Deutsche Gierwirtschaft: Deutsche machen erschreckend viele unbezahlte Überstunden!

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https://www.businessinsider.de/deut...ezahlte-ueberstunden-zeigt-eine-studie-2018-6

Wir alle wissen, dass der deutsche Wirtschaftsaufschwung, der sogenannte, allein die Folge von extremer Ausbeutung des Menschen durch den Unternehmer, der Schaffung von unübersichtlich vielen Niedriglohn"arbeit"splätzen und dem Auzsspielen der deutschen Arbeitgeber von Schwachen gegen noch Schwächere (Zuwanderer) ist.

Nun wird das, was uns natürlich sogar die brutalkapitalistischen Grünen , SPDler,FDPler und CDUlern so gerne vorenthalten würden , ganz offen ausgesprochen.

Der Überstundenwahnsinn mästet Unternehmer und killt die Arbeitnehmer. Eine vollkommen unhaltbare Situation, der leider niemand wirkungsvoll entgegentritt. Weil Alle fast das mitmachen.

Ein Grund mehr, sich als ALG2 Bezieher sich möglichst nicht in diese vielen schrecklichen Jobs vermitteln zu lassen und entgegenzuhalten, wenn ZaF und co drohen!!
 
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Gewerkschafter

Gast
Ein Grund mehr, sich als ALG2 Bezieher sich möglichst nicht in diese vielen schrecklichen Jobs vermitteln zu lassen und entgegenzuhalten, wenn ZaF und co drohen

Das hört sich gut an, ist aber leider schwer durchzusetzen. Als ALG2 Empfänger werde ich zum JC vorgeladen. Ich erhalte dort meine Bewerbungsbefehle. Weigere ich mich oder zeige ich ein negatives Bewerbungsinteresse so folgt eine negativen Rückmeldung, gewürzt mit Sanktionen.
Dennoch sind wir nicht Wehrlos!

Regel Nr.1:
Sofern ich gesundheitliche Einschränkungen habe manifestiere ich diese in Form eines medizinischen Gutachtens durch die Bundesagentur für Arbeit. Dazu benötige ich Atteste. Nach §10 SGB2 sind dann einige Jobs nicht mehr zumutbar.

Regel Nr.2:
Ich unterschreibe keine Vermittlungsverträge bei einer PAV. Nicht zu verwechseln mit ZAF. Bitte folgenden Link beachten. Die Aussage ist, ich zitiere wie folgt „die Inanspruchnahme der PAV ist freiwillig.
Bitte ein wenig herunterscrollen!
https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Arbeitsvermittlung/arbeitsvermittlung-art.html

Regel Nr.3:
Bei einer ZAF muss jeder die IGZ und BZA Tarife kennen. Weiterhin soll ein jeder über das AÜG informiert sein.
Nach §3a AÜG gilt die Lohnuntergrenze von 9,49€!
Nach §14 gilt das Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrecht, das heißt ich kann mich an die Sprechstunden im Entleihbetrieb wenden und an Betriebswahlen teilnehmen.
Nach §9 Abs.1 Nr.5 AÜG gilt die Vereinbarung als unwirksam, nach denen der Leiharbeitnehmer eine Vermittlungsvergütung an den Verleiher zu zahlen hat.

Regel Nr.4:
Alle Überstunden schriftlich festhalten. Kommt es zu einer Meinungsverschiedenheit, so sollte man seine Belange dem Entleiher und Verleiher freundlich mitteilen.

Regel NR.5:
Sollte es mit dem einen Job nicht funktionieren, die nächste schlecht bezahlte Beschäftigung erfolgt in kürze.

Einer der Hauptgründe für die massive Anzahl von Überstunden liegt einfach auch darin, dass viele Firmen in speziellen Bereichen keine geeigneten Mitarbeiter bekommen.

Qualifizieren statt Sinnlosmaßnahme könnte die Lösung sein. Wieviel ALG2 Empfänger haben studiert? Wieviel ALG2 Empfänger haben eine Berufsausbildung absolviert mit mindestens dem HSA nach Klasse 10 oder FOS Reife? Wieviel ALG 2 Empfänger haben eine weiterführende Ausbildung absolviert nach DQR6? Was ist die Perspektive? Ein Euro Arbeitsgelegenheit oder Sinnlosmaßnahme!
 
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ExUser 39942

Gast
Einer der Hauptgründe für die massive Anzahl von Überstunden liegt einfach auch darin, dass viele Firmen in speziellen Bereichen keine geeigneten Mitarbeiter bekommen.

Inwieweit die Firmen da nicht flexibel genug sind lasse ich bewusst mal außen vor. Aber alles auf die böse kapitalistische Wirtschaft zu schieben ist sicherlich nicht richtig. Die firmen wissen auch, dass sie nicht davon haben wenn die Mitarbeiter einem Burnout bekommen.
 

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Elo-User*in
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Einer der Hauptgründe für die massive Anzahl von Überstunden liegt einfach auch darin, dass viele Firmen in speziellen Bereichen keine geeigneten Mitarbeiter bekommen.
Jedenfalls keine, die ihren Sinn darin sehen, für kläglichen Sklavenlohn bei erschütternden dritteweltähnlichwerdenden Arbeitsbedingungen 24/7 für die Firmen da zu sein.
Erschreckend, wie viele sich dennoch von dem Unternehmerpack ausbeutren lassen, bis sie tatsächlich umfallen -- um dqann von den deutschen Arbeitgebern als "Faulenzer" beschimpft zu werden.
Möge die deutsche Wirtschaft verrecken.

Aber alles auf die böse kapitalistische Wirtschaft zu schieben ist sicherlich nicht richtig.
Auf wen sonst? Natürlich sind auch die Dummfleissigen mit ihrer "Hauptache-arbeiten"-Sinnlosattitüde daran mitschuldig.

Die firmen wissen auch, dass sie nicht davon haben wenn die Mitarbeiter einem Burnout bekommen.
Anscheinend nicht --oder sie spekulieren darauf, dass schon Millionen Armutsarbeitnehmer aus aller Welt bei ihnen vor der Tür stehen, die von den Ausbeutern vorher bewusst arm und verzweifelt gemacht wurden.

Das meine ich ja, was Du an möglichem Widerstand beschreibst.
Schöner wäre es, aber das ist von diesem Volk wohl zuviel verlangt in seiner demütigen beschämenden Haltung gegenüber den Unternehmern, wenn Millionen Arbeitnehmer in den Klitschen, wo ihnen das Fell über die Ohren gezogen wird, ein wirkliches Fass aufmachten, auf dass Arbeitgeber den Spaß an der Ausbeutung verlören.
 

Kampfmops

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Wie @Gewerkschafter schon sagte, gibt es genug Menschen, die Schule, Ausbildung oder Studium erfolgreich abgeschlossen haben und trotzdem keine Arbeit finden.

Das Amt könnte Ausbildungen, Umschulungen anbieten, für Berufe, die Gefragt sind. Habe auch schon öfter wegen einer Umschulung nachgefragt, da ich in meinem gelernten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Nein, da ist kein Geld für da, aber zig (sinnlos)Maßnahmen oder 1-Euro-Jobs wären drin.

Vermute den Firmen ist es mittlerweile egal, ob die Mitarbeiter einen Burnout bekommen könnten. Die wissen ja, das das Hartz 4-System genug Druck erzeugt, das die Mitarbeiter ihren Job behalten wollen. Denke dadurch bieten sich viele auch freiwillig für Überstunden an.
Wie gesagt, nur eine Vermutung und sicher sind auch nicht alle so. Allerdings wissen wir ja mittlerweile bescheid über die Lohndumping-Systeme.
 
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Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Der Michel lebt!

Der glaubt auch, die Welt ist eine Scheibe, wenn Merkel das erzählen würde.
Glaube zählt beim Michel, nicht Wissen.
 
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ExitUser

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Schöner wäre es, aber das ist von diesem Volk wohl zuviel verlangt in seiner demütigen beschämenden Haltung gegenüber den Unternehmern, wenn Millionen Arbeitnehmer in den Klitschen, wo ihnen das Fell über die Ohren gezogen wird, ein wirkliches Fass aufmachten, auf dass Arbeitgeber den Spaß an der Ausbeutung verlören.


Das wird nie passieren. Die Politik hat die, die es mit sich machen lassen dazu gebracht, dass sie auf die Erwerbslosen rumtrampeln und sie als faul bezeichnen.
Die Politik hat die Nieriglöhner dazu gebracht zu denken, dass Hauptsache Arbeit, egal wie mies bezahlt, egal unter welchen Bedingungen, gut für einen ist.
 
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Hartz4Bomber

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Ich habe das schon 2004 erkannt, und mich seitdem aus dem Arbeitsleben ausgeklinkt.

Ab und zu muss ich zwar eine Maßnahme mitmachen, aber ich sehe das positiv. Man lernt mal wieder neue Menschen kennen, wird bespaßt, sieht wieder mal was Neues.

Die ferngesteuerten Konsumroboter tun mir leid. Das ganze Jahr den Hintern aufreißen, nur damit man ein- oder zweimal im Jahr nach Malle oder an den Gardasee fahren kann, oder sich alle paar Jahre nen neuen Benz in die Einfahrt stellen kann. Arme Teufel.
 
G

Gewerkschafter

Gast
Ich habe das schon 2004 erkannt, und mich seitdem aus dem Arbeitsleben ausgeklinkt.

Ab und zu muss ich zwar eine Maßnahme mitmachen, aber ich sehe das positiv. Man lernt mal wieder neue Menschen kennen, wird bespaßt, sieht wieder mal was Neues.

Ein Diplom wirst du dafür nicht erhalten Niemand wird solch ein Verhalten loben. Aber eines muss man dir lassen. Es gehört viel Raffinesse dazu, das JC so auszutricksen. Unter normalen Umständen hätte ich dir jetzt eine Moralpredigt gehalten, wie meinem langjährigen Bekannten der das auch geschafft hat. Aufgrund meiner schlechten Erfahrungen mit der prekären Beschäftigung im Niedriglohnsektor, in Verbindung mit JC und dem ALG2, bin ich dazu aber nicht in der Lage.

Hier ist ein Seelenverwandter!
https://www.youtube.com/watch?v=80khFKXqRVA

Dachte ich mir auch, als ich noch im Hamsterrad feststeckte. :biggrin:

Ich möchte das nicht gutheißen, aber du bist die beste Antwort auf die prekäre Beschäftigung im Niedriglohnsektor. Weitere Kollegen wie dich und so mach Arbeitgeber denkt dreimal darüber nach ob er sein ausgebildetes und zuverlässiges Personal kündigt und ausstauscht um Fördergelder zu enthalten.
 

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Die arbeitende Bevölkerung ist ja auch schön blöd das sie arbeiten geht
In vielen Fällen: J A !!!!!

Dachte ich mir auch, als ich noch im Hamsterrad feststeckte. :biggrin:
Mir absolut unverständlich, daß du so viele Minusse erhältst für deine Beiträge hier im Thread.
Das beweist aber auch, wie beschränkt insbesondere wohl Niedriglöhner denken, die sich auf der einen Seite bis aufs Blut quläen lassen -- aber noch "Danke" dazu sagen.

Die immer schlimmer werdenden deutschen Arbeitsbedingungen sprechen Bände darüber, dass sich die Deutschen alles gefallen lassen von den Unternehmern. Sonst hätten sie sich ja nicht ständig weiter verschlimmert.

Das ist mir absolut unverständlich -- wahrscheinlich haben die Niedriglöhner und "Hauptsache-arbeiten-egal-was" Arbeitslosen es dann auch nicht besser verdient, von den unternehmern für vollkommen bekloppt gehalten zu werden und dann auch so behandelt zu werden, was Arbeitsbedingungen und Löhne angeht

Greift bitte die Reichen und Mächtigen an, die Unternehmer, die Arbeitgeber, die Bonzen ----- Tretet nach oben, nicht nach unten!!!!!!!

Macht kaputt, was Euch kaputt macht!!

Jetzt mach du das nicht auch noch und hol den alten Arno Dübel aus der Versenkung, der heute totkrank, falls er überhaupt noch lebt, in einer Alteneinrichtung vegetiert.

Arno Dübel selbst hat sich vor einigen Jahren zurückgezogen. Er lebt nun schon seit einigen Jahren in einem Altenheim in Hamburg. Mit seiner Zeit als Medienfigur habe er allerdings abgeschlossen und wolle davon nichts mehr wissen.
https://intouch.wunderweib.de/arno-duebel-was-macht-der-koenig-der-arbeitslosen-heute-69990.html

In seinen besseren Zeiten hat Herr Dübel mehr von den Unglaublichkeiten deutscher Arbeitgeber und der Jobcenterschergen verstanden als viele Andere und es wirklich sehr intelligent angestellt, sich den Repressionen zu entziehen und die Waffen, die gegen ihn gerichtet wurde, gegen seine Verursacher zu richten.

Sein Kardinalfehler allein war, dass er das an die große Glocke hängte und seine Häscher aus der Wirtschaft, die ihm RTL oder RTL 2 auf den Hals hetzten, auch noch als Chance begreifen wollte, 5 Minuten (falschen, vergifteten) Ruhm zu ernten. DAS war seine Tragik. NUR das.

Hätte es noch Millionen mehr Dübels gegeben, auch in den Betrieben, mit viel Raffinesse und Geschick -- der widerliche deutsche Niedriglohnsektor, der Europa zerstört, wäre als Tiger gesprungen und als Teppichvorleger gelandet.

Wahnsinn, was viele deutsche Arbeitnehmer und Arbeitslose nicht begreifen (wollen)!!
 
G

Gewerkschafter

Gast
Das beweist aber auch, wie beschränkt insbesondere wohl Niedriglöhner denken, die sich auf der einen Seite bis aufs Blut quläen lassen -- aber noch "Danke" dazu sagen.

Rühmlich ist sind solche Aussagen von Hartz4Bomber nicht, besser wäre es in diesem Falle zu schweigen. Darauf warten nur die Bild, RTL und sonstige Medien. Der Gentlemen genießt aber er prahlt nicht. Viele haben sich durch ihre unbedachten Aussagen herein gerissen. Erinnert ihr euch vor 20 Jahren, das gab es die Talk Sendungen. Was wurde sehr gerne gezeigt. Die Leute die nicht arbeiten wollten. Die waren dann der Knaller, das waren dann die Sündenböcke. Und wie war es 2002 unter Gerhard Schröder. „Es gibt kein Recht auf Faulheit“!
2004 gab es dann ALG2 oder besser Hartz4. Merkt ihr etwas, die Sendungen waren politisch gewollt. Die Bevölkerung wurde durch die Medien und durch die Politik auf das SGB2 eingeschworen. Hier im Elo Forum sind solche Aussagen verzeihbar, in der Öffentlichkeit nicht. Dadurch werden Vorurteile bestätigt. Besser wäre es, sich dem System zu stellen und so richtig Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Noch ein Tipp: Viele von uns sind nicht nur hier sondern auch in den Maßnahmen vertreten. Alles was hier lernt, gebt euer Wissen weiter. Viele haben nicht die Möglichkeit in das Internet zu gehen oder sie kennen unser Forum nicht. So erfüllen Sinnlosmaßnahmen einen gewissen Zweck und sind gar nicht mehr so Sinnlos. So etwas mache in den Maßnahmen immer. Bereitwillig gebe ich dort Auskunft über die Arbeitnehmerrecht und vor allem wie umgehe ich die PAV.

Sein Kardinalfehler allein war, dass er das an die große Glocke hängte und seine Häscher aus der Wirtschaft, die ihm RTL oder RTL 2 auf den Hals hetzten, auch noch als Chance begreifen wollte, 5 Minuten (falschen, vergifteten) Ruhm zu ernten. DAS war seine Tragik. NUR das.

Arno Dübel ist und bleibt ein Kultfigur mit sehr viel Sympathie und Entertainment. Nein mein Ziel ist es nicht ihn bloßzustellen. Wie du schon erkannt hast, sein Fehler war es in der Tat alles an die große Glocke zu hängen. Das war die Tragik, das hat er leider zu spät gemerkt. Wir sollten aus diesen Fehlern lernen, denn wie schon gesagt der Gentlemen schweigt und genießt. Es ist besser auf Ruhm zu verzichten als einmal im Rampenlicht zu stehen und dann sehr viele Schwierigkeiten zu haben. Was sehr Schade ist das Arno Dübel sein Talent nicht nutzen konnte. Statt 30 Jahre Arbeitslos, wäre es besser gewesen 30 Jahre Entertainer zu sein. Die Befähigung hatte er.
 
C

ckl1969

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Erschreckend, wie viele sich dennoch von dem Unternehmerpack ausbeutren lassen

Möge die deutsche Wirtschaft verrecken.

Viel erschreckender finde ich, wie sich die Leute vom Staat ausbeuten lassen, um das Geld dann Menschen zukommen zu lassen, die sowohl gegen die sind die ihren Lebensunterhalt aus Steuermitteln und Sozialabgaben finanzieren und gegen die Unternehmen wettern, die die dafür notwendigen Einkommensquellen zur Verfügung stellen.

Im übrigen, wenn die deutsche Wirtschaft verreckt, versiegen auch ganz schnell sämtliche Steuerquellen. Ein Staat ohne Steuereinnahmen kann dann auch keine Geld- oder Sachleistungen mehr erbringen.

Und Unternehmer generell als Pack zu bezeichnen..............
spricht Bände.
 

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Rühmlich ist sind solche Aussagen von Hartz4Bomber nicht, besser wäre es in diesem Falle zu schweigen.

Rühmlich wäre, wenn genau das allgemeiner Konsens wäre, was er schreibst. Dann gäbe es keinen Niedriglohnsektor solchen Ausmaßes, hätte es nie gegeben.
Weil die Unternehmer Niemanden gefunden hätten für ihre schrecklichen Jobs.


Der Gentlemen genießt aber er prahlt nicht. Viele haben sich durch ihre unbedachten Aussagen herein gerissen.

Kann man so sehen, solange die Stimmung im "Land" selbst unter Niedriglöhnern derart unternehmerfreundlich ist, dass es einem grausen kann.

Aber wie will man "Hauptsache-arbeiten" Niedriglöhnern ansonsten, auch unter der Gürtellinie, klar machen, welche Dummheit sie begehen mit der Annahme solcher Arbeitsstellen, die der gesamten Bevölkerung damit massiver schaden als jeder "Arbeitsverweigerer"?

Aber ich begreife durchaus, warum Du es für sinnvoller hältst, das alles lieber "still" durchzuziehen. Eventuell ist das im derzeitigen Gesellschaftsklima, das vor der Wirtschaft buckelt, der derzeit bessere Weg.
 
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Gelöschtes Mitglied 58736

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Dachte ich mir auch, als ich noch im Hamsterrad feststeckte. :biggrin:

Na ja, hier einen auf dicke Hose machen, aber auf der anderen Seite keine Perspektive auf ordentlichen Wohnraum und vor allem Umfeld für die Kinder.

https://www.elo-forum.org/2304901-post1.html

Übrigens sollte man auch mal den Artikel richtig lesen.
Die hier oft zitierten Niedriglöhner und schlecht Ausgebildeten sind nämlich nicht die Personengruppe mit den vielen, unbezahlten Überstunden.

Aber das wird hier gern übersehen.
Grundsätzlich stimme ich dem zu, dass die Arbeitswelt und deren Druck etc. eine nicht mehr hinnehmbare Form angenommen hat.

Der Niedriglohnsektor hat aber in der Breite eher „nur“ das Problem der miesen Bezahlung und nicht ein Überstundenproblem ohne Bezahlung.

Vom warmen Sessel aus können das aber die Verweigerer wie Du gar nicht beurteilen.
Zumal, wenn wir von 2004/2018 in Deinem Fall reden.

Viel Glück für Dich und Deine Kinder bei der Wohnraumsuche.
 

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Elo-User*in
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Viel erschreckender finde ich, wie sich die Leute vom Staat ausbeuten lassen, um das Geld dann Menschen zukommen zu lassen, die sowohl gegen die sind die ihren Lebensunterhalt aus Steuermitteln und Sozialabgaben finanzieren und gegen die Unternehmen wettern, die die dafür notwendigen Einkommensquellen zur Verfügung stellen.

Ich finde am Erschreckendsten, dass Du nach oben buckelst und nach unten trittst.

Und Unternehmer generell als Pack zu bezeichnen..............
spricht Bände.
Bist DU Unternehmer? Oder Niedriglöhner?? Oder was???

Übrigens sollte man auch mal den Artikel richtig lesen.
Die hier oft zitierten Niedriglöhner und schlecht Ausgebildeten sind nämlich nicht die Personengruppe mit den vielen, unbezahlten Überstunden.
Bei den Niedriglöhnern gibt es hauptschlich deshalb keine "Überstunden", oder "wenige", weil die Arbeitsbedingungen vorfinden, die offiziell nicht auf "Arbeitsstunden" ausgelegt sind.
Sondern auf Akkord. Werkverträge. Lug und Trug.Viele Niedriglohnarbeitsstellen sind auch verschärft worden, indem man die Anforderungen hochsetzte (z.B. durch Verdoppelung der Objekte, die man bei Reinigungsfirmen in der gleichen Zeit schaffen muss).

Wenn das "wahre" Überstundenproblem in der Mittelschicht steckt und bei "qualifizierten" Arbeitsplätzen, ist das ja nun nicht weniger erschreckend, sondern zeigt nur auf, wie weit sich die Exzesse in der deutschen Arbeitswelt ausgeweitet haben.

Ich habe einige Zeit H4 genossen gehabt und während dieser Zeit sehr gut verstanden, welch furchtbare Mechanismen da wirken. Gemerkt und begriffen , dass diese "Arbeitsvermittler" meine Gegner waren und diese Unternehmer meine Feinde.

Aber man hat mich in dieser Zeit NIEMALS in einen dieser J0bs bekommen.
 

götzb

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Als Pack würde ich ausschließlich die Unternehmer bezeichnen, die Arbeitslose die sich nicht vorteilhaft dargestellt haben, beim Jobcenter verpetzen ( was ja nicht mehr ohne Einwilligung des Arbeitslosen - DSGVO erlaubt ist), und wenn das dazu noch Billigklitschen sind, die keine ordentlichen Löhne zahlen wollen.

Der manchmal berechtigte Hass gegen Unternehmer wäre dann geringer, wenn Arbeitnehmer und Unternehmer gleichberechtigte Verhandlungspartner wären.

Und auch der Unternehmer, auch der -händeringend- Mitarbeiter sucht, braucht motivierte Mitarbeiter. Und die notwendige -positive -Motivation erreicht man nicht durch Drohungen.

Und der Dübel war sicherlich psychisch krank, denn damit zu prahlen und in Shows sich verheizen zu lassen - Altenheim ist der schon über 60 ?
 

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Als Pack würde ich ausschließlich die Unternehmer bezeichnen, die Arbeitslose die sich nicht vorteilhaft dargestellt haben, beim Jobcenter verpetzen ( was ja nicht mehr ohne Einwilligung des Arbeitslosen - DSGVO erlaubt ist), und wenn das dazu noch Billigklitschen sind, die keine ordentlichen Löhne zahlen wollen.

Das schlimme ist, dass massenhaft Arbeitsstellen nur noch in dieen Klitschen wirklich neu entstehen und fast nirgendwo sonst.

Der manchmal berechtigte Hass gegen Unternehmer wäre dann geringer, wenn Arbeitnehmer und Unternehmer gleichberechtigte Verhandlungspartner wären.

Das stimmt. weil Unternehmer dann in keiner Machtposition wären, die sie aktuell nnehaben.

Und auch der Unternehmer, auch der -händeringend- Mitarbeiter sucht, braucht motivierte Mitarbeiter. Und die notwendige -positive -Motivation erreicht man nicht durch Drohungen.

Die denken das aber, dass man mit Drohungen, Verleumdungen und Erpressungen Menschen tatsächlich dazu bringen zu können, sich buchstäblich zu tode zu arbeiten.
Und leider -- der Plan geht auf.
 
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Gewerkschafter

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Kann man so sehen, solange die Stimmung im "Land" selbst unter Niedriglöhnern derart unternehmerfreundlich ist, dass es einem grausen kann.

Durch eine „Arbeit ist Mist“ Aussage wird der Niedriglohn nicht besser. Den einfachen Bauhandwerker oder Verkäufer wird man dadurch nicht überzeugen können. Wie schon gesagt, es ist besser erstmal solch eine Arbeit anzutreten. Sind wir erstmal in Arbeit, so befinden wir uns nicht mehr im Machtbereich des JCs. Der weitere Schritt ist nun sich im neuen Umfeld umzusehen. Durch das AÜG ergeben sich neue Möglichkeiten. Ich nehme Kontakt zum Betriebsrat im Entleihbetrieb aus, weiterhin künde ich von den Lohnuntergrenzen und so manchen anderen Möglichkeiten. So manche Kollegin oder so mancher Kollege wird hellhörig wenn es bessere Verdienstmöglichkeiten gibt. So entsteht eine gewisse Unruhe im Unternehmen und Schritt für Schritt treten kleine positive Veränderungen ein. Gelingt das nicht, so bekommt man immerhin mehr Berufserfahrung oder es gibt einen neuen Job. Vielleicht auch nicht, wer weiß das schon? Aber von vornherein gar nichts tun zu wollen, das ist nicht der richtige Weg.
 
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Hartz4Bomber

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Mir absolut unverständlich, daß du so viele Minusse erhältst für deine Beiträge hier im Thread....

Ganz ehrlich, das ehrt mich sogar. :biggrin:

Ich war bis 2004 Disponent in einer ZAF. Eines Morgens konnte ich meine eigene Visage im Spiegel nicht mehr ertragen, hatte keine Lust mehr als Handlanger in diesem menschenverachtenden System zu dienen. Ich kann Geschichten erzählen, da würden einige hier mit den Ohren wackeln. :wink:

Heute als Hartzer habe ich mehr Selbstachtung als damals, als ich noch Disponent war. Ich bin mit mir selbst und mit der Welt um mich herum absolut im Reinen.

Das Problem mit vielen Arbeitnehmern ist dass sie gar nicht in der Lage sind einfachste Zusammenhänge zu hinterfragen, eher prostituieren sie sich für nen Hungerlohn.
 

Bananenbieger

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Warum funktioniert dieser Nls und andere p. Arbeit?

Weil uns die Índustrie in der Hand hat.
Denn wir machen eine Arbeit, die wir nicht wollen, um zu kaufen, was wir nicht brauchen.

Bsp. Riesengroße TV werden gekauft, obwohl der alte TV noch funktioniert.

Eigentlich ist der Markt seit Jahrzehnten gesättigt. Nur durch die Werbung kaufen wir Neues.
 
G

Gewerkschafter

Gast
Ganz ehrlich, das ehrt mich sogar. Ich war bis 2004 Disponent in einer ZAF. Eines Morgens konnte ich meine eigene Visage im Spiegel nicht mehr ertragen,


Dann haben wir dir Unrecht getan. Entschuldige meine Kommentare dir gegenüber. Dennoch hättest du uns vorab informieren sollen, über deinen wahren Werdegang. Deine ersten Beiträge habe ich so verstanden, als wenn du sagen wolltest, ich möchte nicht arbeiten. Das war offensichtlich ein Missverständnis. Ich persönlich habe nichts dagegen wenn jemand so eine Einstellung vertritt, in Relation zu unserer prekären Beschäftigung, in Relation zu den Stellen die auf dem Arbeitsmarkt angeboten werden. Aber Niemand sollte damit prahlen. Dieses erschwert unsere Situation. Meine Einstellung zur Arbeit ist, ich lehne nichts ab ohne Grund, aber ich lasse mir auch nichts gefallen. Du warst bis 2004 Disponent bei einer ZAF und wolltest diese Tätigkeit nicht mehr ausüben. Mein Respekt dafür. Ich war schon häufig bei den ZAFs beschäftigt und ich mag diese Art von Beschäftigung überhaupt nicht und ich freue mich immer wenn ich den Disponenten dort, Paroli bieten kann. Du warst dort in einer Zeit beschäftigt wo es noch keine Tarifverträge gegeben hat. Wahrscheinlich war man dort froh wenn der Arbeitnehmer das AÜG nicht so genau kannte. Das ist genau meine Mission, ich verkünde in diesen Firmen die Arbeitnehmerrechte, wie ein Priester das Evangelium verkündet. Aber eine letzte Frage habe ich noch! Als Personaldisponent bist du gut ausgebildet, gab es keine anderen Beschäftigungsmöglichkeiten im Verwaltenden Bereich? Weiterhin wundert es mich dass du seit 2004 arbeitslos bist. Normalerweise hättest du doch vom JC Vermittlungsvorschläge bekommen müssen. Ein Bekannter von mir hat das auch geschafft. Der hat es bis in das SGB12 geschafft aufgrund von einer angeblich depressiven Erkrankung. Die dürfte aber bei dir nicht vorliegen.

Im Übrigen sind Minusse nicht das Ende der Welt, die kriege ich auch häufig. Ist so wie mit der 5 in der Schule, keiner mag die 5, aber jeder hat so schon bekommen.
 
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