Der Akademiker als Hartz IV-Problemfall

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dr.byrd

Gast
Der Akademiker als Problemfall - im Paragraphendschungel von Hartz IV

Wenn arbeitsuchende Akademiker Arbeitslosengeld II beziehen, prallen zwei Welten aufeinander: die des Bewerbungsgeschehens in Forschung und Lehre und die der Erfüllung von Pflichten, die im Paragraphendschungel von Hartz IV fixiert sind. Ein Erfahrungsbericht.


Zu jenen Pflichten, die auf einen jeden Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG) zukommen, gehört die Teilnahme an Veranstaltungen, die der Qualifizierung des "Hartz IV-Empfängers" für den Einstieg in das Berufsleben und der Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche dienen sollen. Für den Fall der Nichtteilnahme werden Leistungskürzungen bei der Zahlung des ALG II angekündigt.
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destina

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Ich denke nicht, dass man als Akademiker ein Problemfall ist. Zumindest nicht in diesen Dingen. Ich mußte nicht am Bewerbungstraining teilnehmen. Mein 1.FM hat meine Unterlagen durchgesehen, und diese für i.O. befunden, was mir sagt, dass dies im Ermessensspielraum der FM's liegt und keine grundsätzliche Pflicht ist.
 
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ExitUser

Gast
Ich denke nicht, dass man als Akademiker ein Problemfall ist. Zumindest nicht in diesen Dingen. Ich mußte nicht am Bewerbungstraining teilnehmen. Mein 1.FM hat meine Unterlagen durchgesehen, und diese für i.O. befunden, was mir sagt, dass dies im Ermessensspielraum der FM's liegt und keine grundsätzliche Pflicht ist.

Ein FM kriegt auch nur Order von oben die Zahlen zu drücken.

Eben indem er Ewerbslose in eine Massnahme "verfrachtet" oder sanktioniert wenn dieser nicht spurtet.

Wozu das?

Statistik ist das Wort. Die Verblendung der Bevölkerung muss gewahrt bleiben. Den es ist zurzeit ja auch Wahljahr.:icon_kotz:
 

M.aus.B

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Glück Auf,

wie wahr, wie wahr. Und dabei hat sie ja noch "Glück" gehabt. Wieviele schlecht qualifizierte SB (ich hatte mal eine, die war grad mit der Ausbildung fertig und wohnte ein Block weiter von mir... :icon_cry:, die war wirklich strohdoof) maßen sich an, gut ausgebildete Fachkräfte (ob sie nun studiert haben oder nicht) arrogant und überheblich zu behandeln, als wären sie die letzten Idioten., obwohl diese ihnen in allen belangen überlegen sind. Und obwohl sie wissen, dass sie nix vernünftiges zu vermitteln haben....

Solche Berichte gehören viel mehr in die Öffentlichkeit !
 

Hexe45

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Ich denke nicht, dass man als Akademiker ein Problemfall ist. Zumindest nicht in diesen Dingen. Ich mußte nicht am Bewerbungstraining teilnehmen. Mein 1.FM hat meine Unterlagen durchgesehen, und diese für i.O. befunden, was mir sagt, dass dies im Ermessensspielraum der FM's liegt und keine grundsätzliche Pflicht ist.

Na da kenne ich aber Akademiker, die aber da schon Probs hatten, durch unsinneg Vorschläge an der Arbeitssuche gehindert zu werden.

Ich hatte während meiner HartzIv Zeit zwar auch Glück, daß meine SB mich nicht mit solchen Unfug behindert hat, aber wie du schon sagst alles Ermessenssache.

Aber das betrifft nicht nur Akademiker, das gleiche gilt für Techniker, Meister und auch gut Ausgebidete.
Niemand hilft Lego putzen bei Tolle-Toys weiter.

LG
Hexe
 

destina

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Niemand hilft Lego putzen bei Tolle-Toys weiter.

LG
Hexe

Das ist sicher richtig. Aber was über das Bewerbertraining hinaus geht, ist dann wirklich Kampf gegen die ARGEN und gegen die Gesetze. Dafür wurde ja extra das Grundgesetz geändert. Das ist dann keine Ermessenssache mehr. Da man verpflichtet ist, jede Arbeit anzunehmen, die die Bedürftigkeit beendet. Siehe auch das Urteil gegen den Ingenieur, der Bäume umwickeln mußte. Wobei ja diese Maßnahme nicht einmal die Bedürftigkeit beenden konnte.
 

rayuell

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okay, meine 2 ct dazu: 12 Semester Pädagogische Hochschule und Uni, plus Seminar zur techn. Redakteurin, abgeschlossen 1998. Zur Zeit als Aufstockerin tätig - das 4. Jahr.
Ich habe allerdings ein Handycap, dass mich vielleicht hindert - neben natürlich schrecklichen Mangel an Arbeitsstellen in meinem Beruf (gestern, bundesweit: 7 Stellen) - mein Deutsch ist miserabel (ich bin in Polen in einer deutsch/polnischen Familie aufgewachsen; mein Vater sprach mit uns kein deutsch, er meinte, wir hätten schon genug gelitten).
Ich arbeite 2 St. am Tag, Fahrzeit 3 Stunden. Alleinstehend, 3 Kids (Zwillinge 19, die Kleine gerade 9 Jahre alt), als sg. "Presseassistentin" - also als ich mir mein Studium selbst finanzierte, habe ich weitaus anspruchsvollere Aufgaben gehabt als das was ich jetzt tue. Ich schnibbele mit überdimensionaler Schere relevante Artikel aus der Tagespresse und lasse mich als einzige Hartz4lerin in 1400-Mann-starken Behörde täglich mobben.
Ich kann nicht kündigen, ihr wißt ja weshalb - meine pAP ist nicht in der Lage einen Satz auszusprechen ohne wenigstens zwei mal die Sanktionen zu erwähnen. Und meine Jungs stehen kurz vor Abitur.
Ich bin auch verzweifelt :(
 
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