Deutschland bekommt staatliches E-Mail-System (1 Betrachter)

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ExitUser

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Reklame (von der Post verteilt) schmeiß ich denen wieder in ihren gelben Kasten...

Hab extra 'nen Aufkleber, daß ich sowas nicht will! :icon_evil:
 

april

Elo-User*in
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Ich fände es gut, wenn Samstag keine Post käme.
 

gelibeh

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Na, dann kommen die unangenehmen ARGE Post geballt am Montag. Aber stimmt schon, dann braucht man am Samstag nicht in den Briefkasten gucken und hat das ganze Wochenende "frei"
 

april

Elo-User*in
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Na ja, eigentlich brauchst du das ohnehin erst am Sonntag, aber das Wochenende ist nicht versaut. ;-)
 
E

ExitUser

Gast
Montags kommt sowieso (fast) keine Post, weil die Post sonntags keine Briefe mehr sortiert. Ist denen zu teuer. Dann müssten sie Sonntagszuschlag zahlen.
Habe ich heute grade vom Inhaber unserer Postagentur gehört.

Grüße
Arbeitssuchend
 
E

ExitUser0090

Gast
Sichere Sache :biggrin:

[Verschwörungsmode on]

Wahrscheinlich werden die Mails in der Zeit in der sie nicht verschlüsselt sind ausgelesen und wandern in eine Datenbank des BKA/Verfassungsschutz

[Verschwärungsmode off]

De-Mail: Freund liest mit? von Jörg-Olaf Schäfers um 12:41 am Mittwoch, 21. Juli 2010 | 20 Kommentare
Jens Ihlenfeld von Golem hat ein magentafarbenes Murmeltier entdeckt. Er schreibt:
De-Mail ist nicht sicher, meldet die Frankfurter Rundschau. De-Mails würden bei dem System nicht durchgängig verschlüsselt, sondern auf den Servern entschlüsselt und neu verschlüsselt.
“Ich habe schwere Bedenken und bin gegen das De-Mail-Gesetz. Die Sicherheitslücken sind nicht zu übersehen”, zitiert die Frankfurter Rundschau den Anwalt und IT-Experten der Bundesrechtsanwaltskammer Thomas Lapp [...]​
 
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ExitUser

Gast
aber nicht automatisch, die daten werden von 1 euro jobbern abgetippt
 

Master of Desaster

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Das sagt mir alles.
Will der Bürger nachweisen, dass ein Bescheid nicht sein Postfach erreicht hat, reicht die Glaubhaftmachung einer nicht oder verspätet erfolgten Zustellung wie bei der Briefpost nicht mehr aus, weil ein "Vollbeweis" erforderlich ist. Im Kommentar des Referentenentwurfes heißt es: "Damit übernimmt der Empfänger in Fällen, in denen das Verwaltungsverfahren auf sein Verlangen in elektronischer Form abgewickelt werden muss, die Beweislast für den Nichtzugang oder verspäteten Zugang des elektronischen Dokuments. Auf diese Weise wird der missbräuchlichen Widerlegung der Zustellungsfiktion, z. B. um eine Genehmigungsfiktion eintreten zu lassen, entgegengewirkt."
DE-Mail?. Never ever.
 

Doink

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also epost klingt interessanter als de-mail. Oder würdet ihr die Beiden als gleich schlecht und "unsicher" bezeichnen?
 

peter_S

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Kaum überraschend das heise.de mal wieder die einzigen in der Medienbranche sind die die Gefahren dieses Systems erkannt haben:

Im "Kleingedruckten" des Angebots, in den AGBs, verstecken sich nämlich, wie der BR-Rundschau-Moderator und Blogger Richard Gutjahr mit Hilfe seiner juristisch gebildeten Kollegen Udo Vetter und Thomas Stadler herausfand, Passagen, die den Kunden unter anderem dazu verpflichten, einmal täglich sein Postfach anzusehen. Tut er das nicht, hat er beispielsweise bei fristrelevanten Schreiben potenziell deutlich schlechtere Karten als bei der Nutzung des normalen Briefwegs. Zudem gibt der Kunde schon mit der Anmeldung automatisch das Einverständnis ab, dass die Post Handel mit den Adressverzeichnissen treiben darf.

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass die Post, die damit wirbt, dass sie mit dem E-Postbrief ein "Briefgeheimnis" im Internet einführen würde, die Schreiben nicht einmal dann löscht, wenn der Sender oder Empfänger das macht, sondern Kopien auf unbestimmte Zeit vorrätig hält, falls Sicherheitsbehörden oder Geheimdienste mal ohne richterliche Anordnung einen Blick rein werfen wollen. Dafür händigt ihnen die Post auch ganz unbürokratisch die Zugangskennung zum elektronischen Postfach aus.

Telepolis pnews: Rechtliche Risiken, Adresshandel und Zwangsspeicherung gelöschter Inhalte
Na ja, wahrscheinlich dürfen Spiegel, Focus Co darüber wieder nicht berichten, schon dumm wenn man nur noch das schreiben darf was die Politiker in Berlin gestatten, gelle ?
 

Westzipfler

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Hallo,

wir haben festgestellt, dass zu einigen Punkten in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zum E-POSTBRIEF zusätzlicher Informationsbedarf besteht. Die identifizierten Punkte haben wir in einer eigenen FAQ erläutert, diese finden Sie hier: https://go.post.de/w4hao

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Schwertner vom Serviceteam E-POSTBRIEF
Niemand benötigt De-Mail.

Möchte ich eine E-Mail versenden, die nicht jeder mitlesen soll, wird diese verschlüsselt. Die Verschlüsselung identifiziert mich auch gleichzeitig beim Empfänger als Absender. Alles ohne zusätzliche Kosten und die Verschlüsselungsoftware ist wohl mittlerweile nutzerfreundlich geworden. Für alles andere gibt es das gute "alte" Telefax, den guten "alten" Brief (Briefgeheimnis) oder das Einschreiben. Wo ist denn das Briefgeheimnis bei De-Mail abgeblieben? Gibt es nicht! Warum für De-Mail Geld ausgeben und eine Masse an undurchsichtigen (und für den Kunden nachteilige) AGB akzeptieren? De-Mail - das braucht doch wirklich niemand!!!


heise online - Anwälte kritisieren De-Mail

Und solange hier keine Abhilfe in Sicht ist, hat jeder, der De-Mail macht im "casus belli" (also, da muss der Kunde etwas beweisen, was nicht zu beweisen ist - das sind mir vielleicht "schöne" AGB), wie man so sagt, die goldene A-Karte gezogen :biggrin:

meint
Westzipfler
 

lpadoc

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Wie heißt es noch in der Pressemitteilung der Deutschen Post AG vom 23. Jul: "Wunschadressen für den E-Postbrief werden knapper - Deutschland registriert sich für den E-Postbrief"

Die E-Postbrief-Werbeaktion ist trotz der Millionen Euros schon jetzt ein "Flop". Der Öffentlichkeit soll "verkauft" werden, dass es bald keine "Wunschadressen" mehr gibt und die wenigen restlichen nur bei schneller Registrierung zu haben sind. Die Pressemitteilung vom 23. Juli ist schon als "Verdummung künftiger E-Postbrief-Kunden" zu bezeichnen.

Aus der Pressemitteilung: "Viele Bürger haben sich unter epost.de bereits ihre persönliche unverwechselbare E-Postbriefadresse gesichert."

Diese Aussage heißt nichts anderes als "zu wenig" oder "magerer" Rücklauf und: Der Werbaufwand hat sich nicht gelohnt. Denn wäre die Werbung ein "Riesenerfolg", so wäre dieser auch so verkauft worden nach dem Motto: Riesenerfolg - 2 Millionen neue E-Postbrief Kunden! Weil dies natürlich nicht so ist, wird mit dem Wort "viele" nur verdeckt gesagt, was nicht ausgesprochen werden darf: Die Aktion ist ein "Flop".

Datenschützer warnen bereits jetzt und ich füge hinzu, solche Dienste wie E-Brief u. ä. sind nicht nur unnötig und überflüssig sondern bieten dem "Schnüffelstaat" eine weitere Möglichkeit der Überwachung. Natürlich müssen die Dienstanbieter (liegt in der Natur der Sache) immer wieder betonen, wie toll derartige Systeme sind. Und bezüglich der staatlich geförderten "D-Mail" (16 Cent per Brief) bin ich mir sicher, dass die "Schnüffler" ein "Eingangstor" bereits mit eingebaut haben.

Wir wissen es doch, Mails und Faxe ins Ausland werden auch heute schon "durchgescannt" und gefiltert, Geldüberweisungen ins Ausland werden demnächst von den Sicherheitsbehörden der USA kontrolliert und überwacht (SWIFT).

Und gerade die US-Behörden - einschließlich der dortigen US-"Geheimdienste" rüsten diesbezüglich mächtig auf. Und mit dem wohl bald neuen Kontonummern- und Bankleitzahlensytem, das in der EU neu eingeführt werden soll wird das Ganze auch noch international "schnüffelkompatibel" gemacht.

Ferner soll in der EU die Speicherung von Suchbegriffen in "Suchmaschinen" protokolliert werden, was von der EU-Kommission derzeit vorbereitet wird. Zu den Unterstützern soll auch der EU-Abgeordnete Lothar Bisky gehören (auf einer schwedischen Webseite sind die Unterstützer veröffentlicht.)

Die Richtung ist vorgezeichnet und ich nenne dies eine Richtung hin zu noch mehr staatlicher "Überwachung" der Bürgerinnen und Bürger. Und wenn wir schon bei den Bürgerrechten und Datenschutz sind, unser Nachbarland Ö macht uns jetzt vor, wie mit Google umzugehen ist.

Last but not least: Die Volkszählung im Jahr 2011 gibt es auch noch (Zensus 2011). Ich kann garnicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.
 
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