Dauerhaft erwerbsunfähig geschrieben mit 29 - wie kommt man da wieder raus?

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Ninchan

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Hallo,

ich bin seit Januar 2017 beim Sozialamt und bekam da Hilfe zum Lebensunterhalt da ich erstmal befristet erwerbsunfähig geschrieben wurde.
Eine neue Prüfung stand Ende 2017 an um zu entscheiden ob ich weiter Erwerbsunfähig bin oder nicht.
Allerdings, entgegen meiner Erwartung, bekam ich keinen Termin für eine amtsärztliche Untersuchung sondern aufgrund der Unterlagen welche die Rentenversicherung von mir hat wurde entschieden dass ich weiter erwerbsunfähig bin (unter 3h am Tag), nun aber unbefristet also dauerhaft und daher bekomme ich ja auch Grundsicherung.

Allerdings läuft die Bewilligung auch wieder bis Ende diesen Jahres weshalb ich mich so ca. Ende Oktober wieder melden muss da es neu geprüft werden muss.

Jetzt habe ich große Angst nie mehr daraus zu kommen, ich möchte diesen Status nicht beibehalten.
Wie sieht dass denn aus wenn man sich für einen Job, Ausbildung oder Schule bewirbt und bekommt eine Zusage? Geht dass dann nicht da man ja "dauerhaft erwerbsunfähig"? Oder muss ich erst zu einer erneuten Untersuchung um davon befreit zu werden und darf dann erst was suchen oder falle ich einfach aus diesem Status automatisch raus sobald ich etwas gefunden habe wie Arbeit, Schule etc.

Ich war wirklich psychisch sehr krank weshalb ich bis jetzt nicht arbeiten konnte und ich habe auch immer noch meine Probleme allerdings hat sich viel getan und ich traue mir zu wieder etwas machen zu können (Ziel Abitur über eine Schule), ich bin ja auch noch jung.

Aber ich möchte meine Zukunft jetzt in Angriff nehmen, etwas für mich tun und mich langsam rausarbeiten nur habe ich wirklich Angst dass mir da Steine in den Weg gelegt werden ;(

Vielleicht kann mir jemand dazu seine Erfahrung und Wissen mitteilen.
Gestern habe ich zwar schon einen Thread eröffnet allerdings bezog er sich auf mein Vorhaben Schule zu machen, dies hier handelt ja spezifisch um meine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit und wie man da wieder rauskommt.

Danke schonmal im voraus :)
 
E

ExUser 2606

Gast
Hey Ninchan,

wie war das mit dem runterfahren?

Wenn Du eine Arbeit findest mit mehr als 3 Stunden am Tag, bist Du aus der Grusi schneller raus, als Du kucken kannst.

Aber eine Schritt nach dem anderen. Jetzt schau doch erstmal, was mit der Schule und dem Abi wird. Und danach kannst Du dann weitersehen. Hast Doch noch Dein ganzes Leben vor Dir.
 

Ninchan

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Hey Ninchan,

wie war das mit dem runterfahren?

Wenn Du eine Arbeit findest mit mehr als 3 Stunden am Tag, bist Du aus der Grusi schneller raus, als Du kucken kannst.

Aber eine Schritt nach dem anderen. Jetzt schau doch erstmal, was mit der Schule und dem Abi wird. Und danach kannst Du dann weitersehen. Hast Doch noch Dein ganzes Leben vor Dir.

Ja ich weiß, ich geb mir wirklich Mühe. Diese Angst kam jetzt hoch weil ich eben etwas durch das Forum gestöbert bin und dort auch in irgendeinem Thread die Aussage gelesen habe dass es sehr Unwahrscheinlich ist wieder aus der dauerhaften Erwerbsminderung rauszukommen da man so ja auch nichts bekommt, die Ärzte einen erst wieder "Erwerbsfähig" einschätzen müssen etc
Das hatte mich beunruhigt daher kam dieser Thread zustande, entschuldige bitte.

Ja, morgen mache ich mir einen Beratungstermin und warte diesen erstmal ab, ich werde dann weiter berichten was sich ergeben hat.
Es stimmt ja dass es nichts bringt wenn ich mich jetzt im Vorfeld schon so verrückt mache, das raubt nur Energie.

Danke für deine verständnisvollen Worte :)
 

Herr Lumpi

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Niemand außer Dir selbst kann dich daran hindern davon wieder von weg zu kommen. Wobei die Möglichkeit dabei zu bleiben, an und für sich, ja besondere Wertschätzung verdient. Nicht viele Staaten haben ein vergleichbares Sozialsystem. Aber wenn man nicht darauf angewiesen ist gibt es wahrlich noch anderes zu tun.

Ich kann Dir davon abraten untätig abzuwarten. Wenn Du nicht selbstständig, aus eigenem Interesse, daran arbeitest deine Situation zu verändern, werden sie nicht von der Einschätzung "arbeitsunfähig" abrücken.

Das bedingungslose europäische Grundeinkommen wäre auch ein Fortschritt für mich.
 

Herr Lumpi

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Zur Schule gehen kannst du jederzeit, das rührt den arbeitsunfähigen Status nicht an. Seit wann ist Bildung, Arbeit? Bildung ist erwünscht, hat aber nicht den Status von Lohnarbeit. Und darum geht es, wenn du es schaffst drei Stunden täglich Geld zu verdienen, lieferst Du selbst den "Beweis" arbeitsfähig zu sein. Und nach zwei drei Monaten Gelderwerb schicken Sie Dich zum Jobcenter, wechseln Dich nach SGB II. Also, geh zur Schule und mache einen Schulabschluss. Und mach Sport, das ist genauso wichtig.

PS: Der Arbeitsbegriff von Marx und Engels ist ein anderer als der des Rechtsstaat.
 
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