Der Weg aus dem ALG2, Umschulung, ZAF? Andere Optionen?

Siegfried86

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Hallo Community,

ich brauche mal einen Rat, für meinen weiteren Lebensweg.
Ich möchte es möglichst kurz aber verständlich beschreiben.

Ich bin 33 Jahre alt und habe in der Vergangenheit schon für ZAF gearbeitet, aktuell bin ich im ALG2-Bezug. Ich habe einen Beruf gelernt, in diesem habe ich aber seit der Ausbildung nie wieder gearbeitet, meine Chancen in diesen Beruf wieder hereinzukommen stehen bei 0%. Damit habe ich mich auch abgefunden.

Über die ZAF habe ich hauptsächlich im Call-Center gearbeitet, IT-Support, für eine Bank, Mobilfunk/Internet. Das war von Anfang an eigentlich als Übergangslösung angedacht und nun sind 10 Jahre herum (mit Unterbrechungen). Ich hab dann überlegt, was ich machen kann, weil ich arbeiten möchte.

Meine Chancen über das Jobcenter eine Umschulung in Richtung IT zu machen stehen sehr gut. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich die Ausbildung schaffen oder ob ich überhaupt diesen Weg einschlagen soll. Ich interessiere mich für die IT-Branche und habe da auch ein breitbandiges Wissen. Ich bin mir aber aktuell nicht wirklich sicher, ob ich auch in diesem Beruf arbeiten möchte.

Nun habe ich mich, weil ich es mir vorstellen könnte auf Job´s mit dem Schwerpunkt Bürokaufmann beworben. Vorab, ich hatte noch nie ein Problem einen Job zu finden, maximal dauerte es eine Woche und ich hatte einen Arbeitsvertrag. Ich habe nicht mal eine Absage erhalten.

Fakt ist für mich, ich möchte nicht mehr im Call-Center arbeiten. Was aber kann ich tun? Ich bin jetzt schon länger im ALG2-Bezug und möchte das einfach nicht mehr. Ich bin 33 und habe beruflich eigentlich noch nicht´s erreicht. Und es fängt auch langsam an, mich zu belasten.

Was mache ich nun? Fange ich wieder bei einer ZAF an und hoffe auf beruflichen Erfolg, mache ich die Umschulung?

Danke und MfG
Siegfried
 

Kerstin_K

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Erst mal solltest du dir klarwerden, was Du willst. Von IT zum Bürokaufmann, das ist eine riesen Spanne. Ausserdem gibt es Bürokaufleute wie Sand am Meer.

Definiere mal das Ziel, dann suchen wir den Weg dahin.
 

Siegfried86

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Hallo Kerstin_K,

grundsätzlich wäre mir ein Bürojob schon recht lieb. Ich hatte auch schon ein Arbeitsverhältnis in dieser Branche und fühlte mich sehr wohl dabei. Was du sagst, ist aber auch richtig, Fachkräfte in diesem Bereich gibt es offensichtlich sehr viele. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich auf meine letzten Bewerbungen überhaupt keine Reaktion erhalten habe.

Auf der anderen Seite ist die Umschulung, zum Fachinformatiker für Systemintegration natürlich nicht gänzlich abgeschrieben. Ich habe halt gelesen, dass man damit - jetzt auch nicht so die guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Ich stehe da derzeit etwas zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite möchte ich eigentlich Geld verdienen, also arbeiten, auf der anderen reizt mich der IHK Abschluss über die Umschulung, nur was ist das am Ende wirklich wert?

Hauptsächlich möchte ich eigentlich schnellstmöglich aus dem ALG2-Bezug. Auf der anderen Seite, ich bin immerhin schon 33, nun denke ich, ich sollte die Möglichkeiten der Umschulung jetzt nutzen. In ein paar Jahren bekomme ich diese Chance vielleicht nicht mehr. Ich weiß eben gerade nicht, wo die Reise am sinnvollsten hingehen soll.

Mein Ziel ist es Geld zu verdienen, damit ich mir ein einigermaßen normales Leben finanzieren kann. Ich bin aber recht bescheiden. Mich belastet es aber zunehmen jeden Euro zweimal herumdrehen zu müssen, keine Rücklagen zu haben und mir quasi nichts leisten zu können. Entscheide ich mich für die Umschulungen, dann ändert sich an meiner finanziellen Situation erst mal gar nichts. Dann würde alles wie bislang weiter gehen, bis ich 35/36 bin. Ich weiß nicht, ob ich das will.

Ich mag nicht alles schwarz malen aber ich sehe mich irgendwie, bin ich dann vielleicht Fachinformatiker für Systemintegration in irgendeinem Call-Center sitzen. Ich kenne die Branche und weiß auch, dass ein paar Kollegen (damals im IT-Support) vom Fach waren und auch nur ihren Platz im CC fanden.

Ich fühle mich innerlich an manchen Tagen schon soweit, dass ich mich wieder um eine Stelle im CC bewerben möchte (obwohl ich das eigentlich nicht will), nur um dem ALG2 Alltag zu entkommen. Das Problem an dieser Geschichte ist, ich habe für die nächsten Jahre dann nichts vorzuweisen. Ich habe einen Facharbeiter (IHK) der quasi nichts mehr wert ist und dann nur Berufserfahrung im CC vorzuweisen. Mir scheint ich mache damit einige Türen zu und werde im CC versauern. Meine Chancen einen Job als Bürokaufmann zu bekommen stehen, wie du es schon angemerkt hast jetzt aber auch nicht so gut. Es wäre eben ein kompletter Quereinstieg.

Ich weiß also gerade nicht so recht, was ich machen soll:

Bewerben CA?
Bewerben Bürokaufmann?
Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration?

Ich werde das Gefühl nicht los, das mir die Umschulung nichts bringt außer Papier. Und ich kann diese Gedanken auch nicht wirklich abstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Agent

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Vorab, ich hatte noch nie ein Problem einen Job zu finden, maximal dauerte es eine Woche und ich hatte einen Arbeitsvertrag. Ich habe nicht mal eine Absage erhalten.
Hallo Siegfried,

nicht böse gemeint, aber wenn du immer so schnell einen Job findest, was genau machst du dann im ALG II? Oder ist das ggf falsch und du bist noch bei der AfA? Und wenn doch ALG II, was ist denn dann während deinem ALG I Bezug passiert? War da Umschulung nie Thema?

Grundsätzlich ist eine Umschulung im IT-Bereich sicher nicht verkehrt. Hast du dich mal mit dem Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung befasst? Wenn du dir das vorstellen könntest, dann würde ich dir diesen Beruf empfehlen, ggf. sogar als betriebliche Umschulung. Anwendungsentwickler ist zwar deutlich anspruchsvoller, aber dadurch uch jobmäßig die zukunftsträächtigere Variante.

Viele Grüße
Agent
 

Siegfried86

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Hallo Agent,

ich habe in den vergangenen Jahren eben immer nur recht schnell (war wirklich so) einen Job im Call-Center gefunden. Auf alles andere, auf was ich mich beworben habe, darauf waren die Resonanzen stets nicht positiv. Was dann dazu führte, dass ich eben nur im CC gearbeitet habe. Im CC möchte ich eigentlich nicht mehr arbeiten, dass ist jetzt auch der Grund, warum ich länger zuhause bin und aktuell keinen Job habe. Das Thema mit der Umschulung habe ich angesprochen, beim Jobcenter. Und es steht auch schon fest, aufgrund meiner Eignung wenn -> dann: Fachinformatiker für Systemintegration.

Anfangs hat mich das nicht mal gestört, dass ich keinen Job habe. Es war fast eine Art Befreiung nicht mehr im CC zu arbeiten. Nun kommen aber die Nebenwirkungen aus dem ALG2-Alltag. Und wie gesagt, derzeit ist das so erdrückend, dass ich manchmal überlege (irgendwas muss ja passieren) mich erneut als CA zu bewerben, was ich eigentlich nicht will, eben nur um aus dem ALG2-Bezug zu kommen.
 

Wholesaler

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Ich würde eine betriebliche Umschulung im IT-Bereich machen, da sie praxisnäher ist. Vom Bürokaufmann würde ich Abstand nehmen, weil dieser Beruf gnadenlos überlaufen ist. ZAF und CC würde ich ein für allemal meiden.
 

Zeitkind

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Und es steht auch schon fest, aufgrund meiner Eignung wenn -> dann: Fachinformatiker für Systemintegration.
Für eine Feststellung sind aber so einige Hürden zu überwinden, denn auch Umschulungen sind Ermessensleistungen
Zum einen sind für einen schriftlichen Antrag auf Umschulung genug Argumente tatsächlich nachzuweisen (lese dazu bitte mal diesen Artikel)
und zum anderen hat der Gesetzgeber bis zum Ausbildungsbeginn weitere Hürden aufgebaut;
§ 180 SGB III
(4) Die Dauer einer Vollzeitmaßnahme, die zu einem Abschluss in einem allgemein anerkannten Ausbildungsberuf führt, ist angemessen im Sinne des § 179 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3,
wenn sie gegenüber einer entsprechenden Berufsausbildung um mindestens ein Drittel der Ausbildungszeit verkürzt ist.
Ist eine Verkürzung um mindestens ein Drittel der Ausbildungszeit auf Grund bundes- oder landesgesetzlicher Regelungen ausgeschlossen,
so ist ein Maßnahmeteil von bis zu zwei Dritteln nur förderungsfähig, wenn bereits zu Beginn der Maßnahme
die Finanzierung für die gesamte Dauer der Maßnahme auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Regelungen gesichert ist.
Diese Sparregelung der BiLDungsrepublik Deutschland wurde erst mit der Agenda 2010 eingeführt und bedeutet,
daß Dir eine übliche Ausbildungszeit zu Fachberufen verwehrt wird, denn ich wage zu bezweifeln,
daß eine um ein Jahr verkürzte Ausbildungszeit die Abschluß- und Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, ausgenommen die betriebliche Ausbildung.
Sprich, die 3-jährige Ausbildung kannst Du machen, wo und wie Du willst, aber der Unterhalt wird Dir (wenn genehmigt) nur für 2 Jahre gewährt.
Aber vielleicht findest Du ja in unserer förderalistischen Republik ein Bundesland mit Ausnahmeregelungen oder einen Träger welcher betriebliche Ausbildung anbietet.
Ich habe selbst vor der Jahrtausendwende zum Kommunikationselektroniker umgeschult. In zwei Jahren wäre das seinerzeit nicht machbar.
 

Siegfried86

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Hallo,

für die Umschulung gäbe es grünes Licht, so sagte man mir im JC. Die Umschulung würde sich am Rahmenlehrplan der IHK orientieren. Insgesamt dauert die Umschulung 24 Monate. Das sind 18 Monate Theorie plus sechs Monate Praktikum in einem Unternehmen. Danke für die Meinungen.
 

Matt45

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Ich schütte nun etwas "Wasser in den Wein". >>> Ist aber nicht böse gemeint!

Einen Job im CC zu finden ist wesentlich leichter als ein Job in der IT oder als Bürokaufmann.
In der IT werden Spezialisten gesucht und keine Leute die nur ein "Telefon einstöpseln".

Du arbeitet seit fast 10 Jahre in einem CC(kein Vorwurf) und hast dementsprechend dich kaum beworben. Wäre schön mit "nach einer Woche finde ich Arbeit", die Realität hat sich in vielen Regionen enorm geändert. In einem CC hast du aber gute Chancen, mehr sehe ich derzeit nicht.
Gerade im CC haben sich innerlich viele Mitarbeiter schon verabschiedet. Auch im Einzelhandel herrscht Frust durch immer mehr Arbeit und weniger Geld(weiß ich von einer Bekannten).

Wenn du mündlich eine Zusage im JC bekommst(Umschulung) dranbleiben oder vergesse es. Mündlich ist beim Amt ohne Wert.

Geld verdienen ist legitim im Beruf, dies wollen aber die meisten.

Quereinstieg ist erstmal eine gute Lösung, aber es ist in der heutigen Zeit auch schwer.
Muss passen auf beiden Seiten.

Dein Problem haben vermutlich sehr viele. Ich sehe nur eine Lösung. Grundeinkommen(nicht bedingungslos) und dann sich bilden. Leider im Jahre 2019 nicht möglich.
 

Siegfried86

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Das ist viel zu kurz. Weshalb absolvierst du keine betriebliche Umschulung oder gar eine Ausbildung?
Das wäre halt der Rahmenplan für das, was mir als Umschulung angeboten wurde. Über die kurze Zeit wäre ich eigentlich froh. Rechnet man nur die zwei Jahre drauf, bin ich dann bereits ende 35. Ich habe halt gelesen, dass diese Art von Fachkräften nicht so beliebt sind auf dem Arbeitsmarkt, warum das so ist erschließt sich mir von selbst. Ich möchte die Umschulung ungern umsonst machen. Ich hätte dann zwar einen weiteren Facharbeiter, nur hilft mir das auch nicht, wenn mich dann keiner einstellen möchte.

Heute merke ich es auch wieder extrem, ich möchte einfach nur raus aus dem ALG2-Bezug. Nur fange ich wieder im CC an, tausche ich ein Übel gegen das nächste, ich habe dann halt Geld. Ich befürchte, beginne ich die Umschulung würde mich die finanzielle Not noch mehr belasten. Ich weiß es einfach nicht, was ich machen soll.

Ich habe halt auch Angst davor, dass ich dann, wenn ich Fachinformatiker für Systemintegration bin, mir das selbe widerfährt, wie jetzt. Die Art von schulischen Ausbildungen sind nicht sonderlich gefragt, so wie ich gelesen habe. Weiterhin bin ich dann auch schon recht alt, als frischer Facharbeiter mit Brief.
 

Buerosklave

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Ich kann das Dilemma des Threaderstellers gut verstehen, bin aber schon eine Stufe weiter. D.h. ich habe im Callcenter gearbeitet und bin umgeschulter Fachinformatiker für Systemintegration. Und ich muss sagen, es ist sauschwer (sorry), einen Job als FISI zu finden. Insbesondere dann, wenn man eine Uni in unmittelbarer Nähe hat, die jedes Jahr dutzende Informatiker auf den Markt wirft. Die Folge ist, dass Firmen zwar Jobs für FISIs anbieten, aber eigentlich am Liebsten studierte Informatiker wollen.

Wenn überhaupt eine Umschulung, dann als FIAE, d.h. als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, damit man überhaupt eine Chance auf dem Markt hat. Und selbst die sollte man optimalerweise auf betrieblicher und nicht auf schulischer Ebene machen, weil praxisnäher. Bei einer schulischen Umschulung hat man immer das Problem, dass es fast immer 1-2 Teilnehmer darunter gibt, die nicht so schnell mitkommen und alles doppelt und 3fach erklärt bekommen müssen und eigentlich mitgeschleift werden. Zeit, die man eigentlich zum Weiterlernen gebrauchen könnte.

Ich kann aber auch den Unwillen verstehen, dass er nicht mehr ins Callcenter zurück will. Ich wohne in Thüringen, in unserer Landeshauptstadt Erfurt gibts diverse Callcenter, gerade im IT-Bereich (IBM, Computacenter usw). Ehrlich gesagt hätte ich als ausgebildeter IT´ler keinen Bock, im 1st-Level-Endkundensupport zu landen und irgendwelchen Dödeln simpelste Sachen zu erklären, die sich eigentlich von selbst erklären. Ich glaube, jeder hat schonmal solche Storys gehört ("Mein Monitor ist kaputt!" - "Schalten Sie ihn mal aus!" - "Oh, jetzt geht er wieder!"). Sowas klingt für den Außenstehenden lustig, aber man macht sich gar keine Vorstellung, wie belastend sowas ist. Ich habe so einen 1st-Level-Support-Job in einem Callcenter fast 2 Jahre gemacht und bin danach beim Psychologen gelandet, nehme noch heute Antidepressiva deswegen. Nur die wenigsten Leute können wirklich dauerhaft mit den Belastungen so eines Jobs umgehen, die meisten verändern sich in irgendeiner Form. Entweder man wird depressiv oder man stumpft charakterlich extrem ab.
 

Siegfried86

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Ich habe mit artfremder Ausbildung, direkt nach der Bundeswehr im 1st-Level gearbeitet, für Privat- und Geschäftskunden, für einen großen und bekannten Hersteller. Und auch im Vertriebsinnendienst für einen weiteren global player. Leider alles über ZAF/Dienstleister und nicht direkt beim Unternehmen.

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung werde ich nicht, da mir die Affinität zum programmieren fehlt (und ich habe auch kein Interesse dran), ich bin der Hardware-Typ. So wie ich das also verstehe, empfehlt ihr mir nicht diese Umschulung zu beginnen?
 

Wholesaler

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Im IT-Bereich kenne ich mich nicht aus. Was ich dir jedoch hundertprozentig sagen kann ist, dass man mit arbeitslosen Bürokaufleuten die Straße pflastern kann und viele Arbeitgeber negativ gegenüber überbetrieblichen Umschülern eingestellt sind. Das gilt für sämtliche Umschulungsberufe (Ausnahme evtl. Steuerfachangestellter, da Fachkräftemangel u. a. aufgrund der miesen Bezahlung bei recht hohen Anforderungen).
 
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Hannes63

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Ich möchte dir weiß Gott nicht den Mut nehmen, aber mit deinen 10 Jahren Callcenter/Zeitarbeit ist dein Lebenslauf hinüber.
Einen Arbeitgeber zu finden der einen da noch einstellt, ist schon fast ein Glücksspiel.

Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg bei deinen Vorhaben.
 

ciao

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Er findet schon ein IT Job. Quereinsteiger, ältere Menschen, Nerds... Hohe Nachfrage. Siegfried, du weißt jetzt was du nicht mehr willst, du weißt was eine möglichkeit ist... aber gibt es vielleicht nicht etwas wofür du brennst?
 

hansklein

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Auf der anderen Seite ist die Umschulung, zum Fachinformatiker für Systemintegration natürlich nicht gänzlich abgeschrieben. Ich habe halt gelesen, dass man damit - jetzt auch nicht so die guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Ich stehe da derzeit etwas zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite möchte ich eigentlich Geld verdienen, also arbeiten, auf der anderen reizt mich der IHK Abschluss über die Umschulung, nur was ist das am Ende wirklich wert?

Hauptsächlich möchte ich eigentlich schnellstmöglich aus dem ALG2-Bezug. Auf der anderen Seite, ich bin immerhin schon 33, nun denke ich, ich sollte die Möglichkeiten der Umschulung jetzt nutzen. In ein paar Jahren bekomme ich diese Chance vielleicht nicht mehr. Ich weiß eben gerade nicht, wo die Reise am sinnvollsten hingehen soll.

Ich mag nicht alles schwarz malen aber ich sehe mich irgendwie, bin ich dann vielleicht Fachinformatiker für Systemintegration in irgendeinem Call-Center sitzen. Ich kenne die Branche und weiß auch, dass ein paar Kollegen (damals im IT-Support) vom Fach waren und auch nur ihren Platz im CC fanden.
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Aus meiner eigenen Erfahrung her weiß ich, das mit Umschulung, im Bereich IT, nur wenige einen Job fanden, von den mit Umschülern, der dann auch nicht immer im Zielbereich lag. Sprungbrett wenn man gar keine Ausbildung hat, kann es auf jeden Fall sein. Eine betriebliche Umschulung wäre da eher Sinnig als ein Umschulungsbetrieb. Hab 2 Umschulungen hinter mir. Letztendlich hätte ich mir zumindest eine Ersparen können, wenn ich rückwirkend nicht beachten müßte, das ich damit 2 Jahre "beschäftigt" war und sich das ein bissel für die Rente auswirken kann, sofern in der Zeit Beiträge gezahlt werden. Leider hab ich nur eine ältere Statistik gefunden. Da lagen die Chancen danach "irgendeinen" Job zu finden bei ca 50/50.

Eine Sache kann ich mir gut vorstellen : In ein paar Jahren, wirst du sehr wahrscheinlich viel schlechtere Chancen haben als jetzt noch.
 
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