Das Jobcenter möchte wissen, wieso wir so niedrige Heizkosten haben und nun weiß ich nicht, was ich denen überhaupt antworten soll.

Leser in diesem Thema...

Wallie

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Hallo,

ich habe eine Aufforderung zur Mitwirkung vom JC erhalten, in der ich erklären soll, wie wir unsere Wohnung im Jahr 2020 beheizt haben. Das ist leider nicht die erste Aufforderung, das JC wollte das letztes Jahr auch schon für das Jahr 2019 wissen. Da kurz danach Corona kam, hatten sie uns dann aber in Ruhe gelassen. Nun weiß ich nicht, was ich denen überhaupt antworten soll. Wir heizen halt so wie wir es brauchen und wenn es eben so wenig kostet, dann ist das so. Ich denke mal, dass das JC uns unterstellen möchte, das wir hier gar nicht wohnen würden.

LG
 

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abcabc

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Hallo,
dann liegt deine Wohnung vermutlich "mitten" im Haus, so dass die Nachbarn für dich kostenlos mitheizen oder? ;)


Ich würde einfach mal ganz frech den Spieß umdrehen, dass nicht du dich rechtfertigen musst, sondern das JC dich schriftlich zur Energieverschwenung auffordern soll. Das kann man dann mal an die Presse (oder Grünen) o.ä. geben. Der Shitstorm ist garantiert:


Sehr geehrte Damen und Herren,

da meine Wohnung günstig gelegen ist und die Nachbarn in den umliegenden Wohnungen scheinbar kräftig heizen, ist es mir in Ihrem Sinne gelungen Sozialleistungen einzusparen.
Hiermit beantrage ich die Nennung der Rechtsgrundlage, nach der Sie berechtigt sind, mir vorzuschreiben, wieviel ich heizen soll/muss. Außerdem bitte ich um schriftliche Mitteilung, wieviel Energie ich zukünftig unnötig verbrauchen soll, z.B. durch Dauerlüften mit eingeschalteter Heizung.
Und ich beantrage hiermit die Nennung der exakten Rechtsgrundlage, nach der ich zu Angaben zu weiteren Wärmequellen im der Wohnung (z.B. Heizdecke oder Wasserkocher für heißen Tee, Heizlüfter, etc. pp.), die aus dem Regelsatz bezahlt werden, verpflichtet bin.

Mit freundlichen Grüßen
XY



Danach solle Ruhe sein.
 

grün_fink

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Hallo,
ihr zahlt schon recht wenig. Ich unterm Dach mit viel Außenwand zahle ungefähr das Dreifache.
Da finde ich es eher normal, dass die Behörde anfragt und sich absichert.
Weshalb ihr so wenig braucht (bei eurem Verbrauch hätte ich wohl dauerhaft um die 16° in der ganzen Wohnung in der kalten Jahreszeit, bei Kälteperioden eher etwa 10°), kann ja niemand wissen. Vielleicht reicht es euch ja so kühl. ;)
Vielleicht liegt eure Wohnung ja in einem größerem Haus mittig, oder es ist gut isoliert, und ihr braucht es nicht ganz so warm.
Vielleicht muss man ja gar nicht so scharf schießen, wie gerade vorgeschlagen wurde.
LG und weiterhin warme Bude.
 

Helga40

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Um wieviel Quadratmeter Wohnraum und wieviel Personen geht es? Womit wird geheizt? Wird darüber auch Warmwasser aufbereitet? 15 Euro Heizkosten im Monat sind ja nun tatsächlich extrem wenig.
 

Kenshi

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Nein, daraufhin bekommst du sicherlich neue Frage, ob du tatsächlich in dieser Wohnung wohnst. Wenn ich als Sachbearbeiter so eine Antwort bekomme, schicke ich direkt der Bedarfsfeststellungsdienst raus. Also eine einfache Erklärung ist genug. Du kannst einfach antworten, dass du die Heizung nicht oft angemacht hast. Provokation ist unnötig und sinnlos.
 

TazD

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Ich würde einfach mal ganz frech den Spieß umdrehen, dass nicht du dich rechtfertigen musst, sondern das JC dich schriftlich zur Energieverschwenung auffordern soll.
Sorry, aber wem willst du mit diesem Schreiben gerade helfen? Das ist geradezu eine Aufforderung für den SB, dem TE mal so richtig auf den Zahn zu fühlen.
Wenn man sich dann die bisherigen Themen des TE so anschaut, dann ist eine weitere Baustelle das letzte was er gebrauchen kann.

Provokation ist unnötig und sinnlos.
Richtig. Manche Nutzer können aber nicht ohne und profilieren sich hier zum Schaden anderer.

Kann jemand sagen, was passiert wenn man auf den Wisch nicht reagiert?
Ja, die Leistungseinstellung droht, weil das JC vermutet, dass der TE gar nicht in seiner Wohnung und somit gar nicht im Zuständigkeitsbereich des JC wohnt. Gerade deswegen ist ein Schreiben wie in Beitrag #2 geradezu schädlich. Und das ist noch wohlwollend ausgedrückt. Aber Sachlichkeit kann eben nicht jeder und das ist oberstes Gebot im Umgang mit Behörden.

Von daher ist es hier angebracht, die tatsächlichen baulichen Gegebenheiten darzustellen, sofern hieraus der niedrige Verbrauch resultiert.

Das ist leider nicht die erste Aufforderung, das JC wollte das letztes Jahr auch schon für das Jahr 2019 wissen.
Diese Aufforderung ist dann aber einfach im Sande verlaufen, wenn ich das richtig herauslese:
Da kurz danach Corona kam, hatten sie uns dann aber in Ruhe gelassen.
 

Gollum1964

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nabend,

ich kann die Kritik hier teilweise nicht nachvollziehen.
Ich verbrauche auch nur knapp über 20 EUR pro Monat an Heizkosten, weil ich grundsätzlich nur zwischen November bis Februar oder Anfang März heize und in dieser Zeit auch nur, wenn ich in der Wohnung bin (sonst nur auf Sparflamme zum Frostschutz).
Seit wann muss man sich gegenüber dem Jobcenter rechtfertigen, dass man sparsam im Verbrauch ist und damit die KdU niedrig hält. Außerdem ist der sparsame Umgang mit der Energie doch gerade überall angesagt und letztlich viele Elos auch dazu gezwungen, um nicht noch zum Umzug genötigt zu werden (gerade in Großstädten ist der Grenzwert für die KdU schnell erreicht).

Ich hätte glatt auch so einen Brief wie abc abgeschickt und dann mal geschaut, was kommt. Letztlich muss dann nicht Wallie den niedrigen Verbrauch rechtfertigen, sondern das Jobcenter stichhaltige Beweise liefern. Soforteinstellung der Leistungen geht gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

TazD

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Lirypa

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Wir heizen halt so wie wir es brauchen und wenn es eben so wenig kostet, dann ist das so. Ich denke mal, dass das JC uns unterstellen möchte, das wir hier gar nicht wohnen würden.
Antwort an das JC als Vorschlag:
Wir heizen so, dass unser individuelles Wärmebedürfnis gedeckt ist.
Ergänzend, falls zutreffend:
  • Wir leben in einem Niedrigenergiehaus / -Wohnung.
  • Es wurde eine energetische Sanierung im Jahre XXXX durchgeführt.
  • Andere Gründe, die zutreffen z. B. längerer Krankenhausaufenthalt in der Heizperiode.
Übrigens sehr kurios, euer Fall, meistens geht es um die Überschreitung der Kosten.
 

Helga40

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ich kann die Kritik hier teilweise nicht nachvollziehen.
Ich verbrauche auch nur knapp über 20 EUR pro Monat an Heizkosten, weil ich grundsätzlich nur zwischen November bis Februar oder Anfang März heize und in dieser Zeit auch nur, wenn ich in der Wohnung bin (sonst nur auf Sparflamme zum Frostschutz).

Das ist schön. Aber was hat das mit dem TE zu tun? Bisher weiß niemand, ob wir hier von 30 qm oder 130 qm reden, wie geheizt wird und was alles damit erwärmt wird. Ob also deine Heizkosten vergleichbar sind, kann man gar nicht beurteilen.


Seit wann muss man sich gegenüber dem Jobcenter rechtfertigen, dass man sparsam im Verbrauch ist und damit die KdU niedrig hält.

Wenn der Verdacht einer Scheinwohnung besteht: sehr wohl. Das, JC muss nicht sehenden Auges möglichen Betrug unterstützen.


Ich hätte glatt auch so einen Brief wie abc abgeschickt und dann mal geschaut, was kommt.

Was kommt, konnte man bereits in dem Thread nachlesen: Inaugenscheinnahme und ggf. Leistungseinstellung, wenn sich der Verdacht auf eine Scheinwohnung als korrekt erweist.


sondern das Jobcenter stichhaltige Beweise liefern.

Unnormal niedriger Verbrauch ist durchaus ein stichhaltiger Beweis:

Ein weiterer Beleg dafür, dass die Wohnung in G. seit langem unbewohnt ist, ist die vom Antragsteller auf Aufforderung des Senats vorgelegte aktuelle Heizkostenabrechnung (Verbrauchszeitraum: 24. November 2015 bis 24. November 2016), wonach für das gesamte Verbrauchsjahr lediglich 27,77 Euro Heizkosten angefallen sind. Der überwiegende Teil dieses Betrags entfällt auf den verbrauchsunabhängigen Grundpreis. Heizenergie hat der Antragsteller in dem 12-monatigen Zeitraum lediglich in Höhe von 8,71 Euro (einschließlich Mehrwertsteuer) verbraucht, d.h. durchschnittlich in Höhe von 0,73 Euro pro Monat. Mit diesen Beträgen lässt sich eine Wohnung nicht zu Wohnzwecken beheizen.

 

Spiteri

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Normalerweise wirft das JC mit Kostensenkungsaufforderungen bezüglich Heizung und Warmwasser um sich. Daß ein solch niedriger HK- Betrag ins Auge sticht ist natürlich klar.

Und logisch daß auch die Bausubstanz eine Rolle spielt. Ich habe im Block Nachbarn, welche ohne Heizung trotzdem 23 ° C in der Wohnung haben: man wohnt in der 3tten Etage, hat obendrüber/ darunter/ beidseitig Nachbarn welche wegen Kleinkindern gut durchheizen.

Wenn TE tatsächlich top energetisch saniert wohnt ist doch alles gut. Dann kann sich der Ermittlungsdienst gerne von den baulichen Begebenheiten überzeugen und fertig ist. Allerdings sind die Mieten in solchen Häusern meist auch exorbitant hoch und außerhalb der möglichen KdU. Sollte sich dann aber rausstellen daß der HK- Verbrauch nur mit Dauerabwesenheit des Bewohners zu erklären ist wirds schwierig.


Bei mir siehts da anders aus: Erdgeschoss, nur Außenwände, ungedämmt. Klar geize ich auch beim Heizen wegen dem JC, habe bei den jetzigen Temperaturen 16 ° C in der Wohnung und im Winter um die 8-10°C. Da muß ich zumindest im WZ heizen und auch vorm Duschen im Bad mal für 10 min aufdrehen. Bekannte, Freunde, auch Handwerker frieren sich bei mir regelmaßig den Po ab.
Dafür werde ich fast jährlich vom JC abgemahnt wegen zu hohem WW- Verbrauch. Vergangenes Jahr wegen 3 m³ über dem zugestanden Verbrauch. Auch nicht nett.

LG
 

Darkmoon

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So etwas ähnliches hatte ich auch mal. Bei uns wird nämlich nur das Wohnzimmer mittels Ölofen geheizt, alle anderen Räume (alle sehr klein; z. T. nur 6m²) werden mit Konvektoren bei Bedarf geheizt. Außerdem ist das Haus gut isoliert, was generell niedrigere Heizkosten bedeutet. Das hab ich denen auch so geschrieben und damit war das Thema erledigt.
 

grün_fink

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Ich erinnere mich noch sehr gut an die Kälteperiode in diesem Jahr in der Woche vor Ostern. Bei uns war es dank Heizungsausfall über mehrere Tage dann am Ende unter 15° in der Wohnung. Allerdings konnten ja die Nachbarn auch nicht heizen. Nach der Reparatur lief die Heizung 12 Stunden lang durch.
Mal so aus der Praxis, mit diesem unfreiwilligen Experiment.
In einer normal isolierten Wohnung.
 

Wallie

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Hallo,

tut mir leid, dass ich mich jetzt erst zurückmelden kann.
dann liegt deine Wohnung vermutlich "mitten" im Haus, so dass die Nachbarn für dich kostenlos mitheizen oder?
Wir beziehen derzeit eine Dachgeschosswohnung. Es war tatsächlich mal einige Jahre so, dass die Nachbarin unter uns für uns mitgeheizt hat, aber die wohnt hier mittlerweile nicht mehr.
Um wieviel Quadratmeter Wohnraum und wieviel Personen geht es? Womit wird geheizt? Wird darüber auch Warmwasser aufbereitet? 15 Euro Heizkosten im Monat sind ja nun tatsächlich extrem wenig.
Wir wohnen in einer 50 qm großen Dachgeschosswohnung. Wir sind 2 Personen. Es ist eine Gaszentralheizung verbaut. Im Badezimmer wird das Warmwasser mittels eines Durchlauferhitzers aufbereitet. Dafür bekommen wir vom JC bereits Mehrbedarf ausgezahlt.
Ist es ein Neubau und so gut gedämmt?
Um einen Neubau handelt es sich nicht, über die Dämmung weiß ich nicht bescheid. Das Haus steht hier auf jeden Fall schon mindestens 40 Jahre.
Antwort an das JC als Vorschlag:
Wir heizen so, dass unser individuelles Wärmebedürfnis gedeckt ist.
Danke für den Vorschlag, ich werde das so übernehmen.

Was ich noch dazu sagen möchte, wenn uns kalt ist, kuscheln wir uns meistens einfach in Decken ein.

Liebe Grüße
 
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