Der Maßnahmeträger sagt, daß ich meine gesundheitlichen Einschränkungen beim Vorstellungsgespräch nicht erwähnen soll! (2 Betrachter)

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Hondo2412

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Hallo, wie viele muß auch ich eine Maßnahme 2 mal wöchentlich (a.60min) machen. ist ja weiter nicht schlimm. Nur wurde mir dort gesagt,ich solle vón den gesundheitlichen Einschränkungen die der ÄD feststellte beim VG nichts erwähnen, da ich sonst nie eine Stelle bekäme! Die gesundheitlichen Einschränkungen würde sie nicht interessieren!
Der ÄD (2019) stellte fest:
Vollschichtig 6 Stunden und mehr in allen Schichten

Ergänzende beschreibung des negativen Leistungsbildes:

Kein häufiges Bücken,häufiges Knien oder Hocken,häufiges Tragen und heben schwerer Lasten ohne meschanische Hilfsmittel.
Keine Vibration und Stauchung des Stütz-und Achsenskeletts sowie einseitiger Belastung der Wirbelsäule mit Zwangshaltung.
Keine arbeitsmedizinisch definierte Hitzearbeit,Belastungen durch Nässe, Kälte, Zugluft, Temperaturschwankungen. Keine Belastungen durch Staub, Rauch, Gase, Dämpfe sowie Belastungen durch relevante Allergene.
Keine Tätigkeiten mit erhöhten Stressbelastungen oder unter Zeitdruck.
Keine Nachtschicht oder Tätigkeiten mit unregelmäßigen Arbeitszeiten.
Keine Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an das Konzentrationsvermögen-und/ oder Reaktionsvermögen.
Keine erhöhten Anforderungen an das Umstellungs -und /oder Anpassungsvermögen.
Bei Herrnxxxxxxxxx steht eine chronische Funktionsstörung der Wirbelsäule im Vordergrund der Gesundheitsstörungen. Des weiteren besteht eine Besonderheit der Körperkonstitution sowei eine Funktionsstörung der Lunge als auch eine psychische Mindestbelastbarkeit.

ÄD (2015)
Herr xxxxxxxxx ist vollschichtig einsatzfähing, für Tages,-Früh und Spät, aber nicht in Nachtschichtorganisationen,wenn es sich um leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten handelt. Dabei sind auf das Gehen auf unebenem Gelände,bzw Tätigkeiten in häufiger Zwangsheltung,wie Bücken,Knien,Armvorhalte-und Überkopfaarbeiten auszuschließen. Gleiches gilt für extram kalte und heiße Temperatureinflüsse.Empfehlenswert ist eine Abklärung der Schwindelanfälle. Bis dahin sind Tätigkeiten mit Absturzrisiko,wie beispielsweise besteigen von Leitern und Gerüsten,dienstliches Führen von Kraftfahrzeugen,das bedienen gefährlicher Maschinen oder ähnliches auszuschließen.


Ich kann doch beim VG den Arbeitgeber nicht belügen und die Einschränkungen verschweigen!
 
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ZynHH

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Wenn dir das das nächste Mal erzählt wird, lass es dir schriftlich geben.

Muss ja nun auch nicht in die Bewerbung.
Ich habe mich um Stellen die meine Gesundheit bedrohen erst garnicht beworben.
Wo nötig, habe ich es im Vorstellungsgespräch erwähnt.

Hätte mir allerdings jemand gesagt, ich solle lügen, hätte ich das schriftlich verlangt, dann hören solche Sprüche ganz schnell auf.
 

avrschmitz

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Wenn der Massnahmeträger sich schadenersatzpflichtig machen will, soll er weiter so einen Unsinn verbreiten. Sofern Deine gesundheitlichen Einschränkungen Auswirkungen auf diese Arbeit haben, bist Du sogar verpflichtet ihm das zu sagen.
Wenn eine derartige Krankheit besteht, muss der Bewerber auch wahrheitsgetreu auf diese Fragen antworten bzw. sogar von sich aus Auskunft darüber geben, da der Arbeitgeber – falls er den Bewerber einstellt und die Krankheit bemerkt – das Arbeitsverhältnis wegen arglistiger Täuschung gerichtlich anfechten kann, was einer fristlosen Kündigung gleichkommt.
Quelle
 
E

ExitUser

Gast
Ich finde auch das alles was einen Bezug zur Arbeit hat und, da gehören körperliche Einschränkungen dazu, unbedingt auf den Tisch müssen
Der Arbeitgeber muss ja die Möglichkeit haben die Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen
Auch psychische Einschränkungen würde ich inklusive Alkoholismus (wenn trocken) nie verschweigen
Ein guter Arbeitgeber ist immer froh wenn er ehrliche Mitarbeiter bekommt und die auch fördern kann
Es gibt nichts schlimmeres als raten warum da jetzt was nicht funzt, mich macht das wahnsinnig
zeigst du als Arbeitgeber zwar nicht, versuchst dann mit Gefühl herauszufinden was los ist und schon stehen zwei völlig unnötig unter Strom
Der eine traut sich nicht Der andere möchte nicht zu brutal werden, So Etwas kann schon im Vorfeld vermieden werden.
Und wenn es ein Ausbeuter ist und einen nicht einstellt wenn die Tatsachen auf dem Tisch sind, umso besser das gibt später dann eh Theater

Und es gibt ja auch Arbeitgeber die Jemand nehmen weil es nicht "DAS" perfekte ist was angeblich alle suchen, manche sehen da schon noch Menschen
 

Doppeloma

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Hallo Hondo,

Hallo, wie viele muß auch ich eine Maßnahme 2 mal wöchentlich (a.60min) machen. ist ja weiter nicht schlimm. Nur wurde mir dort gesagt,ich solle vón den gesundheitlichen Einschränkungen die der ÄD feststellte beim VG nichts erwähnen, da ich sonst nie eine Stelle bekäme!
Mit dieser Liste von Einschränkungen wirst du ohnehin nie ernsthaft eine "passende" Stelle bekommen können ... das muss ja ein Job sein, in dem du ALLES machen darfst "außer arbeiten" ... :icon_kinn:
Was soll denn das für eine "Maßnahme" sein, MT sind in der Regel gar nicht berechtigt dir VV zu machen und schon gar nicht welche, die dir gesundheitlich NICHT zumutbar sind.

Man beachte immer § 10 SGB II ...


Welche konkreten Tätigkeiten meint man denn kannst du überhaupt ausüben mit diesen Einschränkungen, das wäre doch erst mal (vom JC oder vom MT) beratend zu klären und welche AG (im Umfeld) bieten solche dir zumutbaren Tätigkeiten an ... ???
Das JC hat dafür zu sorgen, dass dir ein MT KEINE unzumutbaren Tätigkeiten anbieten / auftragen darf, für die Vermittlung ist gesetzlich das JC zuständig und NICHT ein MT ...

Die gesundheitlichen Einschränkungen würde sie nicht interessieren!
Der ÄD (2019) stellte fest:
Vollschichtig 6 Stunden und mehr in allen Schichten
Die gesundheitlichen Einschränkungen haben aber zu interessieren, allerdings nicht den AG sondern den MT ...
"In allen Schichten" schließt übrigens Nachtschicht gar nicht aus aber das nur nebenbei, diese "Gutachten" haben ja meist auch ihre Schwächen, den Ratschlägen das schriftlich vom MT einzufordern kann ich mich nur anschließen.

Andererseits bestimmst du selbst was du im Vorstellungsgespräch erzählen wirst und was nicht, es kommt durchaus darauf an, ob du diese (vorgesehene / vorgeschlagene) Tätigkeit tatsächlich nicht ausüben KANNST wegen deiner Gesundheitsprobleme, dann ist das (im dafür erforderlichen Umfang) auch dem AG mitzuteilen ...
Hat das keinen besonderen Einfluss auf die angebotene Stelle dann geht es auch einen AG NICHTS an, welche Gesundheitsprobleme du hast ... man sollte auch hier differenzieren und nicht pauschalisieren.

Gab es denn schon so viele Vorstellungsgespräche, dass du dir darüber ernsthafte Gedanken machen musst ???

Deine Fehler hast du schon vor und bei Beginn der Maßnahme gemacht, denn einen MT gehen deine gesundheitlichen Probleme schon mal GAR NICHTS an (dafür erteilt man also einem MT KEINE Dateneinsicht, meist verzichtet der MT dann auf deine Teilnahme) ...
Für die Einhaltung der gesamten Zumutbarkeit (und dazu gehört die Beachtung nachweislich festgestellter gesundheitlicher Einschränkungen) ist gemäß SGB II das JC verantwortlich ... und diese Gutachten werden ja nicht nur "zum Spaß" gemacht ... damit sich dann Niemand danach richten braucht. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

deori1

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Hallo, wie viele muß auch ich eine Maßnahme 2 mal wöchentlich (a.60min) machen. ist ja weiter nicht schlimm. Nur wurde mir dort gesagt,ich solle vón den gesundheitlichen Einschränkungen die der ÄD feststellte beim VG nichts erwähnen, da ich sonst nie eine Stelle bekäme! Die gesundheitlichen Einschränkungen würde sie nicht interessieren!
Hallo
Mir wurde gesagt ich soll ja nicht erwähnen dass ich beim Psychodog bin.Das hat mich so motiviert dass ich während dem Gespräch gesagt habe,es könnte sein dass ich ab und zu früher gehen müsste weil ich schon Jahre beim Psychater bin(wegen Terminen).
Habe nie mehr was gehört von denen (ist 10 Jahre her).
Vor 2 Jahren hatte ich einen Termin beim Gutachter der DRV,habe im arbeitsamt Bescheid gesagt ,mit dem Tipp der Beraterin:Ich soll ungepflegt hingehen,das wirkt.
Habe ich natürlich nicht gemacht warum soll ich mich verstellen,ich bin so wie ich bin(Das Gutachten ist positiv für mich ausgefallen).
Was die sagen ist egal,im Endeffekt entscheidest immer Du was Du machst/sagst.
 
E

ExitUser

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Eine Diagnose ist eine Diagnose und es gibt dann Einschränkungen zum Teil gewaltig
Nur es bleibt ja nichts wie es ist es wird besser oder schlechter
Arbeiten ist das eine, Bewegung das andere, Ohne Bewegung geht leben nicht und wenn es nur der Darm ist
Wenn jemand gut ist so als Kapo kann er oder sie fast alles einsetzen, oder auch sich selber gut einschätzen.
Ich habe gerade große Probleme mit der linken Schulter, Fakt ist wird bei Bewegung besser, vom Rest sage ich jetzt mal lieber nichts was da alles hinüber ist
Die andere Kraft hat dann noch 50% Schwerbeschädigung amtlich, Leistung muss natürlich trotzdem da sein wir bekommen keinen Zuschuss
Mit Verstand geht das, ich kenne viele die streng genommen das was sie machen medizinisch nicht mehr könnten
Und wer sich an der Psyche der Mitarbeiter stört, sagen wir mal mit Strohpuppen geht ein Betrieb umtreiben schlecht
Natürlich wenn jemand bestimmte Ausfälle hat kann ich den nicht überall einsetzen, aber sonst Psyche ist wie Verdauung haben alle
Ich komme zum Beispiel Morgens nicht gut in die Gänge, das ist so und wird so bleiben. Ich leide jeden Tag.
 

OldieButGoldie

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Welche konkreten Tätigkeiten meint man denn kannst du überhaupt ausüben mit diesen Einschränkungen, das wäre doch erst mal (vom JC oder vom MT) beratend zu klären und welche AG (im Umfeld) bieten solche dir zumutbaren Tätigkeiten an ... ???
Die gesundheitlichen Einschränkungen haben aber zu interessieren, allerdings nicht den AG sondern den MT ...
.. denn einen MT gehen deine gesundheitlichen Probleme schon mal GAR NICHTS an (dafür erteilt man also einem MT KEINE Dateneinsicht, meist verzichtet der MT dann auf deine Teilnahme) ...
Ich vermute, du meinst das umgekehrt. Haben den AG zu interessieren, aber nicht den MT?
Der MT und JC kann allerdings nur beraten was passt, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen bekannt sind. Und die MT dürfen m. W. leider auch quasi mit der Arbeitsvermittlung oder Profiling beauftragt werden?

Ich habe wegen des Datenzugriffs von MT eine Anfrage bim BfDI gestellt, hier das Ergebnis :(
Eigentlich stehen medizinische Daten noch unter gewissem Schutz. Ob das auch das Leistungsbild betrifft, ist mir nicht ganz klar. Ich finde das im Schreiben nicht wirklich eindeutig.
Kommt vermutlich auch auf die Art und das Ziel der Maßnahme an?
Ich hoffe, bei Leistungseinschränkungen kann man der Weitergabe widersprechen. Vielleicht frage ich das bei Gelegenheit auch mal an.
Da steht auch:
Die Maßnahmeträger benötigen für die Erfüllung ihrer Aufgabe in der Regel Kenntnis über aktuelle Vermittlungshemmnisse, Bewerbungsbemühungen und Fähigkeiten der
Betroffenen. Ohne diese Kenntnis ist eine individuelle Betreuung nicht möglich....Maßnahme nach § 45 SGB III zu ermöglichen. Somit müssen die erforderlichen Daten für die Durchführung der Maßnahme beim Träger preisgeben. Andernfalls käme eine Pflichtverletzung in Betracht.
Schaut selbst.
 

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Nach aktueller Rechtslage ist es wohl eher sinnvoll den GDB zu verschweigen. Es sei denn der AG sucht ausdrücklich. Es reicht ja auch noch aus bei Kündigung dann irgendwann den GDB zu ziehen um dann seine Rechte dem AG gegenüber einzufordern.
 

franzi

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Mein letztes ÄD Gutachten war ähnlich dem obgenannten.
War nach dessen Einschätzung auch "vollschichtig einsetzbar", allerdings mit zahlreichen Einschränkungen, wie schweres Heben vermeiden etc.

Da muss man schon eine Tätigkeit finden, die wirklich passgenau ist, und dann muss auch der Arbeitgeber wollen.
Ich hatte schon mehrere Stellen gefunden, die gut gepasst hätten, aber da kam ich nie in die engere Wahl ...

@ OldieButGoldie: Ich finde das Schreiben schon eindeutig. Medizinische Details gehören nicht zu den Daten, die weitergeleitet werden.

@qwertz123: So läuft es aber leider oft in der Praxis ab. Man hat ein Gutachten. Den SB interessiert nur der Satz "vollschichtig einsetzbar", alles andere wird ausgeblendet. So wird man behandelt, als ob man gesund wäre. Es zählt nur, dass man erfolgreich vermittelt wurde.

Ich habe meinen SB einmal gefragt, was das für einen Sinn haben soll, wenn man dann vielleicht schon in der Probezeit nicht mehr kann und kündigen muss. Da sagte er, das interessiere ihn nicht. Wichtig sei für ihn der Vermittlungserfolg.
Was danach kommt, ist für ihn nicht relevant.
 
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qwertz123

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Was ergibt so ein ärztliches Gutachten wo drinsteht was man nicht mehr machen sollte/darf, denn für einen Sinn wenn man es ignoriert?
Hauptsache Arbeit, Gesundheit interessiert keinen? Man wird dann entweder langfristig noch kaputter und muss kündigen, oder man schafft es gleich nach kurzer Zeit nicht und muss kündigen. Dafür ist doch so ein Gutachten da um sowas zu verhindern.
Verstehe ich nicht. Ergibt keinen Sinn.
 
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Hauptsache Arbeit, Gesundheit interessiert keinen?
Arbeit also eine Tätigkeit kann auch einen wichtigen Beitrag zur Genesung leisten oder auch "nur" mehr Lebensqualität bieten
Natürlich geht das nicht ohne zu hinterfragen was möglich ist und was denn Betroffenen weiterbringt, selbstverständlich nur in Absprache mit Ihm
Das geht mit Hauptsache mal den Rest verheizen natürlich nicht.
Klar sind das Ideale, aber sie finden statt und sollten auch eingefordert werden, damit so etwas zum State of the Art wird
 

qwertz123

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Wenn ich mich auf eine Stelle bewerbe wo meine Beschwerden absolut egal sind und keinerlei Auswirkung auf die Tätigkeit haben, dann verschweige ich das natürlich (sofern ich die Arbeit will), wird sonst nur negativ ausgelegt. Vielleicht hat der Maßnahmeträger das auch so gemeint.

Aber ich kann mich doch nicht nach ner Bandscheiben OP mit gesundheitlichen Einschränkungen auf dem Bau bewerben und das alles verschweigen. Zum Beispiel. Dazu ist das Attest ja da.
 

franzi

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Ich sollte mich als Lagerarbeiter bewerben, wo ich 8 Stunden im Laufschritt durch die Hallen hätte laufen sollen.
Von meinem SB wurde mir das als "leichte körperliche Arbeit" verkauft ...
Dass ich wegen meinem Rücken nur mit Mühe gehen kann, hat er einfach ausgeblendet ...
 

qwertz123

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Ich sollte mich als Lagerarbeiter bewerben, wo ich 8 Stunden im Laufschritt durch die Hallen hätte laufen sollen.
Von meinem SB wurde mir das als "leichte körperliche Arbeit" verkauft ...
Dass ich wegen meinem Rücken nur mit Mühe gehen kann, hat er einfach ausgeblendet ...
Dann würde ich das alles im Vorstellungsgespräch sagen. Deswegen kann dich keiner Sanktionieren, Das JC hat das nicht zu entscheiden dass du lügen sollst und ein Maßnahmeträger schon gleich garnicht
 

Doppeloma

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Hallo OldieButGoldie,

Ich vermute, du meinst das umgekehrt. Haben den AG zu interessieren, aber nicht den MT?
Was du "vermutest" trifft aber NICHT zu, ich meine es genau so wie es da steht, einen AG wo ich mich bewerbe haben meine Gesundheitsprobleme zunächst mal überhaupt NICHT zu interessieren.

War in meinem ganzen Arbeitsleben (so schlappe 40 Jahre lang) jedenfalls nie ein Thema im Vorstellungsgespräch, ich habe mich aber auch nicht auf Stellen beworben, die ich gesundheitlich gar nicht hätte schaffen können (soweit sollte man sich ja selbst am Besten kennen).

Den "Garantieschein für dauerhafte Gesundheit" bringt Niemand mit wenn er sich bei einem AG vorstellt, da hat es um die fachliche Eignung (vorrangig) zu gehen für die angebotene Stelle und nicht um die Gesundheit.
Warum meint eigentlich inzwischen fast Jeder schon seine Krankenakte zum Bewerbungsgespräch mitbringen zu müssen ??? :icon_kinn:

In manchen Branchen ist es üblich (wo bestimmte gesundheitliche Kriterien generell eine Rolle spielen), dass man erst zum Betriebsarzt muss, damit man dann auch endgültig eingestellt wird ...
Der teilt dem AG dann aber auch NUR mit, ob man für die vorgesehene Tätigkeit (aktuell) geeignet ist (gesundheitlich / körperlich) oder eben nicht, allgemeine Einschränkungen (für bestimmte Tätigkeits-Abläufe) und konkrete Krankheiten / Diagnosen sind eben auch nicht das Selbe ... die gehen einen AG ansonsten NICHTS an.

Man kann durchaus (auch schon länger) diverse chronische Krankheiten haben und trotzdem in der Lage sein einen Vollzeit-Job auszuüben, wenn sonst (von den Kenntnissen / Anforderungen am konkreten Arbeitsplatz) alles passt ... das alleine ist also überhaupt kein Grund und darüber muss ich auch den AG dann NICHT informieren.

Im Übrigen darf sich JEDER (freiwillig) seine Gesundheit mit schädlichen Tätigkeiten weiter ruinieren, wenn er das selbst so für sich entschieden hat (und sei es nur weil er nichts Anderes mehr findet) ... da braucht man sich auch nicht nach irgendwelchen "Leistungs-Einschätzungen" von ärztlichen Diensten (MDK / AfA/ JC) oder aus Reha-Berichten zu richten ...
Das gilt ja nicht als "Arbeits-Verbot" in diesen Bereichen ... es sind reine ärztliche "Empfehlungen" (oft genug nach "Aktenlage") was man vielleicht besser vermeiden sollte, um schon bestehende Leiden nicht (frühzeitig) zu verschlimmern.

Der MT und JC kann allerdings nur beraten was passt, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen bekannt sind. Und die MT dürfen m. W. leider auch quasi mit der Arbeitsvermittlung oder Profiling beauftragt werden?
Gelesen hast du aber schon, dass es ein solches ÄD-Gutachten schon gibt und die gesundheitlich bedingten Einschränkungen oben ausführlich aufgelistet wurden, das JC hat also (eigentlich) ALLES was nötig ist, um zu möglichst "passenden" Einsatzmöglichkeiten SELBER zu "beraten".
Die SB sind keine Ärzte und brauchen keine Diagnosen dafür ... darum bekommen sie ja diese Leistungs-Einschätzung mit den Einschränkungen vom JC-ÄD.

Weil denen trotzdem NIX einfällt dazu (obwohl es ihre Aufgabe wäre) wird der Kandidat zu einer Maßnahme geschickt (so ist er auch mal eine Weile aus der Statistik) und denen dort fällt auch nichts weiter ein, als zu fordern, dass er diese Einschränkungen nun aber nicht bei den AG erwähnen soll ... :doh:
Braucht er ja auch (eigentlich) gar nicht wenn der MT NUR "zumutbare Arbeits-Angebote" macht, wie das auch in JEDER Maßnahme-Zuweisung (vom JC) schon geschrieben steht ... die konkreten Einschränkungen kann der MT allerdings nur kennen wenn ich das erlaubt habe, dass sich JC und MT darüber austauschen dürfen ... :icon_daumen:

Und diese "Erlaubnis" zu geben ist freiwillig aus Sozial- und Personen-Datenschutzgründen ...

Die MT sind NUR "Erfüllungs-Gehilfen" der JC und haben das SGB II auch zu beachten wenn sie schon meinen es (mit der Vermittlung) besser zu können, als die JC die dazu gesetzlich verpflichtet sind.
Der Teilnehmer ist aber nicht verpflichtet dem Daten-Austausch (zwischen JC und MT) auch zuzustimmen und dann KANN der MT tatsächlich überhaupt NICHT vermitteln, weil er die Grenzen der Zumutbarkeit (das ÄD-Gutachten) gar nicht kennt ...

In der Regel verzichten die MT dann auf diese Teilnehmer ... denn sie werden auch am Ende kein Geld für ihre "Mühen" vom JC bekommen ... genau das ist dann auch der tiefere Sinn dieser Aktion vom Teilnehmer ... denn an einen Erfolg solcher Maßnahmen glaubt doch inzwischen KEIN realistisch denkender Mensch mehr ... :icon_evil:

Warum bitte soll ich auch noch jedem dahergelaufenen MT Zugang zu meinen Gesundheitsdaten verschaffen (müssen), die bringen doch auch Niemanden ernsthaft in Arbeit, selbst wenn sie ALLES wissen vom Teilnehmer ... weil er dem Daten-Austausch mit dem JC bedenkenlos zugestimmt hat, dann soll er beim AG "verschweigen" was nun auch beim MT bekannt und zu beachten ist ... :doh:

MfG Doppeloma
 

OldieButGoldie

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Ich konnte mir diesen Widerspruch von dir nicht anders erklären:
Die gesundheitlichen Einschränkungen haben aber zu interessieren, allerdings nicht den AG sondern den MT ...
.. denn einen MT gehen deine gesundheitlichen Probleme schon mal GAR NICHTS an
Beides geht ja nicht. Entweder der MT muss die gesundheitlichen Einschränkungen kennen, weil man ihn in der Pflicht sieht, diese zu berücksichtigen, oder es geht ihn nichts an.
Dann kann man auch nicht verlangen, dass er sie berücksichtigt.

Dass den AG die gesundheitl. Einschänkungen nur etwas angehen, wenn sie für den Arbeitsplatz relevant sind, ist selbstredend und wurde ja bereits geklärt.
Ebenso wurde geklärt, dass eine PFLICHT besteht, relevante Einschränkungen dem AG bekannt zu geben.
Somit kann es den AG durchaus etwas angehen. Das wollte ich nur differenziert wissen.

Klar, schöpft man alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um einen MT außen vor zu lassen.
Was die Versagung der Mitteilung des Leistungbildes betrifft, bin ich mir leider trotzdem nicht sicher. Das ist alles so schwammig in den versch. §§ und bietet viel Spielraum es auszulegen.
Da sind sich m. W. nicht mal die Datenschützer einig, wo die Grenze ist. Die "Gesundheitsdaten" im Allgemeinen sind letztlich nicht so gut geschützt, wie man denkt. Diagnosen etwas besser.
Ganz so einfach ist es nicht, einfach nur zu widersprechen und damit die Weitergabe an bestimmte Stellen grundsätzlich und generell zu unterbinden. Das kann in speziellen Fällen - muss aber nicht - nach hinten los gehen.
 
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Hondo2412

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@Kerstin_K
ja habe eine GdB. Aber nur 30

@Doppeloma
Ja, hatte schon 3 Vorstellungsgespräche( in einer Woche) Aber mit Absagen wegen der Einschränkungen. Und 5 Bewerbungen sind noch am laufen über MT.Obwohl laut EGV nur 4 im Monat sein sollen. Bin jetzt 1 monat in der Maßnahme( Jobcoaching)
 
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