Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Hallo zusammen,

hier im Forum tauchen immer wieder Fragen hinsichtlich bestimmter interner Abläufe im Jobcenter auf. Fundiert, d.h. mit Hintergrundwissen angereichert, beantwortet werden diese Frage allerdings selten. Das ist insofern kaum verwunderlich, als viele Nutzer hier das Jobcenter eben nur aus der Kundenperspektive betrachten können. Sie sehen buchstäblich nur das, was ihnen präsentiert wird, die Schauseite, die man ihnen zeigen will. Der Blick hinter die Kulissen, hinter die Fassade dessen, was einem als Realität verkauft wird, erfolgt selten. In Folge dessen ergehen seitens der Kunden mitunter wilde Spekulationen darüber, wie und warum im Jobcenter so oder so verfahren wird. Diese Spekulationen sind meiner Erfahrung nach gelegentlich ziemlich nah an dem, was ich als Realität bezeichnen würde, sie sind bisweilen allerdings auch völlig realitätsfern.

Ich selbst habe etwas über zwei Jahre in einem Jobcenter als Arbeitsvermittler bzw. persönlicher Ansprechpartner (pAp) gearbeitet. Des Weiteren habe ich für kurze Zeit dazwischen auch als sogenannter Job-Coach bei einem Bildungsträger gearbeitet, hatte also bisher zwei Funktionen inne, die hier im Forum aufgrund teilweise sehr schlechter Erfahrungen regelrecht verhasst sind. Ich arbeite heute nicht mehr im Jobcenter und auch nicht mehr bei einem Bildungsträger. Aus meiner Zeit im Amt habe ich aber sehr viele Eindrücke gewinnen und vieles lernen können. Einiges von dem, was ich dort lernte, erkannte und beobachtete, möchte ich in diesem Thread festhalten, sofern hier Interesse besteht, auch mal von der „anderen Seite“ etwas zu hören.

Kurzum: Ich möchte anbieten bzw. andere derzeitige und ehemalige Jobcenter-Mitarbeiter anregen, hier im Thread direkt auf Anfragen zu antworten, die von Nutzern kommen. Ich weiß, dass hier im Forum zahlreiche SBs, FMs, pAps und SBs mitlesen und teilweise auch posten, ohne sich allerdings selbst als Amtsmitarbeiter zu „outen“. Ich weiß auch, dass es einige Mitarbeiter gibt, die die Bürger gerne umfassend über bestimmte Dinge aufklären würden, dies aber zeitlich nicht können oder auch Angst haben, dies zu tun. Ich weiß ebenso, dass es auch wirklich inkompetente, ignorante, überforderte und desinteressiert Mitarbeiter im Jobcenter gibt. Diese würden hier aber nie posten, an sie richtet sich dieser Thread daher auch nicht!

Der Thread richtet sich an jene Mitarbeiter, die bereit sind, zwecks echter Aufklärungsarbeit einfach mal ihre Sicht der Dinge zu schildern und sich hier anonym aber ehrlich auf Anfragen interessierter Bürger einzulassen. Er richtet sich an Mitarbeiter, die die Bürger nicht mit den hohlen Phrasen abspeisen wollen, die zu äußern einem die Vorgesetzten im Jobcenter oft auftragen bzw. die sie von einem erwarten. Das ELO-Forum ist dafür geradezu prädestiniert, zumal hier wirklich sehr viele Anregungen zu finden sind (manche sehr gut, manche von eher zweifelhafter Qualität) und hier interessante Rechtsfragen diskutiert sowie mit Hintergrundinformationen (Gerichtsentscheidungen, Kommentare etc.) angereichert werden.

Ich selbst habe während meiner Tätigkeit im Amt oft im Forum gelesen (aber nichts geschrieben) und bin dem Forum einfach aus Interesse treu geblieben, obwohl ich mit der Thematik ALG II heute beruflich nicht mehr unmittelbar zu tun habe. Es ist meiner Meinung nach nun an der Zeit, dass sich hier im Forum auch mal jene Personen sachlich, freundlich und bürgernah äußern und so zu Fragen hinsichtlich der internen Abläufe im Jobcenter Stellung nehmen, die wirklich etwas dazu sagen können und wollen, weil sie es aus erster Hand selbst erlebt haben.

Ob dabei etwas Sinnvolles herauskommt, weiß ich natürlich nicht. Wir werden es sehen. Das soll hier jedenfalls keine Ein-Mann-Show werden, in der nur ich mich äußere. Dies wäre wenig hilfreich, zumal ich ja auch nur meine persönlichen Erfahrungen darlegen kann und nicht weiß, ob das, was für mich „Realität“ war, in anderen Jobcentern genauso ablief. Daher nochmal mein Appell an ehemalige Kollegen: Beteiligt euch und klärt die Bürger über eure Arbeit auf. Das kann für beide Seiten nur positiv sein, da Aufklärungsarbeit immer dazu beiträgt, Skepsis und Vorbehalte abzubauen. Dies zu leisten, ist im Interesse der Bürger wie der Sachbearbeiter geleichermaßen. Ich mache jetzt einfach mal den Anfang und werde mich dann hier erst mal zurückhalten. Dann werden wir ja sehen, ob der Thread anspringt oder stirbt. Quasi als Startvorlage möchte ich aus meiner beruflichen Perspektive heraus einfach mal drei Fragen beantworten, die mir immer wieder gestellt wurden:

Warum verschwindet im Jobcenter so häufig die Post? Entsorgen die Mitarbeiter die, um sich Arbeit vom Hals zu schaffen?

Antwort: Es stimmt tatsächlich, dass im Jobcenter Post „verschwindet“. Zumindest kann ich das für mein altes Jobcenter bestätigen. Allerdings ist der Ausdruck „verschwindet“ insofern nicht ganz korrekt, als die Post meist nicht wirklich weg ist, sie also nicht unbearbeitet weggeschmissen wird, sondern sie sich oftmals „nur“ nicht mehr auffinden lässt. (Das Wegschmeißen ohne Bearbeitung würde sich kaum ein Mitarbeiter trauen, denn käme dies raus, wäre das nicht nur ein sofortiger Kündigungsgrund, es kämen auf den Mitarbeiter ggfs. auch Schadenersatzforderungen zu).

Woran aber liegt es nun, dass Post manchmal „unauffindbar“ ist? Es liegt meiner Erfahrung nach meist an der organisationalen Aufteilung und Verschachtelung der Zuständigkeiten im Jobcenter. Es gibt neben unterschiedlichen Leistungsteams (aufgeteilt meist nach Endbuchstaben der Kundennamen oder BG-Endnummern) diverse Markt & Integration-Teams, etwa U-25-Teams, „normale“ Teams, Top-50-Teams sowie diverse Projekt-Teams. Da passiert es dann mitunter, dass die Post falsch einsortiert wird (Post für Mitarbeiter 230 N landet bei Mitarbeiter 230 M).

Die Post liegt dann einige Tage beim falschen Mitarbeiter im „zu erledigen“-Stapel, bis der Mitarbeiter merkt, dass er da Post hat, für die er gar nicht zuständig ist. Der Mitarbeiter gibt diese Post dann wieder in die interne Post, damit sie der eigentlich zuständigen Stelle zugeht. Dort angekommen kann es nun z.B. passieren, dass der zuständige Mitarbeiter gerade nicht da ist, die Post also seinem Stellvertreter übergeben wird. Da der selbst genug unerledigte Post hat, sammelt er die Post für den Kollegen erst mal in einer Mappe, die er dem Kollegen nach dessen Urlaub dann übergibt. Es kann manchmal also schon einiges an Zeit vergehen, bis der eigentlich zuständige Mitarbeiter die Post bekommt.

Bevor er sie dann auch bearbeitet, vergeht nochmal einiges an Zeit. Und vielleicht passiert es auch, dass der eigentlich zuständige Mitarbeiter dann, wenn er die Post endlich bearbeitet, merkt, dass er - warum auch immer - doch gar nicht zuständig ist. Wer genau sich zuständig fühlt, ist manchmal unklar. Es bleibt die Post also erst mal irgendwo liegen, in irgendeiner Mapp in irgendeinem Büro. Und machmal wird sie dann vergessen. (Gleiches gilt übrigens für Akten. Daher erreichen einen im Jobcenter auch oft e-mail Anfragen von Kollegen mit dem Inhalt: „Suche Akte XYZ, wer hat die?“) Das hört sich unglaublich an, ist teilweise aber einfach so.

Das erste, was einem im Amt beigebracht wird, ist: Zuständigkeit prüfen! Das heißt nichts anderes als zu gucken, ob man die Arbeit an irgendwen anders weiterleiten kann. Und je mehr Weiterleitungen es gibt, desto länger dauert es und desto mehr erhöht sich die Chance, dass die Post irgendwo auf dem Weg von a nach b nach c zurück nach a und dann zu d liegen bleibt. Je größer die Behörde, desto wahrscheinlicher ist dies. Dass das eigentlich nicht passieren darf, ist klar. Es passiert aber. Das soll nichts entschuldigen, es soll lediglich erklären.

Warum wechselt so oft mein Ansprechpartner? Macht das Amt das absichtlich, damit der Kunde keine Sicherheit hat?

Antwort: Es stimmt tatsächlich, dass die Ansprechpartner im Jobcenter sehr häufig wechseln. Das ist zumeist aber keine intendierte Schikane und soll auch nicht dem Zweck dienen, dass sich für den Kunden keine Gewöhnung und Sicherheit einstellt. Es liegt einfach daran, dass die Personalfluktuation (vom Amt weg und innerhalt des Amtes) sehr hoch ist. Viele Amtsmitarbeiter arbeiten nicht deshalb im Jobcenter, weil sie die Arbeit dort so toll finden, sondern deshalb, weil sie keinen besseren Job gefunden haben. Sie bewerben sich also oft weg zu anderen Behörden oder versuchen, sich innerhalb des Jobcenters in andere Bereiche versetzen zu lassen, wo die Arbeit nicht so stressig und belastend ist.

Und fast jeder, der ganz neu im Jobcenter anfängt, ist dort ohnehin nur befristet beschäftigt, geht also meist nach 12 Monaten, wenn er einigermaßen eingearbeitet ist, schon wieder, manchmal auch früher, wenn er ein besseres Jobangebot erhält. Darüber hinaus ist es so, dass es im Jobcenter einen Tagesdienst gibt, wo Kunden bei akuten Fällen, also ohne Termin, vorsprechen können. Tun sie das, landen sie logischerweise selten bei ihrem eigentlichen pAp, sondern bei demjenigen pAp/SB, der gerade Tagesdienst hat.

Hinzu kommt, dass der Krankenstand im Jobcenter konstant hoch ist, so dass man oft kurzfristig die Kunden kranker Kollegen übernimmt. Manchmal passiert es auch, dass ein Kunde umzieht und die BG-Nummer sich ändert. Auch dann erfolgt oftmals der Wechsel in den Zuständigkeitsbereich eines neuen pAps. Gleiches gilt zumeist, wenn sich etwa Grundsätzliches am Profiling bzw. an der persönlichen Situation des Kunden ändert. So wechselt der pAp oft dann, wenn der Kunde das 25 oder 50 Lebensjahr vollendet hat, wenn er ins Fallmanagement, ins Reha-Team oder in ein anderes Aktivierungsteam (Jobinitiative) überstellt wird. Manchmal wechselt der pAp auch einfach, weil ein pAp seinen Kollegen bittet, einen für ihn nicht ganz einfachen Kunden zu übernehmen.

Will heißen: Gründe für den pAp/SB-Wechsel sind zahlreich. Zumeist sind sie schlicht organisationalen Vorgaben geschuldet und implizieren keine intendierte Schikane. Dass Kunden dies dennoch gelegentlich so auffassen, ist klar. Und es ist ohne Zweifel auch ärgerlich, dass diese Wechsel so oft stattfinden. Wie gesagt, ich will das nicht rechtfertigen, sondern erklären. Auch das Personal leidet unter diesen Zuständigkeitswechseln, weil sich kaum vernünftig arbeiten lässt, wenn man die Kunden kaum kennt, sich immer neu einarbeiten muss und wahrnimmt, wie die Kunden zunehmend genervt reagieren, weil sie jedem neuen Mitarbeiter ständig aufs Neue ihre Geschichte erzählen müssen und sie dabei nie wissen, wie der Neue so „tickt“. Und wenn man sich dann mal kennengelernt hat, ist man als pAp bald schon wieder nicht mehr zuständig.

Warum werde ich manchmal zu Zeiten eingeladen, von denen das Jobcenter weiß, dass ich da gar nicht kann?

Antwort: Es stimmt tatsächlich, dass Kunden manchmal zu Zeiten eingeladen werden, von denen das Jobcenter eigentlich wissen müsste, dass die Kunden da nicht können. Etwa deshalb, weil die Kunden es bei einem vorherigen Termin bereits angaben oder auf dem Antwortzettel, warum ein Termin nicht wahrgenommen wird, vermerkt haben. Somit fasst sich ein Kunde dann zurecht an den Kopf, wenn er beispielsweise auf dem Antwortzettel zur Einladung angegeben hat: „Ich kann den Termin am Montag um 08:30 Uhr nicht wahrnehmen, weil ich montags immer arbeiten muss“ und der Kunde dann wenige Tage später als neuen Termin wieder einen Montag, nur eben zwei Wochen später, erhält.

„Wie kann das sein? Sind die blöd im Jobcenter?“ - so wird sich der Kunde fragen. Nein, sie sind nicht blöd, sondern meist einfach überlastet. Sie müssen sehr schnell arbeiten, so dass wichtige Informationen untergehen. Das bedeutet etwa, dass ein pAp die Schreiben, die ihm zugehen, oft nur überfliegt. Der sieht dann buchstäblich nur: „Aha, Kunde kann nicht. Gut, geht neuer Termin raus. Fertig.“ Und binnen weniger Sekunden hat man den Kunden über ATV neu gebucht. Die Begründung des Kunden, WARUM er nicht kann, wurde einfach überlesen.

Sicher, man müsste aufmerksam lesen. Man müsste eigentlich immer erst im Lebenslauf checken, ob der Kunde nicht in der Zeit, wo man ihn einladen will, krankgeschrieben ist. Man müsste gucken, ob er/sie vielleicht alleinerziehend mit kleinen Kindern ist. Dann könnte man sich nämlich denken, dass es da schwierig wird, einen Termin um 08:15 Uhr wahrzunehmen. Auch müsste man sich in die vorherigen Vermerken oder ins Profiling einlesen, um zu schauen, ob da vielleicht etwas zu den Zeiten vermerkt ist, zu denen der Kunde nicht kann. Dass dies alles selten passiert, ist zumeist aber weder Idiotie noch Schikane, sonder eher Folge hoher Arbeitsverdichtung. Dinge werden nur oberflächlich zur Kenntnis genommen, weil alles schnell gehen muss. Da bleiben wichtige Informationen bisweilen auf der Strecke.

Auch passiert es z.B., dass der Kunde an Tag X einen Termin in der Leistungsabteilung hat, diesen absagt und dann wenige Tage später am gleichen Tag X einen neuen Termin beim pAp erhält. Der Kunde fragt sich also: „Ja sind die denn total bescheuert. Die wissen doch, dass ich da nicht kann. Das habe ich doch angegeben, da haben sie doch sogar okay gesagt!“ Das Problem ist hier einfach: Die Tatsache, dass der Kunde an Tag X nicht kann, weiß nur die Leistungsabteilung. An den pAp, ans Team M&I, wird diese Information oft nicht weitergegeben (ebenso ist natürlich die Informationsweiterweitung vice-versa, also von M&I zur Leistungsabteilung, auch ein Problem).

Es hapert im Jobcenter oft an der team- und fachbereichsübergreifenden Kommunikation. Ganz viele Informationen werden nicht weitergereicht, weil a) oftmals nicht die Zeit dafür ist, b) niemand sich dafür zuständig fühlt und c) auch die Weiterreichung aller Informationen wieder zu neuen Problemen führt, weil damit ein weiterer Anstieg der im Jobcenter ohnehin schon immensen Flut an Wiedervorlagen, e-mails und Telefonaten einhergeht. Mit anderen Worten: Man ersäuft schon jetzt geradezu in Informationen, die man gar nicht alle zur Kenntnis nehmen und verarbeiten kann. Und es gibt bei der derzeitigen Personalausstattung der Jobcenter kaum eine zufriedenstellende Lösung für dieses Problem. Das soll nichts entschuldigen, kann aber vielleicht einiges erklären.
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.671
Bewertungen
915
Wenn ich feststelle, dass T.B. aus der bisherigen Foren-STRUKTUR springt und ein PrivatBeratungsBLOG quer zur bisherigen und für Foren üblichen Struktur etabliert, hat das rein gar nix mit Ideologie oder Freund-Feind-Schema zu tun.

Also, mit Verlaub: weniger plakative Ideologisierungen und scheinbar allgemeingültige 'Wahrheiten'!

Denn was dem einen auf der Hand liegt, liegt mir und K.Lauer zum Beispiel schon mal nicht auf der Hand.

Usw. - wir brauchen uns ja nicht ständig die Argumente wiederholen.

edit:
Jedenfalls juckt's mich in den Fingern - wenn's nicht so frech wär' gegenüber den anderen fleissig ratgebenden Usern - einfach ab nun mal jede Frage, die irgendwo im Forum auftaucht sofort hieher zu verlinken "Frage doch einfach gleich bei deinem SB" - und dann zu schauen, wat passiert...:icon_razz:
 

Lecarior

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Mai 2011
Beiträge
2.350
Bewertungen
603
Es wird hier die STRUTKTUR des Forums grundlegend geändert , wenn jemand der ein Sachgebiet intus hat (oder meint intus zu haben), seinen eigenen Beratungsthread/Blog (mit nur seiner Perspektive) dazu aufmachen kann/soll/ wird.
Ein einziger Thread ist also in der Lage, die Struktur des Forums zu ändern. Donnerwetter.

Mal abgesehen davon, dass bereits deine Grundannahme nicht stimmt. Denn wie von BurnsTorn mehrmals wiederholt und von dir stets überlesen, will er gar kein Alleinunterhalter sein. Ich zitiere aus dem Eröffnungsbeitrag:

Kurzum: Ich möchte anbieten bzw. andere derzeitige und ehemalige Jobcenter-Mitarbeiter anregen, hier im Thread direkt auf Anfragen zu antworten, die von Nutzern kommen. Ich weiß, dass hier im Forum zahlreiche SBs, FMs, pAps und SBs mitlesen und teilweise auch posten, ohne sich allerdings selbst als Amtsmitarbeiter zu „outen“. Ich weiß auch, dass es einige Mitarbeiter gibt, die die Bürger gerne umfassend über bestimmte Dinge aufklären würden, dies aber zeitlich nicht können oder auch Angst haben, dies zu tun. Ich weiß ebenso, dass es auch wirklich inkompetente, ignorante, überforderte und desinteressiert Mitarbeiter im Jobcenter gibt. Diese würden hier aber nie posten, an sie richtet sich dieser Thread daher auch nicht!

Der Thread richtet sich an jene Mitarbeiter, die bereit sind, zwecks echter Aufklärungsarbeit einfach mal ihre Sicht der Dinge zu schildern und sich hier anonym aber ehrlich auf Anfragen interessierter Bürger einzulassen. Er richtet sich an Mitarbeiter, die die Bürger nicht mit den hohlen Phrasen abspeisen wollen, die zu äußern einem die Vorgesetzten im Jobcenter oft auftragen bzw. die sie von einem erwarten. Das ELO-Forum ist dafür geradezu prädestiniert, zumal hier wirklich sehr viele Anregungen zu finden sind (manche sehr gut, manche von eher zweifelhafter Qualität) und hier interessante Rechtsfragen diskutiert sowie mit Hintergrundinformationen (Gerichtsentscheidungen, Kommentare etc.) angereichert werden.
Dass BurnsTorn hier trotzdem allein auf weiter Flur steht, liegt einfach daran, dass hier kaum ein Mitarbeiter eines Jobcenters aktiv ist. So macht BurnsTorn eben das Beste aus der Situation, beantwortet Anfragen in einer bemerkenswerten Ausführlichkeit und erhält dafür auch entsprechend positive Reaktionen. Dass dieser Thread inzwischen gepinnt ist, spricht für sich.

Noch viel erstaunlicher aber ist, dass er nun seit 17 Seiten dein Genöle und das von einigen Anderen über sich ergehen lässt, ohne im Ton anzuziehen. Ich an seiner Stelle hätte rhetorisch längst Gleiches mit Gleichem vergolten. Schon allein für diese Selbstbeherrschung gebührt BurnsTorn meine aufrichtige Bewunderung.

Vorschlag zur Güte: Aus Gleichberechtigungsgründen bekommst du im Off Topic deinen eigenen Blog-Thread, in dem genüsslich über BurnsTorn vom Leder ziehen kannst. Hat den Vorteil, dass du dann aufhören kannst, diesen Thread mit Gift und Galle zuzuspammen, sodass er wieder uneingeschränkt die Funktion erfüllen kann, die der Eröffner für ihn gedacht hat.
 
E

ExitUser

Gast
Welches Wissen? Wer kann dieses Wissen nachprüfen? Wer von Euch könnte mit Bestimmtheit sagen, dass das Gesagte auch tatsächlich der Wahrheit entspricht?

Das geht jetzt etwas in den konstruktivistischen Bereich, aber ich erachte es als notwendig, mich dazu mal grundsätzlich zu äußern. Mit etwas Eigenrecherche-Kompetenz sollte es nicht sonderlich schwer fallen, meine Informationen hinsichtlich ihres "Wahrheitsgehalts" zu überprüfen. Das Zauberwort lautet hier schlicht Quellendiversifikation oder auch neudeutsch cross referencing. Zum einen kann man, um die Informationen zu verifizieren - oder sie zu widerlegen, falls dies die Intention ist - erst mal direkt beim Jobcenter nachfragen und unter Bezugnahme auf das Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFK) um Übersendung begehrter interner Dokumente bitten.

Gleichsam lassen sich Dokumente online über die Seite Frag den Staat anfordern. Viele Dokumente und fachliche Hinweise findet man auch direkt auf der Homepage der BA. Auch hält der Staat mit der Bundeszentrale für politische Bildung ein sehr informatives Portal bereit, auf dem man viele Informationen zu ALG II etc. kostenfrei erhalten kann. Überdie kann man diverse Informationen über die Arbeitsweise von pAps/SB problemlos käuflich erwerben, online einsehen oder kostenlos downloaden.

Man muss lediglich Zeit, Interesse und Spaß am Lesen mitbringen, denn fast alles, wovon ich hier berichte, lässt sich auch für Nicht-Insider durchaus verifizieren, wenn man sich die Mühe macht, unterschiedliche Quellen zu lesen, seien es journalistische Aufsätze oder eben arbeitsmarkt- und sozialwissenschaftlichen Studien. Eine paar gute Quellen seien nachfolgend genannt:

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Prof. Dr. jur. Helga Spindler

IAQ - Forschungsabteilung Arbeitsmarkt - Integration - Mobilität

IAB aktuell | IAB

Zum Nachlesen - Prof. Dr. Franz Segbers

Harald Thome - Download

altonabloggt | Themen rund um und aus Altona und Hamburg

sozialrechtsexperte

Eine Sache möchte ich aber ebenfalls anmerken: Es ist immer gut und und jedem anzuraten, sich niemals nur auf eine Quelle zu verlassen. Das gilt logischerweise auch in Bezug auf diesen Thread, für den ich mir nach wie vor sehr wünschen würde, dass sich auch andere pAps oder Ex-pAps hier mal zu Wort melden, gerade damit man einer Quellendiversifikation näher kommt. Ich wäre ebenfalls skeptisch, Dinge nachweislos einfach so zu glaube, die irgendjemand berichtet, dessen Qualifikation oder angebliche Expertise ich nicht nachprüfen kann. Logisch! Es ist gut, skeptisch zu sein und nicht alles unhinterfragt zu glauben.

Ich bin jedenfalls nicht so arrogant, hier zu postulieren, die Wahrheit gepachtet zu haben, die ohnehin immer relativ ist, was zahlreiche user aus eigener Erfahrung mit dem JC sicher bestätigen können. Denn was ist schon objektiv wahr? Es ist - zumindest bezogen auf soziale Interaktionsprozesse wie jene, die im JC stattfinden - selten etwas objektiv wahr, sondern subjektiv interpretationswürdig. Mit Heinz von Forsters gesprochen: Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Das, was ich als pAp als wahr empfunden habe (meine Wahrheit: Ich habe den Kunden gut beraten), hat der Kunde vielleicht ganz anders empfunden (dessen Wahrheit: Der pAp labert doch nur Müll). Und was ich vielleicht als wahr ansehe (meine Wahrheit: Das ist doch eine zumutbarer Tätigkeit), ist in den Augen des Kunden vielleicht grotesk (seine Wahrheit: So eine ausbeuterischer Drecksjob).

Wahrheit ist oftmals eben ein subjektives Sinnkonstrukt. Eben deshalb bemühe ich mich hier auch, meine Aussagen wenn möglich a) mit entsprechenden Quellen zu belegen, so dass ersichtlich wird, woher die Informationen stammen, oder aber b) unter deutlicher Bezugnahme auf meine eigenen, subjektiven Erfahrungen zu schreiben. Meine Erfahrungen können allerdings schon deshalb nicht objektiv wahr sein, weil ich sie gemacht habe, was bereits eine individuelle Aufmerksamkeitsfokussierung und Interpretation voraussetzt, die der Suggestion einer objektiven Wahrheit zuwider läuft.

Anders formuliert: Mein Wahrheitsempfinden hat sich über meine Informastionsverarbeitung eingestellt, in die meine eigenen Erfahrungen und Wertvorstellungen einfließen. Ergo sind die Daten, aus denen ich meine Wahrheit konstruiere, durch meinen hoch subjektiven Resonanz- und Sinnkonstruktionsfilter geflossen. Metaphorisch gesprochen sehen wir alle die Welt durch eine irgendwie gefärbte Brille. Bei Pessimisten spricht man oft von der tiefschwarzen, bei Optimisten von der rosaroten. Und wir alle bewegen und tagtäglich zwischen diesen Extremen und wechsel je nach Situation und Tagesform auch mal die Brille. Daher gibt es in Interaktionsprozessens zwischen pAp und Kunde keine objektive Wahrheit. Man lese zur Vertiefung zu diesem Konstruktivismus z.B. dieses Buch.

Ergo: Mit jener Bestimmtheit, dass das Gesagte tatsächlich der Wahrheit entsprechen möge, die K. Lauer einfordert, kann ich nicht dienen. Und damit kann auch sonst niemand dienen, weil es 1) die eine Wahrheit nicht gibt, sondern unterschiedliche Wahrheitsauffassungen, weil 2) Prozesse und Organisationen sich beständig ändern, so dass das, was zu meiner Zeit im JC galt eventuell in Teilen schon wieder obsolet ist, und weil 3) niemand garantieren kann, dass das, was ich selbst in zwei Jobcentern erfahren und gelernt habe, sich so auch auf alle anderen JCs der Republik übertragen lässt. Kurzum gilt daher logischerweise auch weiterhin: Skepsis ist immer angebracht. Daher sind Foren eine so schöne Errungenschaft. Sie bieten Platz für Meinungs- und Erfahrungspluralismus. Also hier nochmal der Aufruf:

Wenn andere pAps und Ex-pAps hier lesen, bitte teilt Eure Meinungen mit bzw. beantwortet die hier aufkommenden Fragen, damit eben keine einseitige "Wahrheits"-Verzerrung stattfindet.

Ich kann das nur begrüßen, genau wie ich konstruktive Kritik wie die von ethos in diesem Posting gerne zur Kenntnis nehmen.
 

Phanthom

Elo-User*in
Mitglied seit
9 November 2012
Beiträge
249
Bewertungen
164
Burnstorn, ich habe noch eine Frage zum Thema abmelden: Wenn man sich für ca. 8 bis 10 Wochen ortsabwesend meldet, dann fällt man ja bekanntlich aus dem Leistungsbezug raus und ist abgemeldet. Wird man fragen, wie diese Ortsabwesenheit finanziert wird? Was ist, wenn man sich dann nicht wieder ortsanwesend meldet und keinen neuen Antrag stellt? Ist es warscheinlich, dass dann nach Wochen oder Monaten noch nachfragen kommen?
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.671
Bewertungen
915
Alles was bisher von BT hier im Forum geschrieben wurde, ist insgesamt so stimmig und nachvollziehbar, das kann nur echt sein.

Das denke ich auch, dass es stimmt, wasT.B. zu seiner Berufsbiografie bisher preisgab.

Dennoch meine ich, wer hier an prominenter Stelle seinen SonderBlog für die eher gut ausgebildeten Betroffenen und für andere SBs etabliert, sollte das nicht hinter der Maske der Anonymität tun.

T.B. bringt für mein Ohr und auch durch die Art seiner Ratschlägen einen sehr anpässlerischen Grundton ins Forum - und das macht tendenziell die Spaltung zwischen jenen Betroffenen, die es sich mit ihren SBs und HartzIV einfach nur so gut wie möglich einrichten wollen (und damit letztlich beitragen, Hartz IV als Gesamtrepressionssystem immer perfekter zu stabilisieren) und den wenigen, die noch offen gegen Hartz IV antreten, noch unüberwindbarer.

Der politische Impetus von T.B. erschöpft sich im Alltag/in seinen Beiträgen hier m.E. in möglichst gekonnter/elaborierter Anpassung an die Jobcenter-Strukturen. Gemeinhin nennt man das Kollaboration.

Oder wo seht ihr sozialpolitische Initiaitven greifen, in dem was T.B. hier - akademisch - beschreibt und rät?

Edit:
Es nutzt wenig auf abstrakter politischer Ebene gegen Hartz IV zu sein und im Alltag passt man sich möglichst geschmeidig ein.

Das gefällt mir halt nicht. Denn einst bin ich insbesondere wegen den Zahltagsaktionen beim elo-forum.org hängenblieben.

Abgesehen vermute ich bei T.B. keineswegs nur altruistische Motive für sein Engagement in diesem Forum, sonder vermutlich geht's um irgendein akademisches Interesse... Aber who knows, solange T.B.hier anonym seine akademischen Exkurse liefert.
 

Krizzo

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Dezember 2010
Beiträge
374
Bewertungen
83
Ich finde den Thread recht interessant und lese ihn aufmerksam, aber ich würde es begrüßen, wenn du künftig nicht mehr das zynische Wort "Kunde" für Leistungsbezieher verwenden würdest, BurnsTorn.
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.671
Bewertungen
915
Das glaube ich auch.
Vielleicht kommt die Verwirrung ja auch daher, weil man aus Richtung des Jobcenters sonst nicht so ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Seriosität gewohnt ist. :icon_twisted:

Ach täusche dich mal nicht, sie werden auch immer besser im rethorischen Verkaufen ihrer Drangsalierungen.
Denn die Erzeugung der vielen braven Niedriglöhner muss ja weitergehen.
 
E

ExitUser

Gast
Ich finde den Thread recht interessant und lese ihn aufmerksam, aber ich würde es begrüßen, wenn du künftig nicht mehr das zynische Wort "Kunde" für Leistungsbezieher verwenden würdest, BurnsTorn.

Ich setze den privatwirtschaftlichen "Kundenbegriff", der mit dem neuen Steuerungsmodell (New Public Management) auch Einzug in die öffentliche Verwaltung fand, gelegentlich in Klammern, um hervorzuhebem, dass mir die Unzulänglichkeit dieses Begriffs in Bezug auf die Bürger/innen in Jobcentern durchaus bewusst ist. Siehe dazu auch dieses Posting, wo ich zum Kundenbegriff bereits Stellung bezogen und auf dieses Dokument verlinkt habe. Siehe auch die Diskussion in diesem Thread.

Ich werden der Einfachheit halber aber weiterhin von "Kunden" schreiben, mich aber bemühen, diese Begrifflichkeit nun wieder durchgehend in Anführungszeichen zu setzen. Im JC spricht man immer vom "Kunden" und tituliert die Bürger in allen Vermerken, Briefen etc. so. Da fällt es mir noch heute schwer, mir das in Bezug auf ALG II Leistungsbezieher wieder abzugewöhnen. Besser wäre es sicher, durchgehend von Bürger/innen zu sprechen, aber die Srachindoktrination des JC (Sprachleitfaden lässt grüßen) hat auch bei mir ganze Arbeit geleistet.
 

kelebek

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 November 2010
Beiträge
1.883
Bewertungen
604
Ich setze den privatwirtschaftlichen "Kundenbegriff", der mit dem neuen Steuerungsmodell (New Public Management) auch Einzug in die öffentliche Verwaltung fand, gelegentlich in Klammern, um hervorzuhebem, dass mir die Unzulänglichkeit dieses Begriffs in Bezug auf die Bürger/innen in Jobcentern durchaus bewusst ist. Siehe dazu auch dieses Posting, wo ich zum Kundenbegriff bereits Stellung bezogen und auf dieses Dokument verlinkt habe. Siehe auch die Diskussion in diesem Thread.

Hm, hm ...

Ich werden der Einfachheit halber aber weiterhin von "Kunden" schreiben, mich aber bemühen, diese Begrifflichkeit nun wieder durchgehend in Anführungszeichen zu setzen.

Naja ...

Im JC spricht man immer vom "Kunden" und tituliert die Bürger in allen Vermerken, Briefen etc. so. Da fällt es mir noch heute schwer, mir das in Bezug auf ALG II Leistungsbezieher wieder abzugewöhnen.

Jaja ...

Besser wäre es sicher, durchgehend von Bürger/innen zu sprechen,

Zugestimmt.

aber die S[p]rachindoktrination des JC (Sprachleitfaden lässt grüßen) hat auch bei mir ganze Arbeit geleistet.

Na, bei aller Achtung, die ich Dir (erst einmal zumindest im Sinne Deiner hier gemachten Einlassungen; weiter kann ich Dich ja nicht kennen und deswegen auch nichts meinen ;-)) entgegenbringe:
Da machst Du es Dir m.E. doch ein bisschen (zu) leicht!​
 
E

ExitUser

Gast
... Mit etwas Eigenrecherche-Kompetenz sollte es nicht sonderlich schwer fallen, meine Informationen hinsichtlich ihres "Wahrheitsgehalts" zu überprüfen. Das Zauberwort lautet hier schlicht Quellendiversifikation ... Zum einen kann man, um die Informationen zu verifizieren - oder sie zu widerlegen ...

Danke! Danke, das bestätigt meine Feststellung weiter vorne: Mit etwas Fleiß und echtem! Interesse an der Materie ... Zeit hätten die User eh mehr als zu viel. Allein die Art der Fragen lässt tief blicken. Und die Antworten? Uniformiert.

Alles was bisher von BT hier im Forum geschrieben wurde, ist insgesamt so stimmig und nachvollziehbar, das kann nur echt sein.

Du?!
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.671
Bewertungen
915
Ich setze den privatwirtschaftlichen "Kundenbegriff", der mit dem neuen Steuerungsmodell (New Public Management) auch Einzug in die öffentliche Verwaltung fand, gelegentlich in Klammern, um hervorzuhebem, dass mir die Unzulänglichkeit dieses Begriffs in Bezug auf die Bürger/innen in Jobcentern durchaus bewusst ist. Siehe dazu auch dieses Posting, wo ich zum Kundenbegriff bereits Stellung bezogen und auf dieses Dokument verlinkt habe. Siehe auch die Diskussion in diesem Thread.

Ich werden der Einfachheit halber aber weiterhin von "Kunden" schreiben, mich aber bemühen, diese Begrifflichkeit nun wieder durchgehend in Anführungszeichen zu setzen. Im JC spricht man immer vom "Kunden" und tituliert die Bürger in allen Vermerken, Briefen etc. so. Da fällt es mir noch heute schwer, mir das in Bezug auf ALG II Leistungsbezieher wieder abzugewöhnen. Besser wäre es sicher, durchgehend von Bürger/innen zu sprechen, aber die Srachindoktrination des JC (Sprachleitfaden lässt grüßen) hat auch bei mir ganze Arbeit geleistet.

Auch "Bürger" ist natürlich in vielen Fällen viel zu schwammig.

Warum so verklemmt und nicht einfach gradlinig heraus auch mit der Sprache? - und das was ALGII-Bezieher/innen in Bezug auf das Jobcenter sind auch so nennen: "Leistungsbezieher/innen" - klare Bezeichnung ohne Schnickschnack.

Per Textbaustein hört der sog. Kunde das ja eh in den meisten Schreiben des JC im ständigen Droh-Dreitakt bis zum Trauma:
"Sie beziehen Leistung nach ...."
daher "sind Sie zur Mitwirkung ..."
sonst Zielgerade auf "Sanktion" und die verhängen wir, Ihr strafendes JC, gern und möglichst häufig und vor allem bis zum Sanktnimmerleinstag.
"Mit [zum Scheine] freundlichen Grüßen, Ihr Mobcenter".

--------
N.B. TimBurns: Ich halte es übrigens für eine deiner arroganten Zumutungen in einem nichtakademischen Forum, dass du von anderen Forenuser erwartest, um mit dir zu kommunizieren, sie in x deiner vormaligen pseudoklugen Threads herumsuchen sollen, um deinen ach- so einmaligen Ausführungen zu folgen.

Überleg mal wie das Forum unlesbar würde, wenn wir das alle so hielten.

Aber zugegeben, manche User fühlen sich sicherlich auch bei einem angehenden Prof oder wat auch immer du realiter bist, schon ungeheuer gebauchpinselt und"von", wenn sie sich durch deine x exkursartigen Threads klicken dürfen... :icon_party:
 
E

ExitUser

Gast
Ich halte es übrigens für eine deiner arroganten Zumutungen in einem nichtakademischen Forum, dass du von anderen Forenuser erwartest, um mit dir zu kommunizieren, sie in x deiner vormaligen pseudoklugen Threads herumsuchen sollen, um deinen ach- so einmaligen Ausführungen zu folgen. Aber zugegeben, manche User fühlen sich sicherlich auch bei einem angehenden Prof oder wat auch immer du realiter bist, schon ungeheuer gebauchpinselt und"von", wenn sie sich durch deine x exkursartigen Threads klicken dürfen...

Eine Sache würde mich schon interessieren, liebe ethos: Warum fällt es dir eigentlich so verdammt schwer, einfach mal einen konstruktiven - gerne auch kritischen - Kommentar abzugeben, ohne gleich in Spekulationen darüber zu verfallen, was manche user hier wohl fühlen. Kleiner Tipp zur demokratischen Debattenkultur: Lass einen jeden user hier im Forum doch selbst entscheiden, in welcher Weise er oder sie sich Informationen über Hartz IV bzw. über Interna im Jobcenter aneignet. Wo ist bloß das Probleme, die Leute selbst entscheiden zu lassen, was sie lesen oder nicht lesen, glauben oder nicht glauben bzw. von den Ratschlägen umsetzen oder nicht umsetzen wollen?

Kein Mensch muss das hier lesen. Ebenso muss kein Mensch irgendwas in den Verlinkungen lesen, die ich zu Erläuterungszwecken manchmal poste, um mich nicht ständig zu wiederholen. Und apropos Lesen: Gerade du scheinst hochgradig selektiv zu lesen, also nur das zur Kenntnis zu nehmen, was du zur Kenntnis nehmen willst. Anders ist es kaum zu erklären, dass du meine Ausführungen vermeintlich ironisierend als ach so einmalig bezeichnest, wo ich doch gestern abend umfassend dargelegt habe, dass das genaue Gegenteil der Fall ist, dass meine Ausführungen also gerade nicht einmalig sind, sondern ich mich auf dutzende Quellen beziehe und gerade an Vielfältigkeit interessiert bin.

Aufgrund eben dieses Interesses an Vielfältigkeit und Meinungspluralismus mag ich auch Kritik, die zum Nachdenken anregt und es im besten Fall möglich macht, auf eigene blinde Flecke zu stoßen. Dies vermag aber nur konstruktive Kritik zu leisten, woran es deinen Postings sehr oft leider mangelt. Denn deine "Kritik" verkommt nicht selten zu einem wenig erhellenden, scheinbar vor Hass auf mich und mein Wertesystem triefendes Gemecker, das einen bedenklichen Paternalismus offenbart, weil du scheinbar meinst, hier als moralische Instanz darüber urteilen zu können, wie ein vermeintlich sozialpolitisch korrekter Umgang mit Hartz IV auszusehen hat. Das steht dir aber ebensowenig zu wie mir oder sonst wem.

Kurzum finde ich es vermessen, anderne Leuten einreden zu wollen, wie sie gefälligst gegen das System zu kämpfen haben und wessen Informationen sie dabei Glauben schenken dürfen. Überlass es doch einfach den mündigen usern hier, selbst darüber zu urteilen und selbst zu entscheiden, ob sie eher ideologische Reinheit und heroischen Sozialprotest oder pragmatischen Umgang im Alltag mit dem Jobcenter bevorzugen.

Darüber hinaus möchte ich noch anmerken, dass ich es für eine Paradoxie halte, dass du einerseits meinst, meine Postings als nicht hilfreich, pseudoklug und arrogant hinstellen zu können, du ihnen gleichsam allerdings doch so viel Bedeutung beizumessen scheinst, dass du sie mit bestechender Konsequenz ständig verächtlich machst und dich hier leider allzu oft relativ inhaltsleer dazu auslässt. Es wäre ein Qualitätsgewinn für diesen Thread, wenn du dies unterließest und (wieder) mehr auf der Sachebene Kritik äußern würdest. In Erwartung eines konstruktven Disputs dafür schonmal Danke im Voraus!:icon_daumen:
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.671
Bewertungen
915
Eine Sache würde mich schon interessieren, liebe ethos: Warum fällt es dir eigentlich so verdammt schwer, einfach mal einen konstruktiven - gerne auch kritischen - Kommentar abzugeben, ohne gleich in Spekulationen darüber zu verfallen, was manche user hier wohl fühlen.


1) Was bitte sehr sollte nicht konstruktiv sein, werter Tim Burns, an - zum Beispiel - meiner schlicht empirischen Feststellung, dass es dir so verdammt schwer fällt, einzusehen, dass deine selbstreferentiellen langen Exkurse und dein SonderBlog aus dem üblichen Forendiskussions-Modus ausscheeren und den bewährten Foren-Modus tendenziell unterlaufen? - Wenn eine solche emprische Feststellung kein hochkritischer Kommentar ist, fresse ich 3 Besenstiele. :icon_party:

2) Was bitte sehr sollte nicht konstruktiv sein, an meinem hochkonstruktiven Vorschlag, dass du statt deiner vielen geschraubten und beschönigenden Begriffe rund um das HartzIV-Repressionsystem doch besser klare Begriffe verwenden könntest, die es ja auch bereits gibt? Wie am Beispiel im vorigen Posting , betr. deinem x.ten Exkurs zu "Kunde" gezeigt.
Sage uns doch mal, warum du die sog. Kunden des JC nicht einfach "Leistungsberechtigte" nennst. Statt ständig um jeden heissen Brei ellenlang herum zu häkeln.

Und viele andere Beispiele gibt es, wo du dich lediglich auf meine Gegenargumente mal hättest einlassen müssen, um konstruktiv zu werden.

[
Kleiner Tipp zur demokratischen Debattenkultur: Lass einen jeden user hier im Forum doch selbst entscheiden, in welcher Weise er oder sie sich Informationen über Hartz IV bzw. über Interna im Jobcenter aneignet.

Wir beide werden natürlich letztlich die REDAKTION über die Diskussionskultur in diesem Forum entscheiden lassen müssen - und gewiss nicht einzelne User oder Usertruppen.

Denn wo käme dieses Forum hin, wenn z.B. auch ein Leihbudenbesitzer es sich einfallen ließe, so wie du, einen Sonderblog im Forum aufzumachen... "Der Inside Leihbuden-Thread - Oder: Frage doch mich direkt, deinen Leihbuden-Ausbeuter!?".
So rein primitiv demokratisch betrachtet, wäre das ja nun auch dessen "Recht" als mündiger Bürger und User , diesen seinen SonderThread hier genau so aufmachen zu dürfen wie du, nicht wahr doch... .

Und solange die Redaktion uns - dich , mich, andere - hier gewähren lässt, rede ich über das, was mir im Forum auffällt, mit. Insbesondere wenn wie hier du als SB oder WatauchImmer einem in meinen Augen Anpassungs-Umgang mit den Jobcenter das akademische Wort redest .
Mich dünkt das halt reichlich kontra'konstruktiv' für die von mir unterstützenswerter befundenen Sozialproteste.

Und überhaupt: Wenn dieser Trhead eine Eldorado von Pluralität ist bzw. noch werden kann, wie du meinst, reden wir jetzt doch alle genau so ausgiebig hier mit, wie du selbst. Olalalal!

Daher wirst du und alle anderen hier dich mit meinen Einsprachen abfinden müssen - halt ganz wie in Foren üblich. Ist deren urdemokratisches und gewiss manchmal auch etwas krudes Prinzip.

Wo ist bloß das Probleme, die Leute selbst entscheiden zu lassen, was sie lesen oder nicht lesen, glauben oder nicht glauben bzw. von den Ratschlägen umsetzen oder nicht umsetzen wollen?

Wo ist bloß dein Problem, dass die Welt so halt nicht funktioniert. Auch in Foren nicht.

Noch nie gehört, dass viele auf Anhieb erstmal einfach recht unkritisch das tun, was ihnen unmittelbar zuerst an der Oberfläche handlich-praktisch angeboten wird? Dies ihnen und uns aber mittelfristig gar nicht soo gut tun muss. Und eine vertiefte Aufklärung dem einen oder anderen dann doch noch rechtzeitig die Augen öffnen könnte. Z.B. dass hier nicht einfach nur objektives 'Wissen' vermittelt wird. Sondern geschmeidige Anpassung gepredigt wird.

Oder du musst uns halt mal erklären, ob deine Exkurse mehr /anderes bewirken sollen und wie sie das tun sollen - als schlicht bessere individuelle Einpassung für gut gebildete AlgII-Bezieher/innen in die Köpfe deiner Leser zu träufeln.

Mal ein Beispiel aus einem anderem Feld (ging hier auch kürzlich durch's Forum): die privaten Energiekonzerne bieten Neukunden nicht zu verachtende Werbegeschenke an. Der Kunde springt gern darauf an - merkt kaum, dass er damit den privatisierten Energiekonglomeraten auf den Leim geht. Er schadet aber ggf. damit sich und anderen und der Natur mittelfristig. Während er ggf. bei besserer Aufklärung, die ihm an vorderster Front geboten worden wäre, stattdessen durchaus auch bereit ist, auf ein ökologisch und finanziell vernünftiger aufgebautes Stadtnetz umzusteigen. Etc. etc.

Und mein kleiner Beitrag im Forum ist halt, jeweils meine Positionen - wie in Foren gemeinhin üblich - da, wo es mir sinnvoll scheint, dazwischen zu streuen. Auch wenn das schon mal konservativere Meinungsführer tierisch stört. Aber so läuft eben Foren'demokratie'.
Und nicht indem sich einer in einem Sonderblog ad libidum mehr oder weniger allein ausbreiten kann. Jedenfalls solange ihn die REDAKTION nicht allen anderen vor die Nase setzt. Was wir jetzt mal ausprobieren wollen.:biggrin:
Kein Mensch muss das hier lesen. Ebenso muss kein Mensch irgendwas in den Verlinkungen lesen, die ich zu Erläuterungszwecken manchmal poste, um mich nicht ständig zu wiederholen. Und apropos Lesen: Gerade du scheinst hochgradig selektiv zu lesen, also nur das zur Kenntnis zu nehmen, was du zur Kenntnis nehmen willst.

Nun - das ist wie mit Werbung: Was zuoberst steht, nimmt man halt mit. Und wäre ich nicht erneut hier von Dritten zitiert worden,hätte ich dich und deine Exkurse vermutlich sogar links liegen lassen. Aber da wir nun hier schon mal soweit sind, habe ich mir vorgenommen - jedenfalls bis ich dann wieder wegfahre oder die Redaktion eingreift - mich hier mit dir mal gründlich auseinanderzusetzen.

Ganz einfach deshalb, weil ich meine, dass du mit deinem Wissen die User in die noch tiefere Verstrickung mit diesem teuflischen Hartz IV System löckst. Ok, kann natürllich jedermann und jederfaru auch dazu sagen: Ganz schön arrogant, so eine Meinung von ethos07.

Aber solange du nich mehr Farbe bekennst, wo deine Exkurse das System HartzIV auseinanderbauen oder zumindest nachhaltig stören , solange halte ich mir das Contrageben zu deinem gediegenen Systemintegratotionssprech ohne jeden Skrupel auch in 'deinem' SonderThread weiterhin OFFEN.
:wink:

Übrigens: du hast den Vorteil, dass du schneller schreiben kannst als ich.

Ich werde daher vermutlich dann einfach wieder abwarten, bis dir jemand wieder Fragen stellt. Und dann erst deine Antwort dazu kritisch betrachten. Denn diese Metadiskussionen zwischen uns sind ja nix als ermüdend.
Anders ist es kaum zu erklären, dass du meine Ausführungen vermeintlich ironisierend als ach so einmalig bezeichnest, wo ich doch gestern abend umfassend dargelegt habe, dass das genaue Gegenteil der Fall ist, dass meine Ausführungen also gerade nicht einmalig sind, sondern ich mich auf dutzende Quellen beziehe und gerade an Vielfältigkeit interessiert bin.

Dazu hat dier K.Lauer aus meiner Sicht bereits das Nötige gesagt: Wenn dem so ist, dann beteilige dich auch ganz wie die anderen User an deren aus vielen Quellen gespießenen Forendiskussionen - und setze dich dort direkt mit der Vielzahl unserer anderen Meinungen und Stimmen auseinander.
Aufgrund eben dieses Interesses an Vielfältigkeit und Meinungspluralismus mag ich auch Kritik, die zum Nachdenken anregt und es im besten Fall möglich macht, auf eigene blinde Flecke zu stoßen. Dies vermag aber nur konstruktive Kritik zu leisten, woran es deinen Postings sehr oft leider mangelt. Denn deine "Kritik" verkommt nicht selten zu einem wenig erhellenden, scheinbar vor Hass auf mich und mein Wertesystem triefendes Gemecker, das einen bedenklichen Paternalismus offenbart, weil du scheinbar meinst, hier als moralische Instanz darüber urteilen zu können, wie ein vermeintlich sozialpolitisch korrekter Umgang mit Hartz IV auszusehen hat. Das steht dir aber ebensowenig zu wie mir oder sonst wem.

Immerhin kann jede/r ,der schauen möchte, bei mir und anderen anhand der bisherigen Postings sich ein recht klares Bild machen , was ich wie zu Hartz IV seit 2007 dachte und aktuell denke und was ich mit anderen zusammen nach bestem Vermögen dagegen umgesetzt habe. Während für mich bei dir bisher nur akademisch-anonymer Verbrämungssprech rüberkommt .

Sorry mir kommt das bei dir so vor, wie wenn du du hier die User lediglich als Demonstrationszuhörer für irgenetwas Externes benutzt.

Das ist eine so überhelbiche einseitige Kommunikation für ein Forum. Und durch nichst mehr als das du SB gewesen seist, bisher begründet. So eine Haltung finde ich halt vermessen, stößt mich ab. Daher auch mein Ironisieren.

Kurzum finde ich es vermessen, anderne Leuten einreden zu wollen, wie sie gefälligst gegen das System zu kämpfen haben und wessen Informationen sie dabei Glauben schenken dürfen. Überlass es doch einfach den mündigen usern hier, selbst darüber zu urteilen und selbst zu entscheiden, ob sie eher ideologische Reinheit und heroischen Sozialprotest oder pragmatischen Umgang im Alltag mit dem Jobcenter bevorzugen.

Das dürfen sicher alle sehr wohl. Nur ich darf natürlich genau so völlig frei darüber entscheiden, ob ich ein SonderBlogMeinung tendenziell eher für eine ziemlich re-aktion- äre abstrakte reine Lehrmeinung halte . Und das sage ich halt dann jeweils auch. Und zwar auch dort - solange mich die REDAKTION lässt - wo es mir am sinnvollsten erscheint.

Das Forum läuft mit den Spielregeln der Redakton und ich halte es für hächst vermessen, wenn jemand wie du für seinen eigenen akademische ExkurseLoge eigene Spielregeln aufzustellen versucht.
Daher werde ich dir nun sehr gern ganz nach meiner Art und Weise mitreden.Und empfehel das auch allen anderen.

Darüber hinaus möchte ich noch anmerken, dass ich es für eine Paradoxie halte, dass du einerseits meinst, meine Postings als nicht hilfreich, pseudoklug und arrogant hinstellen zu können, du ihnen gleichsam allerdings doch so viel Bedeutung beizumessen scheinst, dass du sie mit bestechender Konsequenz ständig verächtlich machst und dich hier leider allzu oft relativ inhaltsleer dazu auslässt.

Ob etwas inhaltsleer ist oder nicht, wird wie so häufg, auch hier sicher nicht durch die unmittelbar Beteiligten entschieden, sondern das wir erst die Geschichte zeigen können.
Ich halte meine Auslassungen natürlich für unterm Strich - wenn sie auch nicht ganz so geschmeidig elaboriert daherkommen wie deine - für mindestens so wichtig, wie deine. Tja , so ist das halt auf der Welt.
Daher würde ich mir an deiner Stelle den Mund nun wirklich nicht so überheblich voll nehmen.

Und 'wichtig' ist mir dieser Thread (auch nur) insofern, als ich meine, dass hier eine geänderte Diskussionskultur ins Forum eingeschleust wird, die ich für ziemlich schädlich halte betr. den auch in dunkeleren sozialpolitischen Zeiten sorgsam zu hütenden Restschatz an Sozialprotesten.

Es wäre ein Qualitätsgewinn für diesen Thread ...

Tja klaro für deinen LogenThread schon :icon_party:. Aber meines Erachtens wäre es halt ein Qualitätsgewinn für's Forum, es würden hier nicht solche Logenakademiker für sich solche Schaufenster für ihre einsame reine Lehre zum Repressionsystem Hartz IV etablieren.

In der Uni kannst du das gerne so machen. Dort ist ein solcher Wettbewerb um die elegantest daherkommende Position Tagesgeschäft. Aber hier in einem Erwerbslosenforum greift eine solche Extrawurst aus meiner Sicht voll daneben. Zumal ich wie gesagt, auch deine Positionen, deine Sprache usw. ausserordentlich system-integrativ finde.

... wenn du dies unterließest und (wieder) mehr auf der Sachebene Kritik äußern würdest. In Erwartung eines konstruktven Disputs dafür schonmal Danke im Voraus!:icon_daumen:
[/QUOTE]

Leider ist hier niemand DIE Definitonsmacht, was konstruktiv und was kontrakonstruktiv ist. Ich halte mich z.B. unterm Strich - auch wenn ich zugebe, dass ich keineswegs immer bequem bin für andere - eigentlich für durchaus konstruktiv. So wie du dich offenkundig ebenfalls als konstruktiv einschätzt. Ich fände es z.B. deinerseits konstruktiv, du würdest dich, wenn du in einem Forum postest, mit deinen Meinungen, so wie die anderen User auch, zu dem oder jenem Thema in die anderen Thread einsortieren. Da würden viele deiner Meinungen - die ich hier überhaupt keine Lust habe alle im Detail zu diskutieren - von ziemlich vielen Seiten eingeschliffen. Halt wie in funktionierenden Foren üblich.
:icon_daumen:

Und ich kann gleich noch dazu sagen: selbst gehässig auf mich losgehende "Mehrheiten" bringen mich meistens nicht von einem von meiner Seite einmal als nützlich eingeschätzten Weg ab.

Und nützlich erscheint mir z.Z hier in deinem SpezialThread, da wir nun schon mal soweit sind: weiter mit dir hier die Auseinandersetzung zu betreiben. Bis klar ist, ob und wie es mit solchen Sonderlogen für dank HarzIV aus den Jobcenter aufsteigende Akademiker im elo-forum.org weitergehen kann oder nicht .

N.B. Da ich nicht so geschmeidig wie du mit Schreiben bin und auch nicht soviel Zeit damit verlieren will/kann: Ich werde nun voraussichtlich einfach wieder warten, bis dir der nächse User eine Frage stellt und dann erst wieder deine Antwort dazu kritisch betrachten. Denn hier unsere Metadispute stundenlang auszutauschen fehlt mir die Zeit. Und das öffnet ja wohl auch kaum Dritten die Augen, in welchem integrativen Geist du es dir hier in deiner SonderLoge mit deinem Rat und Exkursen "sehr einfach / zu einfach" machst.
 
E

ExitUser

Gast
Ich werde nun voraussichtlich einfach wieder warten, bis dir der nächse User eine Frage stellt und dann erst wieder deine Antwort dazu kritisch betrachten. Denn hier unsere Metadispute stundenlang auszutauschen fehlt mir die Zeit. Und das öffnet ja wohl auch kaum Dritten die Augen, in welchem integrativen Geist du es dir hier in deiner SonderLoge mit deinem Rat und Exkursen "sehr einfach / zu einfach" machst.

Ich halte mich mal kurz, da ich deine Auffassung, dass unsere Meta-Diskussion für andere vermutlich ermüdend ist, teile. Jedenfalls Danke für deine ausführliche Kritik. Wäre die in vorigen Postings immer so dezidiert und begründet ausgefallen, hätte ich das als sehr bereichernd empfunden.

Auch kann ich einiges (wenn auch längst nicht alles) von dem, was du schreibst und hinsichtlich des "Sonderstatus" monierst, der mir durch das Anpinnen dieses Threads vermeintlich zukommt und durch den manche user vielleicht eher unkritisch lesen, durchaus nachvollziehen. Isofern scheint es mir auch eine sinnvolle Entscheidung der Redaktion, dass dieser Thread nun wieder ent-pinnt ist. Denn wie gesagt: Auf einen Sonderstatus verzichte ich gerne.

Um dem Nachdruck zu verleihen, habe ich mich entschieden, in diesem Thread nicht länger zu posten. Leider hat dieser Thread von Anfang an nicht so funktioniert, wie ich es erhofft habe, denn wie sich zeigt, habe ich es eben nicht geschafft (zumindest nicht im großen Stil), andere pAps/SBs zum Antworten zu animieren. Der erwünschte und erhoffte Meinungspluralismus ist so nur sehr begrenzt zustande gekommen.

Meine Entscheidung bedeutet aber keineswegs, dass ich hier weg bin! Ich poste gerne auch weiterhin in diesem Forum, wenn ich Zeit finde und auf Fragen stoße, die ich beantworten kann. Da habe ich keine "Sonderthread"-Allüren.

So ist die Neutralität (einer unter vielen) und die gewünschte Foren-Struktur (man kommt zum Fragesteller, nicht umgekehrt) wieder hergestellt und niemand läuft mehr Gefahr, durch meinen sebstreferentiell arroganten, akademisch intonierten Neo-Pragmatismus ent-ideologisiert zu werden bzw. es werden sich dann sicher mehr Leute finden, die meinen Ausführungen, Überzeugungen und Ratschlägen entsprechendes entgegenhalten.

In diesem Sinne: Tschüss "Inside-Jobcenter-Thread" und auf Wiedersehen in hunderten anderen Threads im Forum. :wink:
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
8.029
Bewertungen
10.764
... und deshalb schließe ich an dieser Stelle ...


[...]

Um dem Nachdruck zu verleihen, habe ich mich entschieden, in diesem Thread nicht länger zu posten. Leider hat dieser Thread von Anfang an nicht so funktioniert, wie ich es erhofft habe, denn wie sich zeigt, habe ich es eben nicht geschafft (zumindest nicht im großen Stil), andere pAps/SBs zum Antworten zu animieren. Der erwünschte und erhoffte Meinungspluralismus ist so nur sehr begrenzt zustande gekommen.

[...]

... wen es allerdings interessiert - hier gehts weiter

Der Rest von ...



:icon_wink:

 

Banquo

Redaktion
Mitglied seit
17 Oktober 2008
Beiträge
3.558
Bewertungen
227
Um dem Nachdruck zu verleihen, habe ich mich entschieden, in diesem Thread nicht länger zu posten. Leider hat dieser Thread von Anfang an nicht so funktioniert, wie ich es erhofft habe, denn wie sich zeigt, habe ich es eben nicht geschafft (zumindest nicht im großen Stil), andere pAps/SBs zum Antworten zu animieren. Der erwünschte und erhoffte Meinungspluralismus ist so nur sehr begrenzt zustande gekommen.

Vielleicht ändert sich das in Zukunft nochmal. Angesichts des Blogs von Inge Hannemann und dessen Wirkungen sowie des Berichts des Bundesrechnungshofes (und des Spiegel-Artikels von Montag) zu den Unzulänglichkeiten im System der Bundesagentur für Arbeit vor allem bei ALG 1 (aber auch ALG 2), was hoffentlich auch politische Konsequenzen hat, wäre es sehr zu begrüssen, wenn sich weitere [Ex-]Mitarbeiter der Arbeitsagenturen ihrer Möglichkeiten besinnen und zumindest dem Beispiel von BurnsTorn in ähnlicher Weise folgen.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten