Der Okkultist – Lafontaine im Wahlkampf

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wolliohne

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  1. Oskar Lafontaine elektrisiert bis heute auch ohne machtvolle Ämter Freund und Feind. Seine Weltsicht erinnert mittlerweile an religionsgeschichtliche Phänomene: Er gibt sich als Erweckter unter lauter Verblendeten. Seine Anhänger lieben diese Selbststilisierung. Eine Analyse.
    Lafontaines Rede in Krefeld zeigte einen Mann, der so sehr von einem “Ich gegen alle”-Gefühl durchdrungen ist, dass sich mittlerweile religionsgeschichtliche Parallelen aufdrängen: Weltsicht und Selbstverständnis Lafontaines tragen Züge eines Mysterienkultes, in dem Eingeweihte die Welt durchschauen und umzingelt sind von Betrügern und Betrogenen.
    Dabei ist Lafontaines Weltbild keinesfalls utopisch in die Zukunft gerichtet; es entpuppt sich als eine Verklärung der 70er Jahre, als in Deutschland noch Renten und Löhne Jahr für Jahr kräftig stiegen, als die Kassen noch Brillengestelle zahlten und als jede Stadt noch ihre Stadtwerke hatte.
    Quelle: RP Online Anmerkung unseres Lesers C.G.: Wer nach wie vor noch ein Praxisbeispiel brauchte, um den unsäglichen Umgang der deutschen Medien mit der Linkspartei nachvollziehen zu können, dem sei dieser Artikel der Rheinischen Post empfohlen. Wie Oskar Lafontaines Wahlkampfauftritt in Krefeld hier bar jeder Sachlichkeit mit übler Nachrede, Polemik und Substanzlosigkeit ins Lächerliche gezogen wird, hat mit Journalismus nichts mehr zu schaffen: “Lafontaines Weltbild (…) entpuppt sich als eine Verklärung der 70er Jahre, als in Deutschland noch Renten und Löhne Jahr für Jahr kräftig stiegen, als die Kassen noch Brillengestelle zahlten und als jede Stadt noch ihre Stadtwerke hatte.”
    Steigende Renten und steigende Löhne als Anachronismus? So kann sich ein Autor auch outen.
 
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