Der Sohn hat eine Eigentumswohnung, in der die Mutter lebenslanges Wohnrecht hätte. Wie sieht das mit Grundsicherung aus?

Kalinda

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Hallo,

Sohn hat Eigentumswohnung, Mutter könnte lebenslanges Wohnrecht bekommen. Mutter bezieht EM-Rente und müsste Grundsicherung beantragen.
Was heißt angemessene Größe? Mutter würde allein darin wohnen, die ETW hat eine Größe von ca. 80 qm.
Wie sieht das mit den Nebenkosten aus? Was muss man da noch allesm beachten?

Ich würde mich über Antworten freuen.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Kalinda

Was heißt angemessene Größe?

Zunächst schau bitte in die örtliche Richtlinie deiner Stadt ob hier Angaben zur Eigentumswohnung stehen.


die ETW hat eine Größe von ca. 80 qm.

Hier kann auch die Wohnungsgröße von 80 qm² als angemessen angesehen werden.

Bleibt die Frage hat die Mutter ggf. einen Mehrbedarf wegen eine körperlichen Behinderung so zum
Beispiel Rollstuhl`?

Wird der Umzug von der Mutter selbst getragen/Umzugskosten?
 

Kalinda

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Hallo Seepferdchen,

ich hatte das so verstanden, dass bei der Größe ein Unterschied gemacht wird, zwischen Mietwohnung und Eigentumswohnung?
Eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim darf maximal eine Wohnfläche von 120 beziehungsweise 130 Quadratmetern besitzen. Ist die Wohnfläche größer, gelten diese als Vermögen – die Immobilie muss dann verkauft werden, damit sich die Betroffenen vom Erlös selbst finanzieren.

Mir gehts auch gar nicht so sehr darum, was mit den Umzugskosten ist und nein, kein Mehrbedarf wegen Rollstuhl oder sowas.
Es geht mehr darum, dass eine ETW ja mehr Kosten verursacht, als eine Mietwohnung. Und der Sohn hier deshalb eine höhere Miete veranschlagt. Der Sohn noch studiert und außer Minijob kein Einkommen hat. Würde er fremd vermieten, könnte er ohne Probleme diese "hohe Miete" bekommen. Die Frage ist, kann die Mutter sich das finanziell leisten - also wie weit geht das Amt da mit?
 

4ever29

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Ok. Es geht also um die Miete der Mutter. Dann spielt die Grösse doch eine größere Rolle. Da muss man zwischen Anrechnung als Vermögen und angemessenen Kosten der Unterkunft unterscheiden.

Und da gibts dann im Grunde nur die Antwort, die schon gegeben wurde: lokale Mietobergrenzen suchen. Da bei 1 Person BG nachsehen. Und dann wahrscheinlich feststellen, dass das Konzept, dass das Amt (faktisch) dem Sohn die wunderschöne Eigentumswohnung(smiete) bezahlt nicht funktionieren wird.
Da hat dann das Wohnrecht im Grunde nix mit zu tun. Je nachdem wie und wann es dazu kam, dass der Sohn Eigentum erwarb und die Mutter Wohnrecht können sich da aber noch ganz andere Fragen stellen ...
 

Helga40

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Je nachdem wie und wann es dazu kam, dass der Sohn Eigentum erwarb und die Mutter Wohnrecht können sich da aber noch ganz andere Fragen stellen ...

Korrekt. Hier ist es notwendig, den Zusammenhang zwischen Miete und Wohnrecht zu erläutern. Hat er die Wohnung von der Mutter gekauft oder geschenkt bekommen? Wenn ja: wann? Und wenn nicht von der Mutter erworben: wieso hat sie dann Wohnrecht? Wie ist das Wohnrecht bzgl. der Wohnkosten ausgestaltet? Ist es tatsächlich nur ein Wohnrecht oder sogar ein Nießbrauch? Steht es im Grundbuch? Usw.

Als armer Student bereits eine eigene Wohnung klingt nach Schenkung...
 

Kalinda

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Verstehe ich deinen Satz richtig, die Mutter bekommt lebenslanges Wohnrecht und soll Miete bezahlen?

Die Nebenkosten kann ich nachvollziehen.
Zitat aus https://www.roland-rechtsschutz.de/blog/haus-mieten/lebenslanges-wohnrecht
"Es gibt aber auch Verträge, in denen eine Mietzahlung vereinbart wird. Die Nebenkosten muss der Wohnberechtigte selbst tragen."
Zitatende

Ja ich denke sowas war angedacht.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Ab da wird es mir zu kompliziert. Der Sohn hat vom Großvater die ETW geerbt und kann sie vermieten (oder selber drin wohnen).
Es war ein Gedankenspiel, dass die Mutter dort einzieht und Miete bezieht. Mit oder ohne lebenslanges Wohnrecht. (Ging nur darum, dass der Sohn vielleicht mal heiratet und die Frau dann die Schwiegermutter rausekeln will.)

Aber wenn das zu kompliziert wird, kann man es auch lassen.

Nein, siehe Antwort zuvor. ETW wurde vom Großvater des Sohnes geerbt. Und man überlegt nun was damit zu machen ist.
Da treffen mehrere Bedürfnisse aufeinander.
Die Mutter sucht "demnächst" eine Wohnmöglichkeit, wegen Scheidung.
Der Sohn erbte die ETW vom Opa. Sohn studiert, hat kein Einkommen außer Minijob.
Mutter will nicht einziehen, wenn sie dann irgendwann durch eine Schwiegertochter in spe aus der Wohnung vertrieben wird. Deshalb kam der Gedanke mit lebenslanges Wohnrecht.

War aber nur ein Gedanke, den wir hier mal durchgespielt haben. Ist mir schon zu kompliziert alles, da habe ich dann keine Lust zu. Dann soll der Sohn die ETW einfach fremd vermieten.

Danke an alle Antworter.
 
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