Den Beratungshilfeschein habe ich abgegeben - nun lässt sich der Anwalt Zeit

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Carmensita

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Hallo, ich habe in einer dringenden Angelegenheit meinen Beratungsschein bei einem Anwalt abgegeben, das Erstgespräch hat stattgefunden, aber jetzt lässt er sich Zeit. Was ist ein angemessener Zeitraum, innerhalb dessen ein Anwalt aktiv werden sollte? 1 Woche? Oder mehr? Was tun, wenn sich nichts rührt - mich an die Anwaltskammer wenden oder ans Amtsgericht?
 

TazD

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Laufen denn Fristen, die einzuhalten sind?

Weder die Anwaltskammer noch das Amtsgericht sind dafür da, um dem Anwalt "Druck" zu machen, weil er deiner Meinung nach untätig ist.
 

romeo1222

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Woher weißt du denn, dass bisher nichts geschehen ist? Ich selbst hatte gerade den Fall, Anwältin eingeschaltet, sie wollte eine Abschrift zuschicken, nach 2 Wochen war noch immer nichts angekommen, angerufen und nachgefragt. Dann wurde mir mitgeteilt, dass an die Gegenseite bereits ein Schreiben rausging. Die Abschrift sollte via Email kommen, war aber auf dem Emailweg im Nirwana verschwunden. Jedenfalls dachte ich zunächst auch, dass nichts passiert, aber das Schreiben an die Gegenseite ging schon am nächsten Tag raus.
 

Imaginaer

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Um was geht es überhaupt? Entsteht Dir durchs warten ein Rechtsnachteil? Hast Du den Anwalt auf die Dringlichkeit hingewiesen? Unsere Foren Glaskugel ist leider in Reparatur.

Es kann durchaus sein das der Anwalt bereits Rechtsmittel eingelegt hat bei der Gegenseiten. Die Abschriften dazu können etwas dauern.
 

verona

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Habe festgestellt, dass es sinnvoll ist, den Rechtspflegern vom Amt nicht nur auf die konkrete Beratung hinzuweisem sondern auch darauf welche Handlungen man vom RA erwünscht.
Leider sacken sich einige RA nach kurzer Beratung den Schein ein und sehen ihre Sache als erledigt. Notgedrungen kamen dann bei mir z.B. Schreiben zum JC o.a. , die wenig Aussagekraft hatten.

Da hilft die RA- Kammer auch nicht weiter. Die RA haben ihren Job getan. Wie ein Anwalt das macht, ist (unverständlicherweise) schnuppe.
Die bekommen ihr Geld ja auch, wenn sie unmotiviert einen Prozess führen und man aufgrund dessen verliert.

Beratungsschein ist gleichsam besch...... wie Härtefall beim Zahnarzt.
 

TazD

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Habe festgestellt, dass es sinnvoll ist, den Rechtspflegern vom Amt nicht nur auf die konkrete Beratung hinzuweisem sondern auch darauf welche Handlungen man vom RA erwünscht.
Es ist eigentlich egal, welche Handlungen du vom RA willst. Auf dem Berechtigungsschein wird die Angelegenheit vermerkt, in der du Beratungshilfe wünscht. Wie und was der Anwalt machen soll, musst du logischerweise mit dem Anwalt besprechen.
 

schwarzrot

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Wenn ich richtig erinnere, ist der beratungsschein nur für eine erstberatung durch einen anwalt.
Er soll dich in die lage setzen, deine rechte wahrzunehmen.
Wenn du möchtest, dass ein anwalt für dich etwas schreibt, kommt es auf den anwalt an, ob für ihn das noch vom beratungsschein abgedeckt sieht.
Etwas anderes ist es, wenn der anwalt in einer gerichtssache PKH beantragt.

Das mit dem beratungsschein einsacken ist ein problem, besonders wenn man findet, dass die beratung beim anwalt nicht viel geholfen hat, z.b. wenn man einen schlechten anwalt erwischt, der einem in der sache rät, schlicht das zu tun was das JC verlangt.
Man sollte daher sich vor der terminabsprache mit dem anwalt immer vorher gut über die fähigkeiten des anwaltes informieren.
Normalerweise fährt man mit anwälten, die die örtlichen elo-inis empfehlen am besten.
 

TazD

Super-Moderation
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Wenn ich richtig erinnere, ist der beratungsschein nur für eine erstberatung durch einen anwalt.
Deine Erinnerung täuscht dich. Der Berechtigungsschein gilt für das gesamte Verfahren. Angefangen bei der Erstberatung über den Schriftverkehr mit der Gegenseite bis hin zum Aushandeln eines Vergleichs oder einer anderen Art des Abschlusses der Angelegenheit. Dies könnte dann darin münden, dass die Gegenseite nachgibt, die Aussichtslosigkeit des Unterfangens stellt sich heraus oder es geht in das Klageverfahren. Dann schließt sich an die BerH noch PKH an.
 
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