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ALG3

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#1
Hallo zusammen,

beim Aufsuchen meiner neuen ARGE (zwecks Wohnungswechsel) fiel mir heute, wie auch schon letztens, auf, dass die offenbar nicht soviel Büroraum zur Verfügung haben. Die Folge ist, dass die Mitarbeiter zu zweit in den Büros sitzen. Scheinbar aber ÜBERALL!
In dem Zimmer der Antragsausgabe bezüglich ALG II war dies der Fall, es ist aber genauso eine Etage höher, wo die Anträge entgegen genommen werden.

Meine Frage: Ist das zumutbar? Gerade bei Antragsabnahme geht man bekanntlich sehr ins Detail, das kriegt nicht nur der Kollege mit, der am selben (!!!) Tisch arbeitet, sondern auch seine "Kunden", die er im schnellen Rhythmus nach und nach ins Zimmer bestellt. So habe ich es heute erlebt, dass ich während der Prüfung (und des Nachfragens) bezüglich meines Antrages, gleich drei Leidensgenossen begegnen durfte, die mit mir im Raum sassen (genau neben mir), und ich natürlich ebenso alles aus ihrem Leben gehört habe, so wie sie es auch bei mir taten. Obwohl das doch niemanden etwas angeht.

Ist sowas rechtens? Ich hätte ja noch verständlich, wenn ein weiterer ARGE-Mitarbeiter im Büro sitzt und an seinem PC tippt, denn der käme ja eh an meine Daten, wenn er wollte, aber dass in dem Zimmer (nicht grösser als ein übliches Wohnzimmer), auch noch weitere Antragssteller minütlich ein- und ausgehen, das ist mir doch sehr zuwider.

Leider kenne ich keinen Paragraphen, auf den ich mich berufen kann. Klar, ich werde das nächste Mal darum bitten, das ungestört erledigen zu wollen, hätte aber gerne eine passende Antwort, wenn man mir erwidert: "tut mir leid, sie müssen sich leider hiermit begnügen".

Ich muss dazu sagen, die ARGE ist in einem kleineren Ort und das Haus ist wirklich nicht gross. Die kriegen dort nie ihre Mitarbeiter alle unter, wenn die nicht diese Raumteilung nutzen würden, das verstehe ich schon. Aber dennoch.... mir gefällt das nicht. Und da man ja eh mittlerweile sovieles vorlegen muss, von den Kontoauszügen ganz zu schweigen, will ich zumindest im privaten Gespräch über private Angelegenheiten wirklich privat und ungestört sein.

Wer hat Erfahrung, wie ist das bei euch? Muss ich das so hinnehmen?
 

ALG3

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#4
Mich interessiert das Thema wirklich, hat denn keiner eine Meinung/Antwort dazu?
 

Arania

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#6
Ist doch auch in Banken meistens so, das man schon Kundengespräche über Kredite etc. mitverfolgen kann, weil höchstens eine Pflanze als Abtrennung zum Raum dazwischen steht, sehr sinnig
 
E

ExitUser

Gast
#7
Muss ich eigentlich Fragen beantworten, wenn Unbefugte zuhören?
Nein! Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Diskretion (§ 35 I 2 SGB I, 78a SGB X). Der
Empfangsbereich eines Amtes muss so organisiert werden, dass Sie Ihre Wünsche äußern und Ihre
persönlichen Angaben machen können, ohne dass Unbefugte mithören können. Das gleiche gilt für
Büroräume mit mehreren Arbeitsplätzen. Bitten Sie darum, das Gespräch in einem separaten Raum zu
führen.


Das ist ein Zitat aus dem Datenschutzzentrum, leider finde ich den Link nicht mehr, ich habe nur den Text abgespeichert.

Viele Grüße,
angel
 

ALG3

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#11
Muss ich eigentlich Fragen beantworten, wenn Unbefugte zuhören?
Nein! Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Diskretion (§ 35 I 2 SGB I, 78a SGB X). Der
Empfangsbereich eines Amtes muss so organisiert werden, dass Sie Ihre Wünsche äußern und Ihre
persönlichen Angaben machen können, ohne dass Unbefugte mithören können. Das gleiche gilt für
Büroräume mit mehreren Arbeitsplätzen. Bitten Sie darum, das Gespräch in einem separaten Raum zu
führen.


Das ist ein Zitat aus dem Datenschutzzentrum, leider finde ich den Link nicht mehr, ich habe nur den Text abgespeichert.

Viele Grüße,
angel
Danke, nach sowas habe ich gesucht. :smile:

... auch wenn es natürlich nicht automatisch bedeutet, dass die sich dran halten, nur weil es das Gesetz gibt. Das ist ja nichts neues...
 
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