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Demo gegen die Krise 28. März 2009

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dr.byrd

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#1
Liebe Leute

das Berliner Bündnis, dass die Demo am 28.3. unter dem Motto: "Wir
zahlen nicht für eure Krise"
vorbereitet, bitte um Eure Unterstützung:

Da die Demos am 28.3. in Berlin und FFM bundesweite Demos sind, heißt
das auch, dass sie eben nicht nur Städte-Demos sein sollen. Berlin
wird zuständig sein für die Region "Ost-Nord".

Aus diesem Grund lädt das Berliner Bündnis für den 31.1. nach Berlin
zu einem ersten Regionaltreffen ein, da soll es um die Beteiligung aus
den beiden großen Regionen gehen, Mitgestaltung und Mobilisierung.

Deswegen bittet das Bündnis alle, die Einladung zum Regionaltreffen zu
streuen, nicht notwendigerweise in Berlin (die können zu den
regelmässigen Berliner Bündnistreffen kommen) sondern an Gruppen aus
der Region Nord-Ost.

Also, bitte weiterleiten, je breiter die Mobilisierung desto besser.

Danke für eure Unterstützung

Einladung zum Beratungs- und Mobilisierungstreffen am Sonnabend, 31.
Januar 2009, 12.00h in Berlin "Wir zahlen nicht für Eure Krise"
Demonstration am 28. März 2009 in Berlin und Frankfurt/M

Liebe FreundInnen und MitstreiterInnen,

für den 28.März 2009 sind in Berlin und Frankfurt/M. zwei bundesweite
Demonstrationen unter dem Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise"
geplant.

Parallel zur Zuspitzung der weltweiten Wirtschaftskrise haben sich
bereits Ende letzten Jahres verschiedene Initiativen für einen
Neuanfang der Sozialproteste getroffen. Wir wollen nicht darauf warten,
bis die Folgen und Kosten der Krise in allen Haushalten, Firmen und
auf der Straße angekommen sind. Wir wollen keine Krisenbewältigung auf
unsere Kosten - und [auch] nicht auf Kosten unserer Nachbarn, auch im
globalen Süden. Wir wollen jetzt einen gemeinsamen Prozess eröffnen,
der über die Wahlen im 'Superwahljahr' 2009 hinausweist und die
Legitimation der 'Krisenverwalter' in Frage stellt.
Zur Vorbereitung dieser Demonstrationen haben sich am 06. Januar 2009
VertreterInnen verschiedener Initiativen getroffen und die beiden Orte
für die Demonstrationen und den Termin vereinbart.
Auch in Paris haben sich am Wochenende um den 11.01.09 Vertreter aus
ganz Europa von Gewerkschaften, der sozialen Opposition, von
globalisierungskritischen- und Umweltgruppen, Nord- Süd- und
-Migrantenorganisationen, der Frauenbewegung und von Schüler- und
Studentengruppen getroffen.
Auch ist die Demonstration zum Treffen der G 20 in London auf den
28.03.2009 vorverlegt worden.

Der 28.03. 2009 ist damit ein gemeinsamer Europäischer Aktionstag -
die Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/M. am 28.03.09 sind Teil
einer europäischen Mobilisierung mit internationalem Charakter gegen
die globale Krise.

Mobilisierungs- und Vorbereitungstreffen für die Regionen Nord- und
Ost-Deutschland in Berlin

Für die Regionen Nord und Ost (Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein,
Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg,
Sachsen-Anhalt, Sachsen und Teile Thüringens) soll die Demonstration
als Teil der europäischen Mobilisierung in Berlin stattfinden.
Zur Organisation der Demonstration in Berlin hat sich ein
Vorbereitungskreis gebildet. Da die Demo aber eine gemeinsame Aktion
und nicht nur die Angelegenheit einer Stadt ist, laden wir zur
Vorbereitung und Organisation der Demonstration zu einem gemeinsamen
Beratungs- und Mobilisierungstreffen ein: Gruppen und Organisationen
aus dem Bereich der Sozialpolitik, Gewerkschaften,
Arbeitsloseninitiativen, SchülerInnen und Studierendenorganisationen,
MigrantInnenorganisationen Klimapolitische Gruppen, und anderen linken
Zusammenhängen.

Beratungs- und Mobilisierungstreffen:
Sonnabend, 31. Januar 2009, um 12.00h im OMAYRA, Engeldamm 68, 10179
Berlin ( Stationen S und DB Ostbahnhof, U-Bhf. Heinrich-Heine-Str.)
- eine Anfahrtsskizze findet Ihr demnächst unter
www.kapitalismuskrise.org - Kontakttelefon: 01577 9758447

T0-Vorschlag:
1. Austausch zum Diskussionsstand in den verschiedenen Städten und
Regionen. Welche Gruppen sind am Projekt interessiert, welche Ziele
wollen wir erreichen.
2. Stand der bundesweiten Debatte zum gemeinsamen Aufruf.
3. Organisatorische Absprachen, Mobilisierung und Gruppen in
Städten und Regionen.
Bitte kommt zur gemeinsamen Beratung nach Berlin!

Die Berliner Vorbereitungsgruppe
 

dr.byrd

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#2
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Liebe Freundinnen und Freunde,

Liebe Genossinnen und Genossen,

die meisten von Euch wissen längst von den geplanten Demonstrationen gegen
die Weltwirtschafts- und Finanzkrise, die am 28.3. unter dem Motto "Wir
zahlen nicht für Eure Krise - Für eine solidarische Gesellschaft" in Berlin
und Frankfurt/M. aber auch in anderen europäischen Städten stattfinden soll.
Die Demonstrationen sollen Auftakt einer Vielzahl von Protesten und Aktionen
für das Jahr 2009 bilden. Sie sind auch Auftakt einer Aktionswoche gegen
Krise und Krieg, die am 28.3. 2009 beginnt und mit den No-Nato-Protesten
Anfang April in Straßburg und Baden-Baden endet. Es ist wichtig, dass die
Demos am 28.3. ein eindrucksvolles Zeichen setzen!

In Deutschland haben sich schon im Dezember 2008 in Berlin und Anfang Januar
2009 in Frankfurt/M. (als bundesweite Initiative) Bündnisse gebildet, um
diese Demonstrationen vorzubereiten. Am 10./11. Januar haben sich 150
zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bewegungen in Paris getroffen.
Diese Organisationen rufen aus Anlass des G20 Treffens am 2. April in London
zu einem Europäischen Aktionstag mit Demonstrationen in vielen Städten am
28.3.2009 auf (siehe die "Pariser Erklärung" im Anhang).

An allen Bündnistreffen haben von vornherein auch immer Mitglieder der
LINKEN, der Fraktion, der Linksjugend solid und des SDS teilgenommen. Auch
der Parteivorstand begrüßt diese Initiative für bundesweite
Bündnisdemonstrationen zur Krise und hat am 19.1. beschlossen, sich in den
Bündnisprozess einzubringen und an den Demos zu beteiligen (PV Beschluss vom
19.1.2009;
http://die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand_20082010/bes
chluesse/
<http://die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand_20082010/be
schluesse/> ). In der Fraktion DIE LINKE. hat es erste Treffen gegeben, um
darüber zu beraten, wie Fraktion und Abgeordnete sich in den Prozess
einbringen können.

Informationen zu Beschlüssen, parlamentarischen Initiativen,
Positionspapieren und Aktivitäten der Fraktion findet Ihr unter:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag - zur internationalen Finanzkrise
<http://www.linksfraktion.de/finanzkrise.php> , der Partei unter:
DIE LINKE: Aktuell <http://die-linke.de/> .

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Euch, Euch an den Demonstrationen zu
beteiligen und diese konkret zu unterstützen:

* Der PV bittet die Landes- und Kreisverbände in Zusammenarbeit mit
den sozialen Initiativen und Friedensbewegungen dafür zu sorgen, dass die
Mobilisierung sicher gestellt ist. Verbreitet dieses Information weiter,
geht zu Bündnistreffen und unterstützt neue Bündnisinitiativen. Gerade weil
die Demonstrationen am 28.3. auch als Auftakt für weitere Aktivitäten im
Jahr 2009 zur bzw. gegen die Finanz- und Weltwirtschaftskrise ist die
Formierung lokaler und regionaler Bündnisse so entscheidend.
* Damit die Demonstrationen nicht nur Städtedemos werden, muss die
Mobilisierung in die Regionen Nord-Ost (Berlin) und Süd-West (FFM) getragen
werden. In Berlin wird deshalb ein erstes Regionaltreffen am 31.1.2009 von
12.-17.00 Uhr in Berlin stattfinden. Weitere Informationen dazu findet Ihr
in dem angehängten Einladungsschreiben des Berliner Bündnisses (oder unter:
www.kapitalismuskrise.org <http://www.kapitalismuskrise.org/> ). Noch gibt
es kein entsprechendes Regionaltreffen für die Region Süd-West. Wenn es neue
Infos gibt, werden wir Euch informieren.
* Ab nächster Woche wird es vermutlich einen vorläufigen
Bündnis-Aufruf geben, der am 8.2.2009 bei dem nächsten bundesweiten
Bündnistreffen verabschiedet wird. Diskutiert in Euren Gruppen, Verbänden
und Zusammenhängen und gebt diesen dann auch an andere Gruppen weiter.
* Am 8.2.2009 seit Ihr alle zum zweiten bundesweiten Bündnistreffen
nach Frankfurt/M. eingeladen (11.-16.00 Uhr im DGB Haus, Wilhelm-Leuschner
Str.); am 7.2. könnt Ihr von 11.-17.00 Uhr in der IG Metall
Vorstandsverwaltung (Frankfurt/M, Wilhelm-Leuschner Str. 79) über die Krise,
über Alternativen und Antworten mit anderen zivilgesellschaftlichen Kräften
diskutieren (Informationen unter: www.wissentransfer.info
<http://www.wissentransfer.info/> ).

Generell gibt es gute Möglichkeiten sich über den Bündnisstand zu
informieren.

* Auf der Webseite des Berliner Bündnisses gibt es Protokolle der
Treffen sowie aktuelle Informationen (www.kapitalismuskrise.org
<http://www.kapitalismuskrise.org/> ). Wahrscheinlich wird diese Webseite
zur allgemeinen Bündnis-Webseite. Weitere Informationen findet Ihr auch bei
Labournet unter:
Initiativen für eine zentrale Demonstration 2009 der Linken zur Finanz- und Wirtschaftskrise
<http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2009/finanzkrise.html> .

* Das bundesweite Bündnis hat eine Mailingliste eingerichtet, in die
sich alle Interessierte eintragen können, um Diskussionen zu verfolgen und
den aktuellen Stand zu erfahren
(https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/krisenprotest). Auch das
Berliner Bündnis hat eine Mailingliste zur Vorbereitung der Demo
eingerichtet (Anmeldungen an: info@gruppe-soziale-kaempfe.org
<mailto:info@gruppe-soziale-kaempfe.org> ).

Weitere Informationen werden folgen. U.a. auch für die Mitte Mai geplante
Demo des DGB Bundes in Berlin
(http://www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=335
9
<http://www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=335
9> ).

Heute wollten wir Euch nur vorab über die Ideen für bundesweite und
europäische Demonstrationen und Aktivitäten zur Finanz- und
Weltwirtschaftskrise sowie zur Aktionswoche Gegen Krieg und Krise
informieren. Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung
(kontaktstelle@linksfraktion.de <mailto:kontaktstelle@linksfraktion.de> ,
florian.moritz@linksfraktion.de <mailto:florian.moritz@linksfraktion.de>
oder ulla.loetzer@bundestag.de <mailto:ulla.loetzer@bundestag.de> )

Mit solidarischen Grüßen und in der Hoffnung auf einen eindrucksvollen
Auftakt unter klarem Einschluss der LINKEN

Corinna Genschel
 

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ethos07

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#3
Wurde das heute in dieser Form verabschiedet auf dem offenen Berliner Bündnistreffen??
Kann ich mir kaum vorstellen, dass die DiLi sich da soo in den Vordergrund drängeln konnte, dass die vielen anderen Strömungen nun bereits sozusagen nur noch am Händchen genommen werden...

Der PV bittet die Landes- und Kreisverbände in Zusammenarbeit mit
den sozialen Initiativen und Friedensbewegungen dafür zu sorgen, dass die
Mobilisierung sicher gestellt ist. Verbreitet dieses Information weiter,
geht zu Bündnistreffen und unterstützt neue Bündnisinitiativen.
... und wir hier längst bestens vorbereite DiLi-Statements unmittelbar hinterher hören, wie die 'Parteisoldaten' uns per Akklamationen vereinnahmen sollen, damit alles wie gehabt formiert abläuft.
Aber so ist das halt mit Parteien. Schade eigentlich.

dr. byrd, ich denke, der von dir eingestellte Aufruf müsste deutlich als Aufruf der DiLi und nicht des Bündnisses gekennzeichnet werden?

Oder täusche ich mich da tatsächlich? Ich war ja leider nicht da.

Und noch ein Bitte: solche mitgebrachten, vorgefertigten Textblöcke immer als ZITAT kennzeichnen. Du als dr. byrd sprichst ja immerhin noch nicht ganz so DiLi-haft ;-).
 
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#4
...die DiLi sich da soo in den Vordergrund drängeln konnte, dass die vielen anderen Strömungen nun bereits sozusagen nur noch am Händchen genommen werden...
... und wir hier längst bestens vorbereite DiLi-Statements unmittelbar hinterher hören, wie die 'Parteisoldaten' uns per Akklamationen vereinnahmen sollen, damit alles wie gehabt formiert abläuft...Schade eigentlich.
Ohne Kommentar.
 

ethos07

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#5
ooh, da hat Gavroche aber nochmals kräftig 'nachformatiert'.... :)

@ dr.byrd - ich weiss ja, dass du es nicht so garstig stramm meinst, wie nun halt solche DiLi-Verlautbarungen in 'parteigeschulten' und längst parteiüberdrüssigen Ohren ankommen
- und du privat zur Zeit ja auch gut dein Päckchen zu tragen hast.

Also: in kritischer Solidarität geht's weiter! Und wenn die von dir mit so viel Herzblut vorangebrachte neue LAG für uns Erwerbslose Verbesserungen bewirkt, bin ich die letzte, die da dagegen wäre.
 

Rounddancer

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#6
Jedenfalls kam bei mir heute eine Rundmail, daß ver.di Stuttgart Busse organisiere zur Demo am 28.03. nach Frankfurt. Abfahrt voraussichtlich zwischen 8 und 9 Uhr, ver.di-Mitgliedern kostet die Fahrt nichts.

Anmelden solle man sich dazu bei ver.di Stuttgart.
 

Mario Nette

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#7
Die Leute von ver.di-Stuttgart scheinen ja recht schnell zu sein, wurde doch auf einem Berliner Plenum eingeworfen, dass der durch seine Größe doch etwas träge Apparat immer ein paar Wöchelchen braucht, um anzuspringen und daher der 28.03.2009 zu knapp sei.

Mario Nette
 

dr.byrd

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#8
Wurde das heute in dieser Form verabschiedet auf dem offenen Berliner Bündnistreffen??
Kann ich mir kaum vorstellen, dass die DiLi sich da soo in den Vordergrund drängeln konnte, dass die vielen anderen Strömungen nun bereits sozusagen nur noch am Händchen genommen werden...

... und wir hier längst bestens vorbereite DiLi-Statements unmittelbar hinterher hören, wie die 'Parteisoldaten' uns per Akklamationen vereinnahmen sollen, damit alles wie gehabt formiert abläuft.
Aber so ist das halt mit Parteien. Schade eigentlich.

dr. byrd, ich denke, der von dir eingestellte Aufruf müsste deutlich als Aufruf der DiLi und nicht des Bündnisses gekennzeichnet werden?

Oder täusche ich mich da tatsächlich? Ich war ja leider nicht da.

Und noch ein Bitte: solche mitgebrachten, vorgefertigten Textblöcke immer als ZITAT kennzeichnen. Du als dr. byrd sprichst ja immerhin noch nicht ganz so DiLi-haft ;-).
Sorry, ich dachte das wäre klar als Brief von Corinna Genschel (Kontaktstelle Soziale Bewegungen. Fraktion DIE LINKE im Bundestag) erkennbar.

Ich habe den Brief eigentlich nur reingesetzt, weil mal alle Links zu den wichtigen Adressen zur weiteren Information incl. Mailinglists enthalten sind. Dass DIE LINKE hier mobilisiert ist doch wohl klar.

Anbei noch das Protokoll des letzten Bündnistreffens vom 23.01.09.

Ich kann euer Misstrauen ja verstehen. Aber wenn wirklich 100 000 Leute auf die Straße gebracht werden sollen, wird es ohne die Gewerkschaften und ohne DIE LINKE nicht funktionieren. Da muss z.B auch Geld aufgetrieben werden.
 

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dr.byrd

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#9
Die Leute von ver.di-Stuttgart scheinen ja recht schnell zu sein, wurde doch auf einem Berliner Plenum eingeworfen, dass der durch seine Größe doch etwas träge Apparat immer ein paar Wöchelchen braucht, um anzuspringen und daher der 28.03.2009 zu knapp sei.

Mario Nette
Man kann es in der gleichgeschalteten bundesdeutschen Presse noch nicht so richtig lesen. Aber was meinst Du was z.Z. in den Betrieben los ist? Da brodelt es. Wenn die Gewerkschaften nicht schnell in die Gänge kommen, dann fliegt ihnen der Laden um die Ohren.

Da ist eher die Frage, ob der 28.03.09 nicht viel zu spät ist? Ob die Ereignisse nicht alle Organisatoren überholen werden?
 

ethos07

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#10
Aber wenn wirklich 100 000 Leute auf die Straße gebracht werden sollen, wird es ohne die Gewerkschaften und ohne DIE LINKE nicht funktionieren. Da muss z.B auch Geld aufgetrieben werden.
Das ist schon klar. Aber um so wichtiger ist es, dass du als Parteimitglied kommunizierst und in den Vordergrund rückst, dass es ein Bündnis ist, in dem viele Kerne weit über diese traditionellen und halt reichlich verknöcherten Denk- u. Organisationsformen der DiLi hinausweisen. Oder zumindest dies versuchen. (So schön die Werbewelt der DiLi und ihre Geldtöpfe auch immer sein mögen.)

100 000 Leute in aller Ehren. Aber doch viel wichtiger als ihre nackte Anzahl ist der strikte Wille jedes einzelnen und aller dieser 100 000 zusammen, die aktuellen Verhältnisses des Wirtschaftens und des sozialen Zusammenlebens zum tanzen zu bringen und darüber hin zu einer solidarischeren Ökonomie zu gelangen.
 

dr.byrd

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#11
Das ist schon klar. Aber um so wichtiger ist es, dass du als Parteimitglied kommunizierst und in den Vordergrund rückst, dass es ein Bündnis ist, in dem viele Kerne weit über diese traditionellen und halt reichlich verknöcherten Denk- u. Organisationsformen der DiLi hinausweisen. Oder zumindest dies versuchen. (So schön die Werbewelt der DiLi und ihre Geldtöpfe auch immer sein mögen.)
Nun ich denke, das habe ich mit meinen bisherigen Postings zu diesem Thema getan. Selbst der Brief von Corinna, der ja in erster Linie in die Partei informieren soll, informiert zu 90% über das Bündnis.

Und wie gesagt, ich habe den Brief nur hier reingesetzt, damit sich möglichst viele über den Stand des Bündnisses informieren können und mal alle wichtigen Links haben, um sich zukünftig selbst ein Bild über den Diskussionsstand machen können.
 

Tinka

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#12
Aufruf: Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft

junge Welt dokumentiert den Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen in Berlin und Frankfurt am Main am internationalen Ak­tionstag zum Weltfinanzgipfel Samstag, 28. März 2009:

Der Kapitalismus steckt in seiner schlimmsten Krise seit 1929. Sie hat verschiedene Gesichter: die Beschleunigung des Klimawandels, Kriege um den Zugang zu Rohstoffen, Hungerrevolten, Finanzmarkt-Crash und Rezession. Ausgehend von den Industrieländern wird auch der globale Süden hart getroffen, weil noch weniger Mittel für Klimaschutz und Entwicklung bleiben und weil die globale Konkurrenz um Märkte und Profit noch brutaler zu werden droht. Millionen Menschen verlieren ihre Arbeit, ihre Wohnungen und ihre Lebensperspektiven.

Zeit für Systemwechsel – Für eine solidarische Gesellschaft

Die Entfesselung des Kapitals und der erpresserische Druck der Finanzmärkte haben sich als zerstörerisch erwiesen. Ein anderes Weltwirtschaftssystem ist nötig. Eines, das Mensch und Natur dient, das auf den Prinzipien globaler Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit und demokratischer Kontrolle aufbaut. Dazu gehört, daß Bildung, Gesundheit, Alterssicherung, Kultur und Mobilität, Energie, Wasser und Infrastruktur nicht als Waren behandelt werden, sondern als gesellschaftliche Leistungen, die allen Menschen zur Verfügung stehen müssen.

Die Reichen und Profiteure sollen zahlen

Wir wollen, daß die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. Das globale private Geldvermögen hat im Jahr 2007 die Summe von 105 Billionen Dollar erreicht und ist in acht Jahren um 50 Prozent angestiegen. Das ist das Ergebnis einer massiven Umverteilung von unten nach oben, von Süd nach Nord, von den Beziehern von Lohn-(Ersatz-)einkommen zu den Kapital- und Vermögensbesitzern. Den Banken und Fonds war kaum ein Risiko zu groß im Kampf um die höchsten Renditen. Etwa ein Tausendstel der Weltbevölkerung hat davon besonders profitiert. Die Milliarden, die jetzt zur Sanierung des Finanzsektors ausgegeben werden, dürfen nicht auf Kosten der großen Mehrheit gehen. (...)

Wir überlassen den Herrschenden nicht das Feld

Der Weltfinanzgipfel der G20 setzt auf alte Strukturen und Machtverhältnisse. Die Regierungsberater, Wirtschaftsvertreter und Lobbyisten sind nicht vor Scham im Boden versunken, sondern betreiben weiter ihre Interessenpolitik. Um Alternativen durchzusetzen, sind weltweite und lokale Kämpfe und Bündnisse (wie z.B. das Weltsozialforum) nötig – für soziale, demokratische und ökologische Perspektiven. Die Demonstrationen am internationalen Aktionstag zum G-20-Gipfel sind erst der Anfang.

Menschen vor Profite

Wir demonstrieren für Sofortmaßnahmen, die den Opfern der Krise helfen, aber gleichzeitig den ökologischen und demokratischen Umbau der Wirtschaft vorantreiben – als Schritte auf dem Weg in eine solidarische Gesellschaft:

– Für umfangreiche Investitionsprogramme in Bildung, Umwelt- und Klimaschutz, öffentliche Infrastruktur und Gesundheit.

– Für einen sozialen Schutzschirm für Beschäftigte, Erwerbslose und Rentner: armutsfester gesetzlicher Mindestlohn. Weg mit Hartz IV und Agenda 2010, für sofortige existenzsichernde Erhöhung des Eckregelsatzes. Weg mit der Rente mit 67, für armutsfeste Renten ohne Lebensarbeitszeitverlängerung. Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht statt Massenentlassungen und Arbeitslosigkeit. (...)

– Dafür, daß die Profiteure die Kosten der Krise bezahlen: Mit einer Sonderabgabe auf große Vermögen und einer Millionärssteuer. Der Bankenrettungsfonds muß von den Banken finanziert werden. Eine »Bad Bank«, die lediglich die Verluste sozialisiert, darf es nicht geben.

– Für die demokratische Ausrichtung von Wirtschaft und Banken. Der private Bankensektor muß gesellschaftlich kontrolliert und am öffentlichen Interesse orientiert werden. Die Steueroasen sind endlich zu schließen; Banken, die dort arbeiten, müssen bestraft werden. Das weltweite Finanzsystem muss reguliert und demokratisch kontrolliert werden. Hedgefonds und andere spekulative »Instrumente« sind zu verbieten. Betriebe, die öffentliche Finanzhilfe bekommen, dürfen nicht entlassen. Die Beschäftigten brauchen Veto-Rechte bei grundlegenden wirtschaftlichen Entscheidungen.

– Die Krise darf nicht auf die Menschen des globalen Südens und die Natur abgewälzt werden. Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe und den weiteren Raubbau sind überfällig und müssen schnell umgesetzt werden. (...)

Krise und Krieg

Über eine Billion Euro werden weltweit für Rüstung vergeudet – zwei Drittel davon in den NATO-Ländern. Und: Die kapitalistische Krise erhöht die Gefahr, daß Kriege geführt werden. Deshalb demonstrieren wir am 3. und 4. April beim NATO-Jubiläum in Strasbourg/Baden-Baden gegen Krise und Krieg. (...)

Die Redaktionsgruppe: Andreas Lathan (BUND-Vorstand), Bernd Riexinger (ver.di Bezirk Stuttgart), Hüseyn Avgan (DIDF), Jakob Schäfer, (Arbeitsausschuß Vernetzung der Gewerkschaftslinken), Michael Schilwa (Berliner Demo-Bündnis), Michael Schlecht (Die Linke, Bundesvorstand), Sabine Leidig (ATTAC Deutschland)
04.02.2009: Aufruf (Tageszeitung junge Welt)
 

Martin Behrsing

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#13
Ich glabe, dass man diesen Aufruf, bisher nicht ernsthaft unterstützen kann. Der ist ja voll die Handschrift von Attac und Michael Schlecht. Wenn ich ehrlich bin, ist da mächtiger Druck ausgeübt worden, damit bloß nicht die Forderungen nach 500 Euro, 30 Stunden und 10 Euro Mindeststundenlohn herauskommt. Jetzt kann man ja mal raten, wer diesen Druck ausgeübt hat. Dem DGB kann man es diesmal nicht vorwerfen, da er am Wochende sich Verdi am Wochende gegen die Demo ausgesprochen hat.

Wenn sich da ncäshte Woche nicht erheblich was ändert, werden wir von unsere Seite diesmal keine große Aktivitäten entwickeln.

Wie ist das eigentlich in Berlin aufgenommen worden. Auch da gab es ja eine Abmachung, das so ein Beschluss nicht zustande kommt?
 

dr.byrd

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#14
Ich glabe, dass man diesen Aufruf, bisher nicht ernsthaft unterstützen kann. Der ist ja voll die Handschrift von Attac und Michael Schlecht. Wenn ich ehrlich bin, ist da mächtiger Druck ausgeübt worden, damit bloß nicht die Forderungen nach 500 Euro, 30 Stunden und 10 Euro Mindeststundenlohn herauskommt. Jetzt kann man ja mal raten, wer diesen Druck ausgeübt hat. Dem DGB kann man es diesmal nicht vorwerfen, da er am Wochende sich Verdi am Wochende gegen die Demo ausgesprochen hat.

Wenn sich da ncäshte Woche nicht erheblich was ändert, werden wir von unsere Seite diesmal keine große Aktivitäten entwickeln.

Wie ist das eigentlich in Berlin aufgenommen worden. Auch da gab es ja eine Abmachung, das so ein Beschluss nicht zustande kommt?
Natürlich muss man die Schuld für diesen WischiWaschi-Aufruf den Gewerkschaftern wo auch immer sie sitzen mögen, zurechnen. Das der Ver.di-Bundesvorstand nicht zur Demo aufrufen will, sagt noch nicht, dass die da nicht versucht haben, massiven Einfluss zu nehmen. Wir wissen doch alle, dass die Gewerkschaften immer noch SPD gesteuert sind. Natürlich auch über die Gewerkschafts-Clique in DIE LINKE.

Am 08.02. ist ja das nächste Treffen in Frankfurt. Mal sehen, wie das weiter geht. Allerdings sehe ich schwarz, für ein breites Bündnis und eine wirklich große Demo.

Aus dem Protokoll des Regionaltreffens Nord-Ost vom 31.01.09 in Berlin über die Position mit der man nach Frankfurt zum Treffen fährt:

Nachverhandeln, wir unterschreiben erst mal nix
Dass Die Junge Welt das jetzt schon veröffentlicht, ist auch schon gelenkte Strategie.
 

HajoDF

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#15
Klar, solange sich jeglicher Widerstand gegen Sozialabbau und verfehlter Politik selbst zerlegt, bevor er überhaupt stattfindet, muss niemend "da oben" Sorge haben.
Kleines Karo!... und kindisches Beharren "meins ist besser als Deins"
 

Tinka

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#16
Klar, solange sich jeglicher Widerstand gegen Sozialabbau und verfehlter Politik selbst zerlegt, bevor er überhaupt stattfindet, muss niemend "da oben" Sorge haben.
Kleines Karo!... und kindisches Beharren "meins ist besser als Deins"

:icon_klatsch::icon_daumen:



Ob es in der heutigen Lage & so wie die Dinge stehen, noch eine Rolle spielt, ob Junge Welt, verdi, die Linke, attac oder der Mann im Mond zur Demo aufruft und diese kompetent organisiert, ist doch inzwischen völlig egal, ebenso wie die Haarspaltereien über Form und Inhalte.

Wichtig ist allein, dass der Aufruf die Menschen erreicht, damit so viele wie möglich an diesem Tag in Berlin sind.

Vielleicht entwickelt sich dann noch was ganz anderes aus dem großen Treffen...
 

Martin Behrsing

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#17
Äh, ich sprach vom Druck des Michael Schlecht und der ist auch seines Zeichens Mitglied der Parteivorstandes der Linkspartei und die will sich nicht auf die Forderungen 500-30-10 einlassen. Und das Druckmittel war ganz klar: Versagung der Unterstützung für die Demo. Überhaupt haben bestimmte Kräfte alles dafür getan, um die Demo nun ja lange genug vor der Bundestagswahl zu machen, anstatt wie geplant diese vor der Bundestagswahl zu starten.
Diesen Aufruf sollte keiner von uns unterstützen und lieber bestimmte Leute fragen, ob sie ernsthaft meinen, man könnte von 435 Euro im Monat überleben.
Natürlich muss man die Schuld für diesen WischiWaschi-Aufruf den Gewerkschaftern wo auch immer sie sitzen mögen, zurechnen. Das der Ver.di-Bundesvorstand nicht zur Demo aufrufen will, sagt noch nicht, dass die da nicht versucht haben, massiven Einfluss zu nehmen. Wir wissen doch alle, dass die Gewerkschaften immer noch SPD gesteuert sind. Natürlich auch über die Gewerkschafts-Clique in DIE LINKE.

Am 08.02. ist ja das nächste Treffen in Frankfurt. Mal sehen, wie das weiter geht. Allerdings sehe ich schwarz, für ein breites Bündnis und eine wirklich große Demo.

Aus dem Protokoll des Regionaltreffens Nord-Ost vom 31.01.09 in Berlin über die Position mit der man nach Frankfurt zum Treffen fährt:

Dass Die Junge Welt das jetzt schon veröffentlicht, ist auch schon gelenkte Strategie.
 

Rounddancer

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#18
Nun, die DGB-Gewerkschaften haben leider immer das Problem, daß sie zu früh und zu niedrig abschließen,- deswegen gab und gibt es immer wieder Spezialgewerkschaften wie die DAG, die Ärztegewerkschaften, die Pilotengewerkschaft, die Lokführergewerkschaft, und auch die unabhängige Flugbegleitergewerkschaft.

Und wenn es der DGB nicht einmal schafft, seine Mindestlohnforderung von 7,50 EUR/Stunde, die vor vier, fünf Jahren noch berechtigt war, als die Inflation noch unter einem Prozent stand, wenigstens um die Inflationsrate zu dynamisieren, - ist weiterhin die Luft raus beim Spruch: "Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will!". Oder sollten wir den DGB-Offiziellen Pakete mit Spinat schicken, damit sie, wie weiland Popeye endlich wieder Kraft bekommen?
 

Mario Nette

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#19
Aus meinen Beobachtungen in der letzten Zeit kann ich feststellen, dass die Aktivitäten für den 28.03. eben nicht durch SPD oder ver.di oder Die.Linke jeweils gesteuert werden sollen, sondern dass die soziale Bewegung von diesen drei Kräften in die Zange genommen wird. Es ist dann auch bezeichnend für eine soziale Bewegung, dass sie "in der nächsten Woche" "keine großen Aktivitäten entwickeln" will, wenn sich die In-die-Zange-Genommenen nicht selbst aus dem Griff befreien können. Das ist Erfolg auf ganzer Linie. Fragt sich nur, für wen.

Und ich erlaube mir, da auch zu urteilen: Wenn es grundlegend schon am breiten Bündnis mangelt, dann ist durchaus nachvollziebar, dass andere Kräfte das Ruder übernehmen wollen. Dabei sollte man nicht vergessen, woher das Geld für derlei Aktionen kommt. Aber darüber darf man jetzt ja gar kein Wort verlieren.

Mario Nette
 

ethos07

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#20
Wie ist das eigentlich in Berlin aufgenommen worden. Auch da gab es ja eine Abmachung, das so ein Beschluss nicht zustande kommt?
Soweit ich das den Protokollen entnehmen kann, ist der Aufruf noch zur üppigen Nachverhandlung beim kommenden Frankfurter Treffen offen...
Also seid ihr dann dort gefragt, dort die systemkritischeren Elemente gegen die etablierten Reformkräfte DGB, ver.di, DiLi ins Rennen zu bringen, wenn ich das richtig sehe :)).

Ansonsten würde ich den Aufruf nicht überbewerten - wichtig ist ja vor allem, dass sich wieder mehr Leute für die dahinter liegenden Fragen in Bewegung bringen - und dass dieser Prozess nicht gleich von vornherein wieder durch die Reformkräfte erstickt wird.

Und natürlich wird man nach der Demo verstärkt wieder mal die alte Frage weiter diskutieren müssen: wes Geld ich artig nehm, dess Ideologie ich fress? - oder so ähnlich... :))
Aber immerhin rückt diese zentrale Frage wieder mal gut ins etwas breitere Bewusstsein - das ist ja auch schon sehr gut!

Beschlüsse zum Aufruf (aus dem Prot. zum nord/ost-Treffen)

·[FONT=&quot] [/FONT]Riexinger –Entwurf wird nicht noch mal in FFM eingebracht
·[FONT=&quot] [/FONT]Nachverhandeln, wir unterschreiben erst mal nix:
·[FONT=&quot] [/FONT]Sanktionsfreiheit mit aufnehmen
·[FONT=&quot] [/FONT]die Krise heißt Kapitalismus mit aufnehmen
·[FONT=&quot] [/FONT]„Natur“ soll separat eingebaut werden und nicht in Verbindung mit globaler Süden
·[FONT=&quot] [/FONT]Vergesellschaftung der Banken soll rein
·[FONT=&quot] [/FONT]500 Euro Regelsatz knapp angenommen
·[FONT=&quot] [/FONT]Zehn Euro Mindestohn
·[FONT=&quot] [/FONT]Plan B: „Über Systemfrage und Eigentumsfrage müssen grundlegende Debatten in gemeinsamen Bündnisprozessen geführt werden“

[FONT=&quot]
[/FONT]
... die 30 Stunden - was wichtig ist - fehlen noch. (Und natürlich dann gleich wieder die Frage ungeklärt ist: Wie will man anderen weismachen, dass man bei 10€ und 30Wochenstunden ohne Transferleistungen überleben kann...Jemand ne schlaue Lösung parat?)

Und unklar scheint mir auch noch, wie man mit 'Sektierern' von ganz rechtslinks umgehen will - die können ja bei so ner Demo auch reichlich nerven.

Gut finde ich nach wie vor, dass da wieder einiges etwas breiter in Fluss kommen könnte - und wir halt unser Scherflein für das Offenhalten der Diskussionen und die uns richtig erscheinende Richtung beisteuern können.
 

Martin Behrsing

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#21
zur Erinnerung ist hier noch der ursprüngliche Aufruf:
"Aufruf zu den Demonstrationen am 21.10. 2006

Die Aushöhlung von demokratischen Arbeitnehmer/Innenrechte beenden, die gewollten Verarmungsprogramme von Alten, Behinderten, Erwerbslosen und Kindern stoppen, die Teilhabe an Arbeit und freier Bildung für alle Menschen, die täglichen Repressionen in der Asyl- und Hartz IV-Politik sofort beenden, für fairen Handel weltweit, Rücknahme der neoliberalen Agendapolitik, Erhaltung des Sozialstaats, Recht auf Wohnung für Alle, sofortiger Stopp aller Kriegsvorbereitungen:

am 21. Oktober 2006 : Demonstrationen in Berlin, Dortmund, Frankfurt, München und Stuttgart des DGB und der sozialen Bewegungen

- statt Armutslöhne, Hartz IV und tägliche Repressionen gegen
Erwerbslose:
ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 10 EUR und eine repressionsfreie und armutsfeste Grundsicherung von mind. 500 EUR zuzügl. Kosten der Unterkunft.

- statt eines permanent gescheiterten Ausbildungspakts: ein
Ausbildungsplatzgesetz: wer nicht ausbildet, muss für die Ausbildung zahlen.

- statt Studiengebühren:
kostenfreie Bildung und armutsfeste Grundsicherung von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule und ein elternunabhängiges, darlehensfreies BAFöG.

- statt Verarmungsprogramme für Kinder und Alleinerziehende:armutsfeste Grundsicherung.

- statt entwürdigender Altersarmut:
eine angemessene Rentenanpassung und eine armutsfeste Grundrente.

- statt ‚Rente mit 67' und Arbeitszeitverlängerung:
Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche, eine faire Verteilung der vorhandenen Erwerbsarbeit und die Schaffung von öffentlich geförderten Beschäftigungen.

- statt einem zunehmenden repressiven Maßnahmenstaat:
Residenzpflicht für Asylsuchende und Erwerbslose abschaffen sowie gleiche soziale und demokratische Grundrechte für alle hier lebenden Menschen. Recht auf Nahrung, Recht auf Gesundheit, Recht auf Wohnung

"Demokratie bedeutet Einmischung in die eigenen Angelegenheiten" (Daniela Dahn, Schriftstellerin)Stoppen wir gemeinsam am 21. Oktober 2006 die neoliberalen Interessensvertreter, die uns einreden wollen, es sei kein Geld da und gleichzeitig über die Privatisierung öffentlichen Vermögens und öffentlicher Leistungen die Staatsfinanzen in den Keller fahren. Stoppen wir mit möglichst allen betroffenen und noch nicht betroffenen Menschen, die Verletzung des Grundgesetzes, indem die sog. Arbeit"geber" keine Arbeit mehr geben und nur noch Gewinne abkassieren. Das Grundgesetz behauptet "Eigentum verpflichtet", deshalb müssen sie zahlen. Stoppen wir, Erwerbslose und Erwerbstätige gemeinsam, den Lohnraub, diese Teufelsspirale in die Armut, indem wir alle Mindestlohnkampagnen und die Erhöhung des ALG II unterstützen.

Setzen wir uns hier durch, wird der Weg frei für unsere Forderung nach einem Mindestlohn von 10,- Euro die Stunde. Zwingen wir das Kapital zu zahlen, also für die Folgen der Erwerbslosigkeit aufzukommen, ist eine Regelsatzerhöhung auf 500,- Euro leicht finanzierbar. Zwingen wir die Unternehmen, Erwerbslose und Erwerbstätige gemeinsam, die Wochenarbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich auf 30 Stunden zu verkürzen, müssen sie neue Arbeitsplätze schaffen, das lässt sich aus den Wirkungen der 35- Stunden-Woche erkennen.

Petitionen und Denkschriften werden nicht reichen um solche Reformen durchzusetzen. Den Herrschenden wird jede dieser Forderungen mühsam abgerungen werden müssen. Nötig ist politischer Druck: Sozialer Protest und der Aufbau von politischen Alternativen! Es ist an der
Zeit: Das Grundgesetz fordert "Eigentum verpflichtet", also müssen die Unternehmen und das Kapital auch zahlen, Weg mit Hartz IV, für Mindestlohn und Arbeitszeitverkürzung jetzt. Kostenfreie Bildung und Ausbildung, Gesundheit ist keine Ware! Großzügige Bleiberechtsregelung jetzt!

Schluss mit den "Reformen" gegen uns!"
Dieser Plattform schlossen sich damals fast alle Berliner Einzelgewerkschaften an und die Demonstration war souverän und ansehnlich gegenüber der DGB-Kundgebung. Gemessen daran ist die heutige Situation mit einer machtversessenen LINKEN ein Rückschritt.
Auch der Lösungsvorschlag der Gewerkschaftslinken trägt nicht dazu bei, dass der Konflikt das er produktiv ausgetragen wird.
 

Mario Nette

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#22
Um das Puzzle zu komplettieren fehlt dann eigentlich nur noch die Verknüpfung zwischen der Demo aus 2006 und einer geplanten Demo aus 2009.

Mario Nette
 

Rounddancer

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#23
Also ver.di Stuttgart und München rufen weiterhin zur Demo in Frankfurt und Berlin auf,- und planen , die Demo in Frankfurt mit Bussen zu besuchen.

ver.di: Stuttgart
 

isabel

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#24
Leider, aber ist der Bsirske nicht senil?

28.03. ERST RECHT!!!

Ich hoffe, es gibt mehrere, die auch so denken.
Ich versuche jetzt, trotzt allem, Busse aus Hannover zu organisieren (bzw. organisieren lassen).
Wenn ich mehr weiss, werde ich posten.

Dass Ver.di abgesprungen ist, müssen wir zusehen, wie wir die Kosten decken. Deshalb ein Appel: meldet Euch (PN).

Mensch, wir dürfen uns nicht mehr auf Gewerkschaften verlassen!
Traurig, aber wahr!

Wir müssen handeln!!!

Kaffeefahrt Oktober 2006(7), war ich auch dabei. Es sollte heißen: heisses Herbst. Heisses Luft? mit viel zu teuren Getränken.

Ich erwarte jetzt keine Getränke, sondern Solidarität, trotzt Vertrauensbruch seitens des Herr Bsirske.

MfG
Isabell

 

dr.byrd

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#25
Die Spalter und Desinformierer sind überall zugange, auch in derJungen Welt.

Hinweis

Der von junge Welt am Mittwoch veröffentlichten Aufruf »Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft« zu bundesweiten Demonstrationen in Berlin und Frankfurt am Main am 28. März ist vorläufiger Natur. Er soll auf einer Beratung des Bündnisses am kommenden Sonntag in Frankfurt am Main endgültig verabschiedet werden.
Junge Welt
 
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#26
Nun ja, als Einzelkämpfer, der keiner Partei oder sonstigen (sozialen) Bewegung angehört, fühlt man sich mithin gewaltig desinformiert ...
 

dr.byrd

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#27
Äh, ich sprach vom Druck des Michael Schlecht und der ist auch seines Zeichens Mitglied der Parteivorstandes der Linkspartei und die will sich nicht auf die Forderungen 500-30-10 einlassen. Und das Druckmittel war ganz klar: Versagung der Unterstützung für die Demo. Überhaupt haben bestimmte Kräfte alles dafür getan, um die Demo nun ja lange genug vor der Bundestagswahl zu machen, anstatt wie geplant diese vor der Bundestagswahl zu starten.
Diesen Aufruf sollte keiner von uns unterstützen und lieber bestimmte Leute fragen, ob sie ernsthaft meinen, man könnte von 435 Euro im Monat überleben.
Michael Schlecht ist aber auch seit 2001 beruflich tätig als Chefvolkswirt beim ver.di-Bundesvorstand in Berlin. Ein anderer Bremser vom Dienst Ralf Krämer, der immer wieder bei den Treffen unangenehm auffällt.
Es sind in erster Linie die Gewerkschafter, die Angst haben, dass ihnen die Leute aus dem Ruder laufen. Aber das wird sowieso schneller geschehen, als sie denken.

Ob man mit Aktionen allerdings bis zur Bundestagswahl warten sollte, wie Martin vorschlägt, halte ich auch nicht für richtig.

Anbei noch der Flyer der Agenda 2010 Gruppe Berlin von Attac, der mir ganz gut gefällt.
 

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Rounddancer

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#28
Es scheint sehr ruhig geworden zu sein um die zwei Demos am 28.03.,-
von Berlin hört man gar nichts mehr,- und für Frankfurt scheinen nur noch verdi Stuttgart und München Busse organisiern zu wollen.
Die attac-Busliste scheint gestrandet.

Heute Abend soll im DGB-Haus Stuttgart, Kleiner Saal, 18 Uhr, nochmal diskutiert und mobilisiert werden.

Ok, Die Linke. lockt wenigstens ihre Anhänger zu den Demos.

Oder gibts irgendwo positivere Infos?
 

edy

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#29
Es scheint sehr ruhig geworden zu sein um die zwei Demos am 28.03.,-
von Berlin hört man gar nichts mehr,- und für Frankfurt scheinen nur noch verdi Stuttgart und München Busse organisiern zu wollen.
Die attac-Busliste scheint gestrandet.

Heute Abend soll im DGB-Haus Stuttgart, Kleiner Saal, 18 Uhr, nochmal diskutiert und mobilisiert werden.

Ok, Die Linke. lockt wenigstens ihre Anhänger zu den Demos.

Oder gibts irgendwo positivere Infos?
Die attac Leute haben anderes zu tun, die kandidieren jetzt für die Grünen im Bundestag....... Somit hat sich dann der attac Kerngedanke auch erledigt!
 

Martin Behrsing

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#30
Riexinger (ver.di Stuttgart) ist doch wie wild am mobilisieren. Allerdings macht es u. E. nur Sinn da mit zumachen, wenn man sich lautstarkt den Gruppen anschließt, die klar die Forderungen 500-30-10 haben. Wer für 435 Euro Regelsatzerhöhung mit demonstriert, muss sich nicht wundern, wenn sich in Sachen Hartz IV gar nichts bewegen wird.

Es scheint sehr ruhig geworden zu sein um die zwei Demos am 28.03.,-
von Berlin hört man gar nichts mehr,- und für Frankfurt scheinen nur noch verdi Stuttgart und München Busse organisiern zu wollen.
Die attac-Busliste scheint gestrandet.

Heute Abend soll im DGB-Haus Stuttgart, Kleiner Saal, 18 Uhr, nochmal diskutiert und mobilisiert werden.

Ok, Die Linke. lockt wenigstens ihre Anhänger zu den Demos.

Oder gibts irgendwo positivere Infos?
 

dr.byrd

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#31
Es gibt jetzt eine Website, auf der man sich über den Gang der Dinge informieren kann. Bitte verbreitet das weiter.

http://www.28maerz.de/startseite/

Demonstrationen für eine solidarische Gesellschaft am 28. März 09!

Der Kapitalismus steckt in seiner schlimmsten Krise seit 1929. Sie hat verschiedene Gesichter: die Beschleunigung des Klimawandels, Kriege um den Zugang zu Rohstoffen, Hungerrevolten, Finanzmarkt-Crash und Rezession. Ausgehend von den Industrieländern wird auch der globale Süden hart getroffen: noch weniger Mittel für Klimaschutz und Entwicklung, noch härtere Konkurrenz um Märkte und Profit. Millionen Menschen verlieren ihre Arbeit, ihre Wohnungen und ihre Lebensperspektiven.
Wir zahlen nicht für eure Krise
 

ethos07

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#32
Und die weitere Seite zum sich informieren wäre kapitalismuskrise.org

... und wo man hinschaut gehen die Strömungskämpfe hoch her ;-).
Am klarsten fordert hier übrigens, lieber Martin, ausgerechnet der RSB - Ortsgruppe Potsblitzdamm die sicher pfiffige Dreiglieder-Losung "500/30/10" .... tja, das ist aber dann auch wiederum nicht das Wahre ;-).

Och, ich wusle jetzt hier für's nächste bei einer Zahltag-Organisation mit und hoffe, dass das was Vertretbares wird. Aber auch da scheinen mir, schon wieder, die verschiedenen Risse im Teppich deutlich ungut durchzudrängeln.;-).

Na, einfach mal schauen, was da wo wie sich herauskristallisiert.
Ansonsten haben wir ja dann auch nach dem nächsten Demo-Hype noch unser gutes 'altes' elo-forum als Orientierungspunkt in der Brandung ;-).
 

Martin Behrsing

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#33
ich bin mit dem ganzen sehr unzufrieden. Auch die Position vom RSB it eigentlich nur eine, dass man sich der Demo nicht fernhalten sollte. Dann überlässt man den anderen vollkommen das Feld.
Die Demo ansich hat auch viel zu wenig Vorlaufzeit. Das mag man in Berlin vielleicht gestemmt bekommen aber in Frankfurt bezweifle ich das schon. Es könnte höchstens ein Sog von London ausgehen, da an diesem Tag 100.000 demonstrieren werden und zwar für wirkliche Alternativen.
Es gibt 2 Möglichkeiten.
1. Sich fern halten und den anderen das Feld überlassen. Bedenklich ist, dass man es mit den vorhandenen Strukturen nicht schafen wird, zu einem anderen Zeitpunkt eine Demo hinzubekommen, da die jetzigen Teilnehmer ausfallen werden und es gerade den Erwerbslosengruppen am Geld fehlt
2. Sich beteiligen und lautstark mit den eingenen Forderungen da sein. Da die Gewerkschaften nicht im großen Stil moblisieren gibt es eine gewisse Chance, dass man sichtbar da ist. In Berlin halte ich das für möglich. In Frankfurt weiß ich es nicht.

Fehlen werden an beiden Demos auf jeden Fall die Menschen, die sich nur wenige Zeit später an den 60 Jahre Nato-Protesten beteiligen. Ich persönlich setze meine Prioritäten auf jeden Fall dahin. Hier sehe ich im übrigen auch eine europäische Komnponente des Widerstandes, den ich für unerlässlich halte.

Sowohl in Berlin, als auch in Frankfurt werden leider nicht genügend Menschen zusammen kommen, dass man sie ernst nimmt. Wenn man mit Wörtern spielt, ist es zur Zeit ein eDemo, um Klaus Ernst mit seinem Hartz IV-Light ernst zu nehmen.

Schwierige Lage also.

Und die weitere Seite zum sich informieren wäre kapitalismuskrise.org

... und wo man hinschaut gehen die Strömungskämpfe hoch her ;-).
Am klarsten fordert hier übrigens, lieber Martin, ausgerechnet der RSB - Ortsgruppe Potsblitzdamm die sicher pfiffige Dreiglieder-Losung "500/30/10" .... tja, das ist aber dann auch wiederum nicht das Wahre ;-).

Och, ich wusle jetzt hier für's nächste bei einer Zahltag-Organisation mit und hoffe, dass das was Vertretbares wird. Aber auch da scheinen mir, schon wieder, die verschiedenen Risse im Teppich deutlich ungut durchzudrängeln.;-).

Na, einfach mal schauen, was da wo wie sich herauskristallisiert.
Ansonsten haben wir ja dann auch nach dem nächsten Demo-Hype noch unser gutes 'altes' elo-forum als Orientierungspunkt in der Brandung ;-).
 

dr.byrd

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#34
Mobilisierungs-Flyer zur Demo am 28.03.09 in Berlin der LAG-Hartz IV als PDF-Vorlage. Zu verteilen z.B. vor Jobcentern etc.
 
E

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#35
Mobilisierungs-Flyer zur Demo am 28.03.09 in Berlin der LAG-Hartz IV als PDF-Vorlage. Zu verteilen z.B. vor Jobcentern etc.

sorry, aber der Flyer geht am eigentlichen Ziel vorbei und es werden damit weder die Arbeitsuchenden angesprochen, wie andere Menschen auch.

Hier wird eigentlich mit diesem Flyer keiner richtig angesprochen.
 

Mario Nette

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#36
Erstaunlich aber, dass sich die Linke - wenn auch "nur" die LAG - hier eindeutig zu 10, 30, 500 positioniert. Das ist ja ein Punkt, der in der Vorbereitung für sehr viel Gesprächsstoff sorgte ...

Mario Nette
 

dr.byrd

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#37
sorry, aber der Flyer geht am eigentlichen Ziel vorbei und es werden damit weder die Arbeitsuchenden angesprochen, wie andere Menschen auch.

Hier wird eigentlich mit diesem Flyer keiner richtig angesprochen.
Wir konnten schon Viele erfolgreich mit diesem Flyer vor den verschiedenen Jobcentern ansprechen und werden das auch in nächster Zukunft tun. Z.B. auch am 14.03.09 (Aktionstag gegen Kinderarmut) zusammen mit dem Flugi gegen Kinderarmut auf dem Mierendorffplatz.

Aktion macht Spaß!!! :icon_party:Macht mit!!!
 
E

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#38
Wir konnten schon Viele erfolgreich mit diesem Flyer vor den verschiedenen Jobcentern ansprechen und werden das auch in nächster Zukunft tun. Z.B. auch am 14.03.09 (Aktionstag gegen Kinderarmut) zusammen mit dem Flugi gegen Kinderarmut auf dem Mierendorffplatz.

Aktion macht Spaß!!! :icon_party:Macht mit!!!
soso, schreiben kann man viel, aber der Flyer ist trotzdem nichtssagend.

Mit nur einem Teil der Bürgschaften hätte man die RS auf mind. 430€ (vorerst) erhöhen können, was die Kaufkraft stärkt.

Die "Konjunkturpakete" gehen auch an den meisten vorbei, weil es auch nur die Großfirmen begünstigt, der Mittelstand ist da eher benachteiligt.

Um eine Wirtschaftskrise einigermaßen abfedern zu können, reichen keine "Abwrackprämien", sondern mehr Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger, so wird aber das Geld denen wieder zugeschoben, die durch Spekulationen massig verloren haben. Während die Banken Milliarden bekommen, bekommt der "kleine Arbeitnehmer" durch diese "Steuersenkungsfakes" vielleicht gerade mal so an die 4 Euro/Monat mehr, trotzdem nehmen die Banken immer mehr Geld und verschleudern es durch die Unfähigkeit der Politik an Prämien, auch zur Gewinnung von Neukunden, was wiederum zeigt, das gerade die Banken das Geld garnicht so nötig gebraucht hätten.

Das wäre zumindest interessanter gewesen als das was unter

Die Reichen und Profiteure sollen zahlen

steht.
 
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#39
Mit nur einem Teil der Bürgschaften hätte man die RS auf mind. 430€ (vorerst) erhöhen können, was die Kaufkraft stärkt.

Die "Konjunkturpakete" gehen auch an den meisten vorbei, weil es auch nur die Großfirmen begünstigt, der Mittelstand ist da eher benachteiligt.

Um eine Wirtschaftskrise einigermaßen abfedern zu können, reichen keine "Abwrackprämien", sondern mehr Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger, so wird aber das Geld denen wieder zugeschoben, die durch Spekulationen massig verloren haben. Während die Banken Milliarden bekommen, bekommt der "kleine Arbeitnehmer" durch diese "Steuersenkungsfakes" vielleicht gerade mal so an die 4 Euro/Monat mehr, trotzdem nehmen die Banken immer mehr Geld und verschleudern es durch die Unfähigkeit der Politik an Prämien, auch zur Gewinnung von Neukunden, was wiederum zeigt, das gerade die Banken das Geld garnicht so nötig gebraucht hätten.

Das wäre zumindest interessanter gewesen als das was unter

Die Reichen und Profiteure sollen zahlen

steht.
@ sancho ! Wir wissen das !
Du bellst den falschen Baum an :biggrin:
 

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#40
@Sancho
Mach´s besser. Dann verteilen wir auch Deinen Flyer. :icon_knutsch:


Selbstabholer, die den Flyer der LAG Hartz IV verteilen wollen, können bestellen bei:

LAG Hartz IV c/o LinksTreff
Malplaquetstr.12
13347 Berlin
Die Linke.Wedding
LAG-HartzIV@linkstreff.de
 
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#43
Wer hat wo geschrieben, daß er alles weiß ? :icon_eek:

R I C H T I G L E S E N !:icon_smile:
Nee, das ist nicht alles, und das weißt Du jetzt wieder, aber ich verweise Dich gerne auf dr.byrd zurück.........
 

dr.byrd

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#46
Schriebst du nicht, du könntest einen besseren Flyer machen, aber nicht für die Linken?

Worauf ich dir antwortete, du könntest deinen Flyer ja hier ins Forum stellen, also nicht unbedingt für die Linken machen.

Oder wolltest du einfach nur mal wieder ein Thema schreddern?

Und wenn ja, warum?

Ich habe nur einen kleinen Mobilisierungs-Flyer der LAG Hartz IV zur Demo am 28.03.09 reingesetzt - keine Doktorarbeit über die Hintergründe der Krise.

Es ist schon manchmal unglaublich mit welcher Hartnäckigkeit du hier im Forum jede Aktivität zu ersticken suchst.

Wenn´s dir nicht passt, dann halt dich doch einfach raus. :icon_neutral:Zumal du wahrscheinlich eh nicht am 28.03.09 zur Demo nach Berlin kommen wirst.

Alle Interessierten können sich den Flyer im Anhang runterladen oder als Selbstabholer im Linkstreff Wedding bestellen.
 
E

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#47
Schriebst du nicht, du könntest einen besseren Flyer machen, aber nicht für die Linken?

Worauf ich dir antwortete, du könntest deinen Flyer ja hier ins Forum stellen, also nicht unbedingt für die Linken machen.

Oder wolltest du einfach nur mal wieder ein Thema schreddern?

Und wenn ja, warum?

Ich habe nur einen kleinen Mobilisierungs-Flyer der LAG Hartz IV zur Demo am 28.03.09 reingesetzt - keine Doktorarbeit über die Hintergründe der Krise.

Es ist schon manchmal unglaublich mit welcher Hartnäckigkeit du hier im Forum jede Aktivität zu ersticken suchst.

Wenn´s dir nicht passt, dann halt dich doch einfach raus. :icon_neutral:Zumal du wahrscheinlich eh nicht am 28.03.09 zur Demo nach Berlin kommen wirst.

Alle Interessierten können sich den Flyer im Anhang runterladen oder als Selbstabholer im Linkstreff Wedding bestellen.
ich habe nur etwas gegen offensichtliche Leuteverar...
 

mo

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#49
@dr. byrd

sind sich die organisierenden gruppen darüber im klaren, dass sich da auch unerwünschte teilnehmer anschließen werden?

(...)"ich gebe Dir 100% recht, mir gefallen manche der Initiatoren der demo am 28.3.09 in Berlin auch nicht. Aber, wir müssen jetzt dieses Lagerdenken hinter uns lassen, ob rechts, ob links, dieses teile und herrsche Schema der uns Beherrschenden müssen wir beenden. Wir sind ein Volk, und wir haben gemeinsame Gegner, ich sage bewußt nicht einen Gegner, denn es sind deren mehrere. Wer die deutsche Geschichte kennt, weiß von wem ich spreche.

Also, m.E. sollten wir ALLE jetzt unsern Hintern hochbekommen, hier schreiben ist absolut notwendig und gut, aber es reicht nicht. Nur eine machtvolle Demonstration des Volkes kann diese Narren in Berlin davon abhalten, auch noch das letzte Tafelsilber dieser Nation zu verhökern. Und da ist es mir ehrlich gesagt scheißegal wer vorne auf der Bühne was sagt, es muß erstmal eine kritische Masse erreicht werden, danach sieht man weiter! Und es kann doch wohl nicht sein, daß das konservative und das nationale Lager angesichts dieser existenziellen Bedrohung unserer Nation an der Seite stehen bleiben.
Denkt an das Schicksal, das Euren Kindern und Enkeln droht, wenn wir den geplanten Ausverkauf der letzten ideelen und materiellen Werte dieser Nation nicht verhindern.
Sie sind dann zu einem andauernden Helotendasein verdammt.
Das, was zur Zeit abläuft, ist m.E. ein Teil des dritten Weltkriegs. Es geht um die endgültige und absolute Übernahme aller werthaltigen Güter dieser Erde durch eine verbrecherische Organisation, die die alleinige Weltherrschaft anstrebt sowie Versklavung aller Menschen auf diesem Planeten."(...)

Das Gelbe Forum - auf zur demo
aus dem gelben forum, welches ja bekanntlich auch eine recht große fraktion von verkappten nazis und antisemiten besitzt. und mit denen geht nun mal garnix, bzw. sollte nix gehen. ich würde auch davon ausgehen, dass die militante organisierte naziszene auflaufen wird - schließlich ist u.a. genau das ihre funktion, als nützliche idioten massenproteste von anfang an zu unterwandern und zu spalten.

ansonsten würde ich mir über die mobilisierung kein großen sorgen machen - der termin hat sich zumindest online schon weit herumgesprochen, und so wie´s aussieht, wird im kommenden monat noch einiges passieren, was mehr und mehr leute ins nachdenken treiben und irgendwann wütend machen wird. sprich: die geschichte wird ne eigendynamik entwickeln, ähnlich wie in irland, was nun auch nicht gerade für eine protestfreudige bevölkerung bekannt ist - wenn ich richtig informiert bin, hatten die gewerkschaften dort im vorfeld mit 10.000 leuten gerechnet...:cool:
 

dr.byrd

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#50
@dr. byrd

sind sich die organisierenden gruppen darüber im klaren, dass sich da auch unerwünschte teilnehmer anschließen werden?
Sollten sich da Nazis sichtbar machen wollen, ist das sicher schnell zu verhindern. - Ansonsten kann man keinem ins Gehirn schauen. - Die Gedanken sind halt frei.
 
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#51
es wird wieder geschreddert, niemand soll verarscht werden, man muss die linke nicht lieben, verdammt noch mal, es geht um widerstand....also-wenn es einem nicht gefällt-besserer vorschlag her... aber nicht so....
 
E

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#52
es wird wieder geschreddert, niemand soll verarscht werden, man muss die linke nicht lieben, verdammt noch mal, es geht um widerstand....also-wenn es einem nicht gefällt-besserer vorschlag her... aber nicht so....

wo steht eigentlich, das man ruhig alles kritisieren kann, aber nicht die "ach so tolle Linke"?

Falls Du mal lesen würdest, habe ich schon was dazu geschrieben.

Wenn aber eine "LAG" nichts besseres hin bekommt, als ein Text, der weitestgehend an den Angesprochenen vorbei geht und das mit angeblich über 100 "Mitgliedern", dann viel Glück.

(obwohl ich das mit den LAGs und BAGs selbst fast schon für ne reine Mitgliederwerbung der Partei halte, denn mit Hartz IV hat das erst an zweiter oder dritter Stelle zu tun)
 
E

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#53
du hörst einfach nicht zu, ich kritisiere die linke permanent, aber es gibt auch noch andere linke, nur deine art zerstört, das ist was wir garnicht brauchen, setzt dich mal mit dem richtigen gegnern auseinander und krieg was auf die reihe..es reicht, werd langsam sauer wenn permanent die aktiven angegriffen werden...
 

Rounddancer

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#54
Das wäre zumindest interessanter gewesen als das was unter

Die Reichen und Profiteure sollen zahlen

steht.
Du hast, finde ich, im Grunde den Finger im richtigen Loch: Um Menschen, Otto und Liesette Normalverbraucher, anzusprechen, muß man deren Sprache, deren Art zu denken, und die ist eher bildhaft aufnehmen und so das, was man sagen will, für sie verständlich ausdrücken.

Da zählen Beispiele, da zählen Sachen, die in absehbarer Zeit realisiert werden können. Der Schildkröte, die man zum Laufen motivieren will, muß man ein Salatblatt kurz vor die Nase halten. Hängt man ihr ganz am Ende der Laufstrecke einen ganzen Salatkopf hin,- dann ist der für sie ein zu komplexes Ziel,- ja, vermutlich kann sie ihn, weil von der Gattung oder dem Alltag her kurzsichtig, von ihrem aktuellen Standplatz auch gar nicht sehen.

Doch da kommt, abgesehen vom knappen Platz auf Flyern, und dem Druck, aktuell sein zu müssen, das Problem: Die, die solche Dinge besser, für die breite Masse anschaulicher formulieren könnten, sie sind entweder

1. Anhänger der falschen Partei, oder

2. auf dem Ego-Trip, daß die Partei, bei der sie sich einbringen würden, erst gebacken werden müßte, und vermutlich kaum mehr als ein Mitglied hätte, oder

3. sonstwie schwer integrierbar, oder

4. ...

Und so werden halt weiter Millionen Flyer gemacht, die zu viele Menschen der Zielgruppe mit einem

"Die spinnen ja!", oder

"das kriegen die NIE fertig!", oder

"Viel versprochen ist schnell!"

fallen lassen, oder, mit Glück, wenigstens im nächsten Papierkorb entsorgen.


Andererseits: Auch im schlimmsten, inkonkretest getexteten Flyer steckt eine Menge Zeit, Arbeit und Herzblut,- und er ist besser als gar nix, hat die Hoffnung, wenigstens einige Leute zu erreichen.

Aber darum ist es wichtig, daß Menschen, die was Besser machen können, das auch äußern,- das hast Du getan, vielen Dank, -und möglichst mitarbeiten,- und daß es andere gibt, die deren Ideen und Vorschläge aufgreifen, und realisieren.
 
E

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#55
du hörst einfach nicht zu, ich kritisiere die linke permanent, aber es gibt auch noch andere linke, nur deine art zerstört, das ist was wir garnicht brauchen, setzt dich mal mit dem richtigen gegnern auseinander und krieg was auf die reihe..es reicht, werd langsam sauer wenn permanent die aktiven angegriffen werden...

mit den richtigen Gegnern setze ich mich auch auseinander, dazu brauche ich nicht mal eine Partei.

Ansonsten, will ich "mehr Einfluss in der Partei" und warum nur in dieser einen Partei? Es gibt auch noch Elos in den anderen Parteien.

Ob Du sauer wirst oder nicht, wenn ich was gut finde, schreibe ich es, wenn nicht, schreibe ich es auch, allerdings gebe ich nicht mit einer Mitgliederzahl an, die bisher noch nichts an "erarbeiteten Artikeln" hervor gebracht hat, außer ständig Werbung für deren eigenen Interessen zu veröffentlichen, "mehr Einfluss in der Partei"

und solange nicht ganz Oben steht "Erwerbslosenforum der Partei dieLinke" darf ich meine Ansichten schreiben.

Dazulernen ist dann eher auch Fehlanzeige.
 
E

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#56
Du hast, finde ich, im Grunde den Finger im richtigen Loch: Um Menschen, Otto und Liesette Normalverbraucher, anzusprechen, muß man deren Sprache, deren Art zu denken, und die ist eher bildhaft aufnehmen und so das, was man sagen will, für sie verständlich ausdrücken.

Da zählen Beispiele, da zählen Sachen, die in absehbarer Zeit realisiert werden können. Der Schildkröte, die man zum Laufen motivieren will, muß man ein Salatblatt kurz vor die Nase halten. Hängt man ihr ganz am Ende der Laufstrecke einen ganzen Salatkopf hin,- dann ist der für sie ein zu komplexes Ziel,- ja, vermutlich kann sie ihn, weil von der Gattung oder dem Alltag her kurzsichtig, von ihrem aktuellen Standplatz auch gar nicht sehen.

Doch da kommt, abgesehen vom knappen Platz auf Flyern, und dem Druck, aktuell sein zu müssen, das Problem: Die, die solche Dinge besser, für die breite Masse anschaulicher formulieren könnten, sie sind entweder

1. Anhänger der falschen Partei, oder

2. auf dem Ego-Trip, daß die Partei, bei der sie sich einbringen würden, erst gebacken werden müßte, und vermutlich kaum mehr als ein Mitglied hätte, oder

3. sonstwie schwer integrierbar, oder

4. ...

Und so werden halt weiter Millionen Flyer gemacht, die zu viele Menschen der Zielgruppe mit einem

"Die spinnen ja!", oder

"das kriegen die NIE fertig!", oder

"Viel versprochen ist schnell!"

fallen lassen, oder, mit Glück, wenigstens im nächsten Papierkorb entsorgen.


Andererseits: Auch im schlimmsten, inkonkretest getexteten Flyer steckt eine Menge Zeit, Arbeit und Herzblut,- und er ist besser als gar nix, hat die Hoffnung, wenigstens einige Leute zu erreichen.

Aber darum ist es wichtig, daß Menschen, die was Besser machen können, das auch äußern,- das hast Du getan, vielen Dank, -und möglichst mitarbeiten,- und daß es andere gibt, die deren Ideen und Vorschläge aufgreifen, und realisieren.
Den Text austauschen mit dem, was ich geschrieben habe, wäre doch kein großes Problem, evtl. einige kleine Änderungen falls einem noch etwas besseres einfällt. Das habe ich auch öffentlich geschrieben und ein "Copyright" steht auch nicht darunter.

Das Layout passt, denke ich.
 

dr.byrd

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#57
Und hier der Aufruf des bundesweiten Bündnisses:

Wir bezahlen nicht für eure Krise

Der Flyer der LAG Hartz IV kann über die Anhänge runtergeladen werden oder für Selbstabholer bei

LAG Hartz IV c/o LinksTreff
Malplaquetstr.12
13347 Berlin
Die Linke.Wedding
LAG-HartzIV@linkstreff.de

bestellt werden.


Außerdem jetzt hier im Anhang noch ein Aufruf der AG Arbeitskämpfe/Betriebsmobilisierung des Bündnisses und des Forum Betrieb und Gewerkschaften.

Aktuelle Infos zur Demo können ständig unter

http://www.28maerz.de/

WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE! -

eingesehen werden.
 

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Mario Nette

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#58
Keine Gedanken über die Mobi nötig? Das sehe ich anders. Vor allem für Frankfurt.

Was mir persönlich überhaupt nicht gefällt: Diese Demo(s) waren aus einem bunt gemischten, linken Spektrum heraus geboren. Und mittlerweile stehen sie doch unter einem maßgeblichen Einfluss. Schaut euch dazu mal jeweils das Haupt-Event an. Ich hoffe, man erblödet sich nicht, danach herumzuschwadronieren, dass das alles die zukünftigen Wähler ... sein werden. Eine Partei - die mit den vier Buchstaben - mit einem derartigen Höhenflug reicht völlig aus.

Mario Nette
 

Rounddancer

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#59
Partei mit vier Buchstaben? Hm, komisch, die MLPD steht doch gar nicht unter den Aufrufenden?
 

dr.byrd

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#60
Keine Gedanken über die Mobi nötig? Das sehe ich anders. Vor allem für Frankfurt.

Was mir persönlich überhaupt nicht gefällt: Diese Demo(s) waren aus einem bunt gemischten, linken Spektrum heraus geboren. Und mittlerweile stehen sie doch unter einem maßgeblichen Einfluss. Schaut euch dazu mal jeweils das Haupt-Event an. Ich hoffe, man erblödet sich nicht, danach herumzuschwadronieren, dass das alles die zukünftigen Wähler ... sein werden. Eine Partei - die mit den vier Buchstaben - mit einem derartigen Höhenflug reicht völlig aus.

Mario Nette
Du sprichst auch für mich etwas in Rätseln. Welche maßgeblichen Einflüsse siehst du?
 

Mario Nette

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#61
Es war ein Vergleich, was in einigen vielen Städten mit der Montagsdemo passierte. Ich wünsche mir für die Krisendemo ganz einfach, dass sie bunt bleibt und keine Die.Linke Vorwahlkampfveranstaltung wird. Aber ich habe meine Zweifel ...

Mario Nette
 

dr.byrd

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#62
Ich wünsche mir für die Krisendemo ganz einfach, dass sie bunt bleibt und keine Die.Linke Vorwahlkampfveranstaltung wird. Aber ich habe meine Zweifel ...

Mario Nette
Wie kommst Du denn darauf?
Das denken vielleicht Einige, die in der Vorbereitung der Demo aus Gewerkschaft und LINKE unangemessenen Einfluss nehmen wollen.
Die Demo selbst wird aber nach meiner Einschätzung eine Eigendynamik entwickeln und eine deutliche Sprache sprechen. Auch wenn Oskar in Frankfurt eine Rede halten sollte.

Deswegen: Jeder, der ein Flugblatt zur Mobilisierung verteilen kann (welches auch immer), sollte das tun.
 

Dora

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#63
... Der Schildkröte, die man zum Laufen motivieren will, muß man ein Salatblatt kurz vor die Nase halten. Hängt man ihr ganz am Ende der Laufstrecke einen ganzen Salatkopf hin,- dann ist der für sie ein zu komplexes Ziel,- ja, vermutlich kann sie ihn, weil von der Gattung oder dem Alltag her kurzsichtig, von ihrem aktuellen Standplatz auch gar nicht sehen.
Noch arroganter geht es nicht?

Doch da kommt ..... das Problem: Die, die solche Dinge besser, für die breite Masse anschaulicher formulieren könnten, sie sind entweder

1. Anhänger der falschen Partei, oder

2. auf dem Ego-Trip, daß die Partei, bei der sie sich einbringen würden, erst gebacken werden müßte, und vermutlich kaum mehr als ein Mitglied hätte, oder

3. sonstwie schwer integrierbar, oder

4. ...
Die "falsche" Partei sind die anderen Perteien, also alle ausser der Partei, der du angehörst und in der man uns als Schildkröten sieht die mittels Salatblättern gesteuert werden müssen, damit sie sich überhaupt mal bewegen?
.
 

Dora

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#64
Es war ein Vergleich, was in einigen vielen Städten mit der Montagsdemo passierte. Ich wünsche mir für die Krisendemo ganz einfach, dass sie bunt bleibt und keine Die.Linke Vorwahlkampfveranstaltung wird. Aber ich habe meine Zweifel ...

Mario Nette
Deine Zweifel kann ich nachvollziehen. Wahrscheinlich wird es eine "Salatblatt-Hinhalter-Demo"....? :icon_smile:
.
 

elgoki

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#65
Sagt mal Leute worum geht es eigentlich hier?

Wollen wir was verändern oder wollen wir den Wettstreit ausführen wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat?

Es geht doch einfach darum ein Ziel zu erreichen - aber so wie hier einige Leutz aufeinander losgehen - werden wir es nie erreichen.

Also los - auch ihr Bedenkenträger - raus auf die Straße am 28. März!!!
 

destina

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#66
Sagt mal Leute worum geht es eigentlich hier?

Wollen wir was verändern oder wollen wir den Wettstreit ausführen wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat?

Es geht doch einfach darum ein Ziel zu erreichen - aber so wie hier einige Leutz aufeinander losgehen - werden wir es nie erreichen.

Also los - auch ihr Bedenkenträger - raus auf die Straße am 28. März!!!
Keiner behauptet, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Aber wenn ich die Gründungserklärung der BAG durchlese, bin ich stinksauer. Das ist Wahlkampf pur und Vereinnahmung von Menschen für eigene Zwecke.
Ziele und Programm einer Partei sollten in dieser Arbeitsgemeinschaft außen vor bleiben. Es geht nicht um ideologische Phrasen und irgendeiner Idee sondern um Menschen. Ich hatte angenommen, dass DIE LINKE in dieser außergewöhnlichen Zeit und unter diesen außergwöhnlichen Umständen in der Gesellschaft den betroffenen Menschen ehrlich helfen will.
 

Mario Nette

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#67
@dr.byrd
Und rate mal, wer unter der Hand als Haupt-"Act" in Berlin gehandelt wird.

Mario Nette
 

Dora

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#68
Keiner behauptet, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Aber wenn ich die Gründungserklärung der BAG durchlese, bin ich stinksauer. Das ist Wahlkampf pur und Vereinnahmung von Menschen für eigene Zwecke.
Das war vorauszusehen - jedenfalls für die, die schon mal in einer Partei waren und für die, die Die LINKE kennen.

Ziele und Programm einer Partei sollten in dieser Arbeitsgemeinschaft außen vor bleiben. Es geht nicht um ideologische Phrasen und irgendeiner Idee sondern um Menschen. Ich hatte angenommen, dass DIE LINKE in dieser außergewöhnlichen Zeit und unter diesen außergwöhnlichen Umständen in der Gesellschaft den betroffenen Menschen ehrlich helfen will.
Das bestätigt, dass die Denke von Rounddancer vorzuherrschen scheint: Der Mensch nicht als Mensch, sondern als Schildkröte.
Du bist keine kurzsichtige Schildkröte und lässt dich nicht mit einem vorgehaltenen Salatblatt steuern???

Herzlichen Glückwunsch und Willkommen im Club!! :icon_smile:
.
 

destina

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#69
Das war vorauszusehen - jedenfalls für die, die schon mal in einer Partei waren und für die, die Die LINKE kennen.


Das bestätigt, dass die Denke von Rounddancer vorzuherrschen scheint: Der Mensch nicht als Mensch, sondern als Schildkröte.
Du bist keine kurzsichtige Schildkröte und lässt dich nicht mit einem vorgehaltenen Salatblatt steuern???

Herzlichen Glückwunsch und Willkommen im Club!! :icon_smile:
.
Ich werde mir deswegen auch keine Brille kaufe, die farbenblind ist und statt rot grüne Salatblätter sieht.;-)
 

dr.byrd

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#71
@dr.byrd
Und rate mal, wer unter der Hand als Haupt-"Act" in Berlin gehandelt wird.

Mario Nette
Da werden auch von anderen Organisationen Menschen das Wort ergreifen. Mir ist jetzt nicht ganz klar, warum von DIE LINKE, die zu den Organisatoren gehört, da niemand sprechen soll?
Jede Organisation ist auch frei zu entscheiden, wer das sein soll. Ich versteh da die Aufregung nicht. Die Reden, die da zum Schluss immer geschwungen werden, sind doch so ziemlich das Unwichtigste an der Demo.

Echt, Freunde, geht´s irgendwie noch kleinlicher? Vielleicht noch mit Stoppuhr bei den Redebeiträgen. :icon_eek: Schon die Vorbereitung war ja an Krampf kaum zu überbieten. - Deutscher ging es nicht.

Wer eine große Demonstration haben will, der muss auch mit den großen Organisationen wie Gewerkschaft, Linke und Attac leben können. Da ist halt klar, dass da auch viel windelweiches Gewäsch rüberkommen wird.

Aber jeder kann ja auch unter seinen eigenen Losungen marschieren.
 

Mario Nette

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#73
@dr.byrd
Mir persönlich geht es nicht darum, dass jeweils einer als Hauptredner auf jeweils einer Demo auftritt, sondern um die Außenwirkung und das, was aus diesen Gegebenheiten medial gemacht wird.

Mario Nette
 

Dora

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#74
Wieso "kurzsichtige Schildkröte"? Habt ihr nicht die Werbung zu den Bundeswertpapieren im Hinterkopf?

Mario Nette
Rounddancer Heinz machte den Vergleich mit Alltags- oder Gattungsbedingt kurzsichtigen Schildkröten, die wegen ihrer Kurzsichtigkeit nicht in der Lage seien komplexe Ziele (Salatkopf am Ende einer Wegstrecke) zu erkennen.

Die Schildkröte aus der Werbung für die Bundesanleihen kenne ich, gehöre aber auch nicht zur Zielgruppe und Einkommensklasse die ihr Geld - weil sie genug davon hat - offensichtlich dank dieses Systems ungescholten und ohne öffentliche Diffamierung im Schlaf "verdient" und die offensichtlich mit dieser Werbung angesprochen werden soll. :icon_smile:
.
 
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#75
Rounddancer Heinz machte den Vergleich mit Alltags- oder Gattungsbedingt kurzsichtigen Schildkröten, die wegen ihrer Kurzsichtigkeit nicht in der Lage seien komplexe Ziele (Salatkopf am Ende einer Wegstrecke) zu erkennen.

Die Schildkröte aus der Werbung für die Bundesanleihen kenne ich, gehöre aber auch nicht zur Zielgruppe und Einkommensklasse die ihr Geld - weil sie genug davon hat - offensichtlich dank dieses Systems ungescholten und ohne öffentliche Diffamierung im Schlaf "verdient" und die offensichtlich mit dieser Werbung angesprochen werden soll. :icon_smile:
.

Vielleicht meinte er mit den Schildkröten die eigenen "Parteigenossen".

Das "Salatblatt" ist die LAG und/oder die BAG, der "Salatkopf" die Partei.

War eigentlich schon lange vorher offensichtlich, das es eher um Wähler- und Mitgliederfang ging, weniger um eine "echte Gegenwehr zu Hartz IV".
 

dr.byrd

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#76
Pressemitteilung des Bündnisses Berlin - Nord/Ost

Pressemitteilung des Berliner Bündnisses "Wir zahlen nicht für Eure Krise"


Mobilisierungskampagne für die Großdemonstration am 28. März 2009 in Berlin-Mitte gestartet


An diesem Samstag startet das Berliner Bündnis, in dem sich über dreißig linke, antikapitalistische und fortschrittliche Organisationen zusammengeschlossen haben, die Mobilisierung für die Großdemonstration am 28. März 2009 in Berlin.

Auf Marktplätzen und vor Einkaufszentren werden Flugblätter verteilt, ab Montag, den 2. März, beginnt die Mobilisierung vor allen Berliner JobCentern, am Dienstag, den 10. März, folgen die Berliner Großbetriebe, und ab Montag, den 16. März, alle zentralen U- und S-Bahnhöfe.

Dazu erklärt Christina Kaindl, Sprecherin des Berliner Bündnisses: "Wir werden allein in Berlin vierhunderttausend Flugblätter verteilen und zwanzigtausend Plakate kleben."

Neben dem bundesweiten Aufruf wird ein Berliner Aufruf verteilt, in dem deutlich gemacht wird, wer die jetzige Krise des Kapitalismus verursacht hat und wer dafür zahlen soll. Christina Kaindl: "Die herrschende Klasse und die Regierung werden versuchen, die Krisenlasten auf die Lohnabhängigen, Erwerbslosen, Rentnerinnen und Rentner, auf die Schüler und Studierenden abzuwälzen. Wir dagegen fordern: Die Verursacher und Profiteure der Krise müssen zur Kasse gebeten werden. Täglich werden Milliarden und Abermilliarden in ein völlig marodes Wirtschafts- und Finanzsystem gepumpt, während die Beschäftigten und Erwerbslosen bestenfalls mit Peanuts abgespeist werden."

Wir wollen keinen abgehobenen Dialog in Talkshows und Parlamenten mit den Verursachern der Krise, sondern wir mobilisieren die Berliner Bevölkerung für ihre ureigensten Interessen. Dazu gehören ein gesetzlicher Mindestlohn von 10 € die Stunde, die sofortige Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze auf 500 € ohne Anrechnung in Bedarfsgemeinschaften und die Abschaffung von Sanktionen auf die Grundsicherung, sowie eine armutsfeste Rente ab 60. Gegen die steigende Arbeitslosigkeit setzen wir auf Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

Nach Angaben der EU-Kommission schlummern in den Büchern der europäischen Banken 18 Billionen € an sogenannten toxischen Papieren. Dazu erklärt Christina Kaindl: "Die Großbanken in Deutschland müssen verstaatlicht, die Bücher müssen offengelegt und die Öffentlichkeit muss über alle Risiken umfassend informiert werden. Die Profiteure müssen die Kosten dieser Krise bezahlen, die Einführung einer Millionärssteuer und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer stehen auf der Tagesordnung."

Wir demonstrieren am 28. März 2009 nicht allein in Berlin, sondern auch in Frankfurt und in vielen Städten weltweit. Wir sind in diesem Moment solidarisch mit den Werktätigen auf Guadeloupe und Martinique und den Lohnabhängigen in Irland. Wir alle gemeinsam kämpfen auch über den 28. März 2009 hinaus für eine solidarische Gesellschaft.

Schluss mit dem Profitsystem - Menschen vor Profite!
Demonstration "Wir zahlen nicht für eure Krise"
28.3. 12:00 Uhr Rotes Rathaus


Für Rückfragen:
Michael Prütz (Berliner Bündnis Wir zahlen nicht für Eure Krise): 0172 / 91 69 800
Christina Kaindl (Berliner Bündnis Wir zahlen nicht für Eure Krise): 0171 / 483 24 65
Steffi Graf (dielinke.SDS): 0162 / 719 74 15
Tim Laumeyer (Interventionistische Linke): 0179 / 976 35 56
 

dr.byrd

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#77
Die Mobilisierung geht weiter! Helft alle mit!

Hallo,

seit einer guten Woche ist die Bündnis-Homepage
www.kapitalismuskrise.org aktualisiert und in neuem Design online. Für
mehrere Rubriken der Seite braucht es allerdings noch Informationen und
Kontakte aus möglichst vielen anderen Städten bundesweit. Wenn Ihr
welche habt, schickt sie bitte an info@kapitalismuskrise.org. Im
einzelnen geht es um:

1. Termine für Veranstaltungen und Aktionen zur Mobilisierung
(http://www.kapitalismuskrise.org/termine-mobilisierung)
2. Termine für Bündnis- und Vorbereitungstreffen zur Mobilisierung
(http://www.kapitalismuskrise.org/termine-buendnis-treffen)
3. Falls irgendwo in der Stadt Mobilisierungsmaterial ausliegt: Ort,
Adresse, Öffnungszeiten
4. Falls es Busse gibt: Bitte tragt sie in die Busbörse auf 28maerz.de
ein: http://www.28maerz.de/busboerse/
5. Lokaler Kontakt / AnsprechpartnerIn, die wir auf die Seite setzen
können. (Es gibt die Möglichkeit, Mailadressen mit Weiterleitung an eine
beliebige Adresse einzurichten: stadtname@kapitalismuskrise.org)
6. Gerne setzen wir auch Infos des jeweiligen lokalen Bündisses dazu:
Aus wem besteht der Mobilisierungskreis? Gibt es Pläne, die über den
28.3. hinausgehen? usw.

Desweiteren nehmen wir auch gerne Hinweise auf andere Aufrufe, für
Frankfurt und Berlin wie international entgegen. Genauso Presseartikel
mit Bezug auf die Krisenproteste.
 
E

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#79
elgoki
Sagt mal Leute worum geht es eigentlich hier?
Wollen wir was verändern oder wollen wir den Wettstreit ausführen wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat?
Es geht doch einfach darum ein Ziel zu erreichen - aber so wie hier einige Leutz aufeinander losgehen - werden wir es nie erreichen.
Also los - auch ihr Bedenkenträger - raus auf die Straße am 28. März!!!
So sehe ich das auch, und ich möchte das tiefgründige Gespräch um die richtige linke Politik nicht stören :icon_smile:, nur kriege ich das mit den Bussen nicht ganz auf die Reihe, von denen irgendwo in den Tiefen des Forums gesprochen wurde.
Weiß jemand, ob und wie wir Hamburger nach Berlin kommen? Treffpunkte?
Gibt es da Sammel-Möglichkeiten, und was kosten die?
Oder muss das jeder für sich abmachen?
Mit so einem 29,-Wochenendticket komme ich ja auch nach Berlin, auch wenn ich stundenlang fahre und an jeder Milchkanne halte.

LG :icon_smile:
 

Rounddancer

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#80
Nun, laut der Busbörse fährt ein Bus von Hamburg aus:

Hamburg

Bus zur Demo in Berlin.
Anmeldung: 015 77 / 266 22 75 oder attac-hamburg@gmx.de
Preis: 15 Euro / Solipreis 20 Euro / wer weniger oder nichts zahlen kann melde sich bitte trotzdem.
Abfahrt: 9:00 Uhr. Der genaue Ort folgt noch.
 
E

ExitUser

Gast
#81
Kölner Bündnis

bestehend aus Die Linke., Attac, Antifa, Gewerkschaften u.a. fahren nach Ffm.
3 Busse sind schon definitiv fest.

Eine andere Welt ist möglich!

Globaler Aktionstag zum Welt-Finanz-Gipfel der G20

Bundesweite Demonstration:

Sa, 28. März-12 Uhr - Frankfurt/Main, Bahnhof

Abfahrt der Busse ab Köln: 9 Uhr, Hans - Böckler- Platz

Karten unter: www.28maerz.de / wolfgang.lindweiler(at)web.de

Menschen vor Profite:

Freitag, 13. März, 17.30 Uhr: Rudolfplatz Kundgebung des Kölner Bündnisses

www.die-linke-koeln.de
 

ethos07

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#82
Damit keine Verwirrung entsteht bei jenen, die die bisherige Mobilisierung nicht so genau verfolgt haben:

Die bundesweite Demo am 28. März ist zwei-teilig:
Es gibt eine Demo in Berlin
und eine in Frankfurt

Jeweils von unterschiedlichen regionalen Bündnissen organisiert, die lose miteinander verbunden sind.

Norden & Osten mobilisiert für Berlin.
Westen & Süden für Frankfurt/M.

* * *

Als zentrale Website wurde kapitalismuskrise.org vereinbart.
Dann hat attac eine weitere aufgemacht, www.28maerz.de . Dort läuft nun auch die Busbörse.- D.h. dort könnt ihr für die Fahrten schauen.


(Für weitere Infos bitte auf diesen zwei Webseiten schauen - ich bekomme von dort auch nur die mails)


* * * *
PS
Hier in Berlin wird weiterhin versucht, nicht der DiLi (Partei Die Linke) die Meinungsshow in den Medien allein zukommen zu lassen. Denn damit würde die breite Vielfalt der übrigen Linken (als Gesamtbewegung u. wichtiger Teil der künftigen Gesellschaft), die diese Demo auch im Wesentlichen auf die Beine stellt, verschattet.
Diese vielfältige Linke würde, wenn in Frankfurt und Berlin nun von der DiLi noch schnell ihre zwei Starredner für die Demo aus dem Hut gezaubert werden, ungewollt und ungerechtfertigt zu Statisten der DiLi-Parteiwerbung erscheinen. Und das möchte ja die vielfältige Linke gerade explizit eigentlich nicht sein. Sonst hätten ja alle längst in die DiLi eintreten können.
Mal sehen wie dieses schon komische Tauziehen nun diesmal ausgeht. Wobei eine Demo allein eh noch kein Morgen abgibt. :)).
 

M.aus.B

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#83
Glück Auf ELOS,

an alle, die nach Berlin zur Demo fahren. Was haltet Ihr davon, wenn wir uns als Eloten dort irgendwo treffen und als "Block" gemeinsam mit dran teilnehmen ? Könnten uns so mal persönlich kennenlernen und ein bissel quatschen ??

Grüße aus dem großen B.

vom M.aus.B
 
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#84
Glück Auf ELOS,

an alle, die nach Berlin zur Demo fahren. Was haltet Ihr davon, wenn wir uns als Eloten dort irgendwo treffen und als "Block" gemeinsam mit dran teilnehmen ? Könnten uns so mal persönlich kennenlernen und ein bissel quatschen ??
Grüße aus dem großen B.
vom M.aus.B
Liebe Maus !
Das wäre schön, aber Du bist in der falschen Partei !
(selbst hier wird ja indirekt Gegenstimmung betrieben, obwohl es doch um Sachen geht, die JEDEN betreffen...)
 
E

ExitUser

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#85
2000 Menschen demonstrieren gegen Armut im Alter

... rief die Menschen auf, generationenübergreifend für eine solidarische Rente zu kämpfen und sich nicht einen Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt einreden zu lassen.Es geht nicht um die Frage, wie viele Junge morgen wie vielen Rentnern gegenüber stehen, sondern um die Frage, wie der Produktivitätszuwachs dieser Gesellschaft verteilt wird.“

... Die Kundgebung ist der Start einer dreiwöchigen Kampagne. Am 28. März soll es als Höhepunkt eine große Konferenz mit dem DGB- Vorsitzenden Michael Sommer in Mannheim geben. Von dort aus soll eine Radstafette ein Riesentransparent nach Berlin bringen, das dort am 4. April in Reichstagsnähe präsentiert werden soll.

http://stimme.de/heilbronn/
 

Mario Nette

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#86
Glück Auf ELOS,

an alle, die nach Berlin zur Demo fahren. Was haltet Ihr davon, wenn wir uns als Eloten dort irgendwo treffen und als "Block" gemeinsam mit dran teilnehmen ? Könnten uns so mal persönlich kennenlernen und ein bissel quatschen ??

Grüße aus dem großen B.

vom M.aus.B
Diesbezüglich ist momentan was in der Mache. Ich hoffe, demnächst mehr Infos zu kriegen.

Mario Nette
 

galadriel

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#87
Schön, dann sagt mal Bescheid.:icon_klatsch:
Wir fahren mit dem Auto bis Alt-Glienicke und dann mit der S-Bahn rein. Hoffentlich geht das, letztes Jahr war da alles gesperrt.:confused:
 
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#88
Schön, dann sagt mal Bescheid.:icon_klatsch:
Wir fahren mit dem Auto bis Alt-Glienicke und dann mit der S-Bahn rein. Hoffentlich geht das, letztes Jahr war da alles gesperrt.:confused:
Vielleicht fahrt Ihr Schönefeld schon von der Autobahn ab und dann vom Flughafen mit der Regio ??
 

Mario Nette

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ethos07

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#90
Genauer Treffpunkt und Erkennungsmerkmal für den gemeinsamen Block vom Chefduzen- und elo-forum - einem Block der Erwerbslosen & Geringverdiener & ihrer Freunde - am 28.März in Berlin wird hier bekannt gegeben, sobald dieser Treffpunkt abgesprochen ist :icon_party:.

Sicher wird das in der Nähe des Roten Rathaus um fünf vor zwölf sein.

... und wer sich anderswo einreihen möchte: kein Problem. Wir sind ja nicht nur erwerbslos, sondern haben auch noch unsere unterschiedlichen politischen Färbungen. Wenn ich persönlich es auch gut fände, es würden sich langsam mehr Erwerbslose und Prekäre direkt auch öffentlich als erwerbslos & prekär zu erkennen geben. Auf dieser Demo könnten wir das öffentlich zeigen.
Bitte jedoch alles ohne DieLi-(Wahl)Propaganda. Auch wenn viele - ich inklusive - es bislang insgesamt gut finden, dass es diese Partei nun gibt. Doch diese Partei kann nun nicht alles Linke mit ihrer gut finanzierten Parteipropaganda überrollen. Es gibt eine breite vielgestaltige Linke jenseits dieser Partei Die Linke.
Es wäre schade, wenn die Demo gegen die Krisenabwälzung auf die Bevölkerung am 28.März zum Auftakt von medienheischenden 'Saalschlachten' unter den nun mal sehr verschiedenen Strömungen der linken Kräfte würde.
Lasst uns am 28. März gemeinsam, aber durchaus vielgestaltig angriffslustig gegen das Krisenmanagement der neoliberalen Herrschaften auftreten!
Nochmals für von weiter her Anreisende: es gibt eine von attac gut organisierte Busbörse...

... und hier immer alle aktuellen Infos rund um die Demos am 28.März in Berlin und Frankfurt.
 
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Gast1

Gast
#91
Was haltet Ihr von folgendem Text auf dem Transpi, das die Leute in der ersten Reihe eines solchen Erwerbslosenblocks vor sich her tragen würden?

Parade der Erwerbslosen
Natürlich wäre so ein Transpi peinlich, wenn der Block nur aus ein paar Männeken besteht.
 

galadriel

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#92
Vielleicht fahrt Ihr Schönefeld schon von der Autobahn ab und dann vom Flughafen mit der Regio ??
Ja, das wäre auch eine Möglichkeit.Danke.

Habe auch gerade in der Busbörse eine Mitfahrgelegenheit ab Chemnitz gefunden.

@ Schlaraffenland

Dann sorgen wir doch dafür, dass es viele werden.
 
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ExitUser

Gast
#94
Hier noch ein paar Parolen, mal ein wenig anders, für Berliner und Frankfurter:





Für ein Leben in Würde

Wir möchten satt werden

Arbeit und Wohlstand für alle

Für Arbeit und gerechte Löhne

Für gerechte Politik

Wir benötigen gute, gerechte Gesetze

Wir wollen Arbeit

Für Frieden, Vollbeschäftigung und Gerechtigkeit
Nur Geld für das Volk

Für Vollbeschäftigung und gute Bezahlung
 
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ExitUser

Gast
#96
Zehntausende wollen demonstrieren

Über 100 Organisationen rufen zu Demos am 28. März in Frankfurt und Berlin.

Bislang seien bereits über hundert Busse aus dem Norden und Osten der Bundesrebublik gebucht, berichtet Christina Kaindl vom Vorbereitungskreis in Berlin. Allein für Berlin rechnen die Veranstalter mit mehreren zehntausend TeilnehmerInnen. Zu den zentralen Forderungen der Demonstranten gehört unter anderem eine Sonderabgabe auf große Vermögen und eine Millionärssteuer. Zudem fordet das Bündnis massive öffentliche Investitionen in Bildung, Umwelt- und Klimaschutz.
http://www.taz.de/zehntausende-wollen-demonstrieren/
 
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Gast1

Gast
#97
Hier noch mal der Aufruf/Vorschlag der Bildung eines äußerlich erkennbaren partei- und gewerkschaftsungebundenen Erwerblosenblocks, bestehend aus unterschiedlichen Inis und Erwerbslosenforen und Einzelpersonen.

Je mehr mitmachen bei der Kontaktaufnahme mit anderen Inis und Erwerbslosenforen, desto besser.
 

Mario Nette

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#98
Frankfurt:
Demonstration gegen Finanzkrise: 20.000 Teilnehmer erwartet
Offenbar kriselt es noch nicht genug. 20.000 sind zwar an sich eine ganz nette Zahl im Vergleich zu den Demos der letzten Hungerjahre - aber groß ist sowas nicht.

Mario Nette
 
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Gast1

Gast
#99
Offenbar kriselt es noch nicht genug. 20.000 sind zwar an sich eine ganz nette Zahl im Vergleich zu den Demos der letzten Hungerjahre - aber groß ist sowas nicht.
Ach, das ist doch nur propagandistisches Tiefstapeln, damit da nicht insgesamt 1 Mio hingehen - wenn ich da hingehe, dann sind das schon mal 20.001 Teilnehmer :icon_mrgreen:
 
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