Der DGB hat nicht mehr alle Tassen im Schrank

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wolliohne

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Der DGB hat nicht mehr alle Tassen im Schrank

Als so genannter „Klartext“ erschien am 15. März ein Blatt des DGB zur Agenda 2010 [PDF - 130 KB]. Darin stand einiges Lesenswerte, aber der Gesamttenor ist eigentlich unglaublich. Die Überschrift lautet: „Höhere Löhne: Keine Gefahr für Wettbewerbsfähigkeit“. Auch der Text ist in Bezug auf die verteilungspolitisch und ökonomisch gebotenen Lohnerhöhungen ausgesprochen defensiv. Am Ende des Textes werden Zukunftsinvestitionen zur Stabilisierung der Konjunktur gefordert und angemerkt: „Das ist für die Krisenländer, aber auch für uns gut. Zum anderen gefährdet ein höheres Lohnniveau unsere Wettbewerbsfähigkeit und Exportchancen nicht.“ „Unsere Wettbewerbsfähigkeit“ und „Exportchancen“ – das sind die Sorgen der Gewerkschaften in der jetzigen Situation. Das ist sachlich nicht zu rechfertigen. Die Verantwortlichen des DGB haben offenbar nicht verstanden, dass die auseinanderklaffende Lohnentwicklung und damit auch ihre eigene defensive Lohnpolitik mitverantwortlich sind für die Krise in Europa. Die Agenda 2010 ist einer der Hauptverursacher der Euro-Krise. Das und einiges mehr müssten DGB und Einzelgewerkschaften zu den Zehnjahresfeiern der Agenda 2010 sagen: Von Albrecht Müller
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echt machtlos

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Der DGB hat sowieso nicht mehr alle Tassen im Schränkchen.

Der DGB hätte jetzt diesen April auch die Möglichkeit der Leiharbeit
zumindest einen empfindlichen Schlag zu versetzen ganz einfach in dem er seine
Tarifverträge mit den Leiharbeitgeberverbänden nicht mehr verlängert was Equal Pay also gleicher Lohn für gleiche Arbeit bedeuten würde.Den die Christen Gewerkschaften dürfen keine Verträge mehr abschließen! Ursprünglich war die
Begründung des DGB da mitzumischen dem christlichen Gewerkschaftsbund nicht das Feld zu überlassen.Wodurch er selber bei der Unterhöhlung des Gesetzes : "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". mitwirkte.

Was tun sie ?


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dersichdenwolfärgert

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Der DGB hat sowieso nicht mehr alle Tassen im Schränkchen.

Der DGB hätte jetzt diesen April auch die Möglichkeit der Leiharbeit
zumindest einen empfindlichen Schlag zu versetzen ganz einfach in dem er seine
Tarifverträge mit den Leiharbeitgeberverbänden nicht mehr verlängert was Equal Pay also gleicher Lohn für gleiche Arbeit bedeuten würde.Den die Christen Gewerkschaften dürfen keine Verträge mehr abschließen! Ursprünglich war die
Begründung des DGB da mitzumischen dem christlichen Gewerkschaftsbund nicht das Feld zu überlassen.Wodurch er selber bei der Unterhöhlung des Gesetzes : "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". mitwirkte.

Was tun sie ?


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Du hast vollkommen Recht, gleiche Arbeit, gleicher Lohn
wäre schon lange möglich gewesen.

Dazu:
In aller Stille – Tarifverhandlungen zur Leiharbeit
“Vor Tarifverhandlungen machen Gewerkschaften üblicherweise ein großes Brimborium. So diskutieren die Gremien der IG Metall schon seit Wochen über die Lohnforderung für die Metall- und Elektroindustrie, über die der Gewerkschaftsvorstand am heutigen Freitag endgültig entscheidet. Ganz anders bei den Verhandlungen der DGB-Gewerkschaften mit den Leiharbeitsverbänden BAP und iGZ, die am Donnerstag in aller Stille begonnen haben. Dabei wäre gerade hier eine intensive innergewerkschaftliche Diskussion über die grundsätzliche Frage vonnöten, ob die Verträge überhaupt neu verhandelt und damit verlängert werden sollten. Es spricht nämlich einiges dafür, das nicht zu tun. Denn die DGB-Tarife schreiben Dumpinglöhne fest, die vielerorts dazu genutzt werden, Branchentarifverträge zu unterlaufen. Aktuell liegen die unteren Stundenlöhne für Leiharbeiter bei 8,19 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten. In den Verhandlungen wollen die Gewerkschaften nun eine Untergrenze von 8,50 Euro durchsetzen. Auch das wäre aber für ein anständiges Leben bei weitem nicht ausreichend – ganz zu schweigen von einer armutsfesten Rente…” Artikel von Herbert Wulff in junge Welt vom 15.03.2013.
Siehe dazu: Aus dem Text:
Quelle:
LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » In aller Stille. Tarifverhandlungen zur Leiharbeit
In aller Stille also, warum wohl?:mad:

dsdwä
 

echt machtlos

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Du hast vollkommen Recht, gleiche Arbeit, gleicher Lohn
wäre schon lange möglich gewesen.


Aus welchem Grund auch immer dieses ganze Ding hat in den letzten Monaten so gut wie keine Öffentlichkeit gehabt.
Es spielt gewissen Leuten sicher in die Hände das es auf viele so wirkt als wäre das ganze eine "komplizierte Materie".
Das ist es aber gar nicht der DGB müßte nur seinen Tarifvertrag kündigen oder auslaufen lassen . So kann man auch mal mit fast gar nix tun etwas erreichen.

Müßten die den Vertrag eigentlich kündigen oder einfach nur auslaufen lassen,
da müßte ich mich noch mal schlau machen?:icon_kinn:

Weiß das jemand?
 

Daddel

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DGB &Verdi haben selbst Leihbuden,von daher klar wie Verhandlung laufen werden.
Auf Fatzebook gibts angeblich ein shitstorm auf der DGB Seite.

DGB-Tochterfirma vermittelt Zeitarbeiter "ohne Risiko"
"Besonders pikant aber ist die Tatsache, dass die Firma zwar den Gewerkschaften gehört, aber seit dem 1. Mai 2006 unter der Mitgliedsnummer 15608 auch im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) registriert ist - dem Arbeitgeberverband der Branche. Für den Tarifvertrag in der Zeitarbeitsbranche hat der DGB also quasi mit sich selbst verhandelt.“

Quelle:
DGB betreibt Zeitarbeit durch Tochterfirma unter Mindestlohn

Gewerkschaftsnahe Stiftung bundesweit im Zeitarbeitsgeschäft: »Ressourcen von über 80000 Fachkräften«. In Vorstand und Kuratorium sitzen hochrangige ver.di-Funktionäre
21.03.2013: Engagiert bei Leiharbeit (Tageszeitung junge Welt)
Ver.di Engagiert bei Leiharbeit - LeakLeiharbeit , Leiharbeit, Zeitarbeit
 
E

ExitUser

Gast
hab immer gesagt das der DGB ein verräte rist seit dem sommer und co unterschrieben haben für h4

das die nun abstauben im dumping bereich solte nun klar sein wie man an deren tarifabschlüsse sehen kann

wer jetzt noch DGB mitglied ist dem ist wirklich nicht mehr zu helfen
 

hemmi

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Der DGB gehört zerschlagen, und viele Spartengewerkschaften gegründet.
Die Spartengewerkschaften erreichen wesentlich mehr als die fett - faule DGB ler.:biggrin:
 

ethos07

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@Daddel : Danke für die links!

... da demonstriert man gerade noch gemeinsam mit Leuts von ver.di lautstark gegen Leiharbeit (oder sonst etwas), und dann folgt halt bei diesen Gewerkschaften die miese Offenbarung ihrer Doppelzüngigkeit meist gleich auf den Fuß... :eek:

Echt nett recherchiert:
... Ver.di-Sprecher Christoph Schmitz erklärte auf Anfrage, es handele sich bei der DAA um »kein Tochterunternehmen von ver.di«, sondern eine »wirtschaftlich und organisatorisch eigenständige Stiftung«. Schmitz räumte ein: »Wir kennen die Organisation.«

Das darf man auch erwarten: Vorsitzender der Stiftung ist Gerd Herzberg. Herzberg war bis September 2011 stellvertretender Bundesvorsitzender von ver.di. Stellvertreterin von Herzberg im dreiköpfigen DAA-Vorstand ist Dina Bösch, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und dort zuständig für betriebliche und Unternehmensmitbestimmung und gewerkschaftliche Bildung. Im neunköpfigen Stiftungskuratorium stellt ver.di sechs Mitglieder: Andrea Kocsis, stellvertretende Bundesvorsitzende, Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder, die baden-württembergische ver.di-Landesvorsitzende Leni Breymaier, die stellvertretenden Vorsitzenden des ver.di-Gewerkschaftsrates Andrea Pohl und Werner Filipowski sowie das Gewerkschaftsratsmitglied Gabriele Platscher.
...
21.03.2013: Engagiert bei Leiharbeit (Tageszeitung junge Welt)

Zitat von Daddel >
DGB &Verdi haben selbst Leihbuden,von daher klar wie Verhandlung laufen werden.
Auf Fatzebook gibts angeblich ein shitstorm auf der DGB Seite.

DGB-Tochterfirma vermittelt Zeitarbeiter "ohne Risiko"
"Besonders pikant aber ist die Tatsache, dass die Firma zwar den Gewerkschaften gehört, aber seit dem 1. Mai 2006 unter der Mitgliedsnummer 15608 auch im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) registriert ist - dem Arbeitgeberverband der Branche. Für den Tarifvertrag in der Zeitarbeitsbranche hat der DGB also quasi mit sich selbst verhandelt.“

Quelle:
DGB betreibt Zeitarbeit durch Tochterfirma unter Mindestlohn

Gewerkschaftsnahe Stiftung bundesweit im Zeitarbeitsgeschäft: »Ressourcen von über 80000 Fachkräften«. In Vorstand und Kuratorium sitzen hochrangige ver.di-Funktionäre
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Ver.di Engagiert bei Leiharbeit - LeakLeiharbeit , Leiharbeit, Zeitarbeit
 

Daddel

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