Das Inkasso von PayPal (Paigo) verlangt Einigungsgebühr bei Ratenzahlung. Ist das zulässig ?

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Flippi88

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Hey Leute,


habt ihr mal was von einer Einigungsgebühr gehört und ist sowas rechtlich gesehen erlaubt ?


Der offene Betrag den ich zahlen muss sind 336,57 Euro
inkl. Inkassogebühren wären es 408,46

Die wollen aber mehr Geld also 75,80 noch dazu wenn ich 20 Euro pro Monat an Raten zahlen will bzw nur kann (bin in der Sozialhilfe)

Wollte damals per Raten bei PayPal zahlen, aber die wollten das nicht und haben das dann an Inkasso (Paigo) weitergeleitet.
 

HermineL

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axellino

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habt ihr mal was von einer Einigungsgebühr gehört und ist sowas rechtlich gesehen erlaubt ?

Wie vorhergehend u.a. auch zu erkennen, kann eine Einigungsgebühr grundlegend erstmal verlangt werden, und auch können aussergerichtliche Inkassogebühren als Verzugsschaden geltend gemacht werden, und Zahlungsverzug deinerseits, lag hier sicherlich wohl auch vor.
Betreffend der als Verzugsschaden geltend gemachter aussergerichtlicher Inkassogebühren, würde ich persönlich, so denn es der gesamte Sachverhalt überhaupt hergibt, jedoch nie mehr wie eine 0,3 Geschäftsgebühr samt Auslagen anerkennen und bezahlen.


Wenn Du im weiteren möchtest, und dies aufjedenfall bevor Du eine Vereinbarung in form einer Ratenzahlung mit dem Inkasso eingehst, stelle doch eine evtl. erhaltene Forderungsaufstellung hier anonymisiert mal ein, oder tippe sie hier mal ab, und hast Du ggfls. bisher keine detailierte Forderungsaufstellung von denen erhalten, dann solltest Du diese als erstes vom Inkasso erstmal anfordern, und dies bevor Du hier auch weiter vorgehst. Folgend könnten wir diese dann auch mal auf Korrektheit überfliegen.

Desweiteren (jedoch möchte ich dich in diesen Zusammenhang zu nix überreden, denn dafür bräuchte man u.a auch ein wenig stärkere Nerven), könnte man versuchen die ollen geltend gemachten aussergerichtlcihen Inkassogebühren zu umgehen,


und somit vielleicht hier auch im ganzen, das olle Inkasso mit seinen explizit geltend gemachten Gebühren, einfach links liegen zu lassen.
Diesbezüglich müssten aber einige Voraussetzungen gegeben sein, und ggfls. müssten von Dir hier auch einige Informationen breit getreten werden. Aber wie geschrieben deine Entscheidung, und im endeffekt natürlich auch dein Risiko.
Wobei, was u.a. Versuche und somit Klagefreudigkeit betrifft, explizit nur geltend gemachte aussergerichtlichen Inkassogebühren in Deutschland einzuklagen, bisher gegen Null läuft ;)

Im weiteren könnte man auch ein Gegenvorschlag, der evtl. zu einer einvernehmliche Einigung führen könnte, versuchen der Gegenseite zu unterbreiten, ohne die olle Einigungsgebühr u. mit ggfls. gekürzten vorgerichtlichen Inkassogebühren etc, dein Sozialhilfebezug spricht aufjedenfall schon mal dafür, vielleicht gibt es ja noch weitere Gegebenheiten von Dir und deinem Leben, die ggfls. ja auch die Gegenseite dazu bewegen könnten, auf so ein ggfls. gemachten Gegenvorschlag einzugehen.;)
 

Flippi88

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Hallo,


und entschuldigt mich für die späte Rückantwort. Dachte auch das hätte sich erledigt.

Nun hab ich mich aber mit dem Aktenzeichen bei Paigo eingeloggt und die haben nochmal was draufgeschlagen


336,57 war die Hauptforderung von Paypal bzw was im Kundenkonto im Minus war.


Dann waren es auf einmal 408,46 wo ich noch dachte. Okay Inkasso will ja auch Geld für die Bearbeitung und so.


Nun hab ich 2 Raten a la 20 Euro gezahlt


Anscheinend haben die nochmal 75,80 berechnet weil ich nur 20 Euro an Raten zahlen kann und mit der 1. Rate hätte ich mich bereit erklärt, dabei hab ich das nicht.
 

Flippi88

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Also die Verbraucherzentrale hat mir am Telefon jetzt gesagt ich soll erstmal nicht zahlen bzw die Einigungsgebühr widerrufen

Nachtrag,

Hab Paigo geschrieben dass ich das nicht zahle also nur die Hauptforderung + deren Kosten aber ohne die Einigungsgebühr.

Jetzt schicken die mir eine Mail mit einer Frist bis zum 04.02. dass ich alles komplett zahlen soll.

Ist echt ein schlechter Witz.
 

axellino

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und mit der 1. Rate hätte ich mich bereit erklärt, dabei hab ich das nicht.
Ist echt ein schlechter Witz.

Vielleicht ist das explizit betreffend der Einigungsgebühr ja nicht unbedingt ein schlechter Witz, aber halt nur vielleicht und nur weil Du hier die Ratenzahlungsvereinbarung, u.a. explizit nicht mit einer Unterschrift bestätigt hast, bedeutet dies automatisch im Umkehrschluss nicht, das jene Vereinbarung explizit auch durch dein handeln hier, nicht doch ggfls. zustande kam und somit auch die im Vorfeld Dir vom Inkasso angekündigte Einigungsgebühr für dich fällig wird.

Mal zusammengefasst, jedenfalls so wie ich das ganze hier überhaupt verstanden habe.
Das zum Forderungseinzug beauftragte Inkasso, tritt betreffend einer unstrittigen Hauptforderung samt Verzugskosten an dich ran.
Jene Gesamtforderung kannst Du nicht in eins begleichen und bietest im Gegenzug dem Inkasso eine 20 € Ratenzahlung zum abtragen der Forderung an. Das Inkasso entgegnet Dir darauffolgend, ja können wir machen, jedoch wird dafür eine Einigungsgebühr fällig.
Das siehst Du nicht ein oder was auch immer.

Folgend kommt Dir dann aber wahrlich nix anderes in den Kopp, als einfach blindlinks mit der 20 € Ratenzahlung zu beginnen und wahrscheinlich hatten die vorgenommenen Zahlungen sogar auch keine Zweckgebundenheit, so dass das Inkasso jene dann auch zuerst auf seine Kosten anrechnen durfte. § 366 BGB , § 367 BGB

Desweiteren, ein Schuldanerkenntnis bedarf aus meiner bescheidenen Ansicht auch nicht unbedingt einer Schriftform, wenn das ganze im Vergleichswege geschieht § 782 BGB und hier hätten wir ein Ratenzahlungsvergleich, welcher explizit an sich selbst nicht der Schriftform unterliegt. Im weiteren lese ich hier im ganzen auch nicht, das es u.a. parallel mit der von Dir gezahlten ersten 20 € Rate, es von Dir auch ein Hinweis ans Inkasso gab, dass man mit den Bedingungen des Vergleichs nicht einverstanden ist und somit könnte in diesen Zusammenhang hier ggfls. auch eine konkludente Annahme des Vergleichs vorliegen, denn eine Annahmeerklärung kann auch durch Bewirken der Leistung erfolgen. (Palandt/Ellenberger, 75. Aufl. 2016)

Das ganze in der Hinsicht hier aber zu versuchen genauer zu beurteilen ist unmöglich, denn diesbezüglich bedarf es mehr und auch detailierten Input von Dir. Nun gut, lt. deinen Darlegungen bist Du hier auch dem wohl gesagten der Verbraucherzentrale gefolgt und somit bliebe dann natürlich auch abzuwarten, inwiefern das ganze hier seine Fortsetzung finden wird. :)
 

Flippi88

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Im weiteren lese ich hier im ganzen auch nicht, das es u.a. parallel mit der von Dir gezahlten ersten 20 € Rate, es von Dir auch ein Hinweis ans Inkasso gab, dass man mit den Bedingungen des Vergleichs nicht einverstanden ist und somit könnte in diesen Zusammenhang hier ggfls. auch eine konkludente Annahme des Vergleichs vorliegen, denn eine Annahmeerklärung kann auch durch Bewirken der Leistung erfolgen. (Palandt/Ellenberger, 75. Aufl. 2016)

Das ganze in der Hinsicht hier aber zu versuchen genauer zu beurteilen ist unmöglich, denn diesbezüglich bedarf es mehr und auch detailierten Input von Dir. Nun gut, lt. deinen Darlegungen bist Du hier auch dem wohl gesagten der Verbraucherzentrale gefolgt und somit bliebe dann natürlich auch abzuwarten, inwiefern das ganze hier seine Fortsetzung finden wird. :)


Die Verbraucherzentrale schickt mich zur Schuldnerberatung. Hab denen eine Mail geschrieben aber das ist schon 3 Tage her.

Und ich hab das von vornerein gesagt und immer mal wieder geschrieben.

Dachte hätte sich erledigt mit der Einigungsgebühr bis ich mich dann mal bei denen mit dem Aktzenzeichen eingeloggt hab und da fast 500 Euro stand.

Kann ja nicht sein, dass so abkassiert wird bei um die 330 Euro Streitwert.
 

Flippi88

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Hab vergessen zu schreiben:


zB muss ich Norisbank auch zurückzahlen und die akzeptieren 20 Euro und wollen keine Gebühren oder sowas.
 

axellino

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Wenn ich an einer geltend gemachten Gesamtforderung, etwas zu monieren habe, ob nun im ganzen oder ggfls. in teilen, dann lasse aufjedenfall mein Portmane zumindest ggfls. vorerst, erstmal zu und versuche das zu klären oder führe das ggfls. einer Klärung herbei und fange aufjedenfall nicht einfach blindlinks mit einer auch hier vorab angebotenen u. besprochenen Ratenzahlung auf diese an. Ok, ist sowieso müssig darüber weiter zu diskutieren, lt. deinen Darlegungen willst Du dich ja auch in den Händen einer Schuldnerberatung begeben und dort bist Du mit diesem hier und ggfls. noch weiteren, dann auch gut aufgehoben. (y)

zB muss ich Norisbank auch zurückzahlen und die akzeptieren 20 Euro und wollen keine Gebühren oder sowas.

Explizit die Norisbank dürfte ja auch u.a. keine Einigungsgebühr verlangen, denn jene erbringt ja auch keine Rechtsdienstleistung.;)
 

Flippi88

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Explizit die Norisbank dürfte ja auch u.a. keine Einigungsgebühr verlangen, denn jene erbringt ja auch keine Rechtsdienstleistung.;)


War wegen Dispokredit und Inkasso hat sich gemeldet, jedoch überweist man anscheinend direkt wieder an die Norisbank und nicht an das Inkasso.

Obwohl das Inkasso ja dann auch eine Einigungsgebühr verlangen könnte.

Was ich halt wissen möchte ist einfach wieviel der Inkasso von Paypal also Paigo verlangen kann weil im Grunde haben die ja schon ihre Gebühren nur wollen die halt nochmal mehr wegen den 20 Euro und das ist halt das was mir einfach nicht rechtens vorkommt.

Hier haben einige Links zu Themen gepostet die aber kompliziert geschrieben sind bzw irgendwie gibt es halt keine direkte Antwort, ob man das zahlen muss.

Bei "Frag deinen Anwalt" gibt es das Thema ja auch schon aber ich werd halt echt nicht schlau aus diesen Antworten weil es keine direkte Antwort gibt.

Wenn die Schuldnerberatung sich jetzt nicht meldet bzw die sagen es muss ersthmal viel mehr Schulden passieren oder sowas bevor die aktiv werden, dann bin ich ja halt wieder allein auf mich gestellt.

Leider hab ich generell schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich immer weitergeleitet werde bzw gewisse Behörden es als nicht wichtig ansehen, mir zu helfen.
 
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