Der Soziologe Wolfgang Streeck für was er Pate gestanden hat: für die Agenda 2010.

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wolliohne

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Der Soziologe Wolfgang Streeck war ein durchsetzungsfähiger Wissenschaftler. Aber die ihn heute lobend zitieren, wissen offensichtlich nicht, für was er Pate gestanden hat: für die Agenda 2010.

In den letzten Wochen erreichten die NDS einige Mails mit der Aufforderung, das Buch von Streeck, „Gekaufte Zeit …“ zu besprechen und zu würdigen. Die letzte Mail dazu lautet: „Während Wolfgang Streeck bei den Machern der NDS verpönt ist, schreibt Jürgen Habermas eine Rezension: Blätter, pp. 59-70.“ „Verpönt“ ist das falsche Wort. Ich halte nichts von Wissenschaftlern, die auf der Basis von falschen Analysen und einer strammen ideologischen Ausrichtung bestellte Ratschläge erteilt haben, deren Umsetzung Hunderttausende von Menschen ins Niedriglohn-Unglück getrieben haben. Professor Streeck hat Ende der Neunzigerjahre zusammen mit seinem Kollegen Heinze für Hombach und Schröder über das Bündnis für Arbeit die Agenda 2010 mit vorbereitet. Seitdem war kein „tut mir leid“ zu hören. Eines der wichtigen Dokumente, ein Spiegel-Titel von 1999, wird Ihnen im Folgenden präsentiert – zusammen mit einigen analytischen Hinweisen auf spannende Passagen des Textes. Von Albrecht Müller
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ethos07

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AW: Der Soziologe Wolfgang Streeck für was er Pate gestanden hat: für die Agenda 2010

Danke für die Verlinkung - interessant sich diesen Werdegang der Gesellschaftsspaltung nochmals zu vergegenwärtigen.

Ich kann mich erinnern, dass auch in unserem soziologischen Institut damals die arrivierten 'linken' reformistischen (SPD -) Profs den "dritten Weg" des New Labour aus England ebenfalls für das Gelbe vom Ei hielten und in ihren politischen Expertisen für eine entsprechende Reform in Deutschland in die Tasten hauten - ich glaube, das war damals unter den 'linken' reformistischen Politikberatern gang und gäbe - und heute dürften die alle altersmilde wieder davon abgerückt sein... :rolleyes:

Aus dem verlinkten Spiegelartikel von 1998:
Anders als einige ihrer Auftraggeber aus der Politik kennen beide [Wissenschaftler] aber nicht nur die miefige deutsche Debatte. Streeck hat jahrelang in den USA gearbeitet. Heinze trifft sich regelmäßig mit Reformern um den britischen Regierungschef Tony Blair. "Was in unserer SPD als Modernisierer gilt", staunte er nach seiner jüngsten London-Visite Ende April, "wäre dort Old Labour."
 
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