Das soziale Gefälle steigt

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Paolo_Pinkel

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Soziale Gleichheit in der Stadt? Fehlanzeige! In manchen Stadtvierteln leben fast 70 Prozent der Kinder unter 15 Jahren von Sozialgeld, in anderen überhaupt keine dieser Altersgruppe. Ein Handlungskonzept gegen Kinderarmut soll Abhilfe schaffen.

Köln - In der Stadt herrscht ein großes Gefälle zwischen armen und reichen Wohngegenden. Es gibt Gebiete, in denen kein einziges Kind unter 15 Jahren in einem Haushalt lebt, der auf öffentliche Leistungen angewiesen ist - und Stadtviertel, in denen bis zu 69,3 Prozent der Kinder von Hartz IV leben müssen.

Mit ihrer Armut geht häufig eine schlechtere Bildung einher. So schwankt der Anteil an Kindern und Jugendlichen, die in der Klasse 7 bis 9 eine Haupt- oder Förderschule besuchen, je nach Wohnort zwischen null und 78,6 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt die Stadtverwaltung in einem „Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut“.
„Uns mangelt es nicht an Diagnosen, aber es fehlen Therapien“, erklärte Agnes Klein, Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport. In einer Bestandsaufnahme wird nun aufgeführt, welche Projekte bereits bestehen oder beschlossen sind, um mehr Chancengleichheit für die 31 510 Kinder unter 15 Jahren zu erreichen, die in ALG II-Bedarfsgemeinschaften leben. Viele von ihnen leiden unter schlechterer Bildung und Gesundheit leiden.



Ausbau der Ganztagsbetreuung besonders wichtig

Gelobt werden etwa die neuen „Kinder willkommen“-Besuche von Neugeborenen und ihren Familien, die nach kurzer Zeit bereits von knapp 82 Prozent aller angesprochenen Familien genutzt wird. Die Vorlage, die am 5. Mai im Stadtrat diskutiert werden soll, gibt aber auch Handlungsanweisungen und Empfehlungen, was noch beschlossen und finanziert werden müsste, damit sich die Situation verbessert.
Für besonders wichtig erachtet wird ein weiterer Ausbau der Ganztagsbetreuung. Marlis Bredehorst, Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt findet: „Das ist die Antwort schlechthin.“ So sollte die Versorgung von Unter-Dreijährigen in Kindertagesstätten von derzeit 17,5 bis zum Jahr 2013 auf 40 Prozent erhöht werden, empfiehlt der Bericht. Auch sollte es mehr weiterführende Ganztagsschulen geben. Schulsozialarbeit müsste nach dem Konzept an allen Haupt- und Förderschulen sowie an mehr Grundschulen in sozialen Brennpunkten geben, lautet eine weitere Empfehlung...


Das soziale Gefälle steigt - Kölner Stadt-Anzeiger


Gruss


Paolo
 
E

ExitUser

Gast
wie wärs mal mit ideen zum verändern, wie es ist wissen wir alle ???
 
E

ExitUser

Gast
Ich kann dieses Armutsgedröhne ehrlich gesagt nicht mehr hören.
Diese Chancenungleichheit hat unterschiedliche Gründe, und da hilft es auch nicht, wenn man die Städte flächendeckend mit Ganztagsschulen und Kitas überzieht.
Die immer gleichen Hohlköpfe erzählen den immer gleichen hohlen Mist.
Ursache für die Armut der Kinder ist ganz klar die Armut ihrer Eltern. Diese wird verursacht durch Erwerbslosigkeit, Niedriglöhne, schlechte (Aus)Bildung, Krankheit usw.
Aber diese Armut hat noch weitere Ursachen, und die liegt ganz woanders begraben.

  • Das sind zum einen die horrenden Mieten. Wirklich billige Wohnungen gibt es faktisch nicht mehr, sodass man wirklich gezwungen ist, sich beim Staat Mietzuschüse in Form von Wohngeld und Alg II zu holen.
  • Das ist der katastrophale Unterricht. Zum einen das dreigliedrige Schulsystem, überfüllte Klassen, überalterte Lehrer, Migrationsprobleme (ein Problem von dem alle wissen, aber nicht offen gesprochen werden darf, weil man sich sonst schnell in der rechten Ecke wiederfindet)
  • Kein Platz für Kinder und Jugendliche, um sich nach der Schule zu treffen, weil Jugendtreffs aus Geldmangel geschlossen werden, und Spielplätze zu öffentlichen Hundeklos und Müllkippen verkommen.
  • Keine Perspektiven, keine Ausbildungsplätze für Jugendliche.
  • Und nicht zu vergessen: Man will im Grunde nicht, dass die Armen aufsteigen. Die Hauté Volauté bleibt lieber unter sich. Dieses Charitygesabbel dient nur, das eigene Gewissen zu beruhigen und dem Volk das Gefühl zu vermitteln, dass dessen Bedürfnisse sehr am Politikerherz liegen. :icon_kotz: Es ist Wahlkampf.....
Schließlich könnten sich unter den Armen viele Aufstiegswillige befinden, die die selbsternannte Elite von den Fleischtöpfen verdrängen könnte....

LG :icon_smile:
 
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