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Demo gegen die Krise 28. März 2009

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keinherdentier

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Bis zur Ankunft des Umzuges am Rathaus waren diese Aufnahmen bereits ausgewertet, die mutmaßlichen Täter identifiziert – und nun drängten mehr als hundert behelmte Beamte in die Menge und griffen sich die meist dem autonomen schwarzen Block angehörigen jungen Männer und Frauen heraus. Protestgeheul war die Folge, Willkür wurde der Polizei vorgeworfen, die Auseinandersetzung eskalierte, an der Spandauer Straße standen sich rund 200 gewappnete Polizisten in Zweierreihen und wütende Demonstranten gegenüber. Erst zum Ende der Kundgebung nach 17 Uhr beruhigte sich langsam die Situation.
"Wir zahlen nicht für Eure Krise"
 

Arania

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Ist klar. Aber das soll Lafontaine gesagt haben, und zwar so, dass er das auch meinte? Das ist mir neu. Will nur wissen, ob das auch stimmt.
Ich gebe Dir mal einen Tipp, versuch mal alte Redeprotokolle zu bekommen, zu der Zeit als er noch SPD-Vorsitzender war, ich habe seine Sprüche jedenfalls original gehört und da war einiges dabei , das heute keiner mehr glauben will
 

destina

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Von Wiedeking bis Schröder, von Köhler bis Kohl, heute Pöttering......alle haben es gesagt, wenn das Volk auf schlechte Zeiten eingestellt werden mußte.
Also bringt und diese Diskussion sicherlich nicht weiter.

Unabhängig von den negativen wirtschaftspolitischen Auswirkungen der so genannten Reformen sind diese den Menschen nicht zu vermitteln. Wenn es nicht gerecht zugeht, werden auch notwendige unpopuläre Maßnahmen nicht akzeptiert. Solange nur die Mageren den Gürtel enger schnallen müssen, während die Dicken sich ein immer größeres Stück vom Kuchen genehmigen, so lange macht die Politik beim kleinen Mann keinen Stich.
: Lafontaine: "Eine neue Politik muss her!" - WirtschaftsWoche
 

Kleeblatt

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Persönlich fand ich es gut, daß sich viele Leute in Berlin, welche zuerst am Straßenrand standen, dann in die Demo eingereiht haben. Das waren sowohl Leute mit Kinderwagen, mit Schulkindern, Rentner als auch Menschen, die wohl eigentlich dort nur shoppen wollten.

Vor und hinter mir wurde es jedenfalls immer voller mit ganz normalen Bürgern.

Klar wurden wir alle, insbesondere diejenigen welche sichtlich die "Grunddemostranten" waren, mehrfach fotografiert von allen möglichen Leuten. Mir war das völlig egal. Ich lächelte in die Objektive, winkte, hielt mein Schild demonstrativ in die Richtung.

Ich habe als Bürger dieses Landes das Grundrecht und in einer Demokratie auch die Pflicht, mich öffentlich politisch und gesellschaftlich zu äußern.
Solange das in genehmigter und angemessener Weise erfolgt, kann mich dabei filmen und fotografieren wer immer lustig ist.
(Wäre wirklich nett wenn ich wenigstens ein paar Bilder davon auch bekäme, - zur Erinnerung und als Nachweis dafür, daß ich versuchte etwas zu tun gegen diese Zustände in D.)

Mir tun noch immer die Knochen weh, vor allem mein Rücken. Gestern abend hatte ich Schüttelfrost und konnte einfach nicht warm werden, - 2 Kater an jeder Seite und dicke Klamotten halfen auch nicht wirklich.

Wie dem auch immer sei, - ich werde immer wieder an Demo´s teilnehmen, solange es die Lage in diesem Land erforderlich macht. Das sehen meine Kollegen, Bekannten und Verwandten ebenso.

Nur so nebenbei, - selbst die Gewerkschaft der Polizei hat gestern hier in Berlin mitdemonstriert. :icon_twisted: Mit großen grünen Plakaten und teilweise in Uniform. Weshalb schreibt niemand etwas darüber ?
 

Bielsteinbräu

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Dieses Zins und Zinseszinssystem - wo sich Geld von selbst in immer kürzeren Zeiträumen vermehrt - gepaart mit der unendlichen Gier nach noch mehr Profit und Macht des Egos ist Ursache für die jetzige Krise. Bei der Gier kann sich jeder nur selbst an die Nase fassen.
Diese individuellen als auch kollektiven Spiele des Egos laufen ja in jedem von uns ab. Auch mein Ego weiß alles besser, kann alles besser, nur ich und die anderen haben ja eh keine Ahnung – nur ich. Ich will glänzen, ich will Macht. Wenn jeder diesen Teil in sich erkennt und annimmt das es so ist kann ich mein persönliches Verhalten ändern. Nur wenn es jeder für sich macht kann sich was ändern. Das geht nicht von oben mit Verboten und Gesetzen sonder nur von unten. Es ist die Chance eines Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung wenn wir so weitermachen. Dazu ist es gut wenn wir uns gegenseitig bei diesem Bewusstseinswandel unterstützen. Nicht gegeneinander sondern in solidarischem miteinander.
Die Grundbedürfnisse aller Menschen der Erde nach Nahrung, Wasser, Obdach und Kleidung könnten befriedigt werden, wenn nicht das irrwitzige, habgierige Verlangen nach mehr, die Gier des Ego, für ein solches Ungleichgewicht bei der Verteilung von Ressourcen sorgen würde. Es findet seien kollektiven Ausdruck in den ökonomischen Strukturen dieser Welt mit ihren Mammutunternehmen, diesen vom Ego bestimmten Gebilden, die miteinander um immer mehr wetteifern. Ihr einziges Ziel, das sie mit absoluter Rücksichtslosigkeit und blindlings verfolgen, ist der Profit. Natur, Tiere, Menschen, selbst ihre eigenen Angestellten sind nichts weiter als Zahlen in der Bilanz, leblose Objekte, die man gebrauchen und dann wegwerfen kann.
Nur wenn ich den Tellerrand meines Egos überwinde und infrage stelle in Bezug auf ein gemeinsames Ganzes kann sich was verändern. Nicht leicht und einfach aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Es geht nur in vielen kleinen Schritten voran und nicht rückwärts.
 
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IWF-Chef: Wer Armen gibt, dem wird gegeben

11.01.2009 | 18:52 | KARL GAULHOFER (Die Presse)
Der Chef des Internationalen Währungsfonds Strauss-Kahn zettelt eine Revolution mit ungewissen Folgen an: Wer Kredite will, muss Hilfe für sozial Schwache aufstocken.
IWF-Chef: Wer Armen gibt, dem wird gegeben « DiePresse.com


würde das hier im Forum schon reingestellt?

-------------------

Ansonsten, wie gut das ich mir das nicht antun muss, die größten Laberer vereint.

DasErste.de - [Anne Will] - Die Gäste im Studio
 

Paolo_Pinkel

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30.000 sagen „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ in Berlin

Erfolgreicher Auftakt für den Widerstand gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Krise Die Wut war groß unter den 30.000 DemonstrantInnen aus Nord- und Ostdeutschland, die in Berlin am Samstag auf die Straße gegangen sind, um eine klare Botschaft an Regierung und Kapital zu richten: für die Kosten der Krise sollen die Verursacher zahlen, nicht die breite Masse der lohnabhängigen Bevölkerung.
von Torsten Sting, Rostock und Sascha Stanicic, Berlin

Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Attac, DIE LINKE, Umweltorganisationen und Gewerkschaftsgliederungen. Gemessen an den Kräften, die für diese Demo mobilisierten, war die Teilnehmerzahl ein Erfolg. Die Demonstration kann aber, wie die parallel unter demselben Motto stattfindende Demo in Frankfurt/Main, nur ein Beginn des notwendigen Widerstands gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Krise sein.
30.000 sagen „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ in Berlin - sozialismus.info

Wie weiter nach dem 28. März?

Für eine Steigerung und Politisierung des Widerstands. Ursachen der Krise bekämpfen. Während in Frankreich in diesem Jahr schon zwei eintägige Generalstreiks mit millionenfacher Beteiligung stattfanden, in Irland für einen Generalstreik am 30. März mobilisiert wird und auf Guadaloupe sogar 44 Tage general-gestreikt wurde, kommt der Widerstand gegen Auswirkungen und Ursachen der kapitalistischen Weltkrise in Deutschland scheinbar nur langsam in Fahrt. Die Demonstrationen vom 28. März in Berlin und Frankfurt am Main können und dürfen nur ein erster Auftakt sein.
von Sascha Stanicic, SAV-Bundessprecher

Mittlerweile kann kein Vertreter des Kapitalismus mehr leugnen, dass die Welt in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs steckt. Für Deutschland werden im Wochenrythmus schlechtere Wachstumsprognosen abgegeben. Bis zu fünf Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr schrumpfen.
Regierung und Kapitalisten versuchen durch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, Ausdehnung der Kurzarbeit und andere Maßnahmen die Auswirkungen der Krise zu mildern und heftige Angriffe auf den Lebensstandard und die Rechte der Lohnabhängigen zu verzögern. Zweifellos wollen sie die Bundestagswahlen und in vielen Konzernen wahrscheinlich auch die Betriebsratswahlen im nächsten Jahr über die Bühne bringen, bevor sie die Last der Krise mit voller Wucht auf die Arbeiterklasse fallen lassen. Ob die Entwicklung der Krise eine solche Verzögerung zulässt, ist jedoch offen. Zu Verhindern sind sie sicher nicht.

Wie weiter nach dem 28. März? - sozialismus.info

Gruss

Paolo
 

Kleeblatt

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Habe noch 3 Bilder von gestern in Berlin.
Zuerst steht da auf einmal Polizei und macht "dicht", - weshalb auch immer. Bin nur hingegangen weil es nicht weiter ging. Ob die friedliche Demonstranten von Anderen trennen wollte ? Weiß ich nicht, aber ich habe mal flink ein Bild gemacht.
Auf dem Anderen sieht man wieder nur friedliche Demonstranten, die keinerlei Agressionen gegen die Polzei hegen.
Das letzte Bild zeigt den friedlichen und gemütlichen Abgang nach der Demo.
 

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destina

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Dieses Zins und Zinseszinssystem - wo sich Geld von selbst in immer kürzeren Zeiträumen vermehrt - gepaart mit der unendlichen Gier nach noch mehr Profit und Macht des Egos ist Ursache für die jetzige Krise. Bei der Gier kann sich jeder nur selbst an die Nase fassen.
Diese individuellen als auch kollektiven Spiele des Egos laufen ja in jedem von uns ab. Auch mein Ego weiß alles besser, kann alles besser, nur ich und die anderen haben ja eh keine Ahnung – nur ich. Ich will glänzen, ich will Macht. Wenn jeder diesen Teil in sich erkennt und annimmt das es so ist kann ich mein persönliches Verhalten ändern. Nur wenn es jeder für sich macht kann sich was ändern. Das geht nicht von oben mit Verboten und Gesetzen sonder nur von unten. Es ist die Chance eines Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung wenn wir so weitermachen. Dazu ist es gut wenn wir uns gegenseitig bei diesem Bewusstseinswandel unterstützen. Nicht gegeneinander sondern in solidarischem miteinander.
Die Grundbedürfnisse aller Menschen der Erde nach Nahrung, Wasser, Obdach und Kleidung könnten befriedigt werden, wenn nicht das irrwitzige, habgierige Verlangen nach mehr, die Gier des Ego, für ein solches Ungleichgewicht bei der Verteilung von Ressourcen sorgen würde. Es findet seien kollektiven Ausdruck in den ökonomischen Strukturen dieser Welt mit ihren Mammutunternehmen, diesen vom Ego bestimmten Gebilden, die miteinander um immer mehr wetteifern. Ihr einziges Ziel, das sie mit absoluter Rücksichtslosigkeit und blindlings verfolgen, ist der Profit. Natur, Tiere, Menschen, selbst ihre eigenen Angestellten sind nichts weiter als Zahlen in der Bilanz, leblose Objekte, die man gebrauchen und dann wegwerfen kann.
Nur wenn ich den Tellerrand meines Egos überwinde und infrage stelle in Bezug auf ein gemeinsames Ganzes kann sich was verändern. Nicht leicht und einfach aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Es geht nur in vielen kleinen Schritten voran und nicht rückwärts.
Ich glaube, dass dies nicht funktioniert. Die Menschen sind zu verschieden. Die einen sind mit kleinen Zielen und dem Erreichten zufrieden und die anderen nicht. Ohne die Anderen gäbe es aber sicherlich keine Entwicklung.
Und auch Eigenschaften wie Sturheit, Eigensinn, Egoismus und Rücksichtslosigkeit können in gewisser Weise positiv wirken. Es liegt dann eben an der Gesellschaft, diese Dinge in eine für alle nutzbringende Struktur abzubilden und Grenzen zu ziehen. Das ist schwer. Ich bin schon der Meinung, dass Leistung belohnt werden muß. Deshalb plädiere ich für ein System, dass belohnt und nicht sanktioniert. Jeder kann dann selbst entscheiden, inwieweit er sich einbringen will.

Das Zinssystem, da gebe ich Dir recht, ist eine Ursache der Krise. Die einen vergaben leichtfertig Kredit und die anderen nahmen leichtfertig Kredit. Bisher hat sich ja gezeigt, dass Schulden machen modern war. Auch der Staat hat das getan. Diese Krise konnte so verschärft entstehen, weil alle Beteiligten gegen Prinzipien und Gesetze verstoßen haben. Man wird sehen, ob ein anderes Finanz- und Geldsystem machbar sein wird.
Auf jeden Fall wird sich immer alles weiterentwickeln....so oder so. Aber niemand kann verbindlich sagen, dass Entwicklung immer positiv sein muss.
 
E

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Gast
Ich bin erst seit heute 8.00 aus Frankfurt zurück.
Von größerer Randale habe ich aber nix mitbekommen, also nur spätabends im Restaurant, dort lief TV.

Ich habs nicht bereut hingefahren zu sein.
War ne gute Gelegenheit zum Austausch zwischen den Gruppen, allerdings ist mir auch die Blockbildung aufgefallen.

Aber was soll´s ich fands interessant.

LG
Hexe
Ich fands auch interessant. :icon_smile:
 

Drueckebergerin

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. Die Menschen kamen in den Bussen nur langsam zu der Demo, sodas es etwas später begann. Die Redner wurden von den Demonstranten klatschend begrüßt und Ihre Forderungen mit Beifall unterstüzt.
Der anschließende Demozug war doch sehr lang mit seinen 30.000 Teilnehmern und wurde von einem massiven Aufgebot des staatlichen Gewaltmonopols zum Teil wie im Spalier sogar mit Hunden "begleitet"
Als wir wieder am Roten Rathaus eintrafen, ich war im vorderen Teil des Zuges (Verdi), kam ein Teil der Menschen im Laufschritt zum Ziel. Sofort rannte Ihnen ein großer Trupp der Ordnungsstreitkräfte im Laufschritt hinterher.
Es kam zu Übergriffen der B..... und es flogen vereinzelt Flaschen und Holzlatten gegen die grün-weißen Fahrzeuge. Die Situation eskalierte in agressivem Verhalten der Staatskräfte.
Ca. 60 B. griffen sich wahllos einzelne Menschen in agressiver und provokativer Manier und "verhafteten" sie. Einzelne konnten sich den Zugriff der B. entziehen. Wir konnten uns untergehakt nur mit einem vielstimmigen "Haut ab" wehren.
Beim Rückzug der B. wurden einzelne Demonstranten mit Faustschlägen ins Gesicht "bedacht". Die Abschlußkundgebung konnte mit Aufrufen an die B. , die Demo zu verlassen weitergeführt werden. Wir zahlen nicht für Eure Krise !
Das ist eine sehr gute Schilderung, der Massenschlägerei mit mehreren 100 Teilnehmern.
Wenn es die tatsächlich gegeben hätte, würden uns die Medien mit Fotos und Videos darüber zuschmeißen...
 

Kleeblatt

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Entweder bin ich völlig blind oder aber irgendetwas stimmt bei der Darstellung des Demoverlaufes nicht.
Ich sage es nochmals, - ich persönlich habe weder Prügeleien gesehen noch habe ich überhaupt etwas von irgendwelchen Aggressionen mitbekommen.

Ich sah ausschließlich:
- gelangweilte Polizisten, teilweise Hundeführer (die mit ihren ebenso gelangweilten Wuffis vor allem an einer leeren Straßenbahnhaltestelle standen - 6 Stück)
- Polizeimannschaftswagen, die entweder die Marschroute absperrten für den normalen Verkehr oder vielleicht ... ???? Was weiß ich.
- Polizisten vor großen Glasfenstern von Banken u.ä. als Schutz vor eventuellen Randaleschäden (bin mal kurz raus und habe mir - an den Polizisten vorbei - drinnen vom Automaten Geld geholt; die Grünen grinsten als ich wieder rauskam und meine Kollegen suchte)

Als wir am Roten Rathaus wieder ankamen, hörte ich von jemandem neben mir, daß es vorne Randale geben soll. Ich ging daraufhin nach vorne um mal zu sehen was dort los ist. (dazwischen war ein Abstand auf der Straße von mindestens 100 Metern, der völlig frei war, aber es war nichts wirklich zu sehen was sich dort weiter hinten tat)
Ich sah nur wie ein paar rabenschwarz gekleidete junge Männer (ca. 4) plötzlich rannten, einer mit einer ganz schwarzen Fahne, einer mit einer Fahne diagonal schwarz / rot. Die rannten erst auf uns zu - den großen Demoblock, dann aber zur Seite in eine Nebenstraße, weil die Polizei sie nicht in den Block reinließ.

Eine echte "Straßenschlacht" oder "Kampfgetümmel" konnte ich zu keinem Zeitpunkt wahrnehmen.
Entweder waren wir so gut abgeschirmt oder aber es war nicht so schlimm wie es jetzt dargestellt wird.

Und mal ganz ehrlich, - eine Demo ist etwas friedliches, der Ausdruck des Volkswillens mit friedlichen Mitteln.
Wenn da jemand meint dazu gehöre zwingend Flaschenwerfen und Holzlattenkampf, - sollen sie die doch einbuchten. Vielleicht lernen die dann mal Benehmen. Solche Leute tauchen leider überall auf wo sich Menschen friedlich zusammenfinden.
Die Polizei ist eben auch dafür dort, um friedliche Demonstranten vor solchen Idioten zu bewahren. Ich jedenfalls hatte noch niemals ein Problem mit der Polizei, weder privat, beruflich noch auf den vielen Demos, bei denen ich dabei war.
 

B. Trueger

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30.000 sagen „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ in Berlin
Ja und ob sie zahlen. Wir zahlen alle und das richtig, das wird hier mit Lamentieren sicherlich nicht unterbunden, das ist mal Fakt. Die Demo war sicherlich klasse, unbestritten, aber erstens schon unter einem dämlichen Motto, da wir alle wie schon geschrieben den eigenen Hals nicht voll genug bekommen, viel zu wenige waren, die ihren A r s c h überhaupt bewegt haben ( und nagelt man sie fest, dann kommen wieder die Millionen Ausreden warum es bei der und dem ausgerechnet nicht ging, zur Demo zu fahren, stand der Termin ja auch erst "2 Tage" vorher fest) und weiter auch, dass wir trotz allem Gesabbel doch zahlen werden. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Na, Hauptsache, man konnte wieder wild mit den virtuellen Armen rudern und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.
 

n-tier

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DSC_4423_sm.jpg
Grüße ;-)

Und nicht so viel Lärm machen (Trillerpfeifen, Megaphone usw.)
Ich hab nämlich Kopfschmerzen von dem ohrenbetäubenden Krach auf dieser Demo
 

Drueckebergerin

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@ Kleeblatt.
Das Ganze ist maßlos aufgebauscht.
Wie schon Bielsteinbräu schrub, war diese Truppe ganz vorne, sie rannten dann los, die B....... hinterher, dann hörte ich einige Böller explodieren, und kurz darauf kam eine kleine Punkerin (hmm, grüner ? Irokesenschritt) zurückgelaufen und hat ein Pärchen mit Kinderwagen aufgefordert,, nicht weiter vorzugehen, weil da eine Schlägerei gewesen sei.
Das Ganze hat keine 3 Minuten gedauert, von daher haben die meisten im Zug davon gar nix mitbekommen.

n-tier.
Ich bin ja ganz leise, mir ist immer noch kalt...
Hast Du da u. a. `ne Brille versteckt?
2 glaube ich zu erkennen...
 

Atlantis

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Leider nicht.Die sind gleich mal stürmisch angetreten,die Polizei musste ängstlich zurückrücken,dann haben die Äpfel auf Oscar geworfen und ein Feuer angezündet,ich bin neben denen gestanden und habe beobachtet,daß die sehr aggresiv aufgetreten sind.
Später sind die zufällig zu drittneben mir am Parkautomat gestanden und haben mich agrgresiv angeschaut.
zufälligerweise hat einer davon direkt neben mir geparkt,aber da war es nur einer,da war er relativ friedlich,für mich haben die ein in der Klatsche.

Na ja vor den eigenen Bullen Kumpels in zivil rückt man dann auch mal
ängstlich zurück.:icon_sad:
 

Kleeblatt

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Erstaunt hat mich auch die Aussage, die Berliner Polizei wäre angeblich mit insgesamt 1000 Leuten im Einsatz gewesen.
Wenn ich das jetzt einmal grob im Kopf überschlage, dann habe ich
- genau 8 Grüne vor einer Bank gesehen
- weitere 9 an der Ecke, an der ich das eine Foto aufnahm
- 6 Hundeführer samt desinteressierten Wuffis
- beim Abschluß latschen dann ca. (also geschätze) 30-40 Grüne vor dem Rathaus herum

Mehr habe ICH nicht zu Gesicht bekommen. Jedenfalls nicht bewußt.

Wo genau die restlichen mageren ca. 940 Polizisten waren ????
Frag´mich mal Einer etwas Leichteres. Also ICH hab´die nicht versteckt. :icon_party:
 

Drueckebergerin

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Kurz bevor der Zug ankam, fuhren etwa 10 Wannen an mir vorbei, die bogen in die Straße hinterm Rathaus ab und entließen da ihre grüne Fracht.
 

Kleeblatt

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Kurz bevor der Zug ankam, fuhren etwa 10 Wannen an mir vorbei, die bogen in die Straße hinterm Rathaus ab und entließen da ihre grüne Fracht.
In den "Wannen" haben zwischen 10 bis 12 Grüne Platz.
Wären also ca. 120 Polizisten.

Da fehlen aber immer noch ein paar Hunderschaften.
Wer hat die geklaut ?:icon_pause:
 
E

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Gast
Dann müssen wir eben noch ne Demo gegen Kopfschmerzen machen :icon_mrgreen:
Demo gegen Langeweile.
Demo gegen Behördenwillkür.
Demo gegen Volksverdummung
Demo für Arbeitsplätze
Demo gegen Ein-Euro-Jobs
Demo gegen Rechteentzug
Demo gegen Politiker, die Eingänge zum BT und zum Kanzleramt werden dauerhaft blockiert.
Demo gegen ...........


Jeden Tag ne Demo und D wäre das ganze Jahr lahm gelegt.
:icon_party: :icon_twisted:
 

Kleeblatt

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Demo gegen ...........
Jeden Tag ne Demo und D wäre das ganze Jahr lahm gelegt.
:icon_party: :icon_twisted:
... die Polizei dauerhaft beschäftigt, alle auf Krawall-Gebürsteten endlich mal irgendwann entweder müde oder im Knast, die Presse müßte es doch einmal irgendwann wahrnehmen, die Politiker wären ständig auf "Dienstreisen" auf warmen Kontinenten, ...

irgendwie könnte ich mich damit anfreunden.
 

Drueckebergerin

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Wir haben ja noch andere Mittel...
In Anbetracht dessen, daß l. J. in der BRD 46 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden geleistet wurden aber 96 Milliarden unbezahlte, frag ich mich, was...wäre...wenn...alle Ehrenamtlichen mal 3 Tage streiken würden?
:icon_kinn:
okay, ist ein anderes Thema. :)
 
G

Gast1

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Demo gegen Langeweile
=> die mache ich - mir ist grad langweilig :biggrin:
Demo gegen Behördenwillkür.
=> die müssen die Beschäftigten der Behörden machen
Demo gegen Volksverdummung
=> die müssen die Standard-Medien machen
Demo für Arbeitsplätze
=> die müssen die machen, die denken, dass Vollbeschäftigung realisierbar ist
Demo gegen Ein-Euro-Jobs
=> die müssen die Beschäftigten der Arbeitsverwaltung machen
Demo gegen Rechteentzug
=> die muss Herr Schäuble machen
Demo gegen ...........
Demos? :biggrin:
 
G

Gast1

Gast
Wir haben ja noch andere Mittel...
In Anbetracht dessen, daß l. J. in der BRD 46 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden geleistet wurden aber 96 Milliarden unbezahlte, frag ich mich, was...wäre...wenn...alle Ehrenamtlichen mal 3 Tage streiken würden?
:icon_kinn:
okay, ist ein anderes Thema. :)
Stimmt, dann ist Vollbeschäftigung vielleicht doch möglich?

Aber was ist mit all den Maschinen, die die Arbeitskraft immer mehr ersetzen? Nicht jeder ist geeignet für einen Büroluschenjob.
 
E

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und am Tag danach, liest man nichts mehr von dieser Demo...........

In Lübeck war auch Demo, da gegen Rechts.
 

alraune

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Auch ich habe gestern (erstmals) an (einer) der Demo in Berlin teilgenommen. Wir hielten uns auch in der Nähe des Transparentes aus Sackleinen vom ElO auf.

Ein herzliches Dankeschön geht von hier aus auch an die Partei "DIE LINKE" aus Celle, die es uns Erwerbslosen unbürokratisch ermöglicht hat, für 4 Euro nach Berlin und zurück zu fahren. :icon_daumen:

Leider wurde das Angebot von den Cellern nicht so gut angenommen. Da werden wir für die nächste Demo in Berlin sicherlich noch mehr Werbung machen!!!
 

Drueckebergerin

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Nee, Galadriel...da hast Du ein Foto falsch beschriftet...
Das Deeskalationsteam trug gelbe Westen....., wie ich sie sonst nur bei 1-€-Jobbern gesehen hab. :biggrin:
 

galadriel

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Aaha.
Nein, was ich damit meinte ist, wenn die Trommler nicht zwischen Polizei und schwarzem Block mit ihrer Musik begonnen hätten , wäre es wohl noch schlimmer gekommen.
In unserer Nähe wurde ein junger Mann aus dem Tumult getragen.
Das Gesicht sah furchtbar aus.
Zum Glück war sofort ein Sanitäter da.

Wer sagt, dass fast keine Polizei da war, hat nicht richtig geschaut.
 

Rounddancer

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Und mal ganz ehrlich, - eine Demo ist etwas friedliches, der Ausdruck des Volkswillens mit friedlichen Mitteln.
Wenn da jemand meint dazu gehöre zwingend Flaschenwerfen und Holzlattenkampf, - sollen sie die doch einbuchten. Vielleicht lernen die dann mal Benehmen. Solche Leute tauchen leider überall auf wo sich Menschen friedlich zusammenfinden.
Die Polizei ist eben auch dafür dort, um friedliche Demonstranten vor solchen Idioten zu bewahren. Ich jedenfalls hatte noch niemals ein Problem mit der Polizei, weder privat, beruflich noch auf den vielen Demos, bei denen ich dabei war.
Geht mir auch so, sehe ich ähnlich. Schließlich lernten wir schon in der Schule, daß jeder Deutsche das Recht habe, sich unter freiem Himmel friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

Gewalt ist damit nicht gedeckt.

Wobei es halt getreu dem journalistischen Grundsatz: "Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht!" dazu führte, daß über Demos nur dann kleingedruckt in mehr als ein, zwei Sätzen berichtet wird, wenn die ganz oder partiell unfriedlich waren/wurden.
 
E

ExitUser

Gast
Geht mir auch so, sehe ich ähnlich. Schließlich lernten wir schon in der Schule, daß jeder Deutsche das Recht habe, sich unter freiem Himmel friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

Gewalt ist damit nicht gedeckt.

Wobei es halt getreu dem journalistischen Grundsatz: "Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht!" dazu führte, daß über Demos nur dann kleingedruckt in mehr als ein, zwei Sätzen berichtet wird, wenn die ganz oder partiell unfriedlich waren/wurden.
wenn aber mehr über Randale und Ausschreitungen geschrieben wird, aber über die eigentlichen Probleme/Gründe der Demo, hätte jede Demo dann eher ihr Ziel verfehlt.

Das dann immer weniger Leute an den Demos teilnehmen, hätten dann nicht nur die Medien dran Schuld, obwohl die Ausschreitungen bestimmt wesentlich aufgebauscht wurden.

Ich habe da nichts mitbekommen.
 

Rio

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Zitat von Kleeblatt
Und mal ganz ehrlich, - eine Demo ist etwas friedliches, der Ausdruck des Volkswillens mit friedlichen Mitteln.
Wenn da jemand meint dazu gehöre zwingend Flaschenwerfen und Holzlattenkampf, - sollen sie die doch einbuchten. Vielleicht lernen die dann mal Benehmen. Solche Leute tauchen leider überall auf wo sich Menschen friedlich zusammenfinden.
Die Polizei ist eben auch dafür dort, um friedliche Demonstranten vor solchen Idioten zu bewahren. Ich jedenfalls hatte noch niemals ein Problem mit der Polizei, weder privat, beruflich noch auf den vielen Demos, bei denen ich dabei war.

Geht mir auch so, sehe ich ähnlich. Schließlich lernten wir schon in der Schule, daß jeder Deutsche[sic!] das Recht habe, sich unter freiem Himmel friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

Gewalt ist damit nicht gedeckt.

Wobei es halt getreu dem journalistischen Grundsatz: "Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht!" dazu führte, daß über Demos nur dann kleingedruckt in mehr als ein, zwei Sätzen berichtet wird, wenn die ganz oder partiell unfriedlich waren/wurden.
.. ich muss ganz schnell irgendwas Anderes machen, als in diesem Forum weiter zu lesen. Mir wird speiübel, auch angesichts der Tatsache, wer hier alles im BLÖD-Zeitungsstil als "Chaot" bezeichnet wird und die andererseits dann mit "klammheimlicher Freude" feiern wird, wenn die Scheiben Londoner Banken zu Bruch gehen sollten.

Heinz und Co. (Ich meine ausdrücklich nicht alle in diesem Forum!) brauchen ... (oder provozieren par agent provocateures?) offenbar Leute für die Drecksarbeit (Manche müssen offenbar einfach nur Quatschen, weil sie nicht schlafen können), während sie 2.000 und mehr Artikel ins elo-Forum hämmern und von deutschen Tugenden Palavern. Damit schafft Ihr HartzIV aber letztlich nicht ab!

Spalten - mit Verlaub - könnt Ihr die Bewegung nicht, weil Ihr nicht mit Ihr Verbunden seid, ... aber Ihr könntet Euch raushalten!!! Ihr nervt total!
 

Dora

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Nein, die waren leider ganz vorne und mit Grund dafür, daß schon wir, die wir am Kopf der richtigen Demo waren, aus Platzmangel nicht zur Bühne, nicht auf den Römerberg konnten, sondern umgeleitet wurden. Aber vermutlich wollte man, daß die Chaoten dort sein sollten, wo die Medien waren. Normal hätte man vorne normale Demoteilnehmer hingelassen, hätten die Medien normale Demoteilnehmer gesehen, mit denen sich jeder identifizieren kann, und nicht Chaoten,- und Eierwürfe ausgerechnet gegen den, der seit Jahrzehnten die Wahrheit sagt und das für die Menschen Richtige fordert, wären unterblieben.
Hier die Links zu Bildern aud Frankfurt:

Protestbewegung: Und sie bewegt sich doch | Frankfurter Rundschau - Top-News

Frankfurter Rundschau -

Der "Schwarze Block" ist da nicht zu sehen ganz vorne. Er war etwa 20 m von der Tribüne entfernt eingeschlossen von anderen, dicht gedrängt stehenden Demoteilnehmern. Das war sicher auch gut so. Zwei bis vier waren an der Statue auf dem Römer und zündeten dort etwas in einem Einkaufswagen von einem Supermarkt an.

Selbst stand ich mit anderen etwa in der Mitte des Platzes. Als Oscar Lafontaine angkündigt wurde, waren von allen Seiten Pfiffe und auch Buhrufe zu hören. Das hab ich aber auch schon früher erlebt, z. B. als er auf dem Bundesparteitag der WASG 2006 in Ludwigshafen auftrat. In den Monaten und Wochen nach diesem Parteitag verließen ja Tausende Linke die WASG oder wurden aus der Partei gemobbt.

Die Linken im Lande und die Partei Die LINKE. sind nun mal nicht identisch! Für viele Linke ist Oscar Lafontaine ein Vertreter des politischen Establishment. Eine Frau mit ver.di-Fähnchen vor uns z. B. nannte Lafontaine einen Populisten und pfiff so gut sie konnte. Auch die war sicher nicht vom "schwarzen Block". Und Unmut, Ablehnung und Mißbilligung hat Lafontaine auch noch nach dem besagten Bundesparteitag zu anderen Gelegenheiten erleben müssen. Da erscheint es mir doch sehr fragwürdig wenn er behauptet, die Ablehnung sei nur vom "schwarzen Block" gekommen und die Linke (ob er die Partei meint oder all jene, die sich als Linke begreifen bleibt dabei ja unklar) stehe hinter ihm.

Völlig daneben fand ich seinen Satz: "Wir wollen ein höheres Hartz IV !" Auf vielen Plakaten war "Hartz IV muss weg!" zu lesen (z.B. Teilnehmer aus NRW von der Montagsdemo und andere mehr) und sogar von der Partei Die LINKE. hing noch ein (wohl nach der Landtagswahl) vergessenes Plakat mit "Hartz IV muss weg!" an einem Laternenmasten.

Für mich und viele andere Betroffene geht es bei Hartz IV um die Beschneidung von Menschen- und Grundrechten, die komplette Verfassungswidrigkeit dieses Unrechtsgesetzes, die tägliche Entrechtung, Erniedrigung, Entwürdigung, Diskriminierung und Ausgrenzung. Das Geld, das ja bis auf Null runter sanktioniert werden kann, ist da nur eine Folge von diesem Hartz IV, aber nicht das Wesentliche. Mit dieser Äusserung "Wir wollen ein höheres Hartz IV!" und dieser schrägen Scheindiskussion um die elendige Abwrackprämie, zu der Gysi sich ja in Berlin geäussert haben soll, entsteht der Eindruck, es ginge uns auch bei diesem Thema nur um Geld! Widerlich!

Ansonsten aber ein schöner Tag mit vielen, guten Gesprächen, Eindrücken und Bildern. Besonders gut fand ich den Mann mit der knapp 2 Meter großen Fixerspritze aus Plastik, prall gefüllt mit Geldscheinen. Eine echt orginelle und gelungene Darstellung der Gier nach Geld, Renditen und Profiten als krankhafte Sucht!
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Protestbewegung: Und sie bewegt sich doch | Frankfurter Rundschau - Top-News

Frankfurter Rundschau -

Der "Schwarze Block" ist da nicht zu sehen ganz vorne. Er war etwa 20 m von der Tribüne entfernt eingeschlossen von anderen, dicht gedrängt stehenden Demoteilnehmern. Das war sicher auch gut so. Zwei bis vier waren an der Statue auf dem Römer und zündeten dort etwas in einem Einkaufswagen von einem Supermarkt an.

Selbst stand ich mit anderen etwa in der Mitte des Platzes. Als Oscar Lafontaine angkündigt wurde, waren von allen Seiten Pfiffe und auch Buhrufe zu hören. Das hab ich aber auch schon früher erlebt, z. B. als er auf dem Bundesparteitag der WASG 2006 in Ludwigshafen auftrat. In den Monaten und Wochen nach diesem Parteitag verließen ja Tausende Linke die WASG oder wurden aus der Partei gemobbt.

Die Linken im Lande und die Partei Die LINKE. sind nun mal nicht identisch! Für viele Linke ist Oscar Lafontaine ein Vertreter des politischen Establishment. Eine Frau mit ver.di-Fähnchen vor uns z. B. nannte Lafontaine einen Populisten und pfiff so gut sie konnte. Auch die war sicher nicht vom "schwarzen Block". Und Unmut, Ablehnung und Mißbilligung hat Lafontaine auch noch nach dem besagten Bundesparteitag zu anderen Gelegenheiten erleben müssen. Da erscheint es mir doch sehr fragwürdig wenn er behauptet, die Ablehnung sei nur vom "schwarzen Block" gekommen und die Linke (ob er die Partei meint oder all jene, die sich als Linke begreifen bleibt dabei ja unklar) stehe hinter ihm.

Völlig daneben fand ich seinen Satz: "Wir wollen ein höheres Hartz IV !" Auf vielen Plakaten war "Hartz IV muss weg!" zu lesen (z.B. Teilnehmer aus NRW von der Montagsdemo und andere mehr) und sogar von der Partei Die LINKE. hing noch ein (wohl nach der Landtagswahl) vergessenes Plakat mit "Hartz IV muss weg!" an einem Laternenmasten.

Für mich und viele andere Betroffene geht es bei Hartz IV um die Beschneidung von Menschen- und Grundrechten, die komplette Verfassungswidrigkeit dieses Unrechtsgesetzes, die tägliche Entrechtung, Erniedrigung, Entwürdigung, Diskriminierung und Ausgrenzung. Das Geld, das ja bis auf Null runter sanktioniert werden kann, ist da nur eine Folge von diesem Hartz IV, aber nicht das Wesentliche. Mit dieser Äusserung "Wir wollen ein höheres Hartz IV!" und dieser schrägen Scheindiskussion um die elendige Abwrackprämie, zu der Gysi sich ja in Berlin geäussert haben soll, entsteht der Eindruck, es ginge uns auch bei diesem Thema nur um Geld! Widerlich!

Ansonsten aber ein schöner Tag mit vielen, guten Gesprächen, Eindrücken und Bildern. Besonders gut fand ich den Mann mit der knapp 2 Meter großen Fixerspritze aus Plastik, prall gefüllt mit Geldscheinen. Eine echt orginelle und gelungene Darstellung der Gier nach Geld, Renditen und Profiten als krankhafte Sucht!
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@ Dora, zeitweise war da so ein Transparent mit irgend einem Hartz IV Cafe ca. 50m hinter mir, hast Du das auch gesehen?

Ich war mal etwas vorne, dann wieder hinten, also keinen richtigen Platz, aber interesant war es aug jeden Fall.
 

Ralf Hagelstein

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Meine Eindrücke der Demo in Berlin:

Als Vergleich nehme ich die Demo vom 03.06.2006.

Die Auftaktkundgebung war wesentich besser besucht. Nach meiner Schätzung mehr als doppelt soviele wie 2006. Die Teilnehmerstruktur war glaube ich etwas anders. 2006 war z.B. auch die Volkssolidarität als Sozialverband sichtbar, die habe ich dieses Jahr nicht gesehen.

Klasse fand ich auch die "neue" Struktur des "schwarzen Blocks" als "floating Block". Keine Seitentranspis und damit auch mehr Mobilität innerhalb des Zuges. Dadurch wurden die jungen Leute immer mit anderen Gruppierungen durchgemischt.

Die Polizei hielt sich diesmal deutlich zurück. Entgegen 2006 waren kaum "Kampfdrohnen" zu sehen, die Helme wurden zumeist in der Hand und nicht auf dem Kopf getragen. Neu für mich war auch, dass diesmal Straßenkreuzungen meist durch eine Kette von "Truppentransportern" abgesperrt waren, anstatt von Streifenwagen. Den Einsatz von Polizeihunden auf einer Straßenbahnhaltestelle fand ich merkwürdig. 2006 liefen "Kampfdrohnen" ständig in den friedlichen Umzug rein, dies war dieses mal anders.

Die Abschlusskundgebung 2009 vs. 2006 trennten Welten. Nachdem erst der halbe Umzug am Ziel war, war der Platz schon fast voll. Den Einmarsch der ersten "Kampfdrohnen" hatte ich noch beobachtet, musste dann aber los zum Bus. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, war aber auch dies kein Vergleich mit 2006, wo die "Kampfdrohnen" die Abschlusskundgebung massiv störten.

Insgesamt eine ruhige, bunte und erfolgreiche Latschdemo.

Für den 16.Mai kann ich nur alle auffordern, sich bei den Gewerkschaften zwecks Transport anzumelden, damit dann hoffentlich wie 2004 hunderttausende dort aufschlagen.

Es dürfen auch gerne mehr sein. :icon_wink:
 
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Drueckebergerin

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Zitat von Kleeblatt
Und mal ganz ehrlich, - eine Demo ist etwas friedliches, der Ausdruck des Volkswillens mit friedlichen Mitteln.
Wenn da jemand meint dazu gehöre zwingend Flaschenwerfen und Holzlattenkampf, - sollen sie die doch einbuchten. Vielleicht lernen die dann mal Benehmen. Solche Leute tauchen leider überall auf wo sich Menschen friedlich zusammenfinden.
Die Polizei ist eben auch dafür dort, um friedliche Demonstranten vor solchen Idioten zu bewahren. Ich jedenfalls hatte noch niemals ein Problem mit der Polizei, weder privat, beruflich noch auf den vielen Demos, bei denen ich dabei war.



.. ich muss ganz schnell irgendwas Anderes machen, als in diesem Forum weiter zu lesen. Mir wird speiübel, auch angesichts der Tatsache, wer hier alles im BLÖD-Zeitungsstil als "Chaot" bezeichnet wird und die andererseits dann mit "klammheimlicher Freude" feiern wird, wenn die Scheiben Londoner Banken zu Bruch gehen sollten.

Heinz und Co. (Ich meine ausdrücklich nicht alle in diesem Forum!) brauchen ... (oder provozieren par agent provocateures?) offenbar Leute für die Drecksarbeit (Manche müssen offenbar einfach nur Quatschen, weil sie nicht schlafen können), während sie 2.000 und mehr Artikel ins elo-Forum hämmern und von deutschen Tugenden Palavern. Damit schafft Ihr HartzIV aber letztlich nicht ab!

Spalten - mit Verlaub - könnt Ihr die Bewegung nicht, weil Ihr nicht mit Ihr Verbunden seid, ... aber Ihr könntet Euch raushalten!!! Ihr nervt total!
HHMMMM:::: ICH SUCHE VERZWEIFELT NACH EINER aUSSAGE IN DIESEM :icon_laber::icon_laber:
:confused:
Werd wohl lieber wieder ins Bett zurückgehen....
 
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Maske der Moral

Phantasievolle Basteleien und unverstellte Wut: Zehntausende haben in Berlin und Frankfurt gegen die Politik der Zechprellerei durch Banken und Konzerne protestiert

Seite 1 von 2
Simone und Thomas Scholze kommen aus Magdeburg. Sie besuchen ihre Tochter in Berlin. Die Kundgebung hier hatten sie nicht eingeplant, aber sie passt gut zu ihrer Stimmung. Es reicht ihnen ganz einfach: 20 Millionen Euro Pension für den betrügerischen Herrn Zumwinkel; wegen Unfähigkeit geschasste Manager der Dresdner Bank werden trotz Verlusten mit 58 Millionen Euro honoriert; das Opel-Desaster, das Schaeffler-Rührstück mit der „armen“ Unternehmerin, ihren verzockten Millionen, mit einem roten Schal und einer untertänigen Belegschaft - Geschichten aus der Anstalt. Das Fass zum Überlaufen brachte dann „diese ZDF-Seifenoper über Krupp“, sagt Simone Scholze, das war „die reine Kapitalismuspropaganda und eine unglaubliche Verarschung“. Das passe nun aber nicht hierher, findet ihr Mann. Aber ja doch, sagt sie, „dass passt ganz genau hierher. Gegen Kapitalismus demonstrieren wir doch. Oder?“ Das ist die Frage.

Merkel als Konkursverwalterin
"Wir zahlen nicht für Eure Krise"- so lautet das Motto der Aktionen. Zehntausende sind in Berlin und Frankfurt gleichzeitig auf der Straße. Das Motto ist erstmal nicht mehr als ein gutklingendes Statement. Ein gesellschaftliches Ziel ist es nicht. Nicht mal eine handfeste Forderung. Wie auch. Denn selbstverständlich werden wir dafür bezahlen. Dafür setzt sich die als Bundesregierung firmierende Konkursverwalterin des maroden Banken-und Finanzsystems seit Monaten mit ganzer Kraft ein. Das nennt sich Rettungsschirm für besonders schlecht geführte Banken, besteht aus Milliarden schweren Care-Paketen mit laschen Beipackzetteln, auch Regeln genannt. Für die Hypo Real Estate wurden bereits 102 Milliarden Euro locker gemacht. In den Merkelschen Maßnahmeblick geriet sogar kommunistisches Teufelswerk: Enteignung – aus Liebe zum System, wie die Süddeutsche Zeitung bemerkte.

Aktueller Stand: Der Bund ist im ersten Schritt mit 8,7 Prozent nun an der Hypo Real Estat beteiligt. Mit Steuergeldern wird der Laden saniert und dann irgendwann wieder privatisiert. Begleitet wird das organisierte Vertuschen und Beschönigen von frommen Redensarten über Werte und Ethik, mit Appellen an Moral und Anstand. Tatsächlich geht es um Moneten und um Macht. Vorläufig letzter Höhepunkt war das reuige Eingeständnis des Bundespräsidenten: „Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt.“ Alle ist gut. Na, das kann man doch ändern. Am besten mit Streichungen im Sozialbereich, bei den Arbeitslosen, in der Bildung. Und Mindestlohn für alle geht schon gar nicht.
Maske der Moral — Der Freitag
 

B. Trueger

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Ein gesellschaftliches Ziel ist es nicht. Nicht mal eine handfeste Forderung. Wie auch. Denn selbstverständlich werden wir dafür bezahlen.
Wie ich ja schon schrieb (das "schrub" lass ich mal weg, wäre ja albern, gibt es dieses Wortkonstrukt gar nicht). Selbstvertürlich werden wir, unsere Kinder, Kindeskinder richtig dafür blechen. Aber es gibt ja wichtigeres. :icon_smile:
 

M.aus.B

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Glück Auf,
im Online-"Angebot" der Berliner Zeitung findet sich NICHTS von der Demo. (Zumindest nichts, was Leut auch sofort lesen kann). Die Kohle ist alle und ich kann mir keine kaufen. Wie siehts in der gedruckten Ausgabe aus ?? Es wäre schon ziemlich unverfroren, eine solch starke Demo zu ignorieren.
Aber das würde ja passen: Leugnen, ignorieren, totschweigen und beschimpfen derer, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen, hat ja in diesem Sch***staat Tradition. :icon_dampf:
Also auf zur nächsten Demo, diese Lumpenbande gehört abgewrackt !
 
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Glück Auf,
im Online-"Angebot" der Berliner Zeitung findet sich NICHTS von der Demo. (Zumindest nichts, was Leut auch sofort lesen kann). Die Kohle ist alle und ich kann mir keine kaufen. Wie siehts in der gedruckten Ausgabe aus ?? Es wäre schon ziemlich unverfroren, eine solch starke Demo zu ignorieren.
Aber das würde ja passen: Leugnen, ignorieren, totschweigen und beschimpfen derer, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen, hat ja in diesem Sch***staat Tradition. :icon_dampf:
Also auf zur nächsten Demo, diese Lumpenbande gehört abgewrackt !
Es wäre schon ziemlich unverfroren, eine solch starke Demo zu ignorieren.
Jepp! Aber wie du schon schreibst, es passt. Leugnen, ignorieren, totschweigen....... Bei uns steht Online weder etwas im Hamburger Abendblatt, noch in der Hamburger Morgenpost.
Der Focus berichtet online auch nichts, lediglich der Spiegel bringt einen Mediabeitrag.
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In der Onlineausgabe der taz gibt es was zu lesen.
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Und passend dazu auch einen Kommentar.
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Die taz äußert sich auch noch weiter dazu.
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Und berichtet in diesem Zusammenhang noch über Globalisierungsgegner und den G20-Gipfel.
Klick
Die Zeit äußer sich noch zum G20-Gipfel, von der dem in Berlin kein Wort.
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Weder die Welt, noch die SZ äußern sich zur Demo. Scheint irgendwie kein Thema zu sein. Stattdessen beschäftigen sich die aktuellen Schlagzeilen mit dem GM-Manager Wagoner und dem Nichtskönner Mehdorn.
Ich muss mich ein bißchen korrigieren. Die Sz berichtet von Randale auf der Berliner Demo.
Klick
Die Net-Zeitung äußert sich auch.
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Sozialismusinfo schreibt auch etwas dazu.
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Und das Neue Deutschland schreibt ausführlich über die Vorgehensweise der Berliner Polizei.
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LG :icon_smile:
 

Bielsteinbräu

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@ B.Trueger
Warum immer diese Lethargie ?
Auch wenn unser Ego uns vormacht es geht nicht anders heißt das ja nicht das es ewig so sein muß.
Angesichts großer Probleme fühle ich mich hilflos - einer wilden Hundertschaft gegenüber, einem übermächtigem Staatssystem, einer übermächtigen Naturgewalt oder ...Wenn aber viele Menschen gemeinsam tatkräftig zupacken, dann ruckt es. Hochwasser an der Oder - die Menschen stehen Schulter an Schulter und packen zu, der Wiederaufbau nach dem Krieg und ... Es funktioniert doch. Warum sollen wir also uns von unserem Ego weiter so in in dieser stumpfsinnigen Teilnahmslosigkeit knechten lassen ? Dieser Opferrolle - man kann ja eh nichts machen , die machen ja eh was sie wollen, das klappt ja doch nicht.? Gemeinsam sind wir nicht ohnmächtig sondern stark. Dieses Gefühl der Gemeinsamkeit und Stärke berührte mich stark bei den Reden zum Auftakt der Demo. Wenn wir gemeinsam - Schulter an Schulter - für unsere Rechte einstehen - dann gehts. Dazu bedarf es nur einer persönlichen "Bewegung"Wir müssen doch nicht nur vor dem PC sitzen und Bewegungsübungen der Finger an der Tastatur machen. Bei einem gemeinsamen Spaziergang am 16. Mai könnten wir doch unseren gemeinsamen Unmut über diese Vollschmarotzer im Land kundtun. Nichts ist beständiger als der Wandel. Und den brauchen wir jetzt. Es ist Schluss mit lustig. Schluss mit Zechprellerei. Das System hat fertig. Wir zahlen nicht für Eure Krise !
 

Dora

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@ Dora, zeitweise war da so ein Transparent mit irgend einem Hartz IV Cafe ca. 50m hinter mir, hast Du das auch gesehen?

Ich war mal etwas vorne, dann wieder hinten, also keinen richtigen Platz, aber interesant war es aug jeden Fall.
Das mit dem Cafe hat sich ja erledigt. Hätte dir das auch nicht so gut beantworten können wie Lork es getan hat.

Interessant war es und lustig. Hast du auch den gesehen, der immer ein Pappschild vor sich hertrug auf dem stand:

"Die Heuschrecke ist ein scheues Reh."

Gut fand ich auch eine Hand voll Jungs ohne alles (kein Plakat, Transpi oder so) aber mit dem aus Leibeskräften skandierten Spruch:

Rettungschirm? Seid ihr verrückt??
Wir wollen unser Geld zurück!!

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B. Trueger

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@ B.Trueger
Warum immer diese Lethargie ?
Auch wenn unser Ego uns vormacht es geht nicht anders heißt das ja nicht das es ewig so sein muß.
Angesichts großer Probleme fühle ich mich hilflos - einer wilden Hundertschaft gegenüber, einem übermächtigem Staatssystem, einer übermächtigen Naturgewalt oder ...Wenn aber viele Menschen gemeinsam tatkräftig zupacken, dann ruckt es. Hochwasser an der Oder - die Menschen stehen Schulter an Schulter und packen zu, der Wiederaufbau nach dem Krieg und ... Es funktioniert doch. Warum sollen wir also uns von unserem Ego weiter so in in dieser stumpfsinnigen Teilnahmslosigkeit knechten lassen ? Dieser Opferrolle - man kann ja eh nichts machen , die machen ja eh was sie wollen, das klappt ja doch nicht.? Gemeinsam sind wir nicht ohnmächtig sondern stark. Dieses Gefühl der Gemeinsamkeit und Stärke berührte mich stark bei den Reden zum Auftakt der Demo. Wenn wir gemeinsam - Schulter an Schulter - für unsere Rechte einstehen - dann gehts. Dazu bedarf es nur einer persönlichen "Bewegung"Wir müssen doch nicht nur vor dem PC sitzen und Bewegungsübungen der Finger an der Tastatur machen. Bei einem gemeinsamen Spaziergang am 16. Mai könnten wir doch unseren gemeinsamen Unmut über diese Vollschmarotzer im Land kundtun. Nichts ist beständiger als der Wandel. Und den brauchen wir jetzt. Es ist Schluss mit lustig. Schluss mit Zechprellerei. Das System hat fertig. Wir zahlen nicht für Eure Krise !
Hallo lieber/liebe Bielsteinbräu (ich versteh eigentlich nicht, warum es in Profilen Gästebücher gibt aber keine Geschlechteranzeige). Mir ist ehrlich nicht ersichtlich, wie du darauf kommst oder aus was du es liest, ich sei lethargisch? Nein Bielsteinbräu, das bin ich nicht, versprochen.


Ich möchte einmal etwas auf deinen hier zitierten Beitrag eingehen, vielleicht auch etwas tiefgründiger. Du fühlst dich hilflos, wie ich das so erlese, anlässlich der großen staatlichen Übermacht, was ich mit Sicherheit vollends verstehen kann. Ich weiß nicht, ob du meine Beiträge hier zuvor auch schon mal durchgelesen hast, es wäre dir vermutlich aufgefallen, dass ich ebenfalls auf dieser Demo anwesend war, in Frankfurt, liegt das ja nahe, da ich hier wohne. Gut, sei es drum.


Ich sehe, du bedienst dich mit althergebrachten Begründungen, wieso und warum ich nicht teilgenommen habe, was ja nicht stimmt, warum ich lethargisch bin, was ja nicht stimmt und wieso und weshalb und warum. Ich verstehe deine Sicht der Dinge, träumst du doch bestimmt von einer gerechteren Welt. Tu ich ja auch. Ja, allen soll es besser gehen, wenn....


Und da geht es ja dann auch meist schon los:


Wenn aber viele Menschen gemeinsam tatkräftig zupacken, dann ruckt es.


Wenn wir gemeinsam - Schulter an Schulter - für unsere Rechte einstehen - dann gehts.


Bei einem gemeinsamen Spaziergang am 16. Mai könnten wir doch unseren gemeinsamen Unmut über diese Vollschmarotzer im Land kundtun.
Hätte, könnte, wenn, würde, sollte. Ja, die Konjunktiv-Kiste ist sehr tief. Das ist das eigentliche Problem an allem. Ich versuche das mal etwas zu spezifizieren. Vor einigen Jahren gab es ja bekannter Weise mal einen Sternenmarsch nach Berlin hinsichtlich der Hartz-Gesetzgebung. 200.000 Teilnehmer zählte man damals. Beachtlich, wo es doch nur um Hartz IV ging und damals vielleicht mal so 5 Millionen davon direkt betroffen waren. Ok, heute sind es mehr, will das aber nicht ausufern lassen. Bei der derzeitigen Lage, der Bankenkrise, der Wirtschaftskrise, welche nun mal auch arbeitsmarktpolitisch, sozialpolitisch, gesellschaftspolitisch einiges mit sich reißen wird, versammelten sich in Berlin mit über 3 Millionen Einwohner ca. 30.000 Demonstranten, in Frankfurt, bei ca. 650.000 Einwohnern gut 20.000 Demonstranten. Nur betrifft die derzeitige Krise aber nicht nur wie damals eine kleine Gruppe von 5 Millionen Menschen, sondern heute betrifft diese Krise 82 Millionen Menschen. Ergo so ziemlich alle – dabei gingen aber gerade mal ¼ derer auf die Straßen, die es noch beim damaligen Sternenmarsch schafften.


Ich will nun wirklich nicht glauben, dass die nicht Anwesenden alle krank waren, kein Geld für die Reise, Behinderungen oder sonstige Entschuldigungen hatten. Angesicht der wirklich desolaten Lage auf dem Arbeitsmarkt, welcher ja noch zunehmen wird, stell ich dir doch mal die Frage:


Wo waren die ca. 25.000 Opelaner, was ja nun wirklich in den Medien breit gequatscht wurde und wo waren deren Familien?


Wo waren die ca. 400.000 Kurzarbeiter?


Wo waren die unterbezahlten und überarbeiteten Ärzte und Schwestern der auf ökonomische Gewinnmaximierung getrimmten Krankenhäuser?


Wo bitte waren die ca. 670.000 Leiharbeiter?


Alles Betroffene der derzeitigen Krise und des vorausgegangenen neoliberalen Agierens der Politik und Wirtschaft. Wir leben doch in einer Demokratie oder doch nicht? Ja wirst du sagen und Millionen andere natürlich auch, nur ist es nicht auch so, dass in einer Demokratie, in der das Volk regiert, die Steuern und Abgaben für die Masse ins Unerträgliche steigen, während die großen Konzerne (die wenigen gehören) von Steuern nahezu komplett befreit sind, dass Steuern auf erwerbstätige Arbeit (95% der Bürger) hoch sind, während die Steuern auf die unermesslichen und ohne eigene Arbeit erworbenen Kapitalrenditen (extrem bei 1% der Bevölkerung) durch Steuerschlupflöcher nahezu Null ist, dass alle unter Globalisierung und Arbeitsplatz-Export leiden, die Politik aber nicht imstande ist, die deutsche oder europäische Wirtschaft mit ein paar Gesetzen zu schützen? (am Rande: Das Problem Globalisierung war mit der deutsch-französisch-russischen Zollunion bereits 1834 erkannt und gelöst, musste nach dem Ersten Weltkrieg aber wieder eingeführt werden), dass die Wirtschaft ständig wachsen muss - unendlich (!) - um "gesund" zu sein, dass Staatsschulden fast aller Länder der Welt seit Jahrzehnten nur einen Weg kennen - nach oben? Das kann ich hier kilometerweit aufführen.


Scheint alles nicht wirklich von Interesse zu sein. Bei keinem. Ich frage mich auch, wenn ich das mal auf Brandenburg und Hessen begrenze, wo denn die 1.382.000 Schüler und Studenten waren, ausgehend des Bildungsnotstandes, auf Grund Einsparungen und Privatisierungen. Wir hatten mit eines der besten Bildungssystem der Welt, nur komisch ist doch, dass obwohl allen der Bildungsnotstand bekannt ist, eines der besten Bildungssysteme der Welt über viele Jahrzehnte abgebaut wurde und sich laufend weiter verschlechtert, dass das Privatfernsehen ungehemmt Bevölkerungsverdummung auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten betreiben kann, dass finanzielles Grundwissen nicht vermittelt wird, obwohl sich die meisten Menschen bei Haus- und Autokauf über Jahre und Jahrzehnte verschulden und hunderttausendfach von den Banken abgezogen werden? Ja, auch hier kann man kilometerweit auflisten. Wo waren sie, die Bildungsverteidiger?


Wo waren die 14.000 registrierten User des Elo? Wo waren die sonst bei allem mitreden wollenden ca. 2,5 Millionen Mitglieder der Partei Die Linke? Also, ich habe da wirklich einige vermisst.


Bielsteinbräu, wir sehen das Treiben hier aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Du träumst von hätte könnte, würde, müsste, sollte, wenn, nicht nur du allein – also ein Soll-Zustand, ich betrachte derweil den Ist-Zustand, ohne rosarote Brille. Die Krise ist global, das Agieren der Kapitalisten ist global, ergo muss auch der Protest globalisiert werden, sonst haben wir, trotz Masse immer das Nachsehen und wir werden weiterhin von einer geldgeilen Minderheit beherrscht.


Hier verlangt man Widerstand, ich verlange massiven, landesweiten Protest in aller schärfsten Form. Man applaudiert hier einer Latschdemo mit eklatanter Unterbesetzung zum Non-Plus-Ultra-Erfolg, ich seh hier das desaströse Versagen der deutschen Verantwortlichkeit eines jeden. Wer vom Schlaraffenland träumt und gebratene Tauben erwartet hat sicherlich viel Phantasie. Nur, dazu darf man nicht nur mit Zündhölzern drohen, da muss man schon ein Feuerchen machen, um Tauben auch braten zu können, denn sonst bleibt es immer ein Soll-Zustand und nie ein Ist-Zustand.


Was mir immer zu kurz kommt, die systemischen Felder werden kaum beachtet, ja die Systemfrage selbst kaum gestellt, dabei liegt darin doch die Ursache allen Übels. Auch frage ich mich, was wäre, würden wir tatsächlich etwas ändern? Es dauert nicht lange und der Michel fällt wieder ins Konsum-Koma, die Kapitalisten werden dahingehend immer weiter versuchen, die Menschen, Grund und Boden für sich selbst zu nutzen und alles dafür tun, ihre Ziele zu erreichen. Wir aber pennen dann wohl wieder und wachen erneut in der nächsten Scheiße auf. Man muss berücksichtigen, Politik und Wirtschaft babbeln nicht nur, sie machen. Wir aber hier babbeln nur oder, wie du auch schreibst, verkrüppeln uns die Finger beim Tippen. Einige hier haben ja sogar wahnhafte, krankhafte copy & paste-Veranlagung, dass m.E. Bei denen fachärztliche Behandlung notwendig ist.


Wir zahlen nicht für eure Krise Bielsteinbräu, wie du noch so fett markiert hast? Oh doch, das tun wir, das wird ja sogar hier im Forum gar noch beworben, mit Abwrackprämie, mit Hinweisen auf Anträgen. Die 2.500 zahlt nicht Merkel oder Steinbrück aus der Kaffeekasse. Bei den bereits versenkten Milliarden will ich gar nicht erst anfangen, die wir alle, du, ich auch zahlen werden. Bei Menschen, die 10 Jahre eine alte Karre fuhren, weil sie kein Geld für ein neues Auto haben. Denn nicht umsonst fahren sie solche alten Kisten. Nun sollen aber diese mit 2.500 Euro Prämie gelockt werden, sich ein neues Auto zu kaufen, den Restbetrag haben sie natürlich auch nicht, das muss dann über die Händlerbank der jeweiligen Marke wieder finanziert werden, zu einem Zinssatz von 1,9 – 10%, je nach Klasse. Weiter geht’s im Schuldenrad. Und wenn dann diese erwerbslos werden, die Tilgungsraten nicht mehr tragen können, ist Prämie futsch und Auto auch + Schulden. Dass das hier noch in einem Thread so bejubelt wird halte ich persönlich für fatal. Zumal ein jeder mehr für sein Auto bekommt, sind doch die Absatzzahlen der Händler massiv in den Keller gerutscht, so dass die meisten weit mehr als 2.500 € für eine alte Karre zahlen, würde der Verkäufer sich dort einen neuen Wagen kaufen.

Wir wollen nicht für eure Krise zahlen wäre vielleicht sinniger gewesen aber parallel mit einem Forderungskatalog ud natürlich mit mehr Teilnehmern. So aber war das wieder ein Spektakel, was die Medien, trotz Anwesenheit sogar noch totschweigen. Nix gewonnen. War aber dennoch schön, mit vielen Leuten zu plaudern und Kontakte zu knüpfen.
 

Rounddancer

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Nun, erstens sind von den Aktiven viele nicht nur in einer Organisation engagiert, sind z.B. wie ich User im Erwerbslosenforum, Mitglied bei ver.di und Die Linke., oder sonstwas in Kombination.

Und die anderen?
1. Viele wissen gar nicht davon, da sie weder Zeit, noch das Netzwerk haben, um sich, vorallem rechtzeitig, zu informieren,- und Geld sowieso nicht.

2. Viele denken, daß SIE selbst ja noch gar nicht so weit unten sind, wie die anderen,- und sie es sein werden, die zuletzt das Licht ausmachen,- und die, die zuerst wieder einen adäquaten Arbeitsplatz bekommen.

3. Viele Armut und Arbeitslosigkeit als Schande empfinden, und die Tatsache, selbst arm und/oder arbeits-, besser erwerbslos zu sein, möglichst lange vor möglichst vielen anderen Menschen, Bekannten, Nachbarn, Hauswirt, Freunden, ja vor Verwandten verbergen wollen.

4. Viele gar nicht wegkönnen, weil sie greise Eltern oder Kinder betreuen müssen.

5. Viele glauben, daß es in einem konjunkturellen Tal immer wieder hoch gehen wird,- wo und wie auch immer.

6. Etliche glauben, daß es eh nichts nutzen, nichts ändern wird, wenn sie sich auf der Straße die Köpfe blutig schlagen lassen, oder samstag mittags durch menschenleere Industriegebiete und Bankenviertel herumzulatschen.

7. ...und da wären dann noch die, die man schon vor Jahrzehnten mit der Werbekampagne "Sei kein Ohnemichel" dazu bringen wollte, auch was für die Gemeinschaft zu tun.

8. ... und die, die für sich und z.B. ihre Familie schon ein eigenes Ausstiegsmodell fanden und nun autark zu leben beginnen.

9. ...
 
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Frankfurt: Weitere Redebeiträge aus der Krisen-Demo 28.3.09

Insgesamt 55.000 Menschen sind am heutigen Samstag in Berlin und Frankfurt am Main dem Aufruf eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses von gewerkschaftlichen Gliederungen, Sozialprotest-und antikapitalistischen Gruppen, Attac, der Partei "Die Linke", Migranten-Organisationen, Bündnis90/Die Grünen sowie umwelt-, entwicklungspolitischen und kirchlichen Gruppen gefolgt. In Berlin nahmen 30.000 Menschen an der Demonstration teil, in Frankfurt am Main waren es 25.000. Die Proteste unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise! Für solidarische Gesellschaft" finden im Vorfeld des G20-Gipfels am 2. April in London statt. Es handelt sich um die größte Demonstration in Deutschland seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. Parallel gehen auch in zahlreichen anderen Ländern die Menschen auf die Straße; in London waren es mehrere Zehntausend, in Wien 20.000. "Die Demonstrationen in Berlin und Frankfurt waren ein voller Erfolg. Damit ist klar, dass auch in Deutschland ein großer Teil der Bevölkerung für eine soziale Form der Krisenpolitik eintritt, die die Kosten der Krise nicht auf die ärmeren Bevölkerungsgruppen abwälzt", sagte Bernd Riexinger von Verdi Stuttgart. "Für uns sind die Demonstrationen der Beginn einer Protestwelle.Die Profiteure müssen zur Kasse gebeten werden."

....


"Die Krise ist nicht vom Himmel gefallen oder das Ergebnis der Gier einiger Manager. Ursache der Krise ist die neoliberale Politik der Liberalisierung der Märkte, von Deregulierung und Privatisierung. Die Verantwortlichen sind in den Regierungen zu finden", sagte Alexis Passadakis von Attac. "Der Kapitalismus steckt in seiner gravierendsten Krise seit 1929. Es reicht deshalb nicht, die Fassade mit einigen neuen Regulierungsmaßnahmen der G20 neu zu tünchen. Das Weltwirtschafts system muss auf ein grundsätzlich anderes Fundament gestellt werden."
Frankfurt: Weitere Redebeiträge aus der Krisen-Demo 28.3.09 (stattweb-News, 30.03.2009)
 

Dora

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9
.....
Wir zahlen nicht für eure Krise Bielsteinbräu, wie du noch so fett markiert hast? Oh doch, das tun wir, das wird ja sogar hier im Forum gar noch beworben, mit Abwrackprämie, mit Hinweisen auf Anträgen. Die 2.500 zahlt nicht Merkel oder Steinbrück aus der Kaffeekasse. Bei den bereits versenkten Milliarden will ich gar nicht erst anfangen, die wir alle, du, ich auch zahlen werden. Bei Menschen, die 10 Jahre eine alte Karre fuhren, weil sie kein Geld für ein neues Auto haben. Denn nicht umsonst fahren sie solche alten Kisten. Nun sollen aber diese mit 2.500 Euro Prämie gelockt werden, sich ein neues Auto zu kaufen, den Restbetrag haben sie natürlich auch nicht, das muss dann über die Händlerbank der jeweiligen Marke wieder finanziert werden, zu einem Zinssatz von 1,9 – 10%, je nach Klasse. Weiter geht’s im Schuldenrad. Und wenn dann diese erwerbslos werden, die Tilgungsraten nicht mehr tragen können, ist Prämie futsch und Auto auch + Schulden. Dass das hier noch in einem Thread so bejubelt wird halte ich persönlich für fatal. Zumal ein jeder mehr für sein Auto bekommt, sind doch die Absatzzahlen der Händler massiv in den Keller gerutscht, so dass die meisten weit mehr als 2.500 € für eine alte Karre zahlen, würde der Verkäufer sich dort einen neuen Wagen kaufen.
....
Klar zahlen wir für die Krise!! Damit nicht der Fehler, das System selbst, geändert werden muss und damit die Besitz- und Machtverhältnisse bleiben können, wie sie sind.
Das "Rettungspaket" oder der "Rettungsschirm" mit 500 Milliarden ist längst beschlossen (Gesetz innerhalb von nur 14 Tagen!) und die meisten Boni der Manager aus dem Vorjahr sind davon schon längst bezahlt! Und davor waren es auch schon etliche Hundert Milliarden an einzelnen "Stützungsmaßnahmen" etc.. Alles mit dem Geld der Bürger finanziert! Wir zahlen die Krise! Deswegen fand ich ja den Spruch so gut:

Rettungsschirm? Seid ihr verrückt??!
Wir wollen unser Geld zurück!!

Und diese schräge Scheindiskussion um die Abwrackprämie! Provokant ausgedrückt würde ich sagen: Gier frisst Hirn!

Mich hat das an die erste "Eingliederungsvereinbarung" erinnert, die ich bereits Anfang November 2004 (!) zu Gesicht bekam. Damals war ja durch die Medien gegangen, wer eine EGV abschließe und eine MAE (1-Euro-Job) mache, hätte 165,00 € mehr zum Hartz IV. Laut Medien gab es bei der Nachfrage einen regelrechten Ansturm auf diese Arbeitsgelegenheiten. Und in dieser "Eingliederungsvereinbarung" vom 09.11.2004 steht bei "Vermittlungsbemühungen und Leistungen des Arbeitsamts": Vormerkung für Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung.

Inzwischen müsste eigentlich jedem klar sein, was für ein Unsinn das ist und wie damit Erwerbslosigkeit und Armut weiter vorangetrieben werden. - Sollte mensch meinen. Aber manchmal befallen mich selbst da noch Zweifel.

Auch bei der Abwrackprämie dauert es wohl noch, bis bis es jeder verstanden hat, wozu diese schräge Scheindiskussion führen kann.
.
 

Kleeblatt

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Zuerst einmal möchte ich feststellen, daß eine Demo nur dann verschwiegen oder kurz abgehandelt wird seitens der Presse, der politik und der Wirtschaft, wenn sie als Gefahr wahrgenommen wird.

Da kann man natürlich daher kommen und versuchen die Demo lächerlich zu machen, klein zu reden, als nebensächlich darzustellen.
Das alles jedoch zeigt nur, daß diese Demo getroffen hat wo sie treffen sollte, sonst würde man nicht auf diese Weise mit der Tatsache umgehen.

Bezüglich der Nicht-Demonstranten stelle ich folgende Hypothesen in den Raum.

- die Einen meinen das es sie nicht wirklich trifft, weil ihr Arbeitsplatz eh sicher sei; ob das nun nur einem Wunschdenken zuzurechnen ist oder (Beamte) der Realität entspricht, lasse ich hier außen vor; Nichtsdestotrotz sind wir alle als Bürger eine Gemeinschaft im Land. Wem es heute gleichgültig ist, daß sich andere Bürger gerade noch so oder nicht einmal mehr das Nötigste leisten können, der muß sich u.a. auch fragen lassen wie sicher dann diejenigen Arbeitsplätze auf Dauer sein werden, die vom Konsum eben auch dieser Bürger abhängig sind.

- Manche sind schon immer der Ansicht gewesen, das Andere sich mal stark machen sollen auch für ihre Belange und Nöte. So nach dem Motto, - geht´s gut, dann habe ich auch etwas davon, geht´s daneben dann habe ich weder den eventuellen Ärger und schon mal gar nicht habe ich dafür auf meine geruhsame Freizeit verzichtet. Macht mal alle für mich mit. DAS sind für mich Gesellschaftsschmarotzer.

- Dann noch die Fraktion "ist ohnedies alles nutzlos". Die sollten sich mal therapeutisch behandeln lassen.

- So da noch wären diejenigen, welche (unbegründete) Angst davor haben bei solchen Demos erkannt und eventuell Nachteile glauben ! befürchten zu müssen. Wer glaubt, daß die Inanspruchnahme eines Grundrechtes nachteile in D bringt, der hat für sich selber bereits akzeptiert das er in einer Wirtschafts / Parteiendiktatur lebt, nicht mehr in einer Demokratie. DANN wird es aber ganz besonders höchste Eisenbahn dagegen vorzugehen, - wenn man selbst ein Demokrat ist natürlich nur.

Hier rede / schreibe ich natürlich von denen, welche durchaus mal Gesicht zeigen könnten, es aber nicht wollen.

Viele wollen immer nur HABEN, - Rechte, Geld, Vorteile ect.
Nur etwas dafür TUN wollen sie NICHT, - das sollen mal Andere für sie regeln.

SO läuft das schon lange nicht mehr, liebe Leute. Entweder ihr schwingt eure ... endlich mal auf Demos und werdet für euch und eure Kinder selber tätig oder tragt klaglos die Konsequenzen.

Ehrlich, - ich habe das Gejammere ohne daraus resultierende Taten absolut satt.
Wirtschafts.- und Finanzkrise sind nur die Symthome einer ausgemachten Systemkrise. Hier geht es inzwischen um grundsätzliche Dinge. Wir müssen uns auf einen neuen Konsenz des Miteinander einigen.

Die Rahmenbedingungen müssen neu aufgestellt werden und die von uns finanzierten Politiker sind dazu nicht bereit und Manche auch nicht in der Lage.

Politik soll die Bürger VERTRETEN, nicht helfen sie zu ZERtreten.
Der politische Auftrag vom Bürger an die Politik muß ganz deutlich und neu definiert werden. Das geht NICHT über Wahlen, wie vielleicht inzwischen doch mal Einige mitbekommen haben.
Das geht NUR noch über deutliche und klare öffentliche Ansagen.
Einige dieser klaren Ansagen wurden am Samstag formuliert, - quer durch die Bürgerschaft. Die Bürger sind sich bereits darin einig was sie wollen und was sie nicht mehr wollen.

Die Politik hat es zu lesen und zu hören bekommen.

Jetzt mal wieder genau die Tatsache, daß Ansagen seitens der Bürger gemacht wurden, zu verschweigen, lächerlich zu machen und kleinzureden, ist Ausdruck der Hilflosigkeit einerseits und des Unwillens der Politik andererseits. Sie WOLLEN ES NICHT WISSEN, NICHT HÖREN !

Also muß man denen das so lange auf der Straße und öffentlich in die Ohren brüllen, bis sie es endlich nicht mehr negieren können.

Genau DAS werde ich auch machen, - weiterhin als ein Teil des Volkes Stimme auf die Straße gehen und es denen solange zu lesen und zu hören geben, bis es dann irgendwann einfach nicht mehr anders möglich ist, als es endlich mal zur Kenntnis zu nehmen UND entsprechend zu agieren.

Wer sich als Bürger hier davonstehlen will ist es auch nicht wert Grundrechte zu haben und in einer Demokratie zu leben. Der soll gefälligst DANN aber auch zusehen wie er mit seinen Problemen alleine fertig wird, - so alleine wie er die anderen Mitbürger regelmäßig stehen läßt.
 

NureineNummer

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Tach,

Zuerst einmal, ich war bei keiner von diesen Systemtreuen Demos dabei!

Jeder der einem Aufruf zu einer Demo folgt, welcher von staatlichen Unterdrückungsorganisationen ausgeht, lässt sich von denen für ihre Zwecke vor den Karren spannen!
Ich fand das Auftreten der FAU mehr als nur respektabel, denn die machen wenigstens etwas mit Tiefsinn.
Jeder der mir jetzt wiedersprechen will, sollte erst einmal auf FAU-IAA : Die andere Gewerkschaft - Anarcho-Syndikalismus im Web gehen und dort z.B. die Statuten oder Texte lesen.

Das System hat keine Fehler, Der Fehler ist das System!!!


Folglich unterstütze ich doch das System, wenn ich so demonstriere, wie es das System zulässt.

Und an den lächerlichen Teilnehmerzahlen erkenne ich, die Mehrheit der Menschen in diesem Landteil der Erde, hat schlicht und einfach keine Lust mehr für irgendeine Lobby zu kämpfen!
 

B. Trueger

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Tach,

Zuerst einmal, ich war bei keiner von diesen Systemtreuen Demos dabei!

Jeder der einem Aufruf zu einer Demo folgt, welcher von staatlichen Unterdrückungsorganisationen ausgeht, lässt sich von denen für ihre Zwecke vor den Karren spannen!
Ich fand das Auftreten der FAU mehr als nur respektabel, denn die machen wenigstens etwas mit Tiefsinn.
Jeder der mir jetzt wiedersprechen will, sollte erst einmal auf FAU-IAA : Die andere Gewerkschaft - Anarcho-Syndikalismus im Web gehen und dort z.B. die Statuten oder Texte lesen.

Das System hat keine Fehler, Der Fehler ist das System!!!


Folglich unterstütze ich doch das System, wenn ich so demonstriere, wie es das System zulässt.

Und an den lächerlichen Teilnehmerzahlen erkenne ich, die Mehrheit der Menschen in diesem Landteil der Erde, hat schlicht und einfach keine Lust mehr für irgendeine Lobby zu kämpfen!

Huhu NureineNummer. Um ehrlich zu sein, ich musste bei deinem Posting hier jetzt etwas mehr als sonst schmunzeln. Ich weiß ja nicht ob du es bemerkt hast - wenn nicht, ich geh das mal mit dir zusammen durch.

Beginnen wir mal am Anfang, ist ja üblich. Da schreibst du:

Zuerst einmal, ich war bei keiner von diesen Systemtreuen Demos dabei!
Davon kann man halten was man will, darüber macht sich auch ein jeder so seine Gedanken.


Gut, schauen wir weiter. Es wird langsam schon etwas interessanter. Es folgt folgender Satz von dir:

Jeder der einem Aufruf zu einer Demo folgt, welcher von staatlichen Unterdrückungsorganisationen ausgeht, lässt sich von denen für ihre Zwecke vor den Karren spannen!
Auch hier kann man davon halten was man will, da gehen sicherlich die Meinungen auseinander. In einer Demokratie denke ich, ist das durchaus legitim, dass man derartige Ansichten vertritt.

Der Knaller dazu aber folgt dann auch sogleich auf dem Fuße:

Ich fand das Auftreten der FAU mehr als nur respektabel, denn die machen wenigstens etwas mit Tiefsinn.
Lieber NureineNummer, ist es dir entgangen, dass die FAU, die deiner Ansicht etwas mit Sinn unternimmt, sich eben nach deiner Deffinition hat vor den Karren spannen lassen, was du ja oben angemerkt hast. Die FAU war auf der Demo, sogar ganz vorne.

Jeder der mir jetzt wiedersprechen will, sollte erst einmal auf FAU-IAA : Die andere Gewerkschaft - Anarcho-Syndikalismus im Web gehen und dort z.B. die Statuten oder Texte lesen.
Ist durchaus bekannt, aber eben nur eine Gruppierung, die sich systemisch vor einen Karren spannen lässt. Klasse Oxymoron, was du da geliefert hast. :icon_twisted:
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

tja. So wie es aussieht schaut sich die Berliner Chunta wohl in Sachen Informationspolitik viel bei dem grossen Bruder China ab. Relevante Sachen werden totgeschweigen oder kommen kaum vor in der Medienlandschaft vor.

Statt dessen weiterhin Zerstreuung und sinnfreies TV. Aber die Debatte, dass man den Medien nicht mehr trauen kann, hatten wir ja bereits. Das Internet scheint eines der wenigen Orte zu sein wo man sich noch informieren kann.

Ob die anderen 80 Mio. auch auf die Idee kommen?

Gruss

Paolo
 

NureineNummer

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Huhu NureineNummer. Um ehrlich zu sein, ich musste bei deinem Posting hier jetzt etwas mehr als sonst schmunzeln. Ich weiß ja nicht ob du es bemerkt hast - wenn nicht, ich geh das mal mit dir zusammen durch.

Beginnen wir mal am Anfang, ist ja üblich. Da schreibst du:

Zitat:
Zuerst einmal, ich war bei keiner von diesen Systemtreuen Demos dabei!
Davon kann man halten was man will, darüber macht sich auch ein jeder so seine Gedanken.


Gut, schauen wir weiter. Es wird langsam schon etwas interessanter. Es folgt folgender Satz von dir:

Zitat:
Jeder der einem Aufruf zu einer Demo folgt, welcher von staatlichen Unterdrückungsorganisationen ausgeht, lässt sich von denen für ihre Zwecke vor den Karren spannen!
Auch hier kann man davon halten was man will, da gehen sicherlich die Meinungen auseinander. In einer Demokratie denke ich, ist das durchaus legitim, dass man derartige Ansichten vertritt.

Der Knaller dazu aber folgt dann auch sogleich auf dem Fuße:

Zitat:
Ich fand das Auftreten der FAU mehr als nur respektabel, denn die machen wenigstens etwas mit Tiefsinn.
Lieber NureineNummer, ist es dir entgangen, dass die FAU, die deiner Ansicht etwas mit Sinn unternimmt, sich eben nach deiner Deffinition hat vor den Karren spannen lassen, was du ja oben angemerkt hast. Die FAU war auf der Demo, sogar ganz vorne.

Zitat:
Jeder der mir jetzt wiedersprechen will, sollte erst einmal auf FAU-IAA : Die andere Gewerkschaft - Anarcho-Syndikalismus im Web gehen und dort z.B. die Statuten oder Texte lesen.
Ist durchaus bekannt, aber eben nur eine Gruppierung, die sich systemisch vor einen Karren spannen lässt. Klasse Oxymoron, was du da geliefert hast. :icon_twisted:
<Ironie start>
Na gut, dann hast du auch sicher den Demoaufruf der FAU gelesen.
Und natürlich hast du auch gelesen, dass die FAU sich ganz eindeutig von den restlichen Demo Organistatoren abgrenzt!!!</Ironie ende>

So jetzt unter dem richtigem Nick!


Edit: Danke Curt
 

Sissi54

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Hallo Paolo Pinkel,

die brauchen sich nichts von China abzuschauen ! :icon_evil:
Weißt Du nicht, wo Frau Murkel herkommt ???
Da steckt schon noch altes denken und handeln drinnen !!! :icon_neutral:
 

Paolo_Pinkel

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Sie haben Angst, große Angst!

Wie evtl. der eine oder andere zur Kenntnis genommen hat, wurde gestern gegen Abend den NATO-Gipfel in Freiburg demonstriert:

focus online

Es sollen sich zu einer unangemeldeten Demo, die aber nicht verboten wurde, mehrere hundert Menschen versammelt haben, die friedlich demonstriert haben! Es gab weder auf der Seite der Demonstranten, noch auf der der Polizei Ausschreitungen! So weit, so gut, aber:

Teilnehmer der Demo berichten, dass Freiburg einem Heerlager der Polizei gleicht! Überall schwer mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten, kreisende Hubschrauber, Räumungspanzer, Wasserwerfer in der Stadt, Straßensperren usw. usf. Es sollen 10 Polizeihunderschaften in Freiburg stationiert sein!

Und es waren gestern "nur" ca. 2.000 Demonstranten... Was kommt da noch?

Ich kann nur zu den Polizisten gemäß dem Motto der Montagsdemos von 1989 in der DDR sagen:

Reiht Euch ein!
Sie haben Angst, große Angst! - Duckhome

Gruss

Paolo
 

Rounddancer

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Ist doch klar verlautbart worden: Freiburg ist der Sitz der Einsatzzentrale für den Schutz des NATO-Gipfels.

Und die Demo gestern wurde als erster Test, als Übung für die Einsatzkräfte genutzt.

Die hiesige Lokalzeitung berichtet heute im Übrigen darüber, daß allein hier in Stuttgart bereits sechs Menschen Meldeauflagen aufgebrummt bekamen, amtlicherseits spricht man von zu erwartenden Meldeauflagen für rund 25 Menschen hier.
Meldeauflage bedeutet: Diese Menschen bekommen zwar keinen Hausarrest, aber sie müssen sich täglich bei ihrem Polizeirevier melden,- sodaß sie während der Zeit des NATO-Gipfels in Wohnortnähe bleiben müssen, und nicht zum Gipfel fahren, fliegen, laufen oder schwimmen dürfen.
 

Paolo_Pinkel

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Dem Kapitalismus den Kampf angesagt - „Dieses Jahr ist unser Jahr!“

Zehntausende demonstrierten am vergangenen Sonnabend in Frankfurt und Berlin unter der Parole „Wir bezahlen nicht für Eure Krise“ gegen die Regierungspolitik. Die Demonstration war Teil der Aktionen zum Welt-Finanz-Gipfel, der in dieser Woche in London stattfinden wird. Zeitgleich fand eine Demonstration in London statt.

„Ich bin heute hier, weil ich nicht will, dass die Gewinne privatisiert werden und die Verluste sozialisiert werden“, erklärte eine Teilnehmerin aus Berlin. „Die Banken werden von meinem Geld finanziert, die Autos werden von meinem Geld finanziert, und eine Kassiererin, die einen Pfandbon von 1,30 Euro unterschlägt, die wird entlassen. Und man kann gegen nichts etwas machen, das finde ich ganz furchtbar. Deshalb bin ich heute hier“, sagte ein anderer Demonstrant...
hintergrund.de - Dem Kapitalismus den Kampf angesagt - „Dieses Jahr ist unser Jahr!“

Gruss

Paolo
 
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Mal ne Frage:

Wer würde mir seine/ihre Bilder zur Verfügung stellen, damit ich ein Video daraus machen kann?

Gerne auch per PN.
 
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Mal ne Frage:

Wer würde mir seine/ihre Bilder zur Verfügung stellen, damit ich ein Video daraus machen kann?

Gerne auch per PN.

So, die Hälfte des Videos habe ich schon mal fertig, was jetzt noch fehlt, sind ein paar Bilder von den Polizisten, wütende Menschen und gute Transparente.

Kennt oder hat jemand solche Bilder?
 
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Forscher: Deutsche Konsenskultur verhindert Proteste
Vor 2 Tagen
Berlin (AFP) — Die in Deutschland dominierende Konsenskultur verhindert nach Einschätzung des Soziologen Simon Teune trotz der Wirtschaftskrise ähnlich konfrontative Protestaktionen wie in anderen Ländern. "Die Gewerkschaften sind weniger politisch, weniger radikal und fahren mit angezogener Handbremse", sagte Teune in einem AFP-Gespräch anlässlich der internationalen Gipfeltreffen in London und Straßburg. Zudem gelinge es der Bundesregierung, einer Mobilisierung den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Der Protestforscher sieht den Grund für die in Deutschland selteneren Massenkundgebungen unter anderem im Verhalten der Gewerkschaften. Sie seien traditionell kooperativer als in anderen Ländern, was sich auch bei Tarifkonflikten zeige, sagte der Soziologe vom Wissenschaftszentrum Berlin. Zudem riefen in Deutschland häufig einzelne Gewerkschaftsgliederungen zu Demonstrationen auf, und nicht die Gewerkschaftsspitzen, etwa im DGB. Auch dadurch werde das Mobilisierungspotenzial abgemildert.
AFP: Forscher: Deutsche Konsenskultur verhindert Proteste

Zudem gelinge es der Bundesregierung, einer Mobilisierung den Wind aus den Segeln zu nehmen.
brauchen die nicht, das schaffen (nicht nur) die Mobilisierer auch selbst ganz gut. "Demo? Klar" "Ich war dort!" "Jetzt hab ich meinen Teil getan"

:icon_kotz:
 
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Ich war ab 1968 3mal in der IG Metall. Die Zeitung der Gewerkschaft war damals noch ein echtes Kampfblatt. Heutzutage ist es mehr ein "Goldenes Blatt". Mit den verantwortlichen Weicheiern werden wir die Welt nicht retten können.
 
E

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Ich war ab 1968 3mal in der IG Metall. Die Zeitung der Gewerkschaft war damals noch ein echtes Kampfblatt. Heutzutage ist es mehr ein "Goldenes Blatt". Mit den verantwortlichen Weicheiern werden wir die Welt nicht retten können.

Muss man sich denn ständig und überall auf andere verlassen?

Ist die Bevölkerung denn schon so lethargisch bis verblödet, das keiner mehr auf eigene Ideen kommt, ohne das dann erstmal irgendjemand grundsätzlich alles ablehnt/ignoriert oder abwinkt, weil er/sie es "sowieso besser kann" aber trotzdem nichts zustande bringt?

Wieso warten nur alle auf irgendwelche weichgespülten Schlipsträger die einem alles vorsetzen, vielleicht noch persönlich mit dem Wagen von zuhause abholt?

Warum werden bereits stattgefundenen Proteste oder Gegenwehren nicht weiter entwickelt, statt dessen aber Jahr für Jahr immer aufs Neue wiederholt?

Wieso kommen meist so dämliche Fragen wie "was machst Du" oder "warum warst Du nicht dort" statt zu fragen "was machen wir" oder "wie können wir uns besser gegenseitig helfen?".

Nö, es wird lieber auch andere (meist verlogene) Parteien und Verbände gewartet, die im Grunde weder Ideen, gute Konzepte oder Ahnung haben und sich auch nur auf andere verlassen.

Das nervt!!
 

Kaleika

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(...) Ganz generell sei die Protestkultur in Deutschland weniger auf Konfrontation ausgerichtet. Das liege auch daran, dass die politische Elite relativ früh auf Kritik von unten reagiere. "In Frankreich muss es erst richtig auf den Straßen krachen, bis die Politik reagiert", sagte der Soziologe. (...)
Wo reagiert denn bei uns die Politik frühzeitig auf Kritik von unten?
Leider lachen sie eher über uns und unsere Proteste oder versuchen uns zu kriminalisieren.

Naja, es gibt die Zeitungsartikel über die steigende Kinderarmut und Bildungsungleichheit in Deutschland in der 792. Auflage.

Hhm, oder es wird sich darum bemüht, die Kinder aus Hartz IV in den Kinderzuschlag zu lotsen. Dann bekommen sie zwar nicht mehr Geld, aber reagierten etwa die Politiker?

Kaleika
 

B. Trueger

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Muss man sich denn ständig und überall auf andere verlassen?

Ist die Bevölkerung denn schon so lethargisch bis verblödet, das keiner mehr auf eigene Ideen kommt, ohne das dann erstmal irgendjemand grundsätzlich alles ablehnt/ignoriert oder abwinkt, weil er/sie es "sowieso besser kann" aber trotzdem nichts zustande bringt?

Wieso warten nur alle auf irgendwelche weichgespülten Schlipsträger die einem alles vorsetzen, vielleicht noch persönlich mit dem Wagen von zuhause abholt?

Warum werden bereits stattgefundenen Proteste oder Gegenwehren nicht weiter entwickelt, statt dessen aber Jahr für Jahr immer aufs Neue wiederholt?

Wieso kommen meist so dämliche Fragen wie "was machst Du" oder "warum warst Du nicht dort" statt zu fragen "was machen wir" oder "wie können wir uns besser gegenseitig helfen?".

Nö, es wird lieber auch andere (meist verlogene) Parteien und Verbände gewartet, die im Grunde weder Ideen, gute Konzepte oder Ahnung haben und sich auch nur auf andere verlassen.

Das nervt!!

Vergiss es Sancho, gibs auf. Die Hammelherde wirst du zu nichts bewegen. Selbst dann nicht, wenn man sie ans Händchen nimmt. Das hat noch nie funktioniert, bis heute nicht und wird es auch in Zukunft nicht. So traurig das auch ist aber man muss es einfach zur Kenntnis nehmen und hinnehmen. Proteste gibt es in diesem Land halt einfach nicht. Der Deutsche hat sehr, sehr breite Schulter. Der kann noch etwas tragen. Da kann man noch etliches abladen, der Deutsche schultert alles, geht weiter seinen Frohndiensten nach und erhebt sich anderen gegenüber.
 

Kaleika

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Ich persönlich halte ein Aufgeben immer für den falschen Weg!
Aber wir denken auch bei der Montagsdemo immer wieder frustriert darüber nach wieso wir nicht mehr werden, ob die vielen Betroffenen denn nur depressiv in ihren Zimmern hocken und glauben, dass sie eh gar nichts machen können?
Aber bei den Endsechzigern und Endachtzigern, da gab es doch große Demonstrationen!
Lähmt die Angst vor Arbeitslosigkeit sowohl Hirn und Widerstand?

Das wäre schwer zu ertragen!

Kaleika
 
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Mal so grob gesehen was mir einfällt warum man auf Politik und andere "Glaubensbekenntnisse" verzichten sollte, wenn es um Protest geht.

Hartz IV -

Wird und wurde von den meisten Politikern und Wirtschaftseliten für richtig gehalten, von den Gewerkschaften geduldet und von manchen als Thema zum Wahlkampf benutzt.

Bespitzelung von Arbeitnehmern -

Lidl - Bahn - Telekom - ?... Solche Skandale können meiner Ansicht nach nur passieren, wenn die Politik pennt, oder aber die Bedingungen für sowas erst möglich macht. Das die "Macht" der Gewerkschaften das nicht verhindern konnte, zeigt deutlich, dass die Gewerkschaften entweder kein wirkliches Interesse haben, oder einfach nur damit beschäftigt sind, sich selbst zu erhalten.

Einteurojobs - Dumpinglöhne - Zeit/Leih/Sklavenjobs -

Das wurde auch nur erreicht weil sich scheinbar viele einig waren oder es zuwenig Gegenwehr gab, gerade von denen die auch Einfluss hätten, Gewerkschaften und auch (Christliche) - Sozialverbände die wohl auch ein Stückchen vom Kuchen haben wollten - in diesem "Kreislauf" von Verlogenheit und Heuchelei. (Erwerbslos - "Bildungs"träger - Eineurojob - Praktikum - Bewerbungstraining - Zeit/Sklavenarbeit - Erwerbslos)

IEONIE:ON - Wenn man das hintersich hat bleibt einem wohl nur noch die eigene Einweisung in die Klappse um diesen Teufelskreislauf zu entkommen. - IRONIE:OFF

Ganz allgemein die schleichende Aushöhlung von Bürgerrechten -

Der Datenschutz und die Überwachung von Menschen die so zu potentiellen Tätern gebrandmarkt werden um angeblich vor Terrorakten zu schützen. Mit dem ständigen Alibiphantom - Terrorist - konnten politisch Mittel eingesetzt werden, die auf das selbstbestimmte Leben der Bevölkerung starken Einfluss hat und sich nicht so leicht wieder Rückgängig machen lassen. Die Auswirkungen dadurch werden wir wohl noch lange spüren. Übrigens meinte jemand von der Polizeigewerkschaft, die Mafia konnte hier seelenruhig ihren "Geschäften" nachgehen und weiter ausbauen, weil sich alles auf das "Phantom Islamist/Terrorist" konzentrieren sollte. Die geleistete Arbeit gegen die Mafia ist so gegen die Katz und wenn überhaupt nur mit viel Mühe wieder aufzuholen!?

Neoliberale - Banken -finanzkrise - Hedgefonds - Unternehmensberater - Lobbyisten -

Da könnte man ja jetzt auch so einiges aufzählen, aber das ist ja nun auch schon seit längere Zeit gegenwärtig. Nicht zu vergessen die etlichen Korruptionsfälle z.B. Siemens u.s.w.!


Es gibt bestimmt noch viel mehr was man aufzählen könnte, gerade im Abbau von Errungenschafften in sozialen Bereichen.

Wenn man jetzt noch die Privatisierungen von Post und Bundesbahn mit einbezieht sind in den letzten zehn Jahren, Lebensbedingungen entstanden und künstlich herbeigeführt worden, die deutlich Ungerecht sind, da muss man sich doch fragen wo die ganzen sozialen Verbände, Gewerkschaften und auch die Kirchen waren, die ja nun in dem nicht gerade armen D auch Einfluss haben, wenn sie was erreichen wollen.

Ach ja, da kommen jetzt auch häufiger Floskeln wie: Man konnte das mit der Krise ja nicht vorraussehen!? Ich lach mich schlapp! Da plappern "Experten" im sekundentackt von Aktienkursen, Renditen und bla, bla, in allen Medien wird man von Aktienkursen, Renditen, Finanzen zugemüllt und Analysen erstellt und jeder "Experte" weis ganz genau bescheid was, wie, wo gemacht werden muss um dieses und jenes zu erreichen. Gibt ja ein schönes Beispiel von Volker Pispers über die "ANALYSTEN" die ständig Prognosen über Jahrzehnte hinweg erstellen!?

Und plötzlich konnte man Nix ahnen??? Diese Strategen verdienen ein Schweinegeld und werden immer und immer wieder als Experten eingeladen und um Rat gefragt, ich fasse es nicht. Sehr viele von dieser Sorte schaffen es "ihr" Geld vorrausschauend zu vermehren oder zu verstecken. (Lichtenstein) Aber das mal eine Finanz- bankkrise kommen könnte, neeein, um Gottes Willen, dass kann doch kein Zocker äh Mensch ahnen!? :icon_eek:

Und wenn man jetzt mal die Zusammenhänge der Globalisierung hinten anstellt und nur mal D betrachtet, dann habe ich auch das Gefühl, dass wirklich alles von der Politik getan wird, dass nach aussen hin die "Arbeitslosenstatistik" stimmt! Egal was man durchsetzen will, es kommt bestimmt die Erpressung oder das Alibiargument "Arbeitsplätze" vor, das und Terror in jedem zweiten Satz "embeded" und schon schalten die Gehirne auf "STOPP"....Alarm! Alarm! Alarm!...bitte nicht weiter denken und auf Befehlsannahme schalten.....Achtung es geht um Arbeitsplätze....Großhirn an Kleinhirn...die Löhne müssen sinken - die Rechte der Arbeitnehmer eingeschränkt und auf volle Kontrolle eingestellt werden......:eek:

Ich wünsche mir das die Betroffenen es selbst schaffen stark zu protestieren, wenn dieser Traum wahr werden würde, dann hätten die Verantwortlichen ein grosses Problem und wir ein viel stärkeres Selbstvertrauen als Solidargemeinschafft, denn ich habe zu den grossen klassischen sozialen Verbänden nicht mehr besonders viel vertrauen.

:icon_pause:
 
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Ich persönlich halte ein Aufgeben immer für den falschen Weg!
Aber wir denken auch bei der Montagsdemo immer wieder frustriert darüber nach wieso wir nicht mehr werden, ob die vielen Betroffenen denn nur depressiv in ihren Zimmern hocken und glauben, dass sie eh gar nichts machen können?
Aber bei den Endsechzigern und Endachtzigern, da gab es doch große Demonstrationen!
Lähmt die Angst vor Arbeitslosigkeit sowohl Hirn und Widerstand?

Das wäre schwer zu ertragen!

Kaleika
Ich war Anfangs eine lange Zeit bei den Montagsdemos dabei, nicht nur bei mir in der Nähe, was mich aber immer wieder genervt hat, war die Ideenlosigkeit der Veranstalter (und dann auch noch das "Inbesitznehmen sog. sozialer Parteien). Es war Woche für Woche immer das Gleiche, nichts Neues, kaum neue Reden und immer wieder der gleiche Ablauf.

Das Langweilt und wenn das über längere Zeit so geht, warum sollte man doch noch hingehen? Auch wenn die Reden ab und zu mal etwas "umformuliert" wurden, war es trotzdem immer wieder das Gleiche. Das nervt, langweilt und man verliert die Lust.

Sowas zu machen ist fast wie Marketing, man muß die Leute auch darauf gespannt machen, was beim nächsten Mal passieren könnte. Wissen die Mitstreiter, das sich nur unwesentlich etwas ändert, dann gehen die auch nicht hin. Passiert öfters mal was Neues, sind sie gespannt, erzählen Anderen dann wieder davon, das es Abwechslungsrech ist, wollen die das auch sehen und "nebenbei" erzählt man den Zuschauern, was Hartz IV mit den Löhnen und meinetwegen den Umsätzen der Geschäfte zu tun hat, wie man sich als Betroffener fühlt, mit diesem Gesetz zurecht zu kommen bzw.wie man unter diesen Gesetzen zu leiden hat.

Das fiel mir bei den Demos auf.
 
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Mal so grob gesehen was mir einfällt warum man auf Politik und andere "Glaubensbekenntnisse" verzichten sollte, wenn es um Protest geht.

Hartz IV -

Wird und wurde von den meisten Politikern und Wirtschaftseliten für richtig gehalten, von den Gewerkschaften geduldet und von manchen als Thema zum Wahlkampf benutzt.

Von den Arbeitgeberverbänden so gewollt und von Beratungsfirmen "öffentlichkeitswirksam" in Szene gesetzt, so dass jeder glauben musste/sollte, das es "unbedingt notwendig" sein sollte.

Bespitzelung von Arbeitnehmern -

Lidl - Bahn - Telekom - ?... Solche Skandale können meiner Ansicht nach nur passieren, wenn die Politik pennt, oder aber die Bedingungen für sowas erst möglich macht. Das die "Macht" der Gewerkschaften das nicht verhindern konnte, zeigt deutlich, dass die Gewerkschaften entweder kein wirkliches Interesse haben, oder einfach nur damit beschäftigt sind, sich selbst zu erhalten.

Ob die Politik wirklich pennt, oder es duldet wäre auch eine gute Frage.

Einteurojobs - Dumpinglöhne - Zeit/Leih/Sklavenjobs -

Das wurde auch nur erreicht weil sich scheinbar viele einig waren oder es zuwenig Gegenwehr gab, gerade von denen die auch Einfluss hätten, Gewerkschaften und auch (Christliche) - Sozialverbände die wohl auch ein Stückchen vom Kuchen haben wollten - in diesem "Kreislauf" von Verlogenheit und Heuchelei. (Erwerbslos - "Bildungs"träger - Eineurojob - Praktikum - Bewerbungstraining - Zeit/Sklavenarbeit - Erwerbslos)

IEONIE:ON - Wenn man das hintersich hat bleibt einem wohl nur noch die eigene Einweisung in die Klappse um diesen Teufelskreislauf zu entkommen. - IRONIE:OFF

:icon_twisted: Jo, erst wird zuerst daran gedacht, was es an Geldern bringen kann, wenn man wehrlose Sklaven einsetzen darf :icon_twisted:

Ganz allgemein die schleichende Aushöhlung von Bürgerrechten -

Der Datenschutz und die Überwachung von Menschen die so zu potentiellen Tätern gebrandmarkt werden um angeblich vor Terrorakten zu schützen. Mit dem ständigen Alibiphantom - Terrorist - konnten politisch Mittel eingesetzt werden, die auf das selbstbestimmte Leben der Bevölkerung starken Einfluss hat und sich nicht so leicht wieder Rückgängig machen lassen. Die Auswirkungen dadurch werden wir wohl noch lange spüren. Übrigens meinte jemand von der Polizeigewerkschaft, die Mafia konnte hier seelenruhig ihren "Geschäften" nachgehen und weiter ausbauen, weil sich alles auf das "Phantom Islamist/Terrorist" konzentrieren sollte. Die geleistete Arbeit gegen die Mafia ist so gegen die Katz und wenn überhaupt nur mit viel Mühe wieder aufzuholen!?

Die Angriffe auf die freie Meinung, die Privatsphäre und das Ausspähen der Bürger überall ist doch ein weitaus größerer terroristischer Angrif auf uns wie "El Kaida".

Neoliberale - Banken -finanzkrise - Hedgefonds - Unternehmensberater - Lobbyisten -

Da könnte man ja jetzt auch so einiges aufzählen, aber das ist ja nun auch schon seit längere Zeit gegenwärtig. Nicht zu vergessen die etlichen Korruptionsfälle z.B. Siemens u.s.w.!


Es gibt bestimmt noch viel mehr was man aufzählen könnte, gerade im Abbau von Errungenschafften in sozialen Bereichen.

Wenn man jetzt noch die Privatisierungen von Post und Bundesbahn mit einbezieht sind in den letzten zehn Jahren, Lebensbedingungen entstanden und künstlich herbeigeführt worden, die deutlich Ungerecht sind, da muss man sich doch fragen wo die ganzen sozialen Verbände, Gewerkschaften und auch die Kirchen waren, die ja nun in dem nicht gerade armen D auch Einfluss haben, wenn sie was erreichen wollen.

Ach ja, da kommen jetzt auch häufiger Floskeln wie: Man konnte das mit der Krise ja nicht vorraussehen!? Ich lach mich schlapp! Da plappern "Experten" im sekundentackt von Aktienkursen, Renditen und bla, bla, in allen Medien wird man von Aktienkursen, Renditen, Finanzen zugemüllt und Analysen erstellt und jeder "Experte" weis ganz genau bescheid was, wie, wo gemacht werden muss um dieses und jenes zu erreichen. Gibt ja ein schönes Beispiel von Volker Pispers über die "ANALYSTEN" die ständig Prognosen über Jahrzehnte hinweg erstellen!?

Und plötzlich konnte man Nix ahnen??? Diese Strategen verdienen ein Schweinegeld und werden immer und immer wieder als Experten eingeladen und um Rat gefragt, ich fasse es nicht. Sehr viele von dieser Sorte schaffen es "ihr" Geld vorrausschauend zu vermehren oder zu verstecken. (Lichtenstein) Aber das mal eine Finanz- bankkrise kommen könnte, neeein, um Gottes Willen, dass kann doch kein Zocker äh Mensch ahnen!? :icon_eek:

Und wenn man jetzt mal die Zusammenhänge der Globalisierung hinten anstellt und nur mal D betrachtet, dann habe ich auch das Gefühl, dass wirklich alles von der Politik getan wird, dass nach aussen hin die "Arbeitslosenstatistik" stimmt! Egal was man durchsetzen will, es kommt bestimmt die Erpressung oder das Alibiargument "Arbeitsplätze" vor, das und Terror in jedem zweiten Satz "embeded" und schon schalten die Gehirne auf "STOPP"....Alarm! Alarm! Alarm!...bitte nicht weiter denken und auf Befehlsannahme schalten.....Achtung es geht um Arbeitsplätze....Großhirn an Kleinhirn...die Löhne müssen sinken - die Rechte der Arbeitnehmer eingeschränkt und auf volle Kontrolle eingestellt werden......

Ich wünsche mir das die Betroffenen es selbst schaffen stark zu protestieren, wenn dieser Traum wahr werden würde, dann hätten die Verantwortlichen ein grosses Problem und wir ein viel stärkeres Selbstvertrauen als Solidargemeinschafft, denn ich habe zu den grossen klassischen sozialen Verbänden nicht mehr besonders viel vertrauen.
Eben, der Staat denkt nicht. Wenn er denken würde, wäre ihm aufgefallen, das im Nachhinein ein Verkauf von Staats- und Kommuneneigentum es nur Nachteile gibt, nachdem die "Gelder aus dem Erlös" aufgebraucht wurden, fehlen ihm wieder die Einnahmen aus Mieten, Pachten usw.

Gute Analyse :icon_smile:
 

Rounddancer

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Aber bei den Endsechzigern und Endachtzigern, da gab es doch große Demonstrationen!
Lähmt die Angst vor Arbeitslosigkeit sowohl Hirn und Widerstand?
Nun, ich war 68 mit dabei. Die Proteste damals fußten auf Studenten, die noch Zeit hatten zum Studium,- und sich noch nicht darum sorgen mußten, ob und wo sie nach dem Studium einen Arbeitsplatz bekommen würden.
Ihnen machte "der Mief unter den Talaren" und die Notstandsgesetze mehr Sorgen.

Auch die Arbeiterproteste damals bestanden fast nur aus Studenten,- fast nicht aus Arbeitern. Der deutsche Arbeiter ging weiter morgens um sechs zur Arbeit, quoll zu Massen aus S-Bahnen und Vorortzügen, im rechten Arm die Bild-Zeitung, und in der Hand die Tasche oder den Henkelmann mit dem Vesper. Für sie galt: "Ich halt' mei Gosch', ich schaff' beim Bosch!",- schließlich hatten sie ihr Auskommen, und eine Zukunftsperspektive bei der Firma, auch für Kinder und Enkel.

Auch damals gab es schon Studenten, die stattdessen gezielt an der eigenen Karriere arbeiteten. Die gingen zum RCDS und zur Jungen Union, studierten Jura oder Wirtschaftswissenschaften,- bekamen über das CDU-Netzwerk und den Wirtschaftsrat Praktika und mehr von Unternehmen.
Sie nahmen sich keine Zeit, um sich außerhalb dieser genannten Organisationen zu engagieren. Sie belächelten die, die Geisteswissenschaften, etc. studierten, und sich bei Demos naßspritzen, von Polizisten verprügeln und einbuchten ließen.

Die Proteste der 80er-Jahre, da gingen Studenten auf die Straße, die schon aus Schweden, Dänemark, etc. mitbekommen hatten, daß Akademiker, erst recht geisteswissenschaftliche, künftig vermehrt ohne adäquate Stelle sein würden,- Beispiele waren da die akademischen Taxifahrer in den genannten Ländern.
Die, die Wirtschaftswissenschaften studierten, kümmerten sich weiter mit guten Aussichten um ihre Karrieren, die Jura-Studierenden hatten schon die Probleme zu spüren,- schließlich waren da schon viele Stellen durch die besetzt, die 1968 Jura studierten.

Damals gab es sogar Arbeiterproteste: Die Gewerkschaften fühlten sich stark, waren es auch, sie hatten viele Mitglieder und volle Kassen.
Aber, wer vor Ort war, oder auch die Bilder und O-Töne der Arbeiterdemos mitbekam, die Aktiven dort waren fast nur Ausländer, Gastarbeiter. Die deutschen Arbeiter sahen noch immer ihre Perspektive in ihren Firmen, für sich, die Kinder und Enkel.

Heute? Die Gewerkschaften sind schwach, selbst öffentliche Verwaltungen und viele Betriebe, ja ganze Wirtschaftszweige sind aus der Tarifbindung raus, arbeiten nun mit Haustarifen oder mit Zeitarbeitsunternehmen, mit Minijobbern (die oft noch immer nicht wissen, daß sie auch Rechte haben,- oder das wissen, aber sich nicht trauen, sie geltend zu machen und statt den vier Euros für die Gewerkschaft lieber den Kindern sechs Liter Milch kaufen). Die Menschen haben in der Schröder-Zeit die Gewerkschaft verlassen, sei es, weil sie meinten, sich den Beitrag sparen zu können, oder aus Frust, weil die Gewerkschaften unter Schröder den Schwanz einzogen.

Studenten haben den Druck der Studiengebühren, und die Aussicht, ihr Leben am Existenzminimum verbringen zu müssen,- im Nacken ein Berg Schulden vom Studium. Es werden vermehrt Wirtschaftswissenschaften studiert, aber mit den Zielen Bachelor und Master. Verschult, mit engem Zeitplan, Praktika und Prüfungen unterm Jahr. Und immer die Angst, im Internet Texte, Bilder und Meinungen zu hinterlassen, die ihnen dann das ganze Leben versauen könnten.

Die deutschen Arbeiter, und auch die Angestellten, jeder für sich, hoffen wenigstens in Arbeit bleiben zu können, nicht in Hartz IV fallen zu müssen, die Arbeitslosen, jeder für sich hofft darauf, wieder in Arbeit zu kommen, und auch, daß es möglichst niemand mitkriegt, daß man arbeitslos ist.
Nur nicht öffentlich auffallen, ist die Devise.
Und selbst wenn, dann fehlt hinten und vorne das Geld, und sei es nur die vier Euro sechzig, um von daheim zur Demo und zurück zu kommen.
 

Mario Nette

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Video aus Berlin - Rede von Prof. Grottian: Rede von Peter Grottian am 28. März 2009 | freundeskreis videoclips

edit: War dies schon dabei?: kanalB.org --- letzter clip: 08.04.2009 18:46 --- clips: 1.973 --- userInnen: 65

edit2: Noch eins: Wir zahlen nicht für eure Krise! | freundeskreis videoclips

edit3: Hier gut dokumentiert, wie brachial die *ullen gegen Teilnehmer in Berlin vorgehen und welcher Ton dort herrscht: YouTube - Demo "Wir zahlen nicht für eure Krise" Berlin 28.3.2009

edit4: kiez tv (HD, gute Internetverbindung notwendig): kiez-TV - Filme (hier "normal": YouTube - Großdemo: Wir zahlen nich eure Krise!)

Mario Nette
 

Kaleika

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Ich war Anfangs eine lange Zeit bei den Montagsdemos dabei, nicht nur bei mir in der Nähe, was mich aber immer wieder genervt hat, war die Ideenlosigkeit der Veranstalter (und dann auch noch das "Inbesitznehmen sog. sozialer Parteien). Es war Woche für Woche immer das Gleiche, nichts Neues, kaum neue Reden und immer wieder der gleiche Ablauf.

Das Langweilt und wenn das über längere Zeit so geht, warum sollte man doch noch hingehen? Auch wenn die Reden ab und zu mal etwas "umformuliert" wurden, war es trotzdem immer wieder das Gleiche. Das nervt, langweilt und man verliert die Lust.

Sowas zu machen ist fast wie Marketing, man muß die Leute auch darauf gespannt machen, was beim nächsten Mal passieren könnte. Wissen die Mitstreiter, das sich nur unwesentlich etwas ändert, dann gehen die auch nicht hin. Passiert öfters mal was Neues, sind sie gespannt, erzählen Anderen dann wieder davon, das es Abwechslungsrech ist, wollen die das auch sehen und "nebenbei" erzählt man den Zuschauern, was Hartz IV mit den Löhnen und meinetwegen den Umsätzen der Geschäfte zu tun hat, wie man sich als Betroffener fühlt, mit diesem Gesetz zurecht zu kommen bzw.wie man unter diesen Gesetzen zu leiden hat.

Das fiel mir bei den Demos auf.
Unsere Montagsdemo ist natürlich textlastig wegen der vielen Redebeiträge.
Einige von uns sprechen frei, sodass es lebendiger rüberkommt.
Wir haben auch schon Trompete, Gitarre gespielt, gesungen, Theater gespielt, Kabarett vorgeführt, uns verkleidet, verteilen Brötchen.....
Bei Regen, Kälte oder Hitze sind wir noch weniger und selten kommen mal mehr.
Einige sagen, sie würden ja kommen, wenn nicht die MLPD da wäre. Tolle Ausrede, denn bei uns sind sie ganz "zahm", sorgen wir anderen für die Überparteilichkeit der Bremer Montagsdemo!
Es will mir einfach nicht ins Hirn, wieso 1968 die Bürger wegen einer popeligen Fahrpreiserhöhung wütend auf die Straße gingen und heute vor der Verfolgungsbetreuung kuschen, obwohl es sie ihre Wohnung, ihre Existenz kosten kann!


Nun, ich war 68 mit dabei. Die Proteste damals fußten auf Studenten, die noch Zeit hatten zum Studium,- und sich noch nicht darum sorgen mußten, ob und wo sie nach dem Studium einen Arbeitsplatz bekommen würden.
Ihnen machte "der Mief unter den Talaren" und die Notstandsgesetze mehr Sorgen.

1968 war ich nicht dabei, weil erst elf Jahre alt.

Auch die Arbeiterproteste damals bestanden fast nur aus Studenten,- fast nicht aus Arbeitern. Der deutsche Arbeiter ging weiter morgens um sechs zur Arbeit, quoll zu Massen aus S-Bahnen und Vorortzügen, im rechten Arm die Bild-Zeitung, und in der Hand die Tasche oder den Henkelmann mit dem Vesper. Für sie galt: "Ich halt' mei Gosch', ich schaff' beim Bosch!",- schließlich hatten sie ihr Auskommen, und eine Zukunftsperspektive bei der Firma, auch für Kinder und Enkel.

Die Arbeiter laufen auch heute noch mit eben dieser Gazette unterm Arm herum.

Auch damals gab es schon Studenten, die stattdessen gezielt an der eigenen Karriere arbeiteten. Die gingen zum RCDS und zur Jungen Union, studierten Jura oder Wirtschaftswissenschaften,- bekamen über das CDU-Netzwerk und den Wirtschaftsrat Praktika und mehr von Unternehmen.
Sie nahmen sich keine Zeit, um sich außerhalb dieser genannten Organisationen zu engagieren. Sie belächelten die, die Geisteswissenschaften, etc. studierten, und sich bei Demos naßspritzen, von Polizisten verprügeln und einbuchten ließen.

Die Proteste der 80er-Jahre, da gingen Studenten auf die Straße, die schon aus Schweden, Dänemark, etc. mitbekommen hatten, daß Akademiker, erst recht geisteswissenschaftliche, künftig vermehrt ohne adäquate Stelle sein würden,- Beispiele waren da die akademischen Taxifahrer in den genannten Ländern.
Die, die Wirtschaftswissenschaften studierten, kümmerten sich weiter mit guten Aussichten um ihre Karrieren, die Jura-Studierenden hatten schon die Probleme zu spüren,- schließlich waren da schon viele Stellen durch die besetzt, die 1968 Jura studierten.

Damals gab es sogar Arbeiterproteste: Die Gewerkschaften fühlten sich stark, waren es auch, sie hatten viele Mitglieder und volle Kassen.
Aber, wer vor Ort war, oder auch die Bilder und O-Töne der Arbeiterdemos mitbekam, die Aktiven dort waren fast nur Ausländer, Gastarbeiter. Die deutschen Arbeiter sahen noch immer ihre Perspektive in ihren Firmen, für sich, die Kinder und Enkel.

Heute? Die Gewerkschaften sind schwach, selbst öffentliche Verwaltungen und viele Betriebe, ja ganze Wirtschaftszweige sind aus der Tarifbindung raus, arbeiten nun mit Haustarifen oder mit Zeitarbeitsunternehmen, mit Minijobbern (die oft noch immer nicht wissen, daß sie auch Rechte haben,- oder das wissen, aber sich nicht trauen, sie geltend zu machen und statt den vier Euros für die Gewerkschaft lieber den Kindern sechs Liter Milch kaufen). Die Menschen haben in der Schröder-Zeit die Gewerkschaft verlassen, sei es, weil sie meinten, sich den Beitrag sparen zu können, oder aus Frust, weil die Gewerkschaften unter Schröder den Schwanz einzogen.

Aber hast Du den Eindruck, das sich die Gewerkschaften heute noch für ihr angestammtes Klientel einsetzen? Oder gibt es hier nicht auch schon zu viele "Bosse", die gerne kassieren und sich mit den Unternehmern gut stellen?

Studenten haben den Druck der Studiengebühren, und die Aussicht, ihr Leben am Existenzminimum verbringen zu müssen,- im Nacken ein Berg Schulden vom Studium. Es werden vermehrt Wirtschaftswissenschaften studiert, aber mit den Zielen Bachelor und Master. Verschult, mit engem Zeitplan, Praktika und Prüfungen unterm Jahr. Und immer die Angst, im Internet Texte, Bilder und Meinungen zu hinterlassen, die ihnen dann das ganze Leben versauen könnten.

Unbenommen lastet auf einem immer größer werdenden Anteil derJugend von heute ein beständig wachsender Druck und der bereits angesprochende Schuldenberg.
Aber ich kann es noch immer nicht begreifen, dass sich die meisten fast alles widerstandslos gefallen lassen.
Ich kenne einige Studis, die das jedoch nicht machen und auch zu Demos fahren, die nicht immer nur mit dieser Lebensangst herumlaufen.


Die deutschen Arbeiter, und auch die Angestellten, jeder für sich, hoffen wenigstens in Arbeit bleiben zu können, nicht in Hartz IV fallen zu müssen, die Arbeitslosen, jeder für sich hofft darauf, wieder in Arbeit zu kommen, und auch, daß es möglichst niemand mitkriegt, daß man arbeitslos ist.
Nur nicht öffentlich auffallen, ist die Devise.
Und selbst wenn, dann fehlt hinten und vorne das Geld, und sei es nur die vier Euro sechzig, um von daheim zur Demo und zurück zu kommen.

Nicht alle Erwerbslosen vegetieren am Stadtrand und könnten sehr wohl auch mit dem Rad kommen. Das mache ich doch auch!
Warum benutzen die Leute nicht ihr eigenes Hirn und warum verstehen sie nicht, dass sie auch schon von Hartzz IV betroffen sind, auch wenn sie NOCH in Arbeit sind!?!?!?!?

Ich erinnere noch mal an die Proteste gegen die Fahrpreiserhöhung: in welchem Verhältnis steht sie zur heutigen Problematik, der gezielten Verarmung und die meisten lassen sich alles gefallen!
Ich kann soviel "Lahmarschigkeit" einfach nicht nachvollziehen!
Kaleika
 
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Unsere Montagsdemo ist natürlich textlastig wegen der vielen Redebeiträge.
Einige von uns sprechen frei, sodass es lebendiger rüberkommt.
Wir haben auch schon Trompete, Gitarre gespielt, gesungen, Theater gespielt, Kabarett vorgeführt, uns verkleidet, verteilen Brötchen.....
Bei Regen, Kälte oder Hitze sind wir noch weniger und selten kommen mal mehr.
Einige sagen, sie würden ja kommen, wenn nicht die MLPD da wäre. Tolle Ausrede, denn bei uns sind sie ganz "zahm", sorgen wir anderen für die Überparteilichkeit der Bremer Montagsdemo!
Es will mir einfach nicht ins Hirn, wieso 1968 die Bürger wegen einer popeligen Fahrpreiserhöhung wütend auf die Straße gingen und heute vor der Verfolgungsbetreuung kuschen, obwohl es sie ihre Wohnung, ihre Existenz kosten kann!

Kaleika
obwohl es sie ihre Wohnung, ihre Existenz kosten kann!
vielleicht deswegen, vielleicht wegen dem Desinteresse an politischen Reden. vielleicht weil die Medienarbeit des "Establishment" ganze Arbeit leistet.

1968 gab es weniger TVs, keine PCs, keine Foren und auch einiges anderes mehr bzw. nicht. Ich kann mir vorstellen, das "früher" die Leute eher auf die Strasse gingen, damit sie wirklich "unter Leute kommen" oder weil es keine endlosen Diskussionen um die "richtige Vorgehensweise" gab.

Dazu gibt es heute zu viele Gruppen, die lieber für sich alleine, als mit anderen zusammen etwas auf die Beine stellen. Streitereien unter diesen Gruppen, das ewige Gezänk um "den einzig wahren Weg" und die Leute, die sich weder angesprochen, noch ernst genommen fühlen, ergeben ein Übriges.

Das alles unter einen Hut zu bringen, ist gerade in dieser Zeit kaum noch zu bewältigen.
 

Kaleika

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vielleicht deswegen, vielleicht wegen dem Desinteresse an politischen Reden. vielleicht weil die Medienarbeit des "Establishment" ganze Arbeit leistet.

1968 gab es weniger TVs, keine PCs, keine Foren und auch einiges anderes mehr bzw. nicht. Ich kann mir vorstellen, das "früher" die Leute eher auf die Strasse gingen, damit sie wirklich "unter Leute kommen" oder weil es keine endlosen Diskussionen um die "richtige Vorgehensweise" gab.

Dazu gibt es heute zu viele Gruppen, die lieber für sich alleine, als mit anderen zusammen etwas auf die Beine stellen. Streitereien unter diesen Gruppen, das ewige Gezänk um "den einzig wahren Weg" und die Leute, die sich weder angesprochen, noch ernst genommen fühlen, ergeben ein Übriges.

Das alles unter einen Hut zu bringen, ist gerade in dieser Zeit kaum noch zu bewältigen.
Oh neeeeeee, ich fürchte, dass Du da leider Recht haben könntest. :icon_kotz:

Hhm, die Montagsdemo als Event und die Aktivisten nur noch als Animateure von Passanten? Schwer vorstellbar! :icon_eek:

Andererseit schafen es ja irgendwelche Spaßvögel einmalig möglichst viele (junge) Menschen zu einem bestimmten Ort zu bekommen, um dann auf einer Kreuzung oder auf dem Marktplatz ihr Kopfkissen in die Luft zu werfen oder zur Badeentenregatta als inszeniertem Spektakel an die Weser zu kommen. :confused:
Keine Ahnung, wie so Demos hinzukriegen sein könnten!?!?!?

Kaleika
 
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hallo zusammen,

viele erreichen demo aufrufe gar nicht richtig. trotz großem medienaufwandt. und bei vielen haben die demos von berlin (kreuzberg und co., startbahn west und wackersdorf) einen übelen beigeschmack hinterlassen, und vor allem die erkenntnis: nichts änder sich dadurch.
gewerkschaftsaufrufe? groß blabla und nichts dahinter ein zahnloser tiger.

entsolidarisierung der gesellschaft ist nicht nur ein hohler begriff, es ist eine tatsache. beim arbeitsplatz erhalt wie im standesdünkel, hauptsache besser dastehen als andere. mütter von 42 jahren die meinen mit ihren 16 jährigen töchtern konkurrieren zu können sind da ebenso ein beispiel, wie schon fast alltägliches mobbing am arbeitsplatz oder im verein und in schulen unter schülern.

integration von migranten gehört ebenso dazu, wie die schiere ausgrenzung, die heutzutage als integration verkauft wird. beispiel: behinderte, hübsch in eigenen wohnanlagen, in eigenen behindertenwerkstätten etc. wo ist das bitte integriert in die mitte der gesellschaft. weggesperrt nenne ich das! demoaufrufe erreichen da wirklich niemanden. das ist auch ein teil des problems. warum sollen sich den moslemische mitarbeiter solidarisieren wenn sie eh als potentielle terroristen angesehen werden, oder BWL studenten, wollen doch auch noch mit aktien zocken können...... yuppi läst grüßen, das ist das bild was einige, fast zuviele im kopf haben. oder der grüne gutmensch: ach ich heize lieber mit holz und belaste die umwelt mit enormen feinstaubemissionen, als mir eine zero emission anlage zu installieren (bollerofen 400€, zero emission 4000€). wo sollen denn da noch ZAFs hinpassen oder schlosser mittleren alters mit bandscheibenvorfall. das alles für ein system ds mit anne will und bild regiert, kaum programm unterschiede vorhanden sind.

das problem ist meines erachtens: deutschland ist eine nischengesellschaft, und wird es wohl auch noch zu lange bleiben.

liebe grüße von barbara
 
E

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Oh neeeeeee, ich fürchte, dass Du da leider Recht haben könntest. :icon_kotz:

Hhm, die Montagsdemo als Event und die Aktivisten nur noch als Animateure von Passanten? Schwer vorstellbar! :icon_eek:

Andererseit schafen es ja irgendwelche Spaßvögel einmalig möglichst viele (junge) Menschen zu einem bestimmten Ort zu bekommen, um dann auf einer Kreuzung oder auf dem Marktplatz ihr Kopfkissen in die Luft zu werfen oder zur Badeentenregatta als inszeniertem Spektakel an die Weser zu kommen. :confused:
Keine Ahnung, wie so Demos hinzukriegen sein könnten!?!?!?

Kaleika
Du bekommst doch mehr Leute zu einer LAN-Party zusammen, als zu einer Aktion/Demo.
Viele wollen auch nicht immer wieder hören, wie ernst die ganze Sache ist. Vielleicht bekommen die Spaßmacher auch mehr Leute zusammen, weil es die Menschen ablenkt von ihren Ängsten, Sorgen und Problemen.

Das man die Demos in Spaßveranstaltungen umwandeln müsste, wäre aber so gesehen auch keine Alternative.
 
E

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hallo ihr lieben,

aha, die "flashmobs", eine neue art der community.

hier ein kleines beispiel, anrufen, freunde und bekannte. alle auf zu L**L oder A**di und die wägelchen volladen und dann einfach gehen und vollen wagen stehen lassen. wäre gute aktion gegen die unmenschlichen arbeitsbedingungen. oder bei K**k, umkleide mit 50 klamotten (12 personen reichen) und mehr volhängen....... so könnten sie arbeitsmarktpolitisch genutzt werden, leider zu oft einfach nur ohne politische zielsetzung.

noch ne idee: öffentlicher nahverkehr, was meint ihr wie die blöde gucken, wenn 30 fahrgäste mit cents bezahlen? (ich hab auch schon golfbälle in den neckar geschossen in HD lol).

wären doch auch mal aufrufe im ELO nicht schlecht

liebe grüße von barbara
 
E

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Du bekommst doch mehr Leute zu einer LAN-Party zusammen, als zu einer Aktion/Demo.
Viele wollen auch nicht immer wieder hören, wie ernst die ganze Sache ist. Vielleicht bekommen die Spaßmacher auch mehr Leute zusammen, weil es die Menschen ablenkt von ihren Ängsten, Sorgen und Problemen.

Das man die Demos in Spaßveranstaltungen umwandeln müsste, wäre aber so gesehen auch keine Alternative.
stopp mal. Die Aktion wäre aus meiner Sicht gar nicht verkehrt. Gibt es doch auch sozialkritische Spiele. Das soziale in die Rechner zu bringen, mh... Dabei dürften die Sys anforderungen natürlich nicht zu hoch ausfallen, oder die Rechner würden gestellt. Headsets für die Kommunikation, ist ja mittlerweile alles billiger als Busfahrkarten. Willst du die Idee wirklich nicht weiter verfolgen Sancho? Da steckt einiges drin, imho.

Nur ein Beispiel:
Republic - The Revolution PC Review bei Yahoo! Spiele - Games Guide

Gruss
Zid
 

Rounddancer

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@Kaleika:
Bitte nicht in Quotes schreiben, sondern richtig quoten, und dann drunter schreiben, sonst kann man nicht antworten.

Nun, damals gab es nur zwei Fernsehprogramme, und die waren schwarzweiss, und Fernbedienungen waren kaum verbreitet.

Außerdem konnten damals Studenten noch demonstrieren, weil sie keine Studienzeitbeschränkungen und keine Studiengebühren zu fürchten hatten.
Und Schüler? Für uns waren einige Pfennige viel Geld und darum bestreikten wir auch unseren Schulbäcker, als der bei der Brezel von zehn auf fünfzehn Pfennige aufschlug. Zwangen ihn in die Knie, jedenfalls bis zu unserer Schul-Entlassung im Juli 68. Und Gewerkschaften waren streikfreudiger.

Was danach an der Schule war, kratzte uns nimmer, dann hatten wir andere Sorgen, und waren weit verstreut, weil wir in Xerlei verschiedene Lehrstellen gingen.

Die Position der Gewerkschaften ist noch immer geschwächt, weil sie so viele Mitglieder verloren und noch nicht wieder zurückgewinnen konnten.

Und die Erwerbslosen? Sie sind vereinzelt, kaum einer weiß vom anderen. Und jeder hofft, da wieder rauszukommen.
Dazu kommt der Frust, daß draußen eh alles teuer ist, daß ich für draußen ein Hemd und ne Hose brauche, die danach in die Wäscherei müssen,- während ich daheim im Freizeitanzug rumlaufen kann, der die Waschmaschine verträgt und nicht gebügelt werden muß.

Und der Frust, die Erwartung, daß sich ja eh nichts verändern wird.

Ach ja, ich, um beim Beispiel zu bleiben, kann nicht radfahren (Gleichgewichtsstörungen) und hab auch kein Fahrrad.
 

Kaleika

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stopp mal. Die Aktion wäre aus meiner Sicht gar nicht verkehrt. Gibt es doch auch sozialkritische Spiele. Das soziale in die Rechner zu bringen, mh... Dabei dürften die Sys anforderungen natürlich nicht zu hoch ausfallen, oder die Rechner würden gestellt. Headsets für die Kommunikation, ist ja mittlerweile alles billiger als Busfahrkarten. Willst du die Idee wirklich nicht weiter verfolgen Sancho? Da steckt einiges drin, imho.

Nur ein Beispiel:
Republic - The Revolution PC Review bei Yahoo! Spiele - Games Guide

Gruss
Zid
Aber eine ernste Angelegenheit könnte höchstens durch Kabarett "lustig" in die Öffentlichkeit gebracht werden!
Das ist ganz schön arbeitsintensiv, weil mensch sich daran setzen muss, alle Widrigkeiten durch Absurdität so darzustellen, als ob es auf diese Art genau richtig sei.

Übigens: ????
IMHO
Mail-Abkürzung: "In my humble/honest opinion..." - "Meiner bescheidenen/ehrlichen Meinung nach..."


Kaleika
 
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Aber eine ernste Angelegenheit könnte höchstens durch Kabarett "lustig" in die Öffentlichkeit gebracht werden!
Das ist ganz schön arbeitsintensiv, weil mensch sich daran setzen muss, alle Widrigkeiten durch Absurdität so darzustellen, als ob es auf diese Art genau richtig sei.

Übigens: ????
IMHO
Mail-Abkürzung: "In my humble/honest opinion..." - "Meiner bescheidenen/ehrlichen Meinung nach..."


Kaleika
was meinst du? Natürlich ist es ernst. Aber wir müssen doch Menschen auch begeistern damit sie gerne mitmachen. Erst mal treffen können und dann reden. Das zieht überhaupt nichts ins Lächerliche, sondern ich bin der Meinung das kein Weg unversucht bleiben sollte. Aber vielleicht ist es wirklich wie ihr meint. Wenn ich das richtig verstanden habe.

Gruss
Zid
 

ethos07

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Weshalb das 68' und danach funktioniert hat - die Punkte von Roundancer ergänzend:
wir haben den einmaligen Wirtschaftsboom der 50er Jahrer erlebt oder doch den Nachhall davon mitbekommen in den ersten Jahren - d.h. der Lebensstandard wuchs sozusagen jährlich spürbar, aber die Eltern waren am schaffe, schaffe, Häusle bauen - und im Rest ziemlich verknöchert bis halt autoritär - da hatten wir einen guten Anlass direkt gegen die Elterngeneration aufzubegehren und da waren dann so rel. ungefärhliche Aktionen wie der Rote Punkt oder das offensive Tragen vergammelter Kleidung, das hören lauter Musik Dinge die relative einfach zu bewerkstelligen waren - und noch richtig Empörung und Gegenaktionen der älteren Generation auslösten. Heute guckt man ja kaum mehr bei den ausgefallenstend Outfits und Darbietungen...

* * *

Mit LanParties kenne ich mich gar nicht aus, aber was ich hier auch bereits gut fand, war die Flashaktionen zur Bahnprivatisierung - man taucht kurz vor zwölf als schweigender Haufen irgendwo auf , verteilt schweigend als kleine Performance seine halbe Botschaft mit Hinweis wo die andere Hälfte gefunden werden kann - im Internet oder bei der nächsten Aktion 1 Woche später- und nach 10 verschwindet der Spuk genauso schweigend und schnell wieder von der Bildfläche.
 
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Aber eine ernste Angelegenheit könnte höchstens durch Kabarett "lustig" in die Öffentlichkeit gebracht werden!
Das ist ganz schön arbeitsintensiv, weil mensch sich daran setzen muss, alle Widrigkeiten durch Absurdität so darzustellen, als ob es auf diese Art genau richtig sei.

Übigens: ????
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Kaleika
naja, es gibt ja schon einiges was lustig ist.

http://www.dielinke-kreis-unna.de/uploads/pics/hartz4_materialien.jpg

http://www.sascha-kuehnel.de/Download/Die Hartz 4a.jpg

fand ich doch recht amüsant umgesetzt.

Wer sich mit solchen Grafikprogrammen auskennt, kann ja selbst etwas erstellen.

Es muss ja auch nicht alleine gemacht werden, sondern erstmal einen Ideenpool erstellen und dann etwas daraus machen.

Es gibt bestimmt auch einige, die sarkastisch-lustige Texte schreiben können, vielleicht auch "Multiple-Choice" mit genauso bizarren Antwortmöglichkeiten, die den Arbeitsweisen mancher ARGEn nahe stehen, aber trotzdem rechtswidrig sind. Fragen zum SGB 2 oder so.

Dazwischen Umfragen an die Betroffenen mit ernstem Hintergrund.

Geht aber auch nur zusammen, denn alleine kann man das nicht schaffen.

Nur so ein paar Ideen.
 

Kaleika

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Ja, tolle Ideen, die da grafisch umgesetzt wurden.
Bei uns gibt es auch noch jemanden, der sich immer selbst große Sandwiches bastelt, sie auch leihweise anderen überstreift, auf denen dann so Sachen draufstehen wie: "Frau Merkel, was machen Sie eigentlich beruflich?"
Oder: "Willi Brand würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er sähe, was die SPD heute vertritt." und Ähnliches.

Kaleika
 
E

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Ja, tolle Ideen, die da grafisch umgesetzt wurden.
Bei uns gibt es auch noch jemanden, der sich immer selbst große Sandwiches bastelt, sie auch leihweise anderen überstreift, auf denen dann so Sachen draufstehen wie: "Frau Merkel, was machen Sie eigentlich beruflich?"
Oder: "Willi Brand würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er sähe, was die SPD heute vertritt." und Ähnliches.

Kaleika
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* * *

Mit LanParties kenne ich mich gar nicht aus.
Hallo, ganz kurz::eek:

naja, es gibt viel im internet darüber zu lesen. Aber ich will es hier verkürzt ausdrücken. Völlig verrückte Spieler, gerne auch blutrünstige Killerspieler, treffen sich in fröhlicher Runde um ihrem gemeinsamen Hobby zu fröhnen: nämlich dem sanften drücken der Maustasten und dem hoppeln filligraner Finger über die Tastatur zum Kaffee und zurück, um den nächsten Pixel-Killersoldaten zu ermorden. Vorsicht ich verwende in diesem Text einen martialischen Sarkasmus der seinesgleichen sucht!!

Dabei wird oft gute Musik gehört -auch die Beatles habe ich schon erlebt- es sind mitnichten nur Kids die gerne spielen und dann wird mit anderen über die Spiele geredet. Auch über die, die man nun nicht mehr spielen kann, weil die Eltern kein Geld dafür haben, oder weil man selbst keine Arbeit mit auskömmlichen Lohn findet and so on... NOW we start!

Man hört sich zu, gibt sich auch mal Ratschläge und ist meiner Meinung nach sehr weltoffen. Es gibt kaum eine Szene die weniger mit Fremdenfeindlichkeit zu tun hat, als die der leidenschaftlichen Spieler. Es sei denn sie werden auch schon wieder unterwandert.

Das Entscheidende aber ist, es ist eine solch ausgeprägte gemeinsame Leidenschaft, dass sogar mal bei einem Bekannten der eine LAN Party veranstaltet hat hängen geblieben wird. Weil es einfach nicht mehr geht. Weil man z.B. zu Müde zum Autofahren ist, oder zuviel Gerstenlimonade getrunken hat, whatever. Und da lernt man sich wirklich mal kennen. Nicht das was ihr jetzt denkt, tsssss...

sondern es geht auch um Politik, ob man es will oder nicht. Es ist ein Teil der gesamten Kultur sich auch fragen zu müssen, kann ich Morgen überhaupt noch mitmachen? Bei dem was so gemacht wird.... Was ist wenn der Strom nicht mehr bezahlt werden kann? Was wenn ich die Kündigung vom Chef meiner Firma bekomme? Von der Maurerin bis zum Friseur ist hier alles vertreten. Und sie haben dieselben Sorgen, die auch hier im Forum zum Ausdruck kommen. Aber man sieht sich. Irgendwie ist es geschützter und es findet sich schnell ein Zugang zueinander, denn man hat eine Gemeinsamkeit im Guten(!) Das ist wichtig. IMHO:cool:

Doch hier müssen wir auch differenzieren. Es gibt Kids, oder auch seltsame Menschen, die anderen gerne mit ihren neuesten Maschinen den Neid in die Augen treiben wollen. Klappt dies nicht, wird auch gerne mal gestänkert. Das sind die, die wir schon im real life als Leihunternehmer oder sonstwas kennen.

Das sind aber eben die um die es nicht gehen sollte. Sondern es geht um die, die über das Spiel -das wie ich schon schrieb nicht die neuesten Rechner erfordern darf- zueinander finden. Es ist etwas neues. Aber nichts schlechtes. Es hat eine starke soziale Komponente.

Die Spieleauswahl sollte bei Politik Themen sensibel vorgenommen werden. Es darf kein tumbes Ballern sein. Sondern sollte Geist, Intelligenz, Mut und soziales Engangement erfordern. Und darf nur ein Teil des Abends sein. Mischen würde ich das ganze mit Reden, Fragen, Antworten. Die Frage muss sein: was resultiert aus meinem Handeln für die Welt ganz konkret? Nicht nur das schlechte. Sondern besonders, was kann ich gutes bezwecken, wenn ich eine Demo auf die Beine stelle, oder mitgehe und mich engagiere? Deratige Fragen halt.

Die Antworten können dann aus dem Spiel heraus natürlich mit menschlicher Hilfe gegeben werden. Das muss sich alles auch durch das Spiel und den Abend reflektieren können. Erfahren, begreifen und spielen. So wie Bücher und Autos mit guter Musik.

@sancho die Ideen sind gut!
 

ethos07

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Hi Zid, gute Beschreibung - danke. Ja, mit den entsprechenden Spielvorlagen bestimmt eine spannende Sache - kann ich mir gut vorstellen. Es ist ja schon ein Fort-Schritt, dass sich die Spieler für etwas gemeinsames wieder treffen und sich direkt austauschen.

Ob allerdings die Spannung die ein bereits vorerzeugtes Spiel erzeugen kann auch auf die politische Arbeit übertragen werden kann? Bei letzterer muss man ja nach wie vor recht mühsam und kleinteilig erstmal selber Hand anlegen, bis etwas recht kurzfristig dann 'Spannungsreiches' zustande kommen kann - und dafür, scheint mir, haben viele heute keine Geduld mehr, weil alles flugs aus dem Internet zu fliegen scheint.

Ausser halt die re-vo-lu-tion... :))
 
E

ExitUser

Gast
Hallo, ganz kurz::eek:

naja, es gibt viel im internet darüber zu lesen. Aber ich will es hier verkürzt ausdrücken. Völlig verrückte Spieler, gerne auch blutrünstige Killerspieler, treffen sich in fröhlicher Runde um ihrem gemeinsamen Hobby zu fröhnen: nämlich dem sanften drücken der Maustasten und dem hoppeln filligraner Finger über die Tastatur zum Kaffee und zurück, um den nächsten Pixel-Killersoldaten zu ermorden. Vorsicht ich verwende in diesem Text einen martialischen Sarkasmus der seinesgleichen sucht!!

Dabei wird oft gute Musik gehört -auch die Beatles habe ich schon erlebt- es sind mitnichten nur Kids die gerne spielen und dann wird mit anderen über die Spiele geredet. Auch über die, die man nun nicht mehr spielen kann, weil die Eltern kein Geld dafür haben, oder weil man selbst keine Arbeit mit auskömmlichen Lohn findet and so on... NOW we start!

Man hört sich zu, gibt sich auch mal Ratschläge und ist meiner Meinung nach sehr weltoffen. Es gibt kaum eine Szene die weniger mit Fremdenfeindlichkeit zu tun hat, als die der leidenschaftlichen Spieler. Es sei denn sie werden auch schon wieder unterwandert.

Das Entscheidende aber ist, es ist eine solch ausgeprägte gemeinsame Leidenschaft, dass sogar mal bei einem Bekannten der eine LAN Party veranstaltet hat hängen geblieben wird. Weil es einfach nicht mehr geht. Weil man z.B. zu Müde zum Autofahren ist, oder zuviel Gerstenlimonade getrunken hat, whatever. Und da lernt man sich wirklich mal kennen. Nicht das was ihr jetzt denkt, tsssss...

sondern es geht auch um Politik, ob man es will oder nicht. Es ist ein Teil der gesamten Kultur sich auch fragen zu müssen, kann ich Morgen überhaupt noch mitmachen? Bei dem was so gemacht wird.... Was ist wenn der Strom nicht mehr bezahlt werden kann? Was wenn ich die Kündigung vom Chef meiner Firma bekomme? Von der Maurerin bis zum Friseur ist hier alles vertreten. Und sie haben dieselben Sorgen, die auch hier im Forum zum Ausdruck kommen. Aber man sieht sich. Irgendwie ist es geschützter und es findet sich schnell ein Zugang zueinander, denn man hat eine Gemeinsamkeit im Guten(!) Das ist wichtig. IMHO:cool:

Doch hier müssen wir auch differenzieren. Es gibt Kids, oder auch seltsame Menschen, die anderen gerne mit ihren neuesten Maschinen den Neid in die Augen treiben wollen. Klappt dies nicht, wird auch gerne mal gestänkert. Das sind die, die wir schon im real life als Leihunternehmer oder sonstwas kennen.

Das sind aber eben die um die es nicht gehen sollte. Sondern es geht um die, die über das Spiel -das wie ich schon schrieb nicht die neuesten Rechner erfordern darf- zueinander finden. Es ist etwas neues. Aber nichts schlechtes. Es hat eine starke soziale Komponente.

Die Spieleauswahl sollte bei Politik Themen sensibel vorgenommen werden. Es darf kein tumbes Ballern sein. Sondern sollte Geist, Intelligenz, Mut und soziales Engangement erfordern. Und darf nur ein Teil des Abends sein. Mischen würde ich das ganze mit Reden, Fragen, Antworten. Die Frage muss sein: was resultiert aus meinem Handeln für die Welt ganz konkret? Nicht nur das schlechte. Sondern besonders, was kann ich gutes bezwecken, wenn ich eine Demo auf die Beine stelle, oder mitgehe und mich engagiere? Deratige Fragen halt.

Die Antworten können dann aus dem Spiel heraus natürlich mit menschlicher Hilfe gegeben werden. Das muss sich alles auch durch das Spiel und den Abend reflektieren können. Erfahren, begreifen und spielen. So wie Bücher und Autos mit guter Musik.

@sancho die Ideen sind gut!
wobei mir solche Spiele wie "Second-Life" oder "Sims" irgendwie einfallen. Wer Spieledesigner ist, könnte daraus was machen, aber was wird aus den
Laien, die nicht mal richtig mit solchen Spielen umgehen können? Ich hatte mal eine Demo von den Sims und mir hat es nicht so gefallen.

"Menschen-Schach" oder "Hartz IV Monopoli" mit Ereigniskarten wie "Du bekommst einen Ein-Euro-Job, was machst Du?" oder "Du bekommst eine rechtwidrige Sanktion, wie kann man sich am Besten dagegen wehren". Dann noch Gemeinschaftskarten wie "Du machst bei einer Demo mit, auf welcher Seite bist Du? a.) bei den Randalierern, dann 3 Felder zurück, bei den Gewerkschaften, eine Runde aussetzen" usw.

"Spiel, Spannung und etwas dabei lernen" 3 Dinge auf einmal! :icon_mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
wobei mir solche Spiele wie "Second-Life" oder "Sims" irgendwie einfallen. Wer Spieledesigner ist, könnte daraus was machen, aber was wird aus den
Laien, die nicht mal richtig mit solchen Spielen umgehen können? Ich hatte mal eine Demo von den Sims und mir hat es nicht so gefallen.

"Menschen-Schach" oder "Hartz IV Monopoli" mit Ereigniskarten wie "Du bekommst einen Ein-Euro-Job, was machst Du?" oder "Du bekommst eine rechtwidrige Sanktion, wie kann man sich am Besten dagegen wehren". Dann noch Gemeinschaftskarten wie "Du machst bei einer Demo mit, auf welcher Seite bist Du? a.) bei den Randalierern, dann 3 Felder zurück, bei den Gewerkschaften, eine Runde aussetzen" usw.

"Spiel, Spannung und etwas dabei lernen" 3 Dinge auf einmal! :icon_mrgreen:

:icon_lol::icon_lol::icon_lol: das solltest du weiter entwickeln @Sancho

Edit:ich helf dir auch beim austarieren des balancings
 
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