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Depri/Angst-wie gehts weiter? EU-Rente?

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CeaCea

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23 Jun 2009
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#1
Hallo,
ich bin neu hier und bin glücklicherweise auf dieses Forum gestossen. Bin dzt. schlimm verzweifelt und hoffe, daß ich hier eine kleine Hilfe von Euch bekommen kann. Bin mal wieder AU und möchte mich wg. Erwerbsminderungsrente informieren, da ich echt nicht mehr kann...

Dazu muß ich aber ein wenig über mich erzählen:
Bin 42 J. und glücklich verheiratet. Jedoch holen mich meine diversen Traumata immer wieder ein (seelische Vernachlässigung und körperliche Misshandlungen durch Mutter, Vater abgehauen, Schwester mit 15 J. abgehauen, mit 12 in Auto gerannt-alleine gelassen, mit 15 Mordanschlag auf mich, Mobbing auf Arbeit und dann vor 10 J. Suiz..d der Mutter).

Im Februar 2006 dann der Zusammenbruch wg. Überlastung im Job. Ich konnte meinen Bürojob nicht mehr wahrnehmen aufgrund heftigster Panikattacken und einer mittelschweren Depression. Nach Klinikaufenthalt und Wiedereingliederung konnte ich 5 Mon. später wieder mithilfe von Medikamenten und Therapie arbeiten gehen.
Nach 1 1/2 Jahren habe ich meine Vollzeittätigkeit auf 6 Std. reduziert, da mir das zuviel wurde.
Anfang diesen Jahres fingen meine Angstsymthome wieder an, Medis wurden hochgesetzt. Anfang April informierte ich meinen Chef, leider keine Hilfe erhalten. Ich hielt so gut es ging durch bis letzte Woche - seitdem geht nichts mehr:
Bin nur noch am Heulen, Panikattacken in der Nacht, kann nichts essen und bin völlig außer Stande, was zu tun, mich zu duschen etc. Alles nur unter Anstrengung möglich. Mein Hausarzt hat nun meine Medikation noch weiter hochgesetzt, nachdem ich ihm die Symtome schilderte.

Meine Angst wird immer größer. Ich trau mich nicht mehr aus dem Haus, mein Mann muß fast alles im Haushalt tun und wir essen nur noch Dose oder TK-Fertigessen. Zu meiner Arbeitsstelle muß ich mit Eisenbahn und U-Bahn fahren, da habe ich schon lange große Ängste, die Kontrolle über mein Handeln zu verlieren.
Leider kann ich mit niemanden darüber reden, da ich keinerlei soziale Kontakte oder Hobbys habe. Zu sowas habe ich gar keine Kraft, bin fast schon menschenscheu.

So sehr ich mich auch bemüht habe, ich werde den Arbeitsanforderungen einfach nicht mehr gerecht. Ich kann mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren und werde dann wg. geminderter Leistung von Chef unter Druck gesetzt. Ich grüble zuviel und schweife ständig mit meinen Gedanken ab.

Für mich sehe ich fast keine andere Chance, als die Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Trotz Medis und Therapie trau ich mich kaum mehr raus und mein Gesundheitszustand ist für eine Arbeitsstelle nicht gerade förderlich.

Soll ich wg. Rente mit meinem Hausarzt und der Therapeutin reden? Von wem kann ich ehrliche Hilfe erwarten, ohne an dem Druck noch ganz zu zerbrechen? Habe ich denn überhaupt eine Chance, so jung schon die EU-Rente zu bekommen?

Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hi CeaCea und herzlich willkommen im Forum :icon_smile:

Es sind viele hier im Forum die in gleicher Situation wie Du sind, waren oder bereits "durch" sind mit dieser.

Als erstes würde ich Dir unbedingt empfehlen mit Deinem Arzt zu sprechen wegen einem Aufenthalt in einer "psychosomatischen Klinik" und vor allem würde ich Dir empfehlen eine Psychotherapie in Angriff zu nehmen. Es gibt sehr gute psychosomatische Kliniken. Wenn Du einen Tipp diesbezüglich haben möchtest, so schreibe mich einfach persönlich an. Kann Dir eine sehr gute Klinik nennen.

Du bist momentan krank geschrieben oder? Zur Info: Du kannst maximal 78 Wochen krank geschrieben werden, dann wirst Du von der Krankenkasse ausgesteuert.

Zunächst geht also erstmal Deine Gesundheit vor. Dann kommt alles andere. Setze Dich auf keinen Fall selbst unter Druck.

Eine Beratung bezüglich Erwerbsminderungsrente und auch Schwerbehinderung gibt jeder Sozialverband (z.B. VDK oder SoVD) und die stellen auch die Anträge für Dich. Ich stell Dir einfach mal (zunächst nur die wichtigsten Dinge für Dich) als Anlage ein. Will Dich nicht zuschütten mit Infos.

Krankengeld und Leistungsdauer

http://www.elo-forum.org/schwerbehi...-deutschen-rentenversicherung.html#post353616

Erwerbsminderungsrente - Sozialfibel Bayern

Erwerbsminderungsrente - Infos bezüglich Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit


Wenn Fragen auftauchen, dann frag einfach :icon_smile:

LG
 

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CeaCea

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#3
Hallo Muci,
vielen Dank für die schnelle Antwort und die Infos - da werde ich mich bald mal durcharbeiten.
War 2006 schon in einer psychosomatischen Klinik und seitdem in Therapie. Klinik mache ich nur noch im Notfall, ja und mit meiner Therapeutin habe ich kommenden Montag Termin. Ich werde ihr reinen Wein einschenken, auch wieweit es leider mit mir ist - habe das aus Scham leider verheimlicht. Aber wenn ich nun Hilfe will, dann muß ich sie mir auch holen und nichts beschönigen.
Vielen Dank auch für die Infos, daß es Dienste gibt, die hinsichtlich der EU-Rente beraten. Da gehe ich dann am besten mal mit meinem Mann zusammen hin. Alleine kriege ich das sicher nicht geregelt.
Liebe Grüsse
 

Esox

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#4
Sei herzlich Willkommen...

"...das Boot kriegste nicht alleine übern See", da braucht es Hilfe, und das umgehend.
Das hochstufen der täglichen Medikation ist sicher nicht der richtige Weg, sie behandeln die Symtome aber nicht die Ursache.
Alle "Karten" aufen Tisch, umgehend in betreuende Hände begeben ( Behandlung/Therapeutin/Neurologin ).

Sei offen und ehrlich zu Dir selbst und verschönige nichts beim Gespräch, nur so kann Dir richtig geholfen werden. Vorsicht bei den Medikamenten.

Ich wünsche Dir alsbaldige Genesung und wieder Freude am Leben.
 

CeaCea

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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23 Jun 2009
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#5
Danke Esox, für Deine netten Worte.
Ja ich werde mir die Hilfe holen, auch wenn es schwer fällt.
Mir der ständigen Medikamentenerhöhung fühle ich mich auch recht mies, nachdem ich seit heute wieder mehr nehmen muß, ist mir ständig schwindlig und mein Magen-Darm spielt komplett verrückt. Das ist wirklich nicht die Lösung - werde mit meinem HA das am Montag besprechen.
Kann´s doch nicht sein: Normalerweise versucht man doch, sich irgendwann wieder von den Medis zu lösen. Bei mir wird immer weiter aufgestockt, damit ich funktionieren soll um jeden Preis.
Dank Eurer Ratschläge hoffe ich, in den nächsten Tagen stark zu sein und mir die nötige Hilfe zu holen. Ich werde jedenfalls wieder berichten. Danke.
 
E

ExitUser

Gast
#6
Hi CeaCea,

bezüglich eines Termines wegen Beratung: Am besten gleich alles mitnehmen was wichtig sein könnte.

Ansonsten schließe ich mich Esox an ....

Sprich mit Deinem Hausarzt und lasse Dich unbedingt zu einem guten Facharzt überweisen und klär das auch ab mit den Medikamenten.

Nur wenn Du offen zu Deinem Therapeuten bist (dies gilt im übrigen auch in einer Klinik!), Dich quasi auch fallen lässt, nur dann kann man Dir helfen. Es ist sicher schwer ...

LG und alles Gute und halt uns auf dem Laufenden.
 

CeaCea

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#7
Hallo und guten Morgen,
habe gestern noch beim VDK meine Mitgliedschaft beantragt.
Medikamente werde ich wieder bei vormaliger Dosierung lassen, da es mir mit der Erhöhung nur noch übel ging.
Werde am Montag das Thema Frührente mit meiner Therapeutin und dem Hausarzt besprechen, mal sehen, was die sagen.
Danke nochmal für Eure Hilfe,
wünsche Euch einen schönen Tag.
 

Esox

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#8
...viel Glück bei Deinem Vorhaben.
Ich bin auch Mitglied beim VdK, ohne Rechtsbeistand ist man völlig verloren. Ich würde auch einen Antrag beim Versorgungsamt stellen, damit der GdB ermittelt werden kann, hierfür trägst Du alle Befunde zusammen und reichst sie ebenfalls mit ein. Der GdB ( Grad der Behinderung ) ünterstützt aber nicht wirklich Deinen EU-Rentenantrag, da braucht es Fakten.
Bleib nicht in Deinem "Kämmerlein" sitzen, geh unter Leuten, mach was Dir Spaß macht, freu Dich über Erlangtes. Zieh Dir was hübsches an und geh mit Deinem Mann mal wieder schön Essen, besuch Freunde und sei vor allem ehrlich....erzähle das es dir momentan nicht gut geht....richtige Freunde helfen Dir weiter und schätzen Deine Offenheit sowie die Ehrlichkeit.

Ich drück Dir beide Daumen!
 
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