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Deutsches Strafrecht: Bei Mord nicht mehr automatisch lebenslänglich?

Anna B.

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#2
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

ja und was will man denn dann statt dessen sagen?

"Erschiesser" "Erwürger" "Erstecher"..???

haben wir keine anderen Probleme, als solche Begrifflichkeiten?

und wer jemanden vorsätzlich umbringt, gehört bestraft....der Tote ist nämlich auch "lebenslänglich und für immer tot"...das kann doch nicht sein, dass man noch Argumentationen dafür sucht, den Täter nicht zu bestrafen oder nur gering...
 
E

ExitUser

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#3
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

25 Jahre (lebenslänglich) sind schon nicht lange, dafür, daß man jemand umgebracht hat. Oft sind die Täter nach 15 Jahren schon wieder draußen.
 

TazD

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#4
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

@Anna B.:
Das dachte ich mir auch schon.

@Cerberus
Im Durchschnitt nach 19 Jahren. Aber auch da kommt es, wie so oft, darauf an, wie gerechnet wird. Sind da wirklich alle erfasst? Und auch die, die danach in die Sicherungsverwahrung gehen? Wie wird das bei denen gerechnet? Offiziell sind sie ja "entlassen".

Ich finde im übrigen den Artikel hier auch recht informativ:
http://www.faz.net/aktuell/politik/...31-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
 

EyeODragon

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#6
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

Es ist schon richtig, diese alten Begriffe zu reformieren, weil sie auch heute noch zu Urteilen geführt haben, wo man nur mit dem Kopf schütteln kann.

Kann mich dunkel an einem rücksichtslosen Autofahrer erinnern, der ein Kind totgefahren hat, und mit einer lächerlichen Strafe davonkam. Der hätte a) sitzen müssen und b) nie mehr Autofahren dürfen, das wäre aber mit dem aktuellen Strafrecht nicht vereinbar gewesen. Der hatte ein paar Monate Fahrverbot, und eine lächerliche Geldstrafe bekommen.

Während des NS-Regimes zielten diese Definition klar ab, das man politische Gegner, insbesondere hier bezogen, als Privatperson schon fast straffrei umbringen konnte, wenn jemand Führer und Partei beleidigte, oder generell selber die Ideologien umsetzen durfte, ohne das man dann mit einer hohen Strafe (wenn überhaupt) rechnen müsste.

Und wie man generell mit einem Menschen umgehen sollte, der einen anderen umgebracht hat, da scheiden sich immer noch die Geister. Hat ein jemand sein eigenes Leben verwirkt, der einen anderen Menschen umbringt - dann müsste man für die Todesstrafe plädieren.
Will man die Person wieder rehabilitieren, die Ergebnisse zeigen, das es viele Rückfälle gibt, da viele Psychologen sich hinters Licht führen lassen, und dann grünes Licht geben.

Generell steht für mich fest, das man die Person schon spüren lassen sollte, wenn jemand umgebracht wurde, nur wie ist die Frage, ich bin natürlich auch gegen jegliche unmenschlichen Bestrafungsktionen, aber gleich zu behandeln, wie z.B. jemand, der 20 Flat-TV's aus einem Lager gestohlen hat, und dabei erwischt wurde, das ist nicht in Ordnung.

Es ist schwer hier einen wirklich richtigen Konsens zu finden.
 

Couchhartzer

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#7
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

ja und was will man denn dann statt dessen sagen?

"Erschiesser" "Erwürger" "Erstecher"..???

haben wir keine anderen Probleme, als solche Begrifflichkeiten?
Und was ist - unter dem Gesichtspunkt "gleiches Recht für alle") - mit der Ausführung bei den Hochzeiten mit den Worten:
"... bis, dass der Tod euch scheidet" ? :icon_kratz::icon_mrgreen:
 

Anna B.

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#8
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

und? was meinst du damit im Zusammenhang bei "Mord"oder "Totschlag"???
 

KristinaMN

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#9
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

Die entscheidende Frage ist doch, warum will man vom bisherigen Strafrecht weg?

- sind die Gefängnisse zu voll?
- sind die Gefängnisse, Sicherungsverwahrten und Forensiken zu teuer?
- mußten zuviele aufgrund der verhängten Strafen abgeschoben werden?
- soll die Statistik "positiv" geschönigt werden?
- passieren dadurch weniger Morde?
....

Die Richter hatten doch aufgrund der gefestigten, jahrzehntelangen Rechtsprechung einen Spielraum.

Sollte es mit der Nazi-Vergangenheit zusammenhängen, müßten noch ganz andere Sachen abgeschafft werden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#10
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

Und was ist - unter dem Gesichtspunkt "gleiches Recht für alle") - mit der Ausführung bei den Hochzeiten mit den Worten:
"... bis, dass der Tod euch scheidet" ? :icon_kratz::icon_mrgreen:
ROFL :dank:

Der Kommentar sitzt, passt und ist einmalig!

Noch was Konstruktives...

Im Juristendeutsch ist der Begriff "Mörder" schon längst nicht mehr aktuell..... es könnte ja auch so sein, dass ein Totschläger eine feinere Abstufung darstellt und die Begrifflichkeit direkt Bezug zu Tat hat????

Weiß manns????
 

Anna B.

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#11
nun, das ist ja schon lange unterschiedlich..

Mord
heimtückischer Mord
besonders schwere Heimtücke..

Totschlag
Totschlag im Affekt

und und und..

da gibt es doch sehr viele Abstufungen..
 
E

ExitUser

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#12
AW: Begriff "Mörder" soll es nicht mehr geben, auch kein lebenslänglich.

Es ist schon richtig, diese alten Begriffe zu reformieren...
Ein Mörder ist ein Mörder. Punkt.

Und mit den 12 Jahren NS hat das nix zu tun. Schon Jahrhunderte vorher gab es den Begriff.

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Beim "Tag der Arbeit", 1. Mai, von den Nazi's eingeführt, denkt sich auch keiner was.
 

Don Vittorio

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#13
Wirklich Lebenslänglich gab es sowieso eher nur in ganz wenigen Fällen.
Zum Beispiel bei ihm :

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Pommerenke

Ansonsten kann nach mindestens 15 Jahren Bewährung ausgesprochen werden.
Wird die " Besondere Schwere der Schuld " festgestellt,kann das erst nach mindestens 23-25 Jahren erfolgen.

Die " Experten " könnten ja auch niederschreiben,was teilweise jetzt schon der Fall ist,dass das Opfer eigentlich selbst daran Schuld ist,wenn es für immer tot ist,es hätte ja nicht zu dieser Zeit an diesem Ort sein müssen.
Während der Täter eigentlich das wahrte Opfer ist,da er ja quasi nicht anders handeln konnte und dazu eine ganz schlimme Kindheit hatte.Und nun soll er auch noch bestraft werden,das ist einfach ungerecht.
 

Indeclinabilis

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#14
Das Witzige ist ja eigentlich, dass der Begriff: "lebenslänglich" - terminologisch betrachtet - nicht existiert. :biggrin:

Denn das Gesetz kennt eigentlich nur die zeitige- oder die lebenslange Freiheitsstrafe (vgl. § 38 I StGB).

Ferner ist das was die da Reformieren wollen, vollkommen unnütz - weil wie bereits erwähnt, findet - bzw. hat die Rechtsprechung schon Möglichkeiten entwickelt, um die Einzelfallgerechtigkeit umzusetzen.

Krassestes Beispiel dazu ist der Fall, wo jemand einen Mauerschützen an der innerdeutschen Grenze erschossen hat, weil dieser im Inbegriff war die Flucht der betreffenden Person zu vereiteln; das Strafmaß betrug 1 Jahr auf Bewährung - wegen Mordes wohlgemerkt. ^^

Dazu: 'Tödliche Schüsse' - Teil 1 - Ein Jahr auf Bewährung für Mord an einem DDR-Grenzsoldaten - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - info@nrhz.de - Tel.: +49 (0)221 22 20 246 - Fax.: +49 (0)221 22 20 247 - ein Projekt gegen den schleichenden Verlust de


Meines Erachtens nach, will sich unser jetziger Justizminister daher nur als besonders "fleißig" hervor tun - zumindest liegt diese Annahme nahe, weil im Grunde soll ja gar nicht so viel geändert werden. ^^

m.M

:icon_pause:
 
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