Der "Exportstärke" der BRD sollen endlich Grenzen gesetzt werden! (1 Betrachter)

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Ramblin Man

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ExitUser12345

Gast
[...]Deutschland steht bereits wegen seiner Exportstärke in der Kritik. Vergangene Woche hatten die USA mit einer ungewöhnlich scharfen Wortwahl die deutsche Wirtschaftspolitik ins Visier genommen. Das exportgetriebene Wachstum Deutschlands sei ein Grund für die schleppende wirtschaftliche Erholung der Eurozone, lautete der Vorwurf. Im halbjährlichen Devisenbericht forderte Washington vor allem ein schnelleres Wachstum der Binnennachfrage in Deutschland. [...]
:icon_mad:
Soll das die Retourkutsche für die NSA-Affäre sein bzw. von dieser ablenken, oder was.?
Als nächstes ist unsere Regierung auch noch schuld, dass andere Regierungen nichts auf die Reihe bekommen und desshalb Rettungsschirme benötigen oder gar unfähig sind, ihre Geheimdienste unter kontrolle zu halten. :biggrin:

[...]Die Bundesregierung wies diesen Vorwurf prompt zurück. "Die Kritik ist nicht nachvollziehbar", hatte das Bundeswirtschaftsministerium die Äußerungen aus den USA harsch zurückgewiesen. "Die Leistungsbilanzüberschüsse sind Ausdruck der starken Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und der internationalen Nachfrage nach qualitativen Produkten aus Deutschland." Tragende Säule des Wachstums seien die binnenwirtschaftlichen Kräfte.[...]
:icon_daumen:

m.M

:icon_pause:
 
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Ramblin Man

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Das alles aber kann und darf nicht darüber hinwegtäuschen, welchen Schaden die Wirtschaft so gerade auch für die Bevölkerung anrichtet und angerichtet hat mit ihrem Drang, Menschen als austauschbare Maschinen zu betrachten für den Profit.

Es wär nur recht und billig, wenn die die bittere Medizin kosten muss, die sie für dieses Land vorgesehen hat, ohne selber zu probieren.
 
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ExitUser12345

Gast
Das alles aber kann und darf nicht darüber hinwegtäuschen, welchen Schaden die Wirtschaft so gerade auch für die Bevölkerung anrichtet und angerichtet hat mit ihrem Drang, Menschen als austauschbare Maschinen zu betrachten für den Profit.

Es wär nur recht und billig, wenn die die bittere Medizin kosten muss, die sie für dieses Land vorgesehen hat, ohne selber zu probieren.
Davon ausgegangen, dass die Bevölkerung ebenfalls den Schaden tragen würde, wenn die Wirtschaft sich beschränken ließe, dürfte es eigentlich Hupe sein. Denn die Benachteiligten sind in beiden Fällen, die Arbeiter bzw. die kleinen Leute.

m.M


:icon_pause:
 

Markus1977

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Es wird Bald lustig auf der Erdkugel werden! :biggrin:

Danke Edward Snowden! Bist ganz ehrlich mein Held!

Endlich tut sich Was, mit ungewissem Ausgang.:icon_daumen::icon_daumen::icon_daumen:
 

Paolo_Pinkel

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Durch die BRD-Planwirtschaft i.F.v. staatlich subventionierten Löhnen aka Aufstockerei, verschafft sich die BRD seit 2005 einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Wirtschaftsteilnehmern, die ohne sog. Kombi-Lohn-Modelle ordentlich vergüten. Klar, dass das abgeschafft gehört! Die Stärkung des Binnenmarkts kann nur durch saftige Lohnerhöhungen realisiert werden. Insbesondere bei den prakär beschäftigten, die ja aufgrund der Auswüchse der Liberalisierung am Arbeitsmarkt eine erhebliche Wirtschaftsmacht darstellt. Folglich ist die Kritik nicht nur notwendig, sondern auch richtig:icon_daumen:
 

Rotwolf

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Mal angenommen, der IWF setzt Deutschland dieses Verbot auf
und Deutschland würde sich daran nicht halten.

Welche Auswirkungen hätte dann dieser Abkommens-Bruch
für Deutschland ?

Etwa Sanktionen, Geldstrafen ect ?
 
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Ramblin Man

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:danke:
Durch die BRD-Planwirtschaft i.F.v. staatlich subventionierten Löhnen aka Aufstockerei, verschafft sich die BRD seit 2005 einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Wirtschaftsteilnehmern, die ohne sog. Kombi-Lohn-Modelle ordentlich vergüten. Klar, dass das abgeschafft gehört! Die Stärkung des Binnenmarkts kann nur durch saftige Lohnerhöhungen realisiert werden. Insbesondere bei den prakär beschäftigten, die ja aufgrund der Auswüchse der Liberalisierung am Arbeitsmarkt eine erhebliche Wirtschaftsmacht darstellt. Folglich ist die Kritik nicht nur notwendig, sondern auch richtig:icon_daumen:
 

pinguin

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nachdem der Exportwahn der BRD-Wirtschaft
Was denn für ein Exportwahn? Wenn man hier schon von Wahn schreibt, was ist dann mit dem Importwahn der betreffenden Länder, die unsere Erzeugnisse ja ins Land holen? Oder exportieren wir auf den Mond? :icon_kinn: Wie schaut es denn mit den Exporten aus Asien aus? Ist das dann kein Wahn?
 
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Ramblin Man

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Was denn für ein Exportwahn?
Derjenige, wo man aufkosten der Arbeitnehmer und Elo Kredite verteilt, von denen ziemlich sicher ist, dass sie nie zurückbezahlt werden können, von denen dann der Exportdrecik der BRD geordert wird.

Mit dem Ergebnis, dass die normalen Bürger die ganzen Exporte bezahlen, während die Unternehmer die Gewinne einheimsen.

Und die dann zusätzlich noch andere Länder niederkonkurieren mit vorenthaltenen Löhnen gegenüber den Arbeitnehmern, weil sie viel zu wenig zahlen und die die Arbeitsbedingungen derart verschärfen, dass wir in der BRD mittlerweile gerade in grossen Teilen des anderen Sektors, der Dienstleistung in diesen Dingen mit China oder Thailand konkurieren können.

https://cdn-storage.br.de/mir-live/...ndestlohn---Gespraech-mit-Prof-Gerhard-Bo.mp3

Man höre sich dazu nochmal auch das hier an.

Habe gerade mal wieder in den Thread "Gibt es einen Gott" nachgelesen.
Hier sage ich: Gibt es einen gerechten Gott, er lässt die BRD-Wirtschaft abkacken. Und ich fände das toll.
 
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Ramblin Man

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Zumal es ohne diesen Exportwahn Sozialstaatsmäßig ziemlich übel bei uns aussehen würde.
Der Exportwahn schafft im Grunde, wie ich oben beschrieb, eine negative Wertschöpfung zuguinsten der Unternehmer un d zuungunsten der Bevölkerung.
Wie soll es ohne das übler aussehen? Wie Du es schreibst, müsste man sein Geld wegwerfen, um vermögender zu werden.

Die Mär vom deutschen Exportwahn « Herdentrieb

- taz.de

Lies bitte mal das hier und Du wirst begreifen, dass Du hier irrst.
 
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ExitUser0090

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Etwa Sanktionen, Geldstrafen ect ?
Die Amis könnten ja mal ein paar Drohnen über dem Regierungsviertel ausprobieren. :biggrin:

Wird China auch angemahnt weniger zu exportieren?
Wohl nicht.
Abgesehen von der windigen Quelle im Eröffnungsbeitrag ist China meines Wissens auch nicht in einer Währungsunion mit 16 anderen Ländern. Kann aber sein ich habe dieses unwichtige Detail übersehen... :icon_rolleyes:

Zumal es ohne diesen Exportwahn Sozialstaatsmäßig ziemlich übel bei uns aussehen würde.
Na klaro. Alles würde zusammenbrechen, wenn die Handelsbilanzen halbwegs ausgeglichen wären. :popcorn:
 

Paolo_Pinkel

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Was denn für ein Exportwahn? Wenn man hier schon von Wahn schreibt, was ist dann mit dem Importwahn der betreffenden Länder, die unsere Erzeugnisse ja ins Land holen? Oder exportieren wir auf den Mond? :icon_kinn: Wie schaut es denn mit den Exporten aus Asien aus? Ist das dann kein Wahn?
Man kann den importierenden Ländern doch keinen Vorwurft machen, dass sie die Situation, staatlich subventionierte deutsche Qualitätsware zu erwerben, ausnutzen? Und hier wären wir auch schon wieder beim Wettbewerb, auf dem immer gerne rumgeritten wird - hier aber nur begrenzt stattfindet.Unser Wettbewerbsvorteil ist billig, billig, weil Onkel Hartzi hilft die Lohnkosten zu drücken i.V.m. Zuwachs an Produktivität. Hätten wir ordentliche Lohnstrukturren, dann gäbe es auch wieder Wettbewerb und die Exportzahlen würden sicherlich nicht mehr so gut aussehen, wie die derzeit gekauften.
 

pinguin

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Ist Euch evtl. schon mal aufgefallen, daß man Artikel u. U. nicht wegen eines niedrigen Preises kauft, sondern weil sie in einer Qualität angeboten werden, die man selber gar nicht hinbekommen würde?

Noch gelten deutsche bzw. schweizerische oder österreichische Produkte als Qualitätserzeugnisse, und das ganz sicher nicht wegen Niedriglohn und Co., den es in Schweiz und Austria so zudem sicherlich nicht gibt.

dass sie die Situation, staatlich subventionierte deutsche Qualitätsware zu erwerben, ausnutzen?
So sicher darin, daß sie auch nur für 1 Cent Vorteil deswegen haben?
 

druide65

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Gute Exporte und Gute Löhne und damit eine Gute Binnennachfrage schließen sich nicht per se aus.

Und es ist keinem geholfen sich zu wünschen das die Deutsche Wirtschaft zusammenbricht.
 
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Man kann den importierenden Ländern doch keinen Vorwurft machen, dass sie die Situation, staatlich subventionierte deutsche Qualitätsware zu erwerben, ausnutzen? Und hier wären wir auch schon wieder beim Wettbewerb, auf dem immer gerne rumgeritten wird - hier aber nur begrenzt stattfindet.Unser Wettbewerbsvorteil ist billig, billig, weil Onkel Hartzi hilft die Lohnkosten zu drücken i.V.m. Zuwachs an Produktivität. Hätten wir ordentliche Lohnstrukturren, dann gäbe es auch wieder Wettbewerb und die Exportzahlen würden sicherlich nicht mehr so gut aussehen, wie die derzeit gekauften.
Onkel Hartzi hilft zwar die Lohnkosten zu senken, steigert aber damit im gleichen Umfang die Steuern sowie die Lohnnebenkosten.
Schließlich werden die gesponserten Lohnkosten aus Steuermitteln finanziert. Am Ende ist alles ein Nullsummenspiel.

Übrigens, auch wenn du es nicht hören willst, Deutschland ist immer noch global gesehen ein Hochlohnland.
 

Paolo_Pinkel

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Ist Euch evtl. schon mal aufgefallen, daß man Artikel u. U. nicht wegen eines niedrigen Preises kauft, sondern weil sie in einer Qualität angeboten werden, die man selber gar nicht hinbekommen würde?
Die da wären?

Noch gelten deutsche bzw. schweizerische oder österreichische Produkte als Qualitätserzeugnisse, und das ganz sicher nicht wegen Niedriglohn und Co., den es in Schweiz und Austria so zudem sicherlich nicht gibt.
Richtig.Die BRD verbilligt aber künstlich mit dem Hartz-IV-Kombilohn-Auftocker-Qutsch in vielen Branchen die Preise für Erzeugnisse, die sie dann auf den Weltmarkt schmeißt. Anders ausgedrückt. Man erkauft sich den Wettbewerbsvorteil billig zzgl. zur vorhandenen Qualität - die mittlerweile auch die Konkurrenz schafft. Es ist auch nicht so, dass das nur in kleinen Betrieben auftritt, sondern hat sich längst in in großen Konzernen als feste Kalkulationsgröße etabliert.
==> https://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/115944-merkels-staunen-leiharbeit.html
(Beispiel hier: Thyssen Krupp; man könnte jetzt noch durchaus die namhaften Autohersteller nennen usw.)
 

Paolo_Pinkel

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Onkel Hartzi hilft zwar die Lohnkosten zu senken, steigert aber damit im gleichen Umfang die Steuern sowie die Lohnnebenkosten.
???
Schließlich werden die gesponserten Lohnkosten aus Steuermitteln finanziert. Am Ende ist alles ein Nullsummenspiel.
Nein, dass ist es nicht. Es ist ein Unterschied, ob ein Arbeiter am Band am Ende des Monats einen existenzsichernde Lohn bekommt oder aufstocken muss. Das Problem geht ja im Alter weiter. Dann heißt es: Wenig Einkommen = wenig Rente = GruSi.

Übrigens, auch wenn du es nicht hören willst, Deutschland ist immer noch global gesehen ein Hochlohnland.
Kommt drauf an, welche Vergleichsgröße du ansetzt. Pakistan? Indien?
 

Paolo_Pinkel

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Statt Ungleichgewichte zu verteidigen, sollte Deutschland tatsächlich besser auf seine eigene Wirtschaft gucken, Sklaverei ist doch eigentlich abgeschafft.
Ungleichgewichte werden ja verteidigt. Besonders, wenn sie zum Nachteil der BRD sind. Ich verweise da nur mal auf die Sache mit den Solar-Panelen aus China. Da wurde hier aber der Aufstand geprobt. Das Selbe macht die BRD bei ihren Exportgütern dank Onkel Hartzi. Das ist dann aber ok.
 

Paolo_Pinkel

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Paul Krugman, übernehmen Sie
US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman schaltet sich in die Debatte um den deutschen Exportüberschuss ein – und verteidigt die Kritik daran. Deutschland schade dem Wachstum der Weltwirtschaft.

Üblicherweise ist China in den Halbjahresberichten des US-Finanzministeriums die böse Macht, die die Weltmärkte durch angeblich manipulative Währungspolitik schädigt. Aber im jüngsten Bericht war Deutschland dran: Seine Exportstärke und die damit verbundenen exzessiven Leistungsbilanzüberschüsse führten zu deflationären Tendenzen im Euroraum und weltweit. Deutschland müsse das heimische Wachstum stärken und die Exportabhängigkeit verringern. Der Bericht platzte mitten die erhitzte Diskussion um die Bespitzelung der Bundeskanzlerin und vieler anderer Spitzenpolitiker weltweit durch den US-Geheimdienst. Entsprechend scharf war die Reaktion aus dem politischen Berlin auf den Bericht. Der Überschuss sei Ausdruck der hohen Nachfrage nach deutschen Qualitätsprodukten. Den Amerikanern wurde empfohlen, vielleicht mal ihre eigene Wirtschaftssituation zu analysieren. Auch Wirtschaftsexperten wie Michael Bräuninger vom HWWI halten die Vorwürfe für falsch. So etwas käme immer aus Staaten mit hohen Leistungsbilanzdefiziten, die weit mehr importierten als exportierten, erklärte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.
==> Top-Ökonom teilt aus: Paul Krugman, übernehmen Sie - Konjunktur - Politik - Handelsblatt
 
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