Der Erfahrungsbericht mit der "telefonischen Beratung" und Fragen dazu und zum weiteren Vorgehen.

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CrayonSchlafen

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Sehr geehrte Mit-Menschen im Forum.

Bitte erlaubt mir eine Einführung, dann komme ich zu meinen Fragen. Es wird auch ein bisschen viel.

Zuerst möchte ich euch gerne meinen Dank ausdrücken, da ich bereits in vielerlei Jahren in eurem Forum herumstöber(t)e. Manchmal weil es mich interessierte, manchmal, weil ich vor langer Zeit auch als Beistand i.S.d. §13 SGB X für Freunde und Bekannte unterwegs war. Damals ganz gut in der Materie, habe ich in den letzten 10 Jahren sehr den Überblick verloren.

Diesmal jedoch betrifft es mich selber – zwar ALG I d.h. AFA, doch scheinen die Herrschaften in der Zwischenzeit die Schrauben herbe angezogen zu haben. Stichwort Entmündigung/Bevormundung im generellen Gesellschaftskonzept. Aber wem sag ich das? Die Intensität des Vorgehens kann nur als erschreckend betrachtet werden. In den 90ern war das wesentlich entspannter.

Dank euch war es jedenfalls für mich als Vorgewarnten höchst interessant, meine erstes „Telefonisches Beratungsgespräch“ erleben zu – äääh- „dürfen“ wäre wohl der falsche Begriff.

Bitte sagt nichts dagegen, ich kenne eure Aversionen gegen so etwas aus euren Posts – geht es nicht persönlich, funktioniert das Empfinden über das Wesen eines Menschen nur am Telefon, und genau dieses Wesen wollte ich über die Person herausfinden.

Ich kann mich wohl ausdrücken, besitze jedoch nur fundamentale Kenntnisse in Rhetorik. Der mich kontaktierende SB war diesbezüglich relativ gut geschult. Ich kann schlecht sagen, wie in wie viele seiner Fallen ich getappt bin und welche ich umschiffen konnte. War alles dabei, von absichtlichen Redepausen um mich zum Quasseln zu bringen, direkter Aufforderung eben sowas zu tun, was ich ihm gleich am Anfang abgewöhnt habe. Er konnte alles. Gute Laune spielen, schlechte Laune spielen. Begeisterung heucheln und so weiter. Ein einziges Mal gelang es mir, ihn zu einem echten Lachen zu bringen, das spürt man ja, wenn man aufmerksam ist – und aus dem Kontrast merkte ich auch, dass der ganze Rest nur eine gewisse Schauspielerleistung darstellte.

Leider unterbreitete er neben dem ganzen Geschwurbel die üblichen Lügen und Unterlassungen. Telefon sei verpflichtend bla bla bla, nur als Beispiel. Sehr bemüht, eine freundlich-bedrohliche Kulisse zu schaffen. Wertung? Ich fand’s Ekelhaft.

Das bedeutet: Er ist nicht vertrauenswürdig. Hatte ich auch nicht erwartet.

Zu mir:

Stramm 50. Nix gelernt. Abschlusstechnisch den Maßgaben der neoliberalen Schmarotzer entsprechend natürlich. Was das Leben und die Menschen an sich angeht jedoch eine ganze Menge gelernt, in vielen Jobs und Situationen.

Diesen „netten“ Herren interessierte jedenfalls überhaupt nicht, was ICH möchte. Er lenkte jedesmal ganz schnell ab und wollte mir sagen, was ich zu wollen HABE.

Die konkreten Dinge, quasi was er von mir will:

1) Er pries mir eine Ausbildung an. Mit 2 Jahren Dauer. Wollte mir das mit Gutscheinen schmackhaft machen. Leimrute „Geld“ (bin ich wenig dran interessiert, sowas prallt an mir ab), Bildungszielplanung, Entlassungsmanagement.

2) Es ist klar, worauf er hinauswill: Zuerst seine Ausbildung – raus aus der Statistik – dann Futter für die ZAF bis zum Verrecken. Das hat er nicht gesagt, aber das ist, was er will. Sagt mir mein Gefühl. Stimmt’s? Ich kenn das von Bekannten. Gleicher Müll.

3) Er will mir eine EGV zusenden, wohl basierend auf dem Gespräch. Verhandelt wurde die konkret nicht, er formulierte lediglich die Absicht. So ihr mir erlaubt, würde ich sie, sobald ich sie erhalte, hier einstellen und ansehen lassen. Wäre das möglich?

4) Ich soll ihm (per Mail, tsts) meine Bewerbungsunterlagen zusenden. Tue ich dies nicht, würde er mir ein Coaching aufdrücken.

Frage: Warum? Was will er damit? Will er damit nur prüfen, ob er mir noch eine der von euch so glorios beschriebenen Bewerbungsmaßnahmen reindrehen kann? Auf welcher Rechtsgrundlage?

Will er rausfinden, was ich alles so gemacht habe? Will er sie an ZAFFEN weiterleiten? Darf er sowas? Da sind Jobs dabei, die ich auf keinen Fall mehr machen möchte.

Für alle diese Dinge erlaubte er sich, mir eine Frist zu setzen.

Was ich möchte:
  • Arbeit. Eine normale Teilzeittätigkeit bei/oberhalb 30h, wie bisher auch. Auf keinen Fall ZAF. Gern auch zu niedrigem Lohn, sowas ist mir zweitrangig und auch klar, dass ich dies nur selber finde, nicht durch solche Psycho-Kasperles.
  • Eventuell tatsächlich bestimmte Maßnahmen, die mir persönlich nützen könnten, vor allem im kommunikativen Bereich.
Was ich auf keinen Fall möchte:

Dummie-Maßnahmen, ZAF, „Berufsausbildung“ – wenn möglich KEINE Bewerbungsunterlagen an die AFA. Generell nicht mehr tun, als ich per §§ MUSS. Geht das irgendwie?

Vor allem die Forderung, die Bewerbungsunterlagen einreichen zu sollen, besonders via Mail ohne Nachweis und Verschlüsselung, bereitet mir Kopfzerbrechen. Schon klar, nur mit FAX. Dabei hat der Mensch selber am Anfang noch erwähnt, er würde eben aus diesen DATENSCHUTZGRÜNDEN keine Emails schreiben. Will mich wohl verarschen? Und denkt scheinbar, mein Gedächtnis wäre schlecht.

In diesem Thread steht ja schon einmal etwas Aufschlussreiches dazu:

https://www.elo-forum.org/threads/umgang-mit-bewerbungsunterlagen-bei-der-afa.200104/

Könnt ihr mir bitte raten, was auf die genannten Punkte 1-4 am besten zu tun wäre?
Gern auch Links, die ich in den letzten Tagen via Suche nicht zu finden in der Lage war.

Herzlichen Dank für eure Lese-Ausdauer und Mühe.

Crayon

Nachfrage p.s.: Jemand hier erwähnte in irgendeinem Thread einen Faxanbieter, den man mit €5 Guthaben aufladen muss (nicht pdf24) und wo ein Fax dann 7c oder so kostet. Wie hieß der nochmal bitte? Danke sehr.
 

Fabiola

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Jemand hier erwähnte in irgendeinem Thread einen Faxanbieter, den man mit €5 Guthaben aufladen muss (nicht pdf24) und wo ein Fax dann 7c oder so kostet. Wie hieß der nochmal bitte?
Könnte simple-fax.de gewesen sein ... (?)
 

Relaxo

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1) Er pries mir eine Ausbildung an. Mit 2 Jahren Dauer. Wollte mir das mit Gutscheinen schmackhaft machen. Leimrute „Geld“ (bin ich wenig dran interessiert, sowas prallt an mir ab), Bildungszielplanung, Entlassungsmanagement.
Dass eine Ausbildung überhaupt angeboten wird, ist doch recht großzügig in dem Alter. Wenn dir das Bildungsziel gefällt, ist doch prima.
2) Es ist klar, worauf er hinauswill: Zuerst seine Ausbildung – raus aus der Statistik – dann Futter für die ZAF bis zum Verrecken. Das hat er nicht gesagt, aber das ist, was er will. Sagt mir mein Gefühl. Stimmt’s? Ich kenn das von Bekannten. Gleicher Müll.
Du hast doch während der Ausbildung Zeit, dich zu bewerben. Ich würde mich auch erst mal informieren, wie der Arbeitsmarkt für diese "Berufsgruppe" ist.
Ohne Ausbildung - wie aktuell - ist das Risiko doch viel höher, bei einer ZAF zu landen. Wenn du bisher nie bei einer ZAF warst, wieso sollte dir das mit einer Ausbildung nicht auch gelingen?

3) Er will mir eine EGV zusenden, wohl basierend auf dem Gespräch. Verhandelt wurde die konkret nicht, er formulierte lediglich die Absicht. So ihr mir erlaubt, würde ich sie, sobald ich sie erhalte, hier einstellen und ansehen lassen. Wäre das möglich?

Eine EinV ist üblich. Da man hier viele Fragen zu den EinV liest, nehme ich schon an, dass dir jemand dabei hilft.
Alternativ kannst du ja einen Brief an die AfA senden, dass du einen Termin möchtest, um die EinV zu besprechen, da das beim letzten Termin nicht ausreichend besprochen wurde. Das hilft evtl. auch für später, wenn die dir was auf's Auge drücken wollen.
4) Ich soll ihm (per Mail, tsts) meine Bewerbungsunterlagen zusenden. Tue ich dies nicht, würde er mir ein Coaching aufdrücken.

Dann schreibe, dass du entweder keinen Mailkontakt willst (empfehle ich) und sensible Daten grundsätzlich nicht per unverschlüsselter Mail sendest, Sie können dir aber gerne eine PGP verschlüsselte Kontaktmöglichkeit nennen. Die Bewerbungsunterlagen würde ich einfach per Post schicken.

Frage: Warum? Was will er damit? Will er damit nur prüfen, ob er mir noch eine der von euch so glorios beschriebenen Bewerbungsmaßnahmen reindrehen kann? Auf welcher Rechtsgrundlage?
Wäre möglich, aber ehr unwahrscheinlich aus meiner Sicht, wenn eine Ausbildung angeboten wird.

Will er rausfinden, was ich alles so gemacht habe? Will er sie an ZAFFEN weiterleiten? Darf er sowas? Da sind Jobs dabei, die ich auf keinen Fall mehr machen möchte.

Das müsste er wissen, wenn er deine Akte gelesen hat. Was man machen möchte spielt zumindest bei Alg2 meist keine Rolle. Allein die Zumutbarkeit. Die ist m. W. bei Alg1 ähnlich.
Für alle diese Dinge erlaubte er sich, mir eine Frist zu setzen.

Halte ich auch für normal.
Vor allem die Forderung, die Bewerbungsunterlagen einreichen zu sollen, besonders via Mail ohne Nachweis und Verschlüsselung, bereitet mir Kopfzerbrechen. Schon klar, nur mit FAX. Dabei hat der Mensch selber am Anfang noch erwähnt, er würde eben aus diesen DATENSCHUTZGRÜNDEN keine Emails schreiben. Will mich wohl verarschen? Und denkt scheinbar, mein Gedächtnis wäre schlecht.

Oops zu spät gelesen. Recht hast du. Mail kann ebenso wenig verlangt werden wie Telefon. Also Post oder Brief ist das Mittel der Wahl.
 

abcabc

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1) Er pries mir eine Ausbildung an. Mit 2 Jahren Dauer. Wollte mir das mit Gutscheinen schmackhaft machen. Leimrute „Geld“ (bin ich wenig dran interessiert, sowas prallt an mir ab), Bildungszielplanung, Entlassungsmanagement.
Was spricht denn gegen eine Ausbildung? Aber natürlich entscheidest DU, welche Ausbildung du machen willst, bzw. welche Berufsbereiche zu deinen Fähigkeiten und Interessen passen und nicht der SB.
SGB II § 3 und SGB III §81 könntest du dir dazu mal genauer anschauen....

2) Es ist klar, worauf er hinauswill: Zuerst seine Ausbildung – raus aus der Statistik – dann Futter für die ZAF bis zum Verrecken. Das hat er nicht gesagt, aber das ist, was er will. Sagt mir mein Gefühl. Stimmt’s? Ich kenn das von Bekannten. Gleicher Müll.
Du könntest einfach mal unverbindlich auf den Websites der Sklaventreiber recherchieren. Die suchen massig "Helfer" - dafür ist meist kein Berufsabschluss erforderlich. Da reichen zwei gesunde Hände und einige Wochen Einarbeitung.....

3) Er will mir eine EGV zusenden, wohl basierend auf dem Gespräch. Verhandelt wurde die konkret nicht, er formulierte lediglich die Absicht. So ihr mir erlaubt, würde ich sie, sobald ich sie erhalte, hier einstellen und ansehen lassen. Wäre das möglich?
Natürlich, kannst du die gerne hier anonymisiert hochladen. Dann wird dir sicher jemand Vorschläge für die Verhandlungen machen....
Es ist zu 100% freiwillig eine EGV zu unterschreiben. Weigerst du dich, kann "schlimmstenfalls" der Inhalt der zuletzt angebotenen EGV als Verwaltungsakt erlassen werden (gilt dann ohne deine Unterschrift). Um das zu vermeiden, einfach schriftlich und nachweisbar deine Änderungswünsche einreichen - du bist gleichberechtigter Vertragspartner.


4) Ich soll ihm (per Mail, tsts) meine Bewerbungsunterlagen zusenden. Tue ich dies nicht, würde er mir ein Coaching aufdrücken.

Frage: Warum? Was will er damit? Will er damit nur prüfen, ob er mir noch eine der von euch so glorios beschriebenen Bewerbungsmaßnahmen reindrehen kann? Auf welcher Rechtsgrundlage?

Will er rausfinden, was ich alles so gemacht habe? Will er sie an ZAFFEN weiterleiten? Darf er sowas? Da sind Jobs dabei, die ich auf keinen Fall mehr machen möchte.
Ich würde die Unterlagen nicht einreichen.
Tust du es, bekommst du das Coaching (vermutlich) trotzdem weil er dann evtl. behauptet, deine Unterlagen seien schlecht. Ich würde die nicht einreichen. Der Coach sollte schließlich auch keine "echten" Unterlagen zu sehen bekommen, sondern nur an einem Muster-Lebenslauf (ohne echte Daten) und Anschreiben basteln.
Eine Rechtsgrundlage, nach der du verpflichtet bist das einzureichen, gibt es nicht (abgesehen von einem anonymisierten Lebenslauf - da kann man sich streiten, ob man den einreichen muss).

Für die Maßnahmenzuweisungen gibts die Rechtsgrundlagen im SGB. Offiziell sind Maßnahmen dazu da Kunden zu fördern, die Defizite haben, wodurch eine Vermittlung nicht möglich ist oder erschwert ist. Inoffiziell werden die Plätze bei den MTs im Voraus eingekauft und dann bekommen die SBs nicht selten die Ansage, dass sie die Plätze belegen müssen - egal wie oder mit wem. Nebenbei wird durch die Maßnahmen die Statistik gefälscht (Wer in einer Maßnahme ist oder in den letzten 6-12(?) Monaten war, wird bei den offiziellen Zahlen der Bundesregierung nicht mitgerechnet).

Ohne dein Einverständnis darf er weder einer ZAF noch sonst wem deine Unterlagen weiterleiten....

Für alle diese Dinge erlaubte er sich, mir eine Frist zu setzen.
Droht er mit Leistungseinstellung? Falls nicht, ist das auch keine Frist, die man ernst nehmen muss. Dann ist das sein unverbindlicher Wunsch, dass du bis dahin die Unterlagen einreichst. Und wenn nicht, hat er halt Pech.
 

CrayonSchlafen

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Ich danke für die Antworten, Tips und Anregungen, speziell "abcabc"s Ausführlichkeiten auf die gestellten Fragen.
Auch an Fabiola und Gretta für den Faxanbieter. Sehr schön, Danke.

Nein, es war zum an gesetztenTermin keine Leistungseinstellungsdrohung mit dabei.

Wichtig war und ist für mich immer die Arbeitszufriedenheit und das Arbeitsklima. Geld rangiert(e) immer irgendwo ganz hinten.

Inzwischen habe ich die EGV erhalten, sie ist meiner Ansicht nach noch recht zärtlich, auch wenn einige Punkte mir so garnicht passen und verhandelt werden müssen. Das Drücken in Richtung Online z.B., ich kenne Niemandem, dem die AFA/ARGE/JC jemals einen guten Job über ihr internes System vermittelt hat. Ich kann voreingenommen sein, doch für mich stellt sich dies als die letzte Resterampe dar.

Als da wäre
1. die vertragliche Verpflichtung, alle meine Daten (und da kommen wir wieder zu den BEWERBUNGSUNTERLAGEN) in deren System zu pumpen - das geht mir massiv gegen den Strich. Was dann passiert, kann ich mir nach Forumslektüre an allen Fünfen abfingern.

2. Der Zwang, dieses Portal nutzen zu müssen.

Mir fiele noch ein: Bewerbungskostenerstattung.

Ansonsten lade ich gern die beiden Seiten dazu hoch und bitte um Anregung vor allem bezogen drauf, was ich gesetzlich nicht muss, beziehungsweise möglicherweise erst mit meiner Unterschrift trotzdem rechtsverbindlich werden würde.


Herzlichen Dank für die Hilfe.
 

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noillusions

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"Wir erhalten Kenntnis über ihre Nutzungsdaten":eek:
OMG! Die "Cookies" sind per EGV standardmäßig aktiviert!
Und Bewerbungstraining per E-Learning? Massnahme? Na Super.
Berufliche Alternativen - ist aber schwammig - läuft das wirklich auf eine 2-jährige Umschulung hinaus oder soll man nur bereit sein in einem anderen Bereich tätig zu sein.
Das Ding ist damit vielleicht eine "Verhandlungsbasis".
Hast du Bock auf eine Umschulung? Wäre ja ein Upgrade.
 

abcabc

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Steht auf den übrigen Seiten noch was interessantes?

Vorschlag:

Sehr geehrter Herr XY,
vielen Dank für die Übersendung ihres Vertragsentwurfes für eine EGV. Bei einer EGV handelt es sich um einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen zwei gleichberechtigten Vertragsparteien. Mit Ihrem Entwurf bin ich so nicht einverstanden und bitte um folgende Änderungen:

Unterstützung durch die Agentur für Arbeit:
Mit der Veröffentlichung meines Profils bin ich nicht einverstanden und bitte daher um die Einstellung "intern, anonym".

[Den Rest hier kann man drin lassen, da es unverbindliche Angebote der AfA sind, die kann man also ohne Konsequenzen ignorieren]


Meine Aktivitäten:
Die Vorschrift, dass ich die Jobbörse über mein Profil nutzen muss, ist weder zulässig, noch bin ich damit einverstanden. Der Absatz ist entsprechend zu entfernen.
Alles bzgl. Telefon-Termin bitte ich zu streichen, da ich gemäß Erreichbarkeitsanordnung nur postalisch erreichbar sein muss.
Die Einschränkung, dass ich mich nur auf Stellen als xxxxxxxx bewerben darf, verstößt gegen das SGB.


Leider fehlt die Übernahme der Bewerbungskosten. Ich schlage hier folgende Regelung vor:
Die Agentur für Arbeit erstattet für jede versendete Bewerbung eine Pauschale in Höhe von 5,00€. Als Nachweis ist die Tabelle mit den Eigenbemühungen vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen
XY



Das mit dem Online Konto ist ein Skandal. Falls das per Verwaltungsakt kommen sollte, wäre das direkt ein Fall für den Bundesdatenschutzbeauftragten. Würde mich sehr wundern, wenn die Stasi-Überwachung im Portal erzwungen werden kann und kein schwerer Verstoß gegen geltende Datenschutzgesetze wäre....
 

Zeitkind

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Es besteht keine Pflicht, mit dem Leistungsträger eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen.
Eingliederungsvereinbarung (EGV) vs. Verwaltungsakt (VA)

1. die vertragliche Verpflichtung, alle meine Daten (und da kommen wir wieder zu den BEWERBUNGSUNTERLAGEN) in deren System zu pumpen - das geht mir massiv gegen den Strich.
Die Prüfung der Bewerberunterlagen gehört zum Vermittlungsauftrag der AfA.
Allerdings hast Du das Recht, diese weitgehend zu anonymisieren.

2. Der Zwang, dieses Portal nutzen zu müssen.
Die Registrierung an der Jobbörse ist freiwillig. Auch ohne Registrierung kann die Jobbörse für eine Stellensuche genutzt werden.
Daß ein Account vom Registrierten selbst nicht aktiv gelöscht werden kann (siehe Abs.5 § 2 der Nutzungsbedingungen (PDF)),
sollte vor einer freiwilligen Registrierung berücksichtigt werden.

Siehe zu beiden Anmerkungen die Infos im Leitfadenthema; Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung oder -vermittlung
unter der Überschrift Jobbörse zur Stellensuche. Dort findest Du auch die Rechtsgrundlagen für die Erfassung der Bewerbungsdaten
sowie Hinweise zum Umgang mit denselben.

Mir fiele noch ein: Bewerbungskostenerstattung
Gilt i.d.R. nur für Empfänger von Sozialleistungen. ALG 1 ist eine Versicherungsleistung.
Versuchen darf es der Erwerbslose aber trotzdem. ;)

Das mit dem Online Konto ist ein Skandal.
Warum? Noch ist das ein Angebot und ich sehe darin keine Pflicht, sich an der Jobbörse zu registrieren.
 

CrayonSchlafen

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Es steht unter beiden Punkten: Sowohl Angebot der AfA als auch Aktivitäten des Kunden......

Exakt.

Lieben Dank für all die Meinungen. Und die Links von Zeitkind, die sind ja eine wahre Goldgrube. Keine Sorge, da geht mündlich nichts mehr. Das Telefonat diente allein meiner Neugier und dem Kennenlernen. Mündliche Aussagen der MA dieser Agentur(en) und deren Wert sind mir aus der Zeit als Begleitung noch wohlbekannt.

Nun verarbeite ich all diese Informationen und koche aus den Zutaten eine leckere Suppe.

Bitte akzeptiert eine virtuelle Verneigung. Danke.
 

0zymandias

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Das Anbieten von Betriebserprobungen ist als Pflicht zu unbestimmt, um wirksam sein zu können.

Darüber hinaus ist das so formuliert, dass das Anbieten nur für maximal zwei Wochen erlaubt ist
und vorher der Genehmigung durch die Arbeitsvermittlung bedarf. :biggrin:

Noch darüberer hinaus, falls dieser Komparativ zulässig ist, taucht diese Pflicht im Katalog
der AfA auf. :icon_lol:
 
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