Der Wert eines Gartengrundstückes und seine Bedeutung beim Sozialamt inbezug auf die Vermögensfreigrenze-Frage dazu.

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Leser

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Januar 2019
Beiträge
119
Bewertungen
131
Guten Morgen,

ich werde in nächster Zeit von meiner Oma ihr Gartengrundstück überschrieben bekommen. Es handelt sich um insgesamt 400 Quadratmeter mit einem voll ausgebauten und renovierten Gartenhaus( meine Eigenleistung voriges Jahr), welches im Eigentum meiner Oma steht. Der Garten wird von mir seit einigen Jahren in Eigenregie bewirtschaftet.

Der reine Buchwert liegt bei 3000 Euro komplett. Im Falle eines Verkaufes(habe ich aber nicht vor) wären höchstens 1200-1400 Euro zu erwarten, da meine Heimat sehr am östlichen Rand Mitteldeutschlands sich befindet und der Garten mit.

Wenn dieser Garten in mein Eigentum übergeht, wie wird das Sozialamt das ganze bewerten und in Anrechnung bringen? Immer vor dem Hintergrund meines ausschließlichen Bezuges von Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach SGB XII Kapitel 4.

Vielen Dank für die Hilfe.
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.771
Bewertungen
4.391
Moin @Leser,
Wenn dieser Garten in mein Eigentum übergeht, wie wird das Sozialamt das ganze bewerten und in Anrechnung bringen? Immer vor dem Hintergrund meines ausschließlichen Bezuges von Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach SGB XII Kapitel 4.
Befindet sich das Gartengrundstück wirklich im Eigentum deiner Oma und ist dementsprechend auch so im Grundbuch eingetragen, oder ist das Grundstück nur ein Bestandteil aus einer Kleinkartenkolonie und nur gepachtet worden?

Bei einer etwaigen Verwertbarkeit könnte es sicherlich darauf ankommen, ob das Grundstück bereits als Bauland bzw. künftiges Bauerwartungsland ausgewiesen worden ist. Ansonsten käme es auch bestimmt darauf an, wie hoch überhaupt mit einem Erlös aus dem Grundstücksverkaufs zu rechnen wäre. Bei einer Gegend "am A**** der Welt" dürften wohl mit keine so großen Erlöse zu rechnen sein. Eine Wertanrechnung sollte mMn nur dann erfolgen können, wenn es auch gegeben ist, dass Interessenten für das Grundstück vorhanden bzw. gefunden werden können.

Was spricht den sonst dagegen, wenn ihr das Eigentumsverhältnis einfach so belässt, wie es momentan ist.
.
 

apfelkuchen

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Februar 2018
Beiträge
565
Bewertungen
1.277
Es gäbe sonst auch noch die Möglichkeit, einen Nießbrauch ins Grundbuch eintragen zu lassen. Dann darf deine Oma das Grundstück zu Lebzeiten nutzen. Mit eingetragenem Nießbrauch lässt sich ein Grundstück quasi nicht verkaufen. Dann geht das eventuelle Verkaufstheater allerdings los, wenn deine Oma stirbt.
 

Leser

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Januar 2019
Beiträge
119
Bewertungen
131
Also, das Grundstück befindet sich im Eigentum meiner Oma, so ist es auch im Grundbuch eingetragen. Sie ist weit über 90 und körperlich sind doch schon Einschränkungen vorhanden, die eine kontinuierliche Gartenarbeit nicht mehr zulassen.

Verkauf des Grundstückes wurde schon früher angedacht, aber Interessenten waren nicht vorhanden und sind es derzeit auch nicht. Die Grundstückpreise sind hier nicht gerade hoch, wenn man bedenkt, das in der Nähe ganze Grundstücke mit Zweifamilienhäusen für unter 25000 Euro abgestoßen werden mussten. Das letzte vorigen November.

Bau-und Bauerwartungsland ist es nicht und wird es in mittelfristiger Zukunft nach Auskunft der zuständigen Stelle im Rathaus auch nicht werden.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.804
Bewertungen
20.468
Sie ist weit über 90 und körperlich sind doch schon Einschränkungen vorhanden, die eine kontinuierliche Gartenarbeit nicht mehr zulassen.
Die Bewirtschaftung kann durch dich doch auch weiterhin ohne Eigentumsumschreibung erfolgen. Ich sehe das derzeitige Problem ehrlich gesagt auch nicht. Eher holst du dir mit Eigentumsumschreibung die Probleme ins Haus.

Das einzige, was jetzt ggf zu bedenken wäre, ist der Fall des Versterbens deiner Oma. Kommst du mit den Erben so gut zurecht, dass du ggf weiter den Garten bewirtschaften darfst? Oder hast du dann Arbeit, Energie und Geld investiert und wirst dann quasi vor die Tür bzw das Gartentor gesetzt?
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.100
Bewertungen
21.748
... oder kann die Oma das jemand anders aus der Familie überschreiben (damit es in der Family bleibt) - und du kannst es dann nutzen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Hallo Leser! Bei dem geringen Wert würde ich fast darauf setzen, dass § 90 (2) 6. oder 7. SGB XII zum Tragen kommt, sollte es irgenwann mal in deinen Besitz übergehen.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten