• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Das Letzte: Oettinger und Ökonomen plädieren für Rente mit 70

wolliohne

VIP Nutzer/in
Thematiker*in
Mitglied seit
19 Aug 2005
Beiträge
14.824
Bewertungen
841
Noch in diesem Jahr soll die Rente mit 63 in Kraft treten. Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hält das Vorhaben seiner eigenen Partei für einen schweren Fehler – und spricht sich stattdessen für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit aus.
“Wir haben einen Fachkräftemangel und müssen in den nächsten Jahren über die Rente mit 70 sprechen”, sagte Oettinger der “Welt”. “Wir müssen Menschen mit beruflicher Weiterbildung fit machen für eine längere Lebensarbeitszeit.”
Union und SPD hatten sich in den Koalitionsverhandlungen auf die Einführung der Rente mit 63 geeinigt. Bislang konnten lediglich Versicherte, die mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert waren, mit 65 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Zukünftig sollen Versicherte nach 45 Jahren bereits mit 63 abschlagsfreie Altersbezüge erhalten.
Oettinger sagte, die Rente mit 63 sei auch ein “falsches Signal” nach außen. “Wir muten den Griechen mehr Arbeit bei schlechterem Gehalt zu. Die wundern sich jetzt, dass die Deutschen in die andere Richtung unterwegs sind”, sagte er. Während der europäischen Schuldenkrise hatten viele Euro-Staaten, darunter auch Griechenland, das Renteneintrittsalter erhöht.
Ökonomen unterstützen Oettingers Forderung. “Es ist richtig, dass sich EU-Kommissar Oettinger die Forderung nach einem allgemeinen Renteneintritt ab 70 zu eigen gemacht hat”, sagt Klaus Zimmermann, Chef des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). “Mit der Rentenparty, die die deutsche Bundesregierung gerade auf Kosten der jungen Generation vorbereitet, gibt Deutschland in Europa seinen Anspruch auf Führung in rentenpolitischen Zukunftsfragen auf.”
Auch wenn die Rente mit 70 erst in einigen Jahrzehnten Realität werden würde, könnte dies Europa vor vielen Belastungen und schmerzlichen Anpassungsprozessen – wie etwa den ruinösen Kampf um Fachkräfte – bewahren, sagte der Arbeitsmarktexperte Zimmermann. “Die Rente mit 70 ist ein wichtiges europäisches Projekt, das auch vom neuen Europäischen Parlament ernst genommen werden muss.”
Quelle: Die Welt Anmerkung JK: Die Statements Oettingers illustrieren wieder einmal wie völlig abgehoben Politiker von der gesellschaftlichen Realität sind. Wie kann man immer noch vom „Fachkräftemangel“ schwadronieren? Dass die wissenschaftlichen Mietschreiberlinge der herrschenden Eliten, wie das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), so etwas verbreiten sollte nicht weiter verwundern. Fakt ist jedoch es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland. Es sei denn man betrachtet eine Situation in der sich anstatt 200 nur 20 Kandidaten auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben bereits als Fachkräftemangel. Wir wissen natürlich nicht über welche Metainformationen Oettinger im Raumschiff Brüssel verfügt? Aber gäbe es wirklich einen Fachkräftemangel müssten die Unternehmen sich ja gerade auch um Menschen mit 20 und mehr Jahren Berufserfahrung reisen. Die Arbeitsmarktrealität vor Ort sieht aber so aus, dass gerade Arbeitnehmer ab Ende 40 und Anfang 50 bei Stellensuche aus der Arbeitslosigkeit heraus faktisch keine Chance mehr haben eine adäquate Stelle zu finden. Wie kann man da von einer Rente ab 70 daher reden?


Ps. hat dieser BilligBierDummschwätzer ausm Ländle nicht auch S21 iniziert?
 

USERIN

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Faktisch gibt es das doch schon für Rentner mit Minirenten.

Entweder man arbeitet noch nebenbei weiter oder muss (wenn man nicht arbeiten kann) den Gang zum Sozialamt antreten.

Da Energie (und somit auch indirekt z.B. auch Lebensmittel) teurer werden, wird es um spannender werden.

In dem Sinne sei zitiert:

"Die Steinzeit ging nicht zu Ende, weil es an Steinen mangelte", sagte der frühere saudi-arabische Ölminister Ahmed al Jamani.
 
Oben Unten