Der ärztliche Dienst hat mich aufgefordert einen Antrag auf Reha und Rente zu stellen. Muß ich dieser Aufforderung nachkommen?

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wolfgangk

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Hallo Forum,

seltsamer Fall, ich bin ausgesteuert und auch lt. meinem Arzt wieder halbwegs fit und folglich auch nicht mehr AU.

Trotzdem scheint der ärztliche Dienst das anders zu sehen (ohne mich untersucht zu haben) und sagt unter 15 Stunden und ich soll Antrag auf Reha/Rente stellen.

Muss ich das?!

Lt. Schreiben kann ich Widerspruch einlegen, aber auf dem Antrag, den ich unterschreiben soll, steht, dass ich dann meinen Leistungsanspruch verliere (?):

C) Ich nehme zur Kenntnis, dass
...
- ich dem widersprechen kann (76 Absatz 2 Nr. 1 SGB X)
- bei jedem Widerspruch die Leistung ganz oder teilweise ersagt oder entzogen werden kann
- mein Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht, wenn ich meiner Mitwirkungspflicht gegenüber dem Rehabilitations- oder Rentenversicherungsträger nicht nachkomme.

Möglicherweise ist damit auch gemeint, dass ich eine beantragte Reha nicht abbrechen kann, ohne meinen Leistungsanspruch zu verlieren?

Telefon vom Amt ist tot, pers. Besuchen geht mit Corona vermutlich inzw. auch nicht mehr.

Frage 2:

Die behaupten, ich hätte in den letzten 2 Jahren keine 150 Tage gearbeitet, was nicht stimmt, ich war vor Krankengeld jahrelang erwerbstätig. Ich habe schriftlich Widerspruch eingelegt (per Einschreiben). Reicht das? Meine Befürchtung ist, dass das jetzt Monate in der Schublade liegen bleibt.


Vielen Dank
Wolfgang
 

wolfgangk

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Neues Thema: mein Einschreiben an die DRV ist seit 6 Tagen unterwegs... das an die AfA ist hingegen rechtzeitig angekommen. Was mache ich jetzt? :(
 
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wolfgangk

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Hm, ich habe bei der DRV angerufen: Nein.

Update: lt. DHL jetzt doch... okay, sorry für die Störung...
 
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wolfgangk

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So, Reha ist jetzt bewilligt (5 Wochen). Rückblick: Aussteuerung, Reha auf Weisung von AfA beantragt, weil <3h Tag arbeitsfähig.

1) um Übergangsgeld bei der DRV zu beantragen, brauche ich einen Aufhebungsbescheid von der AfA. Den bekomme ich aber erst am letzten Tag vor der Reha, sagen die. Mit Bearbeitungszeit von der DRV bekäme ich das Geld dann am Ende der Reha... Kann das sein?

2) was passiert, wenn die Reha >6 Wochen dauert? Ich muss dann ALG1 neu beantragen. Und vermutlich die Bedingungen erneut erfüllen, was ich ggf. nicht tue, weil ich ja vorher 78 Wochen Krankengeld bezogen habe. In meinem Fall wäre es dann fast 2 Jahre her, dass ich arbeiten war.

3) was passiert, wenn ich die Reha abbreche(n muss)? Bin ich dann weiter im Status nicht vermittelbar und bekomme kein ALG1 mehr?

Habe dazu das hier gefunden:
Abbruch einer Reha
Zugleich ruht der Anspruch auf Alg 1 grundsätzlich, wenn eine bewilligte Maßnahme abgelehnt wird (§ 145 Abs. 2 Satz 3, 4 SGB III). Andererseits setzt das Ruhen des Anspruchs auch die Verletzung einer Mitwirkungspflicht voraus. Nach § 65 SGB I besteht eine Mitwirkungspflicht aber nicht, wenn sie dem Betroffenen aus wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann oder im Einzelfall ein Schaden für Leben und Gesundheit nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. In Ihrem Fall dürfte der Abbruch der Reha-Maßnahme also nicht zu einem Ruhen des Alg 1-Anspruchs führen, sodass weiterhin Arbeitslosengeld gezahlt wird.
 

Kerstin_K

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1) um Übergangsgeld bei der DRV zu beantragen, brauche ich einen Aufhebungsbescheid von der AfA. Den bekomme ich aber erst am letzten Tag vor der Reha, sagen die. Mit Bearbeitungszeit von der DRV bekäme ich das Geld dann am Ende der Reha... Kann das sein?
Wie kommst du darauf, dass du den Aufhebungsbescheid brauchst`?

Das Übergangsgeld wird immer erst am Ende der Reha gezahlt. Man kann aber, wenn man dringend auf das Geld angewiesen ist, vorher eine Abschlagszahlung beantragen.
 

wolfgangk

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Wie kommst du darauf, dass due den Aufhebungsbescheid brauchst`?
Schreibt die DRV. Gibt neue Formulare, "damit wir prüfen können, ob Übergangsgeld zu zahlen ist"

G0512 Ziffer 2: "[ ] und erhalte Arbeitslosengeld. Den Beginn der Rehabilitationsleistung habe ich der Agentur für Arbeit mitgeteilt. Den Bewilligungsbescheid/Änderungsbescheid und Aufhebungsbescheid füge ich bei."

bspw. https://meyer.de/wp-content/uploads/2019/08/Erklärung-des-Versicherten-zum-Übergangsgeld-G0512.pdf

"Diese Erklärung ist wenige Tage vor Beginn der Leistung zur medizinischen Rehabilitation (Rehabilitationsleistung) auszufüllen und Ihrem Rentenversicherungsträger zu übersenden"

Ja, toll, wie soll ich das machen, ohne den Zettel von der AfA?!
 

Kerstin_K

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Sobald du den Anreisetermin zur Reha kennst, teilst du diesen der AfA mit. Ich gehe davon aus, dass du dann auch recht zügig den Aufhebungsbescheid bekommst. Ansonsten: Hast du die Möglichkeit, dass während deiner Abwesenheit jemand den Aufhebungsbescheid zur DRV schickt. Kannst ja den Antrag soweit vorbreiten, so dass dann nur noch dieser Bescheid dazugelegt werden muss und ab die Post. Du wirst ja sicher eh jemanden haben, der nach deiner Post sieht während der Reha.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, den Antrag soweit fertig zu machen und den Aufhebungsbescheid nachzureichen.
 

grün_fink

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So, Reha ist jetzt bewilligt (5 Wochen). Rückblick: Aussteuerung, Reha auf Weisung von AfA beantragt, weil <3h Tag arbeitsfähig.

1) um Übergangsgeld bei der DRV zu beantragen, brauche ich einen Aufhebungsbescheid von der AfA. Den bekomme ich aber erst am letzten Tag vor der Reha, sagen die. Mit Bearbeitungszeit von der DRV bekäme ich das Geld dann am Ende der Reha... Kann das sein?

2) was passiert, wenn die Reha >6 Wochen dauert? Ich muss dann ALG1 neu beantragen. Und vermutlich die Bedingungen erneut erfüllen, was ich ggf. nicht tue, weil ich ja vorher 78 Wochen Krankengeld bezogen habe. In meinem Fall wäre es dann fast 2 Jahre her, dass ich arbeiten war.

3) was passiert, wenn ich die Reha abbreche(n muss)? Bin ich dann weiter im Status nicht vermittelbar und bekomme kein ALG1 mehr?

Habe dazu das hier gefunden:
Abbruch einer Reha

zu Punkt 2: Solange die Reha geht, bekommst du weiter Übergangsgeld. Bei mir vor Jahren war das so, und das wurde meines Wissens nicht geändert.
Zu Punkt 3: Da meldet man sich bei der AfA zurück. Das mit den Finanzen wird dann entschieden, je nachdem, denk ich.
 
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