Der Hartz IV-Report - ARD Montag 29.07.19 um 22:55 Uhr

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Elo-User*in
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Der Hartz IV-Report
Die einen halten Hartz IV für gescheitert, wollen das System grundlegend ändern oder sogar ganz abschaffen. Die anderen sprechen von einem Erfolgsmodell. Was davon stimmt? Hartz IV – Fluch oder Segen?
hallo,

gerade entdeckt.

Am 29 Juli 2019 strahlt der ARD eine Reportage zum Thema Hartz IV aus. Bereits in der Beschreibung finden sich Angaben zu den Wahren Elo-Zahlen und auch zu den Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht werden angaben gemacht. Dort heisst es:

Die Dokumentation "Der Hartz IV-Report" stellt die Sozialreform auf den Prüfstand. Faktenreich, pointiert und emotional. Autorin Katrin Wegner gibt den Menschen hinter Statistiken und Zahlenkolonnen ein Gesicht. Immerhin rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leben im System Hartz IV. Und das mitten im Wirtschaftsboom, wo Arbeitskräfte händeringend gesucht werden? Wie kann das sein? Woran liegt das?
In wenigen Wochen wird das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden, ob die Sanktionen bei Hartz-IV-Empfängern gegen die Verfassung verstoßen. Wie wichtig ist das Druckmittel überhaupt? Funktioniert Hartz IV auch ohne? Fordern und Fördern war das Versprechen einer der größten Sozialreformen der jüngeren Geschichte.
 

Sowhat

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Na da hoffen wir doch mal, dass es wirklich die "wahren" Zahlen sind und dass die Sendung nicht zu sehr politisch angehaucht ist. ARD kommt mir immer sehr schwarz vor. Aber ich werde es mir notieren und ansehen, zur Not auf der Mediathek.
Klingt auf jeden Fall interessant. Vielen Dank für die Info.
 

sonnyterry

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Ich habe nicht mitgezählt, wie oft seit Einführung von HartzIV schon eine "oberwichtige und hochinteressante" Reportage über Arbeitslosigkeit in der Glotze lief. Mutmasslich mit dem Hintergedanken, dass alle Arbeitstätigen richtig Angst bekommen und – egal wie prekär die Beschäftigung ist – schön die Klappe halten und weiter arbeiten.
 

lino

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Mutmasslich mit dem Hintergedanken, dass alle Arbeitstätigen richtig Angst bekommen und – egal wie prekär die Beschäftigung ist – schön die Klappe halten und weiter arbeiten.
Na sicher, es geht ja nur darum, den Staus Quo des faulen Arbeitslosen aufrecht zu erhalten.
Ein objektiver Bericht würde zum Schluss kommen, dass das eigentliche Ziel von Hartz4 ist, Arbeitsplätze durch Verwaltung der Arbeitslosen zu schaffen.
Vermittelt wurde in den 13 Jahren bisher so gut wie nichts.
Jeder Betrieb mit einer solchen Erfolgsquote würde innerhalb weniger Tage pleite sein.
 

grün_fink

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Ich habe nicht mitgezählt, wie oft seit Einführung von HartzIV schon eine "oberwichtige und hochinteressante" Reportage über Arbeitslosigkeit in der Glotze lief. Mutmasslich mit dem Hintergedanken, dass alle Arbeitstätigen richtig Angst bekommen und – egal wie prekär die Beschäftigung ist – schön die Klappe halten und weiter arbeiten.

Na wenn der Report auch erst abends um elfe kommt, keiner guckt und dann trotzdem drüber geredet wird ;)
Bei der Sendungssite gibt's unten auch eine Kommentarfunktion zum benutzen.
 

Kampfmops

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Werde ich mir auf jeden Fall anschauen und mal schauen, wieviel in der Reportage "geschönt" ist.
 

Stauer

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Hallo,
das kann auch eine neue Hetzkampagne sein, um den 16e bzw. 16i besser durch zu bekommen. Viele wissen noch nichts von dem Teilhabechancengesetz. Soll der Bevölkerung wohl schmackhaft geredet werden. Zwangsarbeit verharmlosen. Hain blöd Dir Deine Meinung schlachtet das Thema dann richtig aus. Böser Elo und die übliche Hetzerei. Bin mal gespannt, ob die da von der Zwangsbetreung und Aushebelung des Kündigungsschutzes auch berichten. Kann sein, das ich mich ärgere. Ich war auch schon ein paar mal entäuscht, über Reportagen. Das war fast alles beschönigt.
 
G

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Gast
Warum kommt sowas nicht zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr?
 

Stauer

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Ich dachte, der gilt schon seit Dez. letzen Jahres?
Hallo,
in Kraft getreten 01.01.2019. Im Dezember 2018 wurde ein Gesetz erlassen, das verhindern soll, dass Beiträge in die Arbeitslosenversicherung von 16e und 16i-AN nicht selbst abgeführt werden können. So soll verhindert werden, dass jemand aus Hartz IV wieder rauskommt. Aus die Maus. KEINE CHANCE. Trotz 5 Jahre Vollzeitarbeit.
Mit dem Satz das Gesetz durchzubekommen, meinte ich, dass die Akzeptanz der Bevölkerung noch durchkommen muß. Viele Leute wissen noch nichts von dem Erlaß dieses Gesetzes. Die soll ja weiter den Arbeitslosen ausgrenzen. Wenn die dann hören, was für ein Gesetz das ist und wie viele Nachteile für Arbeitslose dahinter stecken, sollen die den Hartzer als verlogenen Typen einschätzen. Man will ja die Leute weiter glauben lassen, ein Arbeitsloser ist ein Schmarotzer. Hetzkampagne pur. Gestern soll irgendwo eine Reportage gelaufen sein, wo dargestellt wurde, es wäre ja garnicht so schlimm beim JC. Augenwischerei. :icon_motz:
 

lino

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So soll verhindert werden, dass jemand aus Hartz IV wieder rauskommt. Aus die Maus. KEINE CHANCE. Trotz 5 Jahre Vollzeitarbeit.
Das ist ja das, was ich immer sage:
Die Elos dienen nur als Masse, die es zu verwalten gilt. Die eigentlichen Jobs werden in der Verwaltung geschaffen.

Das Ü50 Programm ist das beste Beispiel dafür:
Hier gibts einen Weiterbildungsträger, wo 10 Leute Ü50 betreuen, mit einer Erfolgsquote von 25%.
Das heisst, das man von den 10 Betreuern nur 3 braucht und 7 entlassen könnte.

Da die Betreuer überwiegend aus dem pädagogischen Bereich kommen, ist das die eigentliche Zielgruppe, für die man Jobs schafft.
 

grün_fink

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Mit dem Satz das Gesetz durchzubekommen, meinte ich, dass die Akzeptanz der Bevölkerung noch durchkommen muß.
Jetzt hab ich verstanden. Bin ja in diesem Zusammenhang wegen Rentenbezug auch nur "die Leute", die es nicht wissen, weil nicht mehr in der Materie.
Eigentlich, wenn man mal drüber nachdenkt, denkt der Berliner Bürgermeister auch nur wie die Firmen: Etwas vom Staat angebotenes mitnehmen, um das eigene Staatssäckel zu schonen. Dabei betriebswirtschaftlich (kurzfristig) denken.
Es gibt nicht mehr die Arbeit für alle, da müssen schon neue Konzepte her anstatt nur dauernd Beschäftigungstherapie.
 

Bananenbieger

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Es wird bald so von "oben" transportiert, dass ein Arbeitsloser Schuld dran ist, dass ein Manager Mist baut und tausende Leute entläßt.

Diese Arbeitslosen sind an allen Schuld, dass die Wirtschaft den Bach runtergeht. 193x läßt grüßen.
 

grün_fink

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Bananenbieger, ganz so weit wird's nicht kommen, wenn auch immer mehr Schuldgefühle gemacht werden.
Wenn es um die Schuld der Manager geht, wird die eher den dort arbeitenden angeblichen Minderleistern zugeschoben.
Die Arbeitslosen rangieren als abschreckendes Beispiel und werden noch mehr dazu gemacht.

Was ist denn 193x ?
 

Stauer

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Hallo,
Diese Arbeitslosen sind an allen Schuld, dass die Wirtschaft den Bach runtergeht. 193x läßt grüßen.
mal nicht den :devilish: an die Wand. Manchmal habe ich auch den Eindruck, das die Geschichte noch nicht vorbei ist. Hoffen wir mal das Beste.
 

Ein Hartzianer

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@Stauer, da wird kein Teufel an die Wand gemalt.
Es liegt scheinbar in der toitschen DNA, das es für jede Widrigkeit im Leben
einen Schuldigen geben muß. So lange also die Wirtschaftsdaten halbwegs aussehen,
sieht man auch in der BLÖD weniger Hetze gegen H4 Bezieher.

So bald es aber mit der heiligen Kuh nicht mehr so dolle aussieht, sinds die Elos wieder schuld.

Wetten ? :icon_rolleyes:
 

Fabiola

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Mal wieder zu später Stunde:
Die Dokumentation "Der Hartz IV-Report" stellt die Sozialreform auf den Prüfstand. Faktenreich, pointiert und emotional. Autorin Katrin Wegner gibt den Menschen hinter Statistiken und Zahlenkolonnen ein Gesicht. Immerhin rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leben im System Hartz IV. Und das mitten im Wirtschaftsboom, wo Arbeitskräfte händeringend gesucht werden? Wie kann das sein? Woran liegt das?
 

peter-55

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Ja die JC erlauben sich zu viel und halten Gesetzt nicht immer ein ... warum ?, aber nur auf diese Art können sie leider Macht ausüben hier.
 

Tricia

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Warum kommt sowas nicht zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr?
Das ist doch eine Frage aus dem letzten Jahrtausend. Heutzutage kannst Du es glotzen, wann immer Du willst. Da die Reportage schon online ist, werde ich sie mir jetzt gleich mal ansehen. (Video verfügbar bis: 29.07.2020).
 
E

ExUser 1309

Gast
So übel finde ich den Bericht nicht. Z.K. finde ich Aussagen von dem Männe, das ein Lohnabstandsgebot gewahrt bleiben muss, als Argument nicht mehr RS zahlen zu müssen. Wenn ein zu geringer Lohnabstand zustande kommt, wenn ich den Menschen das nötige Geld zum Leben gewähre, ist einfach der Lohn zu gering - eben nicht in dem Maße gestiegen, wie die Kosten im Laufe des Zeit. Schlechtes Argument, einen zu geringen Lohnabstand als Aufforderung zu sehen, nix mehr zu tun und statt zu arbeiten, ALG2 zu beziehen. Der Lohn muss eben auf die gestiegenen Kosten und Lebensweisen angepasst = hochgestuft werden. Wer wohl in der Politik ganz oben den Fehler im System finden und aussprechen mag, zu Ungunsten der AG, eines Tages... Wenigstens werden die Dinge mal angesprochen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65924

Gast
Als eine Art Bestandsaufnahme fand auch ich die Sendung in Ordnung.
Etwas Neues ist für mich aber nicht daraus hervorgegangen.

Wie in so vielen Berichten dieser Art, hat mich auch hier wieder einiges gestört.
Die Zahl der Sanktionierten hätte auch als absolute Zahl auf ein Jahr bezogen dargestellt werden können, denn eine Million Betroffene sind fassbarer als eine relative Zahl wie "nur" 3% im Monatsmittel.
Auch der Umstand, dass alle Mitarbeiter des Jobcenters freundlich und verständnisvoll sowie am Weiterkommen der Arbeitslosen interessiert sind, entspricht nicht dem, was ich im Jobcenter erlebe.

Ich hatte mir insgesamt etwas mehr "Würze" von der Reportage erhofft.
Einzig die teils interessanten Lebensumstände und Betätigungsfelder der gezeigten ELOs haben etwas Farbe in die Sache gebracht.
 
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