Depressionen zuzugeben ist gar nicht so einfach...

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Nickymicky

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Hallo zusammen,
Es ist gerade nicht wirklich einfach aber ich muss das jetzt einfach mal jemanden sagen/schreiben..
Zu mir : ich bin 44 Jahre und lebe mittlerweile mit meinem Sohn 11j alleine.

Seit ich denken kann, schlage ich mich mehr oder weniger alleine durchs Leben aber habe bis jetzt alles immer sehr gut hinbekommen..
Vor 4 Jahren fing es ungefähr an dass ich an meine Grenzen kam. Meine Tochter, damals noch 15 Jahre fing an Drogen zu konsumieren! Da ich, seit ich 18 J bin, mehr oder weniger alleine auf mich gestellt bin und weder Eltern noch Familie oder Bekannte, Verwandte habe, wandte ich mich hilfesuchend an das Jugendamt! Die wollten mir nicht wirklich helfen.. meine Tochter war dauerbreit und aggressiv und ich hatte mittlerweile Angst vor ihr aber das schlimmste war ich musste ja meinen Sohn irgendwie schützen.. das interessierte das Jugendamt aber nicht wirklich! Ich bin der Mensch wo immer sagt mir geht es gut und niemanden erzählt wie es eigentlich wirklich aussieht..

Mein damaliger Arbeitsvermittler war knappe 25 Jahre alt und gab mir immer das Gefühl er sei was besseres. Wenn ich wusste ich habe einen Termin, habe ich angefangen Panik zu bekommen aber bin brav hin. Vor ihm spielte ich immer die starke der ist gut geht und so steckte er mich von einer Maßnahme in die nächste. Bei der letzten Maßnahme bin ich dann aber leider, weil ich einfach nicht mehr die starke spielen konnte, zusammengebrochen.
Die netten Damen dort halfen mir und aus mir brach dann endlich alles raus, ich erzählte ihnen was sich in meinem privaten Leben so abspielt. Die Damen empfahlen mir eine Fall Managerin und kümmerten sich darum.
Die Fallmanagerin war klasse, sie war einfach für mich da und ich hatte endlich jemanden dem ich alles erzählen konnte.. sie half mir das einfach zu überstehen.
So habe ich es geschafft dass meine Tochter in zwei Kliniken konnte um dort eine Drogentherapie zu machen nur leider beide ohne Erfolg. Nachdem sie aus der Klinik geflogen ist sollte ich sie wieder bei mir aufnehmen aber ich konnte es einfach nicht ich hatte zu viel Angst . Meine Fallmanagerin ist mit mir dann zum Jugendamt was ich klasse fand und kämpfte mit mir dass man sie in Obhut nimmt weil ich einfach mit den Nerven am Ende war! Das ging aber nicht lange gut und zum Schluß musste ich sie irgendwann doch wieder aufnehmen und die Hölle ging weiter! Leider ging meine Fallmanagerin in Rente und viele Tränen sind geflossen. Ich bekam eine neue die aber gleich von Anfang an sagte dass sie mir nicht das geben kann was ich brauche und schlug mir vor zur AWO zu gehen da bekomme ich Unterstützung. Gut, 9 Monate war ich jetzt bei einer Frau die eigentlich sehr nett war und half mir in bestimmten Sachen. Zwischenzeitlich habe ich meine Tochter letztes Jahr im Oktober vor die Türe gesetzt weil sie randaliert hat im Haus und die Türe draußen kaputt getreten hat. Mir fiel das wirklich sehr schwer aber ich konnte nicht mehr und das Jobcenter sagte ja auch wenn ich nicht mehr kann soll ich sie vor die Türe setzen.
So, das Problem zu Hause hat sich hiermit also erledigt nur hat es leider Spuren hinterlassen...
In den letzten vier Jahren habe ich so einiges verdrängt und habe mich nur auf mein Kind konzentriert und auf das Problem und habe mich dabei ganz vergessen und jetzt da das Problem sozusagen weg ist kommen meine Probleme zum Vorschein und eigentlich will ich sie immer noch nicht wahrhaben!
Ich habe eine Schultersteife seit fast zwei Jahren die ich nicht behandeln ließ, weil ich es beiseite geschoben habe , laut meinem Orthopäden komme ich eventuell an einer OP nicht vorbei, derzeit mache ich Krankengymnastik!
Ich dachte mir geht es besser wenn Zuhause wieder alles gut ist aber ich sitze zu Hause und bin trotzdem nur am weinen. Ich habe jeglichen sozialen Kontakt abgebrochen die letzten Jahre und verkrieche mich im Eck. Ich bin unmotiviert rauszugehen und habe wirklich Mühe den Haushalt zu meistern. Von morgens bis abends denke ich nach und führe Selbstgespräche und laufe in der Wohnung hin und her und kann mich auf nichts mehr konzentrieren. Ich schlafe sehr sehr schlecht ein und schlafe nicht durch und bin morgens k.o.
Ich hatte zwischenzeitlich auch ein paar Panikattacken ,auch schon eine beim Jobcenter bei einem Termin mit meiner Tochter, wo man fast den Notarzt rufen musste weil ich keine Luft mehr bekam aber ging noch mal alles gut.
Ich merke immer mehr und mehr dass ich das alles nicht mehr verdrängen kann und sehe mittlerweile ein dass ich ein Problem habe.. die Dame von der AWO meinte zu mir letztes Jahr das wenn die Geschichte mit meiner Tochter vorbei ist ich dann anfangen soll das ich mich um mich kümmere und das will ich nun auch tun. Ich werde wieder zur Psychologien gehen von der Caritas wo ich vor vielen Jahren schon mal war.
Ich wollte das eigentlich mit der Dame von der AWO jetzt alles besprechen, denn sie weiß eigentlich nicht wirklich wie es in meinem Inneren wirklich aussieht aber gestern ruft mich eine Mitarbeiterin von der AWO an und meinte sie sei ab heute für mich zuständig die andere hätte den Job gewechselt.
Soooo, jetzt verliere ich erst meine Fallmanagerin dann werde ich langsam warm mit der Dame von der AWO und jetzt habe ich wieder eine neue.. und die neue war ein wenig naja würde ich mal sagen.. die ist so eine die gerne das Wort "die anderen" benutzt.. die anderen machen das auch, die anderen können das auch, andere schaffen das auch und ich war am Telefon komplett überfordert! Habe am Montag einen Termin mit ihr und habe schon wieder voll Panik denn nach dem Telefongespräch habe ich mich eine ganze Weile nicht mehr eingekriegt und war nur am weinen!

Und weil es nicht reicht hatte ich heute vom Jobcenter einen Brief im Briefkasten und zwar ein Gespräch bei meiner Fallmanagerin und mit der neuen AWO tante wie es weitergehen soll..
Der Tag heute ist gelaufen!
Bin ständig nur am weinen, mir ist schlecht, meine Gedanken spielen verrückt und hab Angst!
Wo ist nur diese Frau vor vielen Jahren hin die alles alleine geschafft hat... Ich schäme mich!
Ich muss dazu noch sagen dass ich nur noch 40 kg wiege denn ich vergesse zu essen oder hab keinen Appetit, ich esse abends aber mit meinem Sohn zusammen aber das war's eigentlich auch schon!
Meinem Hausarzt habe ich zwar erzählt was so Zuhause abgeht/ging und er wollte mir auch mal Antidepressiva verschreiben aber ich habe abgelehnt weil ich klar bei Verstand bleiben wollte aber mehr weiß mein Hausarzt eigentlich aktuell auch nicht!

Ich bin aber jetzt an einem Punkt gekommen wo ich weiß dass ich Hilfe brauche nur weiß ich eigentlich nicht wirklich wie ich da jetzt am besten vorgehen soll..
Soll ich das der neuen AWO Tante erzählen? Soll ich das der Fallmanagerin erzählen? Soll ich das meinem Hausarzt erzählen? Ich bin gerade überfordert...
Am liebsten würde ich mich einfach nur weiter in meiner Ecke verkriechen aber mein Sohn braucht mich...
Mit meinen 40 Kilo und der Schultersteife bin ich ich körperlich nicht in der Lage arbeiten zu gehen und dann noch meine Depressionen und Ängste..
Was soll ich den tun?
Bitte nicht kritisieren.. Ich hab mir das so nicht ausgesucht... LG
 

bLum

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Grüß dich, Nickymicky!

Erst mal finde ich es sehr mutig, dass du hier deine Geschichte erzählt hast, und das gleich mit dem allerersten Post von dir hier!

Ich fühle mich an einigen Stellen deiner Geschichte an meine eigene erinnert, und ich kann mich Larsson nur anschließen, das mit dem Hausarzt zu besprechen.
Möglicherweise hilft eine Ausszeit, was nicht zwingend stationär in einer Klinik sein muss. Ich selbst war in einer ähnlichen Situation mal 8 Wochen auf einer psychosomatischen Station, die gleichzeitig auch Tagesklinik war.
Vielleicht gibt es bei dir auch ein Krisenzentrum von dem man sich ebenfalls eine ambulante Unterstützung organisieren kann, wenn das nötig ist.
Aber genau das müsstest du mit deinem Hausarzt besprechen.

Ich wünsch dir die Kraft den richtigen Weg zu finden! Fühl dich gedrückt, wenn du magst!
 

Larsson

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BLum hat es etwas ausführlicher ausgedrückt. Ich war etwas erschlagen von deinem Text, das liegt aber nicht an dir, sondern an mir. Ich glaube du brauchst wirklich dringend Hilfe und zwar professionelle.
Beratungsstellen schön und gut, aber du brauchst glaube ich einfach eine Auszeit und im Anschluss dauerhafte Unterstützung, das können Beratungsstellen nicht leisten.
Und der Hausarzt sollte dich fürs JC AU schreiben.
 

Nickymicky

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Danke das ihr so nett Antwortet,
hatte schon Angst man kritisiert mich jetzt.
Ich musste mir das jetzt von der Seele schreiben da ich ja niemanden zum reden habe und niemanden habe den ich um Rat fragen kann.

Vermisse meine Fallmanagerin von früher.

Ich finde, dadurch dass ich selber jetzt merke dass ich Hilfe brauche ist das ja schon mal ein ganz guter Weg.. ABER..
Wenn ich in eine Klinik gehen würde was wäre mit meinem Sohn? Er ist alles was ich noch habe!
Wo ich beim Jugendamt war und um Hilfe gebeten habe, meinten die damals für meine Tochter gäbe es keine Möglichkeit und irgendwann wollten sie mir aber meinen Sohn wegnehmen.. weil ja eine Gefahr von meiner Tochter ausging.. so nach dem Motto , eine jugendliche kann man nirgends unterbringen aber ein kleines Kind schon!
Ich musste damals bestimmte Auflagen erfüllen damit sie mir meinen Sohn nicht wegnehmen, das war damals die Hölle weil er konnte dafür doch gar nichts!
Ich bin froh dass ich die jetzt vom Hals habe weil ja keine Gefahr mehr besteht und möchte mit denen auch nie wieder etwas zu tun haben... aber wenn ich in eine Klinik gehen würde was wäre dann mit ihm? Ich habe ja niemanden wo er hin könnte..?
Das ist das gleiche wie mit meiner Schultersteife, wenn es wirklich heißt dass ich operiert werden soll was soll ich mit meinem Sohn machen? Dem JA traue ich nicht mehr!

Ich habe seit 2 Jahren keine EGV mehr unterschreiben müssen , sollte ich trotzdem schauen dass ich von meinem Arzt eine AU bekomme?
Bringt in dem Fall die Psychologien von der Caritas nichts? Weiß gar nicht ob die eigentlich so qualifiziert sind wie normale psychologen.. Ist ein Psychiater besser? Ich kenne mich da null aus, sorry!
Also eine Tagesklinik haben wir hier bei mir aber für was die genau ist weiß ich jetzt nicht aber da könnte ich ja dann meinen Arzt fragen..
Muss mich erstmal trauen ihm das überhaupt zu erzählen, denn wie schon gesagt ich bin der wo immer sagt mir geht's gut...

Ps: Danke fürs drücken 🤗

Krisenanlaufstellen helfen dir das zu finden, was dir weiterhelfen kann.

Krisenanlaufstellen - psychenet.de

Unter welcher Rubrik muss ich den da schauen? Ich weiß nicht was ich genau brauche..
 

bLum

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Alles gut, keine Angst. Wenn hier jemand anfängt zu pöpeln, reiß ich ihm die Zunge raus :p Messerwetz

sollte ich trotzdem schauen dass ich von meinem Arzt eine AU bekomme?

Die AU gibt dir die Luft das alles in Ruhe anzugehen.

Bringt in dem Fall die Psychologien von der Caritas nichts?

Die Psychologin der Caritas würde dich wahrscheinlich auch einfach an die "richtigen Stellen" weiter reichen, sprich: eine geeignete Therapie mit dir suchen.
Es gibt auch Möglichkeiten mit Kind. Eine Tagesklinik z.B.

Unter welcher Rubrik muss ich den da schauen? Ich weiß nicht was ich genau brauche..

Guck im Netz was du unter den angegebenen Stichpunkten

  • Psychosozialer Dienst
  • Psychozoziale Kontakt- und Beratungsstellen
  • Psychiatrische und Psychosomatisch Ambulanzen

in deiner Gegend so findest. Dann da anrufen und erkundigen, und wenns passt einen Termin vereinbaren.
Ein engagierter Hausarzt würde dich auch an solche Stellen verweisen (und nicht einfach blind, ohne Konsultation, Antidepressiva verschreiben! Zum AU-schreiben reicht deiner aber voll und ganz, erst mal :D)
 

Nickymicky

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Hab eben mal geschaut was die Tagesklinik bei uns ist..

Zitat :
Die Tagesklinik Singen ist sowohl allgemein- und sozialpsychiatrisch als auch psychotherapeutisch orientiert, d.h. wir bieten Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit Krankheitsbildern aus den diagnostischen Bereichen affektive Störungen (Depressionen und bipolare Störungen), Störungen bei der Konfliktbewältigung (Persönlichkeitsstörungen) und Psychosen.

Das meint ihr, oder?

Mein Arzt konnte mich ja bis jetzt noch nicht darauf hinweisen, da ich ihn ja noch gar nicht erzählt habe wie schlecht es mir im allgemeinen ja geht.. war nur die letzte Zeit immer bei ihm wegen meiner Schulter..

Werde das nächste Woche in Angriff nehmen mit dem Arzt und ihm alles beichten.
Soll ich das bei dem Termin beim Jobcenter erzählen.. meine neue Fallmanagerin wird ja sicherlich fragen wie es mir so geht und ob es jetzt besser ist seit meine Tochter weg ist, sie will ja wissen wie es weitergeht.
Oder wenn der Arzt mir eine AU gibt den Termin absagen? Jetzt bin ich schon wieder durcheinander..
 

bLum

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Soll ich das bei dem Termin beim Jobcenter erzählen..

Du musst da garnichts erzählen, wenn du das nicht willst.
Ich würde denen nur das allernötigste erzählen. "Ich bin gerade krank. Möglicherweise steht ein Klinikaufenthalt bevor." Punkt. (Genaueres geht die erst Mal garnichts an)
AU gegen Empfangsbestätigung abgeben, Termin absagen. Oder beim Termin mit AU aufkreuzen und genau das persönlich sagen.

Versuch einfach, dir etwas Luft zu verschaffen in Ruhe die Sache mit dem Hilfesuchen anzugehen.

Die Tagesklinik ..... Das meint ihr, oder?

Jups, genau! Ruf einfach da an und erkundige dich nach deinen Möglichkeiten. Vielleicht empfehlen sie dir eine Anlaufstelle in deiner Nähe, die erst mal besser geeignet ist zu sondieren, was du überhaupt brauchst.
Aber zumindest hast du, wenn du dahon überwiesen werden solltest von deinem Arzt, schon mal einen ersten Eindruck durch das Telefonat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Frodo

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Und weil es nicht reicht hatte ich heute vom Jobcenter einen Brief im Briefkasten und zwar ein Gespräch bei meiner Fallmanagerin und mit der neuen AWO tante wie es weitergehen soll..
Der Tag heute ist gelaufen!

Das ist keine Tante, sondern eine Mitarbeiterin der AWO, die dich unterstützen soll bei deinen familiären Problemen. Ich finde die Wortwahl völlig deplatziert. zumal du auch vom Jobcenter schon viel Unterstützung durch die Fallmanagerin bekommen hast, die in Rente gegangen ist. So etwas gibt es nämlich auch!
 

HermineL

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Das ist keine Tante, sondern eine Mitarbeiterin der AWO, die dich unterstützen soll bei deinen familiären Problemen. Ich finde die Wortwahl völlig deplatziert. zumal du auch vom Jobcenter schon viel Unterstützung durch die Fallmanagerin bekommen hast, die in Rente gegangen ist. So etwas gibt es nämlich auch!
Bei jemanden der momentan ganz unten ist kann man nicht erwarten das als hyper korrekt
formuliert wird.

Aus diesem Grund ist deine Korinthenkackerei hier vollkommen fehl am Platz oder
willst du aus lauter Spaß an der Freude auch noch nach unten treten ?
 

Frodo

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Bei jemanden der momentan ganz unten ist kann man nicht erwarten das als hyper korrekt
formuliert wird.

Aus diesem Grund ist deine Korinthenkackerei hier vollkommen fehl am Platz oder
willst du aus lauter Spaß an der Freude auch noch nach unten treten ?

Jemand, der ganz unten ist, schreibt keine Texte in diesem Umfang.
Und dann direkt als 1. Beitrag....
 

HermineL

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Jemand, der ganz unten ist, schreibt keine Texte in diesem Umfang.
Und dann direkt als 1. Beitrag....
Ach ja und das weißt du selber aus erster Quelle ?
Auch wenn du, wie du in deiner PN an mich meinst, der Auffassung bist das dies alles
nicht der Wahrheit entspricht berechtigt dich es nicht ohne das genau zu wissen jemanden
der, zumindest nach derzeitgen Wissensstand, psychisch ganz unten ist auch noch
anzugreifen.

Meiner Meinung nach macht gerade die Länge des Textes es eher unwahrscheinlich das dies
ausgedacht ist und es gilt unabhängig davon "In dubio pro reo".

Selbst wenn du Recht haben solltest (Was derzeit hier keiner weiß) ist es keine Art und Weise
einfach auf Verdacht hin sich so zu verhalten.
Hast du eine Ahnung davon wie das auf den Betroffenen wirkt wenn er hier wirklich einfach nur
Hilfe sucht ?
 

Fabiola

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Du musst da garnichts erzählen, wenn du das nicht willst.
Ich würde denen nur das allernötigste erzählen. "Ich bin gerade krank. Möglicherweise steht ein Klinikaufenthalt bevor." Punkt. (Genaueres geht die erst Mal garnichts an)
Von rechts wegen müsste der/die Sachbearbeiter/in (SB) den ärztlichen Dienst (äD) einschalten, wenn SB von gesundheitlichen Einschränkungen erfährt, dazu wäre SB verpflichtet!
Je nach dem, wie der Termin verläuft würde ich, wenn SB schon nicht selbst darauf kommt, dieses dann von zu Hause aus dann schriftlich beantragen.

äD ist noch mal ein eigener Komplex, bei dem man gut informiert sein sollte. Wenn Dir (Nickymicky) während des Termins ein Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindungen zum Ausfüllen vorgelegt werden sollten, dann unterschreibe da bitte nichts direkt!!! Das gehört nicht in die Hände von SB, sondern nur in die Hände vom äD. Nimm das mit nach Hause, das ist Dein gutes Recht, und melde Dich dann hier, um Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.

Im Termin würde ich auch nur allgemein von diversen gesundheitlichen Einschränkungen sprechen. Keine näheren Angaben dazu machen. Das geht SB nichts an, sie ist keine Ärztin und kann daraus auch keine Erkenntnisse für Dich ziehen. Möglicherweise ist die Art Deiner Einschränkungen durch Deine vorherige Fallmanagerin bereits aktenkundig, dann ist das eben so. Du musst das aber nicht noch mit weiteren Angaben vertiefen.
Eine EGV darf SB Dir auch nicht vorlegen, da Deine Erwerbsfähigkeit nicht geklärt ist. Auch keine mit dem Ziel "Stabilisierung der Gesundheit". Dies ist kein Ziel einer rechtskonformen EGV. Solltest Du trotzdem bedrängt werden eine EGV zu unterschreiben, dann steck sie schnell ein mit dem Hinweis, diese erst zu Haus in Ruhe prüfen zu wollen. Das ist ebenfall Dein gutes Recht und nicht zu sanktionieren!

Ich möchte Dir durch das Geschrieben nicht zusätzlich Angst machen, sondern Dich lediglich auf den schlimmsten Fall vorbereiten. Solche Termine können auch gut und ruhig verlaufen, gerade dann wenn ein Beistand (AWO) dabei ist.

Vorerst alles Liebe für Dich :icon_hug:

P.S.: Du bekommst gleich noch eine private Nachricht (PN) von mir, antworten kannst Du wahrscheinlich noch nicht, dazu musst Du erst mal einige Beiträge (ich glaube 16) geschrieben haben.
 

bLum

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Ty, Hermine!

Ja, Fabiola, aber ich wollte sie gestern erst mal nicht beunruhigen.
Nickymicky bekommt ja eh erst mal nur eine max. 4 Wochen-Krankmeldung, und wenn sie nichts konkretes sagt, dann kann die FM auch nicht von ausgehen, dass das was dauerhaftes wäre.
Es könnte ja ne ...wasweißich... Mandeloperation sein, oder irgendwas anderes nicht schlimmes und dann ist man ja nicht gleich eingeschränkt erwerbsfähig. Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt prognostizieren, wie lange das dauert. Vll. ist NM in 4 Wochen wieder so stabil, dass sie sich gut um ihre Angelegenheiten kümmern kann?
Ich war echt am überlegen, ob ich das erwähne, aber ich hielt das gestern nicht für angebracht und mir fehlten auch die Worte, das ohne Stress zu erzeugen anzumerken.
Gut, dass du es jetzt tust.
 

pbsuu

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Hallo Nickymicky, ich habe mir das Postimg hier durchgelesen und ich finde mich in deiner Geschichte in vielen Dingen wieder. Aber ich habe schon einen weiten Weg hinter mir. Ohne jetzt den anderen auf die Füße treten zu wollen..... Ambulanzen, Dienste hier und dort. Schön und gut. Aber du musst so schnell als möglich raus aus deiner derzeitigen Zwangsjacke. AU hast Du jetzt, dass ist gut! Versuche von ihm eine Notfallüberweisung für einen Psychiater zu bekommen. Warum? Weil der Psychiater dich binnen 4 Wochen in einer pychosomatischen Akutklinik unterbringt. Dort bist von den täglichen Haushaltspflichten entbunden und kannst Dich auf dich konzentrieren. Und dein Sohn? Den nimmst Du mit!! Diese Kliniken gibt es auch mit Familienanschluß quasi. Dein Sohn geht dort auf eine gleichwertige Schule, hat Hausaufgabenbetreuung usw. Dein Hausarzt kann Dich auch in die Akutklinik überweisen, aber das sollte er sehr gut begründen.
Ja, es ist schwierig, sich selbst die Depressionen anzuerkennen. Mir ging es ähnlich. Und ganz wichtig! Laß keinen Gedanken aufkommen, Du hättest irgendeine Schuld. Du hast (wie ich auch) über Jahre familiengerecht und jobentsprechend "funktioniert". Wir sind keine Maschinen und
> Hut ab, was Du bis heute mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen erreicht hast !!! <<
Deine Tochter? Nun gut, ich sag mal "leg sie mal auf Eis" bis Du wieder positive Kraft hast. Dein Sohn? Ist alt genug, um mit Dir diese Situation durchzustehen.
Und wenn Du deine Psyche und dein Selbstwertgefühl wieder etwas aufpoliert hast, kannst du ja zur zweiten Chance greifen. Auch mit deiner Tochter. Aber nicht jetzt!
Also versuche Dich etwas zu strukturieren, gehe zu deinem Hausarzt und mach dich auf und besprich mit ihm den Weg. Alle anderen, die an dich heranwollen JC, Agentur sonst wer - sagst Du, dass ihnen leider nicht mehr folgen kannst, wenn für dich dieser Punkt gekommen ist. Dann muss das Gespräch halt abgebrochen werden und wiederholt werden.

Sei mutig, stehe zu deiner Depression und du wirst sehen, dass es zumindest etwas besser wird.
Ach aj, die lieben Leute und Freunde, die alles besser wissen, und sagen, Stelle dich nicht so an, schlaf dich mal aus usw. Du musst für deinen Sohn da sein etc etc. Die lass mal bei ihren Meinungen und geh deinen Weg erst mal ohne diese Leute!

Ich hatte 2011 einen Burn-out. Folge Depression. Bin seit dieser Zeit in ständiger therapeutischer Begleitung, hatte immer einen Psychiater, der mir meine AU geschrieben hat und habe bis 2017 fünf Rehas gemacht, ebenso Probleme mit meinen beiden Söhnen und meine Ehefrau in 2016 verloren, kurz vorher meinen Job. Ich weiß, wovon ich rede ;-)
 

pbsuu

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Hast du mal daran gedacht, mit deinem Sohn zusammen in eine Kur zu gehen? Das würde dir bestimmt guttun.

Ein guter Rat, doch diese Form der Gesundungsmassnahme gibt es nicht mehr -höchstens bei Privatversicherern- Das ist und heißt heute Rehabilitation und hat zum Zweck den Patienten bzw. den Versicherten wieder so aufzustellen, dass er Steuern einspielen kann bzw. arbveiten gehen kann. Deshalb nochmal mein Rat. AU vom Hausarzt und mit dem einen Psychiater finden bzw. die KK da mit ins Boot holen. Da bekommt man auch die Info, welche Reha Kliniken solche sind, wo man seine Kinder mitbringen kann.
Und bitte keine Reha über die Krankenkasse. Je nach Kasse ist das nochmal zeitaufwändiger. ABER Reha über die Rentenversicherung - da hiklft einem die Kasse sogar beim Ausfüllen vom Antrag.
Zuletzt noch eine Empfehlung: Mitglied werden im VDK. Da kriegst du echt geholfen, zahlst keine Anwaltsgebühren etc. Ich habe die 60,-€ im Jahr NIE bereut.
 

HermineL

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Ein guter Rat, doch diese Form der Gesundungsmassnahme gibt es nicht mehr -höchstens bei Privatversicherern- Das ist und heißt heute Rehabilitation
Weiß jetzt nicht genau wie du darauf kommst das es so etwas nicht mehr gibt.
Es gibt sehr wohl eine Mutter-Kind/Vater-Kind Kur nach § 24 + 41 SGB V?
 

Fabiola

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Zuletzt noch eine Empfehlung: Mitglied werden im VDK. Da kriegst du echt geholfen, zahlst keine Anwaltsgebühren etc. Ich habe die 60,-€ im Jahr NIE bereut.
Dann freue Dich über Deine guten Erfahrungen. VDK ist aber nicht VDK. Qalitativ sind die teils grottenschlecht, teils annehmbar, teils gut. Hängt leider jeweils vom Standort ab.
 

HermineL

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Zuletzt noch eine Empfehlung: Mitglied werden im VDK. Da kriegst du echt geholfen, zahlst keine Anwaltsgebühren etc. Ich habe die 60,-€ im Jahr NIE bereut.
Da wird dir meist gar nicht oder falsch geholfen.
Dann freue Dich über Deine guten Erfahrungen. VDK ist aber nicht VDK. Qalitativ sind die teils grottenschlecht, teils annehmbar, teils gut. Hängt leider jeweils vom Standort ab.
So sehe ich es auch. Muss jeder für sich entscheiden. Ich habe da mehr als einmal voll in die
Sche... gepackt. Auch mit dem SoVD.
 

Nickymicky

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Ach ja und das weißt du selber aus erster Quelle ?
Auch wenn du, wie du in deiner PN an mich meinst, der Auffassung bist das dies alles
nicht der Wahrheit entspricht berechtigt dich es nicht ohne das genau zu wissen jemanden
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Meiner Meinung nach macht gerade die Länge des Textes es eher unwahrscheinlich das dies
ausgedacht ist und es gilt unabhängig davon "In dubio pro reo".

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einfach auf Verdacht hin sich so zu verhalten.
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Hilfe sucht ?

Hallo, ich habe jetzt erst das alles hier gelesen. Habe gar keine Email bekommen das man mir geschrieben hat.
Egal, jetzt habe ich es ja, leider!

Ich möchte mich erstmal bedanken fürs Antworten und weil du mich in Schutz genommen hast.

Das mit der "Tante" war blöd ausgedrückt, da ich den Namen von der neuen Beraterin von der AWO nicht kenne, habe ich es eben so geschrieben.. was nicht in meinen Augen beleidigend war oder sonst irgendwie in der Art. Trotzdem SORRY!!
Aber mich deswegen gleich von der Seite dumm anmachen hätte man auch nicht müssen.
Mir zu unterstellen das was ich schreibe entspricht nicht der Wahrheit finde ich schon ziemlich dreist und dann auch noch hinter meinem Rücken per PN an dich. Danke dafür dass du es öffentlich geschrieben hast.
Ich frage mich nur was denn der Wahrheit nicht entsprechen soll? Wenn man schon so etwas in den Raum stellt sollte man auch sagen was denn nicht stimmen soll..

Ich habe so ausführlich in meinem ersten Beitrag geschrieben aus dem Grund weil man mir denke ich nur helfen kann wenn man auch ausführlich weiß worum es geht aber das einem deswegen ein Strick daraus gedreht wird finde ich sehr traurig!

Genau wegen solchen Menschen wie Frodo habe ich mich komplett zurückgezogen weil Sie alles so hindrehen wie Sie Lust haben und dir das Gefühl geben man lügt ja eh nur oder übertreibt..
Es hat mich gestern wirklich Überwindung gekostet mich zu öffnen...
Abgesehen davon Warum sollte meine Geschichte erfunden sein?
Was habe ich den davon?
Ich habe lediglich gefragt ob ich es dem Jobcenter mitteilen soll und was ich allgemein tun soll weil es mir nicht gut geht..
Was ist daran schlimm?
Und nur weil ich ausführlich schreibe ist es auch gleich gelogen... total bescheuerte Schlussfolgerung!
Du hast aber recht, sowas zieht einen runter und sollte man lassen besonders in so einem Forum..
Wie sagt Oma immer so schön, hast du nichts Nettes zu sagen dann sag am besten gar nichts...
Sorry konnte das jetzt nicht ignorieren musste dazu was sagen..
 

pbsuu

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Da wird dir meist gar nicht oder falsch geholfen.

Liebe HermineL, du hast anscheinend eine persönliche schlechte Erfahrung gemacht. Oder?
Ich kann nur sagen, dass mein Freundeskreis noch keine schlechte Erafhrung mit dem VDK gemacht hat.
Es ist für NickyMicky wichtig, dass sie nicht mehr 4,5 Anlaufstellen hat, sondern nur zwei. Die medizinische und die organisatorische. Und bei beiden braucht sie Hilfe. Ich kenne ihr Feeling nur zu gut.
 

Nickymicky

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Ja da hast du recht.
Werde morgen erstmal zu dem Termin von der AWO gehen und schauen ob ich mit der neuen" Beraterin" warm werde und ihr dann ggf es läuft gut erzählen wie es mir geht und ich hilfe brauche und mit ihr darüber reden was es für Möglichkeiten gibt. Hier wurden ja schon viele Tipps gegeben. Werde morgen auch gleich einen Termin zur Sprechstunde bei meinem Hausarzt machen so schnell wie möglich und ihm alles erzählen. Mal schauen was er so verschlägt.. zu dem Termin bei meiner Fallmanagerin in 2 Wochen werde ich auch gehen auch wenn ich eventuell eine AU bekomme. Bin nicht jemand der sich vor etwas drückt... auch wenn ich Angst davor habe. Dank den Tipps weiß ich was ich tun kann und was ich nicht tun sollte und dafür danke ich jedem einzelnen.
 
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