Der ärztliche Dienst hat mich aufgefordert einen Antrag auf Reha und Rente zu stellen. Muß ich dieser Aufforderung nachkommen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Hallo Forum,

seltsamer Fall, ich bin ausgesteuert und auch lt. meinem Arzt wieder halbwegs fit und folglich auch nicht mehr AU.

Trotzdem scheint der ärztliche Dienst das anders zu sehen (ohne mich untersucht zu haben) und sagt unter 15 Stunden und ich soll Antrag auf Reha/Rente stellen.

Muss ich das?!

Lt. Schreiben kann ich Widerspruch einlegen, aber auf dem Antrag, den ich unterschreiben soll, steht, dass ich dann meinen Leistungsanspruch verliere (?):

C) Ich nehme zur Kenntnis, dass
...
- ich dem widersprechen kann (76 Absatz 2 Nr. 1 SGB X)
- bei jedem Widerspruch die Leistung ganz oder teilweise ersagt oder entzogen werden kann
- mein Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht, wenn ich meiner Mitwirkungspflicht gegenüber dem Rehabilitations- oder Rentenversicherungsträger nicht nachkomme.

Möglicherweise ist damit auch gemeint, dass ich eine beantragte Reha nicht abbrechen kann, ohne meinen Leistungsanspruch zu verlieren?

Telefon vom Amt ist tot, pers. Besuchen geht mit Corona vermutlich inzw. auch nicht mehr.

Frage 2:

Die behaupten, ich hätte in den letzten 2 Jahren keine 150 Tage gearbeitet, was nicht stimmt, ich war vor Krankengeld jahrelang erwerbstätig. Ich habe schriftlich Widerspruch eingelegt (per Einschreiben). Reicht das? Meine Befürchtung ist, dass das jetzt Monate in der Schublade liegen bleibt.


Vielen Dank
Wolfgang
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.602
Wenn du wieder fit bist, dann stell den Rehaantrag und gut. So aus Spass bewilligt die DRV sowas nicht.

Wegen der 150 Tage, was hat dein Arbeitgeber auf die Arbeitsbeschescheinigung geschrieben?
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Naja, scheinbar wird das ja nach Aktenlage beurteilt. Und selbst mein Arzt hat beurteilt, dass ich fit bin. Bin sehr verwundert.

Die Arbeitsbescheinigung bescheinigt, dass ich die 12 Monate vor dem Krankengeld mein Gehalt bekommen habe. Mir ist absolut unklar, wie das Amt darauf kommt.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Hallo wolfgangk,

Mal eine Verständnisfrage: du bekommst ALG 1 nach Par. 145, der sog. Nahtlosigkeitsregelung?

Besteht denn dein Beschäftigungsverhältnis noch fort, ruht es?

Oder hat dich dein AG während deines Krankengeldbezuges gekündigt?

Denn wenn Ersteres der Fall wäre, dann wäre es doch am einfachsten, einfach mal bei deinem AG nachzufragen... zumal du ja schreibst, dass dich dein Arzt dich nicht mehr AU sieht.

Im zweiten Fall würde ich an deiner Stelle - so wie KerstinK schreibt - den Reha-Antrag stellen und abwarten, was passiert.

Oder wie siehst du denn selber deine aktuelle Gesundheitslage, bzw. was hast du vor?!

LG Lucky Luke
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Mal eine Verständnisfrage: du bekommst ALG 1 nach Par. 145, der sog. Nahtlosigkeitsregelung?
Unklar. Am Freitag kam (datiert vom 11.3.) der Bewilligungsbescheid nach 136 SGB III.
Und am Montag dann der Rehaantrag (auch datiert vom 11.3.), in dem steht, bis das entschieden ist, ich auf Basis von Par. 145 weiter beziehen *kann*, was auch immer das bedeutet.

AG hat mich im Krankengeld gekündigt.

Tja, meine Gesundheitslage sieht so aus, dass ich den Stress jetzt nicht umbedingt brauche. Ich und mein Arzt waren in der Vergangenheit der Ansicht, dass eine Reha keine gute Idee ist.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Hintergrund ist vielleicht noch: ich war am 11.3. vor Ort, weil bei meinem Antrag nach 2 Monaten nichts passiert war. Den haben die dann wohl ganz schnell nach Schema F bearbeitet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Unklar. Am Freitag kam (datiert vom 11.3.) der Bewilligungsbescheid nach 136 SGB III.
Und am Montag dann der Rehaantrag (auch datiert vom 11.3.), in dem steht, bis das entschieden ist, ich auf Basis von Par. 145 weiter beziehen *kann*, was auch immer das bedeutet....
Das bedeutet, dass du ALG 1 definitiv nach der Nahtlosigkeitsregelung bekommst (war bei mir auch so, zunächst nach 136, dann 145...).

Das bedeutet aber auch, dass du - um dieses ALG 1 weiter zu erhalten - zwingend entweder einen Reha-Antrag oder gleich einen EM-Rentenantrag stellen MUSST.

An deiner Stelle würde ich einen Reha-Antrag stellen und abwarten wie die DRV sich weiter rührt...
 

abcabc

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Oktober 2019
Beiträge
2.885
Bewertungen
6.664
Trotzdem scheint der ärztliche Dienst das anders zu sehen (ohne mich untersucht zu haben) und sagt unter 15 Stunden und ich soll Antrag auf Reha/Rente stellen.
Dann hast du den Gesundheitsfragebogen ausgefüllt und die Schweigepflichtsentbindungen unterschrieben oder?
An deiner Stelle würde ich schnellstmöglich dem äD und der AfA schriftlich und nachweisbar (am einfachsten und günstigsten wäre Fax mit qualifiziertem Sendebericht) einen Maulkorb verpassen - sofern noch nicht geschehen. Etwas schreiben wie "Hiermit untersage ich ab sofort sowohl dem ärztlichen Dienst der AfA als auch der Agentur für Arbeit jegliche Weitergabe von Daten an Dritte, z.B. andere Sozialleistungsträger." Ohne diesen Widerspruch dürfen sie einfach irgendwelche Daten an die DRV o.ä. weitergeben. Das solltest du unbedingt verhindern, da das Gutachten nicht deinem Interesse entspricht.

Geh am besten mal persönlich mit Ausweis zum äD und lass dir Kopien vom Auftrag, Teil A und Teil B geben. Wird sicher interessant, was der Gutachter da so geschrieben hat und wie er das begründet. Du hast ein Recht auf diese Kopien.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
..."Hiermit untersage ich ab sofort sowohl dem ärztlichen Dienst der AfA als auch der Agentur für Arbeit jegliche Weitergabe von Daten an Dritte, z.B. andere Sozialleistungsträger." Ohne diesen Widerspruch dürfen sie einfach irgendwelche Daten an die DRV o.ä. weitergeben. Das solltest du unbedingt verhindern, da das Gutachten nicht deinem Interesse entspricht....
Und was soll das jetzt bringen??
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass sich die DRV für ein Gutachten des ÄD der AfA interessiert? Bzw. die AfA ihr Gutachten mal so eben an die DRV weiterleitet?

Im Moment scheint es ja Fakt zu sein, dass der TE ALG 1 aus gesundheitlichen Gründen nach Par. 145 bekommt, und da ist es eben so, dass die AfA zum Reha- bzw. EM-Rentenantrag auffordert.
Zumindest ist der TE damit raus aus der "Vermittlungsroutine" und wird von der AfA soz. ansonsten in Ruhe gelassen...

Aber wie er weiter vorgehen will muss sich der TE überlegen.

Ich für meinen Teil fände es nicht wirklich sinnvoll, gegen ein AFA-Gutachten , welches mich länger als 6 Monate weniger als 3Std./Tag arbeitsfähig sieht, vorzugehen...

Zumindest könnte er dann in Ruhe - ohne Druck - sich um einen neuen Arbeitsplatz bemühen, bzw. in einer Reha seine Gesundheit stabilisieren.

Mit der AfA zu streiten -> "das Gutachten ist Mist, weil ich bin ja gesund..." brächte nicht unbedingt Vorteile für den TE - meine Meinung.
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Ich für meinen Teil fände es nicht wirklich sinnvoll, gegen ein AFA-Gutachten , welches mich länger als 6 Monate weniger als 3Std./Tag arbeitsfähig sieht, vorzugehen...
Ich kenne das Gutachten nicht. Aber vielleicht gar keine so schlechte Idee, sich das mal abzuholen. Muss man da den halben Tag dann warten? Hat das bei Corona auf?

Mit dem Reha-Antrag, den ich ja scheinbar unterschreiben muss, erlaube ich sogar die Weitergabe der Daten "an andere Sozialleistungträger (z.B. Krankenkasse, AfA, Versorgungsamt, Berufsgenossenschaft)".
 
Zuletzt bearbeitet:

abcabc

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Oktober 2019
Beiträge
2.885
Bewertungen
6.664
Und was soll das jetzt bringen??
Wenn man der AfA bzw. dem äD der AfA nicht ausdrücklich der Weitergabe widerspricht, darf der äD seine (falschen) Einschätzungen mehr oder weniger beliebig an KK, DRV usw. usf. schicken.
Es ist immer schlecht, wenn man die Kontrolle über seine intimsten Daten aufgibt, obwohl man da Rechte hat.

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass sich die DRV für ein Gutachten des ÄD der AfA interessiert? Bzw. die AfA ihr Gutachten mal so eben an die DRV weiterleitet?
Es kann nur schaden, wenn der Mist erstmal weitergeleitet wurde. Das sollte man selbst FREI entscheiden, ob man das zu Hause im Aktenordner verschwinden lässt oder weiterleitet.
Sie darf es einfach so weiterleiten, wenn man nicht widerspricht.....

Ich für meinen Teil fände es nicht wirklich sinnvoll, gegen ein AFA-Gutachten , welches mich länger als 6 Monate weniger als 3Std./Tag arbeitsfähig sieht, vorzugehen...
Das macht auch keinen Sinn und bringt nichts. Es macht aber sehr viel Sinn den Prozess bei der DRV so zu beeinflussen, dass das gewünschte Ergebnis dabei herauskommt. Das geht nur, wenn man die Kontrolle über alles behält....

Muss man da den halten Tag dann warten? Hat das bei Corona auf?
Das geht innerhalb von 10 min. wenn da keine Kilomenter lange Schlange steht....
Müsstest du anrufen und Fragen, sofern das nicht in der Nähe ist und ein Spaziergang möglich wäre...


Mit dem Reha-Antrag, den ich ja scheinbar unterschreiben muss, erlaube ich sogar die Weitergabe der Daten "an andere Sozialleistungträger (z.B. Krankenkasse, AfA, VErsorgungsamt, Berufsgenossenschaft)".
Ist das verpflichtend oder kann man das einfach durchstreichen?
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Sind <15 Stunden/Woche. Ich kenne das Gutachten nicht. Aber vielleicht gar keine so schlechte Idee, sich das mal abzuholen....
5 x 3 = 15.....

Stimmt, wollte ich eben bei meinem vorherigen Beitrag noch editieren.... Das Gutachten zu haben ist kein Fehler.

Ich hatte das schriftlich bei der AfA - Ärztlicher Dienst - Teil A und B angefordert. Kopie Perso beigelegt zwecks Identitätsnachweis, kam postwendend.

...Das macht auch keinen Sinn und bringt nichts. Es macht aber sehr viel Sinn den Prozess bei der DRV so zu beeinflussen, dass das gewünschte Ergebnis dabei herauskommt. Das geht nur, wenn man die Kontrolle über alles behält....
Davon ausgehend, dass der TE aus dem Krankengeldbezug ausgesteuert würde, kann es um seine Gesundheit nicht soo gut gestellt gewesen sein...

Und zu glauben, dass man die DRV steuern bzw. die Kontrolle behalten kann - nun ja, wer das ernsthaft glaubt, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...🤔
Ich glaube eher, dass die vieles einfach auswürfeln 😇

Aber lassen wir das; meiner Ansicht nach ist sich der TE momentan selbst nicht so wirklich darüber im Klaren, was für ihn das beste Ergebnis sein könnte. Das muss er entscheiden und dann entsprechend agieren.
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Aber lassen wir das; meiner Ansicht nach ist sich der TE momentan selbst nicht so wirklich darüber im Klaren, was für ihn das beste Ergebnis sein könnte.
Der TE weiss noch nicht einmal wofür TE steht. Ich hatte bislang mit der AfA etc. nichts zu tun, ich habe keine Ahnung, was für Konsequenzen das alles haben kann.
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
Ich lach' mich grad ab, sorry.... TE = Thread-Ersteller 😉 will sagen -> Der Fragesteller

Und so wie dir ging es mir letztes Jahr um diese Zeit....

Seither habe ich - vorsichtig formuliert - das Vertrauen in unseren Sozialstaat "etwas" verloren.
Mittlerweile habe ich mich einigermaßen belesen, was AfA, DRV und Co. angeht, auch mit Hilfe dieses Forums hier.
Werde aber immer noch überrascht, was es so alles gibt im Sozialgesetzbuch bzgl. Krankheit, ALG und Erwerbsminderung.

Jetzt musst du dich leider auch damit beschäftigen, vor allem brauchst du gute Nerven und Geduld - LG Lucky Luke 😺


Nachtrag: was für mich mit am frustrierendsten war ist die Tatsache, wie schnell man aufgrund Krankheit sozusagen durch alle Ritzen des Systems fällt, ohne etwas dafür zu können bzw. ohne etwas dagegen machen zu können; trotzdem jammere ich - im Gegensatz zu manchen anderen - noch auf hohem Niveau (dank Ehemann💖). Aber Job und Karriere -> am Axxxxx.
 
Zuletzt bearbeitet:

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.749
Bewertungen
9.261
Hallo wolfgangK,

nun mal "TE" bedeutet Thread eröffner - also du.

Also wie Lucky Luke schon zu recht ausführte, solltest du dir zuerst einmal selbst im klaren sein wie es mit dir in Zukunft überhaupt weiter geht bzw. wie du dir das vorstellst.

Das dich jetzt der äD-Gutachter für die nächsten 6 Monate unter 3 Std./tägl. für Leistungsgemindert eingestuft hat, nun das solltest du vielleicht mal nicht so auf die leichte Schulter nehmen, denn das geschieht nicht immer. Selbst bei Leuten die bereits seit Jahren gesundheitliche Probleme haben bekommen solch eine Einschätzung mitunter nicht.

Also wenn du jetzt unbedingt wieder arbeiten willst, bitte das steht dir jederzeit frei.

Nichts desto trotz bist du jetzt allerdings verpflichtet einen Antrag auf Reha/Rente (Erwerbsminderungsrente) bei der DRV zu stellen, damit du auch weiterhin problemlos seitens der AfA dein ALG-I erhälst. Letzten Endes entscheidet eh die DRV anhand der für dich vorliegenden ärztlichen Unterlagen ob eine Reha überhaupt in frage kommt und dies zumeist noch bevor eine EMR-Entscheidung getroffen wird nach dem Grundsatz Reha vor Rente. Das du auch den Reha-/Renten-Antrag bei der DRV gestellt hast mußt du dann auch der AfA binnen 1 Monat schriftlich nachweisen.

Entsprechende Antragsunterlagen kannst du hier online erhalten,


Dazu solltest du wenn möglich nicht den Online-Antrag verwenden,sondern eher den schriftlichen Antrag.

Den kannst du dann gegen Quittung in einer wenn möglich örtlichen DRV-Geschäftsstelle abgeben und wenn keine in deiner nähe ist, dann halt per Einschreiben an die DRV schicken. per Einschreiben deshalb, weil es leider sehr häufig vorkommt das dort Anträge offenbar nicht bzw. mitunter erst sehr spät vorliegen, also es ist in deinem Interesse.

Wie gesagt die Antragstellung mußt du der AfA binne einem Monat nach deren schriftlicher Aufforderung auch nachweisen.

Je nachdem wie das Reha-Ergebnis dann mal ausschaut, wird die DRV weiter entscheiden.

Da du jetzt ja nach § 145 SGB III dein ALG-I erhälst, wirst du bis auf weiteres aus der Vermittlung genommen, halt solange bis die DRV ihre abschließende Entscheidung getroffen hat wie es um deine Gesundheit ausschaut. Zumindest die Zeit solltest du dir dann auch nehmen um zu genesen.

Übrigens wenn dich dein behandelnder Arzt bereits ins der Vergangenheit nicht für Rehafähig gehalten hat bzw. eine Reha für nicht Zielführend, stellt sich doch die frage wie es tatsächlich so um deine Gesundheit so aussieht. Zumeist versuchen ja die KK´s sich ihr KG zu sparen indem sie frühzeitig zur Reha auffordern, war das bei dir nicht geschehen. Sorry aber schon etwas merkwürdig, wenn der äD-Gutachter nun zu diesem Ergebnis kommt.


Grüße saurbier
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Aber Job und Karriere -> am Axxxxx.
Mir geht's gleich viel besser.

Mir ist diese ganze äD-Geschichte von der Sachbearbeiterin aufgequatscht worden. Ich habe Post von der KK bekommen, dass ich mich bei der AfA melden soll (um keine Nachteile zu haben!). Hab ich gemacht, die haben mich gefragt, ob ich noch krank bin und ich war zu *dem* Zeitpunkt noch krankgeschrieben...

Zumeist versuchen ja die KK´s sich ihr KG zu sparen indem sie frühzeitig zur Reha auffordern, war das bei dir nicht geschehen. Sorry aber schon etwas merkwürdig, wenn der äD-Gutachter nun zu diesem Ergebnis kommt
Ja, meine Arzt sagt auch, dass das bei mir alles sehr merkwürdig ist. Die KK hat sich erst sehr spät gemeldet.
Wie ich das verstehe, wird das autom. ein Rentenantrag, wenn Reha nicht in Frage kommt. Der wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt. Wie geht's dann weiter? Bin ich dann wieder 100% arbeitsfähig oder 100% am NoNo?
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Das du auch den Reha-/Renten-Antrag bei der DRV gestellt hast mußt du dann auch der AfA binnen 1 Monat schriftlich nachweisen.
Gibt es einen Grund, das direkt bei der DRV zu machen? Nicht das Formular der AfA benutzen? Mit den ganzen Erklärungen, die das enthält.
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Die Arbeitsbescheinigung bescheinigt, dass ich die 12 Monate vor dem Krankengeld mein Gehalt bekommen habe. Mir ist absolut unklar, wie das Amt darauf kommt.
Kann hier vielleicht noch jemand etwas Erbauliches zu sagen? Ich habe denen das so per Einschreiben geschrieben und vorgerechnet, dass ich auf 228 Tage komme. Wie lange dauert das normalerweise, bis da eine Antwort kommt?
 

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
...Wie ich das verstehe, wird das autom. ein Rentenantrag, wenn Reha nicht in Frage kommt. Der wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt. Wie geht's dann weiter? Bin ich dann wieder 100% arbeitsfähig oder 100% am **********?...
Wie siehst du dich denn gesundheitlich aufgestellt?

Hier dürfte es doch zwei Möglichkeiten geben:

Wenn du (bzw. auch dein Arzt) der Meinung bist, dass du wieder voll einsatzfähig bist -> dann kann dir doch eine Reha- bzw. EM-Rentenablehnung egal sein. Dann bist du 100% arbeitsfähig und hast nur noch das kleine Problem, auch wieder einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden (Ironie off...).

Wenn's gesundheitlich NICHT geht und Reha- bzw. EM-Rentenantrag abgelehnt werden.... ja dann, Widerspruch einlegen, evtl. Klage vor dem SG... (-> in diesem Abschnitt des Procedere befinde ICH mich gerade... Wobei ich das "Glück" habe, dass mein AV nur "ruht", ich ihn aber nie mehr werde ausüben können.)

....Ich habe denen das so per Einschreiben geschrieben und vorgerechnet, dass ich auf 228 Tage komme. Wie lange dauert das normalerweise, bis da eine Antwort kommt?
Wie meinst du das, vorgerechnet?
Steht das so in der von deinem Ex-AG erstellten Verdienstbescheinigung nach Par. 312 SGB III, welche der AfA vorliegt?
Falls ja, sollte das recht schnell korrigiert werden. Die AfA macht da schon manchmal, hmmm, Fehler (war bei mir auch so...).

Falls nein wird das schwieriger. Dann müsstest du dich zunächst mit deinem Ex-AG in Verbindung setzen und die (nicht korrekte) Verdienstbescheinigung reklamieren und dann die neu erstellte, korrekte Verdienstbescheinigung der AfA zukommen lassen.
Üblicherweise wissen Personaler aber schon, wie so ein Teil ausgefüllt werden muss.
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.749
Bewertungen
9.261
Hallo wolfgangk,

Mir ist diese ganze äD-Geschichte von der Sachbearbeiterin aufgequatscht worden. Ich habe Post von der KK bekommen, dass ich mich bei der AfA melden soll (um keine Nachteile zu haben!). Hab ich gemacht, die haben mich gefragt, ob ich noch krank bin und ich war zu *dem* Zeitpunkt noch krankgeschrieben...

Was bitte heißt hier von der SB aufgeschwatzt. Von der AfA SB wird dir da gar nichts aufgeschwatzt, daß steht so in deren fachlichen Weisungen und wenn du dich dort mit der Aussage gemeldet hast, daß du jetzt bei der KK ausgesteuert wurdest (weil ja die KK nach 78 Wochen kein KG mehr zahlt), dann hat dich der AfA SB dem äD-Gutachter vorzustellen damit dieser eine Beurteilung abgibt was die AfA SB ggf. bei deiner Vermittlung zu berücksichtigen hat.

Sorry aber wer bereits 78 Wochen - also 1½ Jahre durchgehend AU war - der dürfte schon ernsthaft was gehabt haben bzw. haben, oder.

Ja, meine Arzt sagt auch, dass das bei mir alles sehr merkwürdig ist. Die KK hat sich erst sehr spät gemeldet.

Nun da hast dein Arzt ja nicht ganz unrecht, denn zumeist fängt die KK bei KG Beziehern bereits nach spätestens 6 Monaten an rum zu zicken - meist mit Reha-Anträgen.

Wie ich das verstehe, wird das autom. ein Rentenantrag, wenn Reha nicht in Frage kommt. Der wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt. Wie geht's dann weiter? Bin ich dann wieder 100% arbeitsfähig oder 100% am **********?

Was heißt hier - wird das automatisch ein Rentenantrag, wenn Reha nicht in Frage kommt - woher willst du das denn jetzt schon wissen, wie die DRV entscheidet. Im Regelfall wird die DRV immer eine Reha vorschieben, alleine um ein eigenes Bild von deinem Gesundheitszustand zu erhalten, denn der Reha-Abschlussbericht stellt ein sozialmedizinisches Gutachten dar.

Also aktuell hört sich das jetzt so an, als wenn du offenbar gar nicht hast und dich dein Arzt die letzten 78 Wochen zum spass AU geschrieben hätte, oder wie.

Woher bitte willst du jetzt schon wissen, daß die DRV dir keine Reha bewilligt, dafür gibt es eigentlich nur zwei trifftige Gründe 1. du bist dazu gesundheitlich nicht fähig (Rehaunfähig was dein Arzt dann bescheinigen müßte), oder 2. du wärst so Gesund das eine Reha erst gar nicht erforderlich wäre. Bei letzterem stellt sich dann wieder die Frage zum o.g..

Gibt es einen Grund, das direkt bei der DRV zu machen? Nicht das Formular der AfA benutzen? Mit den ganzen Erklärungen, die das enthält.

Selbstverständlich gibt es den. Weil du alleine damit a) das ganze Verfahren in den eigenen Händen hälst und b) nicht die AfA noch vor dir vom Ergebnis Kenntnis erhält und c) zügiger abläuft. Zudem gehen der AfA SB deine gesundheitlichen Daten mal rein gar nichts an, über deren Tisch dann dein Antrag laufen würde so du ihn über die AfA stellst. Im übrigen schreibst du doch selbst - mit den ganzen Erklärungen -, warum wohl will die AfA das so.

Das ist vermutlich eher eine Frage für einen Anwalt, aber gilt das aktuell?

Was bitte hat ein Anwalt denn jetzt damit zu tun, daß die AfA dir eine Frist von 1 Monat für die Antragstellung bei der DRV gesetzt hat. Da kann ein Anwalt mal gar nichts machen, denn diese Frist ist vom Gesetz so in § 145 SGB III - Minderung der Leistungsfähigkeit vorgeschrieben.

(2) 1Die Agentur für Arbeit hat die leistungsgeminderte Person unverzüglich aufzufordern, innerhalb eines Monats einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Quelle Buzer § 145 SGB III

und dabei solltest du dann auch nicht nachfolgendes vergessen

3Stellt die leistungsgeminderte Person den Antrag nicht, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld vom Tag nach Ablauf der Frist an bis zum Tag, an dem sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben oder einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung stellt. 4Kommt die leistungsgeminderte Person ihren Mitwirkungspflichten gegenüber dem Träger der medizinischen Rehabilitation oder der Teilhabe am Arbeitsleben nicht nach, so ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld von dem Tag nach Unterlassen der Mitwirkung bis zu dem Tag, an dem die Mitwirkung nachgeholt wird. 5Satz 4 gilt entsprechend, wenn die leistungsgeminderte Person durch ihr Verhalten die Feststellung der Erwerbsminderung verhindert. Quelle Buzer § 145 SGB III

Das ganze ist nun mal kein Wünschdirwas Konzert.

Du solltest dir hierbei vielleicht auch mal selbst in dich gehen und darüber nachdenken, wie denn der äD-Gutachter überhaupt anhand deiner bisher vorliegenden medizinischen Unterlagen zu der Beurteilung kommen konnte, das du für 6 Monate nicht mehr als 3 Std./tägl. leistungsfähig bist. Immerhin hättest du ja auch bei deiner Meldung beim AfA SB sagen können das du wieder Gesund bist, anstatt wie geschehen. Ich glaube mal du wirst dir dabei wohl schon was gedacht haben, oder.

Übrigens, was die AfA jetzt wegen der Pandemie so alles aussetzt hat wenig damit zu tun, daß du bei schriftlichen Anträgen die Fristen einzuhalten hast, hier geht es primär um die Vermeidung von persönlichen Kontakten - also Termine zu SB Kontakte, Maßnahmen, Schulungen etc. pp.. Den Reha-Antrag kannst du Online bei der DRV erhalten (siehe meinen Link) um in dann zuhause auszufüllen und per Einschreiben abzuschicken. Selbst da könntest du sogar inzwischen den persönlichen Kontakt gänzlich vermeiden, weil die DRV inzwischen eine Online-Antragsbearbeitung an bietet, die ich persönlich jedoch nicht annehmen würde, eben wegen meiner negativen Erfahrungen mit diversen Behörden.


Grüße saurbier
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
und wenn du dich dort mit der Aussage gemeldet hast, daß du jetzt bei der KK ausgesteuert wurdest
Immerhin hättest du ja auch bei deiner Meldung beim AfA SB sagen können das du wieder Gesund bist, anstatt wie geschehen.
Ich glaube mal du wirst dir dabei wohl schon was gedacht haben, oder.
Siehe weiter oben. Ich habe den Antrag vor 2 Monaten gestellt, weil ich Post von der KK bekommen habe, dass ich das umgehend machen soll. Zu dem Zeitpunkt war ich mitten in einer 4-Wochen-AU. Ich hatte mir gedacht (bzw. hat man mir suggeriert), dass ich ja nicht gesund sein kann, wenn ich am Tag der Antragsstellung AU bin. Man hat mir vorher nicht gesagt, was die Konsequenzen sind.

Du solltest dir hierbei vielleicht auch mal selbst in dich gehen und darüber nachdenken, wie denn der äD-Gutachter überhaupt anhand deiner bisher vorliegenden medizinischen Unterlagen zu der Beurteilung kommen konnte, das du für 6 Monate nicht mehr als 3 Std./tägl. leistungsfähig bist.
Ich weiss nicht, welche Unterlagen der hat, aber lt. meinem Arzt bin ich fit und sonst hat mich niemand untersucht.


Entsprechende Antragsunterlagen kannst du hier online erhalten,

https://www.deutsche-rentenversiche...-Antragstellung/reha-antragstellung_node.html
Dazu solltest du wenn möglich nicht den Online-Antrag verwenden,sondern eher den schriftlichen Antrag.
Okay, also PDF G0100, "Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte - Rehabilitationsantrag"
Und dem muss ich ein Gutachten vom Arzt beilegen. In dem dann steht, dass Reha nicht in Frage kommt. Aha. Weiterhin werde ich umfangreich gefragt, wie ich das selber sehe und mir von einer Reha verspreche.
So langsam kommen mir auch Zweifel an unserem System.

Wie genau weise ich das der AfA nach? Schicke ich denen eine Kopie des Antrages nebst Sendungsverfolgungsnummer?
Pers. abgeben wird vermutlich schwer, hier ist alles dicht wg. Corona, wird bei der DRV nicht anders sein.
Die Rote Karte kam letztens bei mir nicht an, darauf kann man sich also auch nicht verlassen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lucky Luke

Elo-User*in
Mitglied seit
14 Februar 2019
Beiträge
494
Bewertungen
1.373
...Ich hatte mir gedacht (bzw. hat man mir suggeriert), dass ich ja nicht gesund sein kann, wenn ich am Tag der Antragsstellung AU bin. Man hat mir vorher nicht gesagt, was die Konsequenzen sind.
Ich weiss nicht, welche Unterlagen der hat, aber lt. meinem Arzt bin ich fit und sonst hat mich niemand untersucht......
Nun mal langsam - was die von dir angesprochenen Konsequenzen angeht, sind die ja nunmal im Augenblick durchaus positiv für dich, oder nicht?!?

Du bekommst "ohne Probleme" ALG 1 nach der Nahtlosigkeitsregelung (d.h. die AfA lässt dich weitestgehend in Ruhe), das vorerst einzige was du tun musst, ist innerhalb eines Monats einen Reha-Antrag stellen und der AfA nachweisen...

Wie du das nachweist? Mach eine Kopie deines Anschreibens an die DRV (-> anbei übersende ich Ihnen meinen Reha-Antrag...) und schick den an die AfA... Kittel geflickt, und aufgrund der derzeitigen Situation dürfte nicht davon auszugehen sein, dass du so schnell zu einer Rehamassnahme geschickt werden wirst...

Aber was ich mich so langsam auch frage - was hast du eigentlich vor, bzw. wie stellst du dir dein weiteres Leben/Vorgehen vor?!

Bisher bist du dieser Frage ausgewichen; und es stimmt schon - nach 1,5 Jahren im Krankenstand bist du - schwupps - gesund?!

Du MUSST doch deinem ALG 1 Antrag Arztberichte beigelegt haben, von sich aus kommt der ÄD doch nicht auf die Idee, dir die Nahtlosigkeitsregelung zuzugestehen?!

Wäre nett, wenn du dich dazu mal äußeren würdest, ansonsten - sorry - ist deine Glaubwürdigkeit nicht mehr so seeehr hoch 😎

LG Lucky Luke
 

wolfgangk

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2020
Beiträge
27
Bewertungen
3
Du MUSST doch deinem ALG 1 Antrag Arztberichte beigelegt haben, von sich aus kommt der ÄD doch nicht auf die Idee, dir die Nahtlosigkeitsregelung zuzugestehen?!
Ja, sicher. Aber wie gesagt:
Ich weiss nicht, welche Unterlagen der hat, aber lt. meinem Arzt bin ich fit und sonst hat mich niemand untersucht.
Kein Witz.
Aber was ich mich so langsam auch frage - was hast du eigentlich vor, bzw. wie stellst du dir dein weiteres Leben/Vorgehen vor?!
Na, mir eine neue Stelle suchen. Möglichst in Ruhe.
Bisher bist du dieser Frage ausgewichen; und es stimmt schon - nach 1,5 Jahren im Krankenstand bist du - schwupps - gesund?!
Ich bin nicht topfit, aber fit genug.
Nun mal langsam - was die von dir angesprochenen Konsequenzen angeht, sind die ja nunmal im Augenblick durchaus positiv für dich, oder nicht?!?
Ja, das denke ich inzw. auch zunehmend. Im Augenblick zumindest. Hatte gestern einen riesen Schreck bekommen. Wenn ich eine Reha machen muss, dann vielleicht nicht mehr. Vielleicht auch schon, ich habe noch nie eine gemacht, aber ich habe so meine Zweifel. Abgesehen davon, dass dann meine Lücke im Lebenslauf noch breiter wird.
Kittel geflickt, und aufgrund der derzeitigen Situation dürfte nicht davon auszugehen sein, dass du so schnell zu einer Rehamassnahme geschickt werden wirst...
Kittel geflickt? :) Ja, wenn ich das richtig mitbekommen haben, wollen die die Reha-Kapazitäten sogar runterfahren. Insofern habe ich hier vielleicht wirklich riesen Schwein und bekomme ewig Nahtlosigkeitsgeld und habe meine Ruhe.

So, ich gehe jetzt mal eine Runde laufen, bei dem Wetter :)

Danke nochmal an alle für eure Hilfe.
 
Oben Unten