Das Jobcenter wird mir in nächster Zeit eine Eingliederungsvereinbarung mit einem Träger zuweisen für individuelles Jobcoaching.. Darf das Jobcenter mittlerweile den Maßnahmeträger bestimmen?

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Harzmaniac

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Also. Das JC wird mir in nächster Zeit eine EGV mit einem Träger zuweisen für individuelles Jobcoaching.
Den Träger hab ich natürlich genauer unter die Lupe genommen. Dieser hat wohl auch eine eigene Arbeitsvermittlung.
Deshalb macht man auch Druck nur dahin zu gehen. Diese Läden sind mir immer sehr dubios. Ich würde nähmlich gerne mitbestimmen
auf was ich mich bewerbe. Aus meiner sicht richt das alles nach Blankocheck. Da ich gesundheitliche Einschränkungen habe
habe ich da so meine Sorgen.

Mein letztes ausgestelltes Gutachten ist schon ziemlich alt. Alledings steht drauf das die Einschränkungen auf Dauer gelten,
da diese chronich sind. Vor vier Jahren wurde eine neue Untersuchung gestartet. Von dieser habe ich bis zum heutigen Zeitpunkt trotz Nachfrage kein
Ergebnis erhalten. Gilt das alte Gutachten noch?

Darf das JC mitlerweile den Träger bestimmen ?

Was haltet Ihr davon ?
 

Holler2008

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Zum einen glaube ich, muss man erstmal schauen, was wirklich schriftlich kommt und von dir dann anonymisiert eingestellt werden.
Eine EGV muss man nicht unterschreiben, sondern kann über den Inhalt verhandeln. Vermutlich kann man so dann Zeit gewinnen.

Auf der anderen Seite würde ich nach deiner Schilderung das Coaching und die Arbeitsvermittlung getrennt betrachten. Ein Coaching wird nach meiner Erfahrung zugewiesen und der Träger tatsächlich vom JC bestimmt.
Bekommt man für eine private Arbeitsvermittlung einen Vermittlungsgutschein darf man selbst entscheiden WO und OB man den einlöst.

In deinem Fall rechnet der Träger sicher mit der feinen Kohle für die Vermittlungstätigkeit und wird nicht schlecht staunen, wenn er den Gutschein nicht von dir bekommt. Aber das ist nur meine Vermutung und ob du einen Vermittlungsgutschein bekommst, ist gar nicht klar, so wie du das schreibst.
 

Harzmaniac

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Naja, dann ist das ja geklärt. Das der selber bestimmt werden kann. Das stört mich auch nicht wirklich.
Sonder das trotz mehrerer Anfragen meinerseits das letzte medizieniche Gutachten nicht rausgerückt wird.
Hab vor greraumer Zeit schonmal schriftlich beim Zuständigen Dienst hingeschrieben. Da kam nüchts.
Nun hatte ich eine Dienstabgestellte Person am Telefon erreich. Diese hat mich über folgendes aufgeklärt.
1.Eigentlich müsste mein zuständiges JC den Bericht schon lange haben.
2.Wenn ich den Bericht beim Dienst selber anfordere, muß ein bestimmter Form für das Anschreiben eingehalten werden,
da dies sonst ignoriert wird.

Naja mal sehen.
 

Holler2008

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Das JC bekommt nur den Teil mit den Einschränkungen und du auch vom JC dann als Kopie. Aber du kannst auch beide Teile beim Dienst direkt anfordern.
Bei mir ging das formlos, jedoch mit Ausweiskopie (beide Seiten). Dann bekommt man das eigentlich, außer es stehen in dem Teil, den das JC nicht bekommt, prekäre Diagnosen drin, dann muss ein Arzt dabei sein, wenn du es bekommst. In dem Fall kann man es an seinen Hausarzt schicken lassen.
 

Harzmaniac

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Von Ausweiskopie wurde mir nichts gesagt. Ein kleiner Fallstrick für mich, eventuell ??
Auf meinem alten Gutachten, ca. 10 Jahre alt, das die Einschränkungen auf dauer gelten.
Rein theoretisch müßte dieser doch gelten, oder. Hoppala, hatte ich ja obenschon grfragt.
Bei dem Thema rotiere ich immer etwas um die Deckenlampe.
 
Zuletzt bearbeitet:

Holler2008

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Es sind eben die sensibelsten Daten, die es über dich gibt. Die müssen sich schon sicher sein, dass die der richtige bekommt.
Gab auch schon welche im Forum, die die mit Susweis selbst abgeholt haben.
 

Harzmaniac

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Nun, ein Wunder ist geschehen. Hab tatsächlich mein Gutachten erhalten. Da hat mir eine gute Person mal echt geholfen.
Jetzt kann man mal weiter sehen. Hab demnächst Coaching mit Vermittlung. Kennt sich da jemand mit aus. Ich habe folgende Befürchtung.
Nähmlich das mein Lebenslauf wie ein Blankocheck benutzt wird. Natürlich bekommen die auch das Gutachten mit diversen Einschränkungen gezeigt. Dennoch hab ich immer das ungute Gefühl, man möchte die Einschränkungen ruter relativieren.
Schon beim Gutachten selber ist das zu merken, obwohl das im großen Ganzen ganz OK ist. Ein Beispiel.
Eine körperliche Einschränkung ist mehr als deutlich per ärztlichen Attest dokumentiert. Im Gutachten steht dann, das dieser Körperbereich ausgewogen funktionieren würde.

Oder, müssen sich denn schon die Coacher an diese Restrictionen halten und dem entsprechend Stellen suchen. Ich habe immer die Befürchtung, die wollen ihr Vermittlungsgeld kassieren, koste es was es wolle.

Ach ja EGV , hab ich allerdings unterschrieben. Im Prinziep find ich die Iddee ja garnicht schlecht. Ich hab nur Befürchtungen vor miesen Jobs die sonst keiner freiwillig machen will.
 

Enkomion

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Jetzt kann man mal weiter sehen. Hab demnächst Coaching mit Vermittlung.

Ich habe immer die Befürchtung, die wollen ihr Vermittlungsgeld kassieren, koste es was es wolle.

Ach ja EGV , hab ich allerdings unterschrieben. Im Prinziep find ich die Iddee ja garnicht schlecht. Ich hab nur Befürchtungen vor miesen Jobs die sonst keiner freiwillig machen will.
Warum lädst Du die EGV nicht einfach mal hier hoch.?
Anonymisiert.
Aber bitte die Bezeichnung der Massnahme leserlich lassen. Das könnte für eine Wertung und Beurteilung der getroffenen Eingliederungsstrategie und/oder der möglichen Folgen Deiner Unterschrift hilfreich sein. Gleiches wäre eher möglich, wenn Du schon Unterlagen oder schriftliche Infos zur Massnahme hast.
Grundsätzlich werden die meisten Standard Massnahmen bei gE Jobcentern über das REZ der BA bestellt und ein Träger über vorherige Ausschreibungen dazu gesucht und nach ibesonderen Kriterien an einen Träger vergeben.
Dann stehen diese den JC vollständig zur Verfügung. Jede Massnahme hat einen festen Zuweisungs Korridor in welchem die SB diese den Elo nach erkanntem Bedarf und/oder Notwendigkeit zuweisen oder anbieten sollen. Wobei das manchmal auch recht willkürlich ausarten kann aber nicht muss. Das ist nicht neu. Das ist übliches Prozedere--seit Jahren schon. Es kommt auf Deinen Einzelfall und die Massnahme dazu an. Denn diese Art Coaching ist für einzelne JC doch recht unterschiedlich konzipiert. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten,
 

Holler2008

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Nähmlich das mein Lebenslauf wie ein Blankocheck benutzt wird.
Wie das?
Lebenslauf würde ich einem Coach nicht geben (außer du hast jetzt in der EGV unterschrieben, dass du dem das gibst.) Und will das Amt den Lebenslauf sehen, können die den anschauen, also mit den Augen nicht mit der Hand, sprich, ich hebe das dem Sachbearbeiter zum Lesen hin. Der darf bei mir auch gerne abschreiben, was er will.
Natürlich bekommen die auch das Gutachten mit diversen Einschränkungen gezeigt.
"Die" ist wer? Das Amt amt hat sowieso den Teil mit den Einschränkungen, wenn die das Gutachten veranlasst hatten (den Teil mit den Diagnosen haben sie nicht und geht sie auch nichts an.)
Dem Coach würde ich kein Gutachten geben, sondern die Einschränkungen aufzählen.

Das Amt kann nicht verlangen, dass du deine Einschränkungen ignorierst, aber von dir aus darfst du das und damit quasi deine Gesundheit verschlechtern.
(dem Arbeitgeber musst du aber Einschränkungen mitteilen, die sich auf deine Arbeit auswirken)

Steht in der nun unterschrieben EGV etwas zum Coaching?
 

Scholz

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Hab demnächst Coaching mit Vermittlung.
Wie kommst du darauf, dass du ein Coaching hast?
Hast du eine Zuweisung per Briefpost erhalten oder einen Verwaltungsakt oder hast du dich leider überrumpeln lassen eine Eingliederungsvereinbarung mit der Maßnahme zu unterschreiben?
Wenn das alles nicht zutrifft, dann träumen nur Coach und Sachbearbeiter im Jobcenter davon......


Nähmlich das mein Lebenslauf wie ein Blankocheck benutzt wird.
Es bekommt niemand deinen Lebenslauf. In der Maßnahme wird ausschließlich mit Platzhalter Daten gearbeitet, z.B. "Max Mustermann". Erst zu Hause am eigenen PC ersetzt du die Platzhalter mit deinen echten Daten und schickst die Bewerbungen an die Arbeitgeber. Coach und Jobcenter bekommen diese Bewerbungen nie zu sehen.
 

Harzmaniac

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Naja, sagen wir mal so. Hab mich wohl im guten Glauben überrumpeln lassen. Bisher hat mich die Maßnahme auch noch nicht gestört.
In Anbetracht, was in Zukunft so auf uns zukommen kann, hätte ich sicherlich gerne mehr in der Tasche als durch ALG II .

So hatte ich wie schon erwähnt Eine EGV unterschrieben wo ein Maßnahmenträger mit Einzelcoaching plus Vermittlung eingetragen war,
den ich kontaktieren soll, was ich denn auch getan habe. Nachdem ich mich informiert habe hab ich diesem auch meinen Vermittlungsgutschein geschickt.

Nun hab ich auch noch den Vertrag vor Augen. Der alleine stößt mir jetzt nicht auf. Die Einwilligungsärkläreung laut Datenschutz,
die ich unterschreiben soll, enthält einen Punkt der mir nicht gefällt. ( siehe Anhang... ). Es scheint so als hätte ich kein Mitspracherecht
an wen beworben wird, oder ?? Da sind noch zwei andere Punkte drin, die mir keine Probleme bereiten. Teilnahme über PC von zu Hause
, wollte ich selber so, und digitalen Vertragsabschluss, kann man ja machen wenn alles stimmt. Nur dieser eine Punkt bereitet mir Magenschmerzen. Aus meiner Sicht gehört dahin mit meinem Einverständnis, oder ?


Zwischenablage01.jpg
 

Scholz

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Wenn das alles ist, was dich am Vertrag stört: Wenn du ihn noch nicht unterschrieben hast, einfach diese Passage durchstreichen.
Wenn du schon unterschrieben hast, dem Coach per Einschreiben oder Fax ein Dreizeiler schicken, dass du mit sofortiger Wirkung folgende Einwilligung widerrufst *Zitat der Einwilligung*.

Die Rechtslage ist eindeutig: Einwilligungen zur Datenweitergabe müssen immer freiwillig sein und man hat das Recht diese jederzeit ohne Angaben von Gründen zu widerrufen. Der Widerruf (oder die Weigerung der Zustimmung) darf niemals zu Sanktionen oder ähnlichem führen.
 

Duddel

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Nachdem ich mich informiert habe hab ich diesem auch meinen Vermittlungsgutschein geschickt.
Also nachdem du dich informiert hast... Dann müsste dir ja bekannt gewesen sein, welchen Vertrag der Träger zu schließen beabsichtigt, bzw. welche (weiterhin freiwilligen) Einwilligungen er möchte.
Wenn ich nicht mit der Maßnahme, dem Träger oder den zu treffenden Vereinbarungen einverstanden bin, dann bekommt der meinen Gutschein nicht. So einfach ist das.
Man hat nämlich die Wahl bei welchem Träger, bzw. ob man ihn überhaupt einlöst.
Ist der AVGS aber erst einmal eingelöst, hat man sich damit freiwillig zur Teilnahme verpflichtet und ein Abbruch würde zur Sanktion führen.
 
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