Das Jobcenter lehnt den Umzug in eine ebenerdige Wohnung trotz Merkzeichen G ab. Was kann ich dagegen unternehmen?

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Jennifer70

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Hallo. Ich wohne derzeitig mit meinen beiden behinderten Söhnen ( 20 und 16 ) in einer knapp 70qm großen 3 ZKB-Wohnung im vierten Stock.
Normalerweise hat dieses Haus einen Aufzug. Dieser ist seit Oktober außer Betrieb wegen Absturzgefahr und es ist nicht sicher, ob er überhaupt irgendwann repariert werden kann, weil ein Ersatzteil nicht aufzutreiben ist ( mal davon abgesehn ist unser Vermieter ( mit dem großen V ) bekannt dafür, seine Mieter monatelang hängen zu lassen mit Anliegen, ich schreib mir hier die Finger wund) .

Mein jüngerer Sohn ist gehbehindert und sitzt sozusagen in der Wohnung fest. Zu wichtigen Terminen kommt der Malteserdienst und trägt ihn runter und später wieder rauf, das geht aber nicht ständig, die haben nicht genug Leute momentan, anderweitige Vereine etc. haben ebenso keine Kapazitäten frei.

Desweiteren ist der Aufzug nicht über die Ebene zu erreichen, auf der man das Haus betritt. Man muß erst eine Treppe raus ins Erdgeschoss oder runter in den Keller um ihn betreten zu können. Selbst diese Treppen schafft mein Sohn nicht mehr. Er benötigt etwas ebenerdiges, wo er keine Stufen laufen muß.

Ich habe also einen Antrag gestellt, in eine andere Wohnung umzuziehn, Erdgeschoss und barrierefrei. Wir bekamen zur Antwort, dass ein Umzug nicht notwendig sei, da die Wohnung ausreichend groß sei und zur Wohnung ein Aufzug fahren würde.

Meine Söhne haben beide einen Schwerbehindertenausweis, der eine mit 60 und H, der andere mit 80 und G, beide haben Pflegegrad 3. Mir ist bekannt, dass sich die Pflegekasse im Rahmen der Wohnumfeldverbesserung an den Umzugskosten beteiligen würde ( oder gar ganz übernehmen ) , aber damit wäre uns nur zum Teil geholfen. Derzeitig wohnen wir in einer Sozialwohnung niedrigsten Standarts und dementsprechend mit ner ganz niedrigen Miete - ein Umzug in eine andere Wohnung wäre mit erheblich höherer Miete verbunden ( der Wohnungsmarkt ist sehr sehr leer gefegt ) und ein Kautionsdarlehen würden wir auch benötigen.

Wie argumentieren wir nun gegenüber dem Jobcenter, dass ein Umzug unumgänglich ist? Worauf könnten wir uns beziehn?

LG Jennifer
 

Curt The Cat

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Umzug mit Merkzeichen G, Jobcenter lehnt ab
 

Yadess

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Du könntest dir von deinem Hausarzt bescheinigen lassen, dass du/ihr aus gesundheitlichen Gründen umziehen solltet. Dann sollte das Jobcenter auch für die höhere Miete aufkommen, solange sie dem Mietspiegel entspricht.
 
E

ExUser 60875

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Wichtig ist auch, dass für das Jobcenter erkennbar ist, dass du alles dir mögliche unternommen hast, um die Situation mit dem Vermieter zu klären. Auch ist es sicher hilfreich wenn es etwas schriftliches zu dem defekten Aufzug gibt, z.B. ein Schreiben des Vermieters an die Bewohner, dass er nicht genutzt werden darf. Meine Hausverwaltung macht das z.B. bei allen relevanten Dingen und informiert uns immer schriftlich.
 

Himbeere2020

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Im Prinzip kannst du hinziehen wo du willst solange die Wohnung, Größe und Preis hat die den allgemeinen Vorgaben entsprechen es steht auch frei in eine andere Stadt zu ziehen , andere Ortschaften, wo die Miete und Wohnungsmarkt günstiger sind.
 

Jennifer70

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Dem Jobcenter liegt ein ganzes Gutachten über meinem Sohn vor, da der Amtsarzt beauftragt wurde zu überprüfen, ob er erwerbsfähig ist, da steht alles drin. Auch habe ich den Bescheid vom Versorgungsamt in Kopie beigelegt, sowie Arztbriefe vom Orthopäden, Rheumatologie, Schmerztherapiezentrum und SPZ liegen vor. Ich habe auch Fotos beigelegt über die Problematik, dass der Aufzug nur über ne Treppe nach oben oder unten begehbar ist ( es gibt keinen Halt auf der Ebene, wo die Hauseingangstür ist, selbst wenn der Aufzug wieder tut, kann mein Sohn ihn nicht benutzen, da er diese Treppen nicht rauf oder runter gehn kann ) . In eine andere Stadt ziehen wollen wir nicht, wir sind hier angebunden an verschiedene Ärzte, Therapeuten und Förderschulen. Es liegt also alles vor, mehr Material hab ich nicht zum einreichen bei einem Widerspruch .

LG Jennifer
 
E

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Ich wuerde da alles in Bewegung setzen, was geht: Kinderarzt, Behindertenbeauftragten, Anwalt...

Hast du denn schon eine passende Wohnung in Aussicht? Das ist ja auch nicht so einfach.
 

Sowhat

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Dann reiche den Widerspruch ein mit den Unterlagen die du hast.
Aber die Frage stellt sich: Wie lange wohnt ihr schon dort und hat das alles funktioniert, solange der Aufzug lief?
Wie muss man sich das vorstellen, dass man in den Keller muss, um in de nvierten Stock zu kommen bzw. wie kam man dann vom vierten Stock runter, wenn der Aufzug funktionierte?
Viel Glück auf jeden Fall beim Widerspruch und beim Finden einer behindertengerechten uuund bezahlbaren Wohnung. Die drei u sind Absicht, weil ich weiss wie schwer das ist. Kommt natürlich auf die Stadt an. Ich glaube in meiner Stadt wird sowas nur für Leute mit guten Einkommen oder Renten gebaut.Aber bei der Suche wird euch vielleicht der VdK oder ähnliche Behindertenverbände helfen und eventuell das Wohnungsamt,
 
E

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Gast
Ich wohne auch in so eimem Haus. Hier gibt es vier Etagen, der Aufzug haelt nur im Ergeschoss,auf 2 und 4. aber nur zwischen de Etagen.Auf 4 geht es noch eine Treppe mit 7 Stufen nach oben oder eben eine Treppe runter in die dritte. Noch schaffe ich die Treppe, im Sommer ziehe ich mit Glück um.

Barrierefreie Wohnungen sind hier knapp und meist nur in Neubauten vorhanden.
 
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