Deutscher Bundestag: Hartz IV - Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten wahr

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ExitUser

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(hib-Meldung - heute im Bundestag - vom 29.01.2009)


Hartz-IV: Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten wahr


Arbeit und Soziales/Unterrichtung
Berlin: (hib/CHE) Frauen nehmen im Vergleich zu Männern seltener an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil. Insbesondere alleinerziehende Frauen und solche mit Kindern unter drei Jahren würden diese Maßnahmen "höchstselten" in Anspruch nehmen. Das geht aus dem "Bericht zur Evaluation der Experimentierklausel nach § 6 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II)" hervor, der nun als Unterrichtung der Bundesregierung (16/11488) vorliegt. Inwieweit dies auf die erleichterte Verfügbarkeitsregelung oder aber auf fehlende Möglichkeiten zur Kinderbetreuung zurückzuführen sei, könne nicht abschließend beantwortet werden, heißt es in dem Papier. Auffallend sei außerdem, dass vor allem hoch- und höchstqualifizierte Frauen verstärkt Zugang zu Qualifizierungsmaßnahmen erhalten würden. "Hier muss offen bleiben, ob dies das Ergebnis einer besonders intensiven Förderung von Berufsrückkehrerinnen oder als Fehlallokation zu deuten ist."

Insgesamt betrachtet kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die ARGEn schneller aktivieren und vermittlungsorientierter arbeiten. Sie achteten darauf, vor allem in bedarfsdeckende Beschäftigung zu integrieren und setzten dabei stärker auf Sanktionen als die zkT. In den ARGEn würden mehr Erstgespräche bereits innerhalb der ersten beiden Wochen nach Antragsbewilligung durchgeführt als in den zkT. Dafür seien die Erstgespräche in den zkT im Durchschnitt länger. Zur Integration in den Arbeitsmarkt nutzten die ARGEn mehr Lohnsubventionen als die rein kommunalen Träger. Diese würden die Aufnahme einer Beschäftigung zwar weniger subventionieren, dafür aber häufiger die Kombination aus Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II nutzen. Insgesamt verfolgten die zkT eine eher "sozialintegrative Strategie", auch bedingt durch die stärkere Förderung von Beschäftigungsfähigkeit. Dies könne aber dazu führen, so heißt es in dem Bericht weiter, dass möglicherweise die Eigeninitiative der Hilfebedürftigen weniger aktiviert werde und Arbeitsmarktchancen ungenutzt blieben.


Deutscher Bundestag: Hartz-IV: Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten wahr







 

womanizer

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AW: Deutscher Bundestag: Hartz IV - Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten w

Es liegt an der unflexiblen kinderbetreuung, daran dass arbeitssuchende mit kindern unter 3 keinen rechtsanspruch auf betreuung haben und daran, dass nicht alle gefördert werden. Die ohne beruf bekommen keine chance dies nachzuholen und wenn doch, dann kommt es auf die betreung an und wie die ferien und feiertagzeiten geregelt sind und die hortzeiten. Braucht es noch 10 jahre, um das zu begreifen?
 
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sogehtsnich

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AW: Deutscher Bundestag: Hartz IV - Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten w

Seit wann fragt die ARGE, ob jemand Qualifizierungsangebote wahrnehmen möchte? Diese werden verteilt und wer es nicht annimmt... Sperre!
Hier wird wieder mal miese Stimmung gegen einen Teil der Arbeitslosen gemacht, was wieder mal so rüber kommen soll, als würden die ach so notwendigen Maßnahmen von den Betroffenen einfach in den Wind geschossen!
 

ekel

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AW: Deutscher Bundestag: Hartz IV - Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten w

Welche Qualifizierungsangebote?? Bekommen habe ich noch nie was, selbstgesuchte Qualis werden nicht finanziert!

Also wer ist nun daran schuld, dass ich mich nicht qualifizieren kann bzw. darf??

Ich hätte nicht mal die Schwierigkeiten eines Betreuungsplatzes, da es bei uns relativ entspannt zu geht, sprich man bekommt einen Platz ohne ewig warten zu müssen.
 
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ExitUser

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AW: Deutscher Bundestag: Hartz IV - Frauen nehmen Qualifizierungsangebote zu selten w

... Experimentierklausel:eek:... weiter habe ich den Bericht gar nicht mehr gelesen. Bin ich den ein Versuchskaninchen?, so als ob... mal schauen, wie es wird?

Ich musste für meine Ausbildung hart kämpfen, die wollten mich in Teilzeit rein stecken. Denen zu verklickern, dass meine Kids gut aufgehoben sind, war ein Akt für sich.
Der Kleine könnt krank werden
Beim EEJ waren sie länger krank
Sie müssen auch Lernzeit einplanen

Dies waren nur einige Argumente der guten Frau.
Habe ein super Zeugnis, dafür dass ich Vollzeit gemacht habe, als Alleinerziehende mit einem 5jährigen.

Nun fehlt noch das Anerkennungsjahr. Tja, da sieht es dann mau aus. Kein FS, alleinerziehend, Schichtdienst,... war dann doch nicht der richtige Beruf.

Und, das Ergebnis des Experiments lautet nun Wie?
Darauf werde ich wohl keine Antwort bekommen.
 
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