Das Jobcenter übernimmt keine Nebenkosten (Nachzahlungen, Betriebs- und Heizkosten usw.)

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bonny5

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Sehr geehrte Damen und Herren!

Beim gezwungenen Umzug in eine neue Wohnung(die alte wurde renouviert) habe ich unterzeichnet, dass das JC zukünftig keine Nebenkosten (Nachzahlungen, Betriebs- und Heizkosten, ZASO, Abrechnungen) übernimmt. Nur so wurde die Wohnung zugesichert. Die Gesamtunterkunftskosten betragen 380,50eu.

Dabei ist für einen Ein-Personen-Haushalt in der Mietstufe 2 eine Miete von 351eu vorgesehen. Dem ist ein Sicherheitszuschlag in Höhe von 10% hinzuzusetzen, sodass sich ein angemessener Betrag von 386,10eu ergibt.

Mit 325,50eu liege ich weit unter diesem Betrag, sodass auch die Nebenkostennachzahlung zu übernehmen ist.

Das Thüringer Landessozialgericht soll über 2 im Prinzip selben Verfahren entscheiden(laut meinem Anwalt), aber es zögert sich.
Gleichzeitig haben wir eine Klage an das JC eingerichtet. Unsere Entscheidung, laut Anwalt, wird nicht eher Anfang 2020 kommen.

Die BK 2017 in Höhe von 700+eu musste ich selber in Raten bei meinem Vermieter zahlen, und vor kurzem für die BK 2018 in Höhe von 800eu+ in 4 Raten abgesprochen.
Das ist sehr belastend für den Kontostand, aber keine Wahl. Oder was denkt ihr dazu?
 

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RoxyMusic

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Offenbar wurden die Beträge für die monatliche Vorauszahlung der Betriebs- und Heizkosten nicht realistisch angesetzt, wenn sich bei der Jahresabrechnung wiederholt ein Minus iHv mehr als 55€ monatlich ergibt. Dieser Betrag müsste logischerweise bei der Prüfung der Angemessenheit berücksichtigt werden.
 

Helga40

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Das ist sehr belastend für den Kontostand, aber keine Wahl. Oder was denkt ihr dazu?

Die Betriebskostennachzahlungen sind Bedarfe im Monat der Fälligkeit. Wenn die Fälligkeit in einem Monat lag, mit dem du bereits beim LSG bist, wird das LSG darüber entscheiden.

Wenn es kein Monat ist, der sich bereits in Klage befindet (worauf hindeutet, dass ein Überprüfungsantrag gestellt wurde) , hat dein Anwalt jetzt die Möglichkeit, wieder in Widerspruch und dann in Klage zu gehen.

Wie hat die I. Instanz entschieden? Für oder gegen ein schlüssiges Konzept in Rudolstadt?
 
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