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Der Bundesrechnungshof wirft Jobcentern Millionenverschwendung bei der »Förderung« von Erwerbslosen vor.

noillusions

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#1
Im Zuge des Berichts des Budesrechnungshofes zu den teuren Sinnlos-Maßnahmen und die wahllosen Zuweisungen in diese hat nun auch die Junge Welt darüber berichtet:

https://www.jungewelt.de/artikel/329788.teure-sinnlosmaßnahmen.html

Dabei ist mir folgende Passage aufgefallen:

»Dass die Vorgesetzten für gute Quoten – ob beim Vermitteln oder Sanktionieren – mit Geldprämien belohnt werden, ist ja längst kein Geheimnis mehr«, erklärte dazu die ehemalige Arbeitsvermittlerin im Hamburger Jobcenter, Inge Hannemann (Die Linke), am Montag im Gespräch mit jW. Das Prämiensystem sei im Tarifvertrag verankert.
Heißt das etwa dass die Gewerkschaft (Verdi?) direkt für Sanktionen Prämien erstritten hat bei den Tarifverhandlungen? Wenn ja wäre das unglaublich - die hätten ja direkt einen Anreiz für das Sanktionieren im Tarifvertrag verankert dann. Ich habe den entsprechend gültigen Tarifvertrag auf die Schnelle nicht gefunden, hat den wer und kann ihn verlinken?
 

Gehatzter

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#3
AW: Prämien für Sanktionen - per Tarifvertrag??

Heißt das etwa dass die Gewerkschaft (Verdi?) direkt für Sanktionen Prämien erstritten hat bei den Tarifverhandlungen? Wenn ja wäre das unglaublich - die hätten ja direkt einen Anreiz für das Sanktionieren im Tarifvertrag verankert dann.
Ist ja üblich, dass allgemein in den Tarifverträgen vereinbart wird, dass Führungskräfte, auch die unteren, Prämien und Boni bekommen können. Da kommt der Arbeitgeber billig weg, braucht er nur seinen Sklavenaufseher gut bezahlen, der den Druck an seine ihm Unterstellten weitergibt, die dann voll aufdrehen, obwohl sie nix davon finanziell haben.
Alleine die Praxis ist schon recht verwerflich zu sehen und dass sich die Gewerkschaften vor diesen Karren noch spannen lassen, aber dies noch in der Arbeitslosenverwaltungsbranche, die auf gleichem Niveau der Rotlichtindustrie steht, Menschenhandel, Ausbeutung, Betrug, Bereicherung, schlägt natürlich dem Fass den Boden aus. Aber unsere Gewerkschaften, vor allem Verdi sind eh moralisch verkommen, die würden auch nen Tarifvertrag für die Angestellten eines Gulags, KZs oder ein anderes Arbeits- oder gar Vernichtungslager unterschreiben.
 

Zeitkind

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#4
AW: Prämien für Sanktionen - per Tarifvertrag??

Heißt das etwa dass die Gewerkschaft (Verdi?) direkt für Sanktionen Prämien erstritten hat bei den Tarifverhandlungen?
Läßt sich aus dem von @TazD verlinkten Tarifvertrag nicht herleiten.
Die Zielvereinbarungen werden zwischen dem BMAS und der AfA sowie den einzelnen JC der Länder abgeschlossen:

Zielvereinbarungen

Diese Vereinbarungen beinhalten Ziele in zu erreichenden Prozentzahlen für die Zukunft,
weder am realen Arbeitsmarkt ausgerichtet und schon garnicht an menschlichen Bedürfnissen orientiert.
Erinnert mich an die Science-Fiction Planvorgaben der damaligen SED Führung.

Die Quotenprämien werden mit Sicherheit nur intern von oben nach unten weitergereicht.
Da wird sich keiner in die Karten schauen lassen.
Auch wenn da manches ► durchtröpfelt, zu beweisen sein wird es schwer.
 

noillusions

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#5
AW: Prämien für Sanktionen - per Tarifvertrag??

Sehe es auch nicht bestätigt, aber bei der Formulierung der Pressenotiz dachte ich das.
 

Dagegen72

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#7
AW: Prüfer werfen Arbeitsagentur verschwendung vor

andererseits benötigen die Jobcenter aber ständig Steuergelder und täten abzwacken von dem was dem Elo zur Verfügung steht. So oder so - wenn die PolitikerInnen im Bundestag nichts ändern, ist vermutlich alles gegen die Wand geredet.
Aber wir die Infos bruachen wir trotzdem, damit wir etwas zum argumentieren haben.
 

noillusions

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#8
AW: Prüfer werfen Arbeitsagentur verschwendung vor

In der Goslarschen Zeitung stand gestern ein interessanter Artikel zum Thema Geldverschwendung und Maßnahmen.
yo, und interessant ist auch dass die "unzureichende Vorbereitung" der Betroffenen auf die Massnahme darin besteht dass die Leute nicht über diese informiert wurden.
Ist wie in der Politik: Man muß "Mist" nur gut genug "rüberbringen", dann ist er ok.
 
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