Das Jobcenter fordert Schulden von Verstorbenem bei den Hinterbliebenen ein. Was kann man dagegen tun?

Aurora

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Hallo,

Problem ist folgendes:
Mein Onkel ist vor jetzt beinahe 5 Jahren verstorben. Heute erhielten meine Mutter und Großmutter beide ein Schreiben des JC wo er gelebt hat, in dem das JC knapp 710 EUR einfordert, die mein Onkel dort Schulden gehabt haben soll. Angehängt ist eine Forderungsübersicht aus der hervorgeht, dass die Forderung auf das Jahr 2010 zurückdatiert. Gerichtet ist die Forderungsübersicht auch an meinen Onkel.
Meine Mutter und meine Großmutter haben beide das Schreiben samt Zahlungsaufforderung erhalten. Sie haben damals nie eine Information bzgl. eines Erbes erhalten und auch daher nie ein Erbe ausgeschlagen. Es wurde auch nie ein Testament eröffnet, oder zumindest wurden wir nicht darüber informiert.

Frage ist nun, darf das Amt das überhaupt? Müsste das JC sich nicht erstmal an die Witwe meines Onkels wenden? Und woher haben die überhaupt die Daten meiner Mutter / Großmutter? Und bei beiden gleichzeitig das selbe zurückzufordern halte ich für schwierig, da wenn beide bezahlen hat das Amt ja doppelt verdient.

Grüße
 

ela1953

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Dann wird die Witwe wohl das Erbe abgelehnt haben. Und die Mutter und Großmutter samt Adresse angegeben haben.
So war das, als mein Onkel gestorben war. Die Witwe und der Sohn hatten das Erbe abgelehnt, aber die Adressen aller Geschwister angegeben.
Mein Vater hat dann, wie die anderen Geschwister, bei einem Anwalt das Erbe ausgeschlagen.
Allerdings kam das Schreiben vom Gericht. Und es wurde nichts von den hohen Schulden erwähnt.
Ich kann mich aber noch daran erinnern, dass die Ablehnung kostenpflichtig war.
 

Kerstin_K

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Für eine ERbauschlagung dürfte es eigentlich zu spät sein nach 5 Jahren.

Es sei denn die Erbausshlagung der Ehefrau würe der Muttr und Grossmutter jetzt erst bekannt. Dann könnte es sein, dass die 6 Wochen erst ab jetzt zählen.

TAzD müsste das wissen.

Darüber hinaus wäre zu prüfen, ob die Forderung nicht eh verjährt ist. Einige Sachen verjähren ja bereits nach 4 Jahren.
 

HermineL

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.


Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

Elo: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
Elo: "JC fordert Schulden von Verstorbenem bei den Hinterbliebenen ein"
Helfer: "????.Worum geht es dir da jetzt genau?.... Und wie ist jetzt deine Frage?...."
 

Aurora

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Einen Erbschein oder überhaupt eine Benachrichtigung, dass es sowas wie ein Testament oder eine Hinterlassenschaft gibt, haben wir nie erhalten. Wir sind immer von ausgegangen, dass die Witwe das angenommen hat. Mich wunderts nur, dass ich kein Schreiben mit der selben Aufforderung erhalten habe.
 

Kerstin_K

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Einen Erbschein muss man beantragen. Der kann richtig teuer werden, aber den brauht man auch nicht immer.

Das das Gericht nah einer Ausschlagung weitere Erben nicht informiert, kommt wohl öfter vor. Ein Bruder von mir ist verstorbrn und seine Ehefrau und seine Kinder haben das Erbr ausgeschlagen. Ichhabe eigentlich immer damit gerechnet, dass entweder unsere Mutter oer ich da mal was vom Gericht bekommen, aber da kam nie etwas. Wenn ich nicht nachgefragt hätte wegen der Erbausschlagung, dann häte ich wohl nicht erfahren, dass es die gab.
 

gila

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Einen Erbschein muss man beantragen. Der kann richtig teuer werden, aber den brauht man auch nicht immer.
Bei dem Problem von Aurora geht es um keinen Erbschein. Ich würde mir da gar keinen großen Kopf machen und zunächst einfach mal zurück schreiben (Jeder für sich), dass es sich um einen Irrtum handeln muss, da man für den verstorbenen Herrn XY wieder unterhaltspflichtig ist oder war, noch Erbe geworden ist.

Kein Satz mehr und einfach erst einmal abwarten inzwischen hat man Zeit sich tiefergehend zu erkundigen.

Siehe auch Info hier :

 

TazD

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TAzD müsste das wissen.
Würdest du deine Beiträge mal Korrekturlesen und nicht so hinrotzen, dann würden Nutzer, die du ansprichst, auch wirklich auf Themen aufmerksam. Aber so wird das nichts, denn falsch geschrieben und ohne @ davor bringt das nichts. Da hilft der Verweis auf Nutzer XY auch Null.

Sie haben damals nie eine Information bzgl. eines Erbes erhalten
Müssen sie auch nicht zwangsläufig, da eine Erbschaft kraft Gesetzes anfällt.

Es wurde auch nie ein Testament eröffnet, oder zumindest wurden wir nicht darüber informiert.
Dann gibt es auch keins.

Frage ist nun, darf das Amt das überhaupt?
Grundsätzlich ja, denn für Schulden des Erblassers haften die Erben.

Müsste das JC sich nicht erstmal an die Witwe meines Onkels wenden?
Vermutlich ist das schon geschehen, aber diese dürfte dann ausgeschlagen haben, wie @ela1953 richtig anmerkte.

Und bei beiden gleichzeitig das selbe zurückzufordern halte ich für schwierig, da wenn beide bezahlen hat das Amt ja doppelt verdient.
Wenn beide zu Erben geworden sind, haften sie für die Nachlassverbindlichkeiten als Gesamtschuldner und somit kann und darf auch von beiden gefordert werden. Kommt es zu einer Überzahlung, dann wird eben erstattet.

Mich wunderts nur, dass ich kein Schreiben mit der selben Aufforderung erhalten habe.
Weil du in der Erbfolge noch gar nicht dran bist und somit auch kein Schuldner für das JC.

Ich würde mir da gar keinen großen Kopf machen und zunächst einfach mal zurück schreiben (Jeder für sich), dass es sich um einen Irrtum handeln muss, da man für den verstorbenen Herrn XY wieder unterhaltspflichtig ist oder war, noch Erbe geworden ist.
Den Part mit der Unterhaltspflicht kann man rauslassen, da das überhaupt keine Bewandnis hat. Ansonsten ist es aber richtig, darauf hinzuweisen, dass man nicht Erbe geworden ist und somit für die Nachlassverbindlichkeiten auch nicht haftet.

Kein Satz mehr und einfach erst einmal abwarten inzwischen hat man Zeit sich tiefergehend zu erkundigen.
Vor allem würde ich mal beim zuständigen Nachlassgericht nachfragen, ob dort Ausschlagungen vorliegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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Würdest du deine Beiträge mal Korrekturlesen und nicht so hinrotzen, dann würden Nutzer, die du ansprichst, auch wirklich auf Themen aufmerksam. Aber so wird das nichts, denn falsch geschrieben und ohne @ davor bringt das nichts. Da hilft der Verweis auf Nutzer XY auch Null.
MAl wieder schlechte Laune? Ich wollte dich nicht ansprechn, sondern nu darauf hinweisen, dass du dich da auskennst. Dasmit dem @wäre eine Idee gewesen, aber die ist mir schlicht nicht gekommen.

Wie ist das eigentlich, wenn man nicht wusste, das jemand, der vor einem in der Erbfolge dran war, ausgeschlagen hat. Die Ausschlagungfrist läuft doch erst, wenn man weiss, dass man Erbe ist, oder?
 

TazD

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MAl wieder schlechte Laune?
Das sieht ganz anders aus.

Dasmit dem @wäre eine Idee gewesen, aber die ist mir schlicht nicht gekommen.
Genausowenig, wie die Idee, doch mal diesen Beitrag Korrektur zu lesen.

Die Ausschlagungfrist läuft doch erst, wenn man weiss, dass man Erbe ist, oder?
Richtig. Der Gesetzgeber spricht von "Kenntnis vom Anfall der Erbschaft". Oder eben weniger juristisch ausgedrückt:
wenn man weiss, dass man Erbe ist
 

Aurora

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Richtig. Der Gesetzgeber spricht von "Kenntnis vom Anfall der Erbschaft". Oder eben weniger juristisch ausgedrückt:
Da wäre nur die Frage der Auslegung.
Weiß man, dass man Erbe ist im Moment wenn man erfährt dass jemand aus der Familie verstorben ist oder wenn man per Brief über ein Testament / gesetz. Erbschaft vom Nachlassgericht informiert wird?
 

TazD

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Weiß man, dass man Erbe ist im Moment wenn man erfährt dass jemand aus der Familie verstorben ist
Das kommt drauf an, ob du dann auch als Erbe in Betracht kommst. Dann wäre dieser Zeitpunkt maßgebend.

oder wenn man per Brief über ein Testament / gesetz. Erbschaft vom Nachlassgericht informiert wird?
Das wäre der späteste Zeitpunkt, an dem die Ausschlagungsfrist zu laufen beginnt.
 
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