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Der Lohn der Langzeitarbeitslosigkeit zu Hause ist Unverstän

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Thematiker*in
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Was ernten Sie alle als Arbeitslose in Ihrer Umgebung und Ihrem privaten Umfeld sowi Ihrer Familie? Verständnis oder Unverständnis?


Bei mir ist das so: Meine seit 23 Jahren im öffentlichen Dienst tätige Frau musste sich nie mit dem Thema Arbeitslosigkeit im bezug auf sich selbst befassen. Tarifeinkommen, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld waren und sind immer wie auch der schon überhöhte Urlaubsanspruch lt. Tarifvertrag sicher. Zudem ist sie unkündbar.
Und ich Heini, ich Rindvieh, musste in der regionalen Privatwirtschaft mein Einkommen suchen, weil nichts anderes da ist und da war. Sie, meine Frau, war nie arbeitslos, arbeitete in und unter gesitteten Arbeitsbedingungen, die ich in der Privatwirtschaft mir wünschte, aber nie fand. Und weil ichs nie fand, bin ich zum fünften Mal arbeitslos, bekomme von ihr kein Verständnis, weil ich eine Arbeit suche, für die ich nicht drauf bezahlen muss, denn dann gäbs Ärger zu Hause, das weis ich heut schon.
Auf dem Geflügelschlachthof für 6 Euro die Stunde soll ich in Schichten arbeiten gehen, dies als Hilfsarbeiter, dabei bin ich tatsächlich 10 jahre in die Schule gegangen, habe einen Beruf gelernt, mich stetts auf Schulungen begeben und auch privat mich weitergebildet. Doch keine Jobs sind da, soll ich nun Hilfarbeiter werden oder nicht. Durchgerechnet hab ichs schon mal. So ein hilfsarbeiterjob im Geflügelschlachthof incl z.B. Anfahrtskosten kostet mich am Monatsende ca. 200 Euro. Ich verdiene alos nicht, sondern lege drauf. Das sind die Jobaussichten im Osten Deutschlands! Siehts im Westen Deutschlands genauso beschissen aus?
 

Silvia V

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Siehts im Westen Deutschlands genauso beschissen aus?
Zumindestens hier im tiefsten Westen(NRW) scheinen sich die
Stundenlöhne auf "Ostniveau" einzupendeln.
Und eine existenzsichernde Arbeit ist auch nur noch selten zu finden.
Für Menschen ab 50 und auch drunter käme dies einem 6er im Lotto gleich.


Gruß

Silvia
 

wolliohne

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Jo,genau so !

Mein Guitster,
bloß keine falsche Bescheidenheit !

Auch ich war 25 jahre im öffentl. Dienst,wie Du siehst schützt das auch nicht mehr vor AL !
Außerdem, den inzw. mind. 10 Mill. AL stehen 450.000 offene Stellen gegenüber,also wie soll das Funktionieren ?

Die Wahrheit ist, Uns geht die Arbeit aus, bloß sagen es die Verantwortlichen nicht öffentlich !
Nein Wir werden weiter belogen und betrogen um Unsere VS Leistungen,
und somit Entrechtet und i. d. Obdachlosigkeit geschickt.
Ich wiederhole mich gerne,aber es ist 1 Min. vor 12.
Hier wird "grob Fahrlässig mit dem Soz. Frieden gezündelt"!
NRW Min. Rüttgers wurde bereits zum verlasen des Landes aufgefordert,ich setzte noch einen drauf und sage,die komplette Regierung sollte gehen und zwar schnellstens !

Ein Rock muss durch Deutschland gehen!
 
Thematiker*in
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So mancher Wessi hat meine Bewunderung

Viele kaufen regelmäßig ein, aber schaffen sich nie wirklich etwas Ortsbindendes an, des Arbeitsmarktes wegen.

Ich, zu DDR-Zeiten in einer Großfamilie aufgewachsen, bekam fürs Leben von ihr kaum was mit. Erst durch meine Schwiegereltern wurde mir in jungen Jahren beigebracht, dass man sich im Leben was schaffen muss und dass man dafür arbeitet. So schaffte ich mir mit meiner Frau Werte an, auch ein Haus und Grundstück, ein Garten und zwei Söhne. Fürs Auto reichte es nicht, gab eh kaum welche zu DDR-Zeiten, aber Bahn und Bus funktionierten, nicht wie heute.
Dann kam die Wende 1990, plötzlich gabs viel mehr, nicht nur Autos.
Alles sprach positiv wegen der neuen Möglichkeiten, doch übrig geblieben sind bis heute nur "oft billige" Geschäftemacher, denen die Interessen der Kunden, außer es geht ums Geschäft, am ***** vorbei gehen.
Ortsgebunden durch die Anschaffungen des Lebens, um am Ende nicht alles zu verlieren, bin ich auf den regionalen, aber toten Arbeitsmarkt angewiesen.
Mein Onkel aus dem Westen, seit den fünfziger Jahren da, hat sich immer geleistet, immer konsumiert, aber nie feste und ortsbindende Anschaffungen getätigt. Beruflich mal im Norden, mal im Süden arbeitend, konnte er sich solche Bindungen aus der Notwendigkeit des Jobs nicht leisten.
Ich denke, der Westen ist um das Florieren des Arbeitsmarktes nicht daran interessiert, dass Menschen normaler Ausbildung sesshaft werden.
Zu DDR-Zeiten sagte mir mal meine meinen Eigenheimbau finanzierende Bänkerin, dass sie sich freue, wenn die Leute sich ein Dach übern Kopf bauen, dass sie mit dem Bus vorbeifahrend immer schaut, wie der Baufortschritt auf den Eigenheimbaustellen, die sie finanziert, ist. Nach der Wende bakam sie einen Dienstwagen gehobener Klasse, brauchte also nicht mehr mit dem Bus fahren. Ein kalter Wind wehte plötlich in den banken, so sagte sie mir, man warte nur darauf, dass jemand seine Raten nicht mehrbezahlen kann, denn dann macht die Bank erst richtig Geschäfte, zum Nachteil des Bankkunden. Irgendwie wartet alles nur darauf, so meine erfahrungen, einem die geschaffenen verkäuflichen Werte wieder wegzunehmen.
Bundesrepublik ist für mich Scheiße, eine scheiß Ausbeutergesellschaft ohne Moral und soziales Mitgefühl und dementsprechendes Denken. Aus allem wird ein Geschäft gemacht. Der Mensch gehört sich am Ende nicht mal mehr selbst, denn durch die Abhängigkeit vom Job muss er ein williges Spielzeug für andere sein, oder er ist arbeitlos, dann hat er wenigstens vor seiner Ausbeutung Ruhe, und das gefällt vielen Geschäftemachern hier nicht.
 
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Meinst du wirklich, das, was du schreibst, gilt nur im Osten? Ist nicht dein Ernst, nicht wahr? Dein Onkel ist doch nicht die ganze Bevölkerung. Auch in den westlichen Bundesländern gibt es Menschen, die sich Werte geschaffen haben, die ein Haus gebaut haben.

Ich habe eine Weile in einem Ort in BaWü gelebt, dort war bei meinem Hinzug die Wende noch nicht angekommen. Soll heißen, alle hatten Arbeit und lachten über die, die nur tariflich bezahlt wurden. Alle zwei Jahre wurde ein neues Auto gekauft, das Zweit- und Drittauto gehörte zum Standard, Urlaubsreisen gingen in die weite Ferne. Man dachte über das Ferienhaus in Frankreich oder der Toscana nach. Der Altersruhesitz sollte auf Mallorca sein. Die Nachbarin war schon dort.

Zwei Jahre hat es nur gedauert. Da hatten die Ehefrauen, die immer nur einen Minijob hatten, diesen verloren. Ja, einige der von den großen Firmen abhängigen KMUs mußten entlassen. Der Nachbar mußte sich einschränken, seine drei Kinder merkten bereits, das Papa arbeitslos war.

Die großen Unternehmen drohten, Werksteile ins Ausland zu verlegen.

In dem Ort machte sich die steigende Arbeitslosigkeit bemerkbar. Allerdings konnten die Menschen sie innerlich noch verdrängen.

Ich frage mich wie lange noch?
 
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Deine Worte sind nicht situationserlösend,

aber sie tun gut. Ich kenne die Marktwirtschaft unmittelbar nur seit der Wende 1990. Es ist schon gut, wenn auch Du schreibts, was Du schon vorher erkanntest. Viele stellen sich bei uns, vielleicht auch bei euch, heute immer noch blind und gehörlos, manchmal sogar in der eigenen Familie, denn da ist der meiste Frust über die erfolglosen Bemühungen vorhanden, wenn der eine Partner nämlich weiterhin abgesichert eine gut bezahlten Tätigkeit nachgeht.
Tja, heute bin ich seit Anfang 2005 das fünfte Mal arbeitslos. Mir wurden von meiner Familie, besonders von meiner Frau immer Vorwürfe gemacht, sie allein suchte stets meine persönliche Schuld an meiner Arbeitslosigkeit. Deshalb genoss ich 2003 nach mehrfachen Selbstmordversuchen wegen der Arbeitslosigkeit einen 6-wöchigen Aufenthalt in einer geschlossenen Psychiatrie in meiner Umgebung wie einen Urlaub nur weg von der Familie. Zuhause wurde ich unter Druck gesetzt, nirgendwo anders, und das von meiner eigenen Frau,die auch weiterhin kein Veständnis für meine Chancen und meine Situation mich erkennen lässt. Fast in den Tod getrieben, aber zumindest in die Klappsmühle gebracht, ein ungestraftes Werk der eigenen Familie, nach 23 Jahren Ehe. Nun bekomm ich nirgendwo mehr Geld her, denn ALG II wurde abgelehnt, eine Job hab ich trotz Bewerbungen auch nicht, muss auf die Tasche meiner Frau leben, deshalb ging sie zum Scheidungsanwalt. Was wir uns in der langjährigen Ehe gemeinsam geschaffen hatten, zählt nichts mehr, denn durch mich kommt derzeitig kein Geld mehr in Haus und somit bin ich weiterhin dran.
Um sowas kümmert sich unsere Bundesfamilienmisnisterin nicht, nein, bei ihr werden die Frauen noch hochgehoben, unwissen darüber, was die eigentlich zu hause veranstalten.
 

silly

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Re: So mancher Wessi hat meine Bewunderung

Chefkenner aus Sachsen schrieb:
Viele kaufen regelmäßig ein, aber schaffen sich nie wirklich etwas Ortsbindendes an, des Arbeitsmarktes wegen.

Ich, zu DDR-Zeiten in einer Großfamilie aufgewachsen, bekam fürs Leben von ihr kaum was mit. Erst durch meine Schwiegereltern wurde mir in jungen Jahren beigebracht, dass man sich im Leben was schaffen muss und dass man dafür arbeitet. So schaffte ich mir mit meiner Frau Werte an, auch ein Haus und Grundstück, ein Garten und zwei Söhne. Fürs Auto reichte es nicht, gab eh kaum welche zu DDR-Zeiten, aber Bahn und Bus funktionierten, nicht wie heute.
Dann kam die Wende 1990, plötzlich gabs viel mehr, nicht nur Autos.
Alles sprach positiv wegen der neuen Möglichkeiten, doch übrig geblieben sind bis heute nur "oft billige" Geschäftemacher, denen die Interessen der Kunden, außer es geht ums Geschäft, am ***** vorbei gehen.
Ortsgebunden durch die Anschaffungen des Lebens, um am Ende nicht alles zu verlieren, bin ich auf den regionalen, aber toten Arbeitsmarkt angewiesen.
Mein Onkel aus dem Westen, seit den fünfziger Jahren da, hat sich immer geleistet, immer konsumiert, aber nie feste und ortsbindende Anschaffungen getätigt. Beruflich mal im Norden, mal im Süden arbeitend, konnte er sich solche Bindungen aus der Notwendigkeit des Jobs nicht leisten.
Ich denke, der Westen ist um das Florieren des Arbeitsmarktes nicht daran interessiert, dass Menschen normaler Ausbildung sesshaft werden.
Zu DDR-Zeiten sagte mir mal meine meinen Eigenheimbau finanzierende Bänkerin, dass sie sich freue, wenn die Leute sich ein Dach übern Kopf bauen, dass sie mit dem Bus vorbeifahrend immer schaut, wie der Baufortschritt auf den Eigenheimbaustellen, die sie finanziert, ist. Nach der Wende bakam sie einen Dienstwagen gehobener Klasse, brauchte also nicht mehr mit dem Bus fahren. Ein kalter Wind wehte plötlich in den banken, so sagte sie mir, man warte nur darauf, dass jemand seine Raten nicht mehrbezahlen kann, denn dann macht die Bank erst richtig Geschäfte, zum Nachteil des Bankkunden. Irgendwie wartet alles nur darauf, so meine erfahrungen, einem die geschaffenen verkäuflichen Werte wieder wegzunehmen.
Bundesrepublik ist für mich Scheiße, eine scheiß Ausbeutergesellschaft ohne Moral und soziales Mitgefühl und dementsprechendes Denken. Aus allem wird ein Geschäft gemacht. Der Mensch gehört sich am Ende nicht mal mehr selbst, denn durch die Abhängigkeit vom Job muss er ein williges Spielzeug für andere sein, oder er ist arbeitlos, dann hat er wenigstens vor seiner Ausbeutung Ruhe, und das gefällt vielen Geschäftemachern hier nicht.
 

silly

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an chefkenner

sorry, ich hab hier wohl eine falscheingabe gemacht
silly
 
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http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?p=38991#38991

Solche Dramen, wie in deiner Familie spielen sich leider z.Z. vielerorts ab, sowohl in den östlichen wie auch den westlichen Bundesländern. Überall dort, wo Massenentlassungen des einzigen Arbeitgebers in der Region anstehen, hat es Langzeitarbeitslosigkeit zur Folge.

Du kannst dir sicher vorstellen, dass auch dort nicht jede Ehe diese Belastung verkraftet.

Dir wünsche ich, dass du deine persönliche Krise meisterst. Selbstmordversuche sind, dass weißt auch du, keine Lösung sondern ein Hilferuf. Trotzdem belastet das zusätzlich auch die Angehörigen. Manch einer sieht dann nur noch die Lösung in der Flucht, wie offensichtlich deine Frau. Sie ist diesen Belastungen einfach nicht mehr gewachsen. Damit will ich sie nun nicht in Schutz nehmen. Sicherlich bemühst du dich nach ganzen Kräften, wieder eine Arbeitsstelle zu finden. Aber wo nichts ist, kann nichts gefunden werden.

Und ganz gewiss machst du dich in Haus und Garten nützlich. Oder kommt deine Frau nach der Arbeit nach Hause und muß dir das Essen kochen und das Bier an den Fernseher stellen?

Ich kann dir nur raten, nimm dein Leben wieder in beide Hände. Sollte eine Scheidung nun gar nicht zu verhindern sein, dann kämpfe um die Rechte, die du nach 23jähriger Ehe hast. Auch gutverdienende Ehefrauen müssen ihren geschiedenen arbeitslosen Exehemännern Unterhalt zahlen.

Wenn es irgend geht, vermeide einen Rosenkrieg, bei dem alle (außer der Anwalt) die Verlierer sind. Das Trennungsjahr, in dem dir Trennungsunterhalt zusteht, schafft, geschickt genutzt, Abstand von den alltäglichen Nicklichkeiten.

Hast du schon mal was von Mediation (Konfliktbewältigung) gehört? Mit Hilfe eines guten Mediators kann viel Ärger vermieden und viel Geld gespart werden.
 
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Offenheit muss schon sein, sonst erkennt man die Probleme ni

Ich denke, es ist schon richtig, wenn man auch malüber die privaten Auswirkungen der Arbeitslosigkeit schreibt, aber es wird leider viel zu selten gemacht, wohl aus Scham. Wie sollen die Oberen denn mitbekommen, was sich da sich oft für Dramen hinter geschlossenen Wohnungstüren abspielen.
Bei mir im Hause herrscht der Frust und die Wut meiner Frau wegen meiner Arbeitslosigkeit
 

lotteliese

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Moin,
auch ich habe da meine Erfahrungen wegen meiner Arbeitslosigkeit gemacht. Von meinem Vater bin ich enterbt worden.
Meine Schwester hat von ihm ein neues Auto geschenkt bekommen, ich als Arbeitslose! darf ja kein neues Auto besitzen. Meine Schwester hält mich für asozial.
Meine Tante schenkte mir aufgrund meiner Armut eine Tüte mit alten Klamotten,
eine rostige Küchenwaage,
einen alten kaputten Plattenspieler,
eine Packung Kekse (9 Monate abgelaufen)
eine Tüte Chips (5 Jahre abgelaufen)
Meine Nachbarn grüssen nicht mehr, sie tratschen über mich und warten ,das ich endlich wegziehe ,weil ich nicht dazu passe.
Ich wohne in einer gutbürgerlichen Wohngegend, komme aus einer finanziel bessergestellten Familie.Und wenn es dunkel wird, ziehe ich los und wühle in Mülltonnen nach Essbarem und Keidung. Meine Möbel sind vom Sperrmüll.
Das war eine Zusammenfassung meines Lebens als Erwerbslose inmitten dieser scheinbar normalen Gesellschaft, und weiss nicht, wie ich mich fühle!
Gruss
Lieselotte
 
E

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Ich habe schon desöfteren gehört, dass jemand sein Kind enterbt hat.

Andererseits habe ich eine Bekannte, die hat geerbt. Nun bekommt sie kein Alg 2 und ihr Mann auch nicht. Sie sagt, so sparsam gelebt, wie jetzt, habe sie noch nie.

Und ich kann dir verraten, dass die noch nie mit Geld um sich geschmissen haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass die jemals in Urlaub gefahren sind. Jetzt zu ihren beiden Kindern mal, Enkel hüten.
Vorher zum Vater, wenn der Hilfe brauchte.
Schlimm ist auch, wenn man sein Erbe für den alltäglichen Unterhalt einsetzen muß, ohne dass man Vorsorge für sein Alter treffen kann. Denn das können sie nicht auch noch davon bezahlen, sagte mir meine Bekannte.

Und in der Gegend, in der sie wohnt, gibt es auch keine Arbeit. Der einzige Betrieb wurde von der Treuhand abgewickelt. Und nun ist da zappenduster. Weg von dort können sie auch nicht, sie haben sich die Wohnung, in der sie wohnen gleich nach der Wende gekauft. Damals dachten sie wirklich noch, die blühenden Landschaften brauchen nur etwas länger.

Aber so wie bei dir, dass muß schon schlimm sein, wenn die eigenen Eltern nicht zu einem stehen.

Hast du deiner Tante auch schon mal was geschenkt?
 

lotteliese

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Moin,
Meine Tante und ich haben nie eine engere Beziehung gehabt, demnach nie gegenseitige Geschenke. Sie wollte mir nur etwas Gutes tun,indem sie mir diese Dinge schenkte. sonst hat sie mit ihren Gaben die armen Äusländer!!! beglückt.
Auch mein Érbe ist mir so ziemlich egal, ich hätte keine Probleme damit, das Geld zu verleben. Besser als sich für die paar Kröten beim Sozialamt zu prostituieren. Es ist nur grauenvoll,wie sich in dieser Gesellschaft alles um Status und Geld dreht. Als Arbeitsloser hat man Dieses nicht und wird dementsprechend behandelt. Das betrübt mich am meisten!
Gruss Lieselotte
:kotz: :cry: :kotz: :cry: :motz:
 
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Viel kann ich Dir nicht schenken,

lotteliese schrieb:
Moin,
auch ich habe da meine Erfahrungen wegen meiner Arbeitslosigkeit gemacht. Von meinem Vater bin ich enterbt worden.
Meine Schwester hat von ihm ein neues Auto geschenkt bekommen, ich als Arbeitslose! darf ja kein neues Auto besitzen. Meine Schwester hält mich für asozial.
Meine Tante schenkte mir aufgrund meiner Armut eine Tüte mit alten Klamotten,
eine rostige Küchenwaage,
einen alten kaputten Plattenspieler,
eine Packung Kekse (9 Monate abgelaufen)
eine Tüte Chips (5 Jahre abgelaufen)
Meine Nachbarn grüssen nicht mehr, sie tratschen über mich und warten ,das ich endlich wegziehe ,weil ich nicht dazu passe.
Ich wohne in einer gutbürgerlichen Wohngegend, komme aus einer finanziel bessergestellten Familie.Und wenn es dunkel wird, ziehe ich los und wühle in Mülltonnen nach Essbarem und Keidung. Meine Möbel sind vom Sperrmüll.
Das war eine Zusammenfassung meines Lebens als Erwerbslose inmitten dieser scheinbar normalen Gesellschaft, und weiss nicht, wie ich mich fühle!
Gruss
Lieselotte
Aber von mir erhälst Du Verständnis und Zuneigung, weil du hier wie leider nur wenige ehrlich auch über Dein durch Dich Erlebtes schreibst.
Sei hier iommer ehrlich, die Tür zum Verständnis steht Dir dann offen.
MFG
 
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smt1972 schrieb:
@Chefkenner: Du stehst nicht allein da mit Deiner Geschichte...

Schau zum Beispiel mal hier:

http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?p=37715#37715

...dort ist ein kleiner Überblick über meine eigene Situation nachzulesen!

Selbstmord ist in der Tat keine Lösung, auch wenn alles schief läuft, was nur schief laufen kann...

Erschreckend ist für mich allerdings die Statistik in dem o. g. Umfrage-Thread!!! (das Ergebnis ist erst nach eigener Stimmabgabe ersichtlich)

Schade auch, dass dieser im Prinzip sehr wichtige Thread mittlerweile "eingeschlafen" ist, denn mich hätten auch andere Erfahrungsberichte interessiert - schließlich (be)trifft es uns alle in Sachen Hartz IV...

Weist Du, wo andere uns Arbeitslose in den ***** treten, müssen wir zusammen halten. Die4s geht aber nur, wenn wir zueinander ehrlich sind, denn unsere Arschtreter sind verlogen, das sollte alle längst wissen.
MFG
 
E

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Hallo allerseits!
Bei mir ist es auch so, daß scheinbar jeder genau beobachtet, was ich so tue, wofür ich Geld ausgebe usw. und wehe, da ist etwas Vermeintlich überflüssiges dabei. Das wird sofort unter die Nase gerieben. Ach eine Flasche Wein steht in der Küche? ODer ich habe doch wieder geraucht, obwohl ich es aufgeben wollte oder ich habe mir erlaubt, für Gäste etwas Schönes zu kochen pder war sogar in einer Musikkneipe.

Das darf ja alles nicht sein. Man soll zu Hause sitzen und sich täglich das Elend der anderen Leute im Fernsehen anschauen damit man nicht auf den Gedanken kommt, daß es einem selbst schlechtgeht. :evil:
Ich kann es nicht mehr hören!!! :motz:
 
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Red mit uns, da gehts Dir besser. Der einzige Ausweg aus der Arbeitslosigkeit heisst Job, und da bekommst Du oft weniger als während der Arbeitslosigkeit. Wirb und bewirb Dich mit Deinen fraulichen Reizen, dass sag ich Dir als Mann. Unternehmer sind primitiv und Stellenanbieter sind triebgesteuert. Spiel mit diesem Pack, bevor diese Pack mit Dir spielt.
MFG
 
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hallo algoria und herzlich willkommen,

schön, wenn du noch andere Dinge machst, als nur an die besch... Arbeitslosigkeit zu denken. Und auch schön, dass du noch Freunde hast, die du bewirten kannst oder Verwandte. Das solltest du auch hübsch weiter machen und dich nicht von missgünstigen Neidern davon abhalten lassen.

Nicht umsonst hat ein Gericht das Urteil gefällt, dass Nachbarn nicht mehr befragt werden dürfen. Diese elenden Neiddiskussionen!!! Die helfen niemandem weiter und machen einem nur das Leben schwer.

Andererseits ist es aber auch oft so, dass der Betroffene selber glaubt, dass der andere komisch guckt, obwohl der das gar nicht tut. Das beste ist dann, offensiv und freundlich auf den anderen zuzugehen und fragen. Solange man miteinander spricht, ist alles halb so schlimm.

Mit wem hast du denn ganz speziell deine schlechten Erfahrungen gemacht? Ich meine, nicht jeder kommt doch in deine Küche und sieht da die Flasche Wein? Oder schnuppern die am Schlüsselloch? :mrgreen:
 
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Keine Resignation!

Hallo Zusammen,

wenn ich mir den Thread hier so durchlese bekomme ich das kalte Grausen! :shock:

Nein! :evil:

Nicht weil es euch so schlecht geht und ihr dies auch offen mitteilt, sondern weil diese Resignation ansteckt. :motz::cry:

Das ist genau der Zustand, der von uns Arbeitslosen erwartet wird, um uns bestens unter Kontrolle zu halten! Resignation, Unterwürfigkeit und entsprechende Anpassung an sein "Looserschicksal" :|

@Chefkenner:
Ich weiß dass außenstehende Folgendes leicht sagen können, habe die Erfahrung aber selbst durchgemacht und nehme mir deshalb das Recht dir diese Erfahrung weiterzugeben. :idea:

Deine Frau, wenn sie dich so behandelt wie du dies schilderst, hat dich nie wirklich geliebt und ist es nicht Wert dass du bei ihr bleibst. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, wobei aber darauf zu achten ist dass diese den Partner nehmen wie er ist, nicht wegen dem was er hat! :idee:

Der sinnvollere, wenn auch schwere Weg, ist es sich zu trennen und mit erhobenen Haupt einen Neuanfang zu starten - auch wenn dieser Weg zuerst leidvoll sein wird, ist er doch am Ende der bessere Weg für dich und alle in deiner Situation.

Mit einer Trennung steht dir auch ALGII und eine Wohnung zu, wobei ich glaube dass du hierbei ersteinmal Gegenwind von deinr Arge bekommen wirst. Dennoch ist es allemal besser, Ärger - mit grösster Aussicht auf Erfolg - für ein sinnvolleres, neues Leben in Kauf zu nehmen, als langsam zu verotten!

Mehr möchte ich dazu ersteinmal nicht sagen, denn auch Ratschläge können Schäge sein. ;)

Nun etwas zu meiner Person.
Ich bin um die 40, lebe in BaWü in einer 4 Zimmer Wohnung/90qm, bin in der IT, dort seit über 10 Jahren Allrounder in Sachen Programmierung, Netzwerke (Lan, San, Wan, SW+HW), Sicherheit, [...] "Selbstständig" und dennoch in HartzIV.
Bei Bewerbungen bin ich "überqualifiziert" und - das sagt aber niemand offen - zu alt, in der Selbstständigkeit jedoch allzuoft nicht skrupellos genug.

Zur Zeit lag ich mit meiner Arge im Clinch um mir meine hart erarbeitete Wohnung zu erhalten (Miete 490.- kalt + 60€ Nebenkosten und rund 170€ Strom, Nachtspeicher etc. zahlt die Arge!)

Ich habe mich bereits soweit durchgeboxt dass nun die 80€, die meine viel zugroße Wohnung (>90qm) über den "angemessenen" KDU kostet, als Kosten für das Arbeitszimmer - das ich brauche - übernommen werden!

Eigentlich hatte ich angestrebt, den Gerichten, bis hin zum Verfassungsgericht Arbeit zu bereiten, denn ich habe viele stichhaltige Argumente gegen Zwangsumzüge für Menschen in Situationen, die meiner ähneln. Da ich im seit langem im Mieterschutz bin hat dieser auch die Kosten für die Klage übernommen, die jedoch nicht weit durchgeführt werden konnte, da sich Arge und Richter auf den obigen Kompromiss verständigten.

Ihr seht also, wenn man den Kopf nicht hängen lässt und sich nicht einreden lässt man sei Mensch 2ter Klasse, kann man(n) mit zielstrebigem Einsatz etwas erreichen, auch wenn der Weg beileibe kein Honigschlecken ist. Allerdings muss man dabei immer mit Respekt und Augenmaß vorgehen, denn wer Keift und/oder Beleidigt oder gar unverhohlen droht,hat schneller verloren als einem lieb sein kann. ;)

Soweit, sogut.

Nun wo ich wieder etwas "Basissicherheit" habe möchte ich mich - und ich hoffe alle/viele/immer mehr hier im Forum helfen dabei - wieder etwas mehr um unser aller Situation kümmern.

Ein Gedanke dabei ist dass wir auf die Starße müssen, [ :laber: ] aber nicht um gegen HartzIV[1] zu demonstrieren, sondern für sozialversicherungspflichtige Arbeit die von HatzIV unabhängig macht.
Damit sind die Demos nicht so einfach in den Medien "niederzuschreiben" etc.! :hug:

Nun, das Ganze hat natürlich nur einen Sinn, wenn wir alle ein Netzwerk bilden/aufbauen, das heisst, treffen im Forum, Absprachen von Aktionen[2] und vorallem Information[en] und Motivation für ALGII-Betroffene die sich in ihr Schneckenhaus zurückgezogen haben und dort vor sich hin darben. :klatsch:


[1]
Demos gegen HartzIV, seien wir doch ehrlich, werden in den Medien abgehandelt wie: "Die wollen nur immer mehr Geld für's nichtstun...", ebenso wie beim Normalvolk noch über das "bequeme ALGII" und die "Parasiten" gedacht wird.
HartzIV muss über die Gerichte zurechtgestutzt werden, anders wird das sonst nichts.


[2]
Diese Aktionen sind einfach für die, die eine Computer und einen Drucker ihr eigen nennen.

Erstellen und Verteilen von Handzetteln vor den Argen, Arbeits- und Sozialämtern. Diese Handzettel müssen Internetadressen "unserer" Foren enthalten, ebenso für die, die keinen Computer haben, Tipps wie man auch ohne eigenen Computer ins Internet kommt (Internetkaffes, Kaufhäuser, Bekannte) und was wir erreichen wollen und können!

Mehr dazu bitte auf Anfrage, ich kann und will hier und jetzt nur Anregungen und Ideen aufzeigen, genauere Ausarbeitung erst bei echtem Interesse eurerseits und naturlich der Redaktion etc.

Ich wäre u. U. auch in der Lage, einen schnellen, gut ausgerüsteten und gesicherten Internetserver zur Verfügung zu stellen, natürlich müsste man für die monatlichen Kosten (ca. 50€ inkl. 50GB Traffik) zusammenlegen. Meine Arbeit ist selbstverständlich kostenlos!

Ach ja!
Lasst euch von meinem Nick nicht gleich ins Bockshorn jagen, als ich mich hier anmeldete meinte ich den "Querolant" nicht im eigentlichen Sinne des Wortes (Blind gegen Alles, ohne Rücksicht auf Verluste...), sondern wollte damit eine gewisse Kampfbereitschaft und Motivation für unser aller Anliegen aufzeigen. Ich sollte das Denken manchmal besser lassen oder? :pfeiff: ;)

Grüsse und so,
'Anselm'
 
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Odysseus kämpfte am Ende der Sage vorbildhaft um sein zuhause, adbei schwankte sien Frau auch hin und her. Und ich bin auch ein Mann, dem Odysseus ein Vorbild für sich selbst on der Arbeitslosigkeit und Jobsuche ist. Denn oft locken uns "die Sirenen" mit komischen Jobangeboten an, während die arbeitgebenden "Zyklopen" sich einen nach dem anderen suchen, um ihn auszuquetschen. Da gibts schon viele bildhafte Vergleiche, Arbeitssuche ist für mich wie die Odyssee des Odysseus.
 
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Chefkenner aus Sachsen schrieb:
Wirb und bewirb Dich mit Deinen fraulichen Reizen, dass sag ich Dir als Mann. Unternehmer sind primitiv und Stellenanbieter sind triebgesteuert. Spiel mit diesem Pack, bevor diese Pack mit Dir spielt.
MFG
Ich bin auf der Suche nach Arbeit. Alles, was ich angeboten bekomme ist Arbeit als Prostituierte :shock: ... soviel zu den weiblichen Reizen, die ich allerdings nicht ausspiele. Mir reicht es schon so ... :kratz:

Oder Arbeit im 400-Euro Job, der erst nach 3 Monaten bezahlt wird.
Wenn es so weiter geht in Deutschland, kann man auch gleich nach Thailand gehen ...
 
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@ Querolant,

übersetzen wir deinen Nick mal mit "Querdenker" ;)

Deine Meinung zu "Weg mit Hartz IV" ist ja schön und gut, nur leider gibt es nicht genug Arbeitsplätze für alle z.Z. Da können wir reden und reden. Wir kriegen das nicht weggeredet. Also muß für die, die auf die Hilfe der Allgemeinheit angewiesen sind, eine menschenwürdige Lösung gefunden werden. Und die ist nicht Hartz IV!

Natürlich sollte man die Forderung weg mit Hartz IV verbinden mit der Forderung, dass die Arbeit, die vorhanden ist, auch so verteilt wird, dass möglichst viele Menschen davon auch leben können und nicht weiter auf Almosen, denn mehr ist dieses Hartz IV nicht, angewiesen sind.

Hier im Forum wollen wir alle die unterstützen, denen von unfähigen Sachbearbeitern auf den Ämter das bißchen, was ihnen lt. Hartz IV zugebilligt wird, noch vorenthalten werden soll.

Und wenn wirklich mal jemand den Kopf hängen läßt, findet er hier Zuspruch und auch Trost. Das muß einfach auch mal sein.

Ich habe mir deine Beiträge (soviel sind es ja noch nicht. :) ) durchgelesen. Du hilfst dabei ja auch, so gut du kannst, nicht wahr?

Demos gegen HartzIV, seien wir doch ehrlich, werden in den Medien abgehandelt wie: "Die wollen nur immer mehr Geld für's nichtstun...", ebenso wie beim Normalvolk noch über das "bequeme ALGII" und die "Parasiten" gedacht wird.
HartzIV muss über die Gerichte zurechtgestutzt werden, anders wird das sonst nichts.

Demos alleine richten nichts aus. Da gebe ich dir recht. Mit Gerichtsprozessen und Widersprüchen popelst du ein bißchen an den Mißständen. Diejenigen, die nicht in der Lage sind, einen Widerspruch zu machen oder einen Gerichtsprozeß zu führen, bleiben auf der Strecke. Wo wohnst du? Gibt es bei euch keine Gestrandeten? Keine Bettler, verkaufen bei euch nicht immer mehr irgendeine Obdachlosenzeitung? Nein, Hartz IV gehört grundsätzlich geändert und die Protestdemos gehören dazu.

Klar helfen Handzettel. Am besten, zu setzt dich mal mit Edy oder Martin direkt in Verbindung über PN.
 
E

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Hallo Barney

Mit wem hast du denn ganz speziell deine schlechten Erfahrungen gemacht? Ich meine, nicht jeder kommt doch in deine Küche und sieht da die Flasche Wein? Oder schnuppern die am Schlüsselloch? :mrgreen:[/quote]

Danke für deine Aufmunterung.
Das mit dem Wein war eine Nachbarin, mit der ich mich eigentlich gut verstehe. Mittlerweile bin ich immer irgendwie auf der Hut und fühle mich beobachtet, beeile mich auch nachzuweisen, daß ich mich um Arbeit bemühe. Ich bin ausgebildete Kosmetikerin (Fußpflege, Maniküre, Nagelmodellage usw.) aber das sind viele andere auch. Zum Selbständig machen fehlt mir das Geld.

Da nutzen auch die weiblichen Reize nichts. Die Salons werden von Frauen geführt. Die Bedingungen sind unter aller Kanone. Manchmal denke ich, ich soll noch Geld mitbringen, damit man mich gnädig einstellt.


Seid gegrüßt
 
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Du musst männliche Chefs ansprechen, Frauen sehen in Dir, weil Du scheinbar gut aussiehst, sag ich als Mann, Konkurrenten. Doch wie kommst Du an diese männlichen Chefs? Übers regionale Branchenbuch. xxxxxxxxxxxxxxx

zensiert wg. Aufforderung zu krimineller Handlung!
 
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Barney schrieb:
@ Querolant,

übersetzen wir deinen Nick mal mit "Querdenker" ;)
Guute Idee! :)

Barney schrieb:
Deine Meinung zu "Weg mit Hartz IV" ist ja schön und gut, nur leider gibt es nicht genug Arbeitsplätze für alle z.Z. Da können wir reden und reden. Wir kriegen das nicht weggeredet. Also muß für die, die auf die Hilfe der Allgemeinheit angewiesen sind, eine menschenwürdige Lösung gefunden werden. Und die ist nicht Hartz IV!
100% Zustimmung!
Alleine der Glaube dass HartzIV, ohne größten Druck aus Bevölkerung und dem Betroffenenumfeld, die menschenverachtende Schärfe genommen wird, fehlt mir.

Die Bevölkerung wird von den Medien konditioniert (siehe dazu u.a. den "RTL-Bericht") und die Medien wiederum reagieren wie von ihren "Arbeitgebern" erwartet wird.
Warum also nicht das "Unmögliche" wagen und für versicherungspflichtige Arbeitsplätze demonstrieren, anstelle "nur" gegen HartzIV?
Clement und Konsorten haben nicht umsonst so agiert, sie wollten - und haben - mit der Parasitendebatte dem "Normalbürger" (auch über die Medien) suggeriert: "Da sind Faule, die wollen sich auf Kosten der Allgemeinheit einen schönen Lenz machen - ALGII ist ja sooo üppig - und das, bzw. diese Ansichten müssen wir stoppen...". Hier müssen Betroffene ansetzen und diesen Glauben beim Normalbürger wieder zurechtrücken. Dies geht aber nur indem man die Psyche dieser Menschen berücksichtigt. Bei Demos [...] gegen Hartz IV denkt die Mehrheit der "normalen" Bürger noch immer nur an Motive wie: "Die wollen doch nur noch mehr Geld für's Faulenzen [...]"; denn wer nicht von ALGII existieren oder gar mit Hilfe von ALGII eine neue Existenz aufbauen muss, kann garnicht nachempfinden wie unsäglich schwer, ja fast unmöglich dies ist und welche Schikanen seitens einger Argen hier noch verschärfend wirken. Man muss also der "normalen" Bevölkerung wieder ins Gedachtnis bringen dass wir "Arbeitslosen" keineswegs die "faulen Parasiten" sind, oder gar sein möchten, wie dies in der Öffentlichkeit viel zuweiter Tenor ist, sondern das fordern, was uns letztendlich fehlt: versichrungspflichtige Arbeit, keine Sklavenjobs und auch keine Almosen.
Ich denke dass dies in der Öffentlichkeit ein wieder Klima schaffen kann das die Bereitschaft u. a. zu Änderungen an HartzIV verbessert. Die Ersetzung von HartzIV durch ein besseres Instrument wäre auch mein Wunsch, nur glaube ich nicht daran denn HartzIV ist nicht nur ein Instrument zum versenken von Arbeitslosen, zukünftig kommen hier auch noch verstärkt Rentner hinzu, vorallem jene die ihren Arbeitsplatz zwischen 40 und Renteneintrittsalter verlieren.

Barney schrieb:
Natürlich sollte man die Forderung weg mit Hartz IV verbinden mit der Forderung, dass die Arbeit, die vorhanden ist, auch so verteilt wird, dass möglichst viele Menschen davon auch leben können und nicht weiter auf Almosen, denn mehr ist dieses Hartz IV nicht, angewiesen sind.

Hier im Forum wollen wir alle die unterstützen, denen von unfähigen Sachbearbeitern auf den Ämter das bißchen, was ihnen lt. Hartz IV zugebilligt wird, noch vorenthalten werden soll.

Und wenn wirklich mal jemand den Kopf hängen läßt, findet er hier Zuspruch und auch Trost. Das muß einfach auch mal sein.
Asche auf mein Haupt, nach dem erneuten lesen meines obigen/letzten Beitrages bemerke ich seine übertriebene und ungerechtfertigte Härte, das war nicht meine Intention.

Meine aufrichtig gemeinte Entschuldigung dahingehend geht hiermit an die Betroffenen!

Barney schrieb:
Ich habe mir deine Beiträge (soviel sind es ja noch nicht. :) ) durchgelesen. Du hilfst dabei ja auch, so gut du kannst, nicht wahr?
Wo es mir möglich ist helfe ich immer gerne. :)

Barney schrieb:
....

Demos alleine richten nichts aus. Da gebe ich dir recht. Mit Gerichtsprozessen und Widersprüchen popelst du ein bißchen an den Mißständen. Diejenigen, die nicht in der Lage sind, einen Widerspruch zu machen oder einen Gerichtsprozeß zu führen, bleiben auf der Strecke.

Wo wohnst du? Gibt es bei euch keine Gestrandeten? Keine Bettler, verkaufen bei euch nicht immer mehr irgendeine Obdachlosenzeitung? Nein, Hartz IV gehört grundsätzlich geändert und die Protestdemos gehören dazu.

Klar helfen Handzettel. Am besten, zu setzt dich mal mit Edy oder Martin direkt in Verbindung über PN.
Ich lebe in Stuttgart.
Auch hier gibt es Menschen die sich nicht alleine helfen können. Diese versuche ich aber gerade über solche Handzettelaktionen zu erreichen. Das größte Manko von Hartz-Opfern ist doch dass wir keine Gemeinschaft bzw. Netzwerke nach Vorlage der Lobbyisten in Wirtschaft und Politik bilden und exakt dadurch so relativ hilflos sind.

Den Tipp mit der PN werde ich dankend aufgreifen. :daumen:

Gruß, Anselm
 
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Zu Hartz IV, ALG II und zukünftigen Mindestlohn

Diese Woche erst habe ich in der zeitung gelesen, dass es bei der CDU Gedanken dazu gibt, die ALG-II-Beträge zu kürzen, damit der zukünftig angestrebte gesetzliche Mindestlohn nich zu hoch angesetzt werden muss.
Man geht davon aus, dass alle ALG-II/Hartz-IV-Beträge zusammengerechnet und umgerechnet einen Mindeststundenlohn von bis zu 10 € sinnlos machen. Damit dieser Mindestlohn aber bei ca. 6 € festgelegt werden kann, ist es notwendig, die ALG-II-Leistungen zu kürzen. Ich denke, dies sogar erheblich. Wir reden hier immer noch vom festgelegten Existenzminimum, doch das ist der Wirtschaft wohl immer noch zu teuer.
Mein Vorschlag dazu: Alle ALG II Bezieher enteignen, Flugtickets davon kaufen und alle in die Wüste verfrachten, dorthin, wo sie keine finanzielle Belastung mehr für niemanden bedeuten.
 
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@ Querolant,

es muß parallel zueinander stattfinden: Die Demos auf der Straße mit der Forderung nach, du nennst es versicherungspflichtigen Jobs, ich meine das Gleiche und erweitere noch: Menschen davon auch leben können.

Für seine Arbeit muß ein Mensch sich ernähren, kleiden und wohnen können.

@ Algoria,

du hast so einen schönen Beruf. Eine Bekannte von mir, die auch Fußpflegerin ist, zieht mit einem Koffer durch die Seniorenheime mit einem Wandergewerbeschein. Klinkenputzen ist schwer, aber meinst du nicht, es ist ein Versuch wert? Dein Werkzeug müßtest du doch haben.

Eine andere Bekannte, auch Fußpflegerin, hat auch Privatkunden, die sie zu Hause besucht und außerdem bei so einem Sanitätshandel wechselnde Arbeitsplätze, die sie auch mit ihrem Koffer aufsucht. Ist eine schwere Arbeit. Sie verdient damit aber gut.

Für den letzteren Job, brauchst du schon ein Auto, die Kisten, die meine Bekannte da hin- und herschleppt, kriegste mal nicht eben so in dein Einkaufskörbchen.

Von Schwarzarbeit halte ich gar nichts. Ich glaube auch nicht, dass du der Mensch dafür bist.
 
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Barney schrieb:
@ Querolant,

es muß parallel zueinander stattfinden: Die Demos auf der Straße mit der Forderung nach, du nennst es versicherungspflichtigen Jobs, ich meine das Gleiche und erweitere noch: Menschen davon auch leben können.

Für seine Arbeit muß ein Mensch sich ernähren, kleiden und wohnen können.
Exakt so habe ich dies gemeint. :pfeiff:

Als Scheiberling tauge ich nicht so sehr ;)

Gruß, Anselm
 
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Ich bin auf der Suche nach Arbeit. Alles, was ich angeboten bekomme ist Arbeit als Prostituierte :shock: ... soviel zu den weiblichen Reizen, die ich allerdings nicht ausspiele. Mir reicht es schon so ... :kratz:

Oder Arbeit im 400-Euro Job, der erst nach 3 Monaten bezahlt wird.
Wenn es so weiter geht in Deutschland, kann man auch gleich nach Thailand gehen ...[/quote]





Du bist auf der Suche nach Arbeit, doch was man Dir anbietet ist irgendwie komisch. Wäre Dir das in Thüringen so auch passiert? Was meinst Du?
Die sicherlich auch Dir bekannte aus Thüringen stammende Yvonne Catterfeld brach auch mit Thüringen und zog für den Erfolg nach Berlin.
Mittelerweile zeigt sie sich gern an der Seite ihres gefragten Freundes Wayne Carpendale, sonst nimmt sie kaum noch einer wahr. Auch ihre Karriere schein Vergangenheit, bestimmt als populäre Sängerin, und im Schauspiel wirkt sie auch nicht so richtig. Es gibt unter der Regentschaft der erfolgshungrigen Kurzfristigkeit überall keine Sicherheit mehr.
 
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Hallo,

ich weiss nicht, ob mir das in Thüringen auch passiert wäre. Die Arbeit als Prostituierte wird mir eher oft privat angeboten. Nach dem Motto. Warum suchst du einen Job, bei mir verdienst du es in drei Tagen. :shock:

Aber was hat Yvonne Catterfeld damit zu tun :shock:
 
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Hallo Andrea.

War gerade zufällig am lesen hier...

Warum suchst du einen Job, bei mir verdienst du es in drei Tagen
Könnte auch ein übler "Scherz" Deiner Bekannten sein.

So oder so: Ich finde das ziemlich heftig.

lg
Tom
 
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@Tomcraft


Dass war kein Scherz, sondern die Frage eines Zuhälters. :uebel:

lg Andrea
 
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Hallo Andrea.

Dann mach am besten um solche Kerle einen weiten Bogen.

Apropo. In einem anderen Forum habe ich gelesen dass Disponenten von Zeitarbeitsfirmen bisweilen als "Hilfszuhälter" bezeichnet werden:
http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid=5068&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=1
Jedenfalls schreibt das BSV so.

Mit 400 Euro Jobs habe ich noch keine Erfahrung. Habe das aber auch schon ins Auge gefasst. Also bevor ich gar nichts mache. Aber 3 Monate Wartezeit bis zur Bezahlung? - Ich finde irgendwie drehen die allesamt nun vollends am Rad. :?


lg
Tom
 
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Hallo Tom,

natürlich mache ich einen Bogen um Zuhälter. Ist einfach nicht mein Ding. :hmm:
 

lino

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HartzIV ist eh nur legalisierter Betrug.Wenns 500tausend Arbeitslose bei 5Mio offener Stellen gäbe fände ich es gerechtfertigt;aber so?
Meine an anderer Stelle geäusserte Vermutung,das es sich nur um ein Instrument für die Verschiebung von Beamten aus privatisierten Staatsbetrieben handelt,hat sich bewahrheitet:
Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren,das in den ARGen ehemalige Beamte aus Post,Telekom und Bahn sitzen,die man dort aus den verschiedensten Gründen nicht mehr braucht.
Eine andere Tatsache ist,das die Industriearbeitsplätze eh wegfallen.Die Höherwertigen im übrigen auch,nur etwas später.Dumm nur für das Rentensystem,was auf diese Arbeitsplätze angewiesen ist,dazu kommt noch die Demographische Entwicklung.
Die Renten im Öffentlichen Dienst können in naher Zukunft nicht mehr finanziert werden,also ist HartzIV unter anderem eine Massnahme zur Rentensicherung für den Öffentlichen Dienst.Das Geld wird sozusagen von unten nach oben verteilt,bzw. an die Wählerklientel.
Dazu was in eigener Sache:
Meine Eltern sind Mitte der 50iger Jahre in den Westen gekommen,Drüben haben Sie ca. 5 Jahre gearbeitet.Hier haben sie sich dann mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten,ein Teil hat in den 60igern nicht gearbeitet.Danach waren beide ca.21Jahre im Öffentlichen Dienst,beziehen aber 20 Jahre eine Rente,die 70% des letzen Nettolohnes beträgt.
Frage: Wo kommt das Geld dafür her?
Gruss Lino
 
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lotteliese schrieb:
Moin,
Meine Tante und ich haben nie eine engere Beziehung gehabt, demnach nie gegenseitige Geschenke. Sie wollte mir nur etwas Gutes tun,indem sie mir diese Dinge schenkte. sonst hat sie mit ihren Gaben die armen Äusländer!!! beglückt.
Auch mein Érbe ist mir so ziemlich egal, ich hätte keine Probleme damit, das Geld zu verleben. Besser als sich für die paar Kröten beim Sozialamt zu prostituieren. Es ist nur grauenvoll,wie sich in dieser Gesellschaft alles um Status und Geld dreht. Als Arbeitsloser hat man Dieses nicht und wird dementsprechend behandelt. Das betrübt mich am meisten!
Gruss Lieselotte
:kotz: :cry: :kotz: :cry: :motz:
Nun jetzt mal eine Frage: Wie hast du die denn verhalten, als du noch in Lohn und Brot standest? War es nicht auch deine Einstellung...haste was, biste was? Eben gerade, weil du aus einer finanziell gut situierten Familie stammst? Nun sag mir jetzt nicht nein, denn das würde ich dir nicht abkaufen.
 

lotteliese

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Moin, Hans im Unglück,

ich werde mit Sicherheit nicht auf solche Äußerungen eingehen,nur finde ich solche Mutmaßungen ohne Hintergrund wissen schlichtweg unverschämt.

Deswegen halte ich es für sinnlos,dazu noch etwas zu äußern!

Gruß Lotteliese
 
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Ja ist klar, mit etwas anderem habe ich nun wirklich nicht gerechnet.

:mued:
 

___________

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[quote="Hans im Unglück

Nun jetzt mal eine Frage: Wie hast du die denn verhalten, als du noch in Lohn und Brot standest? War es nicht auch deine Einstellung...haste was, biste was? Eben gerade, weil du aus einer finanziell gut situierten Familie stammst? Nun sag mir jetzt nicht nein, denn das würde ich dir nicht abkaufen.[/quote]


Hans im Glück,
dein Post ist ja wohl ganz schön daneben. Wir sind alle Hartz4 und uns gehts entsprechend, da ist es ziemlich unschön, sich gegenseitig mit unterstellungen eins reinzuwürgen.

Sadness
 
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