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Depression - der Agentur mitteilen?

steinfisch

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Liebe Kollegen,

Es ist bekannt, dass Arbeitslosigkeit (auch in ALG1) Depressionen fördert.
Ich möchte nun gern wissen, wenn man sich in Behandlung begeben hat - also Happy Pills, Psychiatrie/ambulant, ev. Psychotherapie - es besser oder wann es überhaupt besser, wann schlechter ist, dies der Agentur oder den Arbeitsvermittlern mitzuteilen...
Wenn man keine Krankschreibung abgibt - erfahren die davon ja sicher nichts... Ist eine Krankschreibung besser?

Ich meine jetzt damit auch nicht so starke Depressionen, dass rein gar nichts mehr geht, denn in diesem Fall hat man ja wohl kaum die Wahl... :icon_evil:

Vielen Dank für Euer Wissen, Eure Erfahrungen, Eure Meinungen.

Gruß vom Steinfisch
 
E

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Gast
Liebe Kollegen,

Es ist bekannt, dass Arbeitslosigkeit (auch in ALG1) Depressionen fördert.
Ich möchte nun gern wissen, wenn man sich in Behandlung begeben hat - also Happy Pills, Psychiatrie/ambulant, ev. Psychotherapie - es besser oder wann es überhaupt besser, wann schlechter ist, dies der Agentur oder den Arbeitsvermittlern mitzuteilen...
Wenn man keine Krankschreibung abgibt - erfahren die davon ja sicher nichts... Ist eine Krankschreibung besser?

Ich meine jetzt damit auch nicht so starke Depressionen, dass rein gar nichts mehr geht, denn in diesem Fall hat man ja wohl kaum die Wahl... :icon_evil:

Vielen Dank für Euer Wissen, Eure Erfahrungen, Eure Meinungen.

Gruß vom Steinfisch

Das klinische Bild Depression beinhaltet auch Einschränkungen in den Tätigkeiten (keine Nachtarbeit). Deshalb würde ich in Deinem Fall den Weg Abgabe einer AU + Untersuchung zum ä.D. beschreiten wollen.

(Damit die Sbs etwas in ihren Akten haben)

Die Diagnose geht die Agentur nichts an, lediglich die Konsequenzen)
 

Caso

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Ich möchte nun gern wissen, wenn man sich in Behandlung begeben hat - also Happy Pills, Psychiatrie/ambulant, ev. Psychotherapie - es besser oder wann es überhaupt besser, wann schlechter ist, dies der Agentur oder den Arbeitsvermittlern mitzuteilen...
Wenn man keine Krankschreibung abgibt - erfahren die davon ja sicher nichts... Ist eine Krankschreibung besser?

Ich meine jetzt damit auch nicht so starke Depressionen, dass rein gar nichts mehr geht, denn in diesem Fall hat man ja wohl kaum die Wahl... :icon_evil:
Es ist nur nötig, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung/Krankschreibung dem JC vorzulegen.
Alles andere geht keinen etwas an außer dir und deinen Arzt.

Wenn du von deinem Arzt arbeitsunfähig geschrieben wirst, und das dem JC mitteilst (Krankenschein hinschicken oder abgeben), dann nehmen die dich so lange aus dem Vermittlungs-und Maßnahmeprogramm raus.
Bis du mitteilst, daß du nicht mehr krankgeschrieben bist.

Ich teile zum Beispiel auch nicht mit, daß mein Arzt mir jetzt mal DAS verordnet hat.
Was hat das mit dem Jobcenter zu tun??
Wie kommst du auf solche Ideen?
Es ist auch schon länger bekannt, daß auch Arbeit ziemlich krank und depressiv machen kann.

Deshalb wurde die ARBEITS-Unfähigkeitsbescheinigung erfunden:)
 

Surfing

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Es ist bei einer Mitteilung die man machen will schon ein Unterschied ob man im ALG I oder ALG II ist.

Das hat mit möglichen EGVen zu tun und auch mit den SBs.
 

guinan

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Brauchst du wegen der Depressionen besondere Arbeitsplatzbedingungen? Falls nein würd ich die Klappe halten. Denn dann sitzt du in de Rehaabteilung, das Jobcenter will dass die Rentenversicherung zahlt und die Rentenversicherung will dass das Jobcenter zahlt. Und keiner vermittelt dich oder zahlt auch nur Fahrtkosten zu arbeitsplätzen oder Bewerbungskosten. Denn du bist ja soooooo krank, das macht ja alles keinen sinn für dich.

Mit anderen Worten: Machst du es, kannste dich gleichmit dem sofa verloben. Aus Hartz4 kommste nicht mehr raus.
 
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ExitUser

Gast
eine AU besteht aus 3 Teilen. ein Teil bleibt beim Arzt in der Praxis. die andern beiden Teile bekommt man mit. den Teil wo drauf steht für den Arbeitgeber, der geht ans JC. der andere Teil wo drauf steht für Krankenkasse, geht an die KK. und nur auf dem Teil für die KK stehen die Diagnoseschlüssel drauf. und der Arzt weiss ja selbst die Diagnosen.
 

Doppeloma

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Hallo steinfisch,

da sich einige Antworten nur auf den Bezug von ALGII beziehen und sich manches tatsächlich anders ergibt im ALGI (AfA NICHT JC) ... möchte ich mal ergänzen.

Schade, dass hier einige User drauf los schreiben, ohne zunächst zu lesen und zu verstehen worum es überhaupt geht, vielleicht hättest du deine Frage besser direkt im Bereich ALGI gestellt, aber das hilft auch nicht immer ... :icon_evil:

Es ist bekannt, dass Arbeitslosigkeit (auch in ALG1) Depressionen fördert.
NaJa, wenn es danach geht, kann das ganze Leben lang irgendwas Depressionen fördern, kommt ganz darauf an wie empfindsam der Betroffene auf bestimmte Situationen des Lebens reagiert... :icon_kinn:

Auch die aktuelle Arbeitswelt ist nicht gerade gesundheitsfördernd, das wurde ja auch schon bemerkt ... mich hat auch die Arbeit krank gemacht, arbeitslos war ich nie lange, da ist die beste Therapie sich möglichst eigenständig und fix einen anderen Arbeitsplatz zu besorgen, denn ALGI wird ja auch nur begrenzte Zeit gezahlt.

Im ALGII können die Depressionen dann eher noch schneller noch schlimmer werden, denn da ist man als Kranker noch weniger gerne "gesehen" als bei der AfA ...

Ich möchte nun gern wissen, wenn man sich in Behandlung begeben hat - also Happy Pills, Psychiatrie/ambulant, ev. Psychotherapie - es besser oder wann es überhaupt besser, wann schlechter ist, dies der Agentur oder den Arbeitsvermittlern mitzuteilen...
Redest du mit deinem Bäcker oder Frisör auch über deine Krankheiten /Depressionen und welche Pillen du nimmst oder ist dein Arbeitsvermittler auch Arzt ... das geht die gar nichts an, auch bei ALGI würde das eher dazu führen, dass der SB nun genau weiß (oder zumindest zu wissen glaubt, mit seinen pseudomedizinischen "Erfahrungswerten"), wie er dich "treffen" kann.

Was erwartest du davon, dass der SB das weiß, soll der dich dann "schonen", mit "Samthandschuhen anfassen", dafür bekommst du aber kein ALGI gezahlt sondern dafür, dass du dich um Arbeit kümmerst (und dann möglichst schnell kein ALGI mehr brauchst) ...

Wie schon geschrieben wurde, muss bei Angabe gesundheitlicher Einschränkungen (mehr braucht ein SB nicht zu wissen) der med. Dienst beauftragt werden, um festzustellen in welchen Tätigkeiten du trotzdem noch Leistungsfähig bist.

Gibt es da aktuell keine gesundheitlich möglichen Tätigkeiten, solltest du tatsächlich einen Arzt aufsuchen und dich AU schreiben lassen, denn nach 6 Wochen gibt dich die AfA dann (nach § 146 SGB III) an die KK zur Krankengeldzahlung ab ... bis zu deiner Genesung (Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit) hast du dann mit der AfA nichts mehr zu tun.

Hier macht es also durchaus einen Unterschied, ob du Geld von der AfA (ALGI/SGB III) oder von JobCenter (ALGII /Hartz 4) bekommst, bei Hartz 4 wird einfach weiter Hartz 4 gezahlt, egal wie lange die AU so dauern könnte ... jedenfalls theoretisch ... wie die Praxis dann aussieht, würde hier jetzt zu weit führen ...

Wenn man keine Krankschreibung abgibt - erfahren die davon ja sicher nichts... Ist eine Krankschreibung besser?
Die erfahren das auch mit AU-Bescheinigung nicht, wurde dir ja schon bestätigt, auf diesem Teil dürfen gar keine Diagnosen drauf stehen, genau deswegen weil es den Empfänger (auch einen AG z.B.) nichts angeht.

Bei ALGI ist es zumindest nicht sinnvoll das Geld für (längere) Krankheit zu verschwenden, wenn man statt dessen nach 6 Wochen Krankengeld (in gleicher Höhe) von der KK bekommen könnte, der Rest-Anspruch auf ALGI geht in dieser Zeit nicht verloren ...

Es hindert dich ja Niemand, auch während einer bescheinigten AU-Zeit Bewerbungen auf passende Stellenangebote zu schreiben (ganz ohne Druck von der AfA) und wenn sich was ergeben sollte kannst du die AU jederzeit beenden lassen, um dort arbeiten zu gehen.

Einem potenziellen AG muss man ja nicht unbedingt auf die Nase binden, dass aktuell noch eine AU läuft, wenn man an der Stelle interessiert ist und der AG einstellen will ...

Allerdings können KK inzwischen auch sehr depressionsfördernd wirken, wenn es (aus ihrer Sicht) zu lange ihr Geld kostet, bis du wieder gesund bist ... also wirklich sicher bist du davor inzwischen nirgends mehr ... :icon_evil:

Die denken alle nur noch an ihr Geld (bzw. an das ihrer Behörde) und deine Gesundheit/Depression ist denen dabei ziemlich egal ...

MfG Doppeloma
 

Muzel

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Die Doppeloma hat schon geschrieben, dass man Diagnosen einer Behörde nicht mitteilen muss und wenn dem so ist, sollte man dies lassen. Ich musste mir dem Quatsch (Diagnosen spielen keine Rolle bei der Bewertung) von der Behörde anhören, dass die Diagnose egal ist. Dies ist aber eine glatte Lüge.
 

Anna B.

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was meinst du jetzt genau damit?
 

Muzel

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Ich führe mit dem Landschaftsverband einen Streit vor dem LSG wegen des GdS. Diese dämlichen Sprüche durfte ich mich vom Landschaftsverband anhören.
 

Anna B.

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sorry, ich steh auf dem Schlauch..

welche dämlichen Sprüche durftest du dir anhören?

schreib doch mal genauer...
 

Muzel

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Es geht um eine traumatische Erkrankung bei der der Landschaftsverband, die zuständige Entschädigungsbehörde für diese Fälle ist. Diese Behörde meinte, dass die Diagnose keine Rolle spielt. Dabei hat der Landschaftsverband mich wegen der" falschen Diagnose" (Psychose) abgeschmettert und mich erst anerkannt als ich die passende Diagnose (persönlichkeitsbedingter Erlebniswandel) hatte.
 

Muzel

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Sogar vor dem LSG behauptet die Behörde, dass die Diagnose keine Rolle spielt. Man wird von Behörden systematisch veräppelt.
 

50GdB23

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Meine Behörde sagte je genauer, desto besser. :icon_laber:

Also ist es Recht so wenn die die genaue Diagnose kennen. Hat natürlich mein Datenschutzbeauftragter gegengesprochen und denen gesagt was sache ist. :icon_lol:
 

Anna B.

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aha....jetzt kommt Klarheit ins Licht..

wenn es um einen GDB geht...Grad der Behinderung..dann spielt tatsächlich die reine, nackte Diagnose keine Rolle....sondern die BEeinträchtigungen gegenüber einem gesunden Menschen...

und diese Einschränkungen sind als Grundlage für die Feststellung des GDB maßgebend...

wenn jemand eine Beinamputation hat....dann ist er gegenüber einem anderen Menschen sicherlich zu Beispiel: 80 % eingeschränkt...

wenn er eine Beinprothese bekommt und er kommt supergut damit klar...kann sogar wandern und bergsteigen...dann ist er gegenüber einem gesunden Menschen vielleicht nur noch zu 30 % eingeschränkt...

die Diagnose bleibt aber in beiden Fällen gleich....Beinamputation...

aber die Auswirkungen sind unterschiedlich...
 

Caso

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Es ist bei einer Mitteilung die man machen will schon ein Unterschied ob man im ALG I oder ALG II ist.

Das hat mit möglichen EGVen zu tun und auch mit den SBs.
Wo siehst du da den Unterschied?

Krankschreibung=AU-Bescheinigung geht an beide.
Rausnahme aus der Vermittlung machen dann beide.
Weder den Agentur-Vermittler noch den JC-Vermittler geht an, welche Pillen ich grad schluck oder ob ich wegen Depri mal grad nix kann.

Beide kriegen die AU und fertig.
Beide haben nichts anderes zu tun, als den LB zu vermitteln.
Krankgeschriebene sind aber nicht vermittelbar.

Es ist nirgends ein Unterschied zu sehen.
Vermittler sind keine Therapeuten.
 
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