Der Ukraine militärisch beistehen - oder doch eher nicht? Gibt es eine rechtliche oder moralische Verpflichtung?

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Fabiola

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Ferdinand von Schirach war am Donnerstag 25.08.22 bei Markus Lanz und hat zu der Themenfrage sehr deutliche Worte ab ca. Minute 59.05 gefunden. Seht selbst:
Nach meiner Einschätzung sagt er das einzig Richtige zu dem völkerrechtswidrigen Krieg Putins gegen die Ukraine.
Auch seine Statements vor der 59sten Minute sind durchaus hörenswert.
 

xj3Qr1nL7ys

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Ohme Zeit für das Video verschwendet zu haben. Nein, sollte man nicht! Es besteht dazu auch selbstverständlich weder eine rechtliche noch eine moralische Verpflichtung.

Jeder der das anders sieht soll sein gesamtes Hab und Gut an die Ukraine verschenken und sich dort freiwillig zum Einsatz welcher Art auch immer melden, anstatt seine Mitmenschen mit Worten zu nerven.

Reicht es dir nicht, dass die Menschen hier nicht mehr weiter wissen?
Hat Melnyk deinen Account gekapert? Nein? Gefällt dir meine Antwort nicht? Selbst dran Schuld wenn du solche Fragen stellst....

Des Weiteren ist die friedliche Völkerverständigung ein Kernanliegen dieses Forums, nicht die Kriegstrommel. Könntest du eigentlich wissen, lange genug dabei bist du ja.

Und jetzt bin ich auf die Freiwilligen hier gespannt.
 
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SilentHunter

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Guten Morgen,

meine Meinung ist folgende und dafür werde ich den einen oder anderen Spruch ernten.
Der Ukraine militärisch beistehen finde ich nicht gut. Das da unten Krieg herrscht verurteile ich genauso wie jeden anderen Krieg. Leittragende sind immer die Unschuldigen. Aber, jetzt kommt das Aber.

Was haben wir bis jetzt dort erreicht? So gut wie nix. Man hört immer nur " Wir brauchen Waffen und Geld". Hört man 1x "Wir brauchen Medikamente"?. Nein! Was hat uns Europäern eigentlich der ganze Mist da gebracht? Preise in die Höhe. Egal was. Ob Sprit,Strom, Gas oder Lebensmittel. So und nun stellt sich die Frage. Weiter reinpumpen und bei uns die Preise so hoch treiben das sich die, die am Existenzminimum leben bald nichts mehr leisten können? Oder alles stoppen und den Gashahn wieder aufmachen. Putin macht auch ohne uns sein Geld. Sieht man ja nun.
Und nun haut drauf.

 

Tripod

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Die Ukraine ist seit der "orangenen Revolution" ein hoffungsvoller Bestandteil der freien Welt - einer ohne hin allseits bedrohten.
Wir müssen um jeden und jedes (Volk) froh sein, das das sich gegen die Usurpatoren zu behaupten anhebt. Das dieser Kampf Opfer kosten ist historisch hinreichend belegt, er bleibt aber selbstverständlich der einzig richtige.
Ob und wie wir der (ständig und allseits) bedrohten Freiheit und dem Ruf nach ihr beispringen müssen zeigt sich in der Konkretion der jeweiligen Erscheinungen ihrer Bedrohung. Im Moment belegt das Geschehen, das erst etwas gewonnen ist, wenn Russland ein gefestigter Bestandteil de freien Welt ist und nicht vorher. Solange das nicht so ist, ist die Nato Strategie der Einfriedung in jedem Falle richtig, denn Russland ist derzeit ideologisch/ militärisch die bedeutendste Herausforderung der Freiheit überhaupt.
Ob und wie lange der Krieg in der Ukraine zu unterstützen ist, liegt in der Frage, ob und wie lange es Hoffnung gibt für die Ukrainer wenigstens einen Teilsouveränität über ihr Land zu erhalten.
Eine Neutralisierung der Ukraine und ihre Umgestaltung zu einem russisch instrumentalisierten Luftsack, mag einer militärischen Entspannung kurzfristig nützlich sein, langfristig bedeutet sie aber einen Verlust an Handlungsefähigkeit und Gemeinsamkeit, weil das irrationale "Blockhandeln" schlicht zementiert wird.
 

Echogamer

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Also ich sehe das genauso wie @xj3Qr1nL7ys :icon_daumen:
Es gibt keine rechtliche oder moralische Verpflichtung dass Deutschland sich militärisch in den Krieg einmischt.
Ganz im Gegenteil, wir sollten uns unbedingt militärisch aus dem Krieg zwischen Rußland und der Ukraine raushalten, denn ich möchte nicht dass daraus ein Weltkrieg entsteht.
Das ist nicht unser Krieg, sondern ein Krieg zwischen Rußland und der Ukraine.

Ausserdem bin ich der Meinung dass Deutschland endlich damit aufhören soll Waffen an die Ukraine zu liefern, denn je mehr Waffen man liefert, desto mehr Leid und Tod wird daraus entstehen. Frieden führt man mit noch mehr Waffen jedenfalls nicht herbei.
Wir helfen der Ukraine schon genug (und das finde ich auch gut), in dem Deutschland z.B. Flüchtlinge aufnimmt und gigantische Summen an Geld an die Ukraine überweist.

Das ist jedenfalls meine Meinung. Ich bin dafür dass der Krieg endlich aufhört und Frieden geschlossen wird. Wer das anders sieht, der darf das gerne anders sehen.
 
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Tripod

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Na, ich hatte gerade anderen Ortes einen kurzen Disput mit einem Putinisten, der sich dahin verstieg "Faschisten und Nazis sind doch nur Amateure..."
Wir müssen uns nicht wirklich überlegen, ob wir Waffen liefern, aber wir sollten darüber nachdenken, ich welcher Welt unsere Kinder aufwachen sollen. Der Konflikt fände bei einem Verlust der Ukraine ja nicht sein Ende, er stünde nur auf einem neuen, stabileren Fundament.
 
6

61293

Gast
Dieser Konflikt kann bei vernünftiger Sichtweise nur vernünftig diplomatisch gelöst werden.

Das ein so mickriges kleines armes Land wie die Ukraine sich so erfolgreich gegen eine Weltmacht wie Russland wehrt und diese noch aufhält - ist nur der gewaltigen militärischen Unterstützung des Westens zu verdanken.

Ohne die militärische Unterstützung des Westens hätte Russland scnon längst gewonnen.

Das Russland als Weltmacht in diesem Krieg hier bis jetzt eine mehr als erbärmliche Rolle abgibt wirft militärisch ein sehr fragwürdiges Bild auf Russland.

Das Putin es wohl kaum dauerhaft zulassen wird - als Weltmacht ständig von der Ukraine düpiert und vorgeführt zu werden - macht den Krieg nicht ungefährlicher und eine diplomatische Lösung umso dringlicher.

Die Amerikaner müssen den Ost-West Konflikt befrieden und nicht überall in jeden auch nur ansatzweise offenen internationalen Konflkit massenweise Öl reingiessen und auch nur schwelende Konflikte massiv befeuern bzw. anheizen !

Was soll eine so bescheuerte absolut wenig friedliche Diplomatie.

Die USA sollten auch nicht zu allem Ja und Amen sagen - aber gravierend friedlicher diplomatisch und militärisch international
agieren und mehr auf andere zugehen als ständig massivst hass und zwietracht zu sehen.

Wie soll auf ständig international verbrannter Erde seitens der USA vernünftig gesundes, neues friedliches wachsen ?

Musste Nancy Pelosi ultimativ nach Taiwan reisen und den Finger in die Wunde im Grenzkonflikt Taiwan-China legen ???

Sie musste es nicht - warum hat man nicht friedlich intelligent seitens der USA gesagt : Der Taiwan - China Konflikt ist eine asiatische chinesische Angelegenheit - die wir nicht für gut befinden und aus der wir uns aber weitestgehend raushalten !!!

Afghanistan Krieg - Iran - Irak Krieg -. Vietnam Krieg - alles Kriege ohne jeden großen Grund und Verstand von den USA
initiiert und überhaupt nicht nennenswert auch nur ansatzweise so groß sanktioniert wie heute der Ukraine Krieg.

Wann werden die Amerikaner eine absolut friedliche Nation und agieren international auch diplomatisch friedlich und massvoll ??
 

Katzenstube

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bondul

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Wie stellst du dir ein Ende des Krieges vor? Wie wird das passieren, wie ist der Weg zum Frieden?
Eine Frage, die man sich ständig stellen sollte – die aber auch ständig gestellt wird...

Es gibt bisher keine umfassende Antwort - bis Russland und die Ukraine sich darauf verständigen, in ergebnisorientierte Verhandlungen treten zu wollen. Denn es ist weiterhin IHR Krieg, die USA, Nato oder EU sind keine Kriegsparteien und wollen es auch nicht werden.

Der Westen unterstützt einen unabhängigen Staat, der sich westlich orientiert und demokratisch entwickeln möchte (was nicht so einfach ist, wie es oft scheint). Dass diese Unterstützung sich derzeit in erster Linie militärisch vollzieht, ist Russlands Gebaren geschuldet. Oder soll man einfach zusehen, wie Putin eigenmächtig Grenzen verschiebt?
 

Tripod

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Wie stellst du dir ein Ende des Krieges vor?
Ich weiß, die Frage galt jemandem anderen - sorry wenn ich sie trotzdem aufgreife.

Das Ende kann auf verschiedene Weise über uns kommen - atomar durch einen Befreiungsschlag oder die Indienstnahme eines der viele herumstehenden AKW's, es kann durch eine Kapitulation der Ukraine (und die Vertreibung ihrer Bevölkerung) kommen, oder auch durch einen neuen großen europäischen Friedensplan.

Ich persönlich halte aber alle Verträge, die auf der Liquidierung der Ukraine fußen (was auch für ein "europäisches Modell" gelten würde) aus naheliegenden Gründen für unwahrscheinlich, weil nicht verantwortbar. Eine gesamteuropäische Vertragslösung ist ohne souveräne Ukraine schlicht nicht denkbar - dem steht aber Russland entgegen.
Eine Kapitulationslösung, das Modell das vermutlich den Rüstungskritikern hier vorschwebt (und wohl das wahrscheinlichste Modell ist) würde die Diaspora für die Bevölkerung der U. bedeuten und deren langfristige Integration in den westeuropäischen Markt. Westeuropa würde kurzfristig eine neue Blüte erleben und ein neues Wettrüsten mit weiter zementierten Grenzen. Der anstehende Konflikt in der beide Parteien ihre Mittel weiter ausreizen würden, würde ein Ansteigen der Nahrungsmittelpreise und der damit einhergehenden Krisen verursachen (Friedenspolitik, Umweltpolitik etc. würden Weltweit weiter marginalisiert) den Rest kann man bei Marx nachlesen (Entweder die Menschheit wird entweder - oder....)

Eine (kleine) atomare Lösung hätte ähnlich desaströse Folgen wie o. g. Modelle, weil sie ebenfalls die Nahrungsmittelversorgung für große Teile der Welt destabilisieren würde (Preisentwicklung), hätte aber den Scharm Russlands Verfügung über Land, Leute und Kapital kurzfristig einzuschränken - was aber bei genügend Rücksichtslosigkeit (z. B. verheizen Ukrainischer Gefangener als "Liquidatoren" etc.) nur ein kurzfristiger Schaden wäre, dem ein beachtlicher Nutzen gegenüber stünde (steigende Nahrungsmittelpreise/ Rohstoffpreise), Gelegenheit die (besiegte) freie Welt weiter zu diskreditieren und sich Gefolgschaftstreue in der Peripherie zu sichern, was auf längere Sichte die Lage im nahen Osten destabilisieren und einen tatsächlichen Atomkrieg wahrscheinlicher machen würde.

Man könnte jeden dieser Fäden länger ausführen, aber das wäre nicht von Nutzen - ich halte jeden dieser Wege für fast gleichermaßen fatal und vermag mir eine Lösung des Problems nur und einzig in einer Beseitigung des Systems Putin vorzustellen - in dem ich aber auch die Gefahr von Destabilisierung und Atomkrieg sehe.
 

Admin2

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Eine Neutralisierung der Ukraine und ihre Umgestaltung zu einem russisch instrumentalisierten Luftsack, mag einer militärischen Entspannung kurzfristig nützlich sein, langfristig bedeutet sie aber einen Verlust an Handlungsefähigkeit und Gemeinsamkeit, weil das irrationale "Blockhandeln" schlicht zementiert wird.

Hierzu ist unsere Kriegsbeteiligung - nichts anderes ist das, was wir "leisten" - kontraproduktiv. Diese Beteiligung war von Anfang an regelrecht ein Schlag ins Wasser, je härter du zuhaust, desto härter wird dir "entgegengekommen". Genau so läuft es bis dato auch.
Der Westen kann Selenskyj gar nicht das zur Verfügung stellen, was es bräuchte, Russland aufzuhalten.
Ich war und bin der Meinung, dass es besser gewesen wäre und ist, die Russen die Ukraine "erobern" zu lassen, dann mittels heftigsten Sanktionen und deren teilweise Rücknahme die Ukraine zu einer Art Schweiz des Ostens zu machen und den Russen die Krim und Ostgebiete zu überlassen.

Wie viele Tote muss es noch geben, bis der Westen kapiert, dass sich "der Russe" gar nicht zurückziehen kann und daher eskalieren wird, sollte er bei konventionellen Waffen und Soldaten in eine prekäre Lage kommen.
Dazu kommt noch, dass wir hier im Westen einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen"Schutthaufen" bekommen, wenn wir diese falsche, rückwärts gerichtete Politik noch Monate fortführen!

Eine Blockbildung ist im Gegenteil nach dem Krieg und Wiederaufbau der Ukraine zu befürchten, nämlich dann, wenn es der Ukraine wie Polen (...) geht und sie sich an ungewollte EU-Vorgaben halten sollen. In dem Fall wird Polen (...) versuchen, die Schmach, die sie durch den EuGH erfahren hat, auszuwetzen und sich der Kampfeswille der Ukraine gegen uns richten - wenn vermutlich auch ohne Waffen, aber eben gegen uns.

Aber Scholz sagte bereits, "keine Alleingänge". Der Kriegswille der USA steht für ihn also über dem der Deutschen.
Damit muss eine Möglichkeit gefunden werden, diese Regierung legal abzusetzen, um diesen Irrsinn zu beenden.

Was unsere Regierungen dahingehend an Kompetenz haben und hinterlassen, sieht man sehr "schön" am Hindukusch.
 

grün_fink

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Mir scheint es so, als ob manche Leute hier noch genug finanzielle Mittel haben, um die weiteren Preissteigerungen abfangen zu können, oder ob manche vor lauter Patriotismus lieber sterben (ausgehungert werden) wollen.
Ich nicht. Nicht für einen Krieg in anderen Ländern.

Ich sehe es eher so wie dieser junge Abgeordnete der SPD:
Dieser Krieg wird keine militärischen Sieger kennen. Eine Fortsetzung des Kriegs wird nur noch mehr Tote und Zerstörung zur Folge haben. Wir brauchen einen schnellstmöglichen Waffenstillstand als Ausgangspunkt für umfassende Friedensverhandlungen.




Deshalb: Es ist die Zeit der Diplomatie. Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen ihre diplomatischen Anstrengungen verstärken, um eine Waffenruhe zu befördern. Dazu muss der Austausch mit bisher neutralen Ländern wie Indonesien, Indien oder Südafrika, aber auch mit China intensiviert werden, um sie für eine Vermittlerrolle zwischen den Kriegsparteien zu gewinnen. Auch die Vereinten Nationen müssen neue Initiativen starten.


Der Krieg droht die Welt in eine Rezession mit wachsender Arbeitslosigkeit zu stürzen. Schon jetzt gibt es weitgehende Auswirkungen auf den Alltag, auch hier in Deutschland. Inflation und knapper werdende Energieressourcen treffen vor allem die Ärmsten. Deshalb müssen wir Kriegsgewinner zur Kasse bitten und hohe Einkommen stärker besteuern. Das stärkt nicht nur den Sozialstaat, sondern ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. Weitaus dramatischer sind die Auswirkungen auf die Länder Afrikas. 50 Millionen Menschen stehen laut UN-Welternährungsprogramm kurz vor einer Hungersnot, 750.000 drohen in einigen Ländern Afrikas zu verhungern. Auch um diese Hungersnöte zu verhindern, muss der Krieg so schnell wie möglich gestoppt werden.
Jetzt muss die Diplomatie die Initiative ergreifen. Die Waffen müssen schweigen! Wir rufen


zu zivilgesellschaftlichen Aktivitäten auf, um dem Frieden eine Chance zu geben. Der Antikriegstag am 1. September mit den Kundgebungen des DGBs und der Friedensbewegung ist dazu eine gute Möglichkeit.


Willy Brandt hatte Recht: Der Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.




ERSTUNTERZEICHNER*INNEN [...]

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Tim_Vie

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Also ich habe mittlerweile auch den Endruck, dass eher die Freiheit von Frau Baerbock, in aller Welt breitbeinig und großmäulig auftreten zu können mit den Sanktionen verteidigt wird, als meine Freiheit, zu entscheiden ob ich nun jeden Tag warm esse oder (freiwillig) nur alle 3 Tage.
 

weedbürger

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Die Ukraine bekommt alle Gebiete inkl. der Krim zurück und erhält Reparationszahlungen.
Auf eine Rückgabe der Krim würde das heutige Russland sich niemals einlassen, deshalb halte ich diese Forderung für illusorisch. Die neu eroberten Gebiete wird es auch nicht hergeben wollen, so dass auch die Forderung nach dem Zustand von vor dem 24. Februar 2022 illusorisch ist.

Das Putin die durch einen feigen Angriffskrieges bereits eroberten Gebiete behalten darf, will die gewählte Regierung der Ukraine nicht, somit wäre auch diese Forderung illusorisch.

Der Kampf geht weiter, soviel ist klar.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle folgende Frage an @xj3Qr1nL7ys und an @Piiiter stellen:
Wie stellst du dir ein Ende des Krieges vor? Wie wird das passieren, wie ist der Weg zum Frieden?

Da ich aber denke, dass die Antwort ungefähr so aussehen wird,
Ich war und bin der Meinung, dass es besser gewesen wäre und ist, die Russen die Ukraine "erobern" zu lassen, dann mittels heftigsten Sanktionen und deren teilweise Rücknahme die Ukraine zu einer Art Schweiz des Ostens zu machen und den Russen die Krim und Ostgebiete zu überlassen.

ist diese Frage für mich bereits beantwortet.

Deshalb stelle ich mal diese Fragen:

Wie wird das Leben für die ukrainischen Bevölkerung unter russischer Besatzung sein?

Wie will man überhaupt diese "heftigsten Sanktionen" gegen ein siegreiches Russland durchsetzen, welches dann ja zusätzlich noch die Kornkammer der Welt als Druckmittel hätte, um Handelspartner zu finden?

Warum sollte Putin diese Kornkammer, die ihn noch mächtiger gemacht hat, zurückgeben und warum sollte er, der der alles bekommt was er will, sich dann zufrieden zurücklehnen?


Das sich hier so viele Stimmen diesen Kolonialismus beugen wollen und dass @Fabiola sogar vorgeworfen bekommt, sie würde die Kriegstrommel auspacken, nur weil sie sich einer durchaus überlegten und nachdenklichen Meinungsäußerung anschließt (die sich der "Angreifer" noch nicht einmal angehört hat!), legt die Vermutung nah, dass Putin hier schon so einige Accounts gekapert hat.

Auf jeden Fall ist es eine falsche, rückwärts gerichtete Politik, wenn man gegen diesen Kolonialismus nicht ankämpft.

Wie war das doch gleich: Wer sich nicht wehrt...
 

grün_fink

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Ganz so einfach ist das nun auch wieder nicht @weedbürger

Ich bin übrigens der Meinung, dass die "Befreiung" des Donbass (in dem schon recht lange vor dem Kriegsbeginn gekämpft wurde) anders als durch Krieg hätte laufen müssen. Unter internationaler Beobachtung irgendwelche international anerkannte Verfahren. Aber wer bin ich schon.
Mit der Ukraine das wüsste ich jetzt persönlich nicht.

Mir bringen Kriege immer nur zuviel Unheil. Und ich selber kann mir finanziell keinen Krieg leisten.
Auf kürzere Dauer würde ich wohl verhungern oder ähnliches.
 

Tripod

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Ohne die militärische Unterstützung des Westens hätte Russland scnon längst gewonnen.
Das ist zwar eine sehr lebensweise Einsicht, aber wenig Hilfreich.
Das Russland als Weltmacht in diesem Krieg
Der begriff wird ja nicht richtiger, nur weil man ihn inflationär nutzt - Russland ist eine Atommacht und um ein vielfaches besser und moderner Bewaffnet als die Ukraine, aber das ist offenbar nicht alles. Besser und richtiger wäre es gewesen, wenn alle Waffen die bisher geliefert wurden zum Zeitpunkt des russischen Grenzübertritts verfügbar gewesen wären, dann sähe die strategische Lage etwas anders aus.
Aber die Zahl der Waffen besagt ja nichts über das Recht mit dem sie ins Feld geführt werden.
Putin es wohl kaum dauerhaft zulassen wird
Es gibt keine diplomatische Lösung, wie Du schon ganz richtig andeutest. Es gibt keine richtige oder gerechte Lösung, außer Russland lässt ab und Putin findet nicht nur sein Ende, sonder es endet auch das ihn tragende System. Deswegen sind auch alle Annahmen in dieser Richtung allenfalls halbherzig, weil sie die Wirklichkeit einer solche Lösung mit Augenwischerei vom Tisch (nein aus dem Blickfeld) wischen wollen.
Wenn die Kämpfer gegen das Unrecht ihren Kampf verloren haben, bleibt allein das Unrecht als verfestigter Zustand, nicht mehr.
Musste Nancy Pelosi
Es gibt keine Wunde, es gibt nur und einzig eine Chinesische Übergriffigkeit, die durch nichts ermächtigt ist.
Wann werden die Amerikaner eine absolut friedliche Nation
Soche "Absolutheiten" sind wohl eher eine absurden Phantasie - aber wie an anderer Stelle gesagt, das ist beim alten Kars problemlos nachzulesen.
 

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Wie war das doch gleich: Wer sich nicht wehrt...
Ja, wehren ist kein Problem.
Sich daran ohne Not und Pflicht zu beteiligen und damit die Welt ins Chaos zu stürzen ist eine pervertierte Art von "Übermut tut selten gut".

Dann noch zur "Kornkammer".
Putin hat die Länder, die die Kornkammer insbesondere benötigen, eh bereits in der Tasche, das Argument geht also fehl.

Und zu den "heftigsten Sanktionen"...
Das sind die, die wir bereits veranlasst haben. Mit unserer Kriegsbeteiligung aber sind die nicht wirklich "etwas Wert", denn mit unserer Kriegsbeteiligung haben wir Russland dazu gezwungen sich behaupten zu müssen, koste es was es wolle. Ohne Kriegsbeteiligung wäre es sowohl für Russland als auch für uns leichter Nägel mit Köpfen zu machen - die jetzt mit Kriegsbeteiligung nur noch militärisch gemacht werden können.

Wie schon einmal in unserer Geschichte hat hier die SPD, diesmal sogar in einer von ihr geführten Regierung, erneut einen nicht wieder gut zu machenden Fehler begangen.
Sie hat sich, im Gegensatz zu damaligen "Pragmatismus", heute von billiger Medien-Hysterie und Druck aus den USA leiten lassen.
 

weedbürger

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Ganz so einfach ist das nun auch wieder nicht @weedbürger
Leider weiß ich jetzt nicht worauf sich das bezieht.

Ich bin übrigens der Meinung, dass die "Befreiung" des Donbass (in dem schon recht lange vor dem Kriegsbeginn gekämpft wurde) anders als durch Krieg hätte laufen müssen.
Wäre natürlich schön, war aber von Putin und anderen Mächten so nicht gewollt. Lokale bürgerkriegsähnliche Kriege initiieren können die Russen genauso gut wie die "Anderen".

Mir bringen Kriege immer nur zuviel Unheil. Und ich selber kann mir finanziell keinen Krieg leisten.
Auf kürzere Dauer würde ich wohl verhungern oder ähnliches.
Das geht mir kaum anders. Aber weder Du noch ich haben einen Krieg angezettelt und leider können wir uns auch nicht aussuchen in welcher Zeit unsere Individuen existieren.

Dann noch zur "Kornkammer".
Putin hat die Länder, die die Kornkammer insbesondere benötigen, eh bereits in der Tasche, das Argument geht also fehl.
Diese Antwort ist leider wertlos, weil Du gar nicht wissen kannst, welche Länder diese in naher oder ferner Zukunft benötigen? Die Welt dreht sich ja innerhalb des Zeitraums (Umsetzung deines Plans) weiter.
Stichwort: Politische und Klimaveränderungen.

Was ist mit meinen anderen fragen, die deine Vorstellungen ja erstmal als akzeptiert voraussetzen?
Wie wird das Leben für die ukrainischen Bevölkerung unter russischer Besatzung sein?

Wie will man überhaupt diese "heftigsten Sanktionen" gegen ein siegreiches Russland durchsetzen, welches dann ja zusätzlich noch die Kornkammer der Welt als Druckmittel hätte, um Handelspartner zu finden?

Warum sollte Putin diese Kornkammer, die ihn noch mächtiger gemacht hat, zurückgeben und warum sollte er, der der alles bekommt was er will, sich dann zufrieden zurücklehnen?
 

bondul

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Ohne Kriegsbeteiligung wäre es sowohl für Russland als auch für uns leichter Nägel mit Köpfen zu machen - die jetzt mit Kriegsbeteiligung nur noch militärisch gemacht werden können.
Welche 'Nägel' schweben dir da so vor? Und ist die Unterstützung der Ukraine wirklich Kriegsbeteiligung?

Bisher ist die Nato nirgends einmarschiert, sonst stünden bereits beiderseits die Nuklearraketen auf 'Achtung, Fertig, Los'.

Verhandeln könnten nur Putin und Selenskyj - und danach sieht es gerade nicht aus. Wobei Putin nicht mal verhandeln müsste, er bräuchte den Krieg nur zu beenden.
 
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