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Der Wahnsinn treibt neue Blüten!

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Vor einem Jahr schon wollte die ARGE mich zu einem Ein Euro-Job zwingen.
Ich erhob Einspruch, wurde zur amtsärztlichen Untersuchung vorgeladen, usw.

Doch nun zum Amtsarzt!

Ich ging frohen Mutes in seinen Untersuchungsraum. Ich setzte mich brav, hörte seiner Litanei zu, er fragte nach meiner Schulausbildung, ob ich Drogen nähme (???), nach einiger Zeit legte ich dem Amtsarzt drei ärztliche Empfehlungen vor, eine bescheinigte mir Rückenprobleme, eine andere 17 Allergien, noch eine andere Empfehlung eine chronische Nasenschleimhautentzündung.

Der Amtsarzt schaute nicht einmal auf die Unterlagen, er untersuchte mich ca. 10 Minuten lang (!!!)
Er fragte mich abschliessend ob ich die Buchstaben an der Wand gegenüber des Untersuchungsraums erkennen könnte.

Ich schwöre euch, die Buchstaben waren so riesig, die hätte jemand mit 3 Dioptrin ohne jegliche Sehhilfe erkennen können!

:shock:

Das war auch schon die Untersuchung, ich hatte wohlbemerkt drei ärztliche Gutachten dabei!

Kurze Zeit später wurde ich von einem Sachbearbeitrer in die ARGE geladen für einen Vermittlungsvorschlag.

Nichtsahnend betrat ich das Büro des Sachbearbeiters. Es dauerte keine zwei Minuten bevor dieser mir eine schon von ihm ausgefüllte und unterschriebene Eingliederungsvereinbarung vorlegte die ich gefälligst zu unterschreiben hätte oder man würde meine Sozialleistungen um 30 Prozent kürzen.

Ich sollte laut dieser EGV entweder Gärtner spielen (mit 17 Allergien), Busbegleiter spielen (???), oder anderweitige sehr fragwürdige EEJ-Tätigkeiten ausüben. Das Höchste an der Sache, es stand in jener EGV keine konkrete Tätigkeitsangabe, es stand keine Arbeitszeit, es stand nur drin dass die ARGE mich "weitervermittelt" an eine GmbH welche dann herausfinden soll für welche Tätigkeit ich denn qualifiziert wäre.

Einer GmbH? Das müsst Ihr euch mal klar machen!

Dieser Sachbearbeiter teilte mir ferner mit dass der Amtsarzt mir "volle Tauglichkeit" meiner Arbeitskraft bescheinigt hatte im Zuge jener oben erwähnten amtsärztlichen Untersuchung.

Nicht sehr beeindruckt lehnte ich die EGV ab und teilte dem Sachbearbeiter auch gleich mit dass ich anderer Auffassung wäre da ich unter diversen Krankheiten leiden würde die es mir momentan leider nicht ermöglichten, einem Ein Euro-Job nachzugehen. Ich verliess das Büro mit der EGV in der Hand und teilte dem Sachbearbeiter mit dass ich es mir einmal durchlesen würde!

:laber:

Zwei Tage später erschien ich wieder in seinem Büro. ich sagte einen Monolog auf von wegen dass ich einen neuen Sachbearbeiter beantrage und dass ich unter keinen Umständen einverstanden wäre mit der Art und Weise wie der amtsärztliche Dienst mit Hartz IV-Empfängern umspringen würde und marschierte weider raus.

Es folgte ein Einschreiben mit einer EGV als "Verwaltungsakt".

Bravo, dachte ich und ging zu einem Rechtsanwalt. Die dortige Beratung dauerte nicht lange, ich war sogar dank einiger Schützenhilfe in der Lage einen Widerspruch zu formulieren der bescheidene 6 Seiten lang war!

:D

Ich warte seit meinem Widerspruch immer noch auf eine Antwort der ARGE. Nebenbei gab es noch eine Besonderheit!

Der gleiche amtsärztliche Dienst welcher mir eine "angebliche Volltauglichkeit meiner Arbeitskraft bescheinigte, lud mich vor einigen Tagen zu einer "erneuten amtsärztlichen Untersuchung" ein!

:motz:

Also wieder Rechtsanwalt angerufen und Widerspruch gegen diese Einladung geschickt.

Ich werde jetzt erst einmal abwarten welch abstrus anmutendes Schreiben seitens der ARGE mich als nächstes erreichen wird.

Eines ist mir seit geraumer Zeit bewusst. Diese Regierung hat einen echt "selbstmörderischen Beitrag" geleistet zur Erschaffung des "SGB II".

Nämlich eine Behörde wie die ARGE, die ein solch inkompetentes Verhalten an den Tag legt dass, wäre sie ein Privatunternehmen, binnen kürzester Zeit pleite wäre!

Die öffentlichen Gelder werden von der ARGE verpulvert, und zwar nicht für uns arme, gebeutelte bedürftige Hartz-IV Empänger, sondern für schwachsinnige, nicht nachvollziehungsfähige Handlungen welche nicht mehr mit deutscher Gerichtsbarkeit zu vereinbaren sind.

Hartz IV hat sich verselbständigt wie ein tödlicher Virus. Es frisst sich seinen Weg von einem ahnungslosen Wirt zum anderen bis auch der letzte Steuerzahler begriffen hat dass es "auch ihn treffen kann"!
 
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19 Jun 2005
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#2
Che Guevara sagte :
Eines ist mir seit geraumer Zeit bewusst. Diese Regierung hat einen echt "selbstmörderischen Beitrag" geleistet zur Erschaffung des "SGB II".

Nämlich eine Behörde wie die ARGE, die ein solch inkompetentes Verhalten an den Tag legt dass, wäre sie ein Privatunternehmen, binnen kürzester Zeit pleite wäre!

Die öffentlichen Gelder werden von der ARGE verpulvert, und zwar nicht für uns arme, gebeutelte bedürftige Hartz-IV Empänger, sondern für schwachsinnige, nicht nachvollziehungsfähige Handlungen welche nicht mehr mit deutscher Gerichtsbarkeit zu vereinbaren sind.
Mir ist keine "Arge" bekannt, die eine Behörde ist. Bisher sind mir nur GmbH bekannt, die sich als "Arbeitsgemeinschaften SGB-II" bezeichnen.

In Hamburg z.B. hat die Fachaufsicht über die "team.arbeit.hamburg" der WirtschaftsSenator (in Flächenländern: Minister).
Deinen Eindruck über die Handlungsweise so mancher Arge kann ich nachvollziehen.
 

Ironwhistle

Elo-User/in

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#3
Kann der Anwalt nicht ein Gegengutachten durch andere, unabhängige Ärzte beantragen??

Und was für GmbHs sind mit der Weitervermittlung betraut worden?
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#4
Ich habe doch schon drei ärztliche Empfehlungen, bzw. Atteste vorgelegt!?

Vorerst keine weiteren Gutachten, so etwas kostet Geld, weisst Du. Ich habe jedoch nur 80 € im Monat zum Leben weil die ARGE mir momentan wg. Darlehen (von meiner Mitbewohnerin, nicht von mir) über 22 % meiner Regelleistungen küzt!

-Klage ist angängig-

Die GmbH "JUGEND IN ARBEIT" wurde von meiner ARGE beauftragt, ein sogenanntes Profiling durchzuführen. Die ARGE selbst hat mittlerweile wohl keine Böcke mehr darauf seitdem die inkompetente Teilzeitkräfte beschäftigen welche nicht einmal über eine annähernd spzial-pädagogische Ausbildung oder Fortbildung verfügen.

Das spiegelt sich dann auch in der bodenlosen Frechheit der Sachbearbeiter wieder!

Ich bin übrigens 38 Jahre alt, ich frage mich was "Jugend in Arbeit" von mir möchte?

:mrgreen:

Kleiner Nachtrag:

Ich war vor 4 Monaten im Büro eines Sachbearbeiters um gegen Kürzungen der Sozialleistungen zu protetieren. Der Kerl trug doch tatsächlich eine echte ROLEX-Oyster im Wert von über 4000 €.

Nichtsdetotrotz war sich der Scheisser nicht zu schade mir zu erzählen die ARGE wäre doch kein Kreditinstitut!

:motz:

Ein Rechtsanwalt wird von mir offiziell erst beauftragt nachdem die meinen Widerspruch ablehnen. Ich denke jedoch die ARGE wird es schwer haben die ungefähr 40 dort von mir aufgeführten Punkte zu widerlegen.

:p

Bis dato erging, wie schon erwähnt, keine Ablehnung meines Widerspruchs.

Abwarten und Tee trinken heisst da die Devise.

Mir wurde übrigens nicht meine Sozialleistung um 30 % gekürzt, wie von der ARGE angedroht, obwohl die die EGV per Verwaltungsakt androhten.

Tja, wenn auf Seite 1 des Einschreibens steht dass eine EGV nicht zustande kam und auf Seite 5 des gleichen Einschreibens steht dass eine EGV zustande kam, dann sollten die Damen und Herren dort erst einmal logisch denken und lesen lernen, nicht wahr?

:lol:
 
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