Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ordnung

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raining

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Hallo liebe Community,

ich habe eine dringende Frage und hoffe, dass mir jemand behilflich sein kann.

Die Arbeitsvermittlerin meines Mannes möchte nun von seinem Arbeitgeber die genaue Arbeitsstundenverteilung der Wochen in denen er ein Termin gehabt hätte, ihn aber auf Grund seiner Arbeit nicht wahrnehmen konnte. Er hat jedes mal eine Bestätigung seines Arbeitgebers eingereicht, welche aber aus ihrer Sicht nicht ausreichend sind. Sie ist der Meinung er hätte ihr seinen Arbeitszeitrahmen mitteilen müssen. Aber wie denn, wenn er selbst nie lange im Vorraus weiß, wie er arbeiten muss.

Nun bittet sie um die detaillierte Stundenaufstellung und wenn er diese nicht einreicht, würden alle Termine als unentschuldigt gelten (und das wären dann vier Stück) und somit nachträglich Sanktioniert werden:icon_surprised:

Natürlich werden wir die gewünschten Unterlagen einreichen.
Meine Frage ist jetzt allerdings: Ist es rechtlich Erlaubt solche Forderungen an meinen Mann zu stellen und nicht mal persönlich an seinen Arbeitgeber und dann noch nachträglich Sanktionieren zu wollen???

Über Antworten wären wir sehr dankbar:danke:
 

Fritz Fleißig

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Das ist doch alles Quatsch.

Arbeit hat immer Vorrang vor Besprechungsterminen bei der AfA oder dem JC. Wenn dein Mann eine Bescheinigung seines Arbeitgebers vorlegt, daß er am Tag X zwischen ... Uhr und ... Uhr arbeiten mußte, reicht das (unter Berücksichtigung notwendiger Fahrzeiten zwischen Arbeitsstätte und AfA) allemal aus, um sein Fernbleiben zu entschuldigen.

Natürlich kann danach gefragt werden, wann er denn grundsätzlich nicht arbeiten müsse. Wenn er aber seine Einsatztermine immer erst kurzfristig mitgeteilt bekommt und sich diese häufig ändern, wird er das auch nicht sagen können. Das würde ich einfach so mitteilen.

Es ist allerdings korrekt, daß die Dame sich dazu an deinen Mann und nicht an den Arbeitgeber wendet. Dritte dürfen nur befragt werden, wenn die notwendigen Informationen nicht vom Betroffenen selbst erhältlich sind.
 

Jiyan

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Hat Sie das schriftlich gefragt? Falls ja das Schreiben an den AG weiter geben. Damit wäre wenn es eine Mitwirkungspflicht gibt, diese von deinem Mann erfüllt.
Wenn man sich mit dem AG gut versteht, kann dieser bei der SB anrufen und nachfragen ob diese künftig weiter beabsichtigt ihm unnötige Arbeit zu machen. Falls ja muss er sich das dann wegen Wirtschaftlichkeit mit seinem AN nochmal überlegen.
 

webeleinstek

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Ich würde den Arbeitgeber bitte, ein Schreiben aufzusetzen indem er bestätigt, dass Dein Mann das Schreiben an ihn weitergeleitet hat. Aus Datenschutzgründen sieht der AG sich daran gehindert nähere Auskünfte zu erteilen. Diese Auskünfte wurden bereits mit vorhergehenden Schreiben gegeben. Damit ist eine Sanktion vom Tisch und das was sie erreichen wollte, hat sie doch nicht bekommen.

Das Verhalten der SB ist ein Unverschämtheit. Der muss man mal ihre Grenzen aufzeigen.
 

Texter50

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Der AG könnte dann auch gleich fragen, nach welchen gesetzlichen Grundlagen sich das JC in seine Angelegenheiten einmischt! :biggrin:
 

libertad

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Wenn ich der Arbeitgeber wär, hätt ich keinen Bock auf so viel Bürokratie und würde mich von dem Mitarbeiter trennen.

Das ist wahrscheinlich auch das Ziel des Jobcenters.
Ich würde auf jeden Fall beim Jobcenter fragen, ob das die Absicht des Jobcenters ist.
 

gelibeh

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Nun bittet sie um die detaillierte Stundenaufstellung und wenn er diese nicht einreicht, würden alle Termine als unentschuldigt gelten (und das wären dann vier Stück) und somit nachträglich Sanktioniert werden:icon_surprised:

Natürlich werden wir die gewünschten Unterlagen einreichen.
Meine Frage ist jetzt allerdings: Ist es rechtlich Erlaubt solche Forderungen an meinen Mann zu stellen und nicht mal persönlich an seinen Arbeitgeber und dann noch nachträglich Sanktionieren zu wollen???
Natürlich wirst Du die Unterlagen nicht einreichen? Das musst Du dann nämlich jedes Mal machen. Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür und nachträglich sanktionieren geht schon mal gar nicht.
Hast Du das schriftlich, dass nachträglich sanktioniert werden soll?

Wie schon gesagt, sollte sich der SB direkt an den AG wenden, ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz.
 

webeleinstek

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Natürlich wirst Du die Unterlagen nicht einreichen?
Sehe ich ganz genauso. Dann ist der Willkür und Schikane Tür und Tor geöffnet.

Wenn ich der Arbeitgeber wär, hätt ich keinen Bock auf so viel Bürokratie und würde mich von dem Mitarbeiter trennen.

Das ist wahrscheinlich auch das Ziel des Jobcenters.
Glaube ich nicht. Dann wären die Kosten ja noch höher, weil Leistungen gezahlt werden müssen. Ich denke eher, dass hier eine machtgeile SB am Werk ist. Der muss einfach gezeigt werden wo der Hammer hängt und wie weit sie gehen kann.

Der AG könnte dann auch gleich fragen, nach welchen gesetzlichen Grundlagen sich das JC in seine Angelegenheiten einmischt! :biggrin:
War auch mein erster Gedanke. Aber man muss es ja nicht überteiben. :biggrin:
 

raining

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Hallo,

vielen lieben Dank erstmal für die vielen Antworten...bin jedes mal froh das einem hier so schnell und gut geholfen wird.


Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür und nachträglich sanktionieren geht schon mal gar nicht.
Hast Du das schriftlich, dass nachträglich sanktioniert werden soll?

Habe das Schreiben jetzt mal anonymisiert eingestellt.

Im mittleren Absatz bemängelt sie, dass mein Mann keine Auskunft gegeben hat, wann sie ihn denn einladen könnte. Das entspricht zwar der Warheit, allerdings arbeitet er in einem Saisongeschäft mit Kundenverkehr und weiß wie gesagt selber oft nicht wie lange oder wann er gebraucht wird.

Wir haben ihr aber im Gegenzug oft genug angeboten Bewerbungsbemühungen per Post oder E-Mail zukommen zu lassen.

Auch eine EGV per VA hat sie doch geschafft per Post zu schicken (die wir übers SG abwehren konnen), warum tut sie sich dann nur so schwer und lädt ihn penetrant persönlich ein und wählt dazu nicht den Postweg???
Für einen berufstätigen wäre das viel einfacher als den ganzen Stress, den sie dadurch verursacht!!!

Bitte nicht wundern die Frist ist verlängert bis zum 21.09.15, da ich mir selber nicht sicher war ob wir das überhaubt einreichen müssen und der Arbeitgeber meines Mannes auch noch eine Woche auf Geschäftsreise war.
 

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Jiyan

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Ich würde hier persönlich wenn die Behauptungen im Schreiben stimmen, vorsichtig sein. Es ist durchaus vorstellbar das der SB sanktioniert. Ich kann mir auch gut vorstellen, das die Richter hier durchaus bei der im Schreiben geschilderten Sachlage, dem JC recht geben würden. Ich würde daher, den AG darum bitten dies zu bestätigen wie im Schreiben gefordert.

Wenn dieser das nicht machen sollte aus welchen Gründen auch immer, trifft euch keine Schuld dazu. Du hast aber deine möglichen Pflichten erfüllt. So würde ich das dem JC mitteilen.

Das du auf deinem Recht pochst, mag zwar richtig sein. Nur man muss bedenken das man hier zuerst sanktioniert werden kann und dann erst um sein Geld zu kämfpen hat, das kann auch mal länger sein als ein Monat wenn die aW nicht klappt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Was ein Schmarrn...

Wenn man 30 Stunden die Woche arbeitet, ist es gar nicht verwunderlich, dass man zu den Öffnungszeiten des JC regelmäßig nicht kann.

Die Aussage, dass die Begründung, dass man zum Termin arbeiten war, nicht ausreicht, ist hanebüchen und die Forderung Schikane.

Grundsätzlich ist es durchaus nachvollziehbar, dass die SB gerne wissen würde, wann sie einladen kann, ohne dass die Einladung mit den Arbeitszeiten kollidiert. In vielen Jobs ist das ja auch möglich, aber eben nicht in allen, und das muss sie dann so hinnehmen.

Genau das wäre auch meine einzige Antwort auf dieses Schreiben - Arbeitszeiten sind nicht planbar, daher ist dazu keine Aussage möglich. Arbeit ist immer ein wichtiger Grund, Punkt.
Wenn die Sanktion dann kommt, gibt es sicher einen Anwalt, der sich darüber freut, mit nem einfachen Job die Staatskasse um ein paar Euronen zu erleichtern.

Ehrlich gesagt frage ich mich ohnehin, was die SB mit ihren Terminen zu erreichen hofft. Dein Mann hat ja offensichtlich eine Arbeit, die den Bedarf der BG höchstwahrscheinlich erheblich mindert - vermutlich könnte er damit seinen Bedarf allein sogar decken. Was will sie ihn denn da unbedingt sehen, was meint sie, erreichen zu können? 450€-Job zusätzlich wird bei flexiblen Arbeitszeiten wohl kaum gehen. Stundenerhöhung auf Vollzeit wohl auch nicht, sonst wär es ja schon passiert. Und neue, tolle Jobs wachsen nicht so auf Bäumen, dass man dafür einen festen, guten Job aufgeben sollte.
Die Termine, um die es da geht, sind also obendrein auch noch total sinnlos.
 

raining

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Das du auf deinem Recht pochst, mag zwar richtig sein. Nur man muss bedenken das man hier zuerst sanktioniert werden kann und dann erst um sein Geld zu kämfpen hat, das kann auch mal länger sein als ein Monat wenn die aW nicht klappt.

Das stimmt und deswegen wollte ich die Unterlagen eigentlich auch erst einreichen...nur ist auch meine Befürchtung, wie andere User schon sagten, dass sie dann immer wieder mit solchen unnötigen Schreiben kommt und das geht wie gesagt zu Lasten des AG und meines Mannes. Es mag zwar ihr Beruf sein sich den ganzen lieben langen Tag mit sowas zu Beschäftigen, aber andere haben nicht soviel Zeit für ihre Beschäftigungstherapie.
 

raining

Elo-User*in
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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Ehrlich gesagt frage ich mich ohnehin, was die SB mit ihren Terminen zu erreichen hofft. Dein Mann hat ja offensichtlich eine Arbeit, die den Bedarf der BG höchstwahrscheinlich erheblich mindert - vermutlich könnte er damit seinen Bedarf allein sogar decken. Was will sie ihn denn da unbedingt sehen, was meint sie, erreichen zu können? 450€-Job zusätzlich wird bei flexiblen Arbeitszeiten wohl kaum gehen. Stundenerhöhung auf Vollzeit wohl auch nicht, sonst wär es ja schon passiert. Und neue, tolle Jobs wachsen nicht so auf Bäumen, dass man dafür einen festen, guten Job aufgeben sollte.
Die Termine, um die es da geht, sind also obendrein auch noch total sinnlos.

Da sprichst du uns genau aus dem Herzen...genauso sehen wir das ganze auch und trotz kleinem Sieg beim SG hört sie einfach nicht auf eine Einladung nach der anderen zu verschicken. :icon_motz:

Statt sie sich mit einem schnellen einfachen Briefverkehr zu frieden gibt....nein muss persönlich sein???

Das kann langfristig auch nicht gut gehen. Uns bleibt nur ein Vermittlerwechsel, nur weiß ich nicht ob das so einfach ist.
 

Fritz Fleißig

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Ich würde hier auch zur Vorsicht raten. Leider wird nicht klar, was dein Mann genau der SBin an Informationen bezüglich seiner Arbeitszeit während besagter Termine mitgeteilt hat und was die Bescheinigungen seines Arbeitgebers im einzelnen besagten. Wenn er für die vier Termine Arbeitgeberbescheinigungen in oben schon erwähnter Form ("Herr X mußte am ... von ... bis ... Uhr arbeiten" oder ähnlich) beigebracht hat, reicht das meiner Meinung nach für diese Termine allemal aus, sofern sich das mit den Meldeterminen überschneidet.

Überhaupt nicht auf die Aufforderung, mögliche Meldetermine mitzuteilen, zu reagieren, war nicht sonderlich geschickt, weil es geradezu zu weiteren Vermutungen und Nachforschungen einlädt.

Dein Mann kann auch nicht stur darauf bestehen, daß alles per Post oder Telefon abgehandelt wird. Beachte: es bestehen, so unsinnig das von der Sache her ist, interne Vorgaben zu einer bestimmten Einladungshäufigkeit ("Kundenkontaktdichte"), an die sich die SBin halten muß, wenn sie nicht selbst Ärger bekommen will.

Ich würde etwa folgendes Schreiben empfehlen, was dein Mann aber an seine Verhältnisse anpassen sollte:
Für die von Ihnen genannten Termine lagen Ihnen für jeden Einzelfall bereits Bescheinigungen meines Arbeitgebers vor, aus denen klar hervorgeht, daß ich zu den jeweiligen Zeiten arbeiten mußte. Diese Bescheinigungen, deren Richtigkeit Sie vermutlich nicht anzuzweifeln gedenken, reichen als Entschuldigungsgrund aus, da eine ausgeübte Arbeit Vorrang vor Besprechungsterminen hat.

Ich bin bei meiner Tätigkeit als ... im Saisongeschäft mit Kundenkontakt eingesetzt. Diese Orientierung an Kundenbedürfnissen bringt es mit sich, teilweise auch am Donnerstag bis spätnachmittags arbeiten zu müssen. Meine Arbeitszeit wechselt häufig nach den aktuellen Geschäftsbedürfnissen und läßt sich weder von mir noch von meinem Arbeitgeber lange im voraus planen. Es ist mir daher beim besten Willen unmöglich, Ihnen im voraus Zeitpunkte zu nennen, an denen ich mit Sicherheit einen Meldetermin wahrnehmen kann.

Überdies muß ich auf folgendes aufmerksam machen. Die Ausstellung der von Ihnen gewünschten Bestätigungen stellt jedesmal eine unnötige Belastung für meinen Arbeitgeber dar und hat schon in der Vergangenheit Unmut hervorgerufen. Dies wird um so mehr gelten, wenn ausführlich über betriebsinterne Angelegenheiten wie die komplette Verteilung meiner Arbeitszeit Auskunft gegeben werden soll. Ich habe daher die begründete Befürchtung, daß bei weiteren Vorkommnissen dieser Art mein Arbeitgeber geneigt sein könnte, auf andere Mitarbeiter zurückzugreifen. Durch Ihr ständiges Bestehen auf Arbeitgeberbescheinigungen gefährden Sie daher im Endeffekt meinen Arbeitsplatz.

Nichtsdestoweniger bin ich bereit, Meldetermine bei Ihnen wahrzunehmen, wenn sie mit meiner ausgeübten Arbeit vereinbar sind. Am wahrscheinlichsten erscheint mir derzeit eine Zeit an ... [z.B. Dienstagen] zwischen ... und ... Uhr, wobei sicherlich bei Ihrer Dienststelle auch Termine außerhalb der üblichen Öffnungszeiten möglich sind. Gerne bin ich auch bereit, eventuelle Fragen brieflich zu beantworten, um auch Sie von dem Aufwand eines Gesprächs zu entlasten.
Der letzte Absatz ist da, um die grundsätzliche Gesprächsbereitschaft zu betonen und der SBin ein bißchen "den Wind aus den Segeln zu nehmen". Laß sie mal was vorschlagen und selber flexibel sein. Warum denn nicht ein Termin nach 18 Uhr? Dein Mann ist ja grundsätzlich gesprächsbereit.
 

Anna B.

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

der Witz ist ja, dass sie den "langen Donnerstag" in ihrer Dienststelle als völlig normal akzeptiert...aber es scheinbar nicht akzeptieren kann, das auch andere Arbeitnehmer an einem "langen Donnerstag" arbeiten müssen...

wieso bietet sie keinen Termin für freitags nachmittags an?

weil sie da vielleicht selber Feierabend hat und keine Lust mehr auf Kundengespräche?

Sie sollte sich vielleicht mal etwas bemühen, um einem Arbeitnehmer, der eine 30Stunden-Woche hat, entgegenzukommen...

wie ist denn die Dienstzeit der Behörde?


außerdem kann er sich an dem Tag, an dem der Meldetermin ist, auch zu einer anderen Uhrzeit bei ihr melden...dann gilt der Termin als erfüllt..

wo ist das Problem?
 

webeleinstek

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Wenn überhaupt würde ich ihr Termine anbieten, wo sie eigentlich schon Feierabend hat. Mal sehen wie flexibel sie ist. Wenn sie Deinen Mann unbedingt sehen will, dann soll sie Überstunden machen. Sie kann nicht von ihm verlangen, dass er während seiner Arbeitszeit zu ihren Plausch erscheint und er damit seinen Arbeitsplatz aufs Spiel setzt.

Wenn sie in ihrem Schreiben schon auf den § 32 Abs. 1 Satz 2 SGB II hinweisst, dann soll sie aber folgenden Satz darin nicht unberücksichtigt lassen.
(1) Kommen Leistungsberechtigte trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis einer Aufforderung des zuständigen Trägers, sich bei ihm zu melden oder bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht nach, mindert sich das Arbeitslosengeld II oder das Sozialgeld jeweils um 10 Prozent des für sie nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs. Dies gilt nicht, wenn Leistungsberechtigte einen wichtigen Grund für ihr Verhalten darlegen und nachweisen.

Ansonsten finde ich das Schreiben von Fritz Fleißig super und würde es ihr so zukommen lassen. Damit dürfte ihr jegliche Handhabe zum sanktonieren genommen werden.
 

raining

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Leider wird nicht klar, was dein Mann genau der SBin an Informationen bezüglich seiner Arbeitszeit während besagter Termine mitgeteilt hat und was die Bescheinigungen seines Arbeitgebers im einzelnen besagten. Wenn er für die vier Termine Arbeitgeberbescheinigungen in oben schon erwähnter Form ("Herr X mußte am ... von ... bis ... Uhr arbeiten" oder ähnlich) beigebracht hat, reicht das meiner Meinung nach für diese Termine allemal aus, sofern sich das mit den Meldeterminen überschneidet.

Im Schreiben vom AG stand Datum und Uhrzeit der besagten Termine und das er zu diesem Zeitpunkt arbeiten musste.

@Fritz Fleißig... vielen lieben Dank für das tolle Schreiben...werde es auf jeden Fall verwenden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Überhaupt nicht auf die Aufforderung, mögliche Meldetermine mitzuteilen, zu reagieren, war nicht sonderlich geschickt, weil es geradezu zu weiteren Vermutungen und Nachforschungen einlädt.

Dein Mann kann auch nicht stur darauf bestehen, daß alles per Post oder Telefon abgehandelt wird. Beachte: es bestehen, so unsinnig das von der Sache her ist, interne Vorgaben zu einer bestimmten Einladungshäufigkeit ("Kundenkontaktdichte"), an die sich die SBin halten muß, wenn sie nicht selbst Ärger bekommen will.

Ist halt die Frage, ob darauf wirklich nie reagiert wurde oder nunmal in einer Form, die SB nicht akzeptiert hat. Ich kann mir nach dem Schreiben durchaus vorstellen, dass ihr geantwortet wurde, dass es nicht möglich ist, genaue Zeiten zu benennen, und sie das einfach nur nicht als Antwort akzeptiert. :wink: Ansonsten war es vielleicht nicht geschickt, aber allemal kein Sanktionsgrund.

Wie hoch muss denn die "Kundenkontaktdichte" bei jemandem sein, der 30 Wochenstunden arbeitet und einen guten Teil des Einkommens der BG damit sichert?
Ich meine, dass diese "Kundenkontakte" auch im angemessenen Rahmen stattzufinden haben, und ich finde, schon monatliche Kontakte wären in so einem Fall übertrieben - gibt es dazu irgendwelche Anweisungen o.ä.?
 

raining

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Wie hoch muss denn die "Kundenkontaktdichte" bei jemandem sein, der 30 Wochenstunden arbeitet und einen guten Teil des Einkommens der BG damit sichert?
Ich meine, dass diese "Kundenkontakte" auch im angemessenen Rahmen stattzufinden haben, und ich finde, schon monatliche Kontakte wären in so einem Fall übertrieben - gibt es dazu irgendwelche Anweisungen o.ä.?

Ich weiß von meinem Mann das sie ihm beim letzten Termin gesagt hatte (kommt ja fast schon einer Drohung gleich): "Solange Sie auch nur ein Cent vom Jobcenter bekommen werde ich Sie immer wieder einladen....müssen Sie halt noch ein oder zwei Jobs annehmen...gehen Sie Zeitung austragen oder so....":icon_rolleyes:

Sie läd ihn immer pünkltlich wenn die EGV abgelaufen ist ein, also mindestens alle 5 Monate...jetzt ist er ja nun schon seit einiger Zeit ohne, da er die Termine nicht wahrnehmen konnte und das macht sie anscheinen nervös oder weiß ja auch nicht warum ihre Termine schon fast wöchentlich ins Haus flattern.
 

AnonNemo

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Zwei - nicht ganz ernst gemeinte - Terminmöglichkeiten von mir:

Samstags. Sollte dein Mann da auch arbeiten, dann könnte man es noch kombinieren mit ...

Außentermin für die SB. Soll die SB eben ihre Durchwahlnummer rausrücken, dann kann dein Mann beim nächsten, von der SB vorgeschlagenen Termin, seinen Standort nennen und die SB soll sich (zeitig genug, um pünktlich zu sein) auf die Socken machen (und hoffentlich die benötigten Unterlagen vergessen :icon_hihi:) um deinen Mann zu treffen.

Beide Möglichkeiten würden den Vorgesetzten der SB deren Engagement zeigen!
 

gelibeh

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Sie läd ihn immer pünkltlich wenn die EGV abgelaufen ist ein, also mindestens alle 5 Monate...jetzt ist er ja nun schon seit einiger Zeit ohne, da er die Termine nicht wahrnehmen konnte und das macht sie anscheinen nervös
Wenn sie sich denn mal die fachlichen Hinweise durchlesen würde, dann ist es nicht immer notwendig eine EGV abzuschließen. Nur um eine Quote zu erfüllen, muss man das nicht machen. Eine EGV hat nämlich einen Sinn, den einige SBs anscheinend noch nicht verstanden haben.
 
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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Was ein Unfug. Durch die Bescheinigung vom AG, dass man zu der Zeit arbeiten war, sind die Termine ja entschuldigt. Da kann die sich wundern, wie sie will.

Ich würde aber für nächste Woche was angeben, wann ich Zeit hätte, denn grundsätzlich hat die leider schon das Recht, einen vorzuladen . Und einmal in 5 Monaten geht ja auch noch.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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AW: Detaillierte Wochenarbeitsstunden Aufstellung verlangt...ist das rechtlich in Ord

Alle halbe Jahre finde ich auch okay - auch wenn diese Termine natürlich auch ziemlich sinnfrei sind und es eine EGV, wie schon angemerkt, auch nicht braucht.

Wenn SB aber nunmal keinen freien Termin erwischt, hat sie Pech gehabt und muss nun auch wieder nicht nervös mit den Hufen scharren.

Grundsätzlich würde ich sagen, wenn SB es bei alle halbe Jahre mal Hallo sagen belässt - was hier ja nicht so richtig der Fall ist, sie scheint ja noch mit EGVs nerven zu wollen - könnte man entgegenkommenderweise mal einen anderen Modus zur Terminvereinbarung ausprobieren. Z.B. tatsächlich ne Woche vorher telefonieren und den Termin gemeinsam festlegen, bevor SB ein Brieflein rausschickt... Aber so ein Entgegenkommen hat natürlich nur eine vernünftige SB verdient. :wink: Hier scheints ja mit Vernunft nicht so weit her zu sein.
 
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