Denken lernen

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Paolo_Pinkel

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Als der Herr dem Menschen den Verstand gegeben hat, hat er vergessen, eine Gebrauchsanweisung beizulegen.
So lautet das Motto im meinem Logo. Aber vielleicht wollte der Herr das auch nicht. Vielleicht sollte der Mensch selbst herausfinden, wie man ihn nutzt, den Verstand?
Wenn ein Baby geboren wird, kann es nicht laufen, nicht sprechen, nicht sitzen, Es muss das alles lernen und es lernt es u. a. dadurch, dass es seinen Verstand einsetzt, einen Verstand, der bis dahin noch ziemlich leer und völlig unverbraucht ist.
Nun möchte ich nicht die Abfolge schildern, wie ein Baby durch Beobachtung und durch probieren lernt, auf sich aufmerksam zu machen, seine Gliedmaßen im Laufe der Zeit koordiniert zu bewegen, kurz all die Dinge, über die der Erwachsene nicht mehr nachdenkt. Was die Erwachsenen dabei vergessen haben und auch bei ihren Kindern oft nicht ausreichend berücksichtigen, ist der Umstand, dass ein Kind mit all seinen, Erwachsenen oft nicht verständlichen Handlungen, auch seinen Verstand schärft und zu diesem Zweck das Spiel nutzt. Mit dem Spiel lernen Kinder nicht nur, die reinen Bewegungsabläufe zu koordinieren, sondern in dieser Zeit entwickelt sich ihre Kreativität...


Nutze Dein Hirn

Gruss

Paolo
 

Arania

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Ein Baby lernt auch viel durch beobachten, hören, sehen und später verstehen, also......?
 

pinguin

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Hallo Paolo_Pinkel,

ich bitte doch einmal um eine ganz genaue Defintion jenes seltsamen Vorganges, den Du in Deiner Titelzeile erwähnst; aber bitte mit Deinen eigenen Worten.

1.) Was ist Denken?;
2.) Wo bekommt man das, und was tut man, wenn man es hat?;
3.) Ist es immer gesund, sich dieses erworben zu haben?;

ciao
pinguin
 

MrsNorris

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Was das bevormunden von Kindern und kaputt machen ihrer Kreativität angeht, geb ich ihm voll recht, aus eigener Erfahrung.
Ich hab als Kind immer gern gemalt, bis ich in die Realschúle kam. Da hatte ich eine Kunstlehrerin, die grundsätzlich immer was zu mäkeln hatte. Das hat einem echt den Spass vermiest.

Ich empfinde es manchmal anstrengend, mehr nachzudenken als andere Menschen. Und es macht mir auch Angst. Menschen, die nicht so viel nachdenken, gibt es leider immer noch genug.
Ich glaube, dass jeder Mensch sich mehr Verstand antrainieren kann. Man muss nur Bock drauf haben, und das haben viele nicht mehr.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Paolo_Pinkel,

ich bitte doch einmal um eine ganz genaue Defintion jenes seltsamen Vorganges, den Du in Deiner Titelzeile erwähnst; aber bitte mit Deinen eigenen Worten.

1.) Was ist Denken?;
Meinst Du selbstständiges oder Denken lassen?
Bei manchem "Volksvertreter" scheint es schmerzhaft zu sein, also lassen sie denken, oder besser gesagt, sie lesen das ab, was andere für sie geschrieben haben.

2.) Wo bekommt man das, und was tut man, wenn man es hat?;

Frag mal beim Metzger. :icon_lol: Evtl. auch beim Bäcker.
Was man damit tut? Ist fast so wie beim tippen, es sollte was "anständiges" dabei herauskommen. (oder man wird wie einige Politiker :cool:)



3.) Ist es immer gesund, sich dieses erworben zu haben?;

ciao
pinguin
Frag mal Herrn Laurenz Meyer, Herrn Pofalla, Herrn Söder usw. :icon_pfeiff:
 

Tinka

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AW: Denken lernen, der hier passt auch dazu...

Wie kann man zum Nachdenken anregen?
Nachdenken tut not. Gerade jetzt in der Krise. Wenn die betroffenen Menschen nicht nachdenken, wird sich schon gar nichts ändern. Sehr viele haben resigniert, vor allem in Deutschland. Massive Straßenproteste, wie z.B. in Frankreich, kann man sich deshalb hier kaum vorstellen.

Nachdenken tut umso mehr not, als Meinungen von der Meinungsindustrie vorgeschrieben und von willfähigen Medien unverändert tagtäglich, ja im Stundentakt verbreitet werden. Viele dieser Meinungen wirken wie Tatsachenbekundungen, obwohl sie mit den Tatsachen wenig zu tun haben. Wer den Unterschied zwischen echten und fabrizierten Tatsachen nicht erkennen kann - und das sind die Meisten unter uns - geht es recht in die Irre.

Nun kann man zwei unterschiedliche Methoden benutzen, um zum Nachdenken anzuregen. Man kann die verbreiteten Meinungen mit Gegenmeinungen beantworten. Dann wissen die Menschen wenigstens, daß auch andere Meinungen vertreten werden können.

Doch die Meisten werden immer noch nicht wissen, wem sie dann eigentlich glauben sollen. So schrieb mir vor wenigen Tagen ein Besucher des Infoportals: „Bei der Vielfalt der Meinungsangebote im Internet ist es nicht ganz einfach zu filtern und für sich selbst zu einer klaren Linie zu finden. Aber das Ei des Kolumbus befindet sich sowieso nicht im Angebot, weshalb ich mich auch weiterhin kritisch umsehen werde und - vor allem - für meine dadurch gewonnenen Überzeugungen einstehen werde."
weiter: Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Gedanken zur Zeit21, Joachim Jahnke
 

pinguin

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Den link lesen ... :icon_pause:
Ja, habe ich doch; da steht nur "Das Hirn benutzen", aber wie wird leider nicht genannt. :icon_smile:

Sancho meinte:
Meinst Du selbstständiges oder Denken lassen?
Nein, weder noch. Ich meinte mit meinem Wunsche eigentlich eine genaue Beschreibung des Vorganges, das man als "Denken" bezeichnet. Dürfte schwierig genug sein, dies zu beantworten. :icon_kinn:

Tinka meinte:
Wie kann man zum Nachdenken anregen?
Wäre es nicht besser, man würde mal anfangen, vor-zudenken, anstatt immer bloß nach-zudenken? Wer immer bloß nach-denkt, hinkt hinterher.

ciao
pinguin
 
E

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Gast
Mitdenken wäre für Viele schon ein Anfang - vor- und nachdenken sind den höheren Klassen vorbehalten. Ab wann kommt eigentlich durchdenken dran? :icon_kinn:

Hat für euch jemand der sich hochdenkt eigentlich einen seltsamen Beigeschmack, oder macht das nichts?
 

pinguin

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Mitdenken wäre für Viele schon ein Anfang - vor- und nachdenken sind den höheren Klassen vorbehalten. Ab wann kommt eigentlich durchdenken dran? :icon_kinn:
1.) Vor-Denken? -> Einer, der Ideen hat, die andere umsetzen;
2.) Durch-Denken? -> Der Vorgang, während die "vorgedachten" Ideen auf Realisierbarkeit und Sinnigkeit geprüft werden (sollten);
3.) Nach-Denken? -> Die Analyse unter Einbeziehung aller Aspekte, warum etwas gescheitert ist oder besonders Erfolg hatte;
4.) Hoch-Denken -> Kenne ich nicht, brauch ich nicht;
5.) Mit-Denken -> Setzt 2.) zwingend voraus, scheitert aber, weil viele nur mit Scheuklappen durchs Leben gehen.

Die Punkte 1.) bis 3.) sind bei unserer nicht wissenschaftlichen Elite kaum anzutreffen. :icon_kinn:

ciao
pinguin
 
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