Dauerhaft erwerbsgemindert - Probleme mit dem Finanzamt - Pfändungsandrohung

J

JuppSchmitz

Gast
Hallo,

ich habe nichts entsprechendes in der Suche gefunden.

Sachlage:
1. Bin seit 2012 (rückwirkend nach Widerspruch meinerseits) erst für drei Jahre und dann seit 2015 auf Dauer voll erwerbsmindernd (nennt man das so?) in Rente. Da meine Rente klein ist, bekomme ich noch was vom örtlichen Grundsicherungsamt.

2. Habe ein kleines Nebengewerbe mit unregelmäßigen kleinen Einkünften. Diese Einkünfte habe ich per Einnahmen-Überschußrechnung immer den entsprechenden Ämtern gemeldet. Immer so weit unter 100 Euro pro Monat, wenn überhaupt.

3. Habe seit 2013 keine Steuererklärung mehr gemacht da seit 2012 in Rente. Davor hab ich Einkommenssteuer und Gewerbesteuer gemacht.

4. Bekomme nun - da in der Zwischenzeit wohl vom FA geschätzt - Briefe vom FA mit Zahlungsaufforderung Einkommenssteuer für 2013, dabei handelt es sich um eine geschätze Summe, dies habe ich vor Wochen, als der erste Brief kam, am Telefon mit dem zuständigen Bearbeiter abgeklärt. Ich wußte gar nicht, was die von mir wollten, als der Brief kam, vor ein paar Wochen.

5. Habe mich nun schlau gemacht, man muss eine Einkommens-Steuererklärung machen als Rentner, nur, muss man das auch, wenn man so eine kleine Rente bekommt, dass man noch Grundsicherung zusätzlich braucht? Dies wäre meine erste Frage. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Das FA weiß alles, aber nichts über die Höhe meiner Rente und dass ich zusätzlich Grundsicherung bekomme?

6. Habe mich in der Zwischenzeit (der erste Brief vom FA ist ja schon ein paar Wochen her) bei Elster angemeldet, da man ja gezwungen wird, das zu benutzen. Habe in der Zwischenzeit auch die erfolderlichen Bescheinigungen von der Rentenversicherung über die Rentenzeiten und Höhe besorgt. Ich kann also quasi jetzt die fehlenden Einkommenssteuer-Erklärungen nachholen. Die jeweiligen Einnahme-Überschuß-Rechnungen habe ich schon per Elster an das zuständige Finanzamt übermittelt.

7. Trotzdem kam heute ein weiterer Brief mit einer quasi ulitmativen Zahlungsaufforderung, der eigentlichen geschätzen Summe für die Einkommenssteuer 2013, plus Verzugszinsen. Mit Pfändungsandrohung. Eine Woche Frist.

Was mache ich nun.
Die wollen so 300 plus haben, 1. hab ich das Geld nicht und 2. steht denen das auch gar nicht zu, weil es eine überhöhte Schätzung ist.

Nochmal meine Fragen:
Seit wann muss man als Rentner mit zusätzlich Grundsicherung Einkommenssteuer machen? Wenn man kaum Einkommen hat beim Nebenerwerb?

Ist solch eine Forderung rechtmäßig?

Fällt diese Forderung weg, bzw. erledigt sich, wenn ich die Einkommenssteuer für das fragliche Jahr (und auch die anderen Jahre, darum geht es aber jetzt nicht) mache?

vielen Dank für jedwede Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen Jupp Schmitz
 
E

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Gast
man muss als Rentner eine Steuererklärung machen, das Finanzamt weiß ja nicht, wie hoch deine Rente ist. hab dieses Jahr auch eine Steuererklärung abgeben müßen, weil ich 2015 eine Rente zugesprochen bekommen habe.

Im Rentenbescheid müßte auch stehen, das man sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzen muss und eine Steuererklärung machen. idR macht man die im Folgejahr, nachdem Rente bewilligt wurde.
dann wird ein Steuerbescheid erstellt.
 

doppelhexe

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4. Bekomme nun - da in der Zwischenzeit wohl vom FA geschätzt - Briefe vom FA mit Zahlungsaufforderung Einkommenssteuer für 2013, dabei handelt es sich um eine geschätze Summe, dies habe ich vor Wochen, als der erste Brief kam, am Telefon mit dem zuständigen Bearbeiter abgeklärt. Ich wußte gar nicht, was die von mir wollten, als der Brief kam, vor ein paar Wochen.....


7. Trotzdem kam heute ein weiterer Brief mit einer quasi ulitmativen Zahlungsaufforderung, der eigentlichen geschätzen Summe für die Einkommenssteuer 2013, plus Verzugszinsen. Mit Pfändungsandrohung. Eine Woche Frist.....



Seit wann muss man als Rentner mit zusätzlich Grundsicherung Einkommenssteuer machen? Wenn man kaum Einkommen hat beim Nebenerwerb?

Ist solch eine Forderung rechtmäßig?

Fällt diese Forderung weg, bzw. erledigt sich, wenn ich die Einkommenssteuer für das fragliche Jahr (und auch die anderen Jahre, darum geht es aber jetzt nicht) mache?

vielen Dank für jedwede Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen Jupp Schmitz

4. + 7.
merkst du was? was hat dir dein telefonat gebracht? nichts. und du hast nicht mal beweise für das, was am telefon besprochen wurde... man klärt mit keinem amt was NUR telefonisch oder mdl... man schiebt IMMER zumindest einen brief hinterher, bezugnehmend aufs gespräch und lässt sich gesagtes bestätigen...
ausserdem ist fraglich, ob der SB vom telefonat und der SB von der forderungsstelle der selbe ist, ob DEIN SB das abgesprochene weitergeleitet hat.

sofort der zahlungsaufforderung widersprechen (widerrufsmöglichkeit muss im bescheid stehen, meist hinten) mit dem hinweis darauf, das die einkommenssteuer der letzten jahre nachgereicht wird... und dann aber hopp...

................
rentner müssen einkommenssteuer machen, spätestens seit vor ein paar jahren festgelegt wurde, das die rente versteuert wird ab einer bestimmten höhe...
ausserdem hast du einnahmen, die höhe kann das FA nicht wissen, aber das du ein gewerbe hast wissen die schon... also wird geschätzt... jedenfalls wenn du nicht auf briefe von denen auch schrftl. reagierst.
................
hinfällig ist die forderung nicht, kann aber reduziert (auch auf 0 - wenn deine einkommen das hergeben) werden, wenn du dich jetzt in die spur machst, widerspruch einreichst und die geforderten steuererklärung schnellstens nachreichst.
mit einer strafe für zu späte abgabe muss man seit diesem jahr auch rechnen, ist aber eine KANN-bestimmung

wichtig für die zukunft! mündlich ist schall und rauch... nur papier ist nachweisbar!!!
 
E

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Gast
Abgabepflicht einer Steuererklärung als Rentner besteht nur wenn man mit den Einkünften über den jährlichen Grundfreibetrag liegt oder man vom Finanzamt dazu aufgefordert wird! Wenn man dann immer noch keine abgibt kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. (was von Nachteil sein kann...:biggrin:) Ausserdem kann ein Zwangsgeld angedroht werden...

Ausserdem ist nicht die gesamte Rente steuerpflichtig und hängt auch vom Jahr des Renteneintritts ab.

Man sollte allerdings wenn man sich nicht sicher ist ob man Steuern zahlen müsste bzw. wie hoch der individuelle Grundfreibetrag ist/liegt sich beraten lassen.....



liesa
 
E

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Gast
Abgabepflicht einer Steuererklärung als Rentner besteht nur wenn man mit den Einkünften über den jährlichen Grundfreibetrag liegt oder man vom Finanzamt dazu aufgefordert wird! Wenn man dann immer noch keine abgibt kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. (was von Nachteil sein kann...:biggrin:) Ausserdem kann ein Zwangsgeld angedroht werden...

Ausserdem ist nicht die gesamte Rente steuerpflichtig und hängt auch vom Jahr des Renteneintritts ab.




liesa

aus meinen Rentenbescheid. (steht übrigens nicht nur in der 1. Rentenbewilligung drin, auch in der Rentenverlängerung)


Muß ich meine Rente versteuern?
Ein Teil Ihrer Rente gehört zu den steuerpflichtigen Einkommen, der verbleibende Teil ist der steuerfreie Anteil der Rente.

Ob Sie für den steuerpflichtigen Anteil tatsächlich Steuern zahlen müssen, können wir nicht beurteilen. Das kann nur Ihr Finanzamt prüfen. Dort wird Ihre Einkommensteuer festgesetzt, nachdem Sie eine Steuererklärung abgegeben haben. Mit Fragen zur Steuerpflicht wenden Sie sich an Ihr Finanzamt.

Bitte benachrichtigen Sie uns, wenn Sie für die Steuererklärung eine Bescheinigung über die Höhe Ihrer Rente benötigen. Diese stellen wir Ihnen gerne auf Wunsch aus.

Die von uns gezahlten Renten melden wir jährlich der Zentralen Stelle für Altersvermögen. Von dort werden die Daten an die Finanzverwaltungen der einzelnen Bundesländer übermittelt. Zu diesem Meldungen sind wir gesetzlich verpflichtet. Trotz unserer Meldung müssen Sie prüfen, ob Sie eine Steuererklärung abgeben müssen.

und das geht eben nur, wenn man eine Steuererklärung abgibt. ich hatte auch nachgefragt im Finanzamt. ja, ich muss eine machen. habe ich gemacht. die waren am Telefon sehr freundlich, haben mir auch genau Auskunft gegeben und es war auch kein Problem weil es etwas länger dauerte und ich zwischendurch nachfragte. (da könnten sich die Sozialbehörden mal ne Scheibe von abschneiden) und eine Steuer hatte sich auch nicht errechnet (ich bekomm keine Leistungen von Grusi etc.)
 
J

JuppSchmitz

Gast
4. + 7.
merkst du was? was hat dir dein telefonat gebracht? nichts. und du hast nicht mal beweise für das, was am telefon besprochen wurde... man klärt mit keinem amt was NUR telefonisch oder mdl... man schiebt IMMER zumindest einen brief hinterher, bezugnehmend aufs gespräch und lässt sich gesagtes bestätigen...
ausserdem ist fraglich, ob der SB vom telefonat und der SB von der forderungsstelle der selbe ist, ob DEIN SB das abgesprochene weitergeleitet hat.
ja richtig, das war blöd.
Ich hatte aber in der Zwischenzeit (also zwischen Telefonat und nächstem Brief mit Pfändungsandrohung) die Einnahmen-überschuß-Rechnungen eingereicht.
Scheint aber nix gefruchtet zu haben.

Habe jetzt soeben die Einkommenssteuer gemacht und eine Eingangsbestätigung bekommen.


sofort der zahlungsaufforderung widersprechen (widerrufsmöglichkeit muss im bescheid stehen, meist hinten) mit dem hinweis darauf, das die einkommenssteuer der letzten jahre nachgereicht wird... und dann aber hopp...
Kann man da auch formlos widersprechen? Ich habe diese Aufforderung nicht mehr.

hinfällig ist die forderung nicht, kann aber reduziert (auch auf 0 - wenn deine einkommen das hergeben) werden, wenn du dich jetzt in die spur machst, widerspruch einreichst und die geforderten steuererklärung schnellstens nachreichst.
mit einer strafe für zu späte abgabe muss man seit diesem jahr auch rechnen, ist aber eine KANN-bestimmung
dann wollen wir mal das Beste hoffen.

Ich dachte echt nicht dass man als Kleinstrentner mit einer Rente, die so niedrig ist dass man Grundsicherung dazu braucht, eine Steuererklärung machen muss.

Man sollte allerdings wenn man sich nicht sicher ist ob man Steuern zahlen müsste bzw. wie hoch der individuelle Grundfreibetrag ist/liegt sich beraten lassen.....
also ich bin mit Sicherheit unter diesem Grundfreibetrag. Das Problem werden sicherlich die "horrenden" (Ironie) Nebeneinnahmen in Höhe von 33, 45 Euro sein.:icon_surprised:

gruß und danke JuppSchmitz
 

doppelhexe

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ja richtig, das war blöd.
Ich hatte aber in der Zwischenzeit (also zwischen Telefonat und nächstem Brief mit Pfändungsandrohung) die Einnahmen-überschuß-Rechnungen eingereicht.
Scheint aber nix gefruchtet zu haben....
das sind 2 verschieden stellen... jedenfalls wenn schon eine zahlungsaufforderung gekommen ist. da muss die eine nichts von der nachgereichten abrechnung wissen... die sehen nur, das du nicht zahlst...

Kann man da auch formlos widersprechen? Ich habe diese Aufforderung nicht mehr.
das ist jetzt nicht dein ernst, oder? ALLES, was irgendwie auch nur im entferntesten mit geld zu tun hat, das hebt man über jahre auf, fein säuberlich sortiert in ordnern... mindestens 5, besser 10 jahre... wie das jetzt mit dem widerspruch funktionieren soll? normal ist bei einer zahlungsaufforderung eine rechnungsnummer bei, die dir jetzt fehlt. bleibt dir nichts anderes, als es mit der steuer-ID zu versuchen, damit sie den widerspruch zuordnen können...

Ich dachte echt nicht dass man als Kleinstrentner mit einer Rente, die so niedrig ist dass man Grundsicherung dazu braucht, eine Steuererklärung machen muss.
steht aber im rentenbescheid drin, man sollte wirklich alles lesen, nicht nur das einem angenehme... woher soll die steuerbehörde alle deine einnahmen kennen?


also ich bin mit Sicherheit unter diesem Grundfreibetrag. Das Problem werden sicherlich die "horrenden" (Ironie) Nebeneinnahmen in Höhe von 33, 45 Euro sein.:icon_surprised:

gruß und danke JuppSchmitz
das problem ist, das das FA nichts von der höhe deiner einnahmen weiss, die ja auch zb. aus miet-/pachteinnahmen/zinsen bestehen könnten oder anderen einnahmen. auch die höhe deines gewinns wissen sie ja nicht, wenn du denen nichts schickst. dazu sind steuererklärungen ja da...
 

Doppeloma

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Hallo liesa,

Abgabepflicht einer Steuererklärung als Rentner besteht nur wenn man mit den Einkünften über den jährlichen Grundfreibetrag liegt oder man vom Finanzamt dazu aufgefordert wird! Wenn man dann immer noch keine abgibt kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. (was von Nachteil sein kann...:biggrin:) Ausserdem kann ein Zwangsgeld angedroht werden...

Das ist NICHT korrekt, seit 2005 sind ALLE Rentner zunächst mal verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, ganz egal ob die Rente unter dem (gesetzlichen) Freibetrag liegt oder nicht, denn der individuelle Freibetrag wird erst dann berechnet und das Finanzamt möchte gerne selbst überprüfen, ob der Rentner wirklich keine Steuern zahlen muss ...

Ausserdem ist nicht die gesamte Rente steuerpflichtig und hängt auch vom Jahr des Renteneintritts ab.

Das ist soweit korrekt, aber woher soll das Finanzamt wissen können, dass man und ab welchem Jahr eine EM-Rente bewilligt bekommen hat, um diesen dauerhaft steuerfreien Teil dann individuell zu berechnen und festzulegen ?

Man sollte allerdings wenn man sich nicht sicher ist ob man Steuern zahlen müsste bzw. wie hoch der individuelle Grundfreibetrag ist/liegt sich beraten lassen.....

Das weiß ja eben Niemand wenn er Rente bewilligt bekommt (das gilt auch für den Eintritt in die Altersrente, nicht nur bei EM-Renten) darum ist man ab dem Folgejahr verpflichtet eine Steuererklärung einzureichen.

Das Finanzamt wird dann diesen persönlichen Freibetrag (entsprechend dem Beginn der Rente) berechnen und der wird sogar erst im 2. Rentenjahr (bzw. bei der nächsten Steuererklärung) endgültig festgestellt ... dann bleibt dieser feste Betrag lebenslang steuerfrei und es kommt auf die Rente darüber an, ob Steuern mal zu zahlen sind oder nicht.

Jedes Jahr wird dieser Freibetrag (für Neurentner) um 2 % geringer, bis dann irgendwann die Rente voll zu versteuern wäre wenn sie einen bestimmten Betrag übersteigt.

Der ändert sich (meiner Kenntnis nach) auch jedes Jahr und ist aktuell gar nicht so besonders hoch (um die 700 €) wie man sich das wünschen würde.

Mit einem zusätzlichen Einkommen aus einer Selbstständigkeit, kann man da schnell in den steuerpflichtigen Bereich kommen, auch andere Einkommen (außer steuerfreier Minijob) müssen natürlich bei der Steuererklärung mit angegeben werden.

https://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/steuererklarung-fur-rentner-das-mussen-sie-jetzt-wissen/

Hier kann man das ganz gut nachlesen, Werbung einfach wegklicken ...

Wir werden nächstes Jahr mal die "NV-Bescheinigung" beantragen, dann hat man wenigstens 3 Jahre Ruhe damit, wenn man kein weiteres steuerpflichtiges Einkommen zur Rente erzielt jedenfalls ...

https://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/nv-bescheinigung-hilft-steuern-sparen/

Die Bürokratie hat uns also auch als Rentner weiter fest im Griff (wenigstens 1 Mal im Jahr) ... egal ob man wirklich Steuern zahlen müsste oder nicht ... das möchten die "Finanz-Amtsschimmel" gerne selbst überprüfen dürfen ;-)))

MfG Doppeloma
 
J

JuppSchmitz

Gast
Das weiß ja eben Niemand wenn er Rente bewilligt bekommt (das gilt auch für den Eintritt in die Altersrente, nicht nur bei EM-Renten) darum ist man ab dem Folgejahr verpflichtet eine Steuererklärung einzureichen.

Das Finanzamt wird dann diesen persönlichen Freibetrag (entsprechend dem Beginn der Rente) berechnen und der wird sogar erst im 2. Rentenjahr (bzw. bei der nächsten Steuererklärung) endgültig festgestellt ... dann bleibt dieser feste Betrag lebenslang steuerfrei und es kommt auf die Rente darüber an, ob Steuern mal zu zahlen sind oder nicht.

Jedes Jahr wird dieser Freibetrag (für Neurentner) um 2 % geringer, bis dann irgendwann die Rente voll zu versteuern wäre wenn sie einen bestimmten Betrag übersteigt.

Der ändert sich (meiner Kenntnis nach) auch jedes Jahr und ist aktuell gar nicht so besonders hoch (um die 700 €) wie man sich das wünschen würde.

Mit einem zusätzlichen Einkommen aus einer Selbstständigkeit, kann man da schnell in den steuerpflichtigen Bereich kommen, auch andere Einkommen (außer steuerfreier Minijob) müssen natürlich bei der Steuererklärung mit angegeben werden.
Danke für die ausführliche Erläuterung.

Wenn die Grenze bei ca 700 Euro liegt, ist das extrem niedrig.
Na ja werde ich wohl nie erreichen.

gruß Jupp Schmitz
 
E

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Gast
Wenn die Grenze bei ca 700 Euro liegt, ist das extrem niedrig.

meine EM-Rente ist bspw. doch gut über Grusiniveau und ich musste auch keine Steuern zahlen. aber zugesehen, was ich alles an Freibeträgen habe und absetzen kann.

ansonsten musst du sehen, wo du Freibeträge hast, bspw. SBA etc und was du absetzen kannst.
 

Doppeloma

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Hallo Marion,

meine EM-Rente ist bspw. doch gut über Grusiniveau und ich musste auch keine Steuern zahlen. aber zugesehen, was ich alles an Freibeträgen habe und absetzen kann.

Das ist natürlich richtig, zumal ja erst mal der persönliche "Freibetrag" abgezogen wird (unserer ist aus 2010 festgelegt) und die Steuerpflicht beginnt ja erst darüber zu zählen ... bis dahin haben wir auch noch etwas "Luft" ... darum werde ich auch dann mal den "Persil-Schein" beantragen, um nicht jedes Jahr (für uns) sinnlos die Formulare ausfüllen zu müssen.

ansonsten musst du sehen, wo du Freibeträge hast, bspw. SBA etc und was du absetzen kannst.

Aktuell haben wir nicht mal was von den Behinderten-Pauschbeträgen, weil wir eben komplett keine Steuern zahlen brauchen (außer im Laden und für das Auto), zudem kann man dann natürlich zunächst viele Belastungen abziehen (Versicherungen / Arztkosten/ Fahrtkosten zu Behandlungen usw.), ehe dann der tatsächlich zu versteuernde Betrag ermittelt wird ...

Ich war trotzdem sehr überrascht wie gering doch diese "Steuer-Schallgrenze" für Rentner angesetzt ist, als ich die aktuellen Zahlen mal irgendwo gelesen habe, aber "reich" werden wir ja als Rentner ohnehin nicht mehr :-(((

Schönen Restsonntag allerseits und

MfG von der Doppeloma
 

AsbachUralt

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Wenn man eine entsprechend niedrige Rente hat und auch sonst kein Einkommen, kann man sich beim FA von der Pflicht der EKSt Abgabe befreien lassen.
 
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JuppSchmitz

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Das war ja die Frage des "regelmäßigen Einkommens".

Ich habe keine regelmäßigen Nebeneinkünfte. Regelmäßig heißt für mich: Immer wieder kehrend, turnusmäßig.
Das ist bei mir nicht der Fall. Ich habe jetzt schon monatelang nichts mehr verkauft. Trotzdem muss ich diesen Mist machen.

Die legen sich aber nicht fest auf eine Definition "was ist regelmäßig". Ich habe hier beim FA gefragt, die Frau (allerdings eher jung und systemtreu-naiv) meinte ,wenn man einen Artikel verkaufe, sei das schon ausreichend, dann müsse man ein Gewerbe anmelden und natürlich eine Steuererklärung machen.

Das kann ich mir nicht vorstellen. Was ist mit den Leuten, die ab und zu mal bei Ibäh was verkaufen? Die haben ja auch nicht alle ein Kleingewerbe angemeldet und die machen nur deshalb mit Sicherheit keine Steuererklärung.

gruß JuppSchmitz
 
J

JuppSchmitz

Gast
ansonsten musst du sehen, wo du Freibeträge hast, bspw. SBA etc und was du absetzen kannst.
Habe ich nichts gesehen. SBA was ist das denn? Habe ja "nur" 30 Prozent Behinderung, und ansonsten "nur" chronisch krank. Zusatzmedis die nicht laut Schulmedizin erforderlich sind, kann man ja wohl nicht absetzen oder?

gruß JuppSchmitz
 
E

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Das kann ich mir nicht vorstellen. Was ist mit den Leuten, die ab und zu mal bei ibääh was verkaufen? Die haben ja auch nicht alle ein Kleingewerbe angemeldet und die machen nur deshalb mit Sicherheit keine Steuererklärung.

gruß JuppSchmitz
wenn du privat was aus deinem Fundus verkaufst, bspw. Schwiegermutters Scheußlichkeiten zu Weihnachten oder deine ausgelesenen Bücher, dann nicht, andernfalls schon.

sicher macht nicht jeder da eine Steuererklärung, nur wird das Finanzamt das Argument nicht gelten lassen.
 

Doppeloma

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Hallo JuppSchmitz,

du schreibst oben, dass du die Erklärungen verstanden hast ... da habe ich doch klar und eindeutig geschrieben, dass zunächst mal JEDER "Neu"-Rentner eine Steuererklärung machen MUSS, schon damit sein zukünftiger Freibetrag (abhängig von der persönlichen Rente und dem Eintrittsjahr) festgestellt werden kann vom Finanzamt.

Das ist also generell verpflichtend, völlig egal ob man noch zusätzliches Einkommen hat und wie viel und aus welchem Grund ... mit angeben muss man das natürlich dann auch, besonders wenn es sich um ein angemeldetes Gewerbe handelt ... das wird dem FA doch "automatisch" (vom Gewerbeamt) mitgeteilt.

Das hat mit gelegentlichen Verkäufen privater Gegenstände bei ibähh oder auf ähnlichen Plattformen gar nichts zu tun, du kannst auch privat mal auf einem Flohmarkt "einen Meter mieten" und deinen privaten Trödel verkaufen, interessiert das FA auch nicht besonders ... so lange du das nicht regelmäßig in größerem Umfang machst (also eher gewerblicher Flohmarkt-Händler bist) ...

Habe ich nichts gesehen. SBA was ist das denn? Habe ja "nur" 30 Prozent Behinderung,
Dann solltest du vielleicht mal eine Erhöhung beantragen und zu dem GdB 30 hast du (vermutlich) eine Bescheinigung für das FA dazu bekommen (über die Einbuße der körperlichen Beweglichkeit), das ist die Bescheinigung für den Anspruch auf den "Behinderten-Pauschbetrag".

Das gibt man auch mit beim FA ab und die vermerken dann den GdB und den Pauschbetrag in deiner Steuer-Akte, dann wird das immer automatisch berücksichtigt wenn du steuerpflichtige Einnahmen haben würdest.

https://www.steuertipps.de/lexikon/b/behinderte-pauschbetrag

Das sind immerhin 310 € zusätzliche Steuerfreiheit auf GdB 30 ...

und ansonsten "nur" chronisch krank. Zusatzmedis die nicht laut Schulmedizin erforderlich sind, kann man ja wohl nicht absetzen oder?
Doch, das kann man ... das FA hat nicht zu prüfen, ob man das wirklich kaufen musste oder nicht, auf den Quittungen muss allerdings immer dein Name mit aufgedruckt drauf stehen, kannst dir auch ein entsprechendes Rezept ausstellen lassen (ich glaube das Grüne), die Quittungen für medizinische Kosten brauchst du aber trotzdem.

Wir können uns das bei Bedarf von unserer "Stamm-Apotheke" ausdrucken lassen, immer für ein volles Jahr was wir so zusätzlich noch dort an freien Arztneimitteln gekauft haben (Erkältungsmittel /normale Schmerztabletten z.B. die werden ja nicht mehr verschrieben).

Das bringt aber alles nur was wenn es auch eine Steuerpflicht geben würde, wir haben nichts mehr weiter eingereicht dieses Jahr, weil bei den Steuern ohnehin überall nur eine dicke NULL stehen konnte ...

Dann kann man sich das sparen zusätzliche "Belastungen" überhaupt mit einzureichen, das ist dann völlig überflüssig. :icon_evil:
Als ich damals meine Urlaubsabgeltung mit eingetragen hatte, war das schon was Anderes, da wurden sogar Fahrten zu den Arzt-Terminen steuermindernd anerkannt, da hatte ich nicht mal Nachweise für außer der Tatsache, dass wir beide einen GdB haben, EM-Rentner sind und vermutlich häufiger mal zum Arzt müssen ... :biggrin:

MfG Doppeloma
 
J

JuppSchmitz

Gast
hallo,

das FA hat nicht zu prüfen, ob man das wirklich kaufen musste oder nicht, auf den Quittungen muss allerdings immer dein Name mit aufgedruckt drauf stehen, kannst dir auch ein entsprechendes Rezept ausstellen lassen (ich glaube das Grüne), die Quittungen für medizinische Kosten brauchst du aber trotzdem.

Danke. Aber ein grünes Rezept brauche ich dann?

v-Grüße Jupp Schmitz
 
J

JuppSchmitz

Gast
hallo,

leider hat sich die Sache mit dem Finanzamt bzw. der Forderung vom FA Köln immer noch nicht erledigt.

Nur scheint das FA Köln den "Fall" nun hier an das örtliche FA weiter gegeben zu haben.
Heute bekam ich folgendes Schreiben vom örtlichen Finanzamt:

Vollstreckungsankündigung
Einkommenssteuer 2014 .... Zeitraum 2014 Fälligkeit: 1.9.2016 Schuldbetrag: 304,00 E
Eink.-St-Versp.Z. 2014 Zeitraum 2014 Fälligkeit: 1.9.2016 15,00 E
Eink.St.Säum.Z. für 2014 Zeitraum 1.9.2016 Fälligkeit: 1.9.2016 15,00 E berechnet bis 9.1.2017

4. spalte: Kirchensteuer Zeitraum 2014 Fälligkeit 1.9.2016 Schuldbetrag: 27,36

Schuldbetrag gesamt: 361,36 E

Sie werden hiermit gebeten den Betrag zu überweisen....

Widerspruch nicht möglich. Da steht dann nur noch: Handelt es sich bei den entrichteten Beiträgen um Umsatzsteuer, die in einer Rechnung im Sinne von Paragraph 14 UStG ausgewiesen war, so liegt eine Ordnungswidrigkeit vor,d ie mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Sollten Sie den angeforderten Betrag bereits entrichtet haben oder die Auffordrung aus anderen Gründen als ungerechtfertigt ansehen, teilen Sie dies bitte umgehend der Vollstreckungsbehörde des Finanzamtes mit.

***

Die Hauptforderung bezieht sich auf die Einkommenssteuer 2014. Die Einnahmen-Überschuß-Rechnung wurde von mir per Elster am 3.10 an das Finanzamt Köln gesendet, die Einkommenssteuererklärung am 22.10. Habe eine Eingangsbestätigung.

Seitdem habe ich vom FA Köln nichts mehr gehört.

Ich habe das Kleingewerbe in Köln abegemeldet, per Mail, und bekam eine Bestätigungsmail, in der es aber hieß, das dauere bis zu drei Monaten (die Abmeldung).

Da ich laut Auskunft des örtlichen Amtes HIER kein neues Gewerbe anmelden kann OHNE die Abmeldung vom alten Wohnort, Ordnungsamt, habe ich kein neues Gewerbe hier angemeldet.

Trotzdem bekam ich vom hiesigen Finanzamt vor ca 2 Wochen eine Steuernummer zu geschickt - dies nur am Rande.

Die Einnahmen-Überschuß-Rechnung für 2014 ergab einen korrigierten Gewinn/Verlust von Minus 22.15 Euro. Meine Rente liegt bei ca 350 Euro. Das dementsprechene Formular von der Rentenversicherung wude dem Finanzamt zu geschickt.
Worauf begründen die ihre Forderung ?

An wen wende ich mich, an das Finanzamt Köln, oder an das hiesige Finanzamt, oder an beide?

Gruß JuppSchmitz
 
J

JuppSchmitz

Gast
Aktualisierung:

Habe beim FA Köln angerufen. Die haben das einfach nach Thüringen verschoben. Genaueres wollte man mir da nicht sagen.

Habe dann direkt hier beim FA angerufen. Die Dame dort am Telefon meinte, es handele sich bei der Hauptsumme um eine Schätzung. Meine danach noch beim FA Köln eingehende Einkommenssteuererklärung und EÜ-Rechnung habe man noch nicht bearbeitet.

Das würde noch ein, zwei Wochen dauern. Ich bekäme dann Bescheid.

Ich hoffe daß das damit endgültig vom Tisch ist.

JuppSchmitz
 
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