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Das Taxigewerbe steht vor dem Zusammenbruch

Henrik55

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#1
"Das Taxigewerbe steht vor dem Zusammenbruch", warnte Frank Masteit, stellvertretender Vorsitzender des Berliner Taxibundes, bei den Protesten vor dem Brandenburger Tor. Hier machten die Droschkenkutscher gestern auf die Hintergründe ihrer Situation aufmerksam: Lohndumping. Überstunden, die Sicherheit und Gesundheit gefährden. Unterbezahltes und gestresstes Personal, das einen schlechten Service leistet.
Eine Ursache: "Jobcenter fördern die Vermittlung von Arbeitslosen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse in unserem Gewerbe", sagt Taxifahrer Christoph Knaak. An Vermittler, Taxischulen und Taxibetriebe würden dabei Prämien von bis zu 2500 Euro gezahlt, weiß der 69-Jährige.
Taxi-Fahrer: Die Wut-Demo der Droschkenkutscher | Kiez&Stadt*- Berliner Kurier
 

ThisIsTheEnd

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#2
Und Handy-Apps, die dem Kunden etwa einen Mietwagen samt Fahrer vermitteln, versprechen eine noch schlimmere Prognose. Dieses Phänomen kann Solveigh Lüdemann nicht verstehen. "Ein Auto mit einem Fahrer für nur einen Fahrgast. Das ist einfach nur Schwachsinn", sagt die hauptberufliche Taxifahrerin über Smarts mit Chauffeur. "
Ick been zwar keen Bärliner, aba ditte gloob ick nit.

Zumindest bei "Car2go" ist der Kunde selber der Fahrer. Kann mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass das bei anderen Anbietern anders sein sollte. Was sagen die Berliner dazu?
 

Ferdinand456

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#4
Anbetracht der Tatsache, dass ich sei 31 Jahren komplett unfallfrei und ohne jeden Punkt in Flensburg Auto fahre, nicht rauche, nicht trinke, und so weiter, mir jedoch wegen einer lächerlichen vorübergehenden depressiven Verstimmung im Jahre 1997 der Personenbeförderungsschein vom Landratsamt bis heute verweigert wird, wäre es an der Zeit, dass der Personenbeförderungsschein schlicht abgeschafft wird, denn längst geht es dabei nicht mehr um sachliche Bewertungen, sondern verquere wie undurchschaubare Abhängigkeiten und Wertungen in einem Filz von Behördenmitarbeitern, Gutachtern und Ärzten, die komplett gesunde und sehr gute Fahrer wie mich schlicht ausbooten, wie ihnen gerade der Kopf danach steht.

Es geht um auch um Sympathien, Vetterleswirtschaft und weiteren Kindergartenkram dieser Art. Beweis hierfür waren einige schwere Unfälle mit Taxifahrern und -rasern hier in Konstanz, die innerhalb der letzten Jahre logische Konsequenz des Kindergartens da am Landratsamt zu sein schienen, denn während ich däumchendrehend am Tisch sitze und den Job um einiges besser könnte, haben sich irgendwie unfähigere Fahrer in den Vordergrund gedrängt.

Gleichzeitg gab es schon immer Vorstöße freier Unternehmer, diesen leidigen Personenbeförderungsschein zu umgehen, und gleichzeitig unterlagen sie bisher immer sämtlichen Klagen von Seiten der Taxibranche. Fakt ist: Das Risiko für Fahrgäste war vor ca. 30 Jahren einmal höher, wenn sie mit Fahrern ohne Beförderungsschein fahren. Heute hat sich in den Landratsämtern jedoch längst oben genannter Filz eingeschlichen, dass ich heutzutage nicht mehr sicher wäre, ob in Sachen Beförderungsschein nach FeV § 48 ein wirklich guter, sicherer Autofahrer mein Chauffeur wäre.

Hier noch ein paar Punkte zur Diskussion: Die wichtigsten Fragen zum Uber-Streit | Gründerszene

Und hier:
Bauern und Studenten als Chauffeure: Deutsche Taxi-Fahrer fürchten private Konkurrenz - Auto - FOCUS Online - Nachrichten
 
E

ExitUser

Gast
#5
Das ist leider in vielen Städten so, daß das Taxigewerbe in festen Händen ist. Da ist schwer reinzukommen, genauso wie eine Konzession zu bekommen. Im Mietwagengeschäft siehts allerdings auch nicht besser aus.
 

ZynHH

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#6

Ferdinand456

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#7
Das ist leider in vielen Städten so, daß das Taxigewerbe in festen Händen ist. Da ist schwer reinzukommen, genauso wie eine Konzession zu bekommen. Im Mietwagengeschäft siehts allerdings auch nicht besser aus.
Eben. Man muss aber nicht alles als gegeben hinnehmen. Sonst treibt das noch Blüten wie in Athen: 200.000,- Euro Bestechungsgeld für eine Lizenz (ohne Wagen, der kommt mit 80.000,- Euro Neuwagen noch hinzu, gebraucht um die 30.000,- Euro. Und der angestellte Fahrer geht dann bei 12-Stundenschicht, 5 Tage (oder Nächte) pro Woche, mit monatlich 620,- Euro Netto nach Hause).

Hier noch ein paar Diskussionsrunden aus Fahrerkreisen:

Startseite - Das FREIE Taxiforum

Und du fährst wieviele hundertausend Kilometer im Jahr unter welchen Bedingungen? Deine Aussage oben ist völlig wertlos um eine Aussage über deine Eigenschaften als Chauffeur zu machen. Millionen deutscher Autofahrer haben die gleichen Voraussetzungen.
Meine Eigenschaften ergaben sich aus 5 Jahren Tagschichtfahren mit jährlich 200.000 km. Anders ausgedrückt: Die von dir aufgeführten Millionen deutschen Autofahrer dürfen den Taxischein machen, nur Doof-Ferdinand muss in die Röhre gucken? Wenn's so einfach wäre, ist es aber nicht. Die Gesetze zur Personenbeförderung und insbesondere deren Auslegung auf den Behörden, sind mittlerweile so diffizil und undurchschaubar, dass sich die wildesten Urteile von Seiten weniger wilder Sachbearbeiterinnen auf den Behörden ergeben. Teils völlig widersprüchlich in sich.

Beispiel: Eine Sachbearbeiterin glaubte bei einem Antragsteller, eine leichte Alkoholfahne gerochen zu haben. Sie verweigerte ihm die Fahrgastbeförderungserlaubnis. Obwohl der Antragsteller ein ärztliches Attest einreichte, dass er offensichtlich unter keinerlei Suchterkrankungen leide, was durch Aussage des langjährigen Hausarztes und einiger gutachterlich bestellter Bluttests auch belegen konnte, wurde ihm die Fahrgastbeförderungserlaubnis verweigert.

Grund: Die Sachbearbeiterin führte an, sie habe nun einmal Alkohol gerochen und müsse sich auf ihre Nase verlassen. Sie als Entscheidungsträgerin wollte nicht verantworten (und konnte es nicht), dass ein Unfall, womöglich mit Toten, passiert, denn das würde unweigerlich auf sie und ihre Verantwortung zurückfallen (irgendwo auch verständlich, wer möchte so etwas schon verantworten?). Sie verwies, wie es ihre Pflicht war, auf den Weg des schriftlichen Widerspruchs, der dann beim Regierungspräsidium (!) eingereicht wird (das ist die Regel), wo dann meist gegen den Antragssteller entschieden wird, was dann auf dem Klageweg vor dem Verwaltungsgericht entschieden werden muss. Dieser Mann klagte drei (!) Jahre, bis er endlich den ersehnten Lappen in der Hand hielt. Ohne Rechtschutzversicherung und gute Anwälte ist man in dieser Branche verloren und entscheidet sich recht frühzeitig, aus diesen Streitereien auszusteigen, bevor man sich selbst ruiniert. Denn sooo toll ist der stets unterbezahlte Job als Taxifahrer am Ende dann doch nicht.

(EDIT: Die Vorgängerin meines Wagens verlor die Fahrgastbeförderungserlaubnis für alle Zeiten, weil sie in ihrer Freizeit mit 10 g Haschisch erwischt wurde. Sie darf den Schein für den Rest ihres Lebens nicht mehr machen, begründet wird dies mit berühmten "Flashbacks", die nach Haschischkonsum lebenslang unberechenbar ab und zu auftreten können. So ist das mit Personenbeförderungsschein. Den PKW-Führerschein durfte sie nur unter der Auflage behalten, sich in 6 therapeutische Sitzungen inklusive zweier Kontrollblutabnahmen zu begeben, sonst wäre auch der weg gewesen).
 
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