Dauer des Widerspruchs bei Verweigerung der Krankengeldzahlung (1 Betrachter)

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Frabbel

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Hallo, liebe Forenmitglieder,

nachdem ich einige Zeit Ruhe hatte, das JC aber langsam anfängt 'ungemütlich' zu werden, habe ich eine Frage und hoffe, hier fundierte Antworten zu bekommen.

Also, es geht um Folgendes, bin seit einigen Monaten mal wieder krankgeschrieben, nachdem ich in den letzten Jahren bereits 2 mal 'ausgesteuert' war.
Meine KK verweigert die Krankengeldzahlung, weil sie die Blockfristen völlig anders berechnet, als ich es gemacht habe. Ich habe die 3-Jahres-Zeiträume von Beginn der allerersten AU-Zeit wegen diesen Krankheiten zugrunde gelegt, wonach mittlerweile ein neuer 3-Jahres-Zeitraum bestehen müsste.
Die KK fängt mit ihren Berechnungen irgendwo in der Mitte an, praktisch so passend gerechnet, dass ich z.Z. keinen Anspruch habe.
Der Widerspruch gegen diese Entscheidung liegt ihnen seit ca. 2 Monaten vor.

Meine Frage geht dahin, wie lange dürfen sich die Herrschaften denn mit der abschließenden Prüfung des Falles Zeit lassen?
Habe schon etwas von 6 Monaten und mehr im www gelesen, gibt es da keine gesetzlichen Regelungen, bzw. kann ich die Sache beschleunigen?
Habe keine Lust, mich ständig gegen die Schikanen des JC zu wehren, wenn dann irgendwann nächstes Jahr die Entscheidung gefällt wird, dass ich doch Krankengeld beziehe. Dass das Krankengeld noch etwas höher ist als ALG II ist dabei nur zweitrangig, aber auch ein Gesichtspunkt.

Für entsprechende Ratschläge wäre ich sehr dankbar, möchte deswegen aber momentan noch keinen RA hinzuziehen, den werde ich bestimmt noch einige Male für andere Sachen brauchen.
 

Holger01

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Hallo Frabbel,

hast du auch die 6-Monats-Bedingungen berücksichtigt?

"Für Versicherte, die im letzten Dreijahreszeitraum wegen derselben Krankheit für achtundsiebzig Wochen Krankengeld bezogen haben, besteht nach Beginn eines neuen Dreijahreszeitraums ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind
und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate
1.nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und
2.erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen."

Quelle: SGB 5 - Einzelnorm




Wie hast du das denn hinbekommen:
Dass das Krankengeld noch etwas höher ist als ALG II ist dabei ...

Falls da noch ein früheres Arbeitsverhältnis mit reinspielt, solltest du noch bedenken, dass die damalige Lohnfortzahlungsfrist bei der Blockfrist mitgerechnet wird.

Und: Du schreibst vom JC, beziehst also Alg2? Wenn ich nicht sehr irre, gibt es da doch gar kein Krankengeld, und der Bedarf besteht doch auch bei Erkrankung weiter???

Alternativ: Wenn du die Zeiträume datumsmäßig genau auflistet, helfe ich dir beim Prüfen der Blockfristen.
 

Doppeloma

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Hallo Frabbel,

Der Widerspruch gegen diese Entscheidung liegt ihnen seit ca. 2 Monaten vor.
Generell hat jede Behörde /Institution 3 Monate Zeit zu einem Widerspruch zu entscheiden.

Passiert in dieser Zeit NICHTS, dann kann man die Untätigkeitsklage am Sozialgericht einleiten.

Allerdings stellt sich mir bei deiner Schilderung eine ganz andere Frage und mich verwundert etwas, dass man dir das KG wegen der Berechnung der Blockfristen abgelehnt hat...:icon_kinn:

Dass das Krankengeld noch etwas höher ist als ALG II ist dabei nur zweitrangig, aber auch ein Gesichtspunkt.
Im Bezug von ALG II bist du gar nicht mehr für den Anspruch auf Krankengeld versichert, es ist also völlig egal, wie lange du noch womit AU geschrieben wirst...ein neuer Anspruch auf Krankengeld entsteht erst wieder bei einer sozialpflichtversicherten Tätigkeit.

Der Bezug von Krankengeld ist aus Volllbezug von ALG II heraus gar nicht möglich, das ist gesetzlich ausgeschlossen. :icon_evil:

Ein zukünftiges Krankengeld (Lohnersatzleistung) ergibt sich erst wieder, wenn du aus einer Beschäftigung heraus AU geschrieben wirst und dann gilt das Einkommen, welches du da vorher bezogen hast.

Aktuell beziehst du ja keinen Lohn der "ersetzt" werden könnte durch das Krankengeld, du beziehst eine Sozial-Leistung, die keinen Anspruch auf Krankengeld (Lohnersatzleistung) bewirkt.

MfG Doppeloma
 
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