Der neue Atheismus

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destina

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Genau, und das lenkt richtig gut ab von den ganzen Problemen.
 
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Ich bin zwar Christ, aber kein Fanatiker. Deshalb schreie ich auch nicht Sodom und Gomorrha. Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden. Auch des Andersgläubigen. Man kann aber durchaus auch lästig sein und anderen - ohne zu denken und zu glauben - einfach nur auf die Nerven gehen ...
 

sickness

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ich bezeichne mich auch als atheist, weil ich ebenfalls nicht glaube, dass es einen allmächtigen gott, wie in allen religionen vorausgesetzt, gibt. für mich ist glauben nichts anderes als nicht wissen. aber jeder muss nach seiner fasson glücklich werden. ich finde allerdings die jahrhunderte andauernde christliche religion mit ihren dogmen mehr als fragwürdig. ebenso kann ich den fanatismus der muslime nicht nachvollziehen, da der koran eine friedliche, wenn auch nicht minder in frage zu stellende religion darstellt. fanatismus ist in jeglicher hinsicht untauglich und ebenso blödsinnig, weil sie die offenheit und damit den erfahrungsaustausch gänzlich ablehnt. daraus kann nur ignorranz, neid und hass entstehen. ob christen, moslems oder andere religionen, einschränkung der sichtweise und intolleranz führt unweigerlich zu hass und krieg. bestes beispiel der jüngeren vergangenheit ist irland. was ich allerdings so gar nicht nachvollziehen kann ist zum beispiel die kirchensteuer. ein absolutes unding in meinen augen. was erlauben sich kirche? um es mit trappatoni zu sagen. wenn ich doch glaube und meiner kirche was gutes tun will, tue ich das doch freiwillig. und nicht gezwungenermassen, durch abbuchung vom lohn. hab ich den bus verpasst? aber naja, jeder, wie er halt meint...;)
 

MrsNorris

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Ich persönlich finde es am Schlimmsten, dass die gläubigen Christen dem Papst blind folgen. Eine Person höher zu stellen als den Rest, ist nicht im Sinne der christlichen Lehre. Und dann auch noch einem weltfremden, intolerantem alten Mann zu folgen! Das kann auf Dauer nicht gut gehen.
 

Arania

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Wird nicht in jeder Religion jemandem blind gefolgt? Das gehört doch dazu, denn Glauben ist ja bekanntlich nicht Wissen

Mag jeder halten wie er mag, er soll nur anderen keinen Schaden zufügen
 
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Wird nicht in jeder Religion jemandem blind gefolgt?
Das ist nicht das Problem jeder Relion, sondern das Problem vieler Menschen. Es sind auch schon Millionen Leute blind einem anderen Menschen gefolgt, der alles mögliche hatte - nur keine Religion.
 

Jesaja

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Ich persönlich finde es am Schlimmsten, dass die gläubigen Christen dem Papst blind folgen. Eine Person höher zu stellen als den Rest, ist nicht im Sinne der christlichen Lehre. Und dann auch noch einem weltfremden, intolerantem alten Mann zu folgen! Das kann auf Dauer nicht gut gehen.
Du verwechselst Katholiken mit Christen, und viele Atheisten täten gut dadran genau die Rationalität, Aufgeklärtheit und Differenziertheit an den Tag zu legen, die sie generall jedem "Gläubigen" (oder zumindest jedem "Fanatiker", wie auch immer man diesen Begriff definieren will) absprechen möchten.
DIE christliche Dogmatik gibt es nicht, dafür ist das Christentum viel zu mannigfaltig und unterschiedlich. Schon allein sich damit zu beschäftigen was biblische Überlieferung auf der einen Seite und was Tradition auf der anderen ist, und wann beide und wie enstanden sind, ist ein unendlich weites Feld, das man religionswissenschaftlich beackern könnte.
Im Übrigen setzt eine Religion nicht notwendigerweise den Glauben an einen Gott voraus, und Religiösität und "Glauben" sind 2 unterschiedliche Paar Schuhe. Religiösität meint das Leben und alles was es beinhaltet zu durchdringen, auch die eher transzendenten Ebenen; Glauben bedeutet an bestimmte Vorstellungen festzuhalten, was nicht heissen soll, dass ein gläubiger Mensch nicht auch religiös sein kann.
Noch ein schlauer Spruch : religiöser und atheistischer Fundamentalismus sind 2 Seiten der gleichen Medaille, aber da bin ich auch nicht die Erste, die das schon festgestellt hat.
 

münchnerkindl

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ich bezeichne mich auch als atheist, weil ich ebenfalls nicht glaube, dass es einen allmächtigen gott, wie in allen religionen vorausgesetzt, gibt.
Ich bin Buddhistin. Und da kriegt man "Gott sei dank" keinen allmächtigen Gott vorgesetzt. Weil ich finde so eine Vorstellung auch etwas lächerlich.
Also Religion bedeutet nicht automatisch daß dir krude Dogmen vorgesetzt werden für die es nicth mal ansatzweise eine logisch nachvollziehbare Erklärung geben kann.

für mich ist glauben nichts anderes als nicht wissen.
Ja, das stimmt. Nur da stellt sich die Frage was wir als Menschen überhaupt zweifelsfrei wissen können. Weil menschliche Erfahrung und Denken ist sowas von subjektiv daß man da von "Wissen" ausser in harten Wissenschaften wie Mathematik nirgendwo wirklich sprechen kann.
 
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Es ist zu einfach zu sagen, Glaube ist gleichbedeutend mit nicht wissen. Niemand unter uns kann mit den Methoden der Wissenschaft, auf die sich letztlich das Wissen gründet, nachweisen, ob es einen Gott gibt. Ebenso wenig kann man nachweisen, dass es keinen Gott gibt. Ich kann also glauben es gibt einen Gott. Ich kann auch glauben, es gibt viele Götter. Und ich kann glauben, es gibt weder einen Gott noch viele Götter. Beweisen kann ich nichts von alledem.

Nicht glauben ist ebenso nicht wissen. Und Atheismus ist nicht anderes als der Glaube an keinen Gott (sog. Negativreligion), nicht aber das Wissen um die Nichtexistenz eines Gottes. Oder kann mir jemand einen hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Beweis vorlegen?

Aber um auf das ursprüngliche Posting zurückzukommen: Natürlich darf auch eine Anti-Religion für sich werben. Aber sowohl die eine wie die andere Seite haben gewisse "Spielregeln" einzuhalten. Weder Glaube noch Wissen dürfen dazu dienen, einfach nur so viele Menschen als möglich beleidigen zu wollen. Wenn man diesen Grundsatz berücksichtigt, ist die Welt ein Stück lebenswerter ;)
 
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