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Der Hausarrest wirft immer wieder neue Fragen auf...

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Baerendienst

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#1
Mal angenommen ich habe ein Termin um 10 Uhr in der ARGE und normalerweise
brauche ich eine halbe Stunde um da hinzukommen, wie wird das gehandhabt wenn
ich schon um 9 Uhr aus dem Haus gehe und vorsätzlich langsam anreise um
z.B "ein wenig Luft zu schnappen"?

Davon abgesehen, darf ich die Anreise zur ARGE kurzzeitig unterbrechen, z.B um _auf_
dem Weg etwas an einem Kiosk zu kaufen? Falls dies verboten ist, wie wird das
überwacht, z.B in dem der Kontrolldienst etwa auf dem Weg zur ARGE beschattet?

Was ist z.B mit Anwaltsterminen. Angenommen ich möchte einen Anwalt aufsuchen
um mich beraten zu lassen vielleicht sogar wegen einer Sanktion weil ich mich schon
dem Hausarrest widersetzt habe, kann mir der Sachbearbeiter die Erlaubnis
verweigern zu diesem Zweck das Haus zu verlassen?

Was ist wenn ich fälschlicherweise vorgebe ich würde einkaufen gehen, aber gehe
stattdessen zu einem Anwalt und lass mich heimlich beraten, wie wird das gehandhabt?
 

Arania

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#2
Ist das alles ernst gemeint, was Du da fragst? Also ich habe jedenfalls noch keinen Hausarrest und lebe wie all die Jahre vorher
 
E

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Gast
#3
Arania sagte :
Ist das alles ernst gemeint, was Du da fragst? Also ich habe jedenfalls noch keinen Hausarrest und lebe wie all die Jahre vorher
Das müßte man alles ernstgemeint fragen, denn laut Gesetz darf man den Wohnort nicht verlassen. Und wenn dir einer an den Karren p.... will - sicher ist sicher :)

Mein SB hat mir aber schriftlich mitgeteilt, das er nicht gefragt werden will,
wenn ich zum Arzt, einkaufen und ähnliches will, nur mehrtägige Abwesenheit sprich Urlaub will er wissen.

Und was der mir sagt, daran halte ich mich - solange es mir in den Kram paßt. :)

Gruß aus Ludwigsburg
 

Baerendienst

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#4
Ludwigsburg sagte :
Arania sagte :
Ist das alles ernst gemeint, was Du da fragst? Also ich habe jedenfalls noch keinen Hausarrest und lebe wie all die Jahre vorher
Das müßte man alles ernstgemeint fragen, denn laut Gesetz darf man den Wohnort nicht verlassen. Und wenn dir einer an den Karren p.... will - sicher ist sicher :)

Mein SB hat mir aber schriftlich mitgeteilt, das er nicht gefragt werden will,
wenn ich zum Arzt, einkaufen und ähnliches will, nur mehrtägige Abwesenheit sprich Urlaub will er wissen.

Und was der mir sagt, daran halte ich mich - solange es mir in den Kram paßt. :)

Oh und schöne Grüße nach Ludwigsburg, ist ja gerade um die Ecke :)

Gruß aus Ludwigsburg
Na gut, du hast eben von Deinem Sachbearbeiter eine dauernde Genehmigung bekommen
die es Dir erlaubt Dich in Deinem näheren Umfeld zu bewegen. Die kann er aber auch
jederzeit widerrufen.
 

Arco

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#5
Na gut, du hast eben von Deinem Sachbearbeiter eine dauernde Genehmigung bekommen
die es Dir erlaubt Dich in Deinem näheren Umfeld zu bewegen. Die kann er aber auch
jederzeit widerrufen.
.... genau :daumen: :daumen:

und beim nächsten Mal verlangt er von dir das du dir einen Knopf an die Backe nähst :shock: :shock: 8) :?
 

Baerendienst

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#7
Arco sagte :
Na gut, du hast eben von Deinem Sachbearbeiter eine dauernde
und beim nächsten Mal verlangt er von dir das du dir einen Knopf an die Backe nähst :shock: :shock: 8) :?
Ist Recht Arco, Du bist ja Dein Halsband mit Peilsender schon gewohnt. Fakt ist und
das kannst Du kleinreden wie Du willst, effektiv ist dem Empfänger von Leistungen
für Arbeitssuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch es auferlegt täglich jederzeit
in seiner Wohnung anzutreffen zu sein ... auch wenn man noch nicht nicht systematisch
von Haus zu Haus geht und die Anwesenheit stichprobenweise kontrolliert ... bzw.
die verbilligte Nachmittagsvorstellung im Kino unterbrochen wird für eine Razzia des
Arbeitsamtes.

Ich werde selbst heute wie schon angekündigt (nur ist das irgendwie nicht im Zieltthread
gelandet) mich in wenigen Stunden auf dem Weg machen um mich 200 KM entfernt
aufhalten und das sogar mehrere Tage lang. Ich glaube kaum das man die Melderdaten
von Toll-Collect heranziehen wird um mich irgendwo zwischen zwei Autobahnkilometern
aus dem Wagen zu ziehen. Deswegen heisst das noch lange nicht das ich vielleicht
nicht doch von der ARGE hierzu hören werde.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Baerendienst sagte :
Na gut, du hast eben von Deinem Sachbearbeiter eine dauernde Genehmigung bekommen
die es Dir erlaubt Dich in Deinem näheren Umfeld zu bewegen. Die kann er aber auch
jederzeit widerrufen.
Da hast du sehr recht, deshalb mein ich, müßte das Gesetz (mal wieder) geändert werden.

Ich habe meinem SB ganz klar mitgeteilt, daß für mich das Gesetz maßgebend ist - und ich mich daran halte, wenn ich nicht schriftlich von ihm erhalte, was er denkt.

Sollte er seine Meinung ändern, bitte, aber dann hätt er viel zu tun...

die wisen auf dem Amt, daß ich keine Ruhe gebe, bis ich zufrieden bin :)

Und zufrieden wär ich nur, wenn jeder Schritt, den ich aus dem Wohnort raus geh, vorher schriftlich genehmigt wär... denn ich möcht nicht riskieren, auch nur 1 Tag auf mein Geld verzichten zu müssen...

Gruß aus Ludwigsburg

Gruß aus Ludwigsburg
 

silkem

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#9
Hmm,
also ich habe nochmal in das Fortentwicklungsgesetz geschaut und da steht folgendes:
§7 Abs. 4a SDB II:
5 Leistungen nach diesem Buch erhält nicht, wer
sich ohne Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners
außerhalb des in der Erreichbarkeits-Anordnung
vom 23. Oktober 1997 (ANBA 1997, 1685), geändert
durch Anordnung vom 16. November 2001 (ANBA
2001, 1476), definierten zeit- und ortsnahen Bereiches
aufhält; die übrigen Bestimmungen dieser Anordnung
gelten entsprechend.
So und in der ANBA steht lediglich folgendes:
§ 1 Grundsatz
(1) 1Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung kann zeit- und ortsnah Folge leisten, wer in der Lage
ist, unverzüglich
1. Mitteilungen des Arbeitsamtes persönlich zur Kenntnis zu nehmen,
2. das Arbeitsamt aufzusuchen,
3. mit einem möglichen Arbeitgeber oder Träger einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme in Verbindung zu treten
und bei Bedarf persönlich mit diesem zusammenzutreffen und
4. eine vorgeschlagene Arbeit anzunehmen oder an einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen.
2Der Arbeitslose hat deshalb sicherzustellen, daß das Arbeitsamt ihn persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz
oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichen kann. 3Diese
Voraussetzung ist auch erfüllt, wenn der Arbeitslose die an einem Samstag oder an einem Tag vor einem gesetzlichen
Feiertag eingehende Post erst am folgenden Sonn- bzw. Feiertag zur Kenntnis nehmen kann.

(2) 1Über Ausnahmen von diesem Grundsatz entscheidet das Arbeitsamt im Rahmen der nachfolgenden Vorschriften.
2Es läßt sich von dem Ziel leiten, den Arbeitslosen beruflich einzugliedern und Leistungsmißbrauch zu vermeiden.
(3) Kann der Arbeitslose Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung wegen der nachgewiesenen
Wahrnehmung eines Vorstellungs-, Beratungs- oder sonstigen Termins aus Anlaß der Arbeitssuche nicht zeit- oder
ortsnah Folge leisten, steht dies der Verfügbarkeit nicht entgegen.

§ 2 Aufenthalt innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs
1Der Arbeitslose kann sich vorübergehend auch von seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt entfernen, wenn
1. er dem Arbeitsamt rechtzeitig seine Anschrift für die Dauer der Abwesenheit mitgeteilt hat,
2. er auch an seinem vorübergehenden Aufenthaltsort die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 erfüllen kann und
3. er sich im Nahbereich des Arbeitsamtes aufhält. 2Zum Nahbereich gehören alle Orte in der Umgebung des
Arbeitsamtes, von denen aus der Arbeitslose erforderlichenfalls in der Lage wäre, das Arbeitsamt täglich ohne
unzumutbaren Aufwand zu erreichen.
So da steht nichts von Hausarrest oder persönlicher Erreichbarkeit zu Hause!
Ich möchte jetzt gerne nochmal wissen, woher diese persönliche Erreichbarkeit zu Hause herkommt! :motz: :motz:

LG

Silke

P.S.: meiner Arge reicht 'ne Handynummer, die aktuell ist....
 

___________

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#11
Zum Nahbereich gehören alle Orte in der Umgebung des
Arbeitsamtes, von denen aus der Arbeitslose erforderlichenfalls in der Lage wäre, das Arbeitsamt täglich ohne unzumutbaren Aufwand zu erreichen.


Weiss jemand, wie das in der Praxis ausgelegt wird? m.E. würde dies ja bedeuten, ich kann mich doch schon weiter vom Wohnort entfernen.
Für mich wäre es kein unzumutbarer Aufwand mich von einem sagen wir mal 200km entfernten Ort in den Zug zu setzen und bei der ARGE am selben Tag anzutreten.

Sadness
 
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#12
Das treibt ja hier Blüten :kinn: So habe ich das nicht aufgefasst, daß man nun Hausarrest hat. Es kommt zwar so ein bisschen in die Nähe aber da steht, daß man täglich seinen Briefkasten aufsuchen muss , was ja auch schon vor der Verschärfung der Fall war.
Kann mir nicht vorstellen, daß nach jahrelangem Nicht-Anbieten eines Arbeitsplatzes nun brandeilig noch am selben Tag ein Arbeitsplatz aufgesucht werden muss, weil plötzlich mein Traum-Arbeitgeber im Internet geguckt hat nach meinem Profil und sich auf Anhieb in mich und meine Arbeitskraft mit meinen 55 verliebt hat. :lol:
Wo wollen die denn so schnell einen hernehmen? Kommt ev auf die Branche an, daß ein Wirt erst um 11 Uhr feststellt, daß sein Spüler nicht kommt und dann schnell einen anfordert bei der ARGe, das wäre aber nur eine Aushilfstätigkeit. Und Tagelöhner stellen sich doch sowieso schon früh zur Verfügung für Bau/Garten-Arbeit, Möbelschleppen ec. Also, mal nicht übertreiben mit vorauseilendem Gehorsam ! Das wäre das Letzte, daß ich auch noch meinen SB bei der Arge frage, ob ich mit dem Hund ne Runde drehen darf.
Und "Maßnahmen" werden auch nicht von einem auf den anderen Tag angetreten.
 

Arco

Forumnutzer/in

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11 Feb 2006
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#13
Baerendienst sagte :
Arco sagte :
Na gut, du hast eben von Deinem Sachbearbeiter eine dauernde
und beim nächsten Mal verlangt er von dir das du dir einen Knopf an die Backe nähst :shock: :shock: 8) :?
Ist Recht Arco, Du bist ja Dein Halsband mit Peilsender schon gewohnt. Fakt ist und
das kannst Du kleinreden wie Du willst, effektiv ist dem Empfänger von Leistungen
für Arbeitssuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch es auferlegt täglich jederzeit
in seiner Wohnung anzutreffen zu sein ... auch wenn man noch nicht nicht systematisch
von Haus zu Haus geht und die Anwesenheit stichprobenweise kontrolliert ... bzw.
die verbilligte Nachmittagsvorstellung im Kino unterbrochen wird für eine Razzia des
Arbeitsamtes.

.
:kinn: :kinn: da ist es ja gut das ich wie Bärlein gepostet hat mein Peilsender schon am Hals habe - oh - neeee, hier in Hessen hat man doch die Fuß- / eh Pfotenfesseln Made in Roland/Wagner ;) ;)


@ silkem :stern: :stern:

..... deine Auszüge habe ich auch schon mal gelesen - :hihi: :hihi:

aber der Hausarrest hört sich besser an :pfeiff: :pfeiff:
 

sammy

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#14
Arco sagte :
aber der Hausarrest hört sich besser an :pfeiff: :pfeiff:
... und wie wärs mit "mündel des staates unter hausarrest stehend"

sammy
 
E

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Gast
#15
Mit dieser staatlichen "Stallpflicht" gehe ich so um, wie ich es für richtig halte. Dritte schreiben mir nicht vor, wann ich mich wo und für welchen Zeitraum aufzuhalten habe. Mit mir funktioniert das so nicht, denn ich bin ein freier Mensch.
 

silkem

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#17
@catweazle
Mit dieser staatlichen "Stallpflicht" gehe ich so um, wie ich es für richtig halte. Dritte schreiben mir nicht vor, wann ich mich wo und für welchen Zeitraum aufzuhalten habe. Mit mir funktioniert das so nicht, denn ich bin ein freier Mensch.
Genauso sehe ich das auch! :dampf: :dampf:

@Mambo
Danke für den Link

LG

Silke
 

Arco

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#18
... so und sehr lesbar die gegenwärtige Reaktion bei der "Gegenseite" in der das selbstverständlich auch diskutiert wird.

Mal zu beachten die letzte Seite - dort wird auch Bezug auf unser Forum und Tacheles genommen ....

Übrigens die Nachtgrabb ist SB und postet auch bei Tacheles täglich mit .....

http://foren.duisburg.de/sa_disk/viewtopic.php?t=3087&postdays=0&postorder=asc&start=30

Und dann noch lesbar http://de.biz.yahoo.com/21082006/33...faenger-verwirrung-ddp-djn-korrespondent.html

Aber mann/frau kann sich ja den Mund fusselig reden .......
 

vivavista

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#19
Hi,

wenn die Vorschrift so in der Praxis ausgelegt werden würde, dass man nicht mehr Bewegungsfreiheit als ein strafgefangener Freigänger hätte, dann wäre sie grob verfassungswidrig und einen Verstoss gegen die Menschenwürde und allgemeine Bewegungsfreiheit darstellen.
Ich glaube auch nicht, dass sich die Arge Mitarbeiter die Arbeit machen können und wollen, über jeden ALG II-Empfänger nebst Familienanhang gesonderte "Fahrtenbücher" zu führen.
Ich betrachte das ganze eher als Einschüchterungs-Verlautbarungen einerseits und Beruhigungspillen andererseits für die neoliberalen Geister, die das ALG-Geld am liebsten ganz streichen würden
Ich würde mich einen Teufel darum scheren.

Servus.
 

Arco

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#21
Arania sagte :
Arco ist interessant das zu lesen :daumen:
.... das Problem ist nur - es liest fast keiner :cry: :cry:

und wenn doch ....

sind die Horrormeldungen aber viel SCHÖNER :twisted: :twisted:
 

heuschrecke

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#22
Dritte schreiben mir nicht vor, wann ich mich wo und für welchen Zeitraum aufzuhalten habe.
Arco sagte :
... immer mal von Interessse was so in befreundeten Foren so steht und gepostet wird ;)
Ja. Durchaus lustig wie sich dort wie hier die Verharmloser und die Übervorsichtigen die Köpfe einhauen. Da darf sich jetzt JEDER in diesem Thread angesprochen fühlen...

Mein Vorschlag zur Güte: Die Argumente sind ausgetauscht. Es soll also einfach jeder machen wie er es für richtig hält. Und dann sehen wir mal in ein paar Monaten die Erfahrungsberichte, wie weit jeder mit seiner Einstellung so gekommen ist... Wird bestimmt lustig...
:pause:
 
E

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Gast
#23
Guten Abend Arco,

diese sog. Stallpflicht stellt für mich keinen Horror dar. Die kann ich umgehen.

Mir macht die mögliche Kappung des Zuverdienstes mehr Sorgen.
 

Arco

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#24
Catweazle sagte :
Guten Abend Arco,

diese sog. Stallpflicht stellt für mich keinen Horror dar. Die kann ich umgehen.

Mir macht die mögliche Kappung des Zuverdienstes mehr Sorgen.
... was schrieb Heuschrecke ebend so zutreffend - sinngemäß

" warten wir doch mal ab was an den Sommerlochmeldungen dann im Herbst noch dran ist "

Und eher mache ICH mir keine sehr großen Kopfgedanken ;) ;)
 
E

ExitUser

Gast
#25
Arco sagte :
Catweazle sagte :
Guten Abend Arco,

diese sog. Stallpflicht stellt für mich keinen Horror dar. Die kann ich umgehen.

Mir macht die mögliche Kappung des Zuverdienstes mehr Sorgen.
... was schrieb Heuschrecke ebend so zutreffend - sinngemäß

" warten wir doch mal ab was an den Sommerlochmeldungen dann im Herbst noch dran ist "

Und eher mache ICH mir keine sehr großen Kopfgedanken ;) ;)
Wenn mir der Staat verbietet meinen Wohnort zu verlassen oder mir den Zuverdienst zu Alg II versagt, dann suche ich instinktiv andere Wege und Lösungen.
 

Arco

Forumnutzer/in

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#26
... ach du "alter Kelte" ;) ;) :hug:

drehen wir uns schon wieder im Kreise :mrgreen: :pfeiff:

oder hat dir in den letzten Tagen irgendeiner verboten deine Wohnung zu verlassen oder deinen Zuverdienst gestrichen ??

Bitte jetzt nicht die Antwort - ja aber die wollen da ja evtl. :cry: :cry:

(nichböseseingell)
 
E

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Gast
#27
Arco sagte :
... ach du "alter Kelte" ;) ;) :hug:

drehen wir uns schon wieder im Kreise :mrgreen: :pfeiff:

oder hat dir in den letzten Tagen irgendeiner verboten deine Wohnung zu verlassen oder deinen Zuverdienst gestrichen ??

Bitte jetzt nicht die Antwort - ja aber die wollen da ja evtl. :cry: :cry:

(nichböseseingell)
Arco,

ich wollte damit nur eines zum Ausdruck bringen: Ich habe bislang immer eine Lösung oder Nische für mein Leben gefunden. Verarscht mich der Staat, dann verarsche ich ihn!
 

Arco

Forumnutzer/in

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#30
Catweazle sagte :
Arco sagte :
:daumen: :daumen: ;) :hug:
Ein Schäferhund und ein Kelte - welch' gutes Gespann! :mrgreen:
...na ja, ich bin ja eher ein gebürtiger Schwabe (Augsburg) und weniger ein :pfeiff: :pfeiff: :pfeiff: ;) ;)

aber sonst könnten wir uns vertragen wenn man nicht so weit auseinanderwohnen würde - guts nächtle :hug:
 
E

ExitUser

Gast
#31
Arco sagte :
Catweazle sagte :
Arco sagte :
:daumen: :daumen: ;) :hug:
Ein Schäferhund und ein Kelte - welch' gutes Gespann! :mrgreen:
...na ja, ich bin ja eher ein gebürtiger Schwabe (Augsburg) und weniger ein :pfeiff: :pfeiff: :pfeiff: ;) ;)

aber sonst könnten wir uns vertragen wenn man nicht so weit auseinanderwohnen würde - guts nächtle :hug:
Letzte Woche war ich in der Nähe von Augsburg. In Neu-Ulm im Erlebnisbad Atlantis. Das war während meiner Ortsabwesenheit. Gut's Nächtle.
 

Baerendienst

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#32
Bin wieder da...

Bin wieder zurück, war aber übernacht 200Km entfernt und daher nicht in absoluter
realtime von einem 3600-stel auf das nächste einer Zeitstunde vermittelbar. Ich bin
gerade nicht über die Mondphase im Bilde aber es hätte mit der Wahrscheinlichkeit
1:Astronomisch eine Vermittlung in Arbeit an einem Freitagmorgen um halb drei Uhr
morgens möglich sein können, dank eines schlaflosen Arbeitgebers der an meine
Haustür klopft.

Jetzt schlagen die Flammen hoch aber Arco beruhigt und befriedet mit kurzen,
gezielten Feuerstössen.Sicherlich gibt das Gesetz noch nicht den Hausarrest von
Millionen her, wohl aber ist durch die Unschärfe des Orts- und Zeitnahenbereich alle
Interpretation denkbar, vom montieren eines wasserfesten Telefons in im Bad bis zu
einer Leine von 300KM Länge. Der genervte Sachbearbeiter der nicht noch darüber
entscheiden möchte ob der "Hilfeempfänger" bei Aldi oder bei Lidl einkauft wird dann
zu seiner Entlastung diese Auflage weiträumig interpretieren wollen, während der
Geheimdienst der ARGE ("Kontrolldienst") davon ausgeht, das allesamt die
Bedarfsgemeinschaft sich entweder in ihren vier Wänden befindet oder aber ihre
Abwesenheit vom Kontrollzentrum genehmigt bekommen hat.

Schlimm das man in Deutschland über so etwas nach ca. 60 Jahren wieder
nachdenken muss aber an anderer Stelle stand ziemlich einwandfrei zu lesen das
Hartz IV kein Einschnitt in die Grundrechte darstellt, da man jederzeit sich vom
Leistungsbezug abmelden könne. Der Meinung kann ich aber nicht folgen, da durch
den systematischen Abbau besser der globalen Dekonstruktion der westlichen Welt
immer mehr Menschen in Abhängigkeit von Sozialleistungen und Billiglohn gebracht
werden - vor diesem Hintergrund ist Hartz IV nichts was man einfach ausschlagen
kann und da ist es nicht zu akzeptieren, dass die, die diese Notlage künstlich erzeugen
im Gleichen Zuge auch das Grundgesetz mit einem solchen formaljuristischen
Winkelzug aushebeln.

@ Arco:

When a nation's freedom fails, the best people rot in filthy jails,
and they who cry APPEASE! APPEASE!
are hanged by those who they tried to please ...
 

Arania

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#33
When a nation's freedom fails, the best people rot in filthy jails,
and they who cry APPEASE! APPEASE!
are hanged by those who they tried to please
alles klar
 

Baerendienst

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#34
Arania sagte :
When a nation's freedom fails, the best people rot in filthy jails,
and they who cry APPEASE! APPEASE!
are hanged by those who they tried to please
alles klar
Wenn Du Probleme hast mit Englisch, dann hilft Dir vermutlich der "Babelfisch"

http://babelfish.altavista.com/

weiter.

Wenn die Freiheit einer Nation ausfällt, verrotten die besten Leute in den schmutzigen
Gefängnissen, und sie, die schreien, BESCHWICHTIGEN! BESCHWICHTIGEN Sie! werden von denen gehangen, die sie zu bitte versuchten.

Naja... ganz passabel bis auf das "... dis sie zu bitte versuchten" .. in diesem Fall
wäre das letzte Stück besser übersetzt mit "denen sie versuchten zu gefallen".
Natürlich reimt es sich nicht in der Übersetzung aber es ist grundlegend wahr...:

Arschkriecherei wird nicht belohnt werden und wer sich hier beteiligt braucht keinen
Dank zu erwarten, man wird mit ihm am Ende ebenso rigoros verfahren.

Alles Liebe vom Bären
 

Arania

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#35
Ich habe definitiv kein Problem mit englisch, aber mit der Aussage habe ich deutlich eins.

Mach Dir keine Gedanken um meine Sprachkenntnisse
 

Baerendienst

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#36
Arania sagte :
Ich habe definitiv kein Problem mit englisch, aber mit der Aussage habe ich deutlich eins.

Mach Dir keine Gedanken um meine Sprachkenntnisse
Kannst Du da einwenig in's ... Detail... gehen?

Nachtrag:

Du warst wohl schnell dabei den vorherigen Beitrag u,a, mit einem abschätzenden
"alles klar" herabzuwürdigen, und jetzt bleibst Du uns hier die Antwort zu Deinen
eigenlichen Beweggründen schuldig. Es ist nicht in Ordnung Arania, einfach einen
Beitrag mit wenigen Worten verächtlich zu machen und dann im Weiteren erst noch
damit nachzusetzen in etwa mit die Aussage gefiele Dir eben nicht. Ich finde das
ist eine feige Art und Weise hier Stimmung zu machen, mit zwei kurzen
Pistolenschüssen aus der Handtasche und sonst nichts dahinter. Du hast nach wie
vor Gelegenheit hierzu Stellung zu nehmen und auf Deine Antwort warum Dir diese
Aussage nicht gefällt bin ich gespannt.

Es sind meiner Meinung nach mehrere Gründe warum jemand für den Staat die
Partei ergreift:

Es ist nur menschlich, das einige dem magischen Glauben verfallen sind, sie müssten
sich nur der jeweiligen Sache der Gewalt selbst annehmen um als Mittäter
verschont zu werden. Die Realität zeigt jedoch daß der Weg für alle durch den
gleichen Fleischwolf führt. Es sind nur diese besonders feigen Angsthasen die
für ordentlich Druck gegen die Reiß- und Mahlscheiben des Wolfs sorgen indem
sie andere vor sich her schieben.

Nicht so verwerflich aber ebenso menschlich ist das Verdrängen der Bedrohung
und damit die hiermit verbundenen "Bäh! Bäh!" Schafslaute der Abwiegelung. Es fällt
sichlich schwer die offensichtliche Gefahr aus dem Sichtfeld zu zwängen wenn
andere sich offen auf einen unausweichlichen Kampf einstellen. Im Innersten
ist sich der Verdrängende den Tatsachen schmerzlich bewusst und reagiert äußerst
empfindlich und ungehalten auf alles was die innerliche Fiktion in Frage stellt.

Was sind Deine Beweggründe hier, Arania?
 

Robinson

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#37
Stimmt es eigentlich, dass der Fallmanager jederzeit eine Landkarte auf seinem Rechner einblenden kann, wo über GPS genau gekennzeichnet ist, wo sich ein ALG2-Empfänger gerade aufhält und das auch nachträglich protokolliert wird, etwa, wenn der Arbeitslose am Wochenende seine Wohnung längere Zeit verlässt, wird das automatisch gemeldet, dass der Fallmanager es nicht übersieht ?
 

Arania

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#38
:| :| :| :|

Das galt dem Beitrag von Robinson.

Und als Erklärung für Bärendienst, obwohl er mich wahrscheinlich genau verstanden hat, ich meinte das Du mit Deinem dezenten Hinweis Arco abqualifizieren wolltest, und das finde ich daneben.

Du unterstellst ihm damit Dinge, die nicht zutreffen , jetzt alles klar?

@ Arco:

When a nation's freedom fails, the best people rot in filthy jails,
and they who cry APPEASE! APPEASE!
are hanged by those who they tried to please
Du hast nicht den Staat sondern Arco angegriffen.
 

silkem

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#39
@Robinson
Stimmt es eigentlich, dass der Fallmanager jederzeit eine Landkarte auf seinem Rechner einblenden kann, wo über GPS genau gekennzeichnet ist, wo sich ein ALG2-Empfänger gerade aufhält und das auch nachträglich protokolliert wird, etwa, wenn der Arbeitslose am Wochenende seine Wohnung längere Zeit verlässt, wird das automatisch gemeldet, dass der Fallmanager es nicht übersieht ?
Ich hoffe, das war sarkastisch gemeint ;) ;)
 

Robinson

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#40
Nein, mir wurde gesagt, dass er es genau nachverfolgen könnte, wenn ich wegfahren würde.
Vielleicht war es Bluff, aber verlassen würde ich mich darauf lieber nicht.

Und dass man mit GPRS jedes Mobiltelefon orten kann, weiß ich schließlich auch. Warum sollte das system dann nicht auf andere gegenstände oder Menschen anwendbar sein ?
 

Arania

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#41
Leidest Du unter Verfolgungswahn? Falls er das wirklich gesagt haben sollte war das sicherlich ein Witz?

Natürlich darf er das nicht und er selber könnte das auch gar nicht, da müsste er die Polizei mit beauftragen und die Staatsanwaltschaft müsste das anordnen
 

Peppone

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#42
Robinson sagte :
Nein, mir wurde gesagt, dass er es genau nachverfolgen könnte, wenn ich wegfahren würde.
Vielleicht war es Bluff, aber verlassen würde ich mich darauf lieber nicht.

Und dass man mit GPRS jedes Mobiltelefon orten kann, weiß ich schließlich auch. Warum sollte das system dann nicht auf andere gegenstände oder Menschen anwendbar sein ?
Das was heute jede kleine Polizeiwache abfragen kann und zwar unabhängig davon ob GPRS, UMTS oder Diginetz, ist den SB´s und Fallmanagern z.Z nicht vergönnt.
Auch der Polizei ist nur eine Ortung im Quadrat (Funkzelle) von 12 km möglich, da das der minimale Abstand der Sende-Empfangstürme der Mobilfunkanbieter ist.
 

Robinson

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#43
Das Mobiltelefon lässt sich auf jeden Fall auf 20m genau orten. Das sollte man besser zu hause lassen.

Weitere Fehler:
-Unfälle und Krankheiten: Ärzte könnten den Unfallort an die ARG weitergeben.
-Grenzbeamte neigen dazu, bei ARG anzurufen, ob der Ausflug genehmigt war
-Beamte bei Verkehrskontrollen auch
-Geldabhebung an ortsfremden Geldautomaten fallen bei Vorlage der Kontoauszüge auf.

---
Andererseits heißt es in der Residenzanordnung, dass man für das Arbeitsamt erreichbar sein muss und dieses erreichen können muss und ihm ggf. mitteilen muss, wenn man sich aus dem otsnahen Bereich entfernen möchte.
Von der Arbeitsagentur steht da gar nichts, also hat der Fallmanager in jedem Fall nichts zu genehmigen oder zu verbieten; er muss es nicht einmal wissen.
 

Arco

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#44
Robinson sagte :
Das Mobiltelefon lässt sich auf jeden Fall auf 20m genau orten. Das sollte man besser zu hause lassen.

Weitere Fehler:
-Unfälle und Krankheiten: Ärzte könnten den Unfallort an die ARG weitergeben.
-Grenzbeamte neigen dazu, bei ARG anzurufen, ob der Ausflug genehmigt war
-Beamte bei Verkehrskontrollen auch
-Geldabhebung an ortsfremden Geldautomaten fallen bei Vorlage der Kontoauszüge auf.

---
Andererseits heißt es in der Residenzanordnung, dass man für das Arbeitsamt erreichbar sein muss und dieses erreichen können muss und ihm ggf. mitteilen muss, wenn man sich aus dem otsnahen Bereich entfernen möchte.
Von der Arbeitsagentur steht da gar nichts, also hat der Fallmanager in jedem Fall nichts zu genehmigen oder zu verbieten; er muss es nicht einmal wissen.
:shock: :pfeiff: :pfeiff: also Robinson - ich will mich mal ganz vorsichtig ausdrücken " hast du bisher auf einer einsamen Insel gelebt " oder wieso gibst du hier schon ein paar Mal solche Meldungen ab ....

Ich glaube es trollt mal wieder :pfeiff: :pfeiff:
 

kohlhaas

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#45
Robinson sagte :
Weitere Fehler:
-Unfälle und Krankheiten: Ärzte könnten den Unfallort an die ARG weitergeben.
-Grenzbeamte neigen dazu, bei ARG anzurufen, ob der Ausflug genehmigt war
-Beamte bei Verkehrskontrollen auch
-Geldabhebung an ortsfremden Geldautomaten fallen bei Vorlage der Kontoauszüge auf.
Ich gehöre zu denen, die den Herrschenden und deren Handlangern in der bürokratie lieber etwas mehr als zu wenig Schlechtes für die erwerbslosen zutrauen. Gleichzeitig bin ich aber realistisch genug, um Fragen zu stellen:

Woher sollen Grenzbeamte (wo wird man in Europa noch kontrolliert an den Grenzen?), Polizisten und Ärzte wissen (oder vermuten) dass ein Mensch Arbeitsloser, oder gar AlgII-Empfänger ist ?
Man sollte sich (und andere) und andere Betroffene nicht mehr verrückt machen als die Realität schon ohnehin ist. Oder: Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. ;)
 

Robinson

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#46
Ärzte zB müssen schließlich deine Krankenkasse informieren und mit dieser wiederum steht die ARG in engem Kontakt. So ganz weltfremd sehe ich die Gefahr nicht, man weiß nicht welche verschlungenen Wege Informationen nehmen, insbesondere bei der Möglichkeit des Datenabgleiches.

Polizisten könnten bei Einwohnermeldeämtern mit deinem PA ebenfalls Daten vergleichen (Identität) usw. oder prüfen, ob ein Krimineller unterwegs ist. Und auch von Dort gehen Daten schnell zur ARG.

An der Grenze nach Polen und an der Grenze zur Tschechei wird kontrolliert, auch wenn diese Länder jetzt in der EU sind. Außerdem etwa zwischen Italien und Slowenien (selbst erlebt) und auf Flughäfen auf jeden Fall auch - unabhängig vom Ziel.
 

silkem

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#47
@Robinson
Und auf deinem Perso steht auch, dass du ALG2-Empfänger bist und zu Hause bleiben musst :twisted: :twisted:

Ärzte unterliegen der Schweigepflicht.
Die Krankenkassen dürfen Daten auch nicht ohneweiteres weitergeben - es ist also egal, wo man zum Arzt geht, solange man nicht mit einem gebrochenen Bein aus dem nicht genehmigten Skiurlaub zurückkommt. ;)
Kontoauszüge kann man Schwärzen.

Muss vor der Abfrage der Daten durch die Polizei nicht erstmal ein Richter diese Sachen genehmigen??

Ich halte mich an die in der Erreichbarkeitsanordnung und ergänzende Kommentare und gut is. 8) 8)

Ich würde mich von der Stimmungsmache nicht einschüchtern lassen :daumen:

LG

Silke
 

Arania

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#48
An der Grenze nach Polen und an der Grenze zur Tschechei wird kontrolliert, auch wenn diese Länder jetzt in der EU sind. Außerdem etwa zwischen Italien und Slowenien (selbst erlebt) und auf Flughäfen auf jeden Fall auch - unabhängig vom Ziel.
wenn Du als ALG II Empfänger noch soviel herumkommst, viel Spaß beim Reisen ;)
 

Baerendienst

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#49
Robinson sagte :
Nein, mir wurde gesagt, dass er es genau nachverfolgen könnte, wenn ich wegfahren würde.
Vielleicht war es Bluff, aber verlassen würde ich mich darauf lieber nicht.

Und dass man mit GPRS jedes Mobiltelefon orten kann, weiß ich schließlich auch. Warum sollte das system dann nicht auf andere gegenstände oder Menschen anwendbar sein ?

Ich denke es gibt durchaus heute komplette Softwarelösungen mit denen
die Bewegungsdaten von Mobilfunk und Toll-Collect grafisch aufbereitet
werden können bzw. und das ist noch viel gefährlicher: Bewegungsdaten
untereinander korreliert werden können nach Fragestellungen "Wer hat
an welcher Veranstaltungs teilgenommen" oder "Wer trifft sich mit wem".
Sicherlich gibt es das heutige Mobilfunknetz und die Autobahnüberwachung
her ein mehr oder weniger "hochauflösendes" Bewegungsbild von
Personen zu liefern, aber Du denkst ein bischen zu weit, so ca. 10 Jahre
in die Zukunft.

Heute ist es noch ausgeschlossen, dass das kleines Licht aus der ARGE
XYZ hier Zugriff bekommt. Nicht destotrotz haben schon einige Politmaden
hierzulande ihr Glied in der Öffenlichkeit zu diesem Thema gerieben,
so zuletzt war die Rede vom elektronisch überwachten Hausarrest mit der
Fussfessel.

Kleiner Umgangtipp mit Mobilfunk
---------------------------------------

Vor dem Hintergrund das die Österreichische Polizei schon offen
eingeräumt hat "Bewegungsdaten" der Mobilfunkbetreiber auszuwerten
rund um Demonstrationen hier ein kleiner Tipp zum Umgang mit der
Plärre:

1. Handies nie mitnehmen wo die Gefahr besteht das diese beschlagnahmt
werden. Auch gelöschte SMS, Address und Anrufer-informationen können
- wenn notwendig auch im Labor - wiederhergestellt werden.

2. Logisch: Handies nie mitnehmen wenn man nicht will das Bewegungsdaten beim Mobilfunkanbieter auflaufen. Stichwort Korrelation
von Bewegungsdaten um Gruppenbeziehungen aufzudecken.

3. Einfach die SIM wechseln ist unzureichend. Das Handy selbst ist mit
einer IMEI - International Mobile Equipment Identifier (Eingabe *#06#
zum Anzeigen) versehen die eindeutig das Handgerät identifiziert und
unabhängig von der IMSI (International Mobile Subscriber Identification)
nicht wechselt und laufend übertragen wird. Sogenannte IMSI-Catcher
(mobile Abhörgeräte) orientieren sich ebenso an die IMEI wie auch das
Netzwerk selbst beim Aufzeichnen der Bewegungsdaten. Ergo: Wenn
schon Handy dann immer ein jeweils noch unverbrauchtes, frisches
Gerät einsetzen.

4. IMSI-Catcher .. Das GSM-Protokoll wurde seinerzeit auf Betreiben
der Geheimdienste insoweit abgeschwächt, das sich nur das Handgerät
gegenüber dem Netzwerk kryptographisch ausweisen muss - und nicht
umgekehrt. Das bedeutet, dass jeder sich gegenüber einem Handy
als Basisstation von D1/D2/Eplus etc. ausweisen kann. Die Firma Rohde
und Schwarz die bekannt für solche Produkte ist, bietet einen Imsi-Catcher
in der Größe eines Aktenkoffers an der sich wie eine Basisstation des
Mobilfunkanbieters verhält. Das zu überwachende Handy wird über die
hohe Feldstärke und Steuerbefehle des GSM-Protokolls veranlasst sich
mit dem IMSI-Catcher zu verbinden. Abgehende und ankommende
Gespräche durchlaufen nun den IMSI-Catcher der gegenüber dem Handy
sich als Basisstation des Funknetzes ausgibt und sich gegenüber den
richtigen Basisstationen des Funknetzes als das Handy ausgibt. Mit Hilfe
von Einstellungsparametern deaktiviert der IMSI-Catcher die GSM
Verschlüsselung des Handy auf der Verbindung Handy-IMSI-Catcher.
Das unverschlüsselte Gespräch wird vom IMSI-Catcher aufgezeichnet.

Meines Wissens gibt es kein Mobiltelefon welches den Benutzer alarmiert
wenn seitens der Basisstation zur Abschaltung der Verschlüsselung
aufgefordert wird - wohl mit Rücksicht auf Produkte aus dem Haus R&S.

5. Neben dem IMSI-Catcher hat der Staat natürlich ohnehin noch die
Möglichkeit ganz regulär direkt im Netz des Telekommunikationsanbieters
mitzuschneiden. Eine solche Überwachung lässt sich nicht erkennen
da die Daten im Switch während sie auflaufen kopiert werden und an
das Überwachungszentrum per Leitung übertragen werden.

6. Moral der Geschicht: Am besten das Handy daheim lassen. Bessere
Alternativen um sich zu organisieren sind CB Handfunkgeräte
bzw. Low-Power 443 MhZ Sprechfunk.

@Arania: Schon recht. In jedem Fall reicht es nicht einfach einen
Beitrag mit "alles klar" abzustrafen.

@Kohlhaas:
Kohlhaas sagte :
Woher sollen Grenzbeamte (wo wird man in Europa noch kontrolliert an den Grenzen?), Polizisten und Ärzte wissen (oder vermuten) dass ein Mensch Arbeitsloser, oder gar AlgII-Empfänger ist ?
- Älteres Auto
- Nervöser Blick
- Lebensmittel in Kühlbox dabei
- Decken im Kofferraum
- Zigarettentabak (Achtung! Verdacht auf Rauschmittel!)
- Schriftverkehr der Arbeitsverwaltung
- Kontoauszüge mit Zufluss von Sozialleistungen
Auf Befragung:
- Unterkunft bei Freunden oder Verwandten oder billige Pension
- Selbstständige Erwerbstätigkeit bzw. nennt nicht oder zögern beim
Nennen des Arbeitgebers
- Nervös, ängstlich.

Wer einen Blick für Menschen hat der hat es im Urin wenn man es mit
Schiebern, Gaunern, Arbeitslosen, Drogenkuriere und Schleuser zutun hat.
 
E

ExitUser

Gast
#50
Schiebern, Gaunern, Arbeitslosen, Drogenkuriere und Schleuser zutun hat
Bärendienst, nimm die Arbeitslosen bitte aus der Mitte der Aufzählung heraus. Ich fühle mich nicht gut dabei, arbeitslos zu sein und dadurch in einer Auflistung zwischen Gaunern und Drogenkuriere zu stehen. ;)
 

Baerendienst

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#51
Tinkalla sagte :
Schiebern, Gaunern, Arbeitslosen, Drogenkuriere und Schleuser zutun hat
Bärendienst, nimm die Arbeitslosen bitte aus der Mitte der Aufzählung heraus. Ich fühle mich nicht gut dabei, arbeitslos zu sein und dadurch in einer Auflistung zwischen Gaunern und Drogenkuriere zu stehen. ;)
Hallo Tinkalla,

Das steht hier nicht so weil ich Dich oder andere kränken will. Das steht
so da, weil man Arbeitslose kriminalisiert. So sind wir, folgt man
den Sendungen einer PlusSiebenProRTLSat-eins!zwei!-Media-AG,
dem behördlichen ZARDF (Zentraler Agitationsrat Deutsches Fernsehen)
und den Schundschleudern a la Bild aus dem Printbereich, dann ist der
Arbeitslose garantiert arbeitsscheu wenn nicht auch noch Schwarzarbeiter
oder Sozialbetrüger.
 

egjowe

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#52
Ich fühle mich nicht gut dabei, arbeitslos zu sein und dadurch in einer Auflistung zwischen Gaunern und Drogenkuriere zu stehen.
ich muss baerendienst absolut recht geben.
wir werden kriminalisiert.
wenn ich einer straftat verdächtigt werde, bedarf es eines richterlichen beschlusses, um sich in meiner wohnung umsehen zu dürfen.
für unsereins soll das nicht gelten!?
so denkt sich das jedenfalls die jetzige legislative wie die heutige exekutive.
muss man wirklich erst kriminell werden, um in diesem unseren lande grundgesetz und menschenrecht in anspruch nehmen zu dürfen?
 
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