Der neue Kölner Erwerbslosen-Anzeiger, 7. Jahrgang, Nr. 61-5/09 ist erschienen

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Kölner Erwerbslosen-Anzeiger, 7. Jahrgang, Nr. 61 - Mai 2009
Engagierte Zeitung von Erwerbslosen für Erwerbslose und solche, die es werden könnten


ARGE-Mitarbeiter: „Die haben wir fertig gemacht.“

Vom Geist der Mitarbeiter einer Sozialbehörde

Trotz gesetzlich verankerter Beratungspflicht seitens der ARGE gegenüber ihren so genannten „Kunden“ wird eine Familie über Monate oder gar Jahre schlichtweg hingehalten.
Erst als diese sich eigeninitiativ um Hilfe bemühte und sich einige erfahrene Beistände der Sache annahmen, konnten die Rechtsansprüche der Familie geordnet und letztlich auch erkämpft werden.

Sogar den Bedarfsermittlungsdienst ließen die Betroffenen über sich ergehen und dennoch bekamen sie Monat für Monat schlicht zu wenig Kohle. Damit sollte nun Schluß sein. Die Beistände berichten von haarsträubenden Holzhammermethoden[sic!] bei der ARGE Köln-Kalk (Bergischer Ring), was wir hier auszugsweise wiedergeben wollen:

„... mehrere Hundert Euro Nachzahlung hat heute Frau XXX [Name ist der Redaktion bekannt] bekommen, die mit ihren Nerven ziemlich am Ende war. Frau XXX war in den letzten Wochen selbst ein Termin in der Leistungsabteilung verweigert worden, obwohl sie in den letzten beiden Monaten jedes mal zu wenig Geld erhalten hatte. Als wir heute morgen im Frontoffice der ARGE Kalk um einen Termin baten, wollte man sie erneut abweisen und hat ihr und uns deutlich zu verstehen gegeben, dass wir einen Scheißdreck wert sind. Die Sachbearbeiter heißen XXX und XXX [Namen sind der Redaktion bekannt].
Sie verständigten die Teamleitung und rühmten sich anschließend gegenüber ihren Kollegen am Telefon:
'Die haben wir fertig gemacht.'
Später haben wir uns über die Sachbearbeiter bei der Standortleitung beschwert, die angeblich der Sache nachgehen will.
Außerdem war für mehrere Stunden das Programm [Softwareprobleme] platt, so dass angeblich niemand was tun konnte. Gottseidank war die Sachbearbeiterin in der Leistungsabteilung freundlicher ... Zwischenzeitlich holte die Sachbearbeiterin jemanden von der Standortleitung, die viel rumquakte und schließlich gings dann doch weiter. Und nach einer weiteren Stunde Wartezeit lief auch das Programm wieder und die Betroffenen bekamen endlich ihr Geld.“ (KEA)


Unter die-keas.org gibt es den neuen KEA zum Online-Lesen.
 
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