Der Lohn reicht nicht

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druide65

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Arge-Sprecher Matthias Schulze-Böing sagte, die gestiegene Zahl von Menschen mit Arbeit, die staatliche Hilfe benötigten, sei auch Ausdruck des Erfolgs. "Gerade Langzeitarbeitslose verdienen anfangs oft nicht viel." Nun müsse verstärkt daran gearbeitet werden, Geringverdiener besser zu qualifizieren.

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Was ist das denn für ein Logik?:icon_kratz:

Es ist ein Erfolg wenn immer mehr Menschen in Arbeit ALG II beantragen müssen?
Wohl ehr ein Armutszeugnis.

Geringverdiener besser zu qualifizieren mag ja ein Ansatz sein,aber besser wäre es Langzeitarbeitslose besser zu qualifizieren .
Bildungsgutschein als muss und nicht als kann Bestimmung.
 

biddy

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Geringverdiener besser zu qualifizieren mag ja ein Ansatz sein,aber besser wäre es Langzeitarbeitslose besser zu qualifizieren .
Wie möchtest Du denn die vielen geringverdienenden Überqualifizierten noch mehr qualifizieren??

Und wenn Arbeitsplätze fehlen, kannst Du Langzeitarbeitslose bis zum Sanktnimmerleinstag qualifizieren, das wird nix mehr.
 

Kaulquappe

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Wie möchtest Du denn die vielen geringverdienenden Überqualifizierten noch mehr qualifizieren??

Und wenn Arbeitsplätze fehlen, kannst Du Langzeitarbeitslose bis zum Sanktnimmerleinstag qualifizieren, das wird nix mehr.

Eben ! Viele von uns sind SEHR qualifiziert, das bringt aber keine Arbeitsplätze.
 

druide65

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Wie möchtest Du denn die vielen geringverdienenden Überqualifizierten noch mehr qualifizieren??

Ich korrigiere:Geringverdiener mit fehlenden Qualifikationen.

Und wenn Arbeitsplätze fehlen, kannst Du Langzeitarbeitslose bis zum Sanktnimmerleinstag qualifizieren, das wird nix mehr.

Es gibt kein "Zuviel" an Bildung.
Auch kein "Zuviel " an Wissen.

Auch wenn man dann doch keinen Job findet.
 
E

ExitUser

Gast
als ich meiner Sachbearbeiterin mal verklickern wollte, wo die Arbeitsplätze herkommen sollen, indem ich das Beispiel mit der Torte, z.B, 10 Stück für 30 Kinder brachte, ich mein dieses Beispiel sollte doch selbst für ARGE Roboter verständlich sein, kam dann nur als Antwort: mehr Bildung :icon_mrgreen:.

Herrlich, man kann es nur noch als Realsatire sehen, anders ist es nicht mehr zu ertragen. :icon_party:
 

Kaleika

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Diese etablierte Lügenkultur in der Presse ist einfach immer wieder unerträglich.
In diesem Zusammenhang finde ich Biddys Frage, wie denn die vielen Überqualifizierten noch besser ausgebildet werden könnten für sehr gelungen!
Es ist eine Unverschämtheit so zu tun, als ob nur beruflich nicht Ausgebildete Hartz IV bezögen.
Mit welcher Motivation sollen wir für einen Hungerlohn arbeiten wollen?
Mit welchem Recht dürfen sich Unternehmer Arbeitnehmer erschleichen, deren Gehälter zu 75 Prozent von Steuergeldern bezahlt werden?
Kaleika
 
B

B. Trueger

Gast
Es ist ein Erfolg wenn immer mehr Menschen in Arbeit ALG II beantragen müssen?

Es kommt doch auf die Betrachtungsweise an, für wen es ein Erfolg ist. Ich will damit jetzt nicht unbedingt die glücklichen Sklaven ansprechen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können (ist ja auch nicht das Entscheidene, Hauptsache Arbeit ist ja die Devise), sondern eher richtet sich da mein Augenmerk an die kurz vor der Insolvenz stehenden Unternehmen, die hier ja so gebeutelt sind.:icon_twisted:
 

Kaulquappe

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Diese etablierte Lügenkultur in der Presse ist einfach immer wieder unerträglich.
In diesem Zusammenhang finde ich Biddys Frage, wie denn die vielen Überqualifizierten noch besser ausgebildet werden könnten für sehr gelungen!
Es ist eine Unverschämtheit so zu tun, als ob nur beruflich nicht Ausgebildete Hartz IV bezögen.
Mit welcher Motivation sollen wir für einen Hungerlohn arbeiten wollen?
Mit welchem Recht dürfen sich Unternehmer Arbeitnehmer erschleichen, deren Gehälter zu 75 Prozent von Steuergeldern bezahlt werden?
Kaleika

Das ist es.
 

biddy

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Es gibt kein "Zuviel" an Bildung.
Auch kein "Zuviel " an Wissen.
Natürlich nicht, aber das "Wissen", die "Bildung", an die Du dabei denkst, wird man mit Hilfe der hier gemeinten "Qualfizierung(smaßnahmen)" niemals erlangen. Da bin ich mir ganz sicher.
 

druide65

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Wir dürfen nicht vergessen das immer noch eine beträchtliche Zahl an ungelernten und gering Qualifizierten gibt.

Für die muss etwas getan werden.

Zudem gibt es in vielen Bereichen ein Mismatch durch fehlende Übereinstimmung bei der Qualifikation: Die Arbeitskräfte haben nicht die erforderliche Ausbildung, Weiterbildung oder Arbeitserfahrung, um die vorhandenen Stellen zu besetzen.
 

Richardsch

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In diesem Zusammenhang finde ich Biddys Frage, wie denn die vielen Überqualifizierten noch besser ausgebildet werden könnten für sehr gelungen!
Liegt doch auf der Hand, Kaleika. Die bisherigen gut ausgebildeten sind zu teuer. Ergo werden nun die Langzeitarbeitslosen etwas besser ausgebildet, damit sie die Stellen für einen Hungerlohn übernehmen können. Das meinte ich mit der "Nachtigall".

Es ist eine Unverschämtheit so zu tun, als ob nur beruflich nicht Ausgebildete Hartz IV bezögen.
Nun zeig doch auch mal ein wenig Verständnis für unsere Politiker, mit welcher Begründung sollten sie denn da kommen? :icon_wink:

Mit welcher Motivation sollen wir für einen Hungerlohn arbeiten wollen?
Seit wann brauchen Sklaven Motivation? Funktionieren sollen sie und wenn ich mich so umgucke, klappt das alles doch bestens -für Industrie und Politik. Der Michel macht "Brot und Spiele" und steckt den Kopf in den Sand in der Hoffnung, man könnte ihn nicht sehen. Erinnert mich irgendwie an die drei Affen.
Gruß Richard
 

druide65

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Natürlich nicht, aber das "Wissen", die "Bildung", an die Du dabei denkst, wird man mit Hilfe der hier gemeinten "Qualfizierung(smaßnahmen)" niemals erlangen. Da bin ich mir ganz sicher.

Kommt drauf an...ich würde da nicht alles über einen Kamm scheren.
Meine letzte Weiterbildung(auch wenn sie mir bisher keinen Arbeitsplatz eingebracht hat)bewerte ich als durchgängig positiv.
 

Richardsch

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Kommt drauf an...ich würde da nicht alles über einen Kamm scheren.
Meine letzte Weiterbildung(auch wenn sie mir bisher keinen Arbeitsplatz eingebracht hat)bewerte ich als durchgängig positiv.
Erzähl mal. Welche Weiterbildung, wann und was für dich positiv war/ist.

Danke sagt Richard
 

druide65

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Erzähl mal. Welche Weiterbildung, wann und was für dich positiv war/ist.

Danke sagt Richard

Weiterbildung zum NITS.Mit entsprechender Zertifizierung CNA,CWNA,CCNA und MS.
Sehr gute kompetente Dozenten,angenehmes Lernklima und nicht zu vergessen die vielen neuen Kontakte die man knüpfen konnte.
 

Richardsch

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Weiterbildung zum NITS.Mit entsprechender Zertifizierung CNA,CWNA,CCNA und MS.
Sehr gute kompetente Dozenten,angenehmes Lernklima und nicht zu vergessen die vielen neuen Kontakte die man knüpfen konnte.
Und das hat dir die ARGE finanziert? Wann war das denn und warum bekommst du keinen Job?
 

Richardsch

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Ca.1 Jahr her.Finanzierung lief über ESF und ARGE.

Warum keinen Job?Gute Frage ...nächste Frage.
Vielleicht bin ich ja schon zu alt....
Ich weiß nun nicht wie alt du bist. Hast du mal bei gulp.de geguckt? Würdest du auch in der Schweiz arbeiten? Die sind dort etwas großzügiger mit dem Alter. Ich gebe dir mal einen Link, dann kannst du dort nach "Stellen" suchen: Links rund um die Schweiz

Gruß Richard
 
E

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Gast
@ Druide, mit der Qualifikation, würden sie Dich in Norwegen mit Kusshand und sofort nehmen, inklusive Sprachkurs vor Ort, so ein Mangel an Fachkräften herrscht da. Der Stundenlohn für Fachkräfte ist dort enorm.
Natürlich nur falls das etwas für Dich wäre. Ich habe neulich einen Bericht darüber in den Norwegischen Nachrichten gesehen, da spielt auch das Alter keine Rolle, mehr dazu falls es Dich interessiert hier

Trolljentas Verden - Von Trollen und Nordmännern...

da gibts auch ein Forum
 

Rinzwind

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Wir dürfen nicht vergessen das immer noch eine beträchtliche Zahl an ungelernten und gering Qualifizierten gibt.

Für die muss etwas getan werden.

Zudem gibt es in vielen Bereichen ein Mismatch durch fehlende Übereinstimmung bei der Qualifikation: Die Arbeitskräfte haben nicht die erforderliche Ausbildung, Weiterbildung oder Arbeitserfahrung, um die vorhandenen Stellen zu besetzen.
Ausbildungsplätze müssen die Firmen bieten und wenn eine Firma eine bestimmte Qualifikation benötigt, aber keinE BewerberIn diese erfüllen kann, könnte ja zur Abwechselung auch die Firma für die notwendigen Qualifikationen sorgen, Vorteil dabei wäre, dass diese genau wissen sollte, welche Qualis genau benötigt werden. :icon_wink: Kostet aber vielleicht Geld und wegen des Profitmaximierungswahnsinns, ist es ja günstiger, dies auf den Staat (sprich SteuerzahlerInnen) abzuwälzen. :icon_kotz:

Insgesamt ist das Problem aber absolut nicht die Qualifikationsstufe, sondern die fehlende Bereitschaft Löhne zu bezahlen, die den Namen auch verdient haben! (Irgendwie muss ich bei solchen Themen immer an Donald D.'s Onkel denken.) :icon_pfeiff:

Schönen Gruß, Andreas

PS:
Wir dürfen nicht vergessen das immer noch eine beträchtliche Zahl an ungelernten und gering Qualifizierten gibt.
Zum Beispiel ist die gesamte große Korruption gering qualifiziert (um nicht zu sagen - komplett Ahnungslos) wenn es um Demokratie und Sozialverhalten geht. :icon_kratz:
 

druide65

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An sich ist es ein Armutszeugnis für dieses Land wenn Fachkräfte das Land verlassen müssen weil man hier keinen Job findet.

Das erinnert mich an ein Gespräch vor einigen Tagen im Zug.
Einige Studenten unterhielten sich über Jobchancen.
Sie hangelten sich von Praktika zu Praktika um ja Arbeitspraxis zu erlangen.
Einer erzählte von einem Dipl-Mathematiker der zwar eine excellente Diplomarbeit hingelegt hat aber keine Berufserfahrung hat.
Nun arbeitet er im Callcenter.

In Deutschland wird eine Verschwendung von Wissens und Bildungsressourcen hingelegt die seinesgleichen in der Welt sucht.

Ausbildungsplätze müssen die Firmen bieten und wenn eine Firma eine bestimmte Qualifikation benötigt, aber keinE BewerberIn diese erfüllen kann, könnte ja zur Abwechselung auch die Firma für die notwendigen Qualifikationen sorgen, Vorteil dabei wäre, dass diese genau wissen sollte, welche Qualis genau benötigt werden. :icon_wink: Kostet aber vielleicht Geld und wegen des Profitmaximierungswahnsinns, ist es ja günstiger, dies auf den Staat (sprich SteuerzahlerInnen) abzuwälzen.

Das ist leider der Stand der Dinge und paradox.
Einerseits jammern die Unternehmen über Fachkräftemangel anderseits ziehen sie sich immer mehr aus Verantwortung der Ausbildung zurück.
Ausnahme mag hier vielleicht noch das Handwerk sein.


Insgesamt ist das Problem aber absolut nicht die Qualifikationsstufe, sondern die fehlende Bereitschaft Löhne zu bezahlen, die den Namen auch verdient haben! (Irgendwie muss ich bei solchen Themen immer an Donald D.'s Onkel denken.)

Eine gute Quali muss immer mit einem gutem Lohn verbunden sein.
Sonst wird sich irgendwann Frust und Demotivation breit machen.(Die ja teilweise bei den Schulabgängern schon vorherrscht)

Zum Beispiel ist die gesamte große Korruption gering qualifiziert (um nicht zu sagen - komplett Ahnungslos) wenn es um Demokratie und Sozialverhalten geht.

Jepp....einerseits wird gerade von diesen Leuten immer wieder betont wie wichtig soziale Skills sind,aber selber bewegen sie sich da auf untersten Level.

Da kann man nur sagen : "6 setzen...Klassenziel nicht erreicht"
 
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