steuerentlastung für die armen....

wenn die das wirklich wollten, würden die dsas schon längst machen... genauso wied er geburten rückgang....die wollen doch gar nicht
 

XxMikexX

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Wie vor 100 Jahren?

Durch die Agenda 2010 wurde die Leibeigenschaft praktisch wieder eingeführt!

Der vollkommen entmündigte Arbeitsknecht.

Das hatten wir zuletzt im Mittelalter!

Das ist wohl alles ganz toll, denn kaum noch einer regt sich darüber auf.

Die Parteien die das angerichtet haben werden munter weiter gewählt, ein paar Verluste gibt es, aber das sind Kollateralschäden die locker hingenommen werden.
 

Roter Drache

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na und ?
keine S.. interessiert das, war immer so bleibt so bis der letzte **** ein wenig Geist bekommt.
Die Deutschen sind die letzten die es merken...
 
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